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Archiv für Mai, 2009

Sam’s Lake – See des Grauens

Erstellt von Michael Drewniok am 28. Mai 2009

Sam’s Lake – See des Grauens

Originaltitel: Sam’s Lake (Kanada 2005)
Regie u. Drehbuch: Andrew Christopher Erin
Kamera: David A. Armstrong
Schnitt: Miklos Wright
Musik: Gary Chang
Darsteller: Fay Masterson (Sam), Sandrine Holt (Kate), William Gregory Lee (Jesse), Stephen Bishop (Franklin), Salvatore Antonio (Dominik), Megan Fahlenbock (Melanie), Peter Beks (Rod), Jeff McCormick (Rod als Teenager), Richard Foster (Ladenschwengel) u. a.
Label u. Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment (www.sphe.de)
Erscheinungsdatum: 30.08.2007
EAN: 4030521490437
Bildformat: 16 : 9 (1,78 : 1   anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch)
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 83 min.
FSK: 16

Das geschieht:

Vor einem Jahr ist Sams geliebter Vater durch einen Jagdunfall gestorben. Um die noch immer niedergedrückte junge Frau ein wenig aufzurichten, haben sich ihre Freunde Kate, Dominik, Franklin und Melanie dazu bereiterklärt, Sam für ein Wochenende an ‘ihren’ See – “Sam’s Lake” auf Vancouver Island in der kanadischen Provinz British Columbia – zu begleiten, wo die Familie eine einsam gelegene Ferienhütte besitzt.

Die Landschaft ist traumhaft, das Wetter perfekt, und vor allem Kate ist erfreut, als sich der schmucke Jesse, Sams Jugendfreund, der Gruppe zugesellt. Unruhe kommt indes auf, als Sam eine lokale Grusel-Legende erzählt: 1959 ist der geistesgestörte Rod aus dem Sanatorium, in das ihn seine ratlosen Eltern abgeschoben hatten, geflüchtet. Er kehrte heim, um seine ganze Familie abzuschlachten, und floh in die dichten Wälder, wo er seither angeblich sein Unwesen treibt und unvorsichtige Wanderer packt.

Eine Mutprobe fordert von den Jugendlichen, die “Sam’s Lake” besuchen, das nächtliche Betreten des Mordhauses, das zwar verfallen ist aber noch immer steht. Auch ihre Freunde lädt Sam dazu ein, aber der scheinbare Gruselspaß endet dramatisch: Nachdem Franklin in einem Kaminversteck Robs heimliches Tagebuch gefunden hat, ertönen geisterhafte Schreie, die unsere Freunde panisch aus dem Haus treiben.

Sicher in Sams Hütte zurückgekehrt, studiert die Gruppe das Tagebuch interessiert. Es macht nicht nur deutlich, dass Rob lebt und in der Tat Touristen meuchelt, sondern informiert auch darüber, dass er sich eine Frau genommen und zwei Kinder bekommen hat, die ebenso verrückt und mordlustig sind wie ihr Vater. In den sich anschließenden Nachtstunden erfahren die Freunde, dass dies buchstabengetreu zutrifft, denn entsetzt sehen sie sich als aktuelle Jagdopfer der irren Familie …

Familie oder Familienbande?

Nein, die Kritik ist wahrlich nicht freundlich mit diesem Film umgegangen. “Freitag der 13te für Arme” war eine typische Abqualifizierung, deren Sinn nicht abstreiten lässt. Allerdings lassen sich bei näherer Betrachtung gewisse Gegenargumente finden, die “Sam’s Lake” unterm Strich wenigstens filmisches Mittelmaß bescheinigen.

Da ist die gekonnte Fotografie, die aus einer “low-budget”-Produktion zumindest optisch einen ‘richtigen’ Film macht, der durchaus im Kino bestehen könnte. Nahe Nanaimo, der zweitgrößten Stadt auf der kanadischen Pazifikinsel Vancouver Island, fand Regisseur Andrew Christopher Erin nicht nur einen kostengünstigen, sondern auch einen landschaftlich überwältigenden Schauplatz für sein kleines aber finsteres Drama. “Sam’s Lake” ist entgegen der Filmwerbung – der man generell nie trauen sollte – kein Tümpel des Teufels, aus dem sich in düsterer Nacht schlecht animierte Mord-Monster schleichen, sondern genau das, was er zu sein vorgibt: ein traumhaft schöner Ort, der mit seiner ‘Unschuld’ die Bösartigkeit der Menschen konterkariert, die hier leben und ihr Unwesen treiben.

Auch das “Freitag-der-13te”-Argument sticht nicht, denn hier sind es eben nicht Teenies oder ähnlich dauerbrünstige Highschool-Studenten, die am Seeufer ihren Trieben frönen und dafür abgeschlachtet werden. Sam und ihre Freunde sind “twentysomethings” hart an der Grenze ihrer 30er, und so benehmen sie sich auch – sie verfügen bereits über Lebenserfahrungen und die Fähigkeit, sie zu berücksichtigen. Wenn Sam sich mit Dominik ein Hüttenbett teilt, bleibt das folgenlos, da dieser schwul ist – eine Tatsache, die als solche in die Handlung einfließt, ohne für die üblichen ‘Witze’ zwischen diversen Bluttaten missbraucht zu werden: Diese sechs Menschen sind erwachsen.

Was im Detail allerdings Unterschiedliches hervorbrachte – und das ist untertrieben ausgedrückt! Der Plot von “Sam’s Lake’ macht es schwierig über die Handlung zu schreiben, ohne sie dem neugierig gewordenen Filmfreund und damit den Aha-Effekt zu verraten. Vorsichtig ausgedrückt geht es um eine vom Wahnsinn gezeichnete aber keineswegs dysfunktionale Familie. Rob hat seine maroden darwinistischen Vorstellungen mit beachtlicher Konsequenz verwirklicht und auf die nächste Generation übertragen. “Sam’s Lake” beschreibt in seiner zweiten Filmhälfte sowohl die – in der Tat konventionell inszenierte – Jagd auf neue Opfer als auch den Kampf der Familienangehörigen miteinander.

Nur die Starken überleben

Was “Sam’s Lake” gegenüber den meisten Horrorfilmen der Billig-Klasse auszeichnet, ist die konsequente Umsetzung der verqueren Grundidee. Hier metzelt kein schier unsterbliches Ungeheuer aus reinem Spaß an der blutigen Freude sowie ohne Sinn und Verstand. “Survival of the fittest” lautet Robs Motto; so glaubt er seine Lebenserfahrung interpretieren zu können, und entsprechend hat er sie an seine Kinder weitergegeben. Der Krieg zwischen den Generationen wird auf dieser Ebene zur Notwendigkeit, und so sehen das die Beteiligten auch.

Dies seinem Publikum zu vermitteln, ist Regisseur und Drehbuchautor Erin nur bedingt gelungen. Er patzt wie schon angedeutet vor allem in der zweiten Filmhälfte. Viel Zeit nimmt er sich, die Landschaft und die Figuren einzuführen. Die sechs Männer und Frauen sind kein eindimensionales Kanonenfutter für das Monster, das ebenfalls keines ist. Wir lernen sie kennen – scheinbar, denn tatsächlich werden wir in die Irre geführt.

Im Verlauf der Handlung streut Erin irritierende und verräterische Andeutungen ein, dass manche/r nicht ist, was sie oder er vorgeben zu sein. Die eigentliche Offenbarung ist wenig wirkungsvoll. Sie deutet außerdem an, dass nunmehr das Klischee neben dem Regisseur Platz nimmt. Alles rennt, rettet, flüchtet sich in den Wald. Der ist riesig, aber irgendwie landet jeder Flüchtling immer wieder dort, wo schon ein Verfolger wartet. Nicht einmal der uralte Spannungskiller “Wo ist der Autoschlüssel?” wird ausgelassen (und parodiert, als nach ausgiebiger Suche im unheimlichen Haus besagter Schlüssel gefunden wird, der Start des Fluchtwagens aber trotzdem misslingt: Der Motor fehlt …)

Dem Regisseur gelingt es nicht, die Schere zwischen panischer Flucht der Figuren und Langeweiler der Zuschauer zu schließen. Das hat man alles schon gesehen, und es wird durchaus besser, wenn dabei wenigstens drastisch gesplattert wird! Genau das verkneift sich Erin; brutal gemordet wird meist andeutungsweise oder ganz außerhalb des Bildrands. Das entspricht dem Film, der nicht Horror, sondern Psycho-Thriller sein will. Schade nur, dass sich dieser Thrill nur selten einstellt. Hier offenbart sich ein Problem, das Erin nicht zufriedenstellend lösen konnte: “Sam’s Lake” basiert auf einem 25-minütigen Kurzfim, den Erin 2002 drehte. Das Drehbuch hat er für die neue Langfassung gestreckt. Es hat dabei an Dichte verloren.

Jäger und Gejagte

Eine Liste der Filme und TV-Episoden, in denen die Darsteller von “Sam’s Lake” spielten, würde selbst bei einem kleinen Schriftfont eine eindrucksvolle Länge erreichen. Sie haben alle jung angefangen und sind fleißig gewesen – keine Stars, aber Profis durch und durch. Nur mit solchen Schauspielern kann ein Film wie dieser realisiert werden und trotzdem sehenswert sein.

Fay Masterson ist eine aparte Rothaarige mit schmalem Fuchsgesicht – keine Hollywood-Plastikpuppe, sondern bereits optisch überzeugend als (hübsche) junge Frau von nebenan. Geschickt verbirgt Masterson die seelischen Abgründe ihres Alter Egos, um diese später umso intensiver auszustellen.

Unter den Darstellern der Freunde fällt noch Sandrine Holt auf, die offenbar Haupt- und Gastrollen in allen erfolgreichen TV-Serien des 21. Jahrhunderts spielt. Das trifft auf ihre Mitmimen generell zu. Sie können ihren Job. Wenn sie sich in ihren ansonsten ausdifferenzierten Rollen hin und wieder irrational benehmen, ist dies dem Drehbuchautoren Erin anzulasten.

Die Summe der positiven Elemente ergibt dieses Mal kein stolzes Ergebnis. “Sam’s Lake’ ist nicht der schlechte Film, als der er beschimpft wird. Es ist schlimmer: Viele gute Ansätze, gute Ideen und eine gut aufgelegte Schauspielertruppe ließen dennoch nur Mittelmaß entstehen. Diese Erkenntnis ist die Quelle der eigentlichen Enttäuschung, die den Zuschauer erfasst, wenn die Schlusstitel zu laufen beginnen.

DVD-Features

Kleiner Film – wenig optimistisches Label: Das Ergebnis ist eine DVD, der nur der Trailer zum Hauptfilm als Extra aufgespielt wurde. Der kann sich dafür umso breiter auf der Scheibe machen, was primär der Bildqualität zugute kommt.

[md]

Titel bei Amazon.de:
Sam’s Lake

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Star Trek XI

Erstellt von Günther Lietz am 27. Mai 2009

Star Trek 11Star Trek XI

Originaltitel: Star Trek
Produktionsland: USA 2009
Länge: 127 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: J. J. Abrams
Drehbuch: Alex Kurtzman, Roberto Orci
Produktion: J. J. Abrams, Damon Lindelof
Musik: Michael Giacchino
Kamera: Daniel Mindel
Schnitt: Maryann Brandon, Mary Jo Markey

Darsteller: Chris Pine (Capt. James T. Kirk), Zachary Quinto (Lt. Cmdr. Spock), Leonard Nimoy (Alter Botschafter Spock), Eric Bana (Nero), Bruce Greenwood (Capt. Christopher Pike), Karl Urban (Dr. Leonard „Pille“ McCoy), Zoë Saldaña (Lt. Nyota Uhura), Simon Pegg (Lt. Montgomery Scott), John Cho (Lt. Hikaru Sulu), Anton Yelchin (Ensign Pavel Chekov), Ben Cross (Botschafter Sarek), Winona Ryder (Amanda Grayson)

In den letzten Jahren lag Star Trek im Sterben, war dieser gigantische Science-Fiction-Dinosaurier erbarmungslos der medialen Eiszeit ausgesetzt und nur die Fans hielten dem Unisversum die Treue. Doch Hollywood weigerte sich, eine solch starke Marke untergehen zu lassen.

So kommt es in der fernen Zukunft zu einer großen Katastrophe, bei der ein Romulaner namens Nero (Eric Bana) in die Vergangenheit geschleudert wird. Von Rache getrieben zerstört er die USS Kelvin – an Bord George Kirk, der Vater von James Tiberius Kirk (Chris Pine). Die Zeitlinie wird durch diesen Angriff nachhaltig zerstört und es ist unmöglich das alte Raum-Zeit-Gefüge wiederherzustellen.

James wächst nun ohne Vater heran, wählt einen anderen Lebensweg – doch das Schicksal lässt sich nur schwer täuschen. So findet sich der junge Rebell bald auf der Sternenflottenakademie wieder, wo er die Bekanntschaft von Leonard McCoy (Karl Urban) macht, in den Augen von Nyota Uhura (Zoë Saldaña) in Ungnade fällt und es sich mit Spock (Zachary Quinto) nachhaltig verscherzt.

Als ein Notruf von Vulkan eintrifft sind die Kadetten gefordert, doch Kirk muss sich heimlich an Bord der Enterprise begeben. Zwar erkennt er den Notruf als Falle, doch die Zerstörung Vulkans ist unabwendbar. Kirk wird auf dem Eisplaneten Delta Vega ausgesetzt, trifft dort den zukünftigen Spock und macht sich auf, um die Enterprise und die Föderation zu retten …

Neben „Batman“, „Spider-Man“, „Transformers“ und anderen Vertretern, versucht nun auch Star Trek das Kunststück, sich von der Vergangenheit zu lösen und in mit geballter Kraft in der Gegenwart einen Neustart zu wagen. Das Problem dabei ist es nun, alte Fans zu behalten und neue Fans in Boot zu holen. Zu schnell kann die Sache kippen und eine oder gar beide Seiten sind verärgert. Nach der jämmerlichen Niederlage der Star-Trek-Serie „Enterprise“ war die Marke eigentlich ausgelutscht und tot, schien jede Hoffnung verloren. Doch Star Trek ist eine starke Marke und so holten die Filmbosse zu einem gewagten Rundumschlag aus. Veteranen wurden bekamen keine Vertragsverlängerung und das Ruder wurde J. J. Abrams in die Hand gedrückt.

Abrams selbst ist kein Fan der Reihe und die Leute die er sich ins Boot holte waren ein buntes Mischvolk. Dazu die Idee einige alte Elemente zu behalten und eine neue Zeitlinie zu schaffen. Eine Zeitlinie in der alles möglich ist. Nun, alternative Zeitlinien und Geschichten sind Fans und Kinogänger gewohnt – und oft sind die Leute dann auch verärgert, weil die Helden gerne mal ihre Identität verlieren. Doch bei „Star Trek XI“ gelingt einfach alles. „Star Trek XI“ schafft den riskanten Sprung in die Gegenwart!

Das geniale an der Sache ist vor allem, dass sich die neue Zeitleiste problemlos in den Kanon einfügt, der zu Star Trek gehört. Zeitreisen sind nun einmal Bestandteil der Serien und Filme. Bisher jedoch gingen die Autoren dazu über ihre Helden so agieren zu lassen, dass die Zeitreisen keinen großen Schaden anstellten, dass man weitermachen konnte wie bisher. J. J. Abrams und seine Autoren Alex Kurtzman und Roberto Orci gehen allerdings einen Schritt weiter. Ihr Bösewicht Nero durchtrennt die Zeitlinie unwiderruflich, es gibt kein Zurück, kann kein zurück mehr geben. Bereits bei seinem Auftauchen tötet er eine wichtige Persönlichkeit des Star-Trek-Universums, deren Leben das Leben anderer prägte. Und verdammt, das passt einfach wie die Faust aufs Auge!

Die Geschichte des Star-Trek-Universums muss (kann) neu geschrieben werden. Die Voraussetzungen wurden geschaffen, doch die alten Charaktere sollen ebenfalls neu aufgelegt werden – und zwar glaubhaft. Genau dieses Husarenstück gelingt, denn es ist das Schicksal, das die Personen miteinander verbindet. Die Zeit kann vielleicht betrogen werden, doch das Schicksal wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen. Und so finden alle wichtigen Personen der klassischen „Raumschiff Enterprise“-Serie wieder zusammen. Allerdings unter anderen Vorbedingungen. Auftritt der Darsteller – Hossa!

