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Archiv für Dezember, 2009

Masada

Erstellt von Günther Lietz am 11. Dezember 2009

masadaMasada

Originaltitel: Masada
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1981
Länge: 360 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: Boris Sagal
Drehbuch: Joel Oliansky
Produktion: George Eckstein
Musik: Jerry Goldsmith, Morton Stevens
Kamera: Paul Lohmann
Schnitt: Edwin F. England, Peter Kirby

Besetzung: Peter O’Toole, Peter Strauss, Barbara Carrera, Nigel Davenport, Alan Feinstein, Giulia Pagano, Anthony Quayle, Denis Quilley, Paul L. Smith, Anthony Valentine, Timothy West, David Warner, George Peter Innes, David Opatoshu, Richard Pierson, Jack Watson, Joseph Wiseman

Anfang der 80er Jahre machte sich Regisseur Boris Sagal daran, einen bekannten Mythos zu verfilmen. Ihm stand ein Budget von zwanzig Millionen Dollar und die Unterstützung der israelischen Armee zur Verfügung. Heute ist der Mythos um Masada entzaubert und Israel würde keine Soldaten mehr zur Unterstützung der Dreharbeiten entsenden. Dabei sind es gerade die Soldaten, die diese Mini-Serie eröffnen. Es sind junge Rekruten, die auf der Festung Masada ihren Eid ablegen und sich an die damaligen Ereignisse zurückerinnern. Die Nutzung Masadas – als patriotischer Schauplatz für den Fahneneid – ist aber seit Anfang der 90er Jahre ebenfalls nur noch Geschichte.

Die von ABC produzierte Serie wirkt im ersten Augenblick wie ein sorgfältig recherchierter Historienfilm. Doch tatsächlich ist vieleFiktion oder wurde im Nachhinein als falsche Überlieferung enttarnt. Ein historisch korrektes Epos ist „Masada“ auf keinen Fall.

Basierend auf dem Roman „The Antagonists“, von Ernest K. Gann, findet die Geschichte in acht Episoden statt. Sie beginnt damit, dass sich jüdische Rebellen auf dem Felsplateau Masada verschanzen, eine scheinbar uneinnehmbare Festung. Der Anführer der Rebellen, Eleasar ben Ja’ir (Peter Strauss), fühlt sich von Flavius Silva (Peter O’Toole) hintergangen. Dieser versprach dem Juden in Rom ein Wort beim Kaiser Vespasian (Timothy West) einzulegen. Doch Silva kehrt als Legat und Eroberer zurück. Die Politik zwingt Cäsar hart durchzugreifen.

Silvas Aufgabe ist es nun, die Festung Masada zu erobern und die Überlegenheit Roms zu demonstrieren. Da kommt der Römer Rubrius Gallus (Anthony Quayle) auf die Idee, eine Rampe zu errichten und auf ihr mit einem Belagerungsturm zur Festungsmauer hinaufzufahren. Der Plan wird in die Tat umgesetzt, doch Eleasar und seine Leute bekämpfen die Römer mit allen Mitteln. Also setzt Silva jüdische Sklaven ein. Wie erhofft haben die Juden Skrupel ihre Landsleute anzugreifen und sehen beinahe tatenlos dem Bau der Rampe zu. Als die Römer schließlich mit ihrem Turm die Mauer zum Einsturz bringen, entschließen sich die Rebellen zu einer schrecklichen Tat …

Obwohl die Verfilmung des Masada-Mythos voll historischer Fehler steckt, handelt es sich bei „Masada“ um eine sehr schön verfilmte Serie in historischem Gewand. Boris Sagal drehte an historischen Orten, setzte tausende von Statisten für die Dreharbeiten ein, trotzte Sandstürmen und extremer Hitze. Er ließ die Festung nahe des Originals nachbauen, ebenso Rampe und Turm. Auch die Lager der Römer wurden errichtet, um das Lagerleben und die Belagerung so getreu wie möglich zu inszenieren. Alleine diese Materialschlacht und Detailverliebtheit verdient Bewunderung. Material und Details spiegeln sich nun auch in vielen Einstellungen und Kamerafahrten wieder. Es ist imposant wie die Historie plötzlich zum Leben erwacht und sich derart lebendig präsentiert.

Ebenso überzeugend wie Land und Requisite, ist auch die Riege der Darsteller. Allen voran Peter O’Toole in der Rolle des Flavius Silva und Peter Strauss als Eleasar ben Ja’ir. Und hier zeigt sich ein kleines Übel der exzellenten Besetzung. O’Toole und Strauss dominieren die Serie, ziehen den Fokus stets auf sich. Sie sind sozusagen die leuchtende Sonne, um die alle anderen Planeten kreisen. Natürlich, denn im Grunde dreht sich auch alles um den Konflikt zwischen Judäa und Rom, zwischen Silva und Eleasar. Doch dabei nehmen diese beiden Männern allen anderen Darstellern beinahe den Raum zum Atmen. Ihr Spiel ist einfach brillant, ausgefeilt und authentisch. Sie spielen nicht, sie sind!

Diese erstklassige Leistung ist kaum zu übertreffen. Und so versinkt das ebenfalls sehr gute Spiel von Schauspielern wie Timothy West, Anthony Quayle und Barbara Carrera beinahe in Bedeutungslosigkeit. Doch gerade Barbara Carrera ist zu erwähnen, sind die weiblichen Rollen in der Serie doch streng limitiert. Um so wichtiger ihre Rolle als Sheva, die Geliebte von Silva. Ihr emotionales Spiel im Dialog mit Peter O’Toole gehört zu den Glanzlichtern der Serie, ebenso wie O’Tooles Dialoge mit Strauss. Hier werden schauspielerische Bestleistungen gezeigt. Kein Wunder, dass „Masada“ einst etliche Preise und Nominierungen erhielt.

Nach all den Jahren erscheint nun die TV-Fassung von „Masada“ auf DVD im Digi-Pack und beiliegendem Booklet. Das Booklet ist schön gestaltet und bebildert, der Text scheint aber einfach – ohne Quellenangabe – bei Wikipedia herauskopiert worden zu sein.

Die DVDs sehen schön aus. Auf beiden Datenträgern sind jeweils vier Episoden enthalten. Bonusmaterial ist leider keines vorhanden. Die TV-Fassung kommt übrigens in der Originalsynchronisation daher. 1981 gab es nämlich eine auf knapp über einhundertzwanzig Minuten zusammengeschnittene Kinofassung von „Masada“, mit anderen Synchronsprechern. In der Box findet sich aber die deutsche TV-Synchronisation.

Technisch ist „Masada“ leider unterdurchschnittlich zu nennen. Das Bild liegt im TV-Format 4:3 vor, weist Rauschen und manchmal auch schwammige Szenen auf. Der im Filmt enthaltene billige Trick mit der brennenden Festungsmauer kommt hier besonders schäbig zur Geltung, da moderne Geräte jedes Detail entlarven. Ein Remaster von „Masada“ hätte den DVDs gutgetan. Da hat die Produktion leider geschludert.

Das gilt auch für den Ton. Zugegeben, 1981 wurden TV-Serien üblicherweise in Mono abgedreht, doch gibt es heutzutage Möglichkeiten Dolby Digital 1.0 ein wenig zu verbessern. So bekommt der Zuschauer tatsächlich das Original zu Gesicht, mit all den sichtbaren und hörbaren Spuren vergangener Jahre. Das ist bedauerlich.

