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Archiv für August 4th, 2009

xxxHolic und Tsubasa Reservoir Chronicle (Fanbuch-Edition)

Erstellt von Günther Lietz am 4. August 2009

Tsutomu Mizushima, Hiroshi Morioka, Koichi Mashimo
Chronicle (Fanbuch-Edition)

xxxHolic und Tsubasa Kuronikuru, Kinofilm-Double Feature, Japan, 2006
Nach den gleichnamigen Mangaserien von Clamp, EMA, Köln
Anime Virtual/AV Visionen, Berlin, 23.4.2007
2 DVDs, Disc-Set in Amaray-Case mit xxxholic Fanbook in Box, Anime, Fantasy, Mystery, Action, Lauflänge: ca. 60 + 35 Min., gesehen 11/2008 für ca. EUR 40.00
Altersfreigabe/FSK: 12
Bildformat: 16:9, PAL; Regionalcode RC 2
Tonformat: Jap. DD 2.0, Dt. DD 2.0, Fr. DD 2.0
Untertitel: Deutsch, Französisch, Polnisch, Holländisch, Schwedisch
Extras:116-seitiges, vollfarbiges Fanbook (Softcover)
www.anime-virtual.de
www.clamp-net.com/

Zu den im Ausland bekannten und beliebten Mangaka gehören die Zeichnerinnen der Gruppe Clamp. Inzwischen sind auch in Deutschland sehr viele ihrer Serien erschienen, auch die gerade aktuell in Japan laufenden Reihen „Tsubasa Reservoir Chronicle“ und „xxxholic“. Die Mangas erscheinen hier bei Egmont Manga & Anime.

Obwohl beide noch nicht abgeschlossen sind, wurden sie bereits in Anime-Serien für das japanische Fernsehen umgesetzt, ja, es gelangte sogar ein Double Feature mit zwei aufwendig produzierten Episoden ins Kino. Diese liegen nun auch in Deutschland auf DVD vor. Nach der „Limited Edition“ mit einer Bonus-DVD ist nun die „Fanbuch“-Edition erschienen, die neben den beiden Film-DVDs ein sehr dickes und vollfarbiges Booklet enthält.

„xxxholic“ erzählt den Auftakt der Geschichte um Kimihiro Watanuki und die Hexe der Zeit. Der Oberstufenschüler sucht die Hilfe der geheimnisvollen Wahrsagerin und Esoterikerin Yuuki, weil er nicht mehr ein noch aus weiß. Er kann die Geister um sich herum nicht nur sehen, sie reagieren leider auch auf ihn, und das ist sehr oft ungenehm. Und in der letzten Zeit hat sich dieser Zustand noch verschlimmert.

Die geheimnisvolle Frau erfüllt ihm den Wunsch, sie nicht mehr sehen und ertragen zu müssen, fordert aber auch eine Gegenleistung. Von nun an muss Watanuki den Haushalt für sie führen, kochen, putzen, waschen und bedienen, bis seine Schuld bei ihr abgearbeitet ist. Hin und wieder ist er auch ihr Botenjunge oder muss sie begleiten, so wie bei einer Auktion in einer geheimnisvollen alten Villa. Der junge Mann spürt sehr schnell, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und sie alle in große Gefahr geraten.

Um seine Geliebte Sakura zu retten, die ohne ihre Erinnerungen über kurz oder lang sterben wird, lässt sich der junge Shaolan auf einen Handel mit Yuuki ein. Sie gibt ihm die Möglichkeit, durch die Welten zu reisen und die Federn wieder zu finden, in die sich die Erinnerungen der Prinzessin verwandelt haben. Auch Gefährten, die ihn unterstützen, gesellen sich an seine Seite. Aber der Preis, den er dafür zahlen muss, wird sehr hoch sein – Sakura wird alles, was ihn betrifft, vergessen. Und auch die Jagd nach den Federn gestaltet sich nicht immer einfach, denn diejenigen, die sie gefunden haben, wissen um ihre Macht und geben sie nicht einfach her…

Während der „Tsubasa Chronicle“-Film quasi nur eine Einführung ist, was bei einer Lauflänge von ca. 35 Min. nicht sehr wundert, bekommt man bei dem doppelt so langen zu „xxxholic“ doch einiges mehr geboten. Man erfährt nicht nur, wie Watanuki zu Yuuki kam und welche Bedeutung sein Schulkamerad Domeki für ihn hat, sondern bekommt auch ein grusliges Abenteuer in der alten Villa geliefert.

Das mag daran liegen, dass zu diesem Zeitpunkt bereits die erste Staffel der „Tsubasa Reservoir Chronicle“-Fernsehserie gelaufen war, die von „xxxholic“ aber gerade erst in den Startlöchern stand. Die enge Verbindung zwischen den Serien wird durch kleine Cameo-Auftritte der jeweils anderen Figuren deutlich, und wenn man sich bisher noch nicht dazu überwinden konnte, sich die Boxen der Fernsehserien zuzulegen, kann man durch die Filme einen ersten Eindruck gewinnen und heraus finden, ob Thema und Stil der Serie etwas für einen sind. Denn während „Tsubasa Reservoir Chronicle“ sich eher dem actionreichen Abenteuer mit einer guten Mischung aus Drama und Humor zuwendet, ist „xxxholic“ düstere Dark Fantasy voller böser Anspielungen und mit vielen Geheimnissen, aber wenigen Kämpfen.