Was kann man zu den Darstellern überhaupt sagen? Die neue alte Generation wurde hervorragend besetzt. So sieht Zachary Quinto dem jungen Leonard Nimoy als Spock zum Verwechseln ähnlich, und Karl Urbans Darstellung von  Leonard „Pille“ McCoy ist über alle Kritik erhaben, treffen Gestik und Mimik jederzeit das Original, spielt das Drehbuch kokett mit alten Klischees und Ereignissen, um diese frisch auf der großen Leinwand zu präsentieren. So ist „Star Trek XI“ ein knalliger Actionfilm, in dem die Charaktere trotz allem reifen und sich weiterentwickeln. Nur Chris Pine als J. T. Kirk bleibt ein wenig blass, da ihm die Charakterentwicklung vorerst verwehrt bleibt. Immerhin muss er die größte Lücke füllen, muss noch der Rebell sein, der in der neuen Zeitlinie seinen vom Schicksal bestimmten Platz an Bord der U.S.S. Enterprise einnimmt. Und das macht er verdammt gut, denn trotz Blässe ist der Charakter keineswegs eindimensional.

Die Geschichte schreibt den Anfang also neu – spannend, actiongeladen und auch humorvoll. Dafür sorgt vor allem der späte, aber nachhaltig wirkende Auftritt von Simon Pegg als neuer Schiffsingenieur Montgomery „Scotty“ Scott. Einfach köstlich und auch hier wird der Charakter in seinen Grundzügen perfekt getroffen. Dabei imitieren die Darsteller keineswegs ihre Kollegen und deren Rollen, sondern bringen sich auch selber ein. Da passt einfach alles. Einzig Eric Bana als Nero wirkt falsch am Platz, aber die Rolle an sich ist nur wenig passend, da macht ein nichtssagender Bösewicht auch nur wenig kaputt.

„Star Trek XI“ bleibt trotz der pointierten Action noch immer Star Trek und Abrams zollt den Fans Tribut. So ist es genau der Statist in der roten Uniform, der nach einem Satz sein Leben brutal aushaucht. Für Fans ein Running Gag, der einfach Freude macht. Und das geht den ganzen Film so. Neue und alte Elemente werden gelungen miteinander vermischt, Action und Entspannung befinden sich in Balance. Einfach herrlich! Dazu das typische Ambiente und das Design Star Treks, in Verbindung mit den grandiosen CGI-Effekten eines George Lucas.

Doch wo viel Licht, da auch ein wenig Schatten. Nun, kein Film ist perfekt. In „Star Trek XI“ liegt das vor allem an dem Bezug zur Handlung, denn immerhin reist Nero in die Vergangenheit. Doch anstatt dort seine Zukunft zu „korrigieren“, schwört er bitterliche Rache für die Ereignisse, die irgendwann mal kommen werden. Das ist einfach ein großer Logikfehler. Kein Fehler, aber nervig, sind die ständigen Reflexionen auf der Leinwand. Blickt der Zuschauer durch einen transparenten Bildschirm sind diese logisch erklärbar, doch es gibt auch in einfachen Standbildern oder bei Panoramaaufnahmen Reflexionen, so als blicke der Zuschauer öfter mal durch eine Kamera. Das ist schon ein störendes Stilmittel und es ist eindeutig Absicht.

Mit „Star Trek XI“ hat Paramount die Marke neu belebt, hat Regisseur Abrams Star Trek neu erfunden. Ein gelungener Film, einer der besten Filme seiner Art – unbedingt gucken!

Wer vollkommen in den Film abtauchen möchte, der sollte sich übrigens den Comic „Star Trek Countdown“ zulegen, der im Verlag Cross Cult erschienen ist. Vor allem Nero kommt dort besser zur Geltung und gewinnt an Persönlichkeit.
(Günther Lietz)

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Star Trek – Der Roman zum Film
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Walled In – Mauern der Angst

Erstellt von Michael Drewniok am 21. Mai 2009

Walled In – Mauern der Angst

Originaltitel: Walled In (USA 2009)
Regie: Gilles Paquet-Brenner
Drehbuch: Rodolphe Tissot, Olivier Volpi, Sylvain White u. Gilles Paquet-Brenner
Kamera: Karim Hussain
Musik: David Kristian
Darsteller: Mischa Barton (Sam Walczak), Cameron Bright (Jimmy), Deborah Kara Unger    (Mary), Noam Jenkins (Peter), Eugene Clark (Burnett), Jane Redlyon (Denise), Pascal Greggory (Malestrazza) Mark Claxton (Richard), Shannon Jardine (Maureen), Sophi Knight (Julie), Taylor Leslie (Lucy Walczak), Rob Roy (Charles Walczak), Darla Biccum (Liz Walczak) u. a.
Label u. Vertrieb: Sunfilm Entertainment (www.sunfilm.de)
Erscheinungsdatum: 03.04.2009 (Leih-DVD) bzw. 08.05.2008 (Kauf-DVD u. Blu-Ray)
EAN: 4041658222730 (Leih- u. Kauf-DVD) bzw. 4041658292733 (Blu-Ray)
Bildformat: 16 : 9 (1,85 : 1   anamorph)
Audio: DTS 5.1 (Deutsch) u. Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 88 min. (Blu-Ray: 92 min.)
FSK: 16

Das geschieht:

Samantha Walczak ist Spross einer Familie, die mit der Sprengung maroder Bauwerke den Lebensunterhalt verdient. An ihrem 25. Geburtstag überrascht sie der Vater – und Chef – mit dem ersten eigenen Auftrag: Sam soll den Abriss des Malestrazza-Hauses vorbereiten. Der berühmte aber exzentrische Architekt hatte es 1990 achtstöckig mit Wohnungen für 120 Mieter in einer ländlichen Einöde errichtet und war selbst dort eingezogen. Drei Jahre später wurde das Haus als Schauplatz grausamer Verbrechen berühmt und berüchtigt: Ein Serienkiller entführte mindestens 16 Mieter und begrub sie lebendig unter flüssigem Beton. Auch Malestrazza fiel ihm zum Opfer.

Fünfzehn Jahre später leben nur noch vier Mieter in dem Haus. Mary, deren Ehemann ebenfalls hier starb, ist mit ihrem Sohn Jimmy geblieben und hält das Gebäude als Hausmeisterin in Schuss. Sam zieht für die Dauer ihrer Arbeit in eines der leerstehenden Appartements ein. Die junge und psychisch instabile Frau fühlt sich bald beobachtet und belauert. Burnett  und Denise, die beiden anderen Mieter, begegnen ihr feindlich. Jimmy, der sowohl einsam ist als auch schwer pubertiert, schenkt Sam mehr Aufmerksamkeit, als ihr lieb ist.

Während sie die Bausubstanz untersucht, um neuralgische Punkte für die spätere Legung der Sprengladungen zu finden, entdeckt Sam, dass die Baupläne falsch sind. Offensichtlich hat Malestrazza eigenmächtig Veränderungen vorgenommen. Sam findet geheime Gänge und Hinweise auf eine seltsame Pyramidenkonstruktion, die das Zentrum des Gebäudes bildet.

Freilich bleibt ihr das wahre Geheimnis dieser Mauern verborgen. Das Malestrazza-Haus ist Schauplatz einer ausgeklügelten Rache, die schon 15 Jahre währt. Als Sam endlich klar sieht, steckt sie längst in einer tödlichen Falle – und dort ist sie keineswegs allein …

Haus mit Seele – Haus besessen

Das Geisterhaus als ‘Batterie’, die durch die Emotionen seiner Bewohner aufgeladen wird, ist keineswegs eine Idee der Neuzeit. Jahrtausende vor der Entdeckung der Elektrizität war sie bereits bekannt und verbreitet; damals sorgte die unsterbliche Seele für die notwendige Energie. So ist es kein Wunder, dass man in weniger freundlichen Zeiten die Fundamente von Gebäuden mit wichtigen Funktionen durch Bauopfer ergänzte: Menschen wurden – immerhin meist schon tot aber speziell für diesen Zweck getötet – quasi unter der Türschwelle begraben. Dies sollte den Bestand des Bauwerk sicherstellen und wurde archäologisch für viele vergangene Kulturen nachgewiesen.

Joseph Malestrazza orientiert sich an entsprechenden altägyptischen Praktiken. Er ist wie alle größenwahnsinnigen Psychopathen der Filmgeschichte ein wenig konsequenter und handelt nach dem Motto “Je mehr, desto besser”. Außerdem zieht er es vor, seine Opfer lebendig einzubetonieren; das Leid des Sterbens vergrößert nach seiner Auffassung die Kraft des Opfers.

Auf der Basis seiner wahnsinnigen Theorien entstand der Hauptdarsteller dieses Films: das Malestrazza-Haus, in der Tat eine bemerkenswerte Kulisse. Obwohl es nur ein Trickgebilde ist und aus Kostengründen sogar die Innenaufnahmen in Appartements entstanden, die nur zum Teil real aufgebaut waren, wirkt es gleichermaßen irreal wie bedrohlich – eine eigentlich düstere unwirtliche, menschenfeindliche Beton-Festung, die außen wie innen auf das architektonisch Grundsätzliche reduziert wurde.

