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Archiv für März, 2010

PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 1 x BLU-RAY “DUMBO” und 1 x 1 Plüschtier “DUMBO” Copyright © Disney. VÖ (11.03)

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. März 2010

Dumbo – eines der zauberhaftesten Disney-Meisterwerke: Brilliant gezeichnet, begeistert dieser wundervolle Film mit seinen Oscar-preisgekrönten Melodien, von denen fast jede zum Evergreen geworden ist.

Das Schicksal meint es zunächst nicht gut mit Dumbo. Seine selbst für einen Elefanten viel zu großen Ohren bereiten ihm nur Scherereien und sorgen bei den anderen Zirkustieren für viel Gelächter. Mit der Hilfe der cleveren Maus Timothy, einer magischen Zauberfeder und jeder Menge Mut erkennt Dumbo, dass er ein ganz besonderer Elefant ist. Denn die hinderlichen Ohren eignen sich hervorragend zum Fliegen und machen Dumbo zum Star der Manege.

Vertrieb:
Walt Disney Studios Home Entertainment
Schauspieler:
-
Regisseur:
Ben Sharpsteen
Produktion:
USA / 1941
Kategorie:
Kinder/Familie, Klassiker, Trick/Animation

Altersfreigabe:
FSK: Freigegeben ab 0 Jahren
Sprachen:
Deutsch DTS-HD MA 7.1
Englisch DTS-HD MA 7.1
Türkisch DTS-HD MA 7.1

Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch; Englisch für Hörgeschädigte

Region:
B
Disc Kapazität:
BD-50 GB
Bildformat(e):
HD-Widescreen (4:3, 1:33.1) 1920×1080p
Video-Codec:
MPEG-4/AVC
Spieldauer:
64 Minuten
Veröffentlichung:
11.03.2010 (Release)

Blu-Ray + DVD Edition.
FSK ohne Altersbeschränkung.
Laufzeit ca. 64 Minuten.
Ausgabeformat/Kodierung:Farbe 1. 33:1 HDTV 1080p Produktion:USA 1941 Kinopremiere:08. 04. 1952 Sprachversion:Deutsch, DTS-HD 7. 1, Englisch, DTS-HD 7. 1 Master Audio, Türkisch, DTS-HD 7. 1 Untertitel:Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch , für Hörgeschädigte:Englisch.
Sprachen: Deutsch Englisch Türkisch.
Produktionsjahr: 1941.
Amaray Case.

Bonusmaterial:

1. Disney View Einführung mit James Coleman
2. Cine-Explore-Kommentar
3. Ein Meisterstück wird gefeiert
4. Kunstgalerien
5. Animierte Kurzfilme: „Elmer Elefant”, „Die fl iegende Maus”
6. Disney Familienspiele: „Was siehst du?”, „Was weißt du?”
7. Audiokommentar von Pete Docter, Paula Sigman und Andreas Deja
8. Das Sound-Design von „Der Drache wider Willen” ZUSÄTZLICHE SZENEN
9. Zusätzliche Sequenz: „Die Geschichte der Maus”
10. Zusätzliches Lied: „Are You A Man Or A Mouse?” BACKSTAGE DISNEY
11. Dumbo – Ein Making Of zum Abheben
12. Die Magie von Dumbo: Das Dumbo- Karussell in Disneyland
13. Original Walt Disney TV Einleitung
14. Original Kinotrailer

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL:  1 x BLU-RAY “DUMBO” und 1 x 1 Plüschtier “DUMBO” Copyright © Disney. VÖ (11.03)

Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Was für ein Tier ist DUMBO? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Plüschfigur: Andrea Mort; Film: Dieter Schnoor. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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Skunk Fu! – Vol. 03

Erstellt von Günther Lietz am 23. März 2010

Skunk Fu!
Vol. 3

Irland 2007-2008
Regie: Aidan Harte
ab 6 Jahren
50 Minuten Lauflänge
Bildformat: 4:3
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 2.0
Label: Universal Music/Karussell
http://www.karussell.de/skunkfu

Bei „Skunk Fu!“ handelt es sich um eine witzige Animationsserie aus Irland, die in Deutschland auf Super RTL ausgestrahlt wurde. Die kurzen Geschichten (zirka dreizehn Minuten lang) handeln von dem kleinen Stinktier Skunk, das von einem kurzsichtigen Klapperstorch für einen Panda gehalten wurde und somit auf einer chinesischen Insel landete. Der dort lebende Meister Panda hält Skunk zudem für den Auserwählten und unterrichtet das Stinktier in Kung-Fu. Natürlich erlebt Skunk alle möglichen Abenteuer und der kleine Kerl gerät regelmäßig in brenzlige Situationen. Immerhin gibt es gemeine Gegenspieler und überall lauern fiese Ninja Monkeys.

Die Serie ist recht witzig gestrickt und überzeugt vor allem durch die Hauptfigur Skunk, mit dem sich Kinder leicht identifizieren können. Denn Skunk ist ein neugieriges Kerlchen, haut gerne mal auf die Pauke und tritt auch manchmal ins Fettnäpfchen. Trotzdem ist er am Ende immer der Held – meistens jedenfalls.

Von der Handlung her ähneln die einzelnen Episoden sehr. Sie stehen für sich alleine und oft bekommt Skunk von Panda eine Lektion eingebläut, die er kaum versteht. Dann folgt eine Bedrohung oder eine Schandtat durch die Ninja Monkeys und Skunk wehrt diese ab, in dem er das gelernte Wissen seines Meisters irgendwie umsetzt. Die Botschaft dahinter ist natürlich mehr als deutlich: „Höre auf Deine Eltern und Lehrer, auch wenn Dir erst einmal unverständlich ist, was das soll“.

Auf der DVD sind insgesamt vier Episoden enthalten: „Die Kunst ein Kieselstein zu sein“, „Die Kunst des Monkey-Schleuderns“, „Die Kunst der Ausrede“ und „Die Kunst des inneren Lichts“. Auch diesmal löst Skunk mit Hilfe seiner Freunde, harter Arbeit und ein wenig Glück die Probleme. Dabei geht schon mal etwas schief und immer ist die Handlung mit Kung-Fu gespickt. Natürlich wird niemand verletzt und fliegen meistens die putzigen Ninja-Monkeys durch die Gegend. Besonders witzig und lehrreich ist übrigens „Die Kunst der Ausrede“, da sich Skunks Lügen schlussendlich verselbstständigen und ihn um seinen Ruhm bringen. Eine sehr gelungene Episode!

Die Animation der Serie ist putzig und wirkt modern. Es handelt sich um Flash-Animationen, wie sie aus dem Internet bekannt sind. Vor allem für günstige und trotzdem hochwertige Produktionen ein geeignetes Format. Obwohl die Serie sehr witzig ist und einen feinen Humor besitzt – der sogar Erwachsene anspricht – wirkt sie leider etwas statisch. Das liegt vor allem an den bewegungsarmen Hintergründen und Kulissen.

Das Bild der DVD liegt im TV-Format 4:3 vor, Ton gibt es nur auf Deutsch und in Dolby Digital 2.0. Auch hier wurde auf eine günstige Produktion Wert gelegt. Das scheint leider auch bei der Qualitätskontrolle der Fall zu sein. So gibt es als Bonus ein Flash-Game auf der DVD. Diese Information prangt auch vorne auf dem Cover, begleitet von einem winzigen Sternchen. Aha, für das Bonusspiel wird ein PC benötigt. Diese Zusatzinformation steht kleingedruckt nur auf der Rückseite. Zusätzlich hat das Spiel Macken. Jedenfalls verweigerte es auf unterschiedlichen Rechnern mit gängigen Betriebssystemen den Start und war auch mit keinem Zusatzprogramm zum korrekten Ablauf zu bewegen. Mag sein, dass das Spiel auf irgendeinem Rechner mit irgendeiner Konfiguration läuft, aber zum Einen sollte der Hinweis auf den PC deutlicher angebracht werden, zum Anderen sollte sichergegangen sein, dass die Software auf möglichst allen Systemen läuft.

Schlussendlich bietet Karussell eine witzige kleine Serie auf DVD an, allerdings schlampig produziert. Zusammengenommen bleibt nur Mittelmaß.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

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Preisrätsel/Gewinnspiel je 1 x Vol.1 je 1 x Vol.2 je 1 x Vol.3 als -DVD:
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wieviel Episoden sind auf der oben besprochenen DVD enthalten? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Die Gewinner lauen: Gerhard Kratz, Wolfgang Pfandler und Stefan Pfeiffer. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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The Children – In ihnen schlummert das Böse

Erstellt von Michael Drewniok am 18. März 2010

The Children – In ihnen schlummert das Böse

Originaltitel: The Children (GB 2008)
Regie u. Drehbuch: Tom Shankland
Kamera: Nanu Segal
Schnitt: Tim Murrell
Musik: Stephen Hilton
Darsteller: Eva Birthistle (Elaine), Stephen Campbell Moore (Jonah), Jeremy Sheffield (Robbie), Rachel Shelley (Chloe), Hannah Tointon (Casey), Raffiella Brooks (Leah), Jake Hathaway (Nicky), William Howes (Paulie), Eva Sayer (Miranda)
Label: Pandastorm Pictures
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Erscheinungsdatum: 12.11.2009 (Leih-DVD u. -Blu-ray) bzw. 10.12.2009 (Kauf-Doppel-DVD u. Kauf-Blu-ray) bzw. 18.03.2010 (Single-Kauf-DVD)
EAN: 4048317357796 (Leih- u. Single-Kauf-DVD) bzw. 4048317757794 (Kauf-Doppel-DVD) bzw. 4048317457793 (Leih- u. Kauf-Blu-ray)
Bildformat: 16 : 9 (1,85 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 81 min. (Blu-ray: 84 min.)
FSK: 18

Das geschieht:

Mit ihrem Lebensgefährten Robbie und den Kindern Leah und Paulie möchte Elaine das Silvester-Wochenende bei ihrer Schwester Chloe und Schwager Jonah verbringen. Casey, Elaines Teenager-Tochter aus einer früheren Ehe, wollte lieber mit Freunden auf eine Party und ist entsprechend missmutig, dass ihre Mutter sie zum Mitkommen gezwungen hat.

Chloe und Jonah sind Yuppies, die ihr Unternehmen gut verkauft und sich eine Villa auf dem Land gekauft haben, wo sie sich ihren Kindern Nicky und Miranda widmen wollen. Das Haus liegt sehr abgeschieden in einer Waldgegend, und Schneefälle drohen die Zufahrtsstraßen zu blockieren. Paulie, Elaines und Robbies verhaltensgestörter Sohn, ist krank und deshalb besonders schwierig. Der beruflich glücklose Robbie will Jonah für ein obskures Geschäftsprojekt begeistern. Jonah winkt ab und interessiert sich mehr für die zu einer hübschen jungen Frau herangewachsene Nichte Casey. Obwohl Chloe die alte Rivalität zur Schwester aufleben lässt, entgeht ihr dies nicht.

Auf diese Weisen abgelenkt, bleibt den Erwachsenen zunächst verborgen, dass die Kinder sich verändern. Paulie ist nicht erkältet, sondern wurde von einer Krankheit befallen, die stark ansteckend ist und zunächst Husten, dann Übelkeit und schließlich Mordlust hervorruft. Zuerst erleidet die Katze einen grässlichen Tod, dann wird Jonah in einen Hinterhalt gelockt. Casey schöpft Verdacht, doch wie kann sie den Eltern klarmachen, dass ihre Töchter und Söhne sich in heimtückische Bestien verwandelt haben, die zur Jagd auf alle Erwachsenen blasen? Bis dies endlich durchgesickert ist, haben die meisten älteren Familienmitglieder ein schreckliches Ende gefunden …

Das gelungene Spiel mit einem Tabu

Kinder im Horrorfilm: Sie in dieses Genre wirklich einzubinden ist ein problematischer Eiertanz. Auf der einen Seite bieten sie sich im Rahmen des Spannungsaufbaus förmlich an. Die Liebe zum Kind ist mit allen damit einhergehenden Schutz- und Fürsorge-Elementen tief im gesunden menschlichen Wesen verankert. Der Anblick eines Kindes in Not setzt automatisch bestimmte Handlungs- und Gefühlsreaktionen frei. Letzteres machen sich Filme wie „The Children“ zu Nutze: Eine gefährliche Situation wirkt schier unerträglich, wenn wir ein Kind ihr ausgesetzt sehen.

Mit diesem Pfund lässt sich prächtig wuchern, doch ist ein Missbrauch heikel. Übertreibt es der eifrige Horror-Filmer mit der Gefährdung seiner Schützlinge, kann die Stimmung des Publikums abrupt umschlagen. Während erwachsene Figuren auf alle möglichen (und unmöglichen) Weisen unterhaltsam verstümmelt oder zu Tode gebracht werden können, will man Kinder nur bedingt in entsprechenden Situationen oder gar als Tatschuldige sehen. Hier reagiert nicht nur das Gesetz (= Zensur) empfindlich, denn hier  wird an elementaren Empfindungen gerührt: Das Kind ist nicht nur zu beschützen, es gilt außerdem als ‚rein‘. Tom Shankland setzt den daraus erwachsenden Zwiespalt in einer Szene von „The Children“ anschaulich in Szene: Selbst als Elaine weiß, dass Nicky und Miranda sie gleich buchstäblich schlachten werden, ist sie außer Stande, sich zu verteidigen; es sind doch kranke und auch sonst unschuldige Kinder, gegen die sie – außerdem Mutter – sich wenden müsste!

Trotz der erwähnten Schwierigkeiten gibt es zahlreiche und auch gute Horrorfilme mit Kindern in zentralen Rollen. In der Darstellung kommt es auf das richtige Fingerspitzengefühl an, wie Tom Shankland es als Drehbuchautor und Regisseur an den Tag legt. Die Kinder in seinem Film werden zu Monstern, die sich entsprechend verhalten. Sie töten, und sie werden in Notwehr umgebracht. Shanklands Kunst besteht darin, sich um die Darstellung dieser Vorgänge einerseits nicht zu drücken, während er sie andererseits nicht zum vordergründigen Selbstzweck degenerieren lässt.

Der Weg ist das Ziel

Absichtlich bleibt der Drehbuchautor vage, wenn es um eine Begründung für das Verhalten der Kinder geht. Ausgelöst wird es durch eine von Viren oder Bakterien ausgelöste Infektion, die tollwutähnlich das Gehirn befällt. Woher die Krankheit kommt, bleibt ungesagt. Die äußeren Anzeichen beschränken sich auf dunkle Augenringe und einen starren Gesichtsausdruck; dies kommt nicht nur den noch limitierten schauspielerischen Fähigkeiten der jungen Darsteller entgegen, sondern macht auch deutlich, dass Shankland nicht den Schock durch entstellende Wunden oder Wucherungen sucht. Die Kinder bleiben Kinder. Ihr Verhalten birgt den eigentlichen Schrecken.

Dieser liegt auch in der Erkenntnis, dass Kinder ausgezeichnete Mörder abgeben. Sie sind klein aber flink, klug und geschickt mit den Händen. Vor allem verdächtigt sie niemand, mit Vorsatz zu töten. Auf diese Weise können Paulie, Nickie, Miranda und Leah zunächst ungestört metzeln. Nur Casey, die der Kindheit noch nicht gänzlich entwachsen ist, erkennt schon früh die Wahrheit. Allerdings gelingt es ihr fast zu lange nicht, mit dieser Erkenntnis zu den ‚echten‘ Erwachsenen durchzudringen.

„The Children“ bietet eine abgeschlossene Handlung und ist doch nur Ausschnitt aus einem ungleich größeren, angedeuteten Gesamtgeschehen. Die Epidemie hat sich längst dort ausgebreitet, woher Elaine und Robbie sie ahnungslos in Chloes und Jonahs Villa exportieren. Das offene und mit einer gelungenen Überraschung aufwartende Finale macht zudem deutlich, dass das Faktor Inkubationszeit für die Krankheit eine wichtige und bisher unbekannte Rolle spielt, die wenig Gutes verheißt und im Kino der C-Kategorie eine Fortsetzung vorprogrammieren würde.

Schrecklich nette Familien

Eine Geschichte, die auf plakatives Grauen beinahe vollständig verzichtet und stattdessen auf Spannung setzt, steht und fällt mit den Rollen und ihren Darstellern. Auch mit dem Casting hat Shankland vorzügliche Arbeit geleistet. Dass die Kinder so lange unerkannt wüten können, liegt auch an der Gruppendynamik innerhalb der beiden Familien. Immer wieder deutet Shankland – der nie den Zaunpfahl auf des Zuschauers Schädel niedersausen lässt – geschickt an, dass diese scheinbar so herzlich einander zugetanen Menschen alte und nie gelöste Konflikte mit sich herumtragen. Das Treffen lässt sie sofort wieder aufbrechen, und dies sorgt für die nötige Ablenkung, in deren Schatten die Krankheit sich entfalten kann.

Mit Eva Birthistle (Elaine), Stephen Campbell Moore (Jonah), Jeremy Sheffield (Robbie) und Rachel Shelley (Chloe) hat Shankland die perfekten ‚Erwachsenen‘ besetzt. Liebe und Freundschaft, aber auch Neid, Arroganz und Vorurteile bündeln sich in ihrem Verhalten. Insgesamt addiert sich das überzeugend zum Bild einer ganz normalen, leicht dysfunktionalen Familie.

Die Präsentation der Kinder als Bestien gelingt Shankland durch kluge Tricks. Er fordert seinen kleinen Darstellern nicht ab, was sie schauspielerisch und wohl auch psychisch überfordern könnte. Nie sieht man die Kinder wirklich morden, in der Regel zeigt Shankland die Folgen ihrer Taten. Stattdessen sieht man die Kinder ‚zwischen‘ ihren Anfällen und Attacken als stille aber deutliche Bedrohung.

Hannah Tointon (Casey) meistert ihre schwierige Vermittlerrolle ebenfalls großartig. Sie steht zwischen den Lagern, hadert mit den Erwachsenen, schwärmt durchaus nicht gänzlich nichtenhaft für ihren Onkel und steht zunächst allein gegen die Kinder. Durch ihr an sich typisches Teenager-Verhalten manövriert sich Casey in die Lage des Sündenbocks: Weil Kinder nicht böse sein können, ist sie es, die als neurotische, durchgedrehte Mörderin gilt und sich plötzlich auch noch gegen die misstrauischen Erwachsenen wehren muss.

Effekte ohne Hascherei

Echte Schock-Elemente halten sich in Grenzen; sie können logisch nicht vollständig ausgespart bleiben, stellen aber eindeutig nicht die Hauptattraktionen dieses Filmes dar. Wenn Shankland deutlich wird, dann schreckt er allerdings nicht vor solchen Effekten zurück, denen „The Children“ seine FSK-18-Einstufung verdankt, über die sich dennoch streiten lässt, weil nicht Blut und Körperteile, sondern primär Inszenierung und Musik für Entsetzung sorgen.

Generell ist „The Children“ ein (trügerisch) ruhiger Film. Shankland nimmt sich Zeit, uns mit dem Ort des Geschehens und den Protagonisten vertraut zu machen. Dabei streut er bereits Hinweise auf die zukünftigen Schrecken ein. Man kann sie übersehen, ohne dass der Film seine Wirkung verliert, aber sie komplettieren das Bild der Ereignisse. Als die Kamera beispielsweise einen Moment auf der umgekippten Tonfigur einer Katze verharrt, weiß der Zuschauer genau, was mit der Hauskatze geschehen ist, während Robbie erst viel später über deren blutigen Schädel stolpert.

Geschichte, Bild, Schauspiel und Musik bilden eine Einheit. Sie tragen sich gegenseitig und erzeugen einen Bann, der im modernen Horrorfilm gar nicht selbstverständlich ist, wo sich die genannten Elemente entweder gern selbst im Weg stehen oder einander ersetzen müssen. „The Children“ ist nichtsdestotrotz ‚nur‘ ein B-Movie, das ‚nur‘ eine spannende Geschichte erzählt: Dass dies eine Selbstverständlichkeit sein sollte, das (seltene) Gelingen aber so ins Auge sticht, ist den meisten Zuschauern gar nicht bewusst – ein deutliches Indiz für die ‚Qualität‘ der Filme, mit denen wir (übrigens nicht nur im Horror-Genre) abgespeist werden, sowie für die traurige Tatsache, dass wir uns daran gewöhnt haben. Ein Film wie „The Children“ wirkt dann wie eine erfrischende Dusche: Auch in der Unterhaltung sollte uns das Beste gerade gut genug sein!

DVD-Features

Ja, es gibt sie, die Extras zum Hauptfilm – sogar in reichlicher Zahl: Interviews mit Beteiligten vor und hinter der Kamera, ein „Making of“ mit dem hübschen Titel „Killing Kids“, die obligatorischen „deleted scenes“, Featurettes über die Drehorte und die Spezialeffekte (zu denen auch der Schnee gehört, der realiter die Landschaft gar nicht bedeckte), über „Tom Shanklands Höhle“ (keine Ahnung, was damit gemeint ist) und über die anspruchsvolle Arbeit mit den minderjährigen Darstellern.

Leider hatte der Rezensent nur die Single-Edition der DVD-Version von „The Children“ zur Hand und gehört deshalb zu den Pechvögeln, die mit Trailer-Werbung für weitere Spielfilme abgespeist werden. Die genannten Features bleiben jenen vorbehalten, die tiefer in die Geldbörse und entweder zur Doppel-DVD-Edition oder zur Blu-ray greifen. So ist das halt in der freien Marktwirtschaft …

Dafür gibt es eine sehr hübsche Website.

[md]

Titel bei Amazon.de (2-Disc Special Edition)
Titel bei Amazon.de (Blu-ray)

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“Danny Wallace: Und was machst du so?” – Das neue Buch vom Autor des Welterfolgs „Der Ja-Sager“, verfilmt mit Jim Carrey – Erscheinungstermin: 10. März 2010

Erstellt von Detlef Hedderich am 13. März 2010

Eine wahre Geschichte über’s Erwachsenwerden im Zeitalter von Facebook und Friends Reunited: Das neue Buch vom Autor des Welterfolgs „Der Ja-Sager“, verfilmt mit Jim Carrey Erscheinungstermin: 10. März 2010

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Danny Wallace, schottischer Comedian, steht kurz vor seinem 30. Geburtstag und ahnt, dass ihm nun endgültig das Erwachsenwerden droht. Die Anzeichen dafür verdichten sich: verheiratet, Leben in gediegenem Londoner Vorort, Vorliebe für Bio-Produkte und – Hilfe! – Zierkissen auf dem Sofa!

Ein wiederentdecktes Adressbuch aus Kindertagen erinnert ihn an seine 12 besten Schulfreunde. Haben sie auch so einen Horror vor dem Erwachsenwerden?

Auf Facebook und Friends Reunited macht sich Danny auf die Suche nach ihnen, findet sie und will sie treffen – wie z.B. seinen Freund Cameron, einstmals Darsteller eines Cola-Werbespots und Mitglied des fidschianischen Königshauses; Simon, der glaubt, das Zeitreisen entschlüsselt zu haben, oder Tarek, inzwischen ein berühmter deutscher Rapper. Seine Reise führt ihn nach Berlin, L.A., Sydney und Tokyo.

Am Ende ist es für Danny eine Reise in die »gute, alte Zeit« und zurück zu alten Freundschaften, aber auch zu sich selbst und zur Erkenntnis, dass Erwachsenwerden nur halb so schlimm ist, wenn man es gemeinsam tut.

Wenn Daniel Wallace nicht nach seinen Freunden sucht, lebt und arbeitet der 33-Jährige als Comedian, Fernsehproduzent, Radiomode­rator und Journalist in London. Er hat bereits mehrere Kultbücher geschrieben. Der Ja-Sager (Yes Man), mit Jim Carrey in der Hauptrolle verfilmt, erregte weltweit die höchste Aufmerksamkeit.

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Wallace, Danny
Und was machst Du so?
Wie ich meine 12 besten Freunde wiederfand

Übersetzt von Vierkant-Enßlin, Corinna
Verlag :      Droemer Knaur
ISBN :      978-3-426-78278-1
Einband :      Paperback
Preisinfo :      9,95 Eur[D] / 10,30 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      464 S. – 19,0 x 12,5 cm
Erscheinungsdatum :      05.03.2010

Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de

Klappentext: Danny Wallace wird bald 30 und weiß, dass ihm nun endgültig das Erwachsensein droht. Und er fragt sich, ob seine alten Schulfreunde wohl von ähnlichen Zweifeln geplagt werden. Schade nur, dass er die seit Jahren nicht mehr gesehen hat und sie über die ganze Welt verstreut leben. Als er beschließt, sie zu suchen, beginnt eine spannende Reise in ferne Länder, durch Kneipen und in die »gute, alte Zeit«.

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Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie heisst der Hauptdarsteller in der Buchverfilmung mit Namen? Sobald 40 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Zu den Gewinnern!

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Return to Sleepaway Camp

Erstellt von Michael Drewniok am 11. März 2010

sleepaway-campReturn to Sleepaway Camp

Originaltitel: Return to Sleepaway Camp (Sleepaway Camp V: Return to Sleepaway Camp), USA 2003/08
Regie u. Drehbuch: Robert Hiltzik
Kamera: Ken Kelsch u.  Brian Pryzpek
Schnitt: Ron Kalish
Musik: Rodney Whittenburg
Darsteller: Vincent Pastore (Frank), Paul DeAngelo (Ronnie), Michael Gibney (Alan), Jonathan Tiersten (Ricky), Felissa Rose    (Sheriff Jerry), Isaac Hayes (Chefkoch Charlie), Lenny Vento (Mickey), Erin Broderick (Karen), Adam Wylie (Weed), Kate Simses (Petey), Brye Cooper (Randy), Michael Werner (Michael), Christopher Shand (T. C.), Jaime Radow (Jenny), Shahidah McIntosh (Bella), Jackie Tohn (Linda), Chaz Brewer (Stan), Ashley Carin (Alex), Samantha Hahn (Marie) uva.
Label/Vertrieb: KSM – Krause & Schneider Multimedia
Erscheinungsdatum: 04.02.2010 (Leih-DVD) bzw. 08.03.2010 (Kauf-DVD)
EAN: 4260181980485
Bildformat: 16 : 9 (1,78 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch), Dolby Digital 2.0 (Englisch)
Untertitel: keine
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 83 min.
FSK: 18

Das geschieht:

Irgendwo dort, wo es ländlich einsam, sommerlich heiß und insgesamt langweilig ist, leitet der gerissene Frank das schmierige Camp Manabe. Die meist von ihren Eltern in den Ferien hierher gezwungenen Teenager sind renitent und laut, ihre Betreuer gereizt und überfordert. Täglich gibt es Ärger mit Alan, einem Problemkind. Riesengroß, dick und bärenstark, ist Alan nach einer Hirnhautentzündung geistig leicht zurückgeblieben und ungemein reizbar. Alle hassen ihn, der sich ihnen ständig aufdrängt und sich nun gar erdreistet, die hübsche (und entsetzte) Karen zu seiner Freundin zu ernennen.

Damit ist für die anderen Teenies das Maß voll. Systematisch beginnen sie Alan unter Leitung seines Stiefbruders Michael zu demütigen und zu quälen, bis ihr Opfer nach einem Nervenzusammenbruch im Wald verschwindet. Kurz darauf beginnen die Bewohner des Camps grässlichen Morden zum Opfer zu fallen. Für Frank ist der Fall klar: Alan ist durchgedreht. Zusammen mit Sheriff Jerry will er den Flüchtigen fassen und gleichzeitig jedes geschäftsschädigende Aufsehen vermeiden.

Trotzdem beginnt sich im Camp Manabe Panik zu verbreiten, die vom Mitinhaber Ronnie angeheizt wird. Er leidet noch immer unter den Erinnerungen an seine frühen Arbeitsjahre im Camp Arawak. Dort hatte 1983 die wahnsinnig gewordene Angela Baker blutig gewütet. Seitdem sitzt sie in einem Sanatorium, doch Ronnie denkt sofort an sie als Täterin. Sheriff Jerry ist geneigt, ihm Gehör zu schenken, denn auf einer Baustelle in der Nähe findet er Ricky Thomas, der den Kontakt zu seiner Cousine Angela nie abgebrochen hat.

Für beide Theorien gibt es plausible Indizien, doch die Realität sieht wesentlich bizarrer aus, weshalb der vermummte Killer es immer wüster treiben kann. Als das große Finale und der Moment der Wahrheit nahen, gibt es nicht mehr viele Überlebende im Camp Manabe, die dies zu würdigen wissen …

Im schmuddeligen Ableger von Camp Crystal Lake

Der Horrorfilm ist ein proletarisches Genre. Wo sonst ist es möglich, mit einer (oder auch keiner) Idee eine Karriere zu starten? 1983 schrieb und drehte Robert Hiltzik einen billigen, fiesen, von der gerade gestarteten Horror-Serie „Freitag, der 13te“ arg ‚inspirierten‘ Slasher namens „Sleepaway Camp“. Weil im Finale kurz aber unverhüllt männliche Geschlechtsorgane aufblitzten, gelangte das Filmchen zu Skandalruhm-Ehren und verankerte sich tief im kollektiven Gedächtnis des verstörten US-Publikums.

Womit Robert Hiltzik zwar keine neue Idee aber einen Fuß in der Filmtür hatte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert taucht sein Name ausschließlich im Umfeld der zahlreichen Fortsetzungen des ersten „Sleepaway-Camp“-Streifens auf; sechs sind es bisher, und der nächste wird bereits vorbereitet. Hiltzik selbst stieß erst mit dem fünften Teil wieder zu ‚seiner‘ Serie. Er ignorierte die Geschichte/n der Sequels und schloss direkt an die Ereignisse des Originals an.

Das gilt inhaltlich wie formal. Zwar heißt das Camp, in dem ein Massenmörder umgeht, nicht mehr Arawak, doch die windschiefen Hütten des Lagers Manabe scheinen aus demselben morschen Holz geschnitzt zu sein. Zudem bedient sich Hiltzik – angeblich mit Absicht, vielleicht aber auch, weil er gar nicht anders kann – ausgiebig der Formensprache der 1980er Jahre: „Return to Sleepaway Camp“ ist eine Art Hommage auf die wüsten Splatter dieser Ära.

Krudes Killen krimineller Kids

Folgerichtig verbringt der Zuschauer seine Zeit hauptsächlich mit dem Warten zwischen diversen Metzel-Szenen. Das ist unterhaltsamer als erwartet oder befürchtet – dazu unten mehr –, aber das Konzept ist im 21. Jahrhundert nicht mehr für Überraschungen gut. Hiltzik versucht auch gar nichts Neues, sondern inszeniert möglichst eng an der Vorlage. Das gelingt ihm so gut, dass der Zuschauer lange verunsichert ist, wann die Filmhandlung eigentlich spielt: irgendwann vor 1990 oder in der Gegenwart. Das einzige Zugeständnis an die Moderne ist der (moderate) Einsatz von CGI-Technik.

Der Splatter der 1980er Jahre galt dem politisch korrekt denkenden Establishment als Wiege des Bösen. Durch diese Filme inspiriert wuchsen jene bösen, pervertierten Generationen heran, deren Treiben erst durch das entschiedene Auftreten einer erstarkten Zensur Einhalt geboten werden konnte. Auch Hiltzik musste dem Rechnung tragen: Ein allzu explizites Morden wie in der schlechten, alten Zeit war ihm nicht mehr möglich, obwohl er sich bemüht, mit frittenfettgegrillten Schädeln, nagelbrettgespickten Wänsten oder einer Kastration per Drahtseil und Jeep – sehr kompliziert! – den Vorbildern wie schon gesagt so exakt wie möglich zu entsprechen.

Klug mischt er weniger Blutiges mit Kurzem aber Heftigem und arbeitet vor allem mit Humor: Seht her, ihr Kritiker, das ist doch alles gar nicht ernst gemeint! Ist es in der Tat nicht, und weil Hiltzik ein wenig schlauer ist als der übliche Regisseur des fünften Teils einer Trash-Horror-Serie, kann er einige gruselige Treffer landen. Selbstverständlich sind die Resultate geschmacklos und pubertär, aber mancher Einfall ist außerdem so bizarr und komisch, dass er unweigerlich Wirkung erzielen muss.

Miese Typen in gelungenen Darstellungen

Dabei erhält Hiltzik von unerwarteter Seite Unterstützung: Werden für einen Horrorfilm der B-Kategorie üblicherweise Nullmimen und Knallchargen engagiert, darf sich der Zuschauer dieses Mal über Darsteller freuen, die in ihren Rollen ausgezeichnet aufgehen. Der Regisseur Hiltzik konnte sich darüber hinaus auf den Drehbuchautor Hiltzik verlassen, der seine Figuren so grob und übertrieben zeichnete, dass sie sich perfekt in die Handlung integrieren.

Ein wirklich guter Einfall ist der Verzicht auf die typische Kategorisierung in „Gut“ und „Böse“. Die Bewohner von Camp Manabe sind ohne Rücksicht auf Geschlecht oder sozialen Status sämtlich unsympathisch. Es gibt keine Helden, sondern nur Loser, Idioten, „bullies“ und Zicken. Die Betreuer sind Luschen, das Lager ist ein Dreckloch in einem öden Waldstück. Hiltzik legt einen enormen Einfallsreichtum an den Tag, wenn es gilt, