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Archiv für Februar, 2009

Shiver – Die düsteren Schatten der Angst

Erstellt von Michael Drewniok am 19. Februar 2009

Shiver – Die düsteren Schatten der Angst

Originaltitel: Escalofrío (Spanien 2008)
Regie: Isidro Ortiz
Drehbuch: Hernán Migoya, José Gamo, Alejandro Hernández u. Isidro Ortiz
Kamera: Josep M. Civit
Schnitt: Bernat Aragonès
Musik: Fernando Velázquez
Darsteller: Junio Valverde (Santi), Blanca Suárez (Ángela), Mar Sodupe (Julia), Francesco Orella (Dimas), Josep Maria Domènech (Teófilo), Jimmy Barnatán (Leo), Paul Berrondo (Óscar), Ariadna Cabol (Raquel), Roberto Enríquez (Antonio Cifuentes), Andrés Herrera (Fabián), Blanca Martínez (Ángela), Christian Nájera (Raúl), Pau Poch (Tito), Miguel A. Barroso (Jonás), Berta Ros (Erica Hassel), Anna Ycobalzeta (Gloria) u. a.
Label: Legend Film (www.legend-films.de)
Vertrieb: Universum Film (www.universumfilm.de)
Erscheinungsdatum: 15.10.2008 (Leih-DVD) bzw. 03.11.2008 (Kauf-DVD)
EAN: 4013575553297 (Leih-DVD) bzw. 0886973531693 (Kauf-DVD)
Bildformat: 16 : 9 (1,78 : 1   anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Spanisch)
Untertitel: Deutsch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 91 min.
FSK: 16

Das geschieht:

Teenager Santi lebt mit seiner Mutter Ángela in der spanischen Großstadt Barcelona. Ein seltenes Hautleiden zwingt ihn, das Tageslicht und vor allem die Sonne zu meiden. Die Krankheit verschlimmert sich und zwingt Mutter und Sohn zum Umzug in das wolkenreiche Nordspanien. In einem abgeschiedenen Bergdorf in den Pyrenäen versuchen sie zwischen hohen Gipfeln eine neue Heimat zu finden. Ladenbesitzer Dimas, der ihnen auch ein einsam gelegenes Haus vermietet hat, nimmt sie freundlich auf und versucht sie in die misstrauische Dorfgemeinschaft einzuführen. Doch Santi, der “Vampir”, bleibt auch hier ein Außenseiter. Trotzdem beginnt sich die hübsche Julia, Tochter des Polizeiinspektors Cifuentes, für den Neuen zu interessieren.

Daheim fühlt sich Santi zunehmend unwohl. Das alte Haus steht am Rande eines Urwalds, den nur Wilderer und Dummköpfe betreten. Nachts wird es unheimlich in seiner Kammer, denn auf dem Dachboden scheint es umzugehen. Santi bildet sich nicht nur ein, dass eine seltsame Kreatur durch den Wald geistert: Der junge Tito wird auf dem Heimweg verfolgt. Als sein Mitschüler Jonás dies vor Ort nachprüfen will, schließt Santi sich ihm an. Das Unternehmen endet als Fiasko: Jonás wird die Kehle durchgeschnitten, und Santi ist plötzlich Hauptverdächtiger in einem Mordfall!

Nach einem weiteren Mord rotten sich die Dörfler bedrohlich gegen Santi zusammen. Der ruft seinen Freund Leo zur Hilfe, der aus dem fernen Barcelona anreist. Auch Julia stellt sich auf Santis Seite, der inzwischen entdeckt hat, wer einst in dem Haus am Waldrand gewohnt hat: Die deutsche Familie Hassel genießt im Internet einen gewissen Ruhm, denn Tochter Erika war ein “Wolfskind”, das in Afrika unter wilden Tieren im Dschungel aufwuchs. Später zog die Familie nach Spanien um und schließlich nach Deutschland zurück. Dort verliert sich allerdings ihre Spur, was in Santi den Verdacht aufkommen lässt, dass Erika den Wald nie verlassen hat …

Viel Atmosphäre um wenig Handlung

Spanien ist im noch jungen 21. Jahrhundert für den Freund des etwas anderen, sprich ideenreichen und überraschenden Horrors ein vielversprechendes Filmland geworden. “Pan’s Labyrinth”, “Das Waisenhaus” und “[Rec]” sind nur drei nicht nur mit Recht sondern auch im Ausland erfolgreiche Kinofilme, die neugierig auf weitere Phantastik aus Südwesteuropa machen.

Auch “Shiver” beginnt verheißungsvoll. Als die Story in Barcelona ihr solides Fundament erhalten hat und in die Pyrenäen abgewandert ist, entwerfen Regisseur Isidro Ortiz und Kameramann Josep M. Civit eine ebenso stimmungsvolle wie abschreckende Welt abseits der Gegenwart. Zwar erkennt man am neuen Heim von Santi und Ángela eine Satellitenschüssel, doch vertrauter wird die archaische Landschaft dadurch nicht. Zwischen Barcelona und den Pyrenäen liegen nur 120 Kilometer, doch die gefühlte Distanz ist wesentlich größer.

Die wilde Schönheit der Berglandschaft verwandelt Civit in ein schattenreiches und düsteres, ständig feuchtes und klammes Labyrinth aus unterholzdichtem Urwald und schroffen, steilen Berghängen. Um den Eindruck einer ständigen Bedrohung zu unterstreichen, wurden die hellen Farben aus dem Film verbannt. Braun- und Grüntöne schaffen zusammen mit den allgegenwärtigen Schatten einen Tarneffekt, der das sich anschleichende Grauen wohl signalisiert aber nie deutlich werden lässt.

Das Bergdorf fügt sich ideal in die ungastliche Natur ein. Seine Bewohner sind misstrauisch und verschlossen, abergläubisch und vor allem sämtlich bewaffnet. Hier ist man es gewohnt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, wobei das Gesetz – ohnehin von fernen Stadtmenschen formuliert – gern außen vor bleibt.

Vom Regen in die Traufe

Dass der ersehnte Neubeginn für Santi und Ángela in dieser Umgebung problematisch werden dürfte, wundert den gut eingestimmten Zuschauer nicht. Er weiß, mit welchen Problemen Santi zu kämpfen hat, und nimmt Anteil an seinem bizarren Schicksal – ideale Voraussetzungen für das nunmehr einsetzende Hauptgeschehen.

An diesem Punkt beginnen die Probleme. Sie kommen nicht unerwartet, denn den Einbruch des Mysteriösen in die Realität glaubhaft zu machen ist eine Herausforderung, der seit jeher nur wenige Autoren und Regisseure gewachsen sind. Schon die Zahl der Drehbuchautoren ist verdächtig: Viele Köche verderben den Brei, so lautet ein altes aber inhaltswahres Sprichwort. Und richtig: “Shiver” entwickelt sich deprimierend schnell in eine Mischung aus “Akte X”-Klon und Teenie-Dramolett auf TV-Niveau. Was da durch die Wälder geistert, ist viel zu rasch kein Geheimnis mehr. Als die Katze (bzw. Erika) aus dem Sack ist, ändert sich die Grundstimmung. Ortiz greift auf Klischees zurück: Polizei und Dumm-Dörfler verdächtigen Santi, auch Mama Ángela und der plötzlich aus der Versenkung aufgetauchte Papa ziehen zweifelnde Gesichter. Santi tut sich daraufhin mit der unbeirrbaren Freundin Julia und dem tumben Nerd-Kumpel Leo zusammen.

Zu dritt und in Eigenregie versucht man das Geheimnis zu lüften. Dabei stellt sich das  Trio exakt so dämlich an wie alle Teenies, denen ein Unhold mordlüstern auf den Fersen ist: Da wird in Drahtfallen getappt, Böschungen hinab gekugelt oder – ein Dauerbrenner – dem Feind im entscheidenden Moment der Rücken zugedreht, damit dieser umso nachhaltiger aus dem Off bersten kann.