Der Ton liegt in zwei Spuren vor. Einmal die etwas bessere deutsche Tonspur und die geräuschintensivere englische Tonspur. Da die Synchronisation sehr gelungen ist, bleibt es schlussendlich Geschmackssache, was  zu bevorzugen ist. Leider gibt es keinen Untertitel.

„Masada“ ist eine spannende Serie, die eindrucksvoll das Leben der Legionäre und Juden der damaligen Zeit zeigt darstellt. Natürlich stellenweise mit Abstrichen, aber dennoch eindrucksvoll. Leider bietet die DVD nur wenig der Möglichkeiten, die dieses Medium eigentlich besitzt. So kommen Bild und Ton schlecht daher. Trotzdem ist die Box eine Empfehlung, vor allem durch das großartige Schauspiel von O’Toole und Strauss.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

“Masada” bei Libri.de

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL 3 x 1 DVD (KOSTENLOS!): Johanna Fellner Edition 2009: Das ultimative Yoga-Workout 2009.

Erstellt von Detlef Hedderich am 9. Dezember 2009

workoutsStart der neuen Johanna Fellner Edition 2009 mit fünf neuen Workouts.

Zum Inhalt:

„Der ultimative Fat-Killer“, „Das ultimative Core-Workout“, „Das ultimative Rücken-Workout“, „Das ultimative Yoga-Workout“ oder „Das ultimative Bauch, Beine, Po-Workout“ haben für jeden die richtige Lösung parat. Johanna Fellner ist ein echter Fitness-Profi. Die sympathische Münchnerin arbeitet unter anderem als Ausbilderin und Global Presenterin z.B. für Reebok. Daneben unterrichtet sie Group Fitness Kurse in verschiedenen Münchner Fitness-Studios und ist als Personal Trainerin tätig. Zudem ist sie auch als Sportmodel und Tänzerin international erfolgreich. Auch ein Buch mit dem Titel „Der Bauch muss weg“ hat die „Fitness-Queen“ schon veröffentlicht. Und vielen Menschen dürfte sie ebenfalls aus dem Fernsehen bekannt sein: Für das im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlte „Tele-Gym“ steht sie als engagierte Trainerin vor der Kamera, was ihr zudem einen weiteren netten TV-Auftritt beschert hat: Stefan Raab lud sie bereits in seine Sendung „TV Total“ ein, wo sie ihren Ruf als wohl bestgelaunteste und sympathischste Sportskanone Deutschlands eindrucksvoll untermauerte.

In ihrer fünfteiligen Edition weiß Johanna Fellner garantiert für jede Problemzone des menschlichen Körpers die ultimative Verbesserungsmöglichkeit: Sei es, um ein paar Pfunde purzeln zu lassen, mit klassischen Ausdauerübungen oder mit der ganzheitlichen Methode des so genannten „Core-Workouts“, die den ganzen Körper, von Kopf bis Fuß, kräftigt und ebenfalls mit diesen Übungen die Gelenke und die Wirbelsäule stärkt und neue Muskeln aufbaut. Auch wenn ihr Rücken schmerzt ist Johanna Fellner zur Stelle. Darüber hinaus hat sie für die klassischen Problemzonen Bauch, Beine und Po ein effektives Programm  nach Muskelgruppen aufgebaut. Wer es ein wenig relaxter, aber dennoch sportlich angehen lassen möchte, vertreibt mit Yoga den Stress aus Seele und Körper.

Johanna Fellner Edition – Das ultimative Core-Workout 2009
VÖ: 08. Oktober 2009
Bild: 16:9, 1:1,78
Ton: Deutsch DD 2.0
Laufzeit: ca.73 Min.
Bonus: Kurz-Training Fat-Killer ca. 12 Min / Johanna Fellner Exklusiv ca. 10 Min. / Trailer
Bestellnummer: K1071
Barcode: 4260181980713
Titel bei Amazon

Johanna Fellner Edition – Der ultimative Fat-Killer 2009
VÖ: 08. Oktober 2009
Bild: 16:9, 1:1,78
Ton: Deutsch DD 2.0
Laufzeit: ca.77 Min.
Bonus: Kurz-Training Bauch Beine Po ca. 12 Min / Johanna Fellner Exklusiv ca. 10 Min. /
Trailer
Bestellnummer: K1074
Barcode: 4260181980744
Titel bei Amazon

Johanna Fellner Edition – Das ultimative Rücken-Workout 2009
VÖ: 05. November 2009
Bild: 16:9, 1:1,78
Ton: Deutsch DD 2.0
Laufzeit: ca.71 Min.
Bonus: Kurz-Training Core ca. 11 Min / Johanna Fellner Exklusiv ca. 10 Min. / Trailer
Bestellnummer: K1072
Barcode: 4260181980720

Titel bei Amazon

Johanna Fellner Edition – Das ultimative Bauch Beine Po Workout 2009
VÖ: 26. November 2009
Bild: 16:9, 1:1,78
Ton: Deutsch DD 2.0
Laufzeit: ca.75 Min.
Bonus: Kurz-Training Fat-Killer ca. 12 Min / Johanna Fellner Exklusiv ca. 10 Min. / Trailer
Bestellnummer: K1073
Barcode: 4260181980737
Titel bei Amazon

Johanna Fellner Edition – Das ultimative Yoga-Workout 2009
VÖ: 05. November 2009
Bild: 16:9, 1:1,78
Ton: Deutsch DD 2.0
Laufzeit: ca.77 Min.
Bonus: Kurz-Training Core ca. 11 Min / Johanna Fellner Exklusiv ca. 10 Min. / Trailer
Bestellnummer: K1070
Barcode: 4260181980706
Titel bei Amazon

PREISRÄTSEL/GEWINNSPIEL 3 x 1 DVD (KOSTENLOS!): Johanna Fellner Edition 2009: Das ultimative Yoga-Workout 2009.

Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wie heißen die einzelnen Teile der fünfteiligen Edition von Johanna Fellner? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” eintragen. Danke. Sobald zwanzig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Die Gewinner lauten: Enrico Carpenter, Pedro Schietzel, Lukas Hübner. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL 2 x 1 DVD-Box (kostenlos): 1. Staffel der Serie DIE FORSYTE SAGA mit Damian Lewis, Gina McKee und Ioan Gruffudd in den Hauptrollen.

Erstellt von Detlef Hedderich am 9. Dezember 2009

die-forsyte-sagaDie komplette 1. Staffel DIE FORSYTE SAGA erschien am 30. Oktober bei polyband. Im Stile der großen Jane Austen Verfilmungen oder Familien-Dramen wie “Fackeln in Sturm” wird auch DIE FORSYTE SAGA alle begeistern.

Zum Inhalt: Die großbürgerliche Kaufmannsfamilie Forsyte gehört zu den einflussreichsten Familien der Londoner Gesellschaft. Soames Forsyte, der Protagonist der Saga, heiratet Irene, die seine Liebe nicht erwidert und eine Affäre mit dem Architekten Phillip Bosinney beginnt. Aus Rache und Eifersucht treibt Soames Bosinney in den Bankrott und vergreift sich an seiner Frau. Daraufhin verlässt Irene Soames, doch wird sie ihr Happy End finden?

DIE FORSYTE SAGA erzählt von drei Generationen einer mächtigen Familie, die in unglückliche Beziehungsgeflechte voller Spannungen und Eifersüchteleien verstrickt sind, basierend auf dem Weltbestseller von Nobelpreisträger John Galsworthy.

