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Archiv für März 13th, 2009

Pathology – Jeder hat ein Geheimnis

Erstellt von Michael Drewniok am 13. März 2009

Pathology – Jeder hat ein Geheimnis

Originaltitel: Pathology (USA 2008)
Regie: Marc Schölermann
Drehbuch: Mark Neveldine u. Brian Taylor
Kamera: Ekkehard Pollack
Schnitt: Todd E. Miller
Musik: Johannes Kobilke u.  Robert Williamson
Darsteller: Milo Ventimiglia (Ted Grey), Michael Weston (Jake Gallo), Lauren Lee Smith (Juliette Bath), Johnny Whitworth (Griffin Cavenaugh), Mei Melançon (Catherine Ivy), Dan Callahan (Chip Bentwood), Keir O’Donnell (Ben Stravinsky), John de Lancie (Dr. Quentin Morris), Alyssa Milano (Gwen Williamson), Larry Drake (fetter Bastard), Buddy Lewis (Harper Johnson), Alan Blumenfeld (Mr. Williamson) uva.
Label (Leih-DVD): Eurovideo (www.eurovideo.de)
Label (Kauf-DVD u. Blu-Ray): Concorde Home Entertainment (www.concorde-home.de)
Erscheinungsdatum: 28.01.2009 (Leih-DVD) bzw. 04.03.2009 (Kauf-DVD u. Blu-Ray)
EAN: 4009750206362 (Leih-DVD) bzw. 4010324026910 (Kauf-DVD) bzw. 4010324037244 (Blu-Ray)
Bildformat: 16 : 9 (2,35 : 1   anamorph)
Audio: DTS 5.1 (Deutsch), Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch)
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: ca. 92 min.
FSK: keine Jugendfreigabe (Achtung: trotzdem gekürzte Fassung!)

Das geschieht:

Dr. Ted Grey ist ein junger Mann mit goldener Zukunft: als Arzt brillant und privat mit der schönen Gwen verlobt, deren an Geld und Einfluss gleichermaßen reicher Vater ihm gerade einen Job in der US-Hauptstadt Washington D. C. besorgt hat, wo er im Städtischen Leichenschauhaus für den renommierten Wissenschaftler Quentin Morris arbeiten wird.

Die Kollegen nehmen Grey nicht mit offenen Armen auf. In der Leichenhalle herrscht Jake Gallo, ein fähiger aber zynischer und vom ‘normalen’ Leben gelangweilter Mann, der für sich und seine ihm hörigen Steigbügelhalter Griffin Cavenaugh, Catherine Ivy, Chip Bentwood und Juliette Bath – die auch seine Geliebte ist – ein mörderisches ‘Spiel’ ersonnen hat: Sie suchen nach alleinstehenden Männern und Frauen, für deren Verbleib sich die Polizei nicht interessiert, und bringen sie auf möglichst perfekte Weise um. In einem alten und von der Verwaltung vergessenen Seziersaal irgendwo in den uralten Kellergewölben des Leichenschauhauses müssen die anderen ‘Spieler’ versuchen, die tatsächliche Todesursache in Erfahrung zu bringen.

Bisher führte der einfallsreiche Gallo die Bestenliste an. Doch in Grey erwächst ihm ein echter Konkurrent. Gallo selbst erkennt in ihm eine verwandte Seele. In der Tat ist Grey fasziniert vom ‘Spiel’. Er lässt sich darauf ebenso ein wie auf die nächtlichen Ausschweifungen, die ihn u. a. in die Arme der schönen Juliette treiben.