Auf jeden Fall bleiben beide Filme dem Motto der Gruppe Clamp treu: Nichts ist so, wie es scheint, es ist weder einfach noch durchschaubar. Oft helfen den Protagonisten nur der gesunde Menschenverstand und ein gerütteltes Maß an Misstrauen, um zu überleben.

Die Qualität der Filme ist naturgemäß höher, da sie für die Leinwand und nicht nur den kleinen Fernsehbildschirm gefertigt wurden – aber man hat den Stil der Serien bewahrt. Während die Figuren von „Tsubasa Chronicle“ rund, weich und ein wenig niedlich sind, dominieren in „xxxholic“ kantige und sehr lang gestreckte Körper, aber auch detailreich, verschnörkelte Details im Hintergrund.

Ein besonderes Schmankerl ist natürlich das Fanbook, das all die Informationen enthält, die man in den Boxen von „xxxholic“ so schmerzlich vermisst. Die Hauptpersonen werden ausführlich vorgestellt, ebenso wie die wichtigsten Handlungsorte. Man erfährt etwas mehr über die Bedeutung, die Marotten und die Macht von Yuuki in beiden Serien, denn die Hexe der Zeit ist eine nicht unbedingt sehr einfache Persönlichkeit.

Das macht die „xxxHolic und Tsubasa Reservoir Chronicle (Fanbuch-Edition)“ durchaus zu einer überlegenswerten Erwerbung, sowohl für die Fans, die sich bereits die Fernsehserien zugelegt haben, als auch diejenigen, die sich erst einmal einen Überblick verschaffen wollen. Beide werden mit spannenden Filmen, interessanten Informationen und einer liebevoll aufgemachten Box belohnt (CS)

Bei Amazon.de
XXXHolic / Tsubasa Chronicle (Fanbuch Edition)

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Inspector Barnaby Vol. 4

Erstellt von Günther Lietz am 4. August 2009

Inspector Barnaby Vol. 4

Land und Jahr: GB 2002
Produzent: Brian True-May
Schauspieler: John Nettles, Jane Wymark; Daniel Casey
Musik: Jim Parker
Länge: ca. 396 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Studio: BBC, A&E Television Networks
Vertrieb: edel records
Tonformate: Englisch Dolby Digital 2.0, Deutsch Dolby Digital 2.0
Untertitel: keine
Bildformat: Fullscreen 4:3
Folgen: 01. Die Hexe von Setwale Wood, 02. Glockenschlag zum Mord, 03. Mord am St. Malley’s Day, 04. Trau, Schau, Wem!
Bonusmaterial: Keins

Aus dem Hause edel records kommt nun bereits die vierte DVD-Box der bekannten und beliebten Kriminalserie „Inspector Barnaby“, die in Deutschland erfolgreich auf dem ZDF läuft. Erneut muss der smarte Inspector Tom Barnaby (John Nettles) vier komplizierte Fälle lösen, die es in sich haben …

Den Anfang macht „Die Hexe von Setwale Wood“. Inmitten des mythischen Setwale Wood wird die Leiche von Simon Bartletts Frau Susan entdeckt. Kurz darauf stirbt auch der Erzfeind Bartletts. Motiv und Täter scheinen auf der Hand zu liegen, doch das Karussell der Verdächtigen dreht sich fleißig im Kreis und schlussendlich kommt es mal wieder anders, als man denkt …

Die Box wird mit einer sehr starken Episode eröffnet, die im Original „A Worm in the Bud“ heißt und zur fünften Staffel der Serie gehört. Die Zusammenstellung der Boxen ist leicht verändert, so dass „Inspector Barnaby Vol. 4“ vier aufeinanderfolgende Episoden aus Staffel fünf und sechs der Serie enthält.

Das Drehbuch zu „Die Hexe von Setwale Wood“ stammt von Michael Russell, Regie führte David Tucker. Beide haben gute Arbeit geleistet, denn die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und inszeniert. Vor allem die Einbindung der Kinder als unglaubwürdige Zeugen ist passend und sorgt auch für einige erheiternde Augenblicke. Ein sehr charmanter Fall – trotz des mörderischen Themas.

In „Glockenschlag zum Mord“ (im Original „Ring out your Dead“) geht es dann mit einem starken Kontrast weiter. Eher düster und sehr blutig müssen Barnaby und Assistent Gavin Troy (Daniel Casey) den Mord an einem Glöckner aufklären. Einen Mord? Nein, denn der Glöckner gehört zu einer ganzen Glöckner-Mannschaft, die an einem Glöckner-Wettbewerb teilnehmen möchte. Und irgend jemand hat es auf die ganzen Glöckner abgesehen …

Autor Christopher Russell hat hier glänzende Arbeit geleistet und sehr skurrile Ideen und Charaktere verwirklicht. Unter der Regie Sarah Hellings’ entsteht somit ein sehr unterhaltsamer und spannender Fall, der mit einer überraschenden Lösung aufwartet. Auch hier – wie in „Die Hexe von Setwale Wood“ – hat auch Barnabys Frau Joyce einen Auftritt und steht ihrem Mann in einigen Szenen zur Seite.