Mit aufwändiger Produktion, schönen Schauplätzen und einer erstklassigen Besetzung bietet dieses kraftvolle Kostümdrama fesselnde Unterhaltung. In den Hauptrollen sind Damian Lewis (Warriors, Band of Brothers, Life), Gina McKee (Notting Hill, Abbitte) und Ioan Gruffudd (Hornblower, Black Hawk Down) sowie Rupert Graves, Corin Redgrave und Gillian Kearney zu sehen.

DIE FORSYTE SAGA auf DVD
Regie Christopher Menaul, David Moore
Darsteller Damian Lewis (Warriors, Band of Brothers, Life),
Gina McKee (Notting Hill, Abbitte) und Ioan
Gruffudd (Hornblower, Black Hawk Down) sowie
Rupert Graves, Corin Redgrave und Gillian Kearney
u. a.
Filmlänge ca. 450 Minuten (6 x 45 Min.)
Extras Booklet zur Serie
Bildformat 1.78:1 (16:9)
Tonformat Dolby Digital 2.0
Sprachen Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch)
VÖ 30.10.2009
OT/Produktionsj. The Forsyte Saga – UK 2001 – 2003
FSK ab 12 Jahren
Set 3 x DVD 9
EAN/Best.-Nr. 4006448 75630 7

Titel bei Amazon.de

Preisrätsel/Gewinnspiel 2 x 1 DVD-Box: 1. Staffel der Serie DIE FORSYTE SAGA
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Welchen Beruf hat Phillip Bosinney? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” eintragen. Danke. Sobald zwanzig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Die Gewinner lauten: Beate Pohl, Daria Kaiser. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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GELD.MACHT.LIEBE – Volume 1 – Wie alles begann

Erstellt von Günther Lietz am 8. Dezember 2009

Bei Libri.deGELD.MACHT.LIEBE
Volume 1 – Wie alles begann
Pilotfolge & Folge 1-5

Autoren: Jörg Brückner, Heike Brückner von Grumbkow
Regisseure: Christine Kabisch, Helmut Metzger
Musik: Hans Günter Wagener
Produzenten: Thomas Hroch, Gerald Podgornig
Produktionsjahre: 2008/2009
Produktionsunternehmen: Tivoli Film Produktion GmbH, Lisa Film GmbH
Verlag: edel motion

Darsteller: Anna Bertheau, Jytte-Merle Böhrnsen, Michael Brandner, Gunther Gillian, Jana Klinge, Roland Koch, Peter Kremer, Nana Krüger, Kai Lentrodt, Gerlinde Locker, Angela Roy, Susanne Schäfer, Anke Sevenich, Johannes Zirner

Die Serie „GELD.MACHT.LIEBE“ lief mit niedrigen Einschaltquoten bis 2009 im öffentlich rechtlichen Fernsehen und wurde von der Filmfirma Tivoli Film/Lisa Film für ARD und ORF produziert. Bei edel motion wurde die zur Serie passende DVD-Box auf den Markt gebracht: „GELD.MACHT.LIEBE: Volume 1 – Wie alles begann“. Das die Serie im TV kein Erfolg war, wird sicherlich ein Rätsel bleiben. Vielleicht lag es an den falschen Erwartungen.

Bereits im Vorfeld stellten die Produzenten eine Verknüpfung zu „Dallas“ her und beschworen den Geist dieser us-amerikanischen Kultserie, die als Pate für „GELD.MACHT.LIEBE“ herhalten sollte. Beide Serien handeln von einer Familiendynastie und sicherlich ist die deutsche Serie mit Motiven aus „Dallas“ konzipiert worden, kommt aber viel ländlicher und familiärer daher, als das große Vorbild aus den USA.

In „GELD.MACHT.LIEBE“ dreht sich alles um das Finanzunternehmen Rheinberg und dessen Angehörige. Die von Rheinbergs leben  luxuriös, beherrschen mit ihrer Bank die Frankfurter Finanzwelt, fördern die Kunst und frönen dem Reitsport. Sämtliche Familienmitglieder sind erfolgreich und die gealterte Liselotte (Gerlinde Locker) von Rheinberg achtet penibel auf Sitte, Anstand und Stand. Nach dem Tod ihres Mannes übernahm Sohn Markus (Roland Koch) die Firma und führt mit seiner Frau Sophia (Susanne Schäfer) eine vorbildliche Ehe, die wohlerzogene Kinder hervorbrachte: Frank (Johannes Zirner), Elena (Jana Klinge) und Marietta (Jytte-Merle Böhrnsen). Frank wird eines Tages die Firma übernehmen, Elena und ihr Mann Martine La Rocca (Gunther Gillian) – ein erfolgreicher Polospieler – kümmern sich um das Gestüt und Marietta hat eine gute Partie in Aussicht.

In den ersten Minuten des Pilotfilms wird eine bezaubernde Familienidylle aufgebaut, die jeglicher kritischen Betrachtung standhält. Geschickt wird ein herrliches Bauwerk errichtet, dass es später gezielt zu demontieren gilt. Erst Stück für Stück, dann Wand für Wand – bis nur noch die Grundmauern übrig sind. Das geschieht aber schleichend.

Zuerst einmal entpuppt sich die junge und talentierte neue Mitarbeiterin Ariane Seiler (Anna Bertheau) als Nichte von Markus. Auf der Suche nach ihren Wurzeln hat sie die von Rheinbergs gefunden und sich erst einmal heimlich einen Blick auf ihre Familie verschafft. Zu spät erkennt Ariane, warum ihre sich Mutter – Mona (Angela Roy) – von der Familie abwandte. Die von Rheinbergs hegen noch immer Groll und wäre es einst nach ihnen gegangen, hätte Ariane nie das Licht der Welt erblickt. Zu allem Übel stirbt auch noch Friedrich Blessmann (Ernst Jacobi), ein enger Vertrauter der Familie. Sein Sohn Alexander (Peter Kremer) sieht in den von Rheinbergs die Schuldigen und nutzt seinen Posten als städtischer Beamter, um ihnen zukünftig übel zuzusetzen.

Diese zwei ersten Nadelstiche in das makellose Äußere lassen schnell die Luft aus dem künstlich aufgeblasenen Familienclan. Der schöne Schein bricht nun stellenweise zusammen, was spannend inszeniert wurde und sehr plastisch geschieht. Arianes Initiative ruft natürlich auch ihre Mutter Mona auf den Plan, was wiederum zu Verwicklungen führt. Alter Hass, Vorurteile und Ängste brechen hervor. Zudem beginnt sich das Liebeskarussell schnell zu drehen. Tote Huren, Bestechung, Affären und Unfälle sind weitere Elemente, die am schönen Schein kratzen und mit jeder weiteren Episode die von Rheinbergs deklassieren. Das ist Unterhaltung pur!

Dabei bleibt die Serie stets sehr ländlich und in einem familiären Rahmen. Die wirtschaftlichen Verwicklungen der Beteiligten werden zurückhaltend behandelt und nur punktiert eingesetzt. Dadurch mangelt es „GELD.MACHT.LIEBE“ leider ein wenig am Nervenkitzel der Hochfinanz, doch der Schwerpunkt liegt eindeutig gewollt auf den Figuren und ihren Beziehungen untereinander. Durch ständig wechselnde Verhaltensweisen, aber stets den persönlichen Motiven treu, ergibt sich ein dynamisches Gesamtbild, das mit ständigen Überraschungen und Offenbarungen aufwartet.

