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Archiv für März, 2010

Preisrätsel / Gewinnspiel 2 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD: “SPEZIALEINHEIT WERWOLF” (ab 12.03.2010 im Verleih und ab 09.04.2010 im Handel)

Erstellt von Detlef Hedderich am 31. März 2010

Regie: Evgeny Mitrofanov
Darsteller: Vladimir Litvinov, Boris Galkin

Ukraine 1942, die deutsche Armee arbeitet an einem neuen geheimen Bauprojekt, dem „Werwolf Bunker“, der als neues Führerhauptquartier für den Vormarsch in den Osten dienen soll. Eine kleine Spezialeinheit soll bis zum streng bewachten Bunker vordringen und lebenswichtige Informationen zu Truppenstärke und Standort der Feinde liefern. Unter Führung von Major Sedev kämpft sich die Elitetruppe durch feindliche Linien und nimmt den mörderischen Kampf gegen Nazis und Verräter auf.

TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Werewolf Hunt – Ohota na Vervolfa
Produktionsland + -jahr: Russland, 2008
Genre: Action-Kriegsfilm
Ton: Deutsch/Russisch DD 5.1
Bild: 16:9 / 1:1,85
Laufzeit: ca. 130 Min.
FSK: 16
Extras: tba
Bestellnummer: 50079
EAN-Code DVD: 4041658500791
als DVD bei Libri.de

Preisrätsel / Gewinnspiel 2 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD: “SPEZIALEINHEIT WERWOLF”
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: In Welchem Land und welchem Jahr spielt die  Handlung des Films? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Joachim Bauer und Joerg Werner. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN – VIELEN DANK!

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Las Bandidas

Erstellt von Günther Lietz am 29. März 2010

Las Bandidas

Originaltitel: Solo quiero caminar
Produktion: Spanien, Mexiko 2008
Premierendatum: Oktober 2008 (Spanien)
Regie und Drehbuch: Agustin Diaz Yanes
Darsteller: Diego Luna, Victoria Abril, Ariadna Gil, Elena Anaya, Dogaberto Gama

Spieldauer: 122 Minuten
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Format: Dolby, DTS, PAL, Widescreen
Sprache: Spanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Studio: SUNFILM Entertainment

„Drei Engel für Charlie trifft auf Tarantino“ – was für ein Blödsinn!

Laut Cover fiel der Satz wohl auf dem Fantasy Filmfest 2009. Wer das gesagt hat, muss einen anderen Film gesehen haben oder hält alle Filme mit weiblichen Hauptrollen für „Drei Engel für Charlie“ und jeden Film in dem jemand erschossen wird für einen Tarantino. „Las Bandidas“ besitzt nun keine Tugend, die dieses Statement rechtfertigt. Vielleicht wurde das Zitat auch aus dem Kontext gerissen, weil es so schön auf das Cover passt.

Der Streifen „Las Bandidas“ handelt von vier Spanierinnen, die sich ihren Lebensunterhalt mittels Kriminalität sichern. Bei ihrem letzten Bruch werden sie erwischt. Bis auf Aurora (Ariadna Gil) können die anderen fliehen. Während Paloma (Pilar López de Ayala) und Gloria (Victoria Abril) zurückbleiben, um ihrer Freundin zu helfen (Oralsex für eine kürzere Haftzeit), geht Auroras Schwester Ana (Elena Anaya) nach Mexiko und heiratet dort den Gangsterboss Felix (José María Yazpik).

Es kommt zum Krach zwischen den beiden und kurz darauf landet Ana im Krankenhaus. Paloma holt Aurora aus dem Knast (Sex für eine frühe Haftentlassung) und schon bald befindet sich das Trio in Mexiko, bereit es Felix heimzuzahlen – und zwar mit weiblichem Charme und viel krimineller Energie …

So viel zur Handlung, die noch etliche Punkte mehr umfasst. Aber das sind Detailfragen, passen nur dürftig in den Rahmen und bauschen den Film zum Ende hin unnötig auf. „Las Bandidas“ ist ein Streifen mit viel Potenzial, das er reichlich verschenkt. Regisseur Agustin Diaz Yanes hat viel gewollt und nur wenig erreicht. Eine Straffung des Stoffs und mehr Konzentration auf das Wesentliche hätten mehr Spannung erzeugt. So geraten einige der Passagen langweilig und wirken einschläfernd. Dabei können sich die Figuren sehen lassen.

Das gilt für die herben südländischen Schönheiten, wie für die Charaktere selbst. Die Figuren sind gut erdacht und wirken anfangs griffig. Die Charaktere sind verletzlich, obwohl Yanes die Männer in starke Positionen setzt und Frauen als weiche Lustobjekte erscheinen. Dennoch setzen sie sich durch und wissen zurückzuschlagen. Mehr im übertragenen, als im tatsächlichen Sinne.

Cover und Covertext suggerieren dem Zuschauer nämlich einen Actionfilm. Aber das ist schlichtweg falsch. Zwar gibt es kleinere Schießereien, wird geprügelt und auch der ein oder andere Mensch erschossen, aber eine ausgeklügelte Actionchoreographie oder gar Schusssequenzen sucht der Zuschauer vergebens. Die Action ist eher handfest und unspektakulär. „Las Bandidas“ ist ein Drama, alle anderen Behauptungen nur eine Illusion.

Und vom dramatischen Gesichtspunkt aus kann der Film punkten. Die Hauptfiguren haben alle ihr Päckchen zu tragen, lassen sich erniedrigen, verfolgen niedere Motive oder versuchen einfach durchs Leben zu kommen. Unter normalen Umständen schon ein Problem, aber für diese vier Frauen aus Spanien eine beinahe unüberwindbare Hürde. Kein Wunder, dass die Eine nach kaltem Sex ohne Bindung giert, die Andere sich dem Alkohol ergibt. Schlussendlich sind sie alle auf einer Straße in den Abgrund – ohne Möglichkeit zu bremsen.

Das dramatische Quartett bekommt zudem Zuwachs durch die Figur des Gabriel (Diego Luna), bester Freund und rechte Hand des Gangsters. Er schafft Klarheiten, ist ebenfalls psychisch gestört und fängt eine Affäre mit Aurora an, anstatt sie aus dem Weg zu räumen. Wenigstens in einer kleinen Ecke der Einsamkeit, scheinen sich zwei gefunden zu haben. Aber schlussendlich hat auch diese Liebe keine Zukunft.

Diese feine Charakterzeichnung ist schlussendlich auch das Dilemma des Films. Anstatt sich auf die Figuren zu konzentrieren, wagt Agustin Diaz Yanes den Versuch, stärker auf die Action einzugehen. Und das ist ein Fehler, denn in „Las Bandidas“ mangelt es ihm am passenden Gespür. Bei bestimmten Szenen kommt unweigerlich die Frage auf, wie dumm jemand sein kann und vor allem, wie dieser Jemand das auch noch überlebt. So ist Gangsterboss Felix eine harte Nuss und legt Leute ohne zu zögern um, lässt sich aber dann einfach Geld stehlen und bricht der Diebin nur die Finger. Danach kann sie munter weiter bei der Bande arbeiten, hat sogar eine Putzstelle im Sicherheitsbereich. Nur ein Beispiel. Das nächste Beispiel wäre, dass sich die Leute am Ende abstechen lassen, anstatt einfach einen Arzt zu suchen. Und die Freunde gucken einfach zu. Das sind schon starke Stücke und lassen den Verdacht aufkommen, der Regisseur hätte sich verzettelt oder keine Lust mehr gehabt. Da Yanes auch das Drehbuch schrieb, kann er niemandem die Schuld in die Schuhe schieben.

Handwerklich gesehen ist der Film ohne Tadel. Die Kulissen sind gut gewählt und kommen mit frischen, unbekannten Motiven daher. Die Kamera ist gut und liefert schöne Bilder und Einstellungen, die auf das Wesentliche im Film eingehen. Die Gesichter der Schauspieler sind oft im Zentrum, dadurch entfaltet sich hervorragend das Augenspiel der Mimen. Erstklassige Arbeit! Auch bei der Musik kommt „Las Bandidas“ solide daher. Der Score ist kein Kracher, kann sich aber hören lassen.

Vom Etikettenschwindel abgesehen und die Längen des Films ignorierend, ist „Las Badidas“ ein feiner Streifen. Um einige Minuten gekürzt und straffer organisiert, wäre er sicherlich ein überzeugendes Drama. So bleibt es leider nur beim Durchschnitt.

Die Las-Bandidas-DVD ist schön aufgemacht, die DVD selbst im Stil des Covers bedruckt. Das liegt als Wendecover vor und so kann der hässliche blaue FSK-16-Aufdruck nach Innen verschwinden. Als Bonusmaterial wurde ein Making-of und ein Interview mit Agustin Diaz Yanes draufgepackt. Eine nette Sache, aber ziemlich gewöhnlich.

Das Bildformat der DVD ist 16:9, die Qualität in Ordnung und zum Thema passend. Manchmal wirken die Szenen etwas zu dunkel und lassen kleine Details verschwinden. Das stört aber kaum. Der Ton liegt in Spanisch und Deutsch Dolby Digital 5.1 vor. Da es keine großartigen Actionsequenzen mit viel Ballerei und heftigen Explosionen gibt, werden die Lautsprecher kaum beansprucht. Der Ton ist sauber und kommt gut herüber. Die deutsche Synchronisation ist ordentlich gemacht und unterhält. Somit fährt auch die DVD-Fassung des Films – wie der Streifen selbst – eine  durchschnittliche Note ein.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

“Las Bandidas” als DVD bei Libri.de
“Las Bandidas” als Blu-ray bei Libri.de

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ALIEN 3 – Ein Film-Bericht von Martin Lesniewski, Detlef Hedderich und Thomas F. Roth

Erstellt von Detlef Hedderich am 28. März 2010

“ALIEN 3″

Ein Film-Bericht

von

Martin Lesniewski, Detlef Hedderich und Thomas F. Roth

- TEIL 1 -

Irgendwo in den Tiefen des Alls kreist Fiorina 161 um seine ferne Sonne: ein kalter feindseliger Planet, dessen wenige menschliche Bewohner in gewaltigen unterirdischen Gewölben hausen. Diese religiös-fanatische Gemeinde ist der Rest einer Strafkolonie für Schwerverbrecher, die einst untertage die reichen Bodenschätze des oberflächlich kargen Planeten förderten.

Ihr tristes Dasein gerät aus seinem ereignislosem Trott, als eines Tages auf den Wogen des organisch nahezu toten Meeres der Raumgleiter Sulaco notwassert. Eine eilig zusammengewürfelte Expedition kann als einzige Überlebende Lt. Ellen Ripley bergen. Ihre beiden Begleiter, das Mädchen Newt und der Corporal Hicks, haben den Absturz nicht überlebt; der ebenfalls an Bord aufgefundene Android Bishop hat einen irreparablen Schaden erlitten.Bei ihrem Erwachen aus der Bewußtlosigkeit wird Ripley von Clemens, dem einzigen Arzt auf Fiorina 161, über diese schockierenden Tatsachen informiert. Mit bösen Vorahnungen behaftet, verlangt sie eine Autopsie Newts. Das Mädchen weißt allerdings keinen außergewöhnlichen Befund auf. Anschließend werden die Leichen von Newt und Hicks während einer religiösen Bestattungszeremonie in den gewaltigen Schmelzöfen der Kolonie dem Feuer übergeben; die offizielle Begründung lautet auf Vorbeugung gegen eine mögliche Infektionsgefahr.

Von Menschen unbemerkt, durchläuft währenddessen an einer anderen Stelle der Körper eines Hundes, der sich zuvor bei der Bergung der Gestrandeten eine abnorme Verletzung zugezogen hatte, eine Verwandlung; seinem Körper entschlüpft ein Alien. Dieses findet auch schon kurze Zeit später sein erstes Opfer, einen Arbeiter. Bei dem ungleichen Kampf fällt der Attackierte in den Ventilator des Schachtes, sein Körper wird von den Rotorblättern zerfetzt. Da somit eine Rekonstruktion des Vorfalls nicht möglich ist, wird der Tote unter der Rubrik Unfall abgehakt.Die Information, daß eine Mannschaft der mächtigen Company bereits auf dem Wege nach Fiorina 161 ist, läßt Ripley sich an ihre letzten beiden Einsätze im Auftrag dieser Company erinnern: Sie hatte erfahren müssen, daß der feindselige Organismus der Aliens eingefangen und zu biologischen Kriegszwecken weitergezüchtet werden solle. Um zu klären, was sich während ihres Kälteschlafs auf der Sulaco ereignete, rekonstruiert Ripley anschließend die elementaren Teile des Androiden Bishop. Sein wieder animierter Computerschädel erteilt ihr schließlich die Auskunft: daß kurz vor dem Absturz an Bord ein Feuer ausgebrochen war und sich während des gesamten Fluges der Sulaco ein Alien mit Wissen der Company an Bord befunden hatte.

