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Archiv für Februar 5th, 2009

Bangkok Dangerous: Interview mit Martin Keßler, der deutschen Synchronstimme von Nicolas Cage

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Februar 2009

BANGKOK DANGEROUS: Interview mit Martin Keßler, der deutschen Synchronstimme von Nicolas Cage

Man kennt Sie in Deutschland vor allem als Synchronstimme von Nicolas Cage. Der Actionkracher „Bangkok Dangerous“, in dem Nicolas Cage den Auftragskiller Joe spielt, ist eines Ihrer neuesten Projekte. Wie gefällt Ihnen der Film persönlich?

Ein gut gemachter Actionfilm. Und Cage ist hier einmal mehr nicht der geradlinige Held, sondern hat als brillanter Charakterschauspieler Ecken und Kanten, die dem Ganzen Tiefe verleihen.

Neben Nicholas Cage synchronisieren Sie auch andere bekannte Darsteller wie zum Beispiel Vin Diesel oder auch Brad Pitt. Welche Besonderheiten und speziellen Herausforderungen bestehen für Sie bei der Synchronisation von Nicolas Cage, auch im Vergleich zu anderen Hollywood-Größen, denen Sie Ihre Stimme leihen?

Cage ist ein Schauspieler, der immer für Überraschungen gut ist. Manchmal agiert er geradezu bizarr und dann ist es nicht ganz leicht, in der Synchronfassung eine schauspielerische Entsprechung  zu finden. Aber das ist natürlich jedes Mal eine Herausforderung und macht die Arbeit immer aufs Neue interessant. Vin Diesel ist in seiner ungeheuren Coolness ebenfalls eine Herausforderung, denn „nichts“ zu machen und trotzdem präsent und überzeugend zu sein, ist schwerer als man sich vielleicht vorstellt.

Sie waren neben vielen Filmen auch als Sprecher an dem einen oder anderen Videospiel beteiligt, beispielsweise synchronisierten Sie Sam Fisher im Agentenspiel „Splinter Cell“. Wie unterscheidet sich das Synchronisieren zwischen einem virtuellen Charakter und einem realen Darsteller?

Es ist eine andere Arbeit. Der visuelle Eindruck des Mediums Film fehlt. Ich höre nur den amerikanischen Schauspieler und muss mich eng an die sogenannte Timeline halten. Da man im Deutschen fast immer mehr Worte braucht als im Englischen, ist das nicht immer ganz leicht.

Mit freundlicher Genehmigung von (C) 2009 Public Relations.

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Red Rock West
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Nicolas Cage: Hollywood’s Wild Talent
Nicolas Cage (People in the News)
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Bangkok Dangerous – Trailer

Erstellt von Detlef Hedderich am 5. Februar 2009

Bangkok Dangerous

Regie: Danny und Oxide Pang
Darsteller: Nicolas Cage, Nirattisai Kaljaruek und andere

Ab 22. Januar 2009 auf DVD und Blu-Ray

Nicolas Cage brilliert im actiongeladenen US-Remake des Thai-Thrillers der Pang-Brüder

Joe (Nicolas Cage) ist ein eiskalter und skrupelloser Auftragskiller, bekannt dafür seine Jobs mit äußerster Anonymität und höchster Präzision zu erledigen. Kurz nachdem er in Prag einen Polizeispitzel erschossen hat, erhält Joe einen neuen Auftrag am anderen Ende der Welt. Er soll für den Gangsterboss Surat (Nirattisai Kaljaruek) unbequeme Gegner aus dem Weg räumen. Doch nach einiger Zeit bricht Joe seine eigenen Regeln und die Dinge geraten außer Kontrolle…

Mehr Infos auf der offiziellen Website: http://www.bangkok.film.de
“Making Of“-Featurette

Windows Media
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Mid:
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Real Media
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Mid:
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Quicktime
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Interview-Featurette

Windows Media
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Michael Clayton

Erstellt von Günther Lietz am 5. Februar 2009

Michael Clayton

FSK: ab 12 Jahre
Laufzeit: 115 Minuten

Regie: Tony Gilroy
Drehbuch: Tony Gilroy
Darsteller: George Clooney, Tom Wilkinson, Tilda Swinton

Produktion: USA 2007
Produktionsfirmen: Samuels Media
Produzent: George Clooney, Jennifer Fox, Kerry Orent, Sydney Pollack, Steve Samuels, Steven Soderbergh

Ein Film der leise beginnt und auch leise endet …

Michael Clayton (George Clooney) arbeitet für die erfolgreiche Anwaltskanzlei „Kenner, Bach & Ledeen“ seit Jahren als sogenannter Ausputzer und Müllmann. Er übernimmt die Drecksarbeit, fegt die Krumen der Großen weg und sorgt mit einem regen Handel von Gefälligkeiten dafür, dass Probleme gelöst werden. Obwohl er einst eine vielversprechende Karriere vor sich hatte, kümmern ihn Moralvorstellungen heute kaum. Auch sein Privatleben ist ein Schutthaufen: Getrennt von Frau und Kind, verschuldet und bis vor kurzem spielsüchtig.