Zur Vernunft kommt Grey erst, als ihn (der ansonsten ahnungslose) Morris auf seine offensichtliche Drogensucht anspricht und ihm bewusst macht, dass er seine Zukunft aufs Spiel setzt. Außerdem plant Gwen, die bisher an anderem Ort studierte, zu ihm nach Washington zu ziehen. Grey beschließt aus dem Spiel auszusteigen. Er hat die Rechnung ohne den zunehmend psychotischen und eifersüchtigen Gallo gemacht, der ihn zum Weitermachen zwingen und sein Leben zerstören will. Greys Reaktion überrascht in ihrer Vehemenz sogar Gallo aber das Spiel geht weiter – und es wird immer grausamer …

Vom überraschenden Unterhaltungswert zerlegter Leichen

Pathologen sind ganz besondere Zeitgenossen: Sie versuchen ungeklärte Todesfälle zu klären, indem sie sich die Leiche des Verstorbenen vor- und sie Stück für Stück auseinandernehmen, bis sie gefunden haben, das den Exitus verursachte. Dieses rabiate aber notwendige Vorgehen kommt dem medizinischen wie dem kriminologischen Wissen gleichermaßen zugute.

Dem Außenstehenden kommt beim Blick ins Leichenschauhaus das Gruseln an, während für die dort tätigen Ärzte und das Personal der Umgang mit Leichen in allen Stadien der Zerstörung und des Verfalls alltäglich geworden ist. Manchmal muss Dampf abgelassen werden, was zu Ausbrüchen des berühmt-berüchtigten Pathologen-Humors führt, von dem uns Regisseur Mark Schölermann bereits im Prolog ein repräsentatives Beispiel zeigt: Die Schurken-Ärzte spielen die legendäre Orgasmus-Szene aus dem Film “When Harry Met Sally …” (1989, dt. “Harry und Sally”) nach – körperlich deutlich mitgenommene Leichen ‘übernehmen’ die Rollen der Schauspieler.

Eine richtige Geschichte wäre trotzdem nicht schlecht

Die Drehbuchautoren heißen Mark Neveldine u. Brian Taylor. Sie genießen in gewissen Zuschauerkreisen einen guten Ruf, weil sie auch den Remmidemmi-Streifen “Crank” schrieben, durch den ein Jason Statham im Dauerstress tobte. Schon “Crank” erforderte die Abschaltung jenes Sektors, der das Menschenhirn großzügig über absurde Logiklöcher hinwegsehen lässt.

“Pathology” möchte ein wenig tiefer in der Realität verankert sein. Leider konnte dies weder Neveldine noch Taylor zügeln. Sie waren offenbar fest davon überzeugt, dass sie das Tempo, das sie der Geschichte auferlegen, abermals retten würde. Rasant ist “Pathology”, daran besteht kein Zweifel, aber so flott kann das Geschehen gar nicht fortschreiten, um den Zuschauer seine Fadenscheinigkeit zu verschleiern! Hier nur eine Auswahl:

- Was ist das für ein Krankenhaus, in dessen Mauern eine Clique selbsternannter “Götter in Weiß” einen ‘privaten’ Seziersaal betreiben kann, in dem offensichtlich überzählige Leichen völlig ungestört und unbemerkt zersäbelt sowie anschließend ins Krematorium befördert werden können? (Zumal sich Gallo & Co. etwa so unauffällig wie eine Horde von “Hell’s Angels” verhalten …)

- Wie schaffen es unsere ‘Spieler’, dass ‘ihre’ Leichen stets in ihrem Leichenschauhaus auftauchen und ihnen zur Sektion zugeteilt werden?

- Warum mutiert der westenweiße Dr. Grey in zwei Filmminuten vom Vorzeige-Arzt zum Mörder, Crackraucher und Wüstling, der es neben verstümmelten Leichen genussvoll treibt?