Zudem steht das Haus in einer flachen, öden Landschaft an einem kalten, unfreundlichen See – ein absurdes Projekt, das bereits optisch vom Irrsinn seines Schöpfers kündet. Diese Stimmung hat sich längst auf die verbliebenen Bewohner übertragen, die sich in dem auch ohne seine mörderische Geschichte unheimlichen Bau selbst gefangen gesetzt halten.

Brutstätte für unterdrückte Emotionen

“Walled In” ist einer dieser Filme, an denen sich die Geister – dieses Mal die der Zuschauer – schieden. Die Mehrheit anerkannte eher widerwillig die visuell gelungene Umsetzung einer in Angst und Lüge förmlich getränkten Atmosphäre, kritisierte aber heftig die inkohärente Story sowie die Schauspielerleistungen; vor allem Mischa Barton (“überfordert”) und Noam Jenkins (“hölzern”) bekamen ihr Fett weg.

Die harsche Ablehnung verwundert, denn bei unvoreingenommener Betrachtung funktioniert “Walled In” trotz verschiedener Mängel ausgezeichnet. Dies gilt vor allem, wenn man diesen Film mit den meisten anderen Streifen vergleicht, die zeitgleich in die Videotheken kommen und dort in die Regal-Abteilung “Horror & Mystery” einsortiert werden. Auf die Kinoleinwand hat es “Walled In” nicht geschafft; der Film ist eine “direct-to-dvd-” bzw. “-blu-ray”-Produktion; schade, denn dies ist erkennbar ein durchaus ambitioniertes Projekt, in das nur 8 Mio. Dollar aber umso mehr Einfälle investiert wurden.

Gilles Paquet-Brenner, dessen erste US-Produktion “Walled In” ist, brachte die Story aus seiner europäischen Heimat mit. Der Unterhaltungs-Schriftsteller Serge Brussolo, den der Buchmarkt gern den “französischen Stephen King” nennt, hatte den Roman “Les Emmurés” bereits 1990 veröffentlicht. Mit drei weiteren Autoren verfasste Paquet-Brenner das Drehbuch. Was meist nach dem alten Sprichwort “Viele Köche verderben den Brei” chaotisch endet, führte hier zu einem erfreulichen Ergebnis: “Walled In” vereint die Elemente von Horror, Krimi und Drama zu einem harmonischen Ganzen, ein Genre-Mix, der als solcher von den Kritikern (und – s. o. – zahlreichen Zuschauern) abgelehnt wurde.

Der Mensch benötigt keine Gespenster

Aber “Walled In” ist kein Hochgeschwindigkeits-Splatter-Horror und will es niemals sein. Der Schrecken ist menschengemacht. Was in den Mauern des Malestrazzo-Hauses umgeht, ist furchterregend real. Wahnsinn, Trauer, Rache, Resignation, Einsamkeit und pubertäre Verwirrung ergeben ein wahrhaft höllisches Gebräu, das auch ohne übernatürliches Wirken giftig genug ist.

Was das im Detail bedeutet, soll hier natürlich nicht verraten werden. Dies wäre nicht nur gemein, sondern auch schade, denn es ist ungemein spannend zu verfolgen, wie Paquet-Brenner die genannten Elemente in einer grimmigen Geschichte verzahnt, mit deren Verlauf so nicht zu rechnen war. ‘Gut’ und ‘Böse’ wechseln ständig die Rollen, die einzige Konstante ist die arme Sam, die allerdings den Einflüsterungen des Hauses ein wenig zu offene Ohren schenkt.

Was zur hauptsächlichen Kritik an diesem Film überleitet: Sams latente psychische Schwäche ist sowohl überflüssig für die Handlung als auch ein billiger Trick, der zur Inszenierung einiger konventioneller und hier kontraproduktiver Horror-Szenen führt. Aus der Wand greifende Geisterarme können nie mit dem Grauen mithalten, das ein Mensch verspürt, der in einer winzigen Kammer gefangen ist, die sich langsam mit flüssigem Beton füllt.

Gesichter für den Schrecken

Wie schon erwähnt entstand “Walled In” als Low-Budget-Produktion. Gedreht wurde nicht in Hollywood, sondern kostengünstig nahe Regina, Hauptstadt der kanadischen Provinz Saskatchewan. (Genrestimmig bricht hier immerhin der “Sasquatch” – in den USA “Bigfoot” genannt – durch die Wälder.) Nicht Stars, sondern Nachwuchs-Prominenz und echte Schauspieler versammelte Paquet-Brenner vor der Kamera. Mischa Barton ist spätestens als Hauptdarstellerin der TV-Serie “O. C., California” (2003-2007) lange Drehtage und schnelles Arbeiten gewöhnt. Sie setzt keine Glanzlichter, leistet aber solide Arbeit in ihrer etwas unglücklich gezeichneten Rolle.

Im Film ist es ungewöhnlich, dass Teenager von noch minderjährigen Darsteller gespielt werden. Meist sind es angewelkte Mittzwanziger, die uns wenig erfolgreich Jugendlichkeit vorgaukeln wollen. Cameron Bright, Jahrgang 1993, zeigt, wieso dies vergebliche Liebesmüh ist: Er ist nicht nur ein guter Schauspieler, sondern tatsächlich ein Teenager, und diese Mischung ist schlicht überzeugend.

Wieder einmal unterfordert aber wie üblich großartig ist Deborah Kara Unger, der nie der Durchbruch zu dem Starruhm gelang, den sie verdient hätte. Als emotional verkümmerte Mary erregt sie Mitleid, Misstrauen und Furcht – eine Mutter, die nicht nur ein wenig zu besorgt um ihren geliebten Sohn ist, sondern auch ungeahnte seelische Abgründe offenbart.

Nicht nur Regisseur Paquet-Brenner findet im Interview lobende Worte für Kameramann Karim Hussain. Dieser holt alles aus den manchmal nur angedeuteten Kulissen heraus. Mit Licht und vor allem Schatten gelingen ihm erstaunliche Effekte. In einem scheinbar völlig dunklen Raum vermag er Bewegungen zu vermitteln. Leider ermöglicht das verquaste Making-of (s. u.) nur rudimentäre Einblicke in seine ideenreiche Arbeit.

Zumindest dieser Rezensent kommt zu einem positiven Fazit. Selbstverständlich weist die Geschichte von “Walled In” die üblichen Logiklöcher auf. Sie fallen dem Zuschauer allerdings in der Regel nicht auf, während der Film noch läuft, was keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist … Dank “Walled In” kann festgestellt werden, dass Action und Ekel nicht die (alleinigen) Triebfedern des modernen Horrorfilms sind – glücklicherweise!

DVD-Features

Kärglich in Zahl und Qualität sind die ‘Extras’, die den Hauptfilm ergänzen. Es gibt einen deutschen und einen US-amerikanischen Trailer sowie ein Making-of, das leider nur plumpe Film-Promotion bietet und die interviewten Darsteller und Crewmitglieder zu gegenseitigen Lobeshymnen zwingt. Informationen sind in diesem Gemisch aus Geschwätz und aus dem Zusammenhang gerissenen Filmbildern kaum enthalten: Zeitvergeudung!

Ehrlicher ist da die Website zum Film, die aus ihrer Funktion als Werbeinstrument keinen Hehl macht:
http://walledinthemovie.com

[md]

Titel bei Amazon.de:
Walled In
Walled In [Blu-ray]

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Preisrätsel: 1 x BJÖRKs Live DVD/CD Box namens „VOLTAIC“

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. Mai 2009

Unsere Lieblingsisländerin BJÖRK hat am 17.04.09 eine Live DVD/CD Box namens „VOLTAIC“ veröffentlicht. Die Box feiert die letzten 2 Jahre seit Erscheinen ihres Albums „Volta“ (2007).

Preisrätsel: 1 x BJÖRKs Live DVD/CD Box namens „VOLTAIC“

Gewonnen hat Inka Brecht, herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an den Sponsor!