Einige dieser Überraschungen wirken jedoch etwas aufgesetzt, gar deplatziert. Dazu zählt der Handlungsstrang von Grace Chang, Staatsanwältin und Freundin von Frank von Rheinberg. Scheinbar war die geheime Beziehung zwischen der Staatsanwältin und dem Finanzier ungenügend und mit dem mysteriösen Tod von Changs Vater sollte eine persönliche dramatische Komponente eingebracht werden. Doch genau diese Komponente wirkt künstlich, beinahe wie ein Fremdkörper. Hier zeigt das an sich hervorragende Drehbuch Schwäche.

Im Zentrum der Handlung stehen erst einmal drei Personen, die als Leitsterne der Geschichte fungieren:  Liselotte, Markus und Mona – eine Mutter und ihre beiden Kinder. Diese Konstellation sorgt natürlich für Reibung, vor allem da die alten Feindschaften unvergessen sind. Der Konflikt ist vorprogrammiert. Gerlinde Locker, Roland Koch und  Angela Roy bieten hier Schauspielkunst in Reinform. Mit offensichtlicher Spielfreude hauchen sie ihren Figuren Leben ein und sorgen für greifbare Persönlichkeiten. Dadurch wirkt „GELD.MACHT.LIEBE“ authentisch und auch die anderen Rollen wirken dadurch passend, da sie schlussendlich auf dem Konflikt zwischen diesen drei Menschen aufbauen.

Doch die Riege der anderen Darsteller leistet ebenfalls hervorragende Arbeit. Das gilt insbesondere für Anna Bertheau, die eine kluge und gleichzeitig kindlich naive Ariane Seiler zum Besten gibt – und zwar sehr überzeugend. Ariane sehnt sich nach ihrer Familie. Obwohl sie moralisch erzogen wurde, ist der Wunsch nach Anerkennung, nach Geld, Macht und Liebe größer, als ihre Verbindung zur Mutter. Und schlussendlich ist es Mona selbst, die in der abschließenden Episode der DVD-Box das Verhältnis zu ihrer Tochter in den Grundfesten erschüttert. Sehr ergreifend und fesselnd.

Wie es sich für eine Serie gehört, sind plötzliche Wendungen an der Tagesordnung. Dabei behält die Geschichte stets die Balance zwischen rotem Faden und Überraschungen. Es ist genau die richtige Dosis, die hier dem Zuschauer verabreicht wird. Auch das trägt zur Glaubwürdigkeit der Geschichte bei. Warum die Serie geringe Einschaltquoten hatte und die Produktion schlussendlich eingestellt wurde, bleibt ein kleines Rätsel. Eventuell ist es zu viel Landleben und zu viel Familie, um als Geschichte einer Familiendynastie der Frankfurter Hochfinanz akzeptiert zu werden.

Die DVD-Box aus dem Hause edel motion wird der gediegenen Serie jedenfalls vollends gerecht. Das Cover zeigt im Innenteil der durchsichtigen Plastikbox einen kleinen Stammbaum der Familie, darin sind auch die Namen der Schauspieler eingetragen. Insgesamt sind drei Silberscheiben enthalten, die das Wappen der von Rheinbergs zeigen. Als Bonusmaterial gibt es auf der letzten DVD drei Interviews, die mit Roland Koch, Gerlinde Locker und  Angela Roy geführt wurden. Die Interviews weisen eine unterschiedliche Länge auf und kommen insgesamt auf mehr als dreißig Minuten. Die Fragen drehen sich natürlich alle um die Serie und geben informative Einblicke hinter die Kulissen.

Das Bild ist 16:9 PAL und sehr sauber. Auch der Ton in Dolby Digital 2.0 kommt gut daher, allerdings werden selten sämtliche Tonausgänge bemüht. Die Tonspur liegt auch nur in Deutsch vor, ein Untertitel fehlt vollkommen. Schade, aber auch kein allzu großer Missstand.

„GELD.MACHT.LIEBE: Volume 1 – Wie alles begann“ ist ein gelungener Einstieg in diese Serie. Eine gute Geschichte, Intrigen, persönliche Dramen und eine hervorragende Besetzung sorgen für Kurzweil – mit Tendenz zum Serienkult.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

„GELD.MACHT.LIEBE: Volume 1 – Wie alles begann“ bei Libri.de

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ROCK IT – startet in Deutschland am 18. Februar 2010 auf der Kinoleinwand

Erstellt von Detlef Hedderich am 7. Dezember 2009

rock_it_poster_webMusical-Filme sind so angesagt wie nie. Im neuen Jahr kommt mit ROCK IT endlich das erste deutsche Teenie-Musical ins Kino. Mit viel Charme, fantastischen Songs und coolen Moves rocken in den Hauptrollen Emilia Schüle („Freche Mädchen“, „Gangs“) und Daniel Axt („Die Brücke“) die Leinwand.

Die aufwändigen Choreographien hat kein Geringerer als Selatin Kara entwickelt, ein ehemaliger Schüler von Kenny Ortega, Regisseur und Choreograph von „High School Musical“.

ROCK IT

Regie: Mike Marzuk
Darsteller: Emilia Schüle, Daniel Axt, Maria Ehrich, Vivien Wulf, Farina Flebbe


startet in Deutschland am 18. Februar
im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany


Die 15jährige Julia (Emilia Schüle), Tochter eines Dirigenten und einer preisgekrönten klassischen Pianistin, kommt gemeinsam mit vielen anderen Jugendlichen zur sechswöchigen Vorbereitungszeit auf die Aufnahmeprüfung an das renommierte private Musikinternat ‘Amadeus’.

Dort jobbt der 15jährige Nick (Daniel Axt) als Elektriker. Nick ist Sänger der Band ‘Rock it’. Als Julia eine Probe von ‘Rock it’ belauscht, verliebt sie sich in Nick und stellt fest, dass Rockmusik ihr Herz mehr berührt als Klassik, die sie vor allem ihren Eltern zuliebe spielt. Als der Keyboarder von ‘Rock it’ aussteigt, sieht Julia ihre Chance gekommen.

Mit Hilfe von Styling Tricks ihrer Freundin Francesca (Maria Ehrich) verkleidet sie sich, schlüpft in eine andere Rolle und lässt sich unerkannt als neue Keyboarderin der Band casten. Aber die intrigante und karrierebesessene Betty (Vivien Wulf) befürchtet, dass sie Julia als Duett-Partnerin für die Aufnahmeprüfung verliert und lässt ihre Tarnung auffliegen.

Nun steht Julia vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens: einer Karriere als gefeierte Pianistin oder der Erfüllung ihrer geheimsten Träume…

Titel bei Amazon.de

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PREISRÄTSEL: 3 x 1 DVD tatort: “Der dunkle Fleck” und 3 x 1 “tatort”-Kappe mit Aufschrift als Trostpreis

Erstellt von Detlef Hedderich am 6. Dezember 2009

tatort1Was Sie schon immer über den Tatort wissen wollten!

Bereits seit 40 Jahren steht der Tatort in der Beliebtheit der Deutschen ganz oben. Jetzt gibt es gute Nachrichten: Die Bitten der zahlreichen Tatort-Fans wurden erhört und schon bald wird es möglich sein, sich den Tatort zu jedem Zeitpunkt ins heimische Wohnzimmer zu holen. Ab 03. Dezember 2009 veröffentlicht Walt Disney Studios Home Entertainment die erfolgreichste Krimi-Reihe Deutschlands auf DVD!