Auf dem Weg zurück in die Station wird Ripley von einer kleinen Gruppe Männer überfallen, die allesamt bereits seit Jahren keine Frau mehr zu Gesicht bekommen haben. Einzig Dillon, dem Anführer der Männer, hat sie es zu danken, daß sie nicht vergewaltigt wird.Später, wieder auf der Krankenstation, wird Ripley Zeugin, wie plötzlich ein Alien auftaucht und Clemens – zu dem sie zwischenzeitlich eine emotionale Beziehung aufgebaut hatte – vor ihren Augen zerfetzt. Allerdings verschont das Wesen sie, obwohl sie ihm schutzlos ausgeliefert ist. Ein anderer in Quarantäne befindlicher Insasse verfällt daraufhin in völlige Hysterie. Als sie den anderen Männern davon berichtet, glaubt man ihr und dem inzwischen völlig in Panik verfallenen Insassen jedoch kein einziges Wort.

Dies ändert sich erst in dem Moment, in dem das Oberhaupt der Gemeinschaft, Andrews, vor der in der Kantine versammelten Mannschaft von dem plötzlich auftauchendem Wesen gepackt und verschleppt wird. Nach einigen Momenten der Konfusion schmieden die Männer und die Frau sodann den Plan, das Alien in die absolut ausbruchssichere Atommülldeponie zu locken und dort einzuschließen. Der Plan mißlingt in der Folge allerdings, da einer der Männer während einer weiteren Alien-Attacke ein Feuer auslöst, das erst im letzten Augenblick von der Sprinkleranlage gelöscht wird.Einem dunklen Verdacht nachgehend, unterzieht sich Ripley indessen in der medizinischen Automatikeinheit der Sulaco einer Tomographie, deren Ergebnis sie erschauern läßt: In ihrem Körper nistet eine werdende Alienkönigin. Ripley will sich daraufhin von Dillon töten lassen. Der kann sie jedoch von ihrem Vorhaben abbringen und davon überzeugen, daß sie als einzige von allen in der Lage ist, den sich irgendwo in den Schächten der Station versteckt haltenden Alien unbeschadet aufzuspüren und zu vernichten. Sollte ihr das nicht gelingen, würden der Company alle Möglichkeiten biochemischer Experimente offenstehen. So erwächst der Plan, das Alien in die Bleiförderungsanlage zu locken und dort mit flüssigen Metall zu übergießen.

Nach einer Reihe von Verfolgungsjagden und einer erheblichen Dezimierung der Kolonisten gelingt dieser Plan letztlich. Zwar überlebt das Alien auch das glühendheiße Metall, aber sein dadurch aufgeheizter Körper wird von dem kalten Wasser der von Ripley ausgelösten Sprinkleranlage buchstäblich auseinandergerissen.In diesem Augenblick trifft auch das Team der Company auf der Station ein. Ihr Anführer ist der Erbauer des Androiden Bishop, den er nach seinem Äußeren erschuf. Er versucht, Ripley zu überzeugen, wieder mit zurück zur Erde zu kommen. Kurz überlegt Ripley, aber ihr Mißtrauen gegenüber der Company und ihren Intrigen ist zu groß. Keinen anderen Ausweg mehr vor Augen, läßt sie sich in den heißen Schmelzofen fallen. Das inzwischen panisch aus ihrem Brustkorb herausplatzende Alien hält sie dabei fest an sich gepreßt.

Danach verschließen die Männer der Company die Station auf Fiorina 161. Den einzigen Überlebenden der Gefängnis-Kolonie nehmen sie mit sich.——–

ALIEN3 spaltete die Gemüter. Nur äußerst selten haben sich Befürworter und Gegner eines Films solchermaßen in ihre Meinungen und Positionen versteift. Nur selten hat ein dritter Teil einer Film-Saga gleichermaßen solch Anerkennung und Lob wie Hohn, Spott und Diskussionen ausgelöst. Selten nur ist ein Teil 3 dermaßen kommerziell einträglicher als seine beiden vielgelobten und -geliebten Vorläufer gewesen. Und noch seltener ist ein Science Fiction-Film überhaupt von der sich selbst äußerst ernst nehmenden Filmkritik so eingehend und tiefgreifend analysiert worden. Dies alles mag an seiner (scheinbaren) Bedeutung liegen. Schließlich ist ALIEN3 der dritte Teil einer Reihe, deren erster (ALIEN) 1979 mit schockartig innovativen Bildern das langweilig gewordene Science-Fiction- mit dem dröge gewordenen Horror-Genre verband und damit einem künstlerisch wie kommerziell gleichermaßen erfolgreichen Aufschwung beider Gattungen bis weit in die Mitte der achtziger Jahre hinein Vorschub leistete. 1986 dann revolutionierte die Fortsetzung (ALIENS) die Sehgewohnheiten des Publikums vollends, indem sein Regisseur den Kampf des Menschen gegen die Kreatur als technisiertes Schlachtendonnern inszenierte, dabei den Zeitgeist des hedonistischen Körperkults jener Jahre ebenso aufgreifend wie ihn verstärkend. Zudem erscheinen die einzelne Teile in solcher Unregelmäßigkeit, so daß jedem Teil gleichsam ein Offenbarungs-Charakter innezuwohnen scheint. Die Filmpresse feiert solches gerne als ein Ereignis.

Und ALIEN3? Nun, erwartet wurde sicherlich eine nochmalige Steigerung an Action, Rasanz und Niegesehenem, die ALIENS dem Zuschauer bot, mit einem Wort also die Intensivierung “eine(r) effektvolle(n), atemberaubende(n) Action-Achterbahnfahrt, die kaum zu übertreffen war.”1 Stattdessen ist ALIEN3 ein fast schon bühnenreifes Kammerspiel in Form eines experimentellen Musikvideos mit impressionistischen Kunsteinlagen, “ein zweistündiger Video-Clip. Er mutet seinem Publikum viel zu: die Trostlosigkeit seiner Bilder und seiner Aussage. Ein Film im Trend der Zeit, der aber mit keinem neueren Science Fiction-Film zu vergleichen ist.”2 Enttäuscht und verärgert zeigten sich denn auch viele seiner Zuschauer, betrogen um ihre nicht eingelöste komparative Erwartungshaltung. Dagegen steht die deutlich geringere Anzahl an Fürsprechern, die gerade diese Qualitäten zu schätzen wissen und sich – seit langen Jahren endlich einmal wieder – einen SF-Film ansehen konnten, der dem – irgendwann in der Mitte der Achtziger auch zum Standard für Großproduktionen gewordenem – Action-Einheitsbrei entsagt und dennoch alle einen Film konstituierenden Stilmerkmale aufweist: Spannung, Anspruch, visuelles Können, Schauspieler, denen diese Bezeichnung auch wirklich zukommt, und vor allem: endlich einmal wieder die Protagonisten im Vordergrund – und nicht nur deren Technik.Das nahezu völlige Negieren des martialisch-technischen Aspektes des Kriegsfilms – welcher noch den in blaugraue Bilder getränkten ALIENS prägte – führt denn auch dazu, daß auf Fiorina 161 so gut wie überhaupt nichts elektrisch Betriebenes mehr funktioniert. Der Mensch ist zurückgeworfen einzig auf sein Menschsein: “Zwischen Mensch und Alien stehen keine automatischen Sprengladungen mehr, keine Laderoboter, nicht einmal Waffen. Ripley hat nichts mehr als sich selbst, ihren Mut, ihren Verstand und ihren Haß. (Regisseur) Fincher räumt auf mit der Technikgläubigkeit und dem Zwang zum positiven Ende. Sein Film konnte keinen Erfolg haben.”2

Um aber so richtig verstehen zu können, warum dieser dritte Film der Alien-Reihe so wurde wie er wurde, muß man sich einmal die Vorgeschichte seiner Entstehung ansehen, schließlich gehört ALIEN 3 “zu den Filmen, deren Produktionsgeschichte [fast schon] spannender ist als das Produkt selbst”3.Tatsächlich ist er unter schier unsäglichen Bedingungen entstanden: Bereits in der Planungsphase wurden eine ganze Reihe von Regisseuren und Drehbuchautoren – darunter so bekannte Namen wie Renny Harlin (DIE HARDER), William Gibson (Autor von Cyberpunkcultroman: Neuromancer), David Twohy (Drehbuch zu WARLOCK) und Vincent Ward (THE NAVIGATOR: A MEDEVIAL ODYSSEY) – von der Fox zunächst eingestellt, um nur kurze Zeit später wieder rausgeschmissen zu werden. Eine 1989 erschienene Kinovorschau, die als deutschen Verleihtitel Aliens III – Die Wiedergeburt und als Kinostart noch den 25.10.90 nennt, kann da nur einen eher vagen Eindruck von den chaotischen Zuständen während der Vorbereitungsphase wiedergeben: “Noch immer ist nicht genau klar, wer bei dem dritten Teil der Weltraummonster-Saga Regie führen wird. Im Gespräch sind Ridley Scott, Renny Harlin und Walter Hill. Fest steht, daß die Aliens gefangen und von eiskalten Geschäftemachern als Killerbestien eingesetzt werden…”4

Zu Beginn der Planung war noch William Gibson, der Begründer des Cyberpunk5, für das Drehbuch vorgesehen. Das von der Fox favorisierte Konzept, wonach die Geschichte in einer russischen Raumstation spielen sollte, konnte und wollte Gibson jedoch nicht akzeptieren: “Es war eine Kalte-Krieger-Story im Weltraum mit genetisch manipulierten Aliens als Atombomben-Ersatz.”6 Daraufhin sollte der hochgelobte Neuseeländer Vincent Ward Regie führen, der auch – zusammen mit Co-Autor John Fasano – das Drehbuch verfassen sollte, “doch immer neue Querelen warfen [auch] ihn bald aus dem Geschäft. Im fertigen Film ist er lediglich unter ‘Story’ erwähnt.”7 Wie weit Vincent Ward die Produktion letzten Endes tatsächlich beeinflußt hat, läßt sich hinterher kaum noch sagen; zumindest seine Story für das Drehbuch klingt nicht uninteressant. So entwarf er zusammen mit John Fasano eine Handlung, “die auf einem Planeten spielt, der komplett aus Holz besteht und von einem Orden Mönche (THE NAVIGATOR läßt grüssen) gebaut wurde. Doch Wards bizarre Ideen, die das Alien zur metaphysischen Herausforderung der Mönche hätte werden lassen, waren den Produzenten denn doch zu abgehoben.”8 Etwas bodenständiger sollte es dann doch schon sein.Und so spielte das erste Script zu ALIEN3 noch “in einem Gefängnis, wo die Company die zum Tode Verurteilten zusammen mit einem Alien in ein Zimmer steckte und dann zuguckte und die Ergebnisse studierte. Aber Produzent Joe Roth entschied, daß es keinen ‘Alien’-Film ohne Ripley geben dürfte. Deshalb wurde schließlich eine Story von Vincent Ward mit dem vorhandenen Script zusammengefügt. Die Männer waren nun Sträflinge, die von der Erde verbannt waren.”9 Irgendwann zu diesem Zeitpunkt kamen dann sowohl Sigourney Weaver, die in dem Titeln als Co-Produzentin aufgeführt wird, weil sie ebenso Ideen einbringen wie sichergehen wollte, “daß wir einen brillanten jungen Regisseur hätten, dem die Fox nicht trauen konnte”9, wie auch David Fincher zum Projekt. Ähnlich wie Ridley Scott vor seinem Regie-Debüt THE DUELLISTS 1976 hatte auch Fincher nicht viel mehr als ein paar Werbespots und Video-Clips gedreht.10 Und genauso wie Scott und Cameron entwickelte auch Fincher ein in den Augen des Studios gefährliches Eigenleben. Auch seine Vorstellungen von dem fertigen Film wichen ähnlich denen von Vincent Ward entscheidend von den kommerzielleren Erwartungen der Fox ab. “Er und die Autoren verfolgten völlig unterschiedliche Interessen.”9 Mit einem ruhigen Erzählstil wollte Fincher wieder stärker an die unheimliche Stille des ersten Teiles anknüpfen, eine Entwicklung, die der auf exploitation setzenden Fox nicht besonders behagte. Um die Zuverlässigkeit ihres Nachwuchstalentes besser kontrollieren zu können, wurden deshalb die Arbeiten nach 93 Drehtagen auf Weisung von oben abgebrochen: “Fincher erhielt die Order, aus seinem Material einen Rohschnitt zu fertigen, der der Fox-Führungsriege hinter verschlossenen Türen gezeigt wurde – hinterher gab es [dann] nur lange Gesichter. Vieles wurde moniert: Der Film sei zu lang, er hätte zu wenig Tempo, vor allem aber zu wenig Horror-Effekte.”11 Fincher mußte nachträgliche Schock-Szenen einfügen, und Szenen, mit denen er “nicht zufrieden war, durfte und konnte er nicht mehr neudrehen.”9 Das solchermaßen entstandene aufgesetzt und überdreht wirkende Finale erweist sich denn auch als eine glatte Überdosis: “Zu viele Köche verderben den Brei. Jeder wollte seinen Senf dazu geben.”6