Darsteller: Björk
Format: PAL
Sprache: Englisch
Anzahl Disks: 4
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal/Music/DVD
Erscheinungstermin: 24. April 2009

Titel bei Amazon.de
Björk – Voltaic (Deluxe Edition) (2 DVDs + 2 Audio CD)

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Quarantäne

Erstellt von Michael Drewniok am 15. Mai 2009

Quarantäne

Originaltitel: Quarantine (USA 2008)
Regie: John Erick Dowdle
Drehbuch: John Erick Dowdle u. Drew Dowdle
Kamera: Ken Seng
Schnitt: Elliot Greenberg
Darsteller: Jennifer Carpenter (Angela Vidal), Steve Harris (Scott Percival), Jay Hernandez (Jake), Johnathon Schaech (George Fletcher), Columbus Short (Danny Wilensky), Andrew Fiscella (James McCreedy), Rade Serbedzija (Yuri Ivanov), Greg Germann (Lawrence), Bernard White (Bernard), Dania Ramirez (Sadie), Elaine Kagan (Wanda Marimon), Marin Hinkle (Kathy), Joey King (Briana), Jermaine Jackson (Nadif), Sharon Ferguson (Jwahir), Denis O’Hare (Randy), Stacy Chbosky (Elise Jackson), Jeannie Epper (Ms. Espinoza), Barry Sigismondi (Bob Orton) uva.
Label u. Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment (www.sphe.de)
Erscheinungsdatum: 09.04.2009 (Leih-DVD) bzw. 07.05.2009 (Kauf-DVD u. Blu-Ray)
EAN: 4030521715929 (Leih-DVD) bzw. 4030521515550 (Kauf-DVD) bzw. 4030521716827 (Blu-Ray)
Bildformat: 16 : 9 (1,85 : 1   anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 86 min. (Blu-Ray: 89 min.)
FSK: 16

Das geschieht:

Angela Vidal und Scott Percival stehen vor bzw. hinter der Kamera eines kleinen Lokalsenders. In dieser Nacht sind sie Gäste einer Wache der Feuerwehr von Los Angeles. Während sie die Männer beim Polieren ihres Trucks, beim Duschen und bei anderen Alltagstätigkeiten filmen, hoffen sie auf einen telegenen Alarmeinsatz.

Sie haben Glück: die Feuerwehrmänner Jake und George, die ihnen für diese Nacht als Kontaktpersonen zugeteilt wurden, müssen ausrücken; ein medizinischer Notfall wurde gemeldet. In einem alten Mietshaus haben die Schreie der alten Ms Espinoza die anderen Bewohner verschreckt. Auch zwei Polizisten sind bereits eingetroffen. Als sie die Tür zur Wohnung der Mieterin aufbrechen, werden sie von ihr angefallen und einer der Polizisten durch Bisse schwer verletzt. Wenig später schleudert Ms Espinoza George in den Treppenschacht.

Die schwer verletzten Männer können nicht abtransportiert werden, denn plötzlich wird das Haus von außen abgeriegelt. Ein mannstarkes S.W.A.T.-Team und das Seuchenschutzkommando haben es als Brutstätte einer tollwutähnlichen, hoch ansteckenden und unheilbaren Seuche ausgemacht. Die Hausinsassen werden eingeschlossen und ihrem Schicksal überlassen.

Während Scott seine Kamera laufen lässt, breitet sich Panik aus. Mehrere Mieter sind bereits infiziert, und durch die verwinkelten Gänge des alten Hauses schleicht eine unbekannte Zahl beißwütiger Bewohner. Die Krankheit bricht immer wieder blitzartig aus und dezimiert die Gruppe. Eine Flucht nach draußen ist unmöglich, denn unbarmherzig wird auf ‘Ausbrecher’ geschossen. Wie Ratten in der Falle rennen die verängstigten Mieter durch das Haus, während die Zahl ihrer unheimlichen Verfolger stetig zunimmt …

Mach’s noch einmal, Hollywood!

Seltsame USA: Die “Vereinigten Staaten” sind angeblich ein Schmelztiegel, in dem alle Völker dieser Erde zu “Amerikanern” gerinnen. Wenn das geschieht, geben sie anscheinend auch jegliche Weltoffenheit auf, denn anschließend denken & handeln sie einheitlich – nämlich amerikanisch.

Des kulturellen Bereiches dieses Phänomens nimmt sich u. a. Hollywood seit vielen Jahrzehnten zuverlässig an. Seit jeher werden hier Filme produziert, die möglichst den Massengeschmack treffen. Anregungen von “draußen” werden zwar gern aber nie ungefiltert aufgenommen: Ausländische Filmstoffe kauft man, lässt sie auf US-Verhältnisse herunter brechen und neu verfilmen, wobei man sich nicht scheut, für die Arbeit hinter der Kamera die originalen Filmemacher anzuheuern; davor tummeln sich natürlich einheimische Schauspieler bzw. Darsteller, die der amerikanischen Sprache mächtig sind, denn der US-Zuschauer hasst Synchronisiertes und fürchtet Untertitel.

Manchmal lässt dieser Prozess durchaus Interessantes entstehen. Das geschieht immer dann, wenn die Vorlage neu interpretiert und mit eigenem Ideengut variiert wird. Meist geht es jedoch in die sprichwörtliche Hose, wenn ursprünglich provokative und gerade deshalb erfolgreiche Filme ‘weichgespült’, d. h. ihrer Ecken und Kanten beraubt werden; so muss offensive Nacktheit für die USA beispielsweise eliminiert werden, weil ihr Anblick tollwutähnliche Zuckungen hervorruft, die denen der Opfer in “Quarantäne” gleichen. (Sie kann aber problemlos durch plakative Gewalt ersetzt werden.)

Den blechernen Mittelweg gehen Filme wie dieser, die das Original in US-Kulissen versetzen, der US-Alltagswelt angleichen und es ansonsten einfach nachfilmen. Dass “Quarantäne” auf dem spanischen Film “[REC]” basiert, wird im Filmkommentar und in den Interviews mit keiner Silbe erwähnt. Stattdessen tun vor allem hinter der Kamera alle Beteiligten so, als seien sie es, die alle vertrackten Probleme gelöst hätten, mit denen sie der stilistisch anspruchsvolle Film konfrontierte. Dabei offenbart der Vergleich zwischen Original und Remake, dass “Quarantäne” nicht selten ganze Einstellungen übernimmt, die zu allem Überfluss Bild für Bild à la “[REC]” umgesetzt wurden. Diese Dreistigkeit ist es, die “Quarantäne” die meiste Negativkritik einbringt. (Abgesehen von der Frage nach dem Sinn einer reinen Kopie, die aber hier weder beantwortet werden kann noch soll; das muss jeder Zuschauer mit sich selbst ausmachen.)

Keine eigenen Ideen, aber mehr Logik und besseres Handwerk

Das ist schade, denn “Quarantäne” ist ein Film, der das Anschauen durchaus lohnt. Die Story erfüllt ihren Zweck auch als Aufguss völlig, was an zwei Qualitäten liegt, die glücklicherweise ebenfalls von der Vorlage übernommen wurden: eine handwerklich makellose Machart und gut ausgesuchte, engagierte Darsteller.

Beides war unverzichtbar für ein Gelingen eines Projekts, das sich recht anspruchsvoll als “Film im Film” präsentiert: Wir sehen ausschließlich, was Scott durch die Linse seiner Kamera aufnimmt. Sie wird zum subjektiven Auge und zum Auge des Zuschauers, dem vor allem in turbulenten Momenten nie die Übersicht einer Totalen gegönnt ist. Das Ergebnis ist Unsicherheit; wir können buchstäblich nicht erkennen, was ‘hinter’ uns geschieht. Erst wenn Scott die Kamera herumreißt, werden wir mit möglichen Gefahren aus dem Hintergrund konfrontiert.

Das Prinzip der subjektiven Kamera ist riskant. Es reicht keinesfalls, dem Darsteller des Scott eine Kamera auf den Kopf zu setzen und ihn & sie einfach laufen zu lassen. Im Making-of werden die zahlreichen Probleme anschaulich geschildert. Tatsächlich wurde “Quarantäne” mit einer ‘richtigen’ Filmkamera aufgenommen, wie sie für ‘echte’ Kinofilme eingesetzt wird. Sie hängt an langen Kabeln und ist schwer und sperrig. Trotzdem musste der arme Kameramann mit ihr treppauf und treppab laufen und sich in jedes Getümmel stürzen.

Außerdem verbietet des Konzept die übliche Schnittdramaturgie. Ein ‘Zufallsprodukt’ wie Angelas und Scotts Filmzeugnis kann und darf natürlich nicht so perfekt geschnitten sein wie ein normaler Spielfilm. Die Kamera läuft und läuft, während sie aufzeichnet, was geschieht. Folgerichtig muss sich die Inszenierung dem Konzept anpassen: “Quarantäne” besteht aus vier- bis sechsminütigen Plansequenzen. Die Darsteller probten ihre Rollen mehrere Stunden und spielten sie dann in Realzeit. Jeder Fehler führte dazu, dass u. U. eine Szene mit mehr als zehn Schauspielern von Anfang an wiederholt werden musste. Dabei ist “Quarantäne” ein actionreicher Film. Ein und dieselbe Szene kann sich durchaus in drei Stockwerken und düsteren, klaustrophobisch engen Wohnungen abspielen und komplexe Handlungen beinhalten. Die Umsetzung stellte Darsteller und Kamerateam vor unerhörte Herausforderungen, die indes gemeistert wurden.