Der stetig anwachsende Erfolg des vielfach preisgekrönten Spannungsgaranten kann nicht nur seiner Glaubwürdigkeit und Aktualität zugeschrieben werden, in vier Jahrzehnten haben inzwischen über 70 Kommissare und Ermittler-Teams fast 800 Fälle gelöst – und der Krimireihe ihre ganz eigene Note gegeben. Natürlich gibt es rund um den Tatort jede Menge skurrile Begebenheiten. Einige davon haben wir für Sie zusammengetragen:

Wussten Sie, dass…

•       …für die ersten Tatort-Folgen mit Walter Richter als Kommissar Paul Trimmel die Hamburger Polizei ihre Streifenwagen zur Verfügung stellte, es jedoch zum Eklat kam, weil die Gesetzeshüter einen Imageverlust durch Trimmels Flüche und Trinkgelage befürchteten?

•       …in den 70er Jahren das Drehbuch der ersten Tatort-Folge „Taxi nach Leipzig” in schwedischen Schulbüchern abgedruckt wurde? Im Lehrbuch „tyska für gymnasie skolan” diente es als Lesestoff im Deutschunterricht.

•       …Manfred Krugs Tatort-Einstand als Kommissar Paul Stoever 1984 von einem Raubüberfall auf eine Fähre handelte, die zwischen Helgoland und Cuxhaven verkehrt, und diese Idee einige Tage später von realen Räubern nachgeahmt wurde?

•       …Götz Georges erster Satz als Horst Schimanski 1981 „Hotte, Du Idiot, hör auf mit der Scheiße!” und sein letztes Wort beim Abschied 1991 „Scheiße!” war?

•       …der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) den Schauspielern Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär die Ehren-Kriminalmarke für ihr „besonderes Engagement bei der professionellen Kriminalitätsbekämpfung” im Kölner Tatort verliehen hat?

•       …man ca. 46 Tage rund um die die Uhr fernsehen müsste, um alle bisherigen Tatort-Folgen am Stück anzusehen?

Die erste Welle umfasst zunächst zehn Einzelepisoden, darunter natürlich die Debütfolge „Taxi nach Leipzig” von 1970 oder die kontrovers diskutierte Folge „Manila” aus dem Jahr 1998.

Weiter werden vier Kommissarboxen um die Ermittler Horst Schimanski, Lena Odenthal, Paul Stoever / Peter Brockmöller und Max Ballauf / Freddy Schenk sowie zwei Städte-Boxen mit den Fällen verschiedener Ermittler in München und Leipzig erscheinen.

Weit über 100 Folgen der Erfolgsreihe werden in den nächsten Jahren in mehreren Veröffentlichungswellen in Form von Einzelfolgen, Städteboxen (3 Discs) und Kommissarboxen (4 Discs), ausgestattet mit umfangreichem und zum Teil exklusivem Bonusmaterial, erscheinen.

Geballtes Krimi-Vergnügen vom Feinsten: Ein absolutes Muss und das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Sammler und Fans des spannenden TV-Kults – und alle die es noch werden wollen.

Angebot bei Amazon.de

PREISRÄTSEL: 3 x 1 DVD tatort: “Der dunkle Fleck” (3 x 1 “tatort”-Kappe mit Aufschrift als Trostpreis)
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Welche Tatortfolge (Drehbuch) wurde in den 70er Jahren in schwedischen Schulbüchern abgedruckt ? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” eintragen. Danke. Sobald zwanzig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Die Gewinner lauten: Joerg Bender, Ines Krohn, Nicole Jansen. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?

Erstellt von Günther Lietz am 5. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Willi Weitzel (mit bürgerlichem Namen übrigens Helmar Rudolf Willi Weitzel) ist erneut unterwegs, um gutgelaunt und humorvoll die Welt zu erkunden. Auf der DVD „Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ geschieht das erneut mittels zwei thematisch passender Folgen. Diesmal dreht sich alles um die Pferde. Dabei ist zu beachten, dass entgegen der üblichen FSK der Reihe „ohne Altersbeschränkung“ eine höhere FSK angegeben ist. Das liegt an dem etwas anspruchsvollerem Thema in „Wer fängt die wilde Pferdeherde?“.

Reporter Willi Weitzel (seit 2008 selbst Vater einer Tochter) treibt sich in „Wo zeigen Pferde, was sie können?“ auf dem aachener CHIO herum, dem größten Pferdeturnier der Welt. Springreiten, Dressurreiten, Vierspänner, Hufschmiede, Europameister, eine echte Prinzessin und vieles mehr gibt es da zu sehen – und wer Willi kennt weiß, der will alles sehen und am liebsten überall mitmachen. So auch hier. Dabei geht er ziemlich forsch an die Sache heran und ist schnell mit vielen Leuten auf Du-und-Du, um einen Blick hinter die Kulissen des Turniers zu werfen. Das ist sehr spannend inszeniert und vor allem für Kinder richtig klasse, besonders wenn sie Pferde lieben. Aber das gilt ja für die gesamte DVD. Die Folge „Wo zeigen Pferde, was sie können?“ wurde vom CHIO 2006 übrigens mit dem silbernen Pferd ausgezeichnet. Also eine weitere Besonderheit dieser DVD.

„Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ ist die zweite der fünfundzwanzigminütigen Folgen der Silberscheibe und der Grund für die diesmal angehobene FSK. Überhaupt gibt es mehrere Überraschungen, denn wer weiß schon, dass es in Deutschland noch eine echte Wildpferdherde in freier Wildbahn gibt? Wohl nur die Wenigsten. Im Merfelder Bruch bei Dülmen lebt diese Herde. Zwar in relativer Freiheit, aber dennoch vom Menschen bewacht und geleitet. Und Willi setzt sich über längere Zeit auf die Spur dieser Herde, um alles möglichst ganz genau und aus erster Hand zu erfahren. Seine Beobachtungen werden jedoch durch den Besuch eines Gestüts aufgelockert.

Auf einem Landgestüt in Warendorf dreht sich alles um die Pferdezucht. Willi sieht sich alles ganz genau an und lernt auch den Zuchthengst Florestan kennen, der Vater von über fünftausend Fohlen ist. Wie das funktioniert, dass schaut sich Willi ebenfalls ganz genau an. Hier sollten Eltern vielleicht erst einmal ohne Kinder einen Blick auf die DVD werfen, denn die Folge geht tatsächlich ziemlich ins Detail und das könnte – trotz kindgerechter Aufmachung – den ein oder anderen Elternteil schlussendlich doch peinlich berühren. Für Kinder ist es jedenfalls ein faszinierendes Thema und gibt Antworten auf die Frage, wo denn die kleinen Pferde herkommen. Allerdings fällt diese Antwort in modernen Zeiten sehr nüchtern und wenig romantisch aus. Somit ist die Episode auch zeitgerecht.

„Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ ist auf Grund der Thematik und dem Umgang damit eine der schönsten DVDs der Reihe „Willi will’s Wissen“, einer Kinder-Doku-Serie, die im Auftrag des Bayerischen Rundfunks produziert wurde. Mittels der von Universal produzierten DVD-Reihe können die kleinen Zuschauer nun unabhängig vom Fernsehen und deren Zeiten ihre Lieblingsfolgen angucken, und bei Bedarf einfach die schönsten Stellen nochmals anwählen. Das Medium eignet sich auch hervorragend, um im Pausenmodus die neugierigen Fragen der lieben Kleinen sofort zu beantworten.

Leider mangelt es auch „Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ an Bonusmaterial, in heutigen Zeiten eigentlich die Norm für das Medium DVD. Das wird jedoch mittels der durchdachten Themenzusammenstellung kompensiert. Somit bekommt man eine gut gemachte DVD, die unterhält und informiert. Einfach schick!

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Willi will’s Wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?