Diese ausgelaugten Routinen kann der Finaltwist, mit der Ortiz der scheinbar erzählten Geschichte eine unerwartete Wende gibt, nicht mehr ausgleichen. Schade, denn die Dreiecks-Konstellation aus ‘tragischem Monster’ (Santi), Schrecken des Waldes (Erika) und dem eigentlichen Bösewicht (dessen Name hier verschwiegen bleibt) hätte ihre Wirkung besser entfalten können. (Vielleicht würde darüber sogar in Vergessenheit geraten, dass dieser Finaltwist mit der Handlung logisch überhaupt nicht in Einklang zu bringen ist: Ortiz setzt hier auf den simplen Überraschungseffekt.)

Der Dilettant ist dem Gesamteindruck sein Tod

Wenn “Shiver” scheitert, so ‘verdankt’ der Film dies zu einem guten (bzw. schlechten) Teil der schauspielerischen ‘Leistung’ von Junio Valverde  als Santi. Solange dieser in seiner Rolle eher passiv bleibt und von seiner Lichtallergie beherrscht wird, kann er sie ausfüllen. Sobald Valverde vom Waldgeist und dann (wie weiland Frankensteins Ungeheuer) von den Dorfdeppen gejagt wird (Fackeln & Mistgabeln werden von Flinten ersetzt), fällt ihm nur ein, das Gesicht wie im Todeskampf zu verziehen und wie ein asthmatisches Walross zu schnaufen. Das zieht er konsequent durch, bis aus einem bedauernswerten jungen Mann ein Nervtöter geworden ist, dessen Ende durch Klinge oder Kugel gar nicht früh genug kommen könnte.

So bleibt “Shiver” hauptsächlich als Film der verpassten Möglichkeiten in Erinnerung. Der Schein kann die Kläglichkeit des Inhalts eine ganze Weile verbergen. Die Enttäuschung ist umso größer, wenn der Zuschauer dann bemerkt, dass sich seine Erwartungen eines nicht nur stilvollen, sondern auch faszinierenden phantastischen Films nicht erfüllen werden.

DVD-Features

Die Extras zum Hauptfilm bleiben übersichtlich. Neben dem deutschen und dem spanischen Original-Trailer gibt es ein “Making of Shiver”, das kümmerliche achteinhalb Minuten läuft – glücklicherweise, entpuppt sich der ‘Hintergrundbericht’ doch nach kurzer Zeit als dreiste Werbung. Darsteller und Crewmitglieder müssen maßlos über das geniale Filmwerk in die Kamera schwärmen; manchen kann man immerhin im Gesicht ansehen, wie peinlich ihnen ist, was nur als Unverschämtheit bezeichnet werden kann.

Die schön gestaltete Website zum Film ist in dieser Beziehung zwar auch nicht ohne Fehler, doch sie liefert (in spanischer oder englischer Sprache) immerhin einige Background-Infos: www.escalofriolapelicula.com [MD]

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Shiver – Die düsteren Schatten der Angst

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„Busy Berlin“ für Ascot Elite

Erstellt von Detlef Hedderich am 19. Februar 2009

„Busy Berlin“ für Ascot Elite

 

Zürich/Stuttgart 19.2.2009 – Mit sechs neuen, hochkarätigen Produktionen im Gepäck

kehrt die Ascot Elite Entertainment Group von einem geschäftigen und äußerst

erfolgreichen EFM Berlin zurück. „Wir sind glücklich und zufrieden mit unserer „Berlin-

Ausbeute“ und sind sicher, mit diesen kommerziellen und hochwertigen Produktionen

die Marke Ascot Elite, sowohl im Handel als auch beim End-Konsumenten, als Garant

für Qualitäts-Unterhaltung weiter zu festigen.“ so Stephan Giger, COO der Ascot Elite

Entertainment Group.

 

Von der britischen Hanway Films kommt der spektakuläre und bildgewaltige Thriller

FRANKLYN (Regie Gerald McMorrow) mit Ryan Phillippe, Sam Riley und Eva Green

in den Hauptrollen. Seine Deutschland-Premiere erhält der Film in Kürze im Rahmen

der Fantasy Film Fest Nights im März 2009.

Mark A. Lewis’ Creature-Feature THE THAW mit Val Kilmer besticht durch kleine und

äußerst gemeine urzeitliche Wirbeltiere, die zigfach überwintert im Körper eines

Mammuts, einmal aufgetaut die Crew einer Forschungsstation in erhebliche Nöte

bringen. Der spannende Thriller wurde von Voltage Entertainment verkauft.

 

Für die Filmfestspiele in Cannes wird Nick Love’s (FOOTBALL FACTORY, THE

BUSINESS) Hooligan-Story THE FIRM bereit stehen. Sein mit 80er Jahre Hits

gespicktes Remake des gleichnamigen BBC Films von 1988 (mit Gary Oldman), der

als Mutter aller Hooliganfilme gilt, wird die erfolgreiche “Best of British” Linie von Ascot

Elite ergänzen. Die Rechte wurden von der Londoner Protagonist Pictures erworben.

In Shin Jeong-Won’s CHAW wird ein kleines, verschlafenes Dorf von einem

vermeintlichen Serienkiller heimgesucht, bis sich eine monströse Wildschwein-Meute

als die Quelle des Unheils herausstellt. Die schwarze Thriller-Komödie wird bereits jetzt

als Nachfolger des grandiosen THE HOST gehandelt und wurde vor kurzem in den

tiefen Wäldern um San Francisco abgedreht. Für die zahlreichen Special-Effects

zeichnet Hans Uhlig verantwortlich, der sich schon die Speciel-Effects der STAR WARS

Filme, THE DAY AFTER TOMORROW oder PERFECT STORM gestaltete. Der Film

wird ebenfalls in Cannes seine Weltpremiere erfahren und wurde von Fine Cut Ltd.

erworben.

 

In Pre-Production befindet sich Julian Gilbey’s (FOOTSOLDIER) Entführungs-Thriller

A LONELY PLACE TO DIE, in einer Hauptrolle prominent mit Franka Potente besetzt.

Der fertige Film wird für das erste Quartal 2010 erwartet. Carnaby Int. produziert und

vertritt die internationalen Rechte des Films. Mit Jamie Thraves’ CRY OF THE OWL,

konnte sich Ascot Elite eine Top besetzte (Paddy Considine, Julia Stiles) Patricia

Highsmith-Verfilmung sichern, welche noch dieses Jahr ausgewertet werden wird.

Myriad Pictures fungiert als internationale Verkaufsfirma für den Titel.

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Preisrätsel: 2 x 1 DVD von Highlight Communications und Constantin Film: DISASTER MOVIE

Erstellt von Detlef Hedderich am 18. Februar 2009

DISASTER MOVIE
Blockbuster-Parodien nonstop!
DVD- und Blu-ray-Verleihstart: 05. Februar 2009
DVD- und Blu-ray-Verkaufsstart: 19. Februar 2009

Jason Friedberg und Aaron Seltzer, die Macher von „Scary Movie“ und „Fantastic Movie“, liefern auch mit ihrem neusten Werk DISASTER MOVIE Parodien auf bekannte Katastrophenfilme und zahlreiche Hits des Kinosommers 2008 ab. Die Protagonisten dieses filmischen Wahnsinns sind eine Gruppe von Freunden, die inmitten eines durch Meteoriten zerstörten New Yorks auf diverse Figuren der gängigen Popkulturszene und aus Filmen der jüngeren Vergangenheit treffen. Ob „Cloverfield“, „Hulk“, „Hancock“ u. v. a. bekannte Blockbuster, kein Film und keiner seiner Charaktere kommt hier ohne die Abreibung einer deftigen „Verarsche“ heraus.