- Was tut eigentlich die Polizei? Irgendwann beschränken sich Gallo und Grey nicht mehr auf gesellschaftliches Treibgut, und sie killen in Serie. Die Polizei merkt – rein gar nichts. Später darf Grey, der als Verlobter der auf unbekannte Weise gestorbenen Gwen zumindest theoretisch unter Verdacht stehen dürfte, deren Leiche obduzieren; dass er als potenzieller Mörder so die ideale Möglichkeit hätte, jede Spur zu verwischen, müsste der Polizei eigentlich bekannt sein …

Normalerweise kümmert solche Wirrnis das Publikum nicht. Das Kino der B-Kategorie steht über der Realität. Doch “Pathology” will offensichtlich mehr sein. Zumindest die Inszenierung ist der eines ‘richtigen’ Kinofilms durchaus würdig. Die Kamera fängt interessante Bilder ein, ohne jemals aufdringlich zu wirken. Zur düsteren Grundstimmung tragen die künstlich entfärbten, graustichigen Bilder bei. Der Schnitt unterstreicht die Dynamik der Ereignisse. (Die zusätzlichen Metzeleien durch die deutsche Zensur – siehe dazu weiter unten – dürfen dem “Pathology”-Team nicht angelastet werden.) Die Schauspieler leisten anständige Arbeit, die Tricktechniker erst recht.

Ausflug ins Kino

“Pathology” ist ein ‘kleiner’, d. h. kostenniedrig produzierter Thriller. Das sieht man ihm nicht an, zumal ‘billig’ nicht zwangsläufig ’schlecht’ bedeuten muss. Seine Schauspieler rekrutierte Regieneuling Mark Schölermann (der übrigens aus Deutschland stammt und mit diesem Film sein Kinodebüt gab) aus dem US-Fernsehen. Dort arbeiten Profis, die es gewohnt sind, schnell und präzise zu drehen. Ich möchte es mir und den Lesern an dieser Stelle ersparen aufzulisten, in welchen mehr oder weniger bekannten Serien die Darsteller aufgetreten sind. Alle können sie trotz ihrer relativ jungen Jahre lange Filmografien vorweisen, sind also gut beschäftigt. ‘Stars’ sind sie nicht, was ihre Glaubhaftigkeit als Mörder-Ärzte nur unterstützt.

Drei Darsteller genießen einen gewissen Ruhm und dürften ein bisschen teurer gewesen sein; Schölermann besetzt sie in Nebenrollen, weil sich ihre Namen auf dem Plakat zum Film gut machen. John de Lancie, der kultige “Q” aus diversen “Star Trek”-Serien, mimt einen beklagenswert betriebsblinden Mediziner und Alyssa Milano (“Charmed” sowie busenfreie Auftritte in diversen C-Movies der 1990er Jahre) die hübsche Gwen. Beider Talent ist für ihre Röllchen vergeudet. Besser dran ist “Ich-spiel-alles”-Veteran Larry Drake, der fast bis zur Unkenntlichkeit maskiert mit einem Cameo-Auftritt als schmieriger Säufer/Junkie glänzen kann.

Schlachthaus- & Sex-Spielereien

Da wir das 21. Jahrhundert schreiben und die Mehrheit der Zuschauer mit drei “CSI”-Fernsehserien und ihren Klonen aufgewachsen ist, legen sich die Tricktechniker mächtig ins Zeug; “Pathology” soll schließlich neue Maßstäbe in Sachen Leichen-Schnetzelei setzen. Das gelingt, wenn auch in Deutschland nur theoretisch, worauf gleich näher einzugehen sein wird. Nicht nur die Crew hinter der Kamera, sondern auch einige wagemutige Darsteller haben sich ins Leichenschauhaus von Los Angeles begeben, um dort echten Autopsien beizuwohnen. Ungeachtet der üblichen dramatischen Überhöhungen (Wirft man tumben Kollegen tatsächlich Organteile an den Kopf?) dürfte deshalb weitgehend der Wirklichkeit entsprechen, wie mit dem menschlichen Körper umgegangen wird, wenn ihm seine internen Geheimnisse entrissen werden sollen.

Die Masken und Prothesen sind ungemein überzeugend geraten. Ausgebeinte Kadaver, kopfhautgeschälte Schädel, zerhackte Unterleiber – kompromisslos aber erstaunlich nüchtern, beinahe selbstverständlich und vor allem der erzählten Geschichte angemessen werden solche und andere Schrecknisse gezeigt aber nie ausgestellt.