Aber es kam noch schlimmer: ALIEN 3 fiel bei allen Testvorführungen – und auch bei den meisten Kritikern – gnadenlos durch, und zunächst schien sich nach dem offiziellen Start selbst das künstlerisch interessierte Publikum mit Finchers Ästhetik des Grauens nicht identifizieren zu können. So berichtete etwa das Magazin Cinema altklug: “Nach einem recht erfolgreichen Start-Wochenende sackte der Film in Amerika kontinuierlich ab, viele Fans zogen enttäuscht aus den Kinos, negative Mundpropaganda besorgte schließlich den Rest. Ein Studio, das zu spät die Notbremse zog, eine Produktion, die konzeptionslos übers Knie gebrochen wurde und ein junger Regisseur, der an seinem überambitionierten Kunstanspruch scheiterte – all das besiegelt den Untergang des gräßlichsten Weltraummonsters der Filmgeschichte.”11Aber Totgesagte leben bekanntlich länger, und so ist nur wenige Monate später zu lesen: “Der dritte Teil der Saga vom säuresabbernden Semi-Saurier wird als Kuriosum in die Annalen der Filmgeschichte eingehen. Einen Film, der acht Drehbuchautoren, drei Regisseure und fünfzig Millionen Dollar verschlang, dessen Konzeption während der dreijährigen Produktionszeit immer wieder überarbeitet wurde, dann bei Probevorführungen und Kritik durchfiel und dennoch 180 Millionen Dollar einspielte – das hat es noch nicht gegeben.”12

So ganz unverständlich ist die Tatsache nicht, daß Fincher für seinen Film dann doch noch eine Reihe von Liebhabern fand. Immerhin ist ALIEN3 ein Vertreter der inzwischen selten im Kino anzutreffenden Gattung der space opera, jenem Subgenre des Science Fiction-Films, das 1968 mit 2001: A SPACE ODYSSEY von Stanley Kubrick begründet wurde und das mit so herausragenden Werken wie SILENT RUNNING (1971/72), STAR WARS (1977) ALIEN (1979) und OUTLAND (1980) dem SF-Genre ein goldenes Jahrzehnt bescherte, aber schon wenige Jahre später mit David Lynchs Mega-Flop DUNE (1984), Peter Hyams’ engagiertem, aber unentschlossenem 2010 (1984) und Wolfgang Petersens dümmlich-peinlichem ENEMY MINE (1985) schmachvoll dahinstarb. Während die experimentierfreudige klassische Variante den Zuschauer durch fremde Welten, unheimliche Kreaturen oder Weltraumodysseen in den Bann zu ziehen versucht, ist die moderne space opera, deren bedeutendste Vertreter derzeit ALIENS (1986), TOTAL RECALL (1990) und STARGATE (1994) sind, ausschließlich auf rasante Action und FX fixiert. ALIEN 3 ist demzufolge ein geradezu klassischer space opera-Film, gerade weil er mit mit den neuern Prinzipien des Genres zu brechen scheint: er lehnt die Oberflächlichkeit und die Schablone der Zurschaustellung von Technik ab und ersetzt gleichzeitig die stille Melancholie der klassischen space opera durch eine abgrundtief depressive Grundstimmung: “Es ist verstörend, mit welcher Konsequenz diese große Hollywood-Produktion auf ihr destruktives Ende zusteuert. Das Erstaunliche [daran] ist, daß es dem Film gelingt, uns davon zu überzeugen, daß das Ende nicht nur unvermeidlich ist, sondern auch das Beste, was passieren konnte.”13 Ansätze aus dem Subgenre des Tech Noir-Films (dessen richtungsweisendstes Beispiel nicht von ungefähr Ridley Scotts BLADE RUNNER ist) sind ebenfalls verarbeitet. Das kulturell-menschlich-degenerative Element ist hier jedoch nicht Konsequenz einer zunehmenden Übertechnisierung und Ausbeutung der Umwelt, sondern einer freiwilligen und in ihren Zukunftsaussichten verlorenen, damit also präapokalyptischen Isolation.

Bindeglied aller drei Alien-Produktionen ist – außer den den Filmen ihren Namen gebenden Weltraumfremdlingen – Sigourney Weaver: “Im Verlauf dieser drei Filme hat sich Ripley ganz kolossal verändert. Als ich sie zum erstenmal spielte, war sie ein ehrgeiziger junger Lieutenant, der fest daran glaubte, daß die Company, ihr Arbeitgeber, professionell wie ethisch völlig integer war. Erst als sie herausfand, daß man dort mit dem Alien finstere Pläne hatte, die das Leben jedes einzelnen Crew-Mitglieds entbehrlich machten, erkannte sie, was wirklich geschah. Im zweiten Film ist sie schon sehr viel rebellischer. Außerdem bewegt die Begegnung mit dem kleinen Mädchen in ihr alles Mögliche, das vorher nur unter der Oberfläche schlummerte, ihren Mutterinstinkt, ihren Zorn. Jetzt, in ALIEN 3, muß Ripley wieder ganz von vorn anfangen. Nur wird sie inzwischen von gespenstischen Erinnerungen heimgesucht. Sie ist noch immer eine Kämpferin, aber eine fatalistische. Sie hat oft überlebt – aber wozu? Das Überleben an sich kann sie nicht mehr verlocken. Ich muß mich ständig daran erinnern, daß ich diese Figur gut kenne. Jede einzelne Geschichte hat mich im Grunde genommen mit einer anderen Frau bekannt gemacht. Ich habe sie eigentlich nie als ausgesprochene Heldin empfunden. Sie ist jemand, der keine Wahl hat; sie muß eben weitermachen.”14Zentriert um diese starke Frauenfigur, drehen sich die Filme nicht so sehr um die verschiedenen Möglichkeiten des Jagens, Tötens, Fressens und Gefressenwerdens – schon Ridley Scott hatte solche Szenen in das lediglich Andeutende des schnellen Schnitts und des dunklen Lichts gerückt – sondern vielmehr um die Frage, was mit einer Frau geschieht, die aus einer technisierten Gesellschaft stammend mit der archaischsten aller denkbaren Strukturen konfrontiert wird: dem Schwängern aus dem Verborgenen. Schließlich betrachtet das Alien seine Opfer nicht einfach nur als Jagdwild und Futterquelle, sondern auch als brauchbare Brutstätte für seinen Nachwuchs – eine Entwicklung, die bereits in ALIEN angelegt war, als Dallas, der Captain der Nostromo, bei seiner Konfrontation mit dem Alien in einem Luftschacht verschwindet und von Ripley gegen Ende des Films in schleimige Substanzen eingewoben im Nest des Aliens entdeckt wird. “Immer wieder murmelt Dallas ‘Töte mich!’, bis Ripley sich überwinden kann und ihn und den außerirdischen Nachwuchs mit ihrem Flammenwerfer versengt.”15 Diese Szene ist im fertigen Film dann allerdings nicht mehr zu sehen, Ridley Scott selbst hatte sie zusammen mit einigen längeren Einstellungen des Alien herausgenommen, um so den Horror weitgehend der Phantasie des Zuschauers zu überlassen. Das Alien ist danach nur in einigen Sekundenschnitten zu sehen, seine Motivation völlig im Dunkeln der spärlichen Notbeleuchtung verborgen, der Zuschauer alleine mit seinen Ängsten, als einzige Identifikationsmöglichkeit Ripley, die einen verzweifelten Kampf gegen irgendetwas führt und am Ende nur sich und die Bordkatze retten kann – bereits in solch gotischen Strukturen sind die Grundlagen gelegt für die Entstehung jenes martialischen Muttertieres, zu dem Ripley in ALIENS dann auch tatsächlich werden sollte.

Nachdem die aus 75jährigem Tiefschlaf erwachte Ripley erfährt, daß sie ihre Tochter überlebt hat, die sie nur als kleines Mädchen kennt und die mittlerweile als alte Frau verstorben ist (auch dies eine apokryphe Szene, zu sehen alleine im Director’s Cut von ALIENS), findet sie in der von den Aliens besetzten Kolonie das kleine Mädchen Newt. Als Adoptivmutter Newts kommt es sodann zwischen ihr und der Alien-Queen, dem Muttertier der Aliens, zum finalen Endkampf, von James Cameron in martialisch gleißenden blauen und gelben Bildern als Vietnam-Metaphorik inszeniert, die klarmacht, daß es in ALIENS nicht um die Ausrottung von irgendetwas geht, sondern um die Überwindung eines Traumas: “So wie dschungelkriegsgeschädigte Soldaten trotz allem wieder nach Vietnam eilten, so zieht es auch Ripley wieder in die Hölle, die ihr Leben nachhaltig verändert hat und nie wieder aus ihren Gedanken zu bannen sein wird. Vielleicht auch, um den Feind, der sie in Alpträumen heimsucht, durch einen Sieg beim zweiten Anlauf wieder entmystifizieren und auch in ihrer Erinnerung unschädlich machen zu können.”8 Der körperliche Tod der Alien-Queen soll sich für Ripley allerdings als ein Pyrrhussieg erweisen.Denn nun auf Fiorina 161 erweist sich, das Ripley – nach zwei Anläufen – tatsächlich selber schwanger ist. Zu adoptieren braucht sie nicht mehr, sei es eine Katze oder ein Mädchen, sie trägt werdendes Leben nun in sich, Leben, daß sich von ihr nährt, sich ihres Körpers bedient, solange, bis es selber stark genug ist, um seinen Mutterkörper nicht mehr zu brauchen: in ihr wächst die Embryo-Königin heran. Konnte in ALIENS noch Ripley die Alien-Queen ohne Schwierigkeiten als Bitch (Hure) beschimpfen, als ihr die außerirdische Rivalin Newt wegnehmen will, um das Mädchen für immer in einen Kokon einzuspinnen, so wird Ripley hier selber zur Hure, die nicht weiß, wann und wo und wie überhaupt sie schwanger wurde, und die letztendlich nicht mehr tun kann, als das ungewollte Kind auszutragen. Wieder einmal hat sie nur die Möglichkeit, den Vater (oder die Mutter, was hier irgendwie dasselbe zu sein scheint) nach dem Akt der Empfängnis zu töten, dabei in der Zerstörung Frust, Zorn, Wut und Verzweiflung gleichsam formulierend wie sublimierend. Aber da im Nachhinein ihre Penetration nicht ungeschehen gemacht werden kann, bleiben all ihre Bemühungen seltsam vergebens. Daher rührt auch ihre Melancholie. Nach der (scheinbaren) Überwindung des “plötzlich befreite(n), plötzlich nach außen gekehrte(n) ‘Innen’, des Tierischen, des Triebs”16 in ALIEN und der (gleichfalls nur scheinbaren) Überwindung des Trauma-Komplexes mit Waffeneinsatz in ALIENS steht Ripley nun vor der biologischen Herausforderung ihres “Kindes”, die sie nur verlieren kann. Das Außen ist nun endgültig zurück ins Innen gelangt, “Ripley verschmilzt nun endgültig mit Alien.”16

Die frauenfeindlich eingestellte Männergesellschaft von Fiorina 161, die in ihrer religiös ausgerichteten puritanisch-geistigen Gemeinschaft eine zweifelhafte Kompensation für die Entbehrungen des Gefangenenlebens sucht, ist dabei gleichzeitig symbolischer Ausdruck von Ripleys Fremdheit – als einzige Frau und als Trägerin der Embryo-Königin ist sie gleich in zweifacher Hinsicht als Alien anzusehen – wie konsequenter Endpunkt für Ripleys Reise, die an Bord der Nostromo begann. Hier wie dort ist die Lebensumwelt der Menschen in dunkle Schatten getaucht, ist die Welt metallisch ausgekleidet, arbeitet man im Dienst einer allmächtigen und skrupellosen Company und taucht das Alien aus dem Dunkeln, dem Hinterhalt auf. “Die Natur ist bezwungen und vollständig verdrängt, was in der Ästhetik der Alien-Filme auch, mit einer regelbestätigenden Ausnahme, eine Verbannung der Farbe Grün zur Folge hat. Die Menschheit im Stadium der äußersten Entfremdung. Und Entfremdung heißt im Englischen ‘alienation’.”16 Vielleicht ist dies auch der Grund, warum manche Kritiker beim Sehen dieses Films einen so starken D?j?-vu-Effekt hatten: “Nachdem die ALIEN-Story jahrelang in Billigfilmen wieder und wieder plagiiert wurde, reiht sich das Original nun selbst in diese Liste ein.”17 Nur, daß Ripley mittlerweile eine Entwicklung durchgemacht hat, die sie bei sich selber und ihrem Unterbewußtsein ankommen ließ, bei ihren eigenen Ängsten und Phobien, die sie sich in einem martialischen Kraftakt in ALIENS wieder angeeignet hatte und die das eigentliche Thema von ALIEN3 sind.Metaphysisch klingt dieses Konzept, und metaphysisch geht es daher auch in den düsteren unterirdischen Gängen und Hallen des ehemaligen Gefängnisplaneten zu, in denen eine Gruppe von Schwerverbrechern nach der Auflösung der Strafkolonie eine fundamentalistische Sekte gründete, die sich kleidet wie Mönche und strenge Rituale vollzieht, bei denen man unwillkürlich Mittelalter und Inquisition assoziiert. Die klösterliche Gemeinde ist eine Gemeinschaft ohne Perspektive und ohne Aufgabe, von der Außenwelt geschmäht und trotz High-Tech-Zeitalter praktisch über keinerlei technische Möglichkeiten verfügend. “Eine sozusagen ‘katholische’ Welt, die geradezu nach Buße und Strafe schreit. Oder eben eine Hölle, in der nur noch der Teufel fehlt.”16 Die “allgegenwärtige Drohung einer Massenschändung”18 hängt über Ripley: “So unverhohlen pornographisch, in der von Männerblick zu Männerblick weitergegeben Gewaltandrohung, in der genüßlichen Zerdehnung, war noch kein Film dieser Serie. Daß die Frau, die zweimal die Konfrontation mit dem anderen überlebte, sich plötzlich nicht mehr auf die eigene Kraft verlassen kann, läutet den Anfang vom Ende ein. Ripley, davon zeugen zuerst die Würgemale aus Männerhand, ist nicht länger unantastbar.”18 Die männliche Urangst vor dem Geschöpf Frau findet in dieser Szene der Beinahe-Vergewaltigung ihren hilflosen Höhepunkt: “Ripley befindet sich in einer Situation, die sich nicht sehr von der unterscheidet, in der viele Frauen heute schon leben. Bei ihrer Ankunft auf dem Planeten wird sie sofort als große Bedrohung empfunden. Und zwar nur aufgrund ihres Geschlechts.”12 Wen wundert es, daß da die Psychologie der Frauenfigur selbst auf Versagen angelegt ist. “Ripley fragt sich, wozu überleben? In einer Männergesellschaft, die sich auf der Basis von Frauenhaß zusammengerottet hat, die sich dafür eine passende Religion/Ideologie zugelegt hat?”19

Bei all dem strahlt Ripley eine besondere Form von dominanter, ja maskulin geprägter Erotik aus, die möglicherweise gerade deswegen – und nicht nur von Männern – als bedrohlich empfunden wird. David Fincher hatte die Idee, Ripley einen Kahlschädel scheren zu lassen – dafür durfte die Fox eine weitere siebenstellige Dollarsumme an Sigourney Weaver zahlen -, wodurch sich Ripley optisch kaum noch von den Mitgliedern der pseudo-religiösen Gemeinde unterscheidet. Ihre Kahlköpfigkeit “ist nur ein weiteres Zeichen der Entmachtung, auch der Bestrafung.”19Bei Ripleys Aussehen liegt es nahe, an eine Chemotherapie zu denken. “So ist es kein Zufall, daß besonders interpretationswütige Teile der US-Presse das Alien schon als Metapher für AIDS auslegten: die geschlossene Männergesellschaft, die Glatzköpfe, der `Virus` im Körper.”6 Dieser Meinung schloßen sich sodann auch eine Reihe deutscher Kritiker eifrig an: “Am Anfang ist das Fremde – ein amorpher Schleimklumpen, dessen Zusammensetzung [der Besatzung der Nostromo] Rätsel aufgibt. Gegengifte fördern den Appetit der unbekannten Zellstrukturen; die oberflächliche Berührung mit dem `Anderen’ bringt unweigerlich den Tod. Angesichts der ersten [damaligen] Mutmaßungen über AIDS, der grotesken Warnung, sich weder der Nähe noch den Berührungen HIV-Positiver auszusetzen, nimmt der Krankheitsverlauf im Weltall nicht wunder.

Scotts Schmarotzer sind auf keine der gebräuchlichen Körperöffnungen angewiesen, um sich Zutritt zum Innersten ihrer Gastgeber zu verschaffen. Der ganze Mensch, der zumal, sich dem Unbekannten öffnet, ist das Einfallstor für die außerterrestrische Pestilenz. Der erste Offizier [in Scotts ALIEN], der sich das Alien zuzieht und es, in einer ko(s)mischen Form der Bauchhöhlenschwangerschaft in die isolierte Welt der Nostromo einschleppt, wird sichtlich für [seine] Neugierde [an Bord des fremden Schiffes] gestraft. Auffällig im Kontext der AIDS-Hysterie ist auch die Furcht vor einer Versehrtheit, die sich äußerlich zunächst nicht bemerkbar macht. Alien wie AIDS durchlaufen eine beträchtliche Latenzzeit, bevor sie – in Aliens Fall ist das wörtlich zu nehmen – zum Ausbruch kommen. Feuer allein, mythisch überhöht als reinigendes Fegefeuer, tötet das Alien. Daß auch sein Wirt dabei umkommt, versteht sich.Sehr viel weiter ist auch James Cameron nicht gekommen. (…) AIDS hat bei ihm als Metapher ausgedient. Das Alien der achtziger Jahre verkörpert die Dämonen einer denaturierten, letzten Welt, die sich trotz – oder wegen – ihrer hemmungslosen Technisierung einem mittelalterlichen Irrationalismus überläßt. (…)

ALIEN 3 beschränkt sich in der Folge notgedrungen darauf, ein Unikat zu sein. (…) Die Frau, die sich niemals schwängern lassen wollte, trägt ein Alien unter dem Herzen – die travestierte Form der unbefleckten Empfängnis macht’s möglich. (…) Drei Filme lang waren Aliens häßlich, Ripleys Gene verschönert die Spezies merklich – Ausstatter mit Feingefühl haben dem letzten Alien einen mitleiderregenden ET-Look verpaßt. Bemerkenswerter an dieser eigenwilligen Umsetzung der Neuen Mütterlichkeit ist nur noch der Opfertod der Frau, der die Ansteckungsgefahr endlich beseitigt. Ein Science Fiction, der einer Frau die Heldenrolle gewährt, ist noch lange kein Zeichen für Vorurteilsfreiheit. Das eigentliche Alien ist und bleibt in allen drei Folgen die Frau.”18Solche mit einer nachgerade virulenten Freude am intellektuellen Kurzschluß formulierten Interpretationen offenbaren über die Unfähigkeit des Filmkritikers hinaus, genau hinzusehen – entgegen Heike Kühns Behauptung ist das Alien sehr wohl auf Körperöffnungen seines Gastwirtes angewiesen, um sich dessen zu bemächtigen, auch gibt es in ALIEN keine Szene, aus der geschlossen werden darf, daß Gegengifte dem Fremdorganismus förderlich sind, und außerdem ist es zu diesem Zeitpunkt nur ein Alien, welches die Besatzung der Nostromo dezimiert, im Gegensatz dazu gibt es in ALIEN3 dann tatsächlich mehrere Aliens -, die Bedürftigkeit des Zuschauers, sich einen Film seinen eigenen Vorstellungen und Phobien gemäß einpressen zu müssen. Die Verzerrung des Gesehenem ist damit vorprogrammiert, ebenso wie die Irreführung des Lesers. Solch Betrachtungsweise ist lediglich Ausdruck eines umgekehrten Sexismus, der die Frau als eigentliche Krone der Schöpfung in einer von Männern beherrschten Welt hervorhebt. So spiegele Ripleys’ Versagen “auch die Ratlosigkeit der heutigen Frauenbewegung (wider), die einmal erkämpfte Rechte – der Schwangerschaftsabbruch ist auch in den USA das große Thema – erneut in Frage gestellt, in altes ungleiches Recht verwandelt sieht.”19

“Gesetzt den Fall, Fincher hätte dies tatsächlich beabsichtigt – dann wäre er allerdings der falsche Regisseur (…) gewesen.”11 Allerdings wußte Fincher zu sagen: “Tatsächlich habe ich den Film ja nur für meine besten acht Freunde gedreht. Die, die wirklich etwas davon verstehen.”6 (Cinema Nr.09/92, S.23 ff.) Ebenso, wie aus diesen Worten herauszulesen ist, daß ALIEN3 ein widerspenstig-exzentrisches Werk ist, daß allen Grundsätzen des phantastischen Genres trotzt und sich somit erfolgreich jeglichen Kategorisierungsversuchen verweigert, wird deutlich, daß der Film tatsächlich nicht wirklich eine Zielgruppe hat, ebensowenig wie einen belehrenden Anspruch. Weder unterstützt noch verurteilt Fincher – und somit sein Film – die Verhaltensweisen Ripleys, der Männer und des Aliens. ALIEN3 ist lediglich eine winzige Momentaufnahme eines scheinbar immerwährenden Zustandes, in dem es zwischen Leben und Tod keinen wirklich bedeutsamen Unterschied mehr gibt.

(wird fortgesetzt!)

(Leider ist der 2. Teil bei einem Datencrash verlorengegangen, sollte er noch irgendwo auftauchen, werden wir ihn hier veröffentlichen!)

Copyright (C) 2010 by Martin Lesniewski, Detlef Hedderich und Thomas F. Roth

Bestelltip der Redaktion:

Alien 3

FSK freigegeben ab 16 Jahren.
Sprachen: Deutsch Englisch.
Amaray Case.
DVD-Video
20th Century Fox Home Entertainment
Mai 2000 – DVD-VideoFSK freigegeben ab 16 Jahren.
Laufzeit ca. 110 Minuten.
Ausgabeformat / Kodierung:Farbe Anamorph 2. 35:1 SDTV 576i (PAL) Produktion:USA 1992 Kinopremiere:03. 09. 1992 Sprachversion:Deutsch, DD 5. 1, Englisch, DD 5. 1 Untertitel:Englisch , für Hörgeschädigte:Deutsch.
Sprachen: Deutsch Englisch.
Amaray Case.
Produktionsjahr: 1992.

Als DVD bei Libri.de

Kurzbeschreibung: Einst war der Planet Fiorina 16 eine gigantische Strafkolonie. Inzwischen wurde der ungastliche, kalte Stern evakuiert – bis auf eine kleine Schar Ex-Sträflinge, die es vorzogen, dort zu bleiben. Eines Tages werden sie durch die Notlandung eines kleinen Raumgleiters aus ihrem täglichen Trott gerissen: Einzige Überlebende der Besatzung ist eine Frau: Lieutenant Ellen Ripley. Schon ist ein von der Erde angeforderter Rettungstrupp unterwegs, um sich um Ripley zu kümmern, da stellt sie fest, daß der Raumgleiter noch einen weitaus unangenehmeren Gast eingeschleust hat! Da es auf Fiorina keine Waffen gibt, muß das Alien diesmal mit Mut, List und Tücke zur Strecke gebracht werden. Doch das ist nur das geringste Problem, wie sich bald zeigt: Ripley stellt fest, daß in ihrem Körper ein Alien-Baby heranwächst…

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El Superbeasto

Erstellt von Günther Lietz am 27. März 2010

El Superbeasto

Regisseur: Rob Zombie
Stimmen: Tom Papa (Oliver Kalkofe), Paul Giamatti, Sheri Moon Zombie (Martina Hill), Danny Trejo

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spieldauer: 75 Minuten
Studio: SUNFILM Entertainment

Bild: 16:9 (1:1,85)
Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Extras:
- Trailer
- Geschnittene Szenen und alternative Szenen
- Work-in-Progress-Fassung

Metal-Ikone, Kult-Regisseur, Comiczeichner – Rob Zombie ist das Alles und noch viel mehr. Zusammengefasst: Er ist eine geile Sau – davon zeugt auch sein abgedrehter Zeichentrickfilm „El Superbeasto“, der die Matratzen so richtig krachen lässt.

Wrestler, Held und Volkes Liebling El Superbeasto hat ein großes Problem. Nach dem Dreh seines letzten Pornos versucht er in einem Striplokal auszuspannen und verknallt sich in die schöne Velvet von Black. Na ja, eigentlich will er sie nur flachlegen. Immerhin hat sie Titten, eine Pussy und das reicht diesem Machon schon, um auf eine Frau abzufahren. Tot, untot oder lebendig, das ist ihm egal. Doch leider ist Velvet die angehende Braut des Dr. Satans, der mit ihr Hochzeit feiern will und seinen klugen Gorilla losschickt, um Velvet zu entführen. Das ruft El Superbeasto natürlich auf den Plan und er verfolgt die Spur.

Hilfe bekommt er dabei von seiner rattenscharfen Schwester Suzie X, ein geiles Stück, die gerade einige Zombie-Nazi-Biker abfrühstückte, um Hitlers Kopf zu zerstören. Da hat sie auch Zeit, um ihrem Bruder zu helfen ‘ne neue Tussi klarzumachen. Doch schnell entpuppt sich die einfache Rettungsmission als besondere Rettungsmission, denn Velvet ist von Dr. Satan ganz angetan und eine Hochzeit der beiden würde zum Untergang der Welt führen. Zu allem Übel verbirgt sich hinter Dr. Satan ein ehemaliger Mitschüler von Suzie, der schon auf der Highschool hinter ihren Hupen her war …

Mit „El Superbeasto“ geht Rob Zombie an die Grenze des guten Geschmacks und weit darüber hinaus. Der Film polarisiert – eindeutig. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Es gibt kein Zwischending bei dieser abgefahrenen Splatter-Trash-Orgie. Zombie bricht ein Tabu nach dem anderen, zieht das Zeichentrickgenre und deren Helden der 60er und 70er Jahre durch den Kakao, lässt die Titten tanzen und Ärsche wackeln. Nazis steigen aus ihren Gräbern, Mösen stinken bis zum Himmel und kleine Kätzchen werden zu blutigem Brei zermatscht. Doch all diese Elemente sind keineswegs reiner Selbstzweck, sondern erfüllen tatsächlich einen künstlerischen Anspruch – vom Unterhaltungswert dieser klischeebeladenen kranken Scheiße mal ganz abgesehen.

Es gibt massenweise Sidekicks auf bekannte und unbekannte Filme, versteckte und offene soziale Kritik, genial abgemischte Musik und vieles mehr. Rob Zombie liefert hier einen unterhaltsamen und sehr humorvollen Film ab, der einem die Schamesröte ins Gesicht treiben würde. „Würde“ deswegen, weil jemand der gefallen an dem Thema und dem Film hat, der kennt eh keine Scham. Davon mal abgesehen eignet sich „El Superbeasto“ auch gut als Geschenk für die biedere Verwandtschaft, um garantiert enterbt zu werden.

Mit „El Superbeasto“ liefert Rob Zombie einen erstklassigen Zeichentrickfilm ab, in dem er sich so richtig austobt. Das zeigt sein Held Supoerbeasto ganz deutlich, denn er stellt all die dunklen und geilen Dinge an, von denen sich Andere nur abwenden. In seiner heißen Karre düst er durch die City, die Frauen sind billig und willig, alle lieben ihn und in seinem Schritt steckt eine Katze. Genial sein Kampfstil – sei es nun der einfach Faustkampf oder wenn er die dicken Hoden eines Diabetikers als Nunchaku einsetzt, um einem Monsterwurm die Reißzähne auszuschlagen. Gewalt ist ein starkes Thema im Film, das sollte vielleicht erwähnt werden. Immerhin fließen ganze Ozeane an Trickfilmblut über die Mattscheibe, fliegen Gedärme durch die Gegend und splittern Knochen wie Balsaholz.

Ist der Film sexistisch? Auf jeden Fall! Ist er frauenfeindlich? Vielleicht. Immerhin kommt mit Suzie X ein starkes Weib daher, das Macho Superbeasto Paroli bieten kann und ebenfalls eine starke Persönlichkeit ist, die sich nimmt was sie braucht und es auch bekommt. Überhaupt sind die Frauen im Film mehr als nur reine, willenlose Lustobjekte. Sie geben sich der Lust aus freien Stücken hin und sind emanzipierter, als es auf den ersten Blick aussieht. Im Gegenteil, die triebgesteuerten Männer verkommen schnell zu willenlosen Sklaven der Liebe und verlieren angesichts dieser weichen Seite schon mal die Kontrolle über die Situation.

Der Zeichentrickstil ist an den guten alten Trickfilm angelehnt, wie er Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre gängig war. Bildrauschen, Kratzer, Schwarzweißsequenzen und andere Spielereien sind deswegen kein Produktionsmangel, sondern gewolltes Stilmittel.

Die Sprechrollen kommen hervorragend rüber. Das gilt für den englischen Originalton,wie auch für die deutsche Tonspur, die auf Sprecher wie Oliver Kalkofe und Martina Hill setzt. Einfach geil!

Das Bild kommt in 16:9 daher und ist erstklassig. Einzig das Menü der DVD weist Unschärfen und Flackereien auf. Der Ton ist erstklassig, was natürlich an den Soundeffekten und dem Soundtrack liegt. Dolby Digital 5.1 gilt für beide Tonspuren, im Deutschen wird sogar DTS geboten. Erstklassig!

Auch beim Bonusmaterial spielt die DVD ihre Stärke aus. Neben den obligatorischen Trailern, gibt es erst einmal ordentlich alternative und geschnittene Szenen. Mehr als dreißig Minuten. Wirklich geniales Extra ist jedoch, dass der ganze Film nochmals als Work-in-Progress-Fassung vorliegt. Dabei handelt es sich keineswegs um eine trockene Ansammlung von Bildern aus dem Storyboard oder ähnliches, sondern um eine Montage aus allen möglichen Quellen und Stadien des Films. Seien es nun Konzeptzeichnungen, erste Animationen, fertige Szenen aus dem Film und vieles mehr. Oftmals werden unterschiedliche Fassungen zu einer Sequenz zusammengeschnitten. Das ist fast so rattenscharf wie Suzies nackter Arsch!

„El Superbeasto“ ist für Zombie-Fans, Liebhaber von Trash, Kenner des Splatters und alle verrückte Typen genau das richtige Futter für den Player. Für alle anderen Leute ist der Streifen dagegen ein zu heißes Eisen, das zu recht ein dickes „FSK 16“ auf dem Cover hat. Sunfilm liefert die DVD allerdings mit einem Wendecover aus, so dass der hässliche Fleck auf der Front schnell verschwindet. Fettes Dankeschön dafür!

Schlussendlich bleibt nur eine knallharte Empfehlung auszusprechen und auch eine kleine Warnung an alle echten Machos, denn der Streifen offenbart eine unliebsame Wahrheit: Auch schöne Frauen furzen!

Copyright © 2010 by Günther Lietz

Als DVD bei Libri.de
Als Speacial-DVD bei Libri.de
Als Blu-ray bei Libri.de

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6 weitere Episoden des Original-Hörspiels zur TV-Serie „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ im Handel erschienen! – Bei uns im Preisrätsel: 2 CD-Boxen zu gewinnen!

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. März 2010

EMI Happy Kids präsentieren 6 weitere Episoden der Hörspielserie „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ – 3 CDs / Box (Vol.2) mit den Folgen 07 bis 12
VÖ: 26.03.2010 – empfohlen ab 8 Jahren – UPV ca. 7,99 €

Welch ein Schicksal, das die drei Freundinnen Emma, Rikki und Cleo ereilt: Plötzlich Meerjungfrau!

Nach einer Bootstour landen die drei Teenager versehentlich auf Mako Island, einer kleinen Vulkaninsel im Pazifik vor der Australischen Küste. Sie rutschen in den Krater ab und müssen durch dessen See hindurch wieder ins offene Meer schwimmen, um zurück zum Boot zu kommen. Der Mond scheint genau in dem Moment auf den See, als die Mädchen eingetaucht sind und es beginnt ein seltsames Lichtspiel. Auf dem Rückweg von der Insel wird ihr Boot von der Küstenwache abgeschleppt und sie kommen zum Glück heil zu Hause an. Was dann geschieht ist äußerst merkwürdig. Die Mädchen werden zu Meerjungfrauen, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Und – jede von Ihnen hat eine besondere Fähigkeit: Cleo kann Wasser in der Luft formen, Rikki kann es zum kochen bringen und Emma lässt Wasser gefrieren.

Doch wie sollen die Freundinnen nur erklären, dass sie sich nach der Berührung von Wasser sofort in Meerjungfrauen verwandeln? Um nicht entlarvt zu werden meiden sie zunächst das gefährliche Nass wie der Teufel das Weihwasser …

In ihren weiteren Abenteuern erleben die drei unfreiwilligen Teilzeit-Meerjungfrauen Cleo, Emma und Rikki welch magische Kraft der Vollmond auf ihr neues geheimes Ich hat und wie schwierig es ist, die alltäglichen Herausforderungen eines Teenager-Daseins, wie z.B. der erste Freund, mit ihrer geheimen Identität zu vereinbaren.

Start der Hörspielserie war im Dezember 2009 mit den ersten 6 Folgen. EMI Happy Kids veröffentlicht nun am 26.03.2010 die nächsten sechs Episoden auf gleich 3 CDs, die auch als Sammelbox erhältlich sind. Die Fans der ZDF-Serie „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ wird dies freuen, denn die Hörspiele sind als Lizenzprodukt (ZDF Enterprises) eine gelungene Produktion und Ergänzung zur Fernsehserie.

„H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ ist eine Koproduktion von ZDF und ZDF Enterprises in Zusammenarbeit mit dem australischen Produzenten Jonathan M. Shiff. Die erfolgreiche Serie läuft auf dem KiKa und im ZDF. Cleo, die Hauptfigur der Serie, fungiert bei den Hörspielen zugleich auch als Ich-Erzählerin. Diese Erzählform verleiht der Hörspielserie den besonderen Tagebuch-Charakter. Geschichten also, die sich hervorragend eignen, um den eigenen (Schul-)Alltag ausklingen zu lassen und eine gute Alternative zum Fernsehen.

Kurze Inhaltsbeschreibungen:
Folge 4! „Emma und der Vollmond“ / „Dr. Baywatch“

Episode 7: Emma und der Vollmond
Emma plant die perfekte Geburtstagsparty für ihren Vater. Unglücklicherweise ist genau an diesem Abend Vollmond und eine geheimnisvolle ältere Dame erscheint um die Mädchen ausdrücklich davor zu warnen. Sie dürfen ihn oder sein Spiegelbild auf keinen Fall anschauen. Am Abend sieht Emma versehentlich den Mond im Spiegel – mit fatalen Folgen. Sie verliert völlig die Kontrolle. Rikki, Cleo und Lewis versuchen, die Situation zu retten

Episode 8: Dr. Baywatch
Die berühmte Meeresbiologin Dr. Denman betreibt ihre Forschungen im Freizeitpark. Lewis freut sich angesichts der Aussicht, mit Hilfe ihrer wissenschaftlichen Geräte mehr über die Verwandlungen seiner Freundinnen zu erfahren. Rikki, Emma und Cleo machen sich Sorgen, dass Lewis ihr Geheimnis bei der Wissenschaftlerin verraten könnte. Erst recht, als er eine DNA-Probe von Cleo im Labor von Dr. Denman vergisst und diese dadurch auf die Spur der “Meerjungfrauen” lockt.

Folge 5! „Rikki macht fette Beute“ / „Der Filmpreis“

Episode 9: Rikki macht fette Beute
Cleo ist untröstlich, denn Pluto, einer ihrer geliebten Fische, ist tot. Also besorgt Rikki im Meer einen neuen Salzwasserfisch für sie. Cleo ist begeistert. Und auch ein Typ namens Barry, der angeblich im Freizeitpark arbeitet. Er sucht nämlich nach solch seltenen Fischen. Rikki wittert einen prima Job, denn Barry zahlt großzügig für die Fische.

Episode 10: Der Filmpreis
Emma, Cleo, Rikki und Lewis nehmen am “Junioren Filmfestival” teil und drehen zusammen einen Film über Emmas Mutter. Rikki dreht heimlich ihrem eigenen Film über Haie. Lewis lässt sich von Zane “kaufen” und arbeitet an dessen Projekt mit. Zane will nach Mako Island surfen, die Insel umrunden und in neuer Rekordzeit zurück ans Festland. Den alten Rekord hält sein Vater und dem will er es mal so richtig zeigen.

Folge 6! „Duell im Wasser“ / „Gesang der Sirenen“

Episode 11: Duell im Wasser
Byron bittet Emma, ihn auf die Schwimmwettkämpfe vorzubereiten. Er hat in den letzten drei Jahren immer gegen Zane verloren und will endlich siegen. Zuerst lehnt Emma ab, weil es natürlich gefährlich für sie ist, sich in der Nähe eines Schwimmbeckens aufzuhalten, aber dann gibt sie nach. Dies führt zu einem Kuss. Und Emma wird mit ihrem eigentlichen Problem konfrontiert: Kann sie als Teilzeit-Meerjungfrau einen Freund haben?

Episode 12: Gesang der Sirenen
Emma, Cleo und Rikki steht wieder eine Vollmondnacht bevor. Die drei wollen die Nacht zusammen verbringen, Lewis gesellt sich als selbsternannter Aufpasser dazu. Zunächst scheint alles normal abzulaufen, aber plötzlich kann Cleo engelsgleich singen. Ihr Sirenengesang verzaubert alle Jungs in Hörweite. Emma und Rikki begreifen, dass sie Lewis in dieser Nacht als Hilfe abschreiben können.

H2O – PLÖTZLICH MEERJUNGFRAU – Box-Set 2! Folge 4-6

Alle Hörspiele von Folge 1 bis Folge 6 beinhalten je zwei Episoden und sind einzeln und als Dreier-CD-Box, sowie als Download-Bundles in allen bekannten Shops erhältlich. Mehr Infos und Hörproben unter www.h2o-hoerspiele.de

HIER GEHTS ZU DEN GEWINNERN DES GEWINNSPIELS

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Trailer Park of Terror

Erstellt von Michael Drewniok am 26. März 2010

Trailer Park of Terror

Originaltitel: Trailer Park of Terror (USA 2008)
Regie: Stephen Goldman
Drehbuch: Timothy Dolan
Kamera: Jeff Venditti
Schnitt: Jarred Buck
Musik: Alan Brewer
Darsteller: Nichole Hiltz (Norma), Lew Temple (Marv), Myk Watford (Roach), Ed Corbin (Stank), Trisha Rae Stahl (Larlene), Michelle Lee (Miss China), Matthew Del Negro (Pastor Lewis), Jeanette Brox (Bridget), Stefanie Black (Tiffany), Ricky Mabe (Michael), Ryan Carnes (Alex), Hayley Marie Norman (Amber), Cody McMains (Jason), J. P. Manoux (Cigrit), Priscilla Barnes (Jean), Trace Adkins (Teufel), Tracey Walter (Trucker) uva.
Label: Capelight Pictures
Erscheinungsdatum: 16.10.2009 (Kauf-DVD u. Kauf-Blu-ray)
EAN: 4042564117646 (DVD) bzw. 4042564117653 (Blu-ray)
Bildformat: 16 : 9 (1,78 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 93 min. (Blu-ray: 97 min.)
FSK: 18

Das geschieht:

Tophet Meadows ist einer jener Trailer-Parks, in denen die Gescheiterten und Ausgestoßenen der US-Gesellschaft ihr durch Gewalt, Suff und Sudel-Sex geprägtes Dasein fristen. 1981 versuchte die junge und hübsche Norma den Ausbruch, doch Straßenräuber Marv, Möchtegern-Rocker Roach und Freizeit-Schlachter Stank brachten eifersüchtig ihren Freund um, weil er ‚besser‘ war als sie. In ihrem frustrierten Zorn wurde Norma das ideale Opfer für den Teufel, der ihr eine kaliberstarke Pump-Gun überreichte und zum Massenmord an ihren Peinigern aufhetzte, zu denen noch die ‚Masseurin“ Miss China und die Sechs-Zentner-Megäre Larlena gehörten. Norma machte reinen Tisch, löschte sie alle aus, brannte Tophet Meadows nieder und beging Selbstmord.

Doch Satan präsentierte seine Rechnung. Seit damals ersteht der Trailer-Park in manchen Nächten aus seinen Ruinen auf. Norma, Marv, Miss China, Stank, Roach und Larlene müssen als verrottete Zombies umgehen, ahnungslose Reisende anlocken und umbringen. Dieses Mal geht ihnen Pastor Lewis in die Falle. Er kehrt gerade mit sechs verhaltensauffälligen Jugendlichen aus einem Jesus-Camp zurück, in dem man sie auf den rechten Weg zurückführen wollte; ein Vorhaben, das von den Betroffenen als gescheitert eingestuft wird.

In einer Gewitternacht strandet die Gruppe nicht ganz freiwillig beim Trailer-Park. Katzenfreundlich nimmt Norma ihre ‚Gäste‘ in Empfang, bringt sie in diversen Wohnwagen unter und teilt die Gruppe auf diese Weise auf, was den übrigen Zombies die Gelegenheit gibt, sich die Mitglieder nach und nach vorzunehmen – eine Chance, die in den folgenden Stunden immer wieder genutzt wird. Nur der Sonnenaufgang kann Rettung bringen, doch dies wissen die Zombies natürlich auch und intensivieren ihre blutigen Bemühungen, nachdem die zusammengeschmolzene Schar der Opfer endlich begreift, in welches Höllenloch man geraten ist …

Vom bunten Papier zum blutigen Kino

Am Anfang stand wie so oft ein Comic. Im Juni 2003 startete im US-Staat Pennsylvania ein kleiner Verlag mit dem pompösen Namen „Imperium Comics“ die Horror-Serie „Trailer Park of Terror“, die keine durchgängige Story, sondern Geschichten um Norma und ihre dämonische Zombie-Gang erzählte. Weitere Folgen schlossen sich an, ein gewisser, gern mit dem Prädikat „Kult“ geadelter Erfolg stellte sich ein, und schon 2005 sinnierte man in der Produktionsfirma „Bogner Entertainment“ über eine Verfilmung nach.

Es dauerte noch drei Jahre, bis ein Drehbuch vorlag und das Budget aufgebracht war. Autor Timothy Dolan musste sich von der Episoden-Struktur der Vorlage lösen, da ein Spielfilm mit einer stringenten Handlung besser funktioniert. (Dies bestätigt hier die einzige Sequenz – das traurige Ende von Normas Mutter –, die der Story als nicht chronologische Ergänzung eingefügt wurde; es wirkt dort, wo wir es sehen, außerordentlich fehl am Platz.) Regisseur Stephen Goldman, der zuvor nur aber sehr erfolgreich unzählige Musik-Videos in den Segmenten Rock und Heavy Metal inszeniert hatte, wurde eine Summe von 2 Mio. Dollar zur Verfügung gestellt, aus welcher er zum Nutzen des Zuschauers das Optimum an Schau- und Hörwerten holte.

Schon der Titel macht deutlich, dass dieser Film keine ernsthafte Geschichte präsentieren möchte. „Trailer Park of Terror“ steht in der Tradition der alten „EC“-Comics der 1950er Jahre, die grellen Grusel mit pechschwarzem Humor kreuzten und damit den Zorn derer entfachten, die einen Feldzug gegen „Schmutz & Schund“ in Gang setzten. Das Markenzeichen dieser „EC“-Comics war ein vorgeblich ‚moralischer‘ Ansatz: Die Schreckensgestalten des Jenseits brachen über jene Zeitgenossen herein, die gegen das Gesetz oder – noch besser – gegen ethische und sittliche Regeln verstießen. Die ‚Strafen‘ waren drastisch und brutal, und sie entlarvten nicht selten die zeitgenössische Doppelmoral.

Lizenz zum fröhlichen Metzeln

Im 21. Jahrhundert wird der absichtliche Verstoß gegen das politisch Korrekte nur mehr spielerisch eingesetzt, obwohl die Doppelmoral keineswegs verschwunden ist: Zwar darf im „Trailer Park of Terror“ nach Herzenslust gekillt & gemordet werden. Sämtliche ‚echten‘ Tabu-Verstöße der Comic-Vorlage, die u. a. Inzest und Kannibalismus beinhalteten, wurden freilich entweder entfernt oder zensurkompatibel abgeschwächt. Das betrifft auch und ganz besonders den in den USA ewigen Reiz-Faktor Sex, was zum lächerlichen Anblick ‚heißer‘ Liebesszenen führt, in denen die Darsteller vollständige Unterwäsche-Monturen tragen.

Diese Diskrepanz zwischen Ursprung und Umsetzung bleibt nicht die einzige Schwäche eines Films, der sich nicht zwischen Splatter und Komödie entscheiden kann. Viel zu häufig schlägt die Stimmung komplett um. In der einen Sekunde wird geblödelt, in der nächsten gefoltert und gemordet. Hinzu kommen Momente echter Tragik, die – durchaus wirkungsvoll gespielt und inszeniert – einfach untergehen.

„Trailer Park of Terror“ startet dramatisch und humorfrei und wirkt wie eine Milieustudie aus der Backwood-/Redneck-/White-Trash-Unterschichten-Hölle, die höchstens durch den übermäßigen Einsatz entsprechender Klischees (Waffen, Bierdosen, Südstaaten-Flaggen und allgemeine Verkommenheit) als Karikatur zu erkennen ist. Erst nach dem ‚Tod‘ der Wohnwagen-Siedler stellt sich der Humor ein. Er wird leider von den bekannten Slasher-Routinen begleitet, was schade ist, da Goldman seinem Drehbuchautor eindeutig über ist und als Regisseur bemerkenswert stilsicher auftritt. „Trailer Park of Terror“ ist als Trash-Horror sehr ansprechend gefilmt. Schon die Kulisse ist mehr als einen Blick wert. Selten wurden Dreck und Kitsch so gelungen als Sinnbilder für eine aus den Fugen geratene Sub-Gesellschaft eingesetzt. Dafür wurden u. a. Wohnwagen aus dem Nachlass echter Trailer-Freaks benutzt, wie dem „Making of“ zu entnehmen ist.

Schauspieler statt Knattermimen

Für sein Spielfilm-Debüt suchte sich Goldman einerseits erfahrene und andererseits ungewöhnliche Darsteller aus. Nichole Hiltz ist eine gute Wahl für die Hauptrolle. Sie überzeugt zunächst als Opfer und später als Oberhaupt der Zombie-Truppe, die sie nun nicht nur anführt, sondern der sie auch heimzahlt, was sie ihr im Leben angetan hat. Für die Zombies fand Goldman echte ‚Typen‘, die bereits als lebende Rednecks abstoßend authentisch wirken. Als Zombies geben sie dem Darsteller-Affen erst recht Zucker. Speziell Trisha Rae Stahl gibt der Larlene durch ihre natürliche Körperfülle eine beunruhigende Präsenz; dass sie trotz ihres enormen Gewichtes vergleichsweise flink auf den Beinen ist, macht sie noch gefährlicher (obwohl sie in den Kampfszenen dann doch gedoubelt wurde).

Auf der anderen Seite bewies Goldman auch beim Casting der ‚Teenager‘ eine sichere Hand. Höchstens Jeanette Brox als Gothic-Emo Bridget entspricht dem „Pretty-Girl“-Schema, doch auch hinter ihrer Schale steckt ein verletzlicher Kern. Werden die sechs ‚Teenies‘ (die wie üblich zu alt für ihre Rollen sind) zunächst als Zicken und Arschlöcher eingeführt, zeigen sie hinter ihren Masken schnell sehr menschliche Züge. Sie werden uns sympathisch, weshalb ihr meist grausiges Ende beim Zuschauer stärker Wirkung hinterlässt.

Als Vermittler zwischen Publikum und Teenies fungiert ausgerechnet Pastor Lewis. Matthew Del Negro spielt ihn im spießigen Trainingsanzug, mit lächerlicher Haartolle und salbungsvollen Sprüchen zweifellos als Klischee. Gleichzeitig sammelt Lewis Pluspunkte als rechtschaffender aber überforderter Priester, der sehr genau weiß, dass sich seine Schutzbefohlenen lächerlich über ihn machen.

Blut und Verwesung

Seinen Comic-Wurzeln wird „Trailer Park of Terror“ mit seinen Masken und Spezialeffekten am besten gerecht, wobei letztere vor allem ‚handgemacht‘ sind: Auf CGI-Technik wird nicht verzichtet, aber sie rückt nicht in den Vordergrund, was bei dem beschränkten Budget ohnehin eine Bruchlandung provoziert hätte. Die hübsch-hässlichen Zombie-Masken wurden den Darstellern buchstäblich auf die Haut geschneidert. Sie anzulegen zog sich über Stunden hin. Der Erfolg gibt dem Aufwand recht: Unter den aufwändigen Fratzen bleibt das Mienenspiel der Darsteller jederzeit sichtbar. Trotzdem können sie sich in helles Licht trauen, ohne dass der Täuschungseffekt allzu sehr darunter leidet.

Die Metzel-Szenen wurden routiniert aber wenig einfallsreich realisiert. Eine Ausnahme bildet jene Sequenz, in der ein wütender Roach der zugedröhnten Tiffany den Unterarm absägt, was diese zunächst für eine Drogen-Vision hält, bis sie endlich begreift, was tatsächlich vorgeht. Auch Stanks von jovialen Kommentaren begleitete Zerlegung von Alex lässt an Drastik wenig zu wünschen übrig; eigentlich passt dies überhaupt nicht zum sonst eher andeutenden Splattern des Films.

Grobes für die Augen, Feines für die Ohren

Eine gesonderte Erwähnung verdient die Musik. Viel zu oft wird der Zuschauer im B-Movie-Horror durch computererzeugte Billig-Klänge oder No-Name-Gröler unfreiwillig in Angst und Schrecken versetzt. Stephen Goldman aktivierte für „Trailer Park of Terror“ seine Verbindungen ins Musikgeschäft. Er gewann oft vermutlich nur regional bekannte aber talentierte Sänger und Gruppen, die einen Südstaaten-Rock- Soundtrack lieferten, den man auch ohne die Filmbilder genießen kann. (Einer von ihnen – Trace Adkins – übernahm darüber hinaus sehr glaubhaft die Rolle des Teufels.)

Die hier herausgestellten Besonderheiten machen aus „Trailer Park of Terror“ kein Meisterwerk. Noch einmal muss das zögerliche Drehbuch gerügt werden, das der anarchistischen Vorlage nur selten gerecht wird. Demgegenüber gefällt ein Regisseur, der den Klischees des Genres nicht erliegt, sondern der sie sich untertan macht und mit ihnen spielt. Vor allem wird „Trailer Park of Terror“ nie wie der Titel befürchten ließ zum bemühten, gezwungenen und letztlich gescheiterten Möchtegern-Trash-Kult à la „Postal“, sondern blieb ein Film, den man sich anschauen kann, ohne anschließend ebenfalls einen Rache-Deal mit Satan einfädeln zu wollen.

DVD-Features

Gut und altmodisch wie der Hauptfilm ist die Entscheidung, ihm keine minutenkurzen und eine Feature-Fülle vorgaukelnden Film-Häppchen, sondern ein insgesamt 40-minütiges „Making of“ anzuhängen. Inhaltlich ist es leider auf dem aktuellen Stand, d. h. notdürftig verhüllte Werbung für den Film wechselt mit Lobeshymen, in denen die Beteiligten vor und hinter der Kamera die Dreharbeiten als wertvollste Zeit ihres Lebens rühmen und beinahe in Tränen der Rührung ausbrechen, wenn sie sich gegenseitig hochleben lassen.

Zwischendurch gibt es aber tatsächlich Informatives zu sehen. Die Tricktechnik wird gewürdigt, die fabelhafte Musik findet Erwähnung, und es gibt reale Gruselgeschichten über die als Kulisse beschafften Wohnwagen, die sehr gut in Normas Trailer-Park passen.

Außerdem gibt es eine zehnminütige ‚Live-Reportage‘ aus dem Park. Norma, Marv, Roach, Stank, Larlene und Miss China lassen sich (in voller Maske und in ihren Rollen) über das ‚Leben‘ als Zombie und die Gruppendynamik in ‚ihrem‘ Trailer-Park befragen. Was recht witzig im Stil einer Stand-Up-Comedy startet, zieht sich allerdings bald in die Länge, da offensichtlich auch tote Rednecks Höhlköpfe bleiben, die nicht wirklich viel zu sagen haben.

Zum Film gibt es eine Website.

[md]

Titel bei Amazon.de (DVD)
Titel bei Amazon.de (Blu-ray)

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Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD: “Alltag im Vatikan” (ab 26. März 2010 im Handel!)

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. März 2010

Alltag im Vatikan (ab 26. März 2010 auf DVD!)
Laufzeit ca. 90 Min, FSK ab 6 Jahren

Im Herzen von Rom, der ewigen Stadt, liegt das Zentrum der katholischen Welt: der Vatikan. Viele Gerüchte und Geschichten ranken sich um diesen magischen Ort, der ein ureigenes Universum für sich bildet – einige wahr, viele erfunden. Nur wenige Informationen dringen aus den hohen Mauern hervor an die Öffentlichkeit, bekannt sind lediglich die glanzvollen Zeremonien, wie die Osterfeierlichkeiten mit der „Urbi et Orbi“-Segenserteilung vor dem Petersdom – bis jetzt zumindest! Pünktlich zum Osterfest gewährt Universum Film einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen des kleinsten Staates der Welt und dokumentiert, wie die Maschinerie Vatikan und das tägliche Leben dort funktioniert.

Mit ihrer zweiteiligen Dokumentation Alltag im Vatikan wurde den Filmemacherinnen Christel Fromm und Cristina Trebbi das einzigartige Privileg zuteil, eine enge Verknüpfung zwischen der glanzvollen Größe des Vatikans und dem ganz persönlichen Leben der einzelnen Menschen herzustellen, die mit ihren unterschiedlichen Tätigkeiten für den reibungslosen Alltagsablauf im Vatikan sorgen: ob Chorleiter, Sicherheitsbeamte, Näherinnen, Feuerwehrleute oder Gärtner. Eine faszinierende Reise zum Staunen und Schmunzeln in bislang unbekannte Gefilde! Alltag im Vatikan erscheint am 26. März 2010 auf DVD im Handel.

INHALT:
Wie funktioniert die faszinierende Maschinerie Vatikan? Wer sind die vielen Menschen, die hier tagtäglich ihre Arbeit verrichten? Wie sieht ihr Alltag im Vatikan aus? Es wird gestöbert in Werkstätten, Gewächshäusern und Nähstuben. Man begegnet Menschen in der Sakristei des Petersdomes und der Waffenkammer. Es wird ein Blick auf den päpstlichen Fuhrpark geworfen, das weltberühmte Papamobil begutachtet und eine Übung der vatikanischen Feuerwehr beobachtet.

Teil 1: Feuerwehr und Osterlamm
Der erste Teil der Dokumentation begibt sich auf eine vorösterliche Entdeckungsreise durch den Vatikanstaat. Der Zuschauer begegnet den Menschen in der Autowerkstatt ebenso wie in der Sakristei und in der Waffenkammer. Er erfährt von der Modedesignerin des Papstes, welche Modelle sie für ihn entwirft oder von den Problemen der Vergolder mit wurmstichigen Engeln. Außerdem wird gezeigt, wie im Rahmen einer Feuerwehrübung ein Brand gelöscht wird und die Vorbereitungen zur großen Ostermesse dokumentiert.

Teil 2: Dynamit und Lichterglanz
Der Vatikan, einer der verschwiegensten Orte der Welt, hat dem Filmteam um Christel Fromm und Cristina Trebbi auch in der Vorweihnachtszeit Türen und Tore geöffnet, die bisher vor der Öffentlichkeit verschlossen waren. Der zweite Teil der Dokumentation zeigt die festlichen Vorbereitungen zum Weihnachtsfest. Dabei begleitet das Filmteam nicht nur die riesige Tanne auf ihrem beschwerlichen Weg zum Petersplatz und steht beim glanzvollen Weihnachtsfest im Petersdom in der ersten Reihe. Auch ein eher außergewöhnliches Ereignis kann der Film dokumentieren: In den vatikanischen Gärten muss eine Bombe entschärft werden.

Produziert wurde der aufwendige Zweiteiler von der Produktionsfirma Gruppe 5, die schon seit 1990 unzählige erfolgreiche Dokumentationen hergestellt hat, u.a. “Abenteuer Wissen”-Beiträge, “Terra X”, “Ärzte unterm Hakenkreuz” und “Die Deutschen” (nominiert für den Deutschen Fernsehpreis 2009). Auch bei dieser Produktion wurden keine Mühen gescheut:

Zwischen der ersten Idee und der Realisierung des Projekts lagen knapp 15 Jahre – denn hinter die prunkvolle Fassade des Vatikans schauen zu dürfen, ist nur Wenigen vorbehalten.

Bei Libri.de


Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD:
“Alltag im Vatikan”
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Im Zentrum welcher Stadt befindet sich der Vatikan? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Simone Kreuzer, Bernhard Bartel und
Thomas Thaler. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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Das Buch zur TV-Serie: Paul Kearney – “Die Insel jenseits der Zeit” – Primeval 2

Erstellt von Detlef Hedderich am 25. März 2010

die-insel-jenseits-der-zeitPaul Kearney
Die Insel jenseits der Zeit
Primeval 2

Primeval – The lost Island, GB, 2008
Cross Cult, Ludwigsburg, 10/2009
TB, Mystery, Science Fiction
ISBN 9783941248120
Aus dem Englischen von Anika Klüver
Titelfoto von Impossible Pictures Ltd & Rainforest/shutterstock

www.cross-cult.de
www.itv.com/Drama/cult/Primeval/
http://primeval.tv
www.paulkearneyonline.com/

Bereits drei Staffeln umfasst die britische Mystery-Serie „Primeval”, und zwei weitere sollen noch folgen. Zu den Produzenten der Serie gehört u. a. Tim Haines, der in den 1990er Jahren vor allem durch seine Dinosaurier-Dokumentationen bekannt geworden ist. So muss man sich auch nicht lange über das Thema wundern, denn in den Folgen selbst geht es in erster Linie um Urzeitmonster, die durch so genannte ‚Anomalien’ in die Jetztzeit gelangen. Unter Leitung des Anthropologie-Professors Nick Cutter versucht nun eine Gruppe von mutigen Männern und Frauen, die Geheimnisse dieser Risse in der Zeit zu ergründen und zu verhindern, das Dinosaurier, Urzeitraubtiere und andere Monster den Menschen Schaden zufügen. Dabei kommen sie nach und nach einer Verschwörung auf die Spur, die ausgerechnet von Cutters Frau Helen angeführt wird.