Erstellt von Günther Lietz am 4. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Kindgerechter Journalismus und eine anhaltende Fröhlichkeit sind die Markenzeichen von Willi Weitzel, dem Star der Kinder-Doku-Reihe „Willi will’s wissen“. Der ehemalige Theologiestudent und ausgebildete Hauptschullehrer behandelt in jeder Folge der Reihe ein anderes Thema, stellt neugierige Fragen und mischt auch gerne ordentlich mit. Dabei sind die von ihm behandelten Themen stets spannend aufbereitet und werden unterhaltsam an den kleinen Zuschauer gebracht. So auch auf der DVD „Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?“, die wieder mit zwei passenden Folgen von „Willi will’s wissen“ aufwartet.

Zentraler Punkt ist diesmal der Straßenverkehr. Für Kinder zwar ein spannendes, aber auch ein leidiges Thema. Immerhin packen die Erwachsenen dieses heiße und empfindliche Eisen gerne mit erhobenem Zeigefinger an, mahnen vor der Gefährlichkeit der Straße, erinnern an die schlimmen Dinge die passieren können und überfordern schlussendlich die Kleinen damit. Auch Reporter Willi geht diese Themen an, doch von einer ganz anderen Seite. Er und seine Redaktion bereiten das Thema spannend auf und stacheln die Neugierde der Kinder an. Dadurch begreifen die kleinen Zuschauer ganz von selbst, worauf sie achten müssen und wo die Gefahren lauern. Die Art der Verpackung beeinflusst die Art der Informationsaufnahme. Um diese Spannung zu erzeugen bringt Willi neben bekannten Eckpunkten auch neue Bereiche ins Spiel, an die manch Kind niemals gedacht hätte und nun doch gebannt vor dem Bildschirm sitzt.

So erfährt Willi von der Bedeutung der Ampelsignale und auch, wie wichtig die richtige Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist. Eindrucksvoll zeigt er auf, was es mit dem toten Winkel auf sich hat und nimmt sogar an einem Fahrsicherheitstraining des ADAC teil. Immerhin müssen auch die Erwachsenen im Straßenverkehr Vorsicht walten lassen und bekommen die Ein oder Andere offene Frage beantwortet. Sehr schön umgesetzt ist Willi Weitzels Teilnahme an einer Fahrprüfung. Da er sich selber den kritischen und dennoch freundlichen Blicken der durchführenden Polizisten stellt, nimmt er den Kindern die Angst vor diesem wichtigen Abschnitt im Leben eines jeden Grundschülers. Willi macht auch mit und Willi macht auch Fehler – das kommt an.

Das gilt auch für Willis Blick hinter die Kulissen des Münchner Verkehrs, der als Beispiel für sämtliche Großstädte Deutschlands herhalten kann. Die Augen haben sich an den alltäglichen Verkehr der deutschen Innenstädte gewöhnt und niemand hinterfragt mehr, was im Hintergrund eigentlich geschieht. Doch genau da setzt Willi Weitzel an und springt in die Bresche. Er zeigt auf, das für fahrende und parkende Autos feste Regeln gelten. Wer die missachtet bekommt einen Strafzettel oder wird abgeschleppt. Die Verkehrspolizei bemüht sich hier redlich Willi Rede und Antwort zu stehen. Geduldig unterstützen sie die Dreharbeiten und tragen mit dazu bei, dass die Aufmachung des Themas mal wieder stimmt.

Neben der täglichen Arbeit der Verkehrspolizei nehmen auch andere Menschen am Straßenverkehr teil und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Und so sitzt Willi Abends in einem Taxi und horcht Taxifahrer Fonsi aus, um alles übers Taxifahren herauszufinden und wo man überhaupt ein Taxi rufen kann. Anschließend setzt sich Kinderreporter Willi ans Steuer der Tram – natürlich nur in Begleitung eines Trambahnfahrlehrers. Mit sechzig Sachen heizt Willi dann über die Schienen durch den Verkehr. Das macht richtig Laune!

„Willi will’s wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?“ ist mal wieder eine gelungene Doppel-DVD der beliebten Reihe. Die zwei thematisch passenden Folgen von jeweils fünfundzwanzig Minuten Länge haben genau das richtige Format für Kinder, doch auch Erwachsene dürfen ruhig mal einen Blick riskieren. Immerhin ist der Straßenverkehr auch ein Thema, mit dem Mamis und Papis tagtäglich konfrontiert werden. Leider gibt es auf der DVD keine Sonderausstattung, der Zuschauer muss also auf Bonusmaterial verzichten. Dafür ist die handwerkliche Qualität ordentlich, gibt es ein gutes Bild und guten Ton. Eine runde Sache für den heimischen DVD-Player.

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AVH: Alien vs. Hunter

Erstellt von Michael Drewniok am 3. Dezember 2009

avhAVH: Alien vs. Hunter

Originaltitel: AVH: Alien vs. Hunter (USA 2007)
Regie: Scott Harper
Drehbuch: David Michael Latt
Kamera: Mark Atkins
Schnitt: Matthew Alson Thornbury
Darsteller: William Katt (Lee Custler), Dedee Pfeiffer (Hilary), Wittly Jourdan (Tammy), Randy Mulkey (Valentine), Jennifer Couch (Freckles), Jason S. Gray (Garrison), John Murphy Jr. (Figgus), Kevin Kazakoff (Two Fingers), Philip Bak (Javier), Josh Tessier (Styles), Matthew Bolton (Marty), Collin Brock (Sheriff Armstrong), Darbi Gwynn Gibson (Marcy), Aaron Council (Alien), Rob Filson (Hunter)
Label/Vertrieb: KNM Home Entertainment
Erscheinungsdatum: 22.10.2009
EAN: 7640114164538
Bildformat: 16 : 9 (1,77 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch) u. Dolby Digital 2.0 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: keine
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 85 min.
FSK: 18

Das geschieht:

Irgendwo im tristen Hinterland von Kalifornien und in der Nähe eines trostlosen Städtchens gehen zwei Raumschiffe nieder. Ein Spinnen-Alien und sein schwer gepanzerter Jäger verfolgen einander durch staubige Wälder. Menschliche Pechvögel, die ihnen dabei in die Quere kommen, werden entweder gefressen (Alien) oder verprügelt und mit dem Laser-Gewehr zu Staub zerblasen (Jäger).

Angstvoll sammelt sich eine kleine Gruppe Überlebender um den Journalisten Lee Custler. Er rät, sich zum Survival-Redneck Valentine durchzuschlagen – der zwar ein Spinner ist, aber in seiner Waldhütte Waffen aller Art hortet -, um sich dort zu verschanzen und auf das rettende Militär zu warten.

Die Flucht gelingt, obwohl das Spinnen-Alien die Schar ausdünnt. Valentine gewährt Unterschlupf, doch als das Alien und der Jäger nahen, muss er feststellen, dass seine Waffen weder Hautpanzer (Alien) noch Rüstung (Jäger) durchschlagen können. Neuerlich heißt Flucht die Devise. Die Gruppe teilt sich: Valentine und Custler tun sich mit dem inzwischen aus dem Busch aufgetauchten und mit Panzerfaust sowie C4-Sprengstoff gerüsteten Trupp um den Wilderer Figgus zusammen, um den Ungeheuern aus dem All auf gute, amerikanische Weise heimzuleuchten, während die anderen Überlebenden versuchen, durch die unterirdische Kanalisation zu entkommen. Leider streift Gruppe 1 absolut planlos durch die Wälder, während Gruppe 2 ausgerechnet in das Raumschiff des Jägers stolpert. Das leichenreiche Desaster kann seinen Lauf nehmen …

Eine Warnung für die Neugierigen!