DISASTER MOVIE liefert ein große Staraufgebot mit Carmen Electra („Meine Frau, die Spartaner und ich“, „Fantastic Movie“), Matt Lanter („Star Wars: The Clone Wars“) und Nicole Parker („Gegen jede Regel“). Der Film parodiert neben neuen Filmen und Serien wie „The Dark Knight“, „Hellboy 2“, „High School Musical“, „Iron Man“, „Kung Fu Panda“ und „Sex and the City“ auch Promies wie z.B. Amy Winehouse, Jessica Simpson, Justin Timberlake, Brad Pitt, Angelina Jolie, George Clooney.

DVD-Ausstattung:
Bildformat: 1,85:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS 5.1, Englisch Dolby Digital 5.1, Deutsche Untertitel
für Hörgeschädigte möglich, Audiokommentar mit Cast & Crew
Prod.-Jahr: 2008
FSK: ab 16 Jahren beantragt
Länge: ca. 90 Min.
Extras: Settour mit G-Thang, Girl Fight, Singalong – Karaoke, How we do it – So wird’s gemacht, Ich bin
ein Stand-Up Comedian, Die Ladies, Wer parodiert wen?, Darsteller-Infos

BLU-RAY-Ausstattung:
Bildformat: 1,85:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch DTS-HD 5.1, Englisch DTS-HD 5.1, Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte
möglich, Audiokommentar mit Cast & Crew
Prod.-Jahr: 2008
FSK: ab 16 Jahren beantragt
Länge: ca. 82 Min.
Extras: Settour mit G-Thang, Girl Fight, Singalong – Karaoke, How we do it – So wird’s gemacht, Ich bin
ein Stand-Up Comedian, Die Ladies, Wer parodiert wen?, Darsteller-Infos

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Disaster Movie [Blu-ray]
Disaster Movie

Glückwunsch den Gewinnern
Gerda Wagner und Stefan Krause

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PRINZESSIN LILLIFEE – HOMEPAGE ZUM FILM AB SOFORT ONLINE

Erstellt von Detlef Hedderich am 17. Februar 2009

PRINZESSIN LILLIFEE – HOMEPAGE ZUM FILM AB SOFORT ONLINE

Kinostart: 26. März 2009

Die Homepage zum Kinostart von PRINZESSIN LILLIFEE ist ab sofort online unter www.prinzessin-lillifee-derfilm.de <http://www.prinzessin-lillifee-derfilm.de>

Am 26. März 2009 ist es soweit: Endlich kommt das erste Kinoabenteuer von Prinzessin Lillifee auf die große Leinwand! Schon jetzt kann man auf der Website zum Film die wunderbare Welt der kleinen Feenprinzessin entdecken. Spielerische Extras wie ein magischer Cursor, Ausmalbilder und Szenenfotos verzaubern die großen und kleinen User und Trailer, Wallpaper, Filmplakat oder Musikdownloads verkürzen die Wartezeit bis zum Filmstart für kleine Prinzessinnen spielend leicht.

In Lillifees Feenreich herrscht Harmonie: Die Prinzessin kümmert sich wie jeden Morgen gemeinsam mit ihrem besten Freund Pupsi, dem Schwein, darum, dass ihre Welt im schönsten Glanz erstrahlt und alle glücklich sind. Doch der Schein trügt. Viele Rosarier sind unzufrieden. Elfen, Trolle, Kobolde und Meerjungfrauen – sie alle würden am liebsten das Land verlassen. Sie ärgern sich über die Feen, die nur an sich selbst denken und reichlich Unruhe stiften. Dabei droht das ganze Feenreich ins Chaos zu stürzen. Prinzessin Lillifee muss schnell etwas tun!
Ihr Plan, ein rauschendes Fest zu veranstalten, um alle miteinander zu versöhnen, geht leider nicht auf. Die Feen sind untereinander so zerstritten, dass sie gar nicht daran denken, anderen zu helfen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Prinzessin Lillifee ist verzweifelt, und das hat schreckliche Folgen: Denn je mehr sie die Hoffnung verliert, umso schneller schwinden ihre Zauberkräfte… Kurz bevor sie vollkommen mutlos aufgeben will, hat sie jedoch eine tollkühne und clevere Idee. Wird es ihr gelingen, gemeinsam mit ihren Freunden die Harmonie in Rosarien wieder herzustellen?

Prinzessin Lillifee ist eine Heldin, wie Mädchen sie lieben. Seit Jahren stehen die Bücher der magischen Fee ganz oben auf den Bestsellerlisten, und die Accessoires aus dem Lillifee-Universum sind beliebte Hits bei den Kindern. Jetzt können sich die kleinen und großen Fans im Kino von einem glitzernden und spannenden Abenteuer der geliebten Prinzessin Lillifee verzaubern lassen.

PRINZESSIN LILLIFEE wurde von der ndf: neue deutsche Filmgesellschaft und Caligari Film produziert, wie zuvor auch schon die erfolgreichen Kinofilme „Felix – Ein Hase auf Weltreise“, „Felix 2 – Der Hase und die verflixte Zeitmaschine“ sowie „Der Mondbär – Das große Kinoabenteuer“. Der Film entstand in Koproduktion mit Beta Film, Universum Film, dem WDR und Ismael Feichtl. Gefördert wurde die Produktion von der FFA Filmförderungsanstalt, der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen und dem DFFF Deutschen Filmförderfonds. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Mark Slater und Gabriele M. Walther. Der Film basiert auf den Kinderbüchern von Monika Finsterbusch, die im Coppenrath Verlag erscheinen.

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Preisrätsel zu “Handball WM 2007″

Erstellt von Günther Lietz am 15. Februar 2009

2x Handball WM 2007: Deutschland Weltmeister – ein Wintermärchen als DVD: Deutschland im Handballfieber! Hens und Co. heißen die neuen Lieblinge der Nation. Weltmeister im eigenen Land! Was den Fußballern im Sommer noch knapp versagt blieb, machten deutsche Handballer möglich. Die DHB-Auswahl bahnte sich ihren Weg ins große Finale von Köln und setzte sich im letzten Kapitel dieses “Wintermärchens” schließlich selbst die Krone auf …
Gesponsert von Euro Video – Vielen herzlichen Dank!

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Handball WM 2007: Deutschland Weltmeister – ein Wintermärchen
Handball WM 2007 – Deutschland Edition (6 DVDs + Höhner CD-Single)

Herzlichen Glückwunsch an unsere Gewinner:
Theresa Riedel und Markus Schnorr.

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Animations-Komödie MONSTERS VS. ALIENS ab 2. April im Kino

Erstellt von Detlef Hedderich am 13. Februar 2009

Die Wahrscheinlichkeit, auf der Erde von einem Meteor getroffen zu werden, ist bekanntermaßen nicht besonders groß. Doch im neuen DreamWorks Animation-Abenteuer MONSTERS VS. ALIENS, das am 2. April in die deutschen Kinos kommt, passiert Susan Murphy genau das – und zwar ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag. Zu allem Überfluss verwandelt sie sich nach der Kollision mit dem aus dem Nichts kommenden Weltraumobjekt auch noch in eine 15 Meter große Riesin und wird daraufhin vom US-Militär auf ein geheimes Regierungsgelände gebracht. Wie sich herausstellt, ist Susan – die von nun an Gigantika genannt wird – dort nicht das einzige „Monster“. Als eines Tages ein außerirdischer Roboter die Menschheit bedroht, ist es an Gigantika und ihren spleenigen, aber äußerst charismatischen Monster-Kollegen, die Welt vor den Aliens zu retten.

MONSTERS VS. ALIENS
Produktion: Lisa Stewart

Regie: Rob Letterman, Conrad Vernon
Besetzung/ Synchronsprecher: Reese Witherspoon, Hugh Laurie, Will Arnett, Seth Rogen, Rainn Wilson, Paul Rudd, Kiefer Sutherland, Stephen Colbert

Ab 2. April 2009 im Kino

Im Verleih von Paramount Pictures Germany.

