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Archiv für Januar 31st, 2009

Expeditionen ins Tierreich 6 – Abenteuer Ozean

Erstellt von Günther Lietz am 31. Januar 2009

Thomas Behrend & Birgit Peters
Expeditionen ins Tierreich 6 – Abenteuer Ozean: Unter Weißen Haien
Euro Video, Ismaning, 26.4.2007
Spieldauer ca. 135 min.
www.eurovideo.de/

(Da aus diesem Set nur eine DVD vorliegt, kann auch nur diese eine beurteilt werden.)

Vor dem Kap der Guten Hoffnung liegen einige kleine Inseln, deren ‚Einwohner’ aus Seebären und Tölpeln bestehen. Um diese Inseln herum gibt es die wohl größten Populationen von Weißen Haien auf der ganzen Welt. Das Team um den Meeresforscher Thomas Behrend will wissen, was es mit der steigenden Zahl der Angriffe auf Menschen auf sich hat.

Selbst die ARD lernt ganz allmählich dazu. Statt 45 Minuten trockenen Wissensaustausch kommt diese Dokumentation wirklich modern mit Hintergrundmusik und einigen Informationen über das Tauch-Team daher. Als Zuschauer ist man schon auf eine gewisse Art und Weise gefangen von dieser Form einer moderneren Dokumentation.

Allerdings wird stellenweise mehr Wert darauf gelegt, das Team vorzustellen, als das eigentliche Problem zu schildern. Zudem wird der Weiße Hai fast als ein Schmusetier verkauft, was nun selbst auf Hai-Fans etwas irritierend wirkt. Offensichtlich legt man größten Wert darauf zu zeigen, was dieser Jäger nicht ist, statt auf das, was er eben ist. Anstatt mit dem Klischee vom blutgierigen Killer aufzuräumen, degradieren die Fotografen diese Raubfische immer wieder zu Angsthasen, wie zum Beispiel in der Szene, in der der Hai die gerade gerissene Robbe immer wieder umschwimmt. Mehrmals wird immer wieder betont, dass der Hai Angst hätte.

Es wird durchaus logisch sein, dass auch Haie mit der Zeit dazulernen und einen natürlichen Respekt vor gewissen Dingen entwickeln. Für die Filmcrew scheint dieses jedoch absolut nicht nachvollziehbar zu sein. Ein Hai ist ein Hai und damit ein Raubtier – dass müssen die Macher allerdings wohl erst während der Dreharbeiten lernen.

Dass es sich bei der überwältigenden Anzahl der Angriffe auf Menschen um Missverständnisse beiderseits handelt und viele immer noch das Hollywood-Klischee im Hinterkopf haben, ist schon lange bekannt, dafür hätte es diese Dokumentation nicht gebraucht, zumal die Macher auch keinerlei neue Erkenntnisse liefern. Dennoch aber sind die Bilder gelungen und lassen eine mystische Unterwasserwelt vor dem Zuschauer entstehen.

Alles in allem eine eher durchschnittliche DVD, deren großer Pluspunkt die wirklich gelungenen Unterwasseraufnahmen sowie eine wundervolle Dia-Show ist. Sollten die anderen beiden Dokumentationen ebenso aufgebaut sein, lohnt es sich allerdings nicht wirklich, soviel Geld auszugeben, zumal die einzelnen Episoden wohl auch bereits im Fernsehen gelaufen sind. (RSch)

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Expeditionen ins Tierreich – Abenteuer Ozean

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Shunichi Nagasaki Black Belt

Erstellt von Günther Lietz am 31. Januar 2009

Produzent: Kanjiro Sakura
Darsteller: Akihito Yagi, Tatsuya Naka, Yuji Suzuki, Takayasu Komiya, Yasuto Kosuda
Musik: Naoki Sato
Altersfreigabe/FSK: ab 12 Jahren

Spieldauer ca. 92 Min.
Kuro-Obi, Japan, 2007
Constantin-Film, München
www.constantin-film.de

Karate ist keine Angriffswaffe sondern eine Technik des Widerstands und der Selbstverteidigung. Als im Jahr 1932 der Großmeister eines Dojos stirbt, müssen seine Schüler selbst entscheiden, auf welcher Seite sie stehen wollen. Der kämpferische und vergleichsweise aufbrausende Taikan unterstellt sich der Armeepolizei. Fortan leitet er, begleitet vom dritten Schüler Choei, das Karatetraining der Soldaten.