Wiegt die Kenntnis eines neuen Wortes den Verlust von 90 Minuten Lebenszeit auf? Das ist eine schwierige Frage, denn anderthalb Stunden “AVH: Alien vs. Hunter” stellen auch für den mit allen trüben Wassern der Filmgeschichte gewaschenen Zuschauer ein schockierendes Erlebnis dar. Doch mehr als das Wissen um besagtes Wort bleibt ihm nicht nach der harten Probe von Herz und Hirn. So sei der noch nicht betroffenen Allgemeinheit mitgeteilt, dass “AVH” ein sogenannter “mockbuster” ist. Die Produktionsfirma “Asylum” – merkt euch den Namen und meidet ihre Machwerke! – hat sich – leider ist so etwas legal – darauf spezialisiert, erfolgreiche Großproduktionen der Genres Science Fiction und Horror für den sprichwörtlichen Appel, aber ohne Ei neu zu erzählen bzw. zu plagiieren.

In unserem Fall ist die Vorlage unschwer erkennbar: “AvP – Alien vs. Predator: Requiem” ließ 2007 bereits zum zweiten Mal die Erfolgsmonster der Blockbuster “Alien” und “Predator” aufeinandertreffen. Zwar ließ dieser Film in Sachen Handlungslogik oder Schauspielerleistung beinahe alle Wünsche offen, doch wenigstens war er anschaubar, ohne im Publikum die Frage nach den Verursachern, blanken Hass und den Kollektivwunsch nach Lynchjustiz aufsteigen zu lassen.

“AVH” ist dagegen Trash in den Minuten 1 bis 85, zwischen denen sich die Zeit endlos zieht. Die Story wurde von der erwähnten Vorlage gerippt, aber ‘Drehbuchautor’ David Michael Latt gab sich nicht die geringste Mühe, sie so zu kopieren, dass sie den (finanziell und intellektuell) beschränkten “AVH”-Verhältnissen angepasst wurde.

“Ich brauche keine Millionen …”

Genau das hätte unbedingt geschehen müssen, denn finanziert hat Scott Harper seinen Film offenbar mit dem Wechselgeld, das der Oma, die im Supermarkt vor ihm an der Kasse Schlange stand, aus der Tasche gefallen ist. Gedreht wurde in ausgedörrten kalifornischen Wäldern, durch die man die sichtlich müden und schwitzenden Darsteller auf der Flucht vor sparsam eingeblendeten Aliens hetzen sieht. Die Kamera übernimmt die Rolle der außerirdischen Angreifer, indem sie wild hin und her geschwenkt oder auf die ‘attackierten’ Menschlein zugerollt wird.

Eindeutig ist der Kameramann das wichtigste Mitglied der Filmcrew. Mit seinem Werkzeug versucht er wacker auszugleichen, was das Budget nicht hergibt. Spannendes spielt sich bevorzugt im Dunkeln oder in dichten Nebelwolken ab, weil das die erbärmlichen ‘Kulissen’ und ‘Kostüme’ leidlich verbirgt. Details lassen sich auch verwischen, indem der Kamera die Bildschärfe genommen wird. Oder liegt die Kopfschmerz erzeugende Bildqualität darin begründet, dass “Asylum” das Equipment aus dem Sperrmüll hinter einem richtigen Hollywood-Studio klaubte?

Akute Unlogik dominiert die flüchtende Gruppe. Ausführlich werden Pläne geschmiedet, die man eine Sekunde später ignoriert. Erst läuft man aus der Stadt in die Wildnis, dann schleicht man dorthin zurück. Dabei sehen wir die Gejagten in einem Moment tief in der Kanalisation und im nächsten im hellen Sonnenschein schlurfen, denn Kontinuität ist ein weiterer Faktor, der im Drehbuch ausgeklammert bleibt.

Lernresistenz heißt stattdessen das Gebot der Stunde. Valentine und seinen paramilitärischen Rabauken will es einfach nicht in die stecknadelkopfgroßen Hirne gehen, dass die Außerirdischen kugelfest sind. Wieder und wieder ballern sie wüst auf ihre Gegner und wundern sich, wenn anschließend wieder ein Toter zu beklagen ist. Das sehnlich erwartete bzw. geschmähte Militär macht es dagegen richtig: Obwohl zwei Raumschiffe unter kräftiger Rauchentwicklung über den kalifornischen Himmel gezogen sind, lässt es sich nicht blicken.

Ganz spezielle Effekte …

Den Vogel schießt “AVH” erwartungsgemäß ab, wenn Filmtricks ins Spiel kommen. Von Ehrgeiz getrieben, schrieb Autor Latt ein Alien mit insektenähnlichem Oberkörper auf einem Spinnenkörper ins Drehbuch. Der ließ sich beim besten Willen nicht durch ein lebensgroßes Kostüm simulieren. CGI-Technik wurde bemüht. Das Geld reichte allerdings nur für zwei oder drei sekundenkurze Einstellungen, die wieder und wieder zum Einsatz kommen. Sie sind miserabel geraten, aber das müssen sie sein, um sich dem lachhaften ‘Kostüm’ in toto anzupassen. Nicht einmal über die Größe des Alien herrscht Einigkeit; in der Totalen ist es so groß wie ein Nashorn, aber rauft es mit Menschen, ist es exakt so klein wie der arme Teufel, der unter der billigen Monster-Camouflage steckt. (Die Spinnenbeine fallen übrigens ersatzlos weg, wenn Alien und Menschen in ein und derselben Szene auftauchen.)

Als Basis des ‘Jägers’ diente offenbar eine alte Samurai-Rüstung, die im Gesichtsbereich durch eine schwarz mattierte Tauchermaske ergänzt wurde. Auch der Jäger ändert seine Größe von Szene zu Szene. Er haust in und reist mit einem hightechfreien Raumschiff, dessen Interieur an einen düsteren Heizungskeller erinnert, dessen geistig umnachteter Bewohner Schrott und Müll an die Wände genagelt hat. Wir Zuschauer lernen diesen Ort des unfreiwilligen Grauens viel zu gut kennen, weil Regisseur Harper seine Darsteller immer wieder durch dieselben kurzen Flure jagt.

Unklug ist die Entscheidung, die öde Welt, in die es unsere Invasoren verschlagen hat, durch deren Augen zu zeigen. Beim Alien färbt sich das Bild dann grün und zerfällt in unzählige Kugelsegmente, die den Blick durch ein Facettenauge nachahmen sollen. Der Jäger sieht seine Umgebung dagegen in Rot.

Eine besondere Erwähnung in diesem Kapitel über die Spezialeffekte verdient die “AVH”-Synchronisation. Mussten die Sprecher ihre Sätze vom Blatt ablesen und per Telefon ins Synchronstudio durchgeben? Waren sie der deutschen Muttersprache gar nicht mächtig? Sprachen sie so gut wie möglich nach, was ihnen lautmalerisch vorgegeben wurde? Artikulieren sich da überhaupt echte Menschen, oder existiert inzwischen eine Software, mit der sich Filmedialoge auf Knopfdruck eindeutschen lassen? Die Stimmen sind ölig, verwaschen, tot; keine Betonung stimmt. Jedes geleierter Wort ist ein weiterer Nagel zu dem Sarg, der für einen Streifen wie “AVH” zu zimmern ist: Dieser Film ist von der ersten Sekunde eine Totgeburt. Unfassbar, dass solcher Murks zusätzlich auf eine Blu-ray gepresst wurde!