Susan Murphy ist ein kalifornisches Mädchen wie jedes andere – bis sie an ihrem Hochzeitstag von einem Meteor voller Weltraumschleim getroffen wird. Plötzlich schießt sie irrsinnig in die Höhe und ist schließlich 15 Meter groß. Das Militär ist sofort zur Stelle, fängt sie ein und bringt sie zu einem streng geheimen Regierungsgelände. Dort wird sie als Monster gebrandmarkt und man gibt ihr den Namen Gigantika.

Wie sich schnell herausstellt, ist sie nicht die einzige „Monstrosität”, denn das Militär pfercht schon seit Jahren still und heimlich Monster auf diesem Gelände ein. Da sind beispielsweise der brillante, aber insektenköpfige Prof. Dr. Kakerlake, Missing Link – eine Kreuzung aus Affe und Fisch und ein Macho sondergleichen –, der glibberige und unzerstörbare B.O.B. und schließlich die über 100 Meter große Larve Insektosaurus.

Doch die Tage ihrer Gefangenschaft sind gezählt, als ein mysteriöser außerirdischer Roboter auf der Erde landet und eine Schneise der Verwüstung durch das Land zieht. Der Präsident weiß nur noch einen Ausweg: Verzweifelt wendet er sich an General K.O. Putsch, der die bunt gemischte Monstertruppe gegen die Aliens anführen und somit die Welt vor der bevorstehenden Zerstörung retten soll.

Windows Media

http://depress.waytoblue.com/media/video/MonstersVsAliens_GER_hi.asx
http://depress.waytoblue.com/media/video/MonstersVsAliens_GER_med.asx
http://depress.waytoblue.com/media/video/MonstersVsAliens_GER_low.asx

Ron Bahre
Public Relations

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The Chair

Erstellt von Michael Drewniok am 12. Februar 2009

The Chair

Originaltitel: The Chair (Kanada 2007)
Regie u. Schnitt: Brett Sullivan
Drehbuch: Michael Capellupo
Kamera: Kiarash Sadigh
Musik: Kurt Swinghammer
Darsteller: Alanna Chisholm (Danielle Velayo), Lauren Roy (Anna Velayo), Nick Abraham (Ryan Durbin), Paul Soren (Mordechai Zymytryk), Nickolas Tortolano (Jacob), Adam Seybold (Edgar A. Crowe) u. a.
Label: I-ON New Media (www.ionnewmedia.de)
Vertrieb: Splendid Entertainment (splendid-entertainment.de)
Erscheinungsdatum: 09.01.2009 (Leih-DVD) bzw. 27.02.2009 (Kauf-DVD)
EAN: 7321925017915 (Leih-DVD) bzw. 4260034632172 (Kauf-DVD)
Bildformat: 16 : 9 (1,85 : 1   anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 89 min.
FSK: keine Jugendfreigabe

Das geschieht:

Die junge kanadische Studentin Danielle Velayo will sich und ihrer Familie beweisen, dass sie von ihrer paranoiden Wahnschüben genesen ist und ein eigenständiges Leben führen kann. Sie zieht in ein altes Haus in einer ruhigen Seitenstraße der Großstadt Toronto. Noch bevor sie sich eingerichtet hat, beginnt es in der Wohnung zu spuken – oder steht Danielle gesundheitlich vor einem Rückfall, wie Schwester Anna es befürchtet?

Die seltsamen Geräusche und Schemen zeigen sich allerdings auch ihr, als sie sorgenvoll in Danielles Wohnung übernachtet. Die hat inzwischen eine geheime Kammer entdeckt. In ihrem Inneren findet sie eine alte Wachswalze mit einer 100 Jahre alten Tonaufzeichnung: Der berühmte Magier Mordechai Zymytryk berichtet von seiner Rache an dem Serienkiller Edgar A. Crowe. Der hatte 1906 seinen Enkel entführt und auf einem perversen Folterstuhl, der seinen Opfern die Luft aus den Lungen presste, zu Tode gebracht. Noch bevor die Behörden seiner habhaft wurden, hatte Zymytryk den Killer gefasst. In einem einmaligen Akt von Selbstjustiz hatte er diesen hypnotisiert und anschließend begraben. Seither schwebt Crowes Seele ruhelos zwischen Leben und Tod.

Doch Zymytryk hat den Killer unterschätzt. Als der Geist Danielles geistige Labilität bemerkt, erkennt er seine Chance. Er fährt in ihr Hirn und übernimmt es. Während Anna und Danielles Ex-Freund Ryan besorgt die Anzeichen eines psychotischen Schubes zu beobachten glauben, beginnt die besessene Studentin einen neuen Folterstuhl zu bauen. Sie bzw. Crow hat bereits das erste Opfer ins Visier genommen – den kleinen Jacob, der Danielle nett findet und gern ihrer Einladung zum Spiel im alten Haus folgen wird …

Als Anna endlich merkt, was da geschieht, ist es zu spät: Danielle wählt die lästige Schwester als Versuchsobjekt für den Stuhl aus. Allerdings unterschätzt Crow Annas Entschlossenheit, sowohl Danielle als auch Jacob aus seinen Klauen zu befreien …

Zwei Schwestern, ein Magier und ein untoter Serienmörder

Die gute, alte Geistergeschichte ist auch im 21. Jahrhundert nicht tot zu kriegen. Zwar können es auch Gespenster arg blutig treiben, doch in der Regel gehen sie subtiler vor. Der Zuschauer wird nicht mit dem Holzhammer (bzw. mit Axt und Schlachtermesser) traktiert. Atmosphäre und Stimmung sorgen für ‚echte‘ Furcht, die aus der Überlegung resultiert, dass Übernatürliches so, wie es auf diese zurückhaltende und damit überzeugenden Weise gezeigt wird, doch möglich ist.

Regisseur Brett Sullivan und Drehbuchautor Michael Capellupo haben die Regeln der Geistergeschichte grundsätzlich verstanden und setzen sie sorgfältig um. Das funktioniert in den ersten beiden Dritteln ihres Films sehr gut. Nicht nur das geringe Budget, sondern auch die komplizierte Filmkulisse forderten Sullivan und seinem Kameramann Kiarash Sadigh einige Denkarbeit ab. Gedreht wurde in einer echten Wohnung – aus Kostengründen in der des Regisseurs übrigens. Deren meist engen Räume waren für die Filmarbeit nur bedingt geeignet. Dennoch oder gerade deshalb fand Sadigh immer wieder ungewöhnliche Plätze für seine Kamera und verblüfft mit Bildern, die (wie das „Making of“ zum Film belegt) weniger durch aufwändige Spezialeffekte, sondern im sorgfältigen Zusammenspiel der Schauspieler mit der kleinen aber unermüdlichen Crew hinter der Kamera zustande kamen.

Gut geklaut ist halb gewonnen

„The Chair“ ist die ‚inoffizielle‘ Verfilmung einer berühmten Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe (1809-1849), wie das in den Endcredits pflichtschuldig vermerkt steht. (Daran erinnert auch der Name des Schurken: Edgar A. Crow! „Edgar A. Raven” wäre freilich noch treffender.) Gemeint ist die Story „The Facts in the Case of M. Valdemar” (1845; dt. „Die Tatsachen im Fall Valdemar”): Ein ‚Mesmerist‘ – d. h. ein Anhänger der Lehren des Arztes und Wissenschaftlers Franz Anton Mesmer (1734-1815) – hypnotisiert einen Sterbenden und kann dessen Geist auch nach dem Tod an den Leichnam binden. (Eine berühmte Filmversion dieser Erzählung entstand bereits 1962: In „Tales of Terror“ – dt. „Der grauenvolle Mr. X“ –, einem Episodenfilm von Roger Corman, spielte Vincent Price den Valdemar.)