Giryu, der versucht dem Nichtangriffsweg des Meisters zu folgen, verliert einen Kampf und wird von einer jungen Bäuerin, ihrem Vater und dem kleinen Bruder gesund gepflegt. Erst als die junge Frau von Verbrechern verschleppt wird, beginnt er, die Lehre des Meisters zu hinterfragen.

Während Taikan diverse Kämpfe ausficht und sich dadurch glaubt zu verbessern, gibt sich Giryu der Landwirtschaft und seinen Übungen hin. Choei, der bereits am Anfang schwer am Arm verletzt wird, folgt Taikan auf dessen Weg und ist so eine Art schlechtes Gewissen für den Kämpfer. Choei versucht, Taikan immer wieder auf den Weg des Meisters zurück zu leiten. Schließlich ist es auch Choei, der vom Meister den schwarzen Gürtel, den Kuro-Obi, mit dem Auftrag bekam, ihn nur an einen würdigen Nachfolger zu übergeben!

Die Frauenhändler paktieren mit dem Kommandanten der Soldaten, und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis Taikan und Giryu wieder aufeinander treffen.

„Black Belt“ ist ein Film, der in den Hauptrollen nicht mit Schauspielern sondern mit Karatermeistern besetzt ist und echtes Karate zeigen will. So wird auch im „Making of“ argumentiert – und angesichts der begeisterten Kritiken diverser Karatekämpfer muss man wohl auch annehmen, dass dies gelungen ist.

Als Freund von Actionfilmen und in Erwartung akrobatischer (Show-) Kämpfe wird man von diesem Film jedoch enttäuscht. Zu schnell, unspektakulär und wohl auch bis zu einem gewissen Grad realistisch sind die Kämpfe. Andererseits hört und sieht man im Karate-Special der „Extras“ dann Aussagen wie: So würde man diesen Tritt eigentlich nicht abwehren. Was natürlich die Realität der Kampfszenen wieder etwas in Frage stellt.

Die eigentliche Geschichte des Films und die Entwicklung der beiden Hauptprotagonisten schreiten geradlinig und ebenso unspektakulär wie die Kämpfe voran. Sämtliche Nebenfiguren sind entweder nur gut oder nur böse, einzig Giryu beinhaltet als Charakter ein gewisses Spannungspotential. Er hat die Möglichkeit, sich zwischen den verschiedenen Wegen, die ihm sein Meister mit dem Karate eröffnete, zu entscheiden.

Dass der Schlusskampf zwischen den beiden – ehemaligen – Schülern in Schwarz-Weiß gezeigt wird, kann eventuell als Hervorhebung des Gut-Böse-Kontrasts gesehen werden. Den Zuschauer lässt dieser ‚Effekt’ auf jeden Fall erstmal nach der Fernbedienung greifen, um zu sehen, ob sich irgendwelche Einstellungen geändert haben oder der Fernseher kaputt ist.

Die „Extras“, das „Making of“ und das „Karate-Special“, zeigen, insbesondere im Zweitgenannten, sehr schön, wie die verschiedenen Kampfszenen vorbereitet wurden und verdeutlichen die Karatefähigkeiten der Akteure. Und das gelingt dieser einen Stunde Zusatzmaterial besser als dem Film selbst.

Wie schon erwähnt scheint dieser Film sein Publikum eher bei den Karatebetreibenden und Fans von Kampfkunst an sich zu finden. Der Unterhaltungsfaktor ist für reine Actionfans zu gering und die Handlung letztlich zu vorhersehbar und eindimensional, um wirklich an den Bildschirm zu fesseln. (ft)

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Black Belt

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