„Die Insel jenseits der Zeit“ ist zu Anfang der zweiten Staffel angesiedelt. Noch ist Steven Hart seinem Vorgesetzten treu ergeben und scheinbar sein bester Freund. Im Auftrag einer speziellen Behörde, die unter der Leitung von Sir James Lester steht – das ‚Anomaly Research Centre’ (ARC), sind sie immer wieder im Einsatz, um die Risse in der Zeit zu finden und aufzuhalten. Dankenswerterweise hat Connor, das technische Genie und der Computercrack der Truppe, nun einen Detektor gebastelt, mit dem die Anomalien schnell und effektiv aufgespürt werden können – jedoch nur wenn das Gerät aktiv ist. Da Connor gerade an ihm herum bastelt, bekommen sie erst einmal nicht mit, dass wieder neue Risse in der Zeit entstanden sind und die Urzeitwesen erste Opfer fordern: Vor der irischen Küste wird ein Fischkutter angegriffen und zerstört, und eine seit Jahren von Menschen verlassene Insel – Niemandsland, um das sich Frankreich und Irland streiten – scheint die Quelle von gleich einem Dutzend Anomalien zu sein.

So macht sich Cutter zusammen mit Stephen, Abby, Connor und einigen Sicherheitsleuten auf den Weg, sich die Sache genauer anzusehen. Allerdings müssen sie dabei sehr vorsichtig vorgehen, denn diesmal agieren sie in scharf überwachten internationalen Gewässern. Da ihr Treiben nicht unbemerkt bleibt, bekommt auch Sir James Lester schon bald eine Menge zu tun, um diplomatische Schwierigkeiten zu verhindern, während die Gruppe auf der Insel nicht nur durch die Anomalien, sondern auch die Unbilden der Natur in Lebensgefahr gerät.

Paul Kearney ist ein erfahrener Autor, der bereits einige Fantasy-Zyklen wie „Die Königreiche Gottes“ verfasst hat, und versteht sein Handwerk. „Die Insel jenseits der Zeit“ lässt keine Wünsche, was die Handlung angeht; sie ist actionreich und dramatisch, der Humor und das Verhalten der Figuren der Serie angemessen, und die Geheimnisse sind passend zur Mythologie. Dennoch sollte man sich keine tiefer gehenden Erkenntnisse oder gar besondere Entwicklungen erhoffen. Der Roman wahrt den Status Quo der Reihe und entwickelt eigene kleine Geheimnisse, die nicht zum Kanon von „Primeval“ gehören, verändert aber an den Figuren nichts Besonderes. Zudem kann man davon ausgehen, dass den Helden selbst nichts passiert, während die frei erfundenen Charaktere zum größten Teil Freiwild sind. Von daher sind Teile der Handlung schon früh vorhersehbar, und man nimmt auch die Bedrohungen für Cutter, Hart und Co. nicht besonders ernst.

Auch verzichtet der Autor darauf, in die Serie einzuführen, so dass Leser, die die Reihe bisher noch nicht kennen, nicht alles verstehen werden, vor allem nicht die Dynamik zwischen den Charakteren. Vor allem die besondere Beziehung von Cutter zu Jenny, der Frau für Öffentlichkeitsarbeit im ARC, die eine besondere Triebfeder der Serie ist, bleibt außen vor. Auch wenn der Roman nicht an seinen Vorgänger „Im Schatten des Jaguar“ heran kommt, kann „Die Insel jenseits der Zeit“ dennoch die Fans von „Primeval“ unterhalten und die Wartezeit bis zur nächsten Staffel etwas verkürzen.

Copyright © 2010 by Christel Scheja (CS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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Preisrätsel / Gewinnspiel 2 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD: ICE TWISTER

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. März 2010

ICE TWISTER
Regie: Stephen R. Monroe
Darsteller: Mark Moses, Camille Sullivan, Kaj-Erik Eriksen u. a.

Ein wissenschaftliches Experiment geht schrecklich schief! Anstatt Regen zu erzeugen entstehen Eistornados, die rasiermesserscharfe Eissplitter vom Himmel hageln lassen. Alles, was die Wissenschaftler auch versuchen um die Tornados aufzuhalten, funktioniert nicht. Bis der Science-Fiction-Bestseller-Autor Charlie Price mit einer unkonventionellen Idee kommt, an die bisher keiner gedacht hat. Doch kann der Vorschlag rechtzeitig umgesetzt werden, um die Katastrophe zu stoppen?

TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Ice Twisters; Produktionsland + -jahr: Kanada 2009
Genre: Katastrophen-Thriller; Ton: Deutsch: DD 5.1/DTS, Englisch: DD 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 16:9/1:1.85; Laufzeit: ca. 91 Min.
FSK: 12; DVD-Extras: Making Of, Trailer; Bestellnummer: 22382; EAN-Code DVD: 4041658223829
Bei Libri.de

Preisrätsel / Gewinnspiel 2 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD: ICE TWISTER
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wie lautet das Produktionsland in dem der Film gedreht wurde? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Jördis Schwarzmül und Helmut Rieck. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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Preisrätsel / Gewinnspiel 2 x 1 (KOSTENLOSE!) Einzel-DVD: WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. März 2010

Michael Bully Herbig lässt die Wikinger los!
DVD- und Blu-ray-Verleihstart: 11. März 2010
DVD- und Blu-ray-Verkaufsstart: 11. März 2010

Wickie (Jonas Hämmerle), der kleine liebenswerte Junge mit den rotblonden Haaren, lebt zusammen mit seiner Mutter Ylva (Sanne Schnapp) und seinem Vater Halvar (Waldemar Kobus), dem stursten Wikinger-Chef aller Zeiten, im Wikingerdorf Flake. Die Wikinger sind von Natur aus starke, unerschrockene und laute Gesellen. Wickie jedoch ist ganz anders: zurückhaltend und zart besaitet. Doch er besitzt eine Gabe, die kaum einer seiner Mitwikinger hat: Er ist schlau, um nicht zu sagen: sehr, sehr schlau – und überzeugt mit Ideen frei nach dem Motto „Keine Muskeln, dafür Köpfchen!“

Eines Tages wird das Dorf von einer skrupellosen Horde wilder Fremder mit Angst einflößenden Drachenmasken heimgesucht und gnadenlos überfallen. Die allergrößten und liebsten Schätze der Dorfbewohner werden geraubt: nämlich ihre Kinder! Alle, bis auf Wickie, der sich – Glück im Unglück – beim Drachenfliegen in einem Baumwipfel verheddert  hatte.  Wickies Vater Halvar und die anderen Wikinger aus Flake hissen die Segel, um die Kinder zu befreien und begeben sich so in ein großes, spannendes Abenteuer auf hoher See. Und was macht Wickie? Immer wieder muss er mit seinen schlauen Einfällen und Ideen seine Freunde aus schier ausweglosen Situationen befreien.

Mit von der Partie sind natürlich auch die sich ständig streitenden Tjure (Nic Romm) und Snorre (Christian A. Koch), der in die Jahre gekommene weise Urobe (Olaf Krätke), Gorm (Mike Maas), der ständig entzückt ist, der Barde Ulme (Patrick Reichel) und natürlich der gutmütige, große, starke und dicke Faxe (Jörg Moukaddam). So unterschiedlich die Freunde aus Flake auch sind, eines gilt für alle: Sie halten zusammen, egal, was kommt … Nur was, wenn der Schreckliche Sven (Günther Kaufmann), der schlimmste Pirat aller Zeiten, auftaucht? Dann erst recht!

Millionen verkaufte Romane, Comic-Hefte und eine 78-teilige Zeichentrickserie machten „Wickie“ in den letzten 35 Jahren zur absoluten Kultfigur! Deutschlands erfolgreicher Regisseur Michael Bully Herbig inszenierte mit „Wickie und die starken Männer“ einen abenteuerlichen Wikinger-Spaß mit einer starken Besetzung. Als Wickie überzeugt Jonas Hämmerle sowie Waldemar Kobus als Halvar. In weiteren Rollen zu sehen sind: Günther Kaufmann, Christoph Maria Herbst, Jürgen Vogel und Michael Bully Herbig.

„Wickie und die starken Männer“ wurde in der Kategorie “Film national“ mit einem BAMBI ausgezeichnet und erhielt bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises am 15. Januar 2010 den Publikumspreis.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: http://www.wickie.film.de

Ausstattung der Einzel-DVD:
Bildformat: 2:35:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS 5.1, Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte möglich
Prod.-Jahr: 2009
FSK: o.A.
Länge: ca. 84 Min.
Extras: Bully Spezial – Making of (ca. 45 Min.), Outtakes / Gag-Reel (ca. 5 Min.), Sing-along „Hey, Hey Wickie“ (ca. 3 Min.), Karaokeversion „Hey, Hey Wickie“ (ca. 3 Min.), Musikvideo Bully & Sasha „Father & Son“ (ca. 3 Min.),
Merchandising-Seite, Kino-Trailer und –Teaser, Hinweis auf Rom-Teil
Leih-EAN: 4011976870869

Kauf-EAN: 4011976870883
Bei Libri.de


Ausstattung der Einzel-Blu-ray:
Bildformat: 2.35:1 in 16:9
Tonformat: Deutsch DTS-HD High Resolution 5.1, Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte möglich
Prod.-Jahr: 2009
FSK: o.A.
Länge: ca. 87 Min.
Extras: Bully Spezial – Making of (ca. 45 Min.), Outtakes / Gag-Reel (ca. 5 Min.), Sing-along „Hey, Hey Wickie“ (ca. 3 Min.), Karaokeversion „Hey, Hey Wickie“ (ca. 3 Min.), Musikvideo Bully & Sasha „Father & Son“ (ca. 3 Min.),
Merchandising-Seite, Kino-Trailer und –Teaser, Hinweis auf Rom-Teil
Leih-EAN: 4011976313762
Kauf-EAN: 4011976313786
Bei Libri.de

Ausstattung der Blu-ray Premium Edition (enthält folgende 3 Discs):
Disc 1: Siehe Ausstattung der Einzel-DVD
Disc 2: Siehe Ausstattung der Einzel-Blu-ray
Disc 3: Extras der zusätzlichen Blu-ray: Produktions Making of (ca. 20 Min.), Deleted Scenes, CGI Making of, Die Promo-Presse-Kino-Tour, Slide Show, TV-Auftritte, Castingshow Top 10 „Bully sucht die starken Männer“
Kauf-EAN: 4011976316480
Bei Libri.de

Limitierte HELM-Sonderedition:

Neben der Einzel-DVD, Blu-ray und Blu-ray Premium Edition wird es eine limitierte HELM- EDITION geben bestehend aus einem original Wickie-Helm und der Einzel-DVD von WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER in einer Sonderverpackung. Ein MUSS für jeden Fan!
Kauf-EAN: 4011976875185

Bei Libri.de

“WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER” bei Booklooker.de suchen

Filmbewertungsstelle (FBW) vergibt die Auszeichnung:
Prädikat besonders wertvoll

Der gewitzte, kleine Wickie war einer der sympathischsten Helden des deutschen TV- Kinderprogramms. In den 78 Folgen der Zeichentrickserie musste er immer wieder seinem Vater, dem Wikingerhäuptling Halvar, beweisen, dass man mit einem klugen Köpfchen weiter kommt als mit tumber Gewalt. Immer wieder gerieten die Bewohner des Dorfes Flake in Schwierigkeiten und immer wieder fügte sich nach der pfiffigen Idee von Wickie alles zum Guten.

Michael Bully Herbig war so klug, dieses dramaturgische Schema beizubehalten und auch sonst ist dies eine überraschend werktreue Adaption. So trifft er den Ton und die Stimmung der Erfolgsserie sehr genau. In diesem Rahmen erlaubt sich Herbig kaum die parodistischen Brechungen, für die seine früheren Filme bekannt waren.

Mit einer Mischung aus Sorgfalt und kreativem Übermut ist der Film auf allen Ebenen gefertigt. So überzeugen die liebevolle Ausstattung, einige spektakuläre Computeranimationen, die aber nie von der Geschichte ablenken, und der durchweg sanft neckende Humor. Auch die Besetzung ist bis zu den kleinen Nebenrollen fehlerlos.

Jonas Hämmerle spielt in der Titelrolle sehr natürlich und sympathisch und verstärkt dadurch die positive Grundströmung des Films. WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER bietet nahezu perfektes Unterhaltungskino für die ganze Familie.
Quelle: Filmbewertungsstelle Wiesbaden

Preisrätsel/Gewinnspiel 2 x 1 Einzel-DVD (Kauf-DVD EAN: 4011976 870883):
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Welche Figur verkörpert Jonas Hämmerle? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Gaby Oswald und Frank Rauch. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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