Sullivan lässt Mordechai Zymytryk als Mesmeristen auftreten. Aus dem Wissenschaftler wird in „The Chair“ ein Rächer, der sein besonderes Wissen anwendet, um einen Verbrecher zu strafen. Ansonsten nutzt Sullivan Poes Vorlage nur als Fundament für eine völlig eigenständige Geschichte. Wie so oft ist die dem Vorbild nicht gewachsen; Poe genießt seinen Ruf nicht ohne gute Gründe.

Der Hauptfehler besteht darin, dass Capellupo und Sullivan im letzten Drittel davon abgehen, was der Handlung bisher sehr gut tat: Sie führen plötzlich den ‚klassischen‘ Zymytryk/Crow-Strang mit den Ereignissen zusammen, die ein Jahrhundert später spielen. Selbstverständlich erwartet der Zuschauer, dass dies geschieht. Allerdings ist das Drehbuch in diesem wichtigen Punkt denkbar plump geraten. Nicht nur der untote Crow taucht auf, sondern auch der mehrfach reinkarnierte Mordechai Zymytryk, der seine Geschichte hastig nebenbei einstreut, während er mit Anna zum Grab Crows eilt.

Wahn oder Wirklichkeit?

Als das letzte Handlungsdrittel einsetzt, haben sich Sullivan und Capellupo endlich entschieden, welche Art von Geschichte sie erzählen: Spukt es im Haus wirklich, oder sehen wir zusammen mit Danielle nur Wahnvorstellungen, die ihr vom kranken Hirn vorgegaukelt werden? Das bleibt lange unklar und sorgt für zusätzliche Spannung, zumal Hauptdarstellerin Alanna Chisholm diese Ambivalenz überzeugend auszudrücken vermag.

Aber schließlich steht fest: Edgar A. Crowe geht tatsächlich um! Damit verändert sich der Tenor des Films. Jetzt wohnt ein böser Geist in einem Körper, der ihm die Gelegenheit zum Schurken & Tücken gibt. Aus Grusel wird Horror, und der gelingt nicht annähernd so authentisch. Die Stimmung verfliegt, es wird hässlich: Danielle baut den Folterstuhl, eine ausgeklügelte Maschine, die an entsprechende Instrumente aus den „Saw“-Filmen erinnert (deren vierten Teil Brett Sullivan geschnitten hatte). Sie bzw. Crowe hat es auf ein Kind abgesehen, das wirklich auf diesem Stuhl landet – ein gewollter Tabubruch, der indes nur halbherzig realisiert wird: Die Szene soll erschrecken aber nicht entsetzen (oder gar die Zensur auf den Plan rufen). Der Trick mit dem „Kind in Gefahr“ ist uralt; er wird als solcher erkannt und nicht gebilligt.

Zumal er nur wiederholt, was wenige Filmminuten zuvor geschehen ist. Da saß Anna in dem Stuhl. Wie gefährlich dieser Aufenthalt ist, sollte ihr also bekannt sein. Trotzdem ruft sie nicht etwa die Polizei an, als Danielle sich später telefonisch bei ihr, die sich befreien und flüchten konnte, meldet und verkündet, nun Jacob in ihrer Gewalt zu haben. Stattdessen lässt sie sich auf einen absurden Wettlauf mit der Zeit ein, um Crowes Grab zu finden und dessen lebendigen Leichnam aus seiner Trance zu reißen. Damit wurde der Zuschauer ein wenig zu dumm verkauft. Auch dass die Handlung plötzlich die klaustrophobisch enge Wohnung verlässt, ist keine gute Idee. Wieso hat Zymytryk Crow, den er 1906 in seinem Haus hypnotisierte, nicht auch dort versteckt?

Sie können weder mit noch ohne sich

Den Schauspielern kann man dieses Mal keine Vorwürfe machen. Sullivan hat nicht nur ‚unverbrauchte‘ Gesichter, sondern auch fähige Darsteller gecastet. Alanna Chisholm wurde bereits lobend hervorgehoben. Als sie vom bösen Crow besessen ist, meistert sie auch diesen Wandel, der sich ja nur in ihrem Inneren abspielt. Er zeichnet sich in ihrem Gesicht, in ihrer Haltung und natürlich in ihrem Handeln ab.

An die Seite der Hauptdarstellerin tritt kein männlicher Schauspieler; für Nick Abraham als Ryan Durbin bleibt es bei einer (kurzen) Nebenrolle. Stattdessen ist es Lauren Roy als Anna, die primär mit Danielles Veränderungen konfrontiert wird. Wiederum stützt sich Sullivan auf eine frühere Filmarbeit: 2004 inszenierte er „Ginger Snaps: Unleashed“ (dt. „Ginger Snaps II: Entfesselt“), das Sequel des modernen Horrorfilm-Klassikers „Ginger Snaps“ (2000) und die Geschichte zweier Schwestern, die von einem Werwolf-Fluch getroffen werden. Ginger und Brigitte sind offensichtlich die Vorbilder für Danielle und Anna. Die im Horrorfilm keinesfalls alltägliche Rollenkonstellation funktioniert auch in der Neuauflage.

Alanna Chisholm und Lauren Roy sind es, die man hauptsächlich auf der Leinwand (bzw. auf dem Bildschirm, denn auf die Kinoleinwand geriet „The Chair“ nur auf diversen Filmfestivals) sieht. Die übrigen Schauspieler treten nur kurz auf und hinterlassen keinen besonderen Eindruck. Das gilt leider auch für Nickolas Tortolano als Jacob, dessen Leiden im Folterstuhl aus den erwähnten Gründen nur ansatzweise gezeigt werden dürfen. Als er sich im (horrorfilmtypischen) Finaltwist als ganz übles Früchtchen entpuppt, ist dies weder gut gespielt noch eine Überraschung. Vielleicht ändert sich das, wenn er ein wenig älter ist (oder von einem anderen Darsteller verkörpert wird): Regisseur Sullivan und Autor Capellupo arbeiten bereits an „The Chair 2: Ressurrection of Crowe“ – wer hätte das (nicht) gedacht …?

DVD-Features

„The Chair“ ist ein kleiner, sehr kostengünstig (nicht billig!) hergestellter Film, in den die Beteiligten viel Herzblut investiert haben. Das verrät das Feature „Behind the Scenes“, das sich angenehm von den werbungsgetränkten Zeitvergeudungen abhebt, die uns sonst als „Making of“ zugemutet werden. Klug werden verschiedene Schlüsselszenen herausgegriffen und ihre Entstehung erläutert, wobei gerade die Nebensächlichkeiten oft mehr Arbeit machen als man sich vorstellen kann. Sehr aufschlussreich ist eine scheinbar simple Kamerafahrt durch eine Badewanne: Im engen Badezimmer quetscht sich die Crew in jede freie Ecke und weicht dem Kranarm aus – nur um nach gelungener Plackerei zu bemerken, dass sich Kamera und Kameramann in den Wannenarmaturen spiegelten …

Amüsant wurde auch das geisterhafte Auftauchen und Schweben eines Stuhls realisiert. Auf Spezialeffekte musste verzichtet werden, reine Handarbeit ersetzt sie, was allerdings nicht ohne Zwischenfälle gelingt, während die Stimme des Klappenschlägers immer frustrierter klingt … (Auf der Klappe liest man übrigens „Hush“; so lautete der Arbeitstitel von „The Chair“.)

Eine zentrale Filmszene zeigt Mordechai Zymytryk, der mit einer Filmkamera des Jahres 1906 dokumentiert, wie er Edgar Crowe in Trance versetzt. Die entsprechende Sequenz ist natürlich stumm, schwarzweiß und aufgrund ihres ‚Alters‘ mit künstlichen Bildsprüngen und Kratzern präpariert. Als separates Feature enthalten die DVD-Extras die ursprüngliche Aufnahme: „M. Zymytryk hypnotisiert E. Crowe“, eine eindrucksvolle Vorstellung des Schauspielers Paul Soren.