Worüber die deutsche Zensur wieder einmal anderer Meinung war. Damit die DVD-Version von “Pathology” auch hierzulande einer hoffentlich großen Zuschauer- und Käuferschar angeboten werden konnte, musste die Altersstufe möglichst niedrig liegen. Höchstens “keine Jugendfreigabe” durfte es werden. Um dies zu erreichen, wurde wie üblich die Schere geschwungen: Mehr als drei Minuten wurden dem Zensur-Patienten “Pathologie” aus dem Zelluloid-Leib geschnitten. Dieser Sektion zum Opfer fielen die aus Zensorensicht gemeingefährlichen und charakterschädigenden Gewalt- und ‘Sex’-Szenen; dass diese nicht selten integraler Bestandteil der Handlung sind, die durch den Verlust deutlichen Schaden nahm, musste zum Wohle des deutschen Bürgers, der auch jenseits der Volljährigkeitsgrenze vor sich selbst zu schützen ist, in Kauf genommen werden …

DVD-Features

Zum Hauptfilm gibt es die üblichen und einige unvermutete Features. Trailer und “Making Of” (= zusätzliche Werbung) sowie “Deleted Scenes” sind Standards. Der Audiokommentar von Regisseur Schölermann sowie den Drehbuchautoren Mark Neveldine und Brian Taylor liefert wenig Erhellendes außer der Erkenntnis, dass wir offenbar einen ganz anderen Film sehen als den, der von unserem Trio geschrieben bzw. gedreht wurde – ein viel besserer Film, der uns leider vorenthalten wird.

Vorgeblich makaber aber tatsächlich sehr zurückhaltend in Szene gesetzt ist die Featurette “Vorbereitungen in der forensischen Pathologie im L. A. County” (tatsächlich eher ein Interview mit dem Pathologen Craig Harvey), die einen Eindruck davon geben kann, welcher Aufwand auch für einen ‘kleinen’ Film getrieben wird, den der Rezensent am seinem Schreibtisch später mühelos verreißen kann …

Schließlich gibt’s noch ein Musikvideo: Eine obskure Gruppe namens “The Legion of Doom vs. Triune” schrammelt den im Film gespielten Titel “Unintended Consequences”, der es auf keine “Top Ten”-Liste schaffen wird.

Zum Film gibt es außerdem eine Website: www.enterpathologylab.com [md]

Titel bei Amazon.de:
Pathology

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DER BAADER MEINHOF KOMPLEX-DVD-PREISRÄTSEL

Erstellt von Detlef Hedderich am 13. März 2009

DER BAADER MEINHOF KOMPLEX DVD- und Blu-ray-Verleihstart: 05. März 2009 und DVD- und Blu-ray-Verkaufsstart: 12. März 2009

Die beiden Preisrätseltitel haben gewonnen: Anita Brendl und Hilma Blum Herzlichen Glückwunsch!

Deutschland in den 70ern.
Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), die ehemalige Starkolumnistin Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek), kämpfen gegen das, was sie als das neue Gesicht des Faschismus begreifen: die US-amerikanische Politik in Vietnam, im Nahen Osten und in der Dritten Welt, die von führenden Köpfen der deutschen Politik, Justiz und Industrie unterstützt wird.

Die von Baader, Meinhof und Ensslin gegründete Rote Armee Fraktion hat der Bundesrepublik Deutschland den Krieg erklärt. Es gibt Tote und Verletzte, die Situation eskaliert, und die noch junge Demokratie wird in ihren Grundfesten erschüttert. Der Mann, der die Taten der Terroristen zwar nicht billigt, aber dennoch zu verstehen versucht, ist auch ihr Jäger: der Leiter des Bundeskriminalamts Horst Herold (Bruno Ganz). Obwohl er große Fahndungserfolge verbucht, ist er sich bewusst, dass die Polizei allein die Spirale der Gewalt nicht aufhalten kann.