Auch die Lichtsetzung ist Hollywood vom Feinsten. Kameramann Ken Seng ist ein Meister seines Fachs; er arbeitete unglaublich erfindungsreich mit den wenigen Leuchtquellen, die ihm zur Verfügung standen – Tischlampen, Außenscheinwerfer, Reflexionen. Man sieht stets, was man sehen soll, während das, was Regisseur und Drehbuchautoren gern im Verborgenen halten wollen, im Schatten bleibt. Seng reduzierte außerdem die authentischen aber kopfschmerzförderlichen Kamerawackeleien der “[Rec]“-Vorlage auf ein deutlich erträglicheres Maß.

Generell ist “Quarantäne” ein Film der Tricks, die man als solche nicht erkennt, sondern zur Kenntnis nimmt. Cutter Elliot Greenberg leistete Großes; er ‘versteckte’ die wenigen Schnitte so perfekt, dass vor allem die zweite Filmhälfte keine Unterbrechungen aufzuweisen scheint.

Auf ein Medium wurde vollständig verzichtet: Es gibt keine musikalische Untermalung, die gerade in einem Horrorfilm Wunder wirken kann (oder muss). Ein Klangteppich aus Geräuschen aller Art – rumpelnde Rohre, Hubschrauber-Rotoren, Schreie – wird geschickt ‘choreografiert’ und sorgt dafür, dass die Musik keine Sekunde vermisst wird. Solcher Verzicht sollte viel öfter geleistet werden …

Nicht die üblichen Grusel-Verdächtigen

Schon mehrfach klang an, welcher Belastung die Darsteller ausgesetzt waren: Sie mussten nicht nur einer ausgefeilten, höchst komplizierten Bewegungsdramaturgie folgen, sondern dabei ständig konzentriert spielen: Die übliche Auflösung einer Szene in Totale – Nahaufnahme oder Schnitt – Gegenschnitt war hier unmöglich. Was die Darsteller daraus machten, ist bemerkenswert. Sie ‘funktionieren’ in ihren Rollen nicht nur ‘technisch’, sondern wirken ungemein überzeugend als völlig durchschnittliche Menschen, die in eine existenzielle Krise geraten und darüber allmählich zerbrechen. Das Drehbuch unterstützt dies durch gutes Timing; “Quarantäne” ist kein Film, in dem begriffsstutzige Blondinen in den Keller steigen, wo das Monster lauert.

Allen voran liefert Jennifer Carpenter eine hervorragende Darstellung. Sie ist beinahe ständig im Bild und in jeder Plansequenz dabei. Angela Vidal ist ein Kind der modernen Mediengesellschaft. Für sie ist alles öffentlich. Deshalb kann sie lange nicht begreifen, was mit ihr und ihren unfreiwilligen Mitgefangenen geschieht, als man sie von allen Kommunikationskanälen trennt: So etwas kann doch nicht geschehen – und ganz sicher nicht ihr! Als sie endlich akzeptiert, dass die Falle sich geschlossen hat und sie eine der Mäuse ist, zerbröckelt die Maske Stück für Stück – ein Prozess, den Carpenter deutlich zu machen versteht, wenn man sich vom ‘europäischen’ Denken lösen und Hysterie als mimisches Gestaltungselement akzeptieren kann …

Wie üblich in einem Film mit beschränktem Budget – “Quarantäne” wurde für schlanke 12 Mio. Dollar realisiert -, wurden vor allem TV-erfahrene Darsteller sowie Schauspieler ohne Star-Status gecastet, wobei die Horrorfilm-üblichen Dumm-Klischees ausgespart blieben bzw. gemildert wurden. Hier und da erkennt der erfahrene Zuschauer bekannte Gesichter; in einer kleinen Rolle spielt beispielsweise Greg Germann, dem man sein grässliches Chargieren in der TV-Zumutung “Ally McBeal” daraufhin zu verzeihen beginnt. (Und nein: Jermaine Jackson, der den Nadif mimt, ist NICHT identisch mit dem Bruder von Michael Jackson!)

Unterm Strich ist “Quarantäne” ein nie origineller Film, sondern vor allem professionell produzierter Horror. Schamlos wurde die Vorarbeit des Originals ausgebeutet, amerikanisiert und glattgebügelt, aber zum Teil und vor allem im filmtechnischen Bereich verbessert. Ohne Kenntnis der Vorlage bietet “Quarantäne” solide Genrekost; die Kenntnis derselben macht interessante Vergleiche möglich. Den Puristen wird das nicht versöhnen, doch der Unterhaltungswert des Films ist trotzdem nicht zu leugnen.

DVD-Features

Schlicht aber informativ sind die Extras der “Quarantäne”-DVD. Zum Film gibt es einen Audiokommentar mit Autor und Regisseur John Erick Dowdle und seinem Bruder, dem Autor und Produzenten Drew Dowdle. (Er wurde deutsch untertitelt was keine Selbstverständlichkeit ist.) Sie gehen intensiv auf ‘ihr’ Projekt ein und geizen nicht mit Hintergrundinformationen und Anekdoten, verschweigen aber wie bereits erwähnt die enorme künstlerische Vorleistung, die u. a. Jaume Balagueró, Luis Berdejo und Paco Plaza mit “[REC]” erbracht haben.

Wieso man gerade den “Brothers Dowdle” – so treten sie wirklich auf … – “Quarantäne” anbot, muss man sich übrigens zwischen den Zeilen erschließen: 2007 drehten sie “The Poughkeepsie Tapes”, einen hoch gelobten Horrorfilm, der ebenfalls unter Einsatz der subjektiven Kamera entstand.

Das zehnminütige “Making of Quarantäne” liefert informative Einblicke in die Dreharbeiten, ärgert aber durch die US-typischen gegenseitigen Lobhudeleien, die etwas zu offensichtlich nie ein Ende nehmen wollen. Siebeneinhalb Minuten dauert eine Featurette über “Robert Halls Make-Up Design”, aus dem u. a. hervorgeht, dass es sich bei den Irrsinnigen im abgeriegelten Mietshaus nicht um klassische Zombies handelt, sondern man sich tatsächlich an den Symptomen der echten Tollwut orientierte, die als Krankheit erschreckend genug ist.

Nur dreieinhalb Minuten kurz aber wichtig ist “Anatomie eines Stunts”, denn auch in dieser Hinsicht musste man für “Quarantäne” eigene Wege gehen: In einer Schlüsselszene wird eine tobsüchtige Mieterin in der dritten Etage über die Brüstung geworfen. Sie stürzt, schlägt dabei mit dem Schädel an die Brüstung des zweiten Stocks und prallt schließlich auf den Boden – das geschieht wiederum alles ohne Schnitte und in Realzeit, wirkt erschreckend glaubhaft und musste im Ablauf aufwendig ausgetüftelt werden.

Was es an Hirnschmalz für den Film spart, investiert ein modernes Studio heute lieber in die Werbung. Die ist in diesem Fall nicht nur klassisch, sondern auch viral: Dort, wo sich die Internet-Society via facebook oder myspace ohnehin der Welt offenbart, wird eigens für das Medium angemischter Info-Quark ohne besonderen Informationsgehalt breitgetreten:

www.sonypictures.com/homevideo/quarantine
www.facebook.com/ContainTheTruth
www.myspace.com/ContainTheTruth

Unter http://quarantinethegame.com findet man sogar ein (schlichtes) Online-Game: Auf der Suche nach einem geheimnisvollen “tape” muss man sich mit Pistole und Vorschlaghammer durch ein von tollwütigen Mördern bevölkertes Mietshaus schlagen …

[md]

Titel bei Amazon.de:
Quarantäne

Preisrätsel 2 x 1 DVD:

Um einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Frage beantwortet werden: Wie heißt der Hauptdarsteller?

Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” eintragen. Danke.

Sobald zwanzig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost.

Die beiden Gewinner der DVDs lauten: Karin Specht, und Dagmar Weller. Die beiden Trostpreisgewinner der beiden Gimmiks lauten: Peter Hanz und Rainer Kunhenn. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!