Interessante Hintergrundinfos zum Film liefern Regisseur Brett Sullivan, Drehbuchautor Michael Capellupo und Produzent Douglas Patterson in ihrem Audiokommentar. Der käme sicherlich mehr Zuschauern zugute, hätte man ihn deutsch untertitelt. So sind Konzentration, gute Ohren und Sprachkenntnisse gefragt …

Zum Film existiert eine schön gestaltete aber wenig aussagekräftige Website:
www.thechairfilm.com [MD]

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The Chair

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“Jerichow” gewinnt den Preis der deutschen Filmkritik

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. Februar 2009

“Jerichow” gewinnt den Preis der deutschen Filmkritik

Berlin, 11.02.2009 – Das Drama “Jerichow” von Christian Petzold wurde beim Preis der deutschen Filmkritik zum besten Film des Jahres 2008 gewählt. Die Mitglieder vom Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) zeichneten bereits zum vierten Mal einen Film des 48-jährigen Regisseurs als besten Film aus. Zu den weiteren Gewinnern bei der von Armin Rohde moderierten Preisverleihung in Berlin zählten die Schauspieler Elmar Wepper (“Kirschblüten – Hanami”) und Karoline Herfurth (“Im Winter ein Jahr”).

Christian Petzold ist der Liebling der deutschen Filmkritiker. Wie schon im Vorjahr gewann er auch beim diesjährigen Preis der deutschen Filmkritik in der Rubrik “bester Spielfilm”. Wurde er zuletzt für “Yella” ausgezeichnet, erhielt nun sein aktuelles Drama “Jerichow” mit Nina Hoss, Benno Führmann und Hilmi Sözer in den Hauptrollen den Preis für den besten Film des Jahres 2008. Insgesamt wurde von den 250 Mitgliedern vom Verband der deutschen Filmkritik zum vierten Mal ein Film des in Hilden geborenen Filmemachers ausgezeichnet. Eine Ehre, die keinem Regisseur zuvor zuteil wurde.

In Petzolds Fußstapfen könnte irgendwann Brigitte Maria Bertele treten. Die 34-jährige Regisseurin wurde für ihr Spielfilmdebüt “Nacht vor Augen” ausgezeichnet, ein Portrait eines jungen Kriegsheimkehrers. Volker Koepp nahm für “Holunderblüte” den Preis für den besten Dokumentarfilm entgegen. Als beste Darstellerin wurde Karoline Herfurth prämiert, die in “Im Winter ein Jahr” von Caroline Link laut Fachjury “sehr authentisch die Rolle einer orientierungslosen jungen Frau” interpretiert. Ihr Schauspielkollege Elmar Wapper attestierten die Kritiker, dass er in “Kirschblüten – Hanami” von Doris Dörrie “mit 63 Jahren ein fulminantes Kino-Comeback” gefeiert habe.

Die weiteren Preise gingen an die Filme “Nordwand” (Drehbuch & Kamera), “Im Winter ein Jahr” (Musik), “Dr. Aléman” (Schnitt) sowie “Falsche Freunde” (Experimentalfilm). Der Preis für den besten Kurzfilm wird erst im April 2009 vergeben. Obendrein erhielt Klaas Akkermann einen Spezialpreis, da er in seiner jahrzehntelangen Arbeit als Filmpromoter “nicht nur Verleiher, Künstler und Filme, sondern vor allem auch die Belange der Filmjournalisten” gefördert habe. Alle Informationen zu den Gewinnern, die vollständigen Begründungen der Jury sowie Bildmaterial zur Preisverleihung sind unter presse.moviepilot.de abrufbar.

Über den Preis der deutschen Filmkritik:
Der Preis der deutschen Filmkritik wird vom Verband der deutschen Filmkritik in elf Kategorien an deutsche Filme vergeben, die im vorangehenden Kalenderjahr in den deutschen Kinos bzw. auf Festivals zu sehen waren. Er ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird. Der Preis wird seit 1968 ausgelobt. Seit 2008 unterstützt die Filmempfehlungs-Community www.moviepilot.de den VdFK als offizieller Partner bei der jährlichen Preisverleihung.

Über VdFk:
Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) ist ein Interessenverband von Filmjournalisten, Filmwissenschaftlern und Filmhistorikern, die in Presse, Funk und/oder Fernsehen tätig sind. Seit 1954 vertritt er die Interessen deutscher Filmkritiker und ist mit seinen mehr als 250 Mitgliedern die größte nationale Sektion innerhalb der internationalen Filmkritiker-Vereinigung Fipresci.

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The Guard Post – Der Feind ist die Dunkelheit

Erstellt von Michael Drewniok am 10. Februar 2009

The Guard Post – Der Feind ist die Dunkelheit

Originaltitel: GP 506 (Südkorea 2008)
Regie: Kong Su-chang
Drehbuch: Kong Su-chang u. Pil Yeong-woo
Kamera: Kim Seong-hwan
Schnitt: Shin Min-kyung
Musik: Choi Seung-hyun
Darsteller: Chun Ho-jin (Sergeant Major Noh Seong-gyu), Cho Hyun-jae (Lieutenant Yoo Jeong-woo), Lee Young-hoon (Doktor), Lee Jeong-heon (Corporal Kang Jin-won), Do Byeong-Cheol, Choi Kyoo-Hwan, Jo Jin-woong, Kim Byeong-cheol, Koo Seong-Hwan, Lee Cheol-hee, Moon Jae-won, Park Hyeong-jae, Park Won-sang, Shin Hyeong-tak, Son Byung-ho, Yang Gi-won, Yeo Min-gyu  u. a.
Label: I-On Media (www.ionnewmedia.de)
Vertrieb: Splendid Entertainment (www.splendid-entertainment.de)
Erscheinungsdatum: 22.12.2008 (Leih-DVD) bzw. 30.01.2009 (Kauf-DVD)
EAN: 7321925017892 (Leih-DVD) bzw. 4260034632127 (Kauf-DVD)
Bildformat: 16 : 9 (2,35 : 1   anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Koreanisch)
Untertitel: Deutsch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 120 min.
FSK: Keine Jugendfreigabe

Das geschieht:

Die entmilitarisierte Zone zwischen den beiden verfeindeten koreanischen Staaten wird auf beiden Seiten durch schwer befestigte Grenzforts gesichert. Jeweils drei Monate leisten dort Soldaten ihren Wachdienst; eine öde Aufgabe, denn die Posten liegen von allen zivilisatorischen Annehmlichkeiten weit entfernt in der Wildnis.

Als Grenzfort GP 506 sich nicht mehr über Funk meldet, schickt das Hauptquartier einen Sicherungstrupp. Die Männer entdecken 19 verstümmelte Leichen – und mit einer blutigen Axt in den Händen den offenbar geistig verwirrten und stummen Corporal Kang, der seine Überwältigung nur kurz überlebt.

Da GP 506 vom Sohn eines Generals kommandiert wurde, soll die Tragödie aufgeklärt werden, damit man sie anschießend besser vertuschen kann. Die Armee setzt Sergeant Major Noh Seong-gyu als Ermittler in Marsch. Er hat eine Nacht Zeit, das Rätsel zu lösen.

Noh ist ein gründlicher, der Wahrheit verpflichteter Mann. Protokolle, Tagebücher und Filmaufnahmen liefern ihm Indizien, aus denen er das Geschehen zu rekonstruieren versucht. Offensichtlich haben einige Grenzposten den Verstand verloren und sind über ihre Kameraden hergefallen. Als Noh entdeckt, dass die Mannschaftsstärke von GP 506 eigentlich 21 Männer betrug und demnach eine Leiche fehlt, lässt er den riesigen Festungskomplex noch einmal gründlich durchsuchen. In einem Versteck wird ein Soldat entdeckt, der sich als Kommandant Yoo Jeong-woo zu erkennen gibt. Er weigert sich zu reden, obwohl er eindeutig weiß, was in GP 506 vorgeht.