Die Kanzlei vertritt nun seit vielen Jahren das Unternehmen U/North in einem Fall, in dem Milliardenverluste drohen. Topanwalt Arthur Edens (Tom Wilkinson) berät in der Sache den Klienten äußerst erfolgreich, bis er beschließt, sich bei eine wichtigen Meeting zu entkleiden und der Klägerin seine Liebe zu gestehen. Clayton wird zur Hilfe gerufen und sammelt Edens ein, der einer psychischen Störung wegen eigentlich Medikamente nehmen sollte.

Der neue Chefsyndikus von U/North – Karen Crowder (Tilda Swinton) – wird informiert und erkennt, dass hinter der Sache mehr steckt als eine reine Geistesstörung. Völlig überfordert ordnet sie die Überwachung von Edens an, anschließend sogar seinen Tod. Als Michael Clayton nun merkt, dass mehr hinter der Sache steckt als vermutet, gerät er ebenfalls ins Fadenkreuz von Crowders Leuten …

Bisher verdiente sich Tony Gilroy seine Sporen als erfolgreicher Drehbuchautor (die Bourne-Trilogie stammt von ihm) und gibt mit „Michael Clayton“ auch sein Debüt als Regisseur. Gilroy geht dabei auf Nummer sicher und schneidert den spannenden Thriller vollkommen auf George Clooney als Hauptdarsteller zu. Dieser war dann gleichzeitig auch einer der Produzenten, wie unter anderem Sydney Pollack. Diese drei Männer stellen heutzutage sicher, das ein Film ein Erfolg und somit ein Kassenmagnet wird.

Tatsächlich ist „Michael Clayton“ ein eher klassisch aufgebauter Thriller und orientiert sich stark an „Die drei Tage des Condor“ (aus dem Jahre 1975 – mit Robert Redford in der Hauptrolle und Sydney Pollack als Regisseur).

Clayton ist ein Mann, der plötzlich mit moralischen Fragen konfrontiert wird, seinen Freund ans Messer liefern soll und dann von der Ereignissen überrannt wird. Stets ist er den Versuchungen ausgeliefert, muss sich zwischen Richtig und Falsch entscheiden. Zu keinem Zeitpunkt besitzt er tatsächlich die Kontrolle, ist oft ahnungslos und Spielball der Ereignisse. Diese Machtlosigkeit und der innere Konflikt werden von Clooney hervorragend umgesetzt und zeigt auch, dass „Michael Clayton“ seine große Show ist. Clooney füllt die Handlung aus, treibt sie voran, ist im Bild und dominiert das Geschehen.

Einzig die grandiose Tilda Swinton vermag ihm Paroli zu bieten. Sie gibt die vollkommen überforderte Karen Crowder, die für ihren Konzern handelt und dabei immer tiefer in den Schlamassel reitet. Nervös, schwitzend und verhaspelnd stolpert sie durch die Handlung – bieder wirkend, eine kluge Frau und doch töricht dumm. Swinton und Clooney sind wie zwei Pole die machtlos aufeinander zu treiben, sich treffen und dann abstoßen. Klasse gespielt, das macht einfach Freude.

Und doch findet der Film stets wieder zurück zu Clooney und seiner Rolle des Clayton, fertigt eine Charakterstudie an, zeigt das Leben und die Ratlosigkeit eines an sich gestandenen Mannes. Doch in all der Dunkelheit, gibt es auch Lichtblicke in diesem verpfuschten Leben eines Spielers: Clayton kümmert sich rührend um seinen Sohn, er wiedersteht dem Spieltrieb, er begleicht seine Schulden, er steht für seine Freunde ein und er ist ein Familienmensch, der auf seine Brüder bauen kann. Das sorgt für Sympathiepunkte und einen fetten Bonus. Clooney kommt einfach positiv herüber, seine Rolle ebenfalls.

Und das ist vielleicht auch das Problem des Films. Clayton ist eigentlich ein moralisch fragwürdiger Kamerad, doch die negativen Elemente werden nur angedeutet, bleiben in den Schatten. Er ist ein Ausputzer, der Beste der Firma, und doch weiß kaum jemand von ihm und seinem Job. Und auch der Zuschauer bleibt ratlos zurück, denn wie Claytons Arbeit tatsächlich aussieht, dass bleibt verborgen. Zwar fordert er einige Gefälligkeiten ein, doch wirklich böse Dinge kann man ihm kaum anlasten. Selbst der Aufhänger mit der Fahrerflucht bleibt in moralisch normalen Bahnen, empfiehlt Clayton doch einfach nur einen Anwalt für die Sache, der in der Nähe wohnt. Nun, es wird kein bisschen am Heiligenschein von Clooney gekratzt. Clayton soll eine fragwürdige Gestalt darstellen, doch mehr aus Erzählungen, als aus Handlungen heraus. Tom Hanks als Bad Guy in „Road to Perdition“ war viel glaubwürdiger.

Aller Inkonsequenz zum Trotz, ist „Michael Clayton“ ein tolles Charakterstück und sehr spannend. Die Darsteller spielen überzeugend und vor allem das moralische Dilemma wird von George Clooney wunderbar transportiert. Besonders die Begegnungen zwischen Clayton und Crowder, Clooney und Swinton, sind exzellente Szenen mit hervorragenden Dialogen und Blickspielen. Diese Begegnungen alleine machen Film bereits sehenswert, alles andere ist ein fetter Bonus!

(c) 2008 by Günther Lietz

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