Drehbuchautor und Produzent Bernd Eichinger („Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“, „Der Untergang“) und Regisseur Uli Edel („Letzte Ausfahrt Brooklyn“, „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) setzten Stefan Austs Standardwerk über den RAF-Terrorismus und die dramatischen Ereignisse von 1967 bis 1977 eindrucksvoll in Szene und schufen eine authentisches Polit-Meisterwerk. Viele Dialoge beruhen auf überlieferten Texten bzw. Gesprächsinhalten.

Für die Besetzung konnte ein Staraufgebot deutscher Schauspielerinnen und Schauspieler gewonnen werden, wie z. B. Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Johanna Wokalek, Nadja Uhl, Jan Josef Liefers, Alexandra Maria Lara, Heino Ferch, Tom Schilling und Bruno Ganz.

In Deutschland haben bisher über 2,5 Millionen Zuschauer den Film im Kino gesehen. DER BAADER MEINHOF KOMPLEX erhielt in der Kategorie „Bester nicht englischsprachiger Film“ eine Golden Globe und eine BAFTA- (British Academy Film Award) Nominierung und geht ebenfalls in der der Kategorie „Bester nicht englischsprachiger Film“ in das Rennen um eine Oscar-Nominierung.

INFORMATION ZUR BUCHVORLAGE
Stefan Austs Buch „Der Baader Meinhof Komplex“ erschien zum ersten Mal 1985 und hat wie kein anderes das heutige Bild vom Krieg der Rote Armee Fraktion gegen den Staat geprägt. Es ist keine Anklageschrift und kein Plädoyer eines Verteidigers. Es will kein Urteil fällen, weder in juristischer noch in moralischer Hinsicht. Es ist ein Protokoll, eine Chronik der Ereignisse, die ihren Höhepunkt im „Deutschen Herbst“ 1977 fanden, in der Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer sowie in der Entführung und Befreiung der Passagiere und der Crew der Lufthansa-Maschine „Landshut“.

Buch-Titel bei Amazon.de
Der Baader-Meinhof-Komplex:
Der Baader-Meinhof-Komplex Das Standardwerk Vollständig aktualisiert – Erstmals mit Fotos – Alle Fakten – Alle Details
Der Baader Meinhof Komplex

Weitere Informationen finden Sie auch unter: http://www.bmk.film.de http://www.bmk.film.de/ http://www.bmk.film.de/

Ausstattung der Einzel-DVD:
Bildformat: 1.85:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS 5.1, Hörfilmfassung Stereo, Audiokommentar mit
Regisseur Uli Edel, Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte möglich
Prod.-Jahr: 2008
FSK: ab 12 Jahren
Länge: ca. 143 Min.
Extras: Blick hinter die Kulissen (ca. 7 Min.), Darsteller-Infos

Titel bei Amazon.de
Der Baader-Meinhof-Komplex

Ausstattung der Premium Edition als Doppel-DVD:
Bildformat: 1.85:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS 5.1, Hörfilmfassung Stereo, Audiokommentar mit
Regisseur Uli Edel, Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte möglich
Prod.-Jahr: 2008
FSK: ab 12 Jahren
Länge: ca. 143 Min.
Extras: Making of (ca. 28 Min.), Uli Edel (ca. 12,5 Min.), Über Authentizität (ca. 23 Min.), Die Musik
(ca. 11,5 Min.), Die Schauspieler und ihre Rollen (ca. 38 Min.), Stefan Aust über die RAF und ihre Zeit
(ca. 41 Min.), Bernd Eichinger über die Annäherung an den Film und die 60er und 70er Jahre (ca. 15 Min.),
Bernd Eichinger über die Dramaturgie des Films (ca. 10 Min.)