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Preisrätsel: 2 x je 1 DVD: Deception – Tödliche Versuchung

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. Mai 2009

Buchhalter Jonathan prüft gerade die Finanzen einer fremden Firma, als der smarte Anwalt Wyatt seinen Weg kreuzt und den komplett in Arbeit vergrabenen jungen Mann an das Leben außerhalb des Zahlendschungels erinnert. Fasziniert entdeckt Jonathan auf Wyatts Anregung eine schillernde Sexclub-Subkultur reicher Swinger und mittendrin die Frau seiner Träume, die geheimnisvolle S. Leider aber ist die neue Welt für einen wie Jonathan nicht ohne Gefahren. Und eine davon heißt Wyatt.
(VideoMarkt)

Preisrätsel: 2 x je 1 DVD: Deception – Tödliche Versuchung

Gewonnen haben Freddy Bötcher und Harald Schuhmacher, herzlichen Glückwunsch!

Daten, Zahlen, Rechnungen – das ist die Welt von Jonathan McQuarry (Ewan McGregor). Als Buchprüfer arbeitet er jede Woche in einem anderen anonymen Bürogebäude aus Glas und Stahl. Bis ihn in eines Abends der charismatische Anwalt Wyatt Bose (Hugh Jackman) aus seiner Arbeit reisst. Freundlich, witzig und kumpelhaft nimmt er den schüchternen Jonathan mit in seine Welt. Schnell entwickelt sich Freundschaft zwischen den beiden. Als Wyatt und Jonathan aus Versehen ihre Handys vertauschen, beginnt Jonathans Abenteuer. Eine Frauenstimme meldet sich bei Jonathan mit den Worten “Sind Sie heute abend frei?” und von da an wird er in die “Die Liste” hineingezogen, einen exklusiven Sex-Club, in dem nur die reichen und attraktiven New Yorker verkehren. Keine harten Sachen, keine Namen, das sind die Regeln. Als Jonathan nach einiger Zeit seine Traumfrau trifft, beginnt sein Albtraum. Plötzlich ist sie aus dem Hotel verschwunden und nur langsam bemerkt er Wyatts teuflischen Plan…

Darsteller: Hugh Jackman, Ewan McGregor, Michelle Williams
Regisseur(e): Marcel Langenegger
Komponist: Ramin Djawadi
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Ufa/DVD
Erscheinungstermin: 8. Mai 2009
Produktionsjahr: 2008
Spieldauer: 103 Minuten
Titel bei Amazon.de
Deception – Tödliche Versuchung

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BLOODSPORT – THE RED CANVAS ab 08.05.09 im Handel auf DVD + Blu-ray

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. Mai 2009

BLOODSPORT – THE RED CANVAS ab 08.05.09 im Handel auf DVD + Blu-ray

Regie: Kenneth Chamitoff, Adam Booster
Darsteller: John Savage, Ernie Rays Jr., Frank Shamrock u.a.

Straßenfighter Johny Sanchez kämpft sich im Knast durch illegale, erbarmungslose Full Contact-Fights an die Spitze. Die mageren  Preisgelder schickt er an seine Freundin und seinen kleinen Sohn, den er seit fünf Jahren nicht mehr gesehen hat. Dann gibt ihm der Gefängnisdirektor Harbin Rask eine zweite Chance: Johnny kann seine Freiheit erkaufen, wenn er am berüchtigten Red Canvas Fight-Wettbewerb, der vom korrupten Ex-Vietcong-General Insou Krang kontrolliert wird, teilnimmt. Johnny muss in diesem brutalen Turnier Runde für Runde in unbarmherzigen blutigen Fights gegen die besten Kämpfer der Welt antreten und versucht mit allen Mitteln, seine Familie und seine Ehre zu retten.
Kenneth Chamitoff und Adam Booster schufen mit BLOODSPORT-THE RED CANVAS einen Martial Arts-Film, der seinesgleichen sucht. Für die spektakulären, authentischen Kämpfe engagierten die beiden Regisseure 20 echte World Champion Fighters. Die fesselnde Mixtur aus Action und mitreißender Story wurde 2008 mit fünf Awards auf dem Action Film Festival ausgezeichnet.

TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: The Red Canvas
Produktionsland + -jahr: USA, 2008
Genre: Martial Arts, Action
Ton: Deutsch:  DTS + Dolby Digital 5.1/2.0; Englisch: Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch
Bild DVD: 16:9 / 1:1,85
Laufzeit: ca. 97 Min.
FSK: 18
DVD-/BD-Extras: Behind the Scenes Featurette, Deleted Scenes, Original Soundtrack, Red Canvas Trailer, Trailershow
Bestellnummer DVD: 50041
EAN-Code DVD: 4041658500418
Bestellnummer Blu-ray: 59041
EAN-Code Blu-ray: 4041658590419
Label: Savoy Film
Vertrieb: Sunfilm Entertainment

Titel bei Amazon.de
Bloodsport – The Red Canvas
Bloodsport – The Red Canvas [Blu-ray]

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WALLED IN ab 08.05.09 im Handel auf DVD + Blu-ray

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Mai 2009

WALLED IN ab 08.05.09 im Handel auf DVD + Blu-ray

Regie: Gilles Paquet-Brenner
Mit: Mischa Barton, Cameron Bright, Deborah Kara Unger u.a.

Die junge Ingenieurin Sam Walczak soll den Abriss eines großen Wohngebäudes vorbereiten. Von den letzten dort noch wohnenden Mietern erfährt sie, dass der wahnsinnige Architekt des Gebäudes Menschen lebendig in die Mauern einbetoniert hatte, bevor er selbst Opfer seines Betongrabes wurde. Je länger sich Sam in dem Gebäude aufhält, desto häufiger geschehen dort seltsame Dinge. Unheimliche Geräusche dringen aus den Mauern hervor und Sam hat das Gefühl, dass sie beobachtet wird. Als sie ein Labyrinth von Geheimgängen entdeckt, ist sie plötzlich darin gefangen. Nun hat sie nur noch wenige Stunden Zeit, um einen Ausweg aus dem Bauwerk des Grauens zu finden, bevor der Zement sie für immer verschlingt…
Der originelle Plot von WALLED IN basiert auf dem Bestseller-Roman „Les Emmurés“ des französischen Schriftstellers Serge Brussolo. Der packende Score, die Düsterheit des kanadischen Drehortes und der herausragende Cast machen WALLED IN zu einem ungewöhnlich intensiven Horror-Thriller mit hohem Suspense-Faktor. An der Seite von „O. C. California“ –Star Mischa Barton sorgen hier Cameron Bright („X-Men 3“) und Deborah Kara Unger („The Game“) für echtes Gänsehaut-Feeling.

TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Walled In
Produktionsland + -jahr: USA, 2008
Genre: Horror-Thriller
Ton DVD: Deutsch: DTS + Dolby Digital 5.1, Englisch:  Dolby Digital 5.1
Ton Blu-ray: Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1, DTS-HD Master Audio 7.1, Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild DVD: 16:9 / 1:1,85
Bild BLU-RAY: 1080p/24 1:1,85
Laufzeit: ca. 88 Min.
FSK: 16
DVD-/BD-Extras: Making of
Bestellnummer DVD: 22273
EAN-Code DVD: 4041658222730
Bestellnummer Blu-ray: 29273
EAN-Code Blu-ray: 4041658292733

Titel bei Amazon.de
Walled In
Walled In [Blu-ray]

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Tsubasa Reservoir Chronicle, Box 2 (von 3)

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Mai 2009

Kôichi Mashimo
Tsubasa Reservoir Chronicle, Box 2 (von 3)

Tsubasa Kuronikuro, Episoden 9 – 18, Japan, 2005
Vorlage: gleichnamige Manga-Serie „Tsubasa Reservoir Chronicle“ von Clamp, erscheint bei EMA, Köln
Anime Virtual/AV Visionen, Berlin, 29.10.2007
2 DVDs im Disc-Set auf Displays in aufklappbarer Pappbox im offenen Schuber, Anime, Fantasy, Laufzeit: ca. 225 Min. (9 Episoden à 25 Min.), gesehen 2/09 für ca. EUR 50.-
Extras: 36-seitiges vollfarbiges Hardcover-Booklet
Altersfreigabe/FSK: 12
Bildformat: 4:3, PAL; Regionalcode RC 2
Sprachen/Tonformat: Japanisch, Deutsch, Französisch (DD 2.0)
Untertitel: Deutsch, Französisch, Polnisch
Dialogbuch: Hiroyuki Kawasaki, Künstlerische Leitung: Shin Watanabe
Musik: Yuki Kajiura

www.anime-virtual.de
www.clamp-net.com/
http://www3.nhk.or.jp/anime/tsubasa/
www.shonenmagazine.com/works/tsubasa/
www.shonenmagazine.com/tsubasa_tokyo/
http://kc.kodansha.co.jp/tsubaholi/
http://funimation.com/yuko/

Zum fünfzehnten Jahrestag ihres Bestehens beschloss die Künstlergruppe Clamp eine Serie zu gestalten, in der sie möglichst viele ihrer bisherigen Welten und Figuren auftauchen lassen wollten. So entstand die Idee zu der Manga-Serie „Tsubasa Reservoir Chronicle“. Bereits die ersten Teile der Geschichte wurden im Jahr 2005 zur Grundlage einer erfolgreichen 26-teiligen Fernsehserie, die im Jahr 2007 mit einer zweiten Staffel fortgesetzt wurde.

Anime Virtual gibt die erste Staffel der Serie nun in drei edel gestalteten Boxen heraus. Jeweils zwei DVDs mit 8 – 9 Folgen stecken auf einem aufklappbaren Display. Dazu kommt ein vollfarbiges Hardcover-Booklet, in dem man Informationen zu den Ländern und Figuren erhält, die in den entsprechenden Folgen auftreten. Das zweite Set umfasst nun die Folgen 10 – 18.

Im Land Clow entwickelt sich eine verbotene Liebe zwischen der jungen Prinzessin Sakura und Shaolan, dem Adoptiv-Sohn eines Archäologen. Doch dann verändert ein schreckliches Unglück alles. Gerade als das junge Mädchen ihrem Geliebten klar machen will, wie sehr sie für ihn fühlt, beginnt sie, sich zu verwandeln. Die Federn ihrer Flügel zerstieben in alle Himmelsrichtungen und verschwinden. Zurück bleibt nur die in Ohnmacht gefallene Prinzessin. Um ihr zu helfen, lässt sich Shaolan auf einen Handel mit der Hexe Yuki ein. Er opfert das, was ihm am meisten bedeutet, damit Sakura wieder gesund wird – seine Liebe.

Da die verschwundenen Federn einen Teil der Erinnerungen der Prinzessin und damit auch ihre Persönlichkeit bargen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als diese nach und nach wieder zu finden. Doch dazu muss er sich auf eine gefährliche Reise durch die Dimensionen begeben.

Begleitet von dem Magier Fye und dem Krieger Kurogane beginnt Shaolan seine lange Odyssee. Kaum ist das erste Abenteuer überstanden, erweist sich das zweite beinahe als Todesfalle. Denn der Feudalherr, der Sakuras Feder in dieser Welt an sich gebracht hat, kann mit der ihr innewohnenden Magie einen ganzen Landstrich so unter seine Kontrolle bringen und abschirmen, dass niemand von außen zu helfen vermag.

Doch die Helden erklären sich dazu bereit, den schweren Aufstieg zur Festung auf sich zu nehmen und in die mit magischen Fallen ausgestattete Burg einzudringen. Dort lauert ein Gegner, mit dem sie nicht gerechnet haben.

Nach einer kurzen Ruhepause in einer ebenso friedlichen wie geheimnisvollen Dimension, die kleine Wunder für die, die sie sehen wollen, bereit hält, gelangen Sakura, Shaolan, Fye und Kurogane in eine Welt, die an die Erde des 18. Jahrhunderts erinnert.

Dort erzählt man sich die Legende von einer Prinzessin, die eines Tages eine magische Feder fand und damit nur Gutes tun wollte. Allerdings schien genau das Gegenteil einzutreten, denn nicht nur ihre Eltern starben, sondern alle Kinder des nahe gelegenen Dorfes verschwanden. Das ist auch jetzt wieder der Fall, und so stehen die vier Helden vor verschlossenen Türen, als sie die kleine Siedlung erreichen. Da sie Fremde sind, traut man ihnen alles zu.

Nur der Arzt des Dorfes ist offen und freundlich genug, um ihnen beizustehen. Doch kann er ihnen auch helfen, das Rätsel zu lösen?

Sakura und Shaolan sind Figuren, die bereits in „Card Captor Sakura“ die Hauptrollen innehatten. Damals wie heute müssen sie Verlorenes wieder finden, auch wenn es diesmal keine Tarot-Karten sondern Federn sind. Interessanterweise tauchen diesmal auch eigens für den Anime geschaffene Figuren auf, die so noch nicht in Mangas von Clamp erschienen sind. Vermutlich hat man nichts Passendes gefunden, was in die Handlung hätte integriert werden können, oder aber man hat gemerkt, dass es den Zuschauern weniger wichtig ist, alte Figuren wieder zu sehen, als eine gute und spannende Geschichte genießen zu dürfen.

Wenngleich sich der Zeichenstil von Clamp verändert hat, so hat man bei der Fernsehserie doch dafür gesorgt, stilistisch einen Mittelweg zu gehen und eine Brücke von den alten zu den neuen Figuren zu schlagen. Auch haben die heutigen Helden und Schurken nur noch Grundzüge mit den Originalfiguren gemein.

Es kommt den Folgen zu Gute, dass man darauf verzichtet hat, all zu viele Anspielungen und Hinweise einzuarbeiten, so können selbst diejenigen, die kaum etwas von Clamp kennen, der Serie problemlos folgen und werden so vielleicht auch neugierig auf die Geschichten.

Alles ordnet sich der eigentlichen Geschichte unter, die in dieser Box sehr abwechslungsreiche Haken schlägt. Von handfesten Samurai-Ninja-Abentgeuern wechselt man nun zu einer düsteren Schauergeschichte, die manche Überraschungen bietet, die man so nicht erwartet hat. Nicht immer ist das Offensichtliche auch die richtige Antwort.

Mehr als früher schält sich auch heraus, dass die Quest noch einen anderen Zweck verfolgt. Ganz offensichtlich beobachtet jemand außerhalb der Dimensionen die Suche. Auch wenn die Helden davon erfahren, so ist ihnen klar, dass sie keine andere Wahl haben, als ihre Quest fortzusetzen – allein um Sakuras Seelenheil willen.

So entsteht eine angenehmbunte Mischung aus Abenteuer, Romantik, Fantasy und Action, die auch ältere Zuschauer in ihren Bann schlagen kann, da sich im Hintergrund eine komplexere Geschichte entwickelt, als man denkt.

Ebenso wissen die Animation, der Detailreichtum der Bilder und die schön gestalteten Figuren zu gefallen. Die Farben sind harmonisch, das Bild ist klar und der Ton gut verständlich. Die Extras sind durch das liebevoll gestaltete Booklet zufrieden stellend.

Die zweite Box von „Tsubasa Reservoir Chronicle“ bietet die ebenso spannende wie komplexe Fortführung einer gelungenen Fantasy-Serie, die durch ihre ausgewogene Mischung aus Action, Humor und Romantik zu gefallen weiß. (CS)

Titel bei Amazon.de
Tsubasa Chronicle, Vol. 02 (2 DVDs)

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EXIT SPEED ab 08.05.09 im Verleih und im Handel ab 26.06.09

Erstellt von Detlef Hedderich am 9. Mai 2009

EXIT SPEED ab 08.05.09 im Verleih und im Handel ab 26.06.09

Regie: Scott Ziehl
Darsteller: Lea Thompson, Alice Greczyn, Desmond Harrington, Fred Ward u. a.

Merideth Cole, gerade vom Militärdienst desertiert, möchte ein neues Leben beginnen und ist mit einem Reisebus im texanischen Nirgendwo unterwegs. Plötzlich wird das Fahrzeug von einer Rockerhorde drangsaliert. Als durch die panischen Ausweichmanöver des Busfahrers ein Biker zu Tode kommt, wollen dessen Kameraden blutige Rache. Für Merideth und die übrigen Passagiere hat ein schier aussichtsloser Kampf ums Überleben begonnen…
Außergewöhnliche Stunts, hochkarätige Make-up Effekte und ein grandioser Cast: EXIT SPEED lädt ein zu einer aufregend-elektrisierenden Achterbahnfahrt mit den US-Stars Lea Thompson („Law & Order“) und Desmond Harrington („Wrong Turn“).

TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Exit Speed
Produktionsland + -jahr: USA, 2007
Genre: Action
Ton: Deutsch: DTS + Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 16:9 / 1:1,85
Laufzeit: ca. 91 Min.
FSK: 18
Bestellnummer: 3636004
EAN-Code: 4041036360047
Label: Anolis
Vertrieb: Sunfilm Entertainment

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Exit Speed

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