“This is the end, my only friend, the end …”

Wenn der normale Zeitgenosse eine richtig böse Sünde begeht, dabei aber dem weltlichen Gesetz entwischt, muss er sich laut Vorgabe der meisten Religionen erst nach seinem Tod dafür verantworten. Eine Ausnahmeregelung gibt es offenbar für Schauspieler: Sie landen noch lebendig jedoch anschließend seelisch tot in ‘Filmen’ wie diesem.

Obwohl die meisten Darsteller leider gar nicht fehl am Platz wirken. Sie spielen nicht, sondern grimassieren, als ob der Tonfilm noch nicht erfunden wäre. Alle Figuren wurden nur in groben Umrissen hastig skizziert, denn sie sind Futter, das in regelmäßigen Abständen den Monstern vorgeworfen wird. Folgerichtig sind sie uns alle herzlich gleichgültig bzw. aufgrund ihrer unterirdischen Darbietungen so lästig, dass wir ungeduldig auf ihr Ende warten.

Richtig weh tut der Anblick einer echten Schauspielerin in diesem desaströsen Umfeld. Dedee Pfeiffer, die jüngere Schwester von Michelle, aber inzwischen eindeutig auf der falschen Seite der 40, war nie ein Star, aber die Liste ihrer Filme und TV-Auftritte ist nicht nur lang, sondern was sie drehte, ließ sich auch anschauen; sie kann also ihren Job. Wie steht es um ihre Karriere, wenn sie sich für den Schwachsinn der Firma “Asylum” hergeben muss? Von der Regie völlig im Stich gelassen, bietet Pfeiffer jedenfalls dasselbe Anti-Schauspiel wie ihre Leidensgenossen.

Abschließend noch eine Frage: Wieso ist “AVH” in Deutschland erst ab 18 Jahren freigegeben? Selbst 12-jährige Zuschauer brechen in hämisches Gelächter aus, wenn man versucht, sie mit billigem Humbug ins Bockshorn zu jagen. Wahrscheinlich wurde die hohe Freigabegrenze absichtlich angestrebt; ein verzweifelter Trick des Labels, das denen, die unschlüssig diesen Film in ihren Händen drehen, unterhaltsame Blutorgien vorgaukeln und sie auf diese Weise zum Kauf verleiten möchte.

DVD-Features

Kaum zu fassen, aber zum grausigen Machwerk “AVH” existiert ein “Behind-the-Scenes”-Feature. Es entlarvt den deprimierenden Arbeitsalltag einer “Mockbuster”-Crew, die alles gibt, der aber nichts gelingt, weil ohne Geld, Zeit und Plan jegliche Schaffenskraft verenden muss. ‘Kulissen’ wie die seltsame, mit Tarnfarben bemalte und mit Fischernetzen ausgehängte ‘Kanalisation’ oder das Müllkippen-Raumschiff entpuppen sich als Sperrholz-Konstruktionen, die mit allem, was schlecht und billig ist, ‘dekoriert’ wurden.

Verzweifelt bemüht sich Randy Mulkey  in der Maske des dreifach debilen Rednecks Valentine um lobende Worte zu jenem Film, in den ihn ein böses Schicksal verschlagen hat. Falls ich seine genuschelten Worte richtig verstanden habe, wurde “AVH” in zwölf Tagen heruntergekurbelt, was nicht sein kann, weil der fertige Film deutlich signalisiert, dass Darsteller und Crew ansonsten elfeinhalb Tage untätig auf dem Set herumgelungert hätten.

Einige sogenannte “bloopers” sollen ‘lustige’ Zwischenfälle und darstellerische Fehlleistungen während der Dreharbeiten dokumentieren. Beim besten Willen ist kein Qualitätsunterschied zwischen den Outtakes und den fertigen Szenen feststellbar; “AVH” ist im Grunde eine einzige, anderthalb Stunden laufende Blooper-Roll.

[md]

Titel bei Amazon.de (DVD)
Titel bei Amazon.de (Blu-ray)

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PREISRÄTSEL: 3 x 1 Exemplar: “12 Meter ohne Kopf” – Das Original-Filmhörspiel im JUMBO Verlag

Erstellt von Detlef Hedderich am 3. Dezember 2009

*Kino für die Ohren*
Das Original-Hörspiel zur Störtebeker Komödie „12 Meter ohne Kopf“

Erscheinungstermin: 30. November 2009

Kinostart: 10. Dezember 2009

Vor dem Kinostart von Sven Taddickens Piraten-Abenteuer „12 Meter ohne Kopf“ erscheint am 30. November 2009 bei JUMBO/Goya libre das Original-Hörspiel zum Film. Gesprochen von Roland Zehrfeld, Matthias Schweighöfer, Jana Pallaske, Milan Peschel, Devid Striesow, Oliver Bröcker, Detlev Buck und vielen anderen. Das Filmhörspiel verwebt die Stimmen der Darsteller mit Erzählerpassagen, gesprochen von Wanja Mues.

Zum Inhalt:
Ostfriesland 1401: Durch unzählige Beutezüge auf Nord- und Ostsee haben sich Klaus Störtebeker (Roland Zehrfeld) und Gödeke Michels (Matthias Schweighöfer) einen Ruf als Rebellen gemacht und für ihre Truppe von Seeräubern sind sie eine lebende Legende. Doch im ständigen Kampf mit den verhassten „Pfeffersäcken“ der Hanse haben sich die einst unbezwingbaren Freibeuter und ihre verwegene Mannschaft aufgerieben. Als endlich mal wieder fette Beute am Horizont auftaucht, wird Störtebeker im Kampf schwer verletzt und die Piraten schmählich geschlagen. Ihre Kogge ist verloren und Störtebeker plagen plötzlich generelle Zweifel am Piratendasein. Ihn zieht es zur schönen Bille an Land, während Michels bei der Friesen-Prinzessin Okka abblitzt. Als auch noch die Mannschaft gegen die glücklosen Co-Kapitäne meutert und alles verloren scheint, entdecken sie an Bord ihrer maroden Schaluppe eine Wunderwaffe. Sie erleben noch einmal eine glorreiche Zeit, aber auch die Hanse hat aufgerüstet und die finale Schlacht naht…

Der Kinofilm „12 Meter ohne Kopf“ feiert am 8. Dezember in Hamburg Premiere und kommt ab dem 10. Dezember bundesweit in die Kinos. Einen Filmtrailer finden Sie unter www.jumboverlag.de.

12 Meter ohne Kopf
Das Original-Hörspiel zum Film

Verlag :  Jumbo
ISBN :  978-3-8337-2584-5
Einband :  Jewelcase
Preisinfo :  12,95 Eur[D] UVP / 12,95 Eur[A] UVP / 22,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Erschienen :  27.11.2009

Titel bei buch24.de
Titel bei Amazon.de

Sollte einer unserer Besucher sich befähigt sehen, diesen Titel für unsere Schwesterseiten: buchrezicenter.de und filmbesprechungen.de rezensieren zu wollen, sollte er sich einfach bei uns melden: info@sfbasar.de damit wir ihm ein kostenloses Reziexemplar zukommen lassen können.

Die Aufgabe zum Preisrätsel 3 x 1 Exemplar: “12 Meter ohne Kopf”.

Preisrätsel/Gewinnspiel 3 x 1 (kostenloses) Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte “12 Meter ohne Kopf”): Wann feiert der Kinofilm „12 Meter ohne Kopf“ in Hamburg seine Premiere? Sobald 20 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Torsten Fellner, Heiko Lang,  Jörg Weber. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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