Titel bei Amazon.de
Der Baader-Meinhof-Komplex (Premium Edition)

Ausstattung der Blu-ray:
Bildformat: 1.85:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch DTS-HD 5.1, Hörfilmfassung Stereo, Audiokommentar mit Regisseur Uli Edel,
Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte möglich
Prod.-Jahr: 2008
FSK: ab 12 Jahren
Länge: ca. 149 Min.
Extras: Making of (ca. 28 Min.), Uli Edel (ca. 12,5 Min.), Über Authentizität (ca. 23 Min.), Die Musik
(ca. 11,5 Min.), Die Schauspieler und ihre Rollen (ca. 38 Min.), Stefan Aust über die RAF und ihre Zeit
(ca. 41 Min.), Bernd Eichinger über die Annäherung an den Film und die 60er und 70er Jahre (ca. 15 Min.),
Bernd Eichinger über die Dramaturgie des Films (ca. 10 Min.), Darsteller-Infos

Titel bei Amazon.de
Der Baader-Meinhof- Komplex [Blu-ray]

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Der Baader Meinhof Komplex

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Hautnah – Die Methode Hill – Staffel 2

Erstellt von Günther Lietz am 13. März 2009

Hautnah – Die Methode Hill
Wire in the Blood
Staffel 2

Produktionsland: Großbritannien
Produktionsjahr: seit 2002
Episodenlänge: etwa 80–100 Minuten
Originalsprache: Englisch
Darsteller: Robson Green (Dr. Tony Hill), Hermione Norris (DCI Carol Jordan)

Bittere Tränen
Psychologe Doktor Tony Hill (Robson Green) rollt einen seiner alten Fälle auf. Er versucht die Kindesmörderin Maggie Thomas (Elaine Claxton) zu überreden, den Ort zu verraten an dem sie ihre Opfer begrub. Dabei wird er durch die Psychologiestudentin Laura Webster (Amber Batty) abgelenkt, deren Freundin Hattie Davis (Caitlin Mottram) ermordet wurde. Tony bewegt sich nun zwischen zwei Fällen, die für ihn immer persönlicher und emotionaler werden. Schlussendlich ist genau er es der im Gefängnis einsitzt, während sich der Mörder Hatties ein Spiel mit Detective Chief Incpector Carol Jordan (Hermione Norris) liefert …

Die Finsternis des Lichts
Nahe des Norton Hotels in Bradfield werden fünfhundert Jahre alte Gebeine entdeckt. Doch bei dem historischen Fund liegen auch Knochen jüngeren Datums. Scheinbar nutzt ein Serienmörder diese Stelle, um seine Opfer zu verscharren. Als das Norton Hotel in Flammen aufgeht, fällt der Verdacht auf Hoteldirektor John Ruff, der während dem anschließenden Verhör stirbt. Plötzlich ist die Rede von Hexenverbrennung und Foltermethoden aus dem Mittelalter. Carol Jordan gerät mächtig unter Druck, während sich Tony Hill mit dem scheinbar Übernatürlichem konfrontiert sieht …

Das Recht zu Schweigen
Nach einem Mord wird der einflussreiche und stadtbekannte Kriminelle Gavin Cochran (Christopher Fulford) in U-Haft genommen. Während die Ermittlungen gegen ihn im vollen Gange sind, geschieht ein weiterer Mord nach dem gleichen Muster. Erneut weisen alle Beweise auf Cochran hin, was eigentlich kaum sein kann. Tony Hill und Carol Jordan haben dabei recht verschiedene Ansichten über den Schuldigen. Tony vermutet einen anderen Drahtzieher und findet heraus, dass die Brandzeichen auf den Toten eine Art Signatur sind, ein Hinweis. Für Hill kommt nun eine ganz andere Person als Täter in Betracht, eine Person, der man nichts nachweisen kann …

Ich bin dein Erlöser
Schwer verletzt wird Cindy Benson ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Ehemann gilt als dringend Tatverdächtig und wird von Tony Hill psychologisch untersucht. Der Verdacht erhärtet sich immer weiter – da verstirbt Cindy Benson im Krankenhaus. Bei der Autopsie wird festgestellt, dass sie  getötet wurde; irgend jemand ermordet kranke Menschen. Dabei reicht der Kreis der Verdächtigen sehr weit: Gerichtsmediziner, Reinigungspersonal und arabische Extremisten. Alles scheint möglich. Zu allem Übel wird Tony Hill beruflich heftig unter Druck gesetzt …