Als erste Soldaten der Sicherungstruppe Zeichen einer unbekannten Krankheit zeigen und sich irrational benehmen, erfasst Noh, dass auch er und seine Begleiter in die Falle gegangen sind. Aus Besorgnis wird nackte Panik, grausige Morde werden begangen. In ihrer Angst wollen die Soldaten flüchten, doch genau das muss Noh notfalls mit Gewalt verhindern, damit das Verhängnis sich nicht weiter ausbreiten kann …

Der Spuk-Bunker im Geister-Dschungel

„The Guard Post“ ist eine klassische Geistergeschichte im modernen Ambiente. Geschickt wählte der Regisseur und Drehbuchautor einen Schauplatz, der sich dafür förmlich anbietet – eine einsam gelegene, streng isolierte Festung mit unzähligen Gängen und Kavernen: die logische Jetztzeit-Inkarnation des alten Spukschlosses. Flucht ist unmöglich, Hilfe wird nicht rechtzeitig eintreffen. Die Insassen von GP 506 schmoren buchstäblich im eigenen Saft. Das klingt aussichtsreich, doch da gibt es eine Klippe.

Asiatische Filme sind für den westlichen Zuschauer nicht immer eine Freude. Zwar inhaltlich und formal oft innovativ, irritieren sie durch spezielle Darstellungsweisen, die u. a. von den Schauspielern in emotionalen Szenen eine stilisierte, das Gefühl dramatisch und drastisch übertreibende Darbietung fordert. Dies wird durch pathetische Musik gefördert und erzeugt einen Gesamteindruck, der – wieder aus westlicher Sicht – vor allem für einen Horrorfilm tödlich ist: Was das asiatische Publikum ergriffen schlucken lässt, wirkt auf die europäischen Zuschauer lächerlich.

Dass dieser Aspekt zum grundsätzlichen Problem werden kann, bewies beispielsweise der ebenfalls in Südkorea entstandene Horrorstreifen „Gwoemul“ (2006; ‚dt.‘ „The Host“), dessen an sich effektvoll erzählten Geschichte auf diese Weise ein dicker Knüppel ins Getriebe geworfen wurde. Auch Kong Su-chang kann in diesem Punkt seine kulturellen Wurzeln nicht verhehlen, doch er macht es – soviel sei vorgeschickt – besser.

Die doppelte Geistergeschichte

Alfred Hitchcock hätte „The Guard Post“ nicht gefallen. Mit „Stage Fright” (1950; dt. „Die rote Lola“) hatte er es gewagt, die Zuschauer mit einer Rückblende zu konfrontieren, die sich als Lüge erwies – und war auf die Nase gefallen. Das ist kaum verwunderlich, denn es ist so einfach, das Publikum auf diese Weise zu täuschen, dass es sich stillschweigend darauf verlässt, von einem zuverlässigen Regisseur nicht mit einem solchen Trick abgespeist zu werden.

Kong Su-chang muss diese Lektion erst lernen. Die Hälfte der Filmhandlung besteht aus Rückblenden. Sie reflektieren, was Ermittler Noh nach und nach in Erfahrung bringt. Auf diesem Niveau funktionieren die Bilder aus der Vergangenheit gut; der Zuschauer akzeptiert, dass „The Guard Post“ ein Puzzle ist, das erst allmählich zusammengesetzt wird. Vergangenheit und Gegenwart gehen unmerklich ineinander über.

Wäre da nicht die Tatsache, dass Kong ‚lügt‘: Viele Szenen zeigen eine Vergangenheit, die auf falschen Aussagen beruht. Jetzt wird es verwirrend, denn der Regisseur öffnet eine dritte Erzählebene: Die ‚falsche‘ Vergangenheit wird korrigiert und läuft noch einmal ab. Hier heißt es sehr aufmerksam zu bleiben, um den Faden nicht zu verlieren. Der Einsatz lohnt nur bedingt, denn diese Passagen sind es, die dem Film sein Tempo rauben und die Geschehnisse unnötig in die Länge ziehen.

Die Methoden der Schreckens

Obwohl „The Guard Post“ ein Film mit niedrigem Budget ist, macht sich dies nie negativ bemerkbar. Kong ist ein Profi, der weiß, wie er im Rahmen seiner Möglichkeiten das Optimale erreicht. Seine Regie ist nicht innovativ aber effektiv. Licht und Schatten werden einfallsreich eingesetzt; sie unterstützen ein Grauen, das ganz klassisch die Dunkelheit vorzieht. Was man nicht oder nur schlecht sehen kann, wirkt erst recht erschreckend. Im Labyrinth der Grenzstation erweist sich einmal mehr, wie eindrucksvoll diese Erkenntnis umgesetzt werden kann.

Was die Spezialeffekte angeht, verdient Regisseur Kong ein weiteres Lob. Obwohl er mit Blut, Eiter und Hirnmasse nie geizt, ist „The Guard Post“ kein Splatter. Kong ist konsequent; eine Haltung, die das Mainstream-Kino oft vernachlässigt: Die Geschichte, die hier erzählt wird, benötigt drastische Effekte. Also werden sie geliefert, ihre Qualität ist makellos, aber sie wirken nie übertrieben. Wenn Menschen mit Lastwagen überfahren oder mit Schnellfeuergewehren beschossen werden, hat das auf Köpfe und Leiber gewisse Auswirkungen …

Die Ruhe vor dem Sturm

Beglückwünschen darf sich Kong für die Wahl des Schauspielers Chun Ho-jin. Er ist rundum überzeugend in der Hauptrolle des Noh Seong-gyu. Nicht nur äußerlich fällt die Ähnlichkeit zum US-Kollegen William Petersen auf. Auch in seiner ruhigen oder besser beherrschten, einen vielschichtigen Charakter verbergenden Darstellung wirkt Chun wie der koreanische Bruder von Gil Grissom. Wie dieser ist er ein Eigenbrötler und Querdenker, was in einem militärischen Umfeld für gefährliche Spannungen sorgt, die Noh um der Wahrheitsfindung willen jedoch in Kauf nimmt.

Auf die Supertechnik des „CSI“-Labors muss Noh freilich verzichten. Er habe einige gerichtsmedizinische Seminare besucht, teilt er dem Doktor mit, der ihn aber dennoch zum Tragen von Gummihandschuhen überreden muss, nachdem er Noh dabei entdeckt, wie er blutige und verwesende Leichen mit bloßen Händen untersucht. Mit Nachdenken und Geduld nähert sich Noh der Lösung; ein deutlicher Kontrast zu den Soldaten, in deren Gesellschaft er sich bewegt und zu denen er nominell gehört. Sie wurden gedrillt zu agieren, was in der Ausnahmesituation, in der sie sich in GP 506 wiederfinden, in blinden und selbstmörderischen Aktionismus ausartet.

Das verhängnisvolle letzte Drittel

Das Soldatenleben ist nirgendwo auf der Welt ein Zuckerschlecken. In der südkoreanischen Armee ist es offensichtlich besonders hart. Regisseur Kong ist kein Freund des Militärs. Kameradschaft lebt in GP 506 nur so lange, wie der Dienst Routine bleibt. Die Disziplin ist streng, die interne Hackordnung brutal. Was eine kampfstarke Gemeinschaft hervorbringen soll, erweist sich in der Krise als nutzlos. Blindlings schießen die Männer in die Schatten, aber noch lieber wollen sie flüchten.

Unter ihren Vorgesetzen finden die Soldaten keine Vorbilder. Der Kommandant des Grenzpostens entpuppt sich als vom Generalsvater protegierter, konfliktscheuer Jasager, dem die Karriere über das Wohl seiner Männer geht. Aus dem Hauptquartier hört man nur Funksprüche, die das Funktionieren von GP 506 fordern. Der Doktor, ein Intellektueller, hat innerlich längst gekündigt und verhält sich entsprechend lustlos.

Leider hält Kong diesen Wirklichkeitsnähe nicht bis ins Finale durch. Im letzten Drittel wird es doch pathetisch. Nachdem das Rätsel hinter den grausigen Toden gelöst ist, hört „The Guard Post“ noch längst nicht auf. Aus dem Gruselfilm wird ein Soldatendrama um Pflicht und Verrat. Entsprechende Reden werden gehalten, und als das nicht fruchtet, schießen Helden und Feiglinge in Zeitlupe und musikalisch untermalt aufeinander, bis Blut und Fleischfetzen in aller Richtungen spritzen, und halten dennoch die Abzüge wacker weiter durchgedrückt.

Das Ende selbst hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck, weil die asiatische Mentalität hier eine unschöne Nähe zu einem angeblich typisch deutschen Wesenszug aufweist: Es nicht darum, das Problem GP 506 zu lösen und die Überlebenden in Sicherheit zu bringen. Noh will nur das Problem lösen und sieht Überlebende dabei ausdrücklich nicht vor: Der vordergründig heldenhafte Tod im Dienst des Volkes sorgt für das Ende der Bedrohung. Dass die vom Grauen infizierten Menschen nicht sterben wollten, disqualifiziert sie noch im Tod als Feiglinge ab.

Dieses letzte Drittel fügt dem ansonsten günstigen Gesamteindruck großen Schaden zu, wobei man diese Aussage vor der Prämisse sehen muss, dass „The Guard Post“ ein Film ist, der anfangs sehr viel verspricht und dies zunächst erfüllt. Ungeachtet der  Fehler ist dies trotzdem ein interessanter und unterhaltsamer Film. Er reicht nicht an „R-Point“ heran, mit dem Kong Su-chang 2004 schon einmal einen Horrorfilm im Militärmilieu inszenierte. Das Anschauen lohnt sich dennoch, bevor uns Hollywood erneut unter einer Flut drittklassiger Fortsetzungen und Remakes begräbt …

DVD-Features

Gleich 3 Trailer stimmen auf den Hauptfilm ein. Verheißungsvoller sind die Features, die fast eine Stunde laufen und über verschiedene Aspekte der Dreharbeiten in und um Seoul informieren. Zu einem „Making Of”, das primär Impressionen von den Arbeiten vor und hinter der Kamera zeigt, kommen Kurzberichte über den Aufbau der Wachstation GP 506 (deren überirdische Bauten im Maßstab 1 : 1 als Komplettkulisse errichtet wurden, während die ausgedehnten inneren und unterirdischen Einrichtungen mit bemerkenswerter Detailtreue im Studio entstanden) sowie die Entstehung der Spezialeffekte; bei der Sichtung dieser Featurette würden US-amerikanische Filmemacher vermutlich in helles Entsetzen ausbrechen, da sich die koreanischen Schauspieler unerschrocken ins explosive Getümmel stürzen und dabei nicht ohne Blessuren bleiben.

Die Freude über solche Hintergrundinfos hält sich indes in Grenzen, da die Features weder übersetzt noch untertitelt wurden. Der koreanischen Sprache dürften nur wenige deutsche Zuschauer mächtig sein. So muss man sich zusammenreimen, was einem da gerade vermittelt werden könnte. In der Regel klappt das, doch wenn sich Crewmitglieder und Darsteller im Interview äußern, muss man passen … [MD]

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Verband der deutschen Filmkritik kooperiert mit der Filmempfehlungs-Community moviepilot.de

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Februar 2009

Verband der deutschen Filmkritik kooperiert mit der Filmempfehlungs-Community moviepilot.de

- Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFK) unterstützt im Internet das Angebot der Filmempfehlungs-Community moviepilot
- VdFk verleiht am 10. Februar in Berlin den Preis der deutschen Filmkritik

Berlin, 10. Februar 2009 – Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFK) und die Filmempfehlungs-Community moviepilot.de machen in Zukunft gemeinsame Sache. Im Rahmen der Kooperation bietet moviepilot den Mitgliedern des Kritikerverbandes eine Online-Plattform, um Auszüge ihrer Rezensionen einer noch breiteren Leserschaft zugänglich zu machen und strukturiert zu archivieren. Moviepilot reichert seine Filmdatenbank im Gegenzug um Empfehlungen und Bewertungen einiger der einflussreichsten Filmkritiker an.

Moviepilot versammelt bislang über 60.000 Filmkritiken und 3.5 Mio. Filmbewertungen im Netz – zu aktuellen Filmen, wie auch zu Klassikern und Arthouse-Perlen. Durch die Kooperation mit dem VdFk und das Engagement seiner Mitglieder wird diese Zahl nun noch weiter steigen. Mitglieder der Community können auf einen Blick sehen, welchem Kritiker ihr Filmgeschmack am ähnlichsten ist. Neben diesem umfangreichen Kritikerspiegel gibt es auch die Möglichkeit, auf Basis des eigenen Geschmacks personalisierte Empfehlungen zu erhalten, die genau auf die eigenen cineastischen Vorlieben zugeschnitten sind.

Karsten Kastelan, stellvertretender Geschäftsführer vom Verband der deutschen Filmkritik: „Ich freue mich, dass wir mit moviepilot zusammenarbeiten, denn auch jenseits der direkten Kooperation finden sich viele Berührungspunkte zwischen uns und dem Angebot von moviepilot. Die professionelle Filmkritik findet dort eine wichtige Plattform, um ein breit gefächertes Publikum zu erreichen. Auch für viele Kritiker ist die Seite ein gern genutztes Werkzeug, um sich schnell über Filme und Rezensionen zu informieren.”

Tobias Bauckhage, Geschäftsführer der moviepilot GmbH in Berlin, ergänzt: „Wir verfolgen mit moviepilot das Ziel, das Filmwissen von vielen Filmbegeisterten an einem Ort zu sammeln und es jedem Mitglied der Community über unsere Empfehlungsfunktionen wieder zugänglich zu machen. So kann jeder Filmfan auf Basis seines ganz persönlichen Geschmacks Filme für sich entdecken, die ihm gefallen werden. Das gebündelte Filmwissen der Filmkritiker ist für unsere User daher natürlich besonders wertvoll.”

Über moviepilot:
moviepilot.de ist eine kostenlose Filmempfehlungs-Community, bei der Filmfans Filme bewerten können und daraufhin persönliche Filmtipps für ihr Kino-, DVD- und TV-Programm erhalten. Auch eine ganze Reihe prominenter Filmbegeisterter sind bereits Mitglied der Community: Filmschauspielerin Heike Makatsch (“Hildegard Knef”), Robert Stadlober (“Krabat”) oder Til Schweiger (“Keinohrhasen”) genau wie namhafte Filmkritiker wie Knut Elstermann (Radio Eins), Rüdiger Suchsland (u.a. FAZ) oder Hanns-Georg Rodek (Die Welt). Interessenten an einem Kritikerprofil bei moviepilot können sich gern an Ines Walk (ines@moviepilot.de) wenden.

Über VdFk:
Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) ist ein Interessenverband von Filmjournalisten, Filmwissenschaftlern und Filmhistorikern, die in Presse, Funk und/oder Fernsehen tätig sind. Seit 1954 vertritt er die Interessen deutscher Filmkritiker und ist mit seinen mehr als 250 Mitgliedern die größte nationale Sektion innerhalb der internationalen Filmkritiker-Vereinigung Fipresci. Die Mitglieder des VdFk entscheiden jährlich über den „Preis der deutschen Filmkritik”, den der VdFk in den Sparten Regie, Debütfilm, Darsteller, Darstellerin, Buch, Bildgestaltung, Kamera und Musik sowie Kurz-, Dokumentar- und Experimentalfilm vergibt. Die diesjährige Preisverleihung findet im Rahmen der Berlinale am 10. Februar statt. Alle Informationen zu den Gewinnern und Bildmaterial zur Preisverleihung werden am 11. Februar auf veröffentlicht.

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