Besonders herausstechend sind diesmal allerdings die Verdächtigen, die selbst Hauptdarsteller John Nettles den Rang ablaufen und mit großer Spielfreude agieren. Es ist einfach herrlich den Leuten zuzusehen und dem Inspector zu folgen, während er dem Täter langsam immer näher kommt.

Im Gegensatz zum blutigen und direkten Tod unter den Glöcknern, wird es in „Mord am St. Malley’s Day“ (Murder on St. Malley’s Day ) eher geheimnisvoll. Hier spielen Traditionen und Verschwörungen an einem renommierten Elite-Internat eine gewichtige Rolle. Und so befremdlich der im Zentrum stehende Pudding Club auch wirkt, so ist Mord noch immer ein ernstes Thema und wird von Regisseur Peter Smith spannend in Szene gesetzt.

Immerhin dreht es sich darum, dass der Musterschüler Daniel Talbot bei einem traditionellen Wettlauf mit einer schweren Verletzung zurückkehrt und dieser erliegt. Wie in der Serie üblich folgt kurz darauf natürlich der nächste Mord. Die Ermittlung wird jedoch durch eine Mauer des Schweigens zusätzlich erschwert. Leider hat Drehbuchautor Andrew Payne das Ende sehr offensichtlich gestaltet, so bleibt ein wirklich überraschendes Ende leider aus.

Mit der Episode „Trau, schau, wem!“ („Death and Dreams“ – der deutsche Titel verrät eigentlich schon mehr als er sollte) schließt die DVD-Box ab. Was zuerst wie ein Selbstmord aussieht, führt in die psychiatrischen Klinik Mercy Park, die von Dr. Jane Moore geleitet wird – einer alten Bekannten von Barnaby. So irre wie die Patienten, so irre ist schlussendlich auch der Fall.

Peter J. Hammond zeigt sich für das Drehbuch verantwortlich und präsentiert eine sehr schwache Geschichte, die von Regisseur Peter Smith auch schwach umgesetzt wurde. Sichtlich um Originalität bemüht wurden markante Figuren entworfen, die sich in ihrer Skurrilität jedoch gegenseitig ausstechen und die Schau stehlen. Den misslungenen Höhepunkt bildet allerdings die Lösung des Falls und die recht untalentiert wirkenden Jungdarsteller. Ein dummes Kichern macht noch keinen Schurken aus – vor allem wenn der am Ende so dumm alles ausplaudert.

Sämtliche Episoden spielen – wie immer – in der von der Autorin Caroline Graham entworfenen Grafschaft Midsomer. Dabei hat die Serie schon lange die Vorlage Grahams verlassen und folgt – durchaus gelungen – eigenen Wegen. Das ländliche Ambiente und die dörflichen, menschlichen Charaktere wirken durchaus ruhig und beschaulich, doch die Leute haben es faustdick hinter den Ohren. „Inspector Barnaby“ zeigt humorvoll und eindringlich, dass gute Kriminalunterhaltung keineswegs die Stadt oder Hochfinanz braucht. Im Gegenteil, stille Wasser sind tief und lassen gerne mal das ein oder anderen Opfer darin ertrinken.

Die Leistungen der Hauptdarsteller John Nettles und Daniel Casey sind hervorragend. Dabei steht das Ermittlerteam nur selten im Fokus. Im Gegenteil, den meisten Raum nehmen jeweils die Nebendarsteller mit ihren Geschichten ein. Das sorgt für eine emotionale Bindung an die Handlung und die Personen. Dem Einen gönnt man es, mit dem Anderen hat man Mitleid. Das macht einfach großen Spaß. Ganz davon abgesehen, dass die Suche nach dem jeweiligen Täter sehr spannend umgesetzt wird. Hier darf der Zuschauer bequem miträtseln, vor allem, da oft die Spuren und Hinweise im Bild zu sehen sind. Wie Barnaby auch, kann der Zuschauer ebenfalls beobachten und kombinieren. Ebenfalls eine feine Sache.

Schlussendlich bietet die DVD-Box drei sehr gute Folgen und eine Niete, was durchaus zu verschmerzen ist. Das Bild selbst ist gut und entspricht gewohntem TV-Standard. Bei den Sprachen kann der Zuschauer zwischen Deutsch und Englisch wählen. Leider gibt es kein Bonusmaterial. Schade, hier hätte man sich als Fan über das ein oder andere Schmankerl gefreut. Die Möglichkeit sich einen Untertitel einblenden zu lassen fehlt ebenfalls.

„Inspector Barnaby Vol. 4“ ist eine sehr gute Box, die angenehme und spannende Unterhaltung bietet – eine appetitliche Krimivollwertkost!

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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Inspector Barnaby, Vol. 04 (4 DVDs)

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