Basierend auf den Büchern von Bestsellerautorin Val McDermid produzierte die englische ITV diese Kriminalfilmserie, in der sich alles um die Fälle des Psychologen Doktor Tony Hilly dreht. In Deutschland wurde die Serie erstmals im ZDF ausgestrahlt und liegt nun auch als DVD-Box vor. Jede Box beinhaltet eine vollständige Staffel, die wiederum aus vier Episoden besteht. Auf Grund der sehr hohen Produktionskosten von oftmals bis zu 750.000 £, gibt es nur sechs Staffeln der Serie. Schade, denn die hohen Produktionskosten sind durchaus gerechtfertigt.

Bei „Hautah – Die Methode Hill“ stehen spannende Themen und überraschende Wendungen im Vordergrund. Doch jede einzelne Folge wird von der Psyche des Täters geprägt, ist dadurch stets anders und zieht den Zuschauer in seinen Bann. Das ist in der zweiten Staffel natürlich ebenfalls so. Den besonderen Reiz machen dabei die Charaktere aus, die gerne mal polarisieren.

Da wäre erst einmal Tony Hill, um den die Serie aufgebaut ist. Er doziert an der Universität, leistet für die Polizei hervorragende Arbeit und ist privat mit Carol Jordan auf einer Wellenlänge. Leider geht Hill obsessiv an seine Fälle heran. So kann er sich die Namen seiner Studenten kaum merken und übersieht Anzeichen persönlicher Annäherung und Enttäuschung. Für ihn bedeutet die Aufklärung der Morde, das Verhindern weiterer Straftaten und der Schutz Unschuldiger alles. Er verliert sich in seinen Ermittlungen und Analysen, ist bereit Grenzen zu überschreiten.

Diese Charakterrolle wird von Darsteller Robson Green hervorragend transportiert. Green erweckt Hill zum Leben, macht ihn greifbar, spürbar. Sein Spiel ist sehr emotional und überzeugend. Der Zuschauer wird förmlich in Hills Gedankenwelt hineingesogen, was oftmals visuell unterstützt wird. Vor allem Hills Selbstgespräche – auch wenn andere Personen ihn umgeben – sind grandios.

Im Gegensatz dazu steht die Polizistin und Ermittlerin Carol Jordan, gespielt von Hermione Norris. Sie liebt ebenfalls ihren Job, ist aber viel pragmatischer und hält sich streng an die Regeln. Carol versucht Risiken gering zu halten und sieht ein, dass manchmal ein Schritt zurück doch zwei Schritte vor bedeuten kann. Das endet oft in einem Konflikt mit Tony, trotzdem fühlen sich beide miteinander verbunden. Hermione Norris gelingt es hervorragend die Rolle mit Leben zu erfüllen und glaubhaft wirken zu lassen. Green und Norris sind ein traumhaftes Duo. Beide Schauspieler ergänzen sich hervorragend und sorgen somit für eine sehr persönliche Note.

Als dritten Hauptdarsteller kann jeweils der Täter angeführt werden. Er tritt selten sofort in Erscheinung, manchmal erst ganz zum Schluss. Trotzdem ist er stets präsent, wird sein Charakter durch Hills Analysen fein skizziert und das Umfeld durch Jordans Ermittlungen langsam aufgedeckt. Der Täter ist meist lange Zeit visuell eine unbekannte Größe, doch seine Motive, seine Ziele, werden stetig enthüllt und bieten sich dann schonungslos dem Zuschauer dar. Diese Vorgehensweise sorgt für ein grandioses Spannungserlebnis.

„Hautah – Die Methode Hill – Staffel 2“ ist exzellente Kriminalfilmunterhaltung auf hohem Niveau. Überraschend, spannend und immer nahe am Menschen – erstklassig!
(Günther Lietz)

Bei Amazon.de
Hautnah – Die Methode Hill: Staffel 2 (4 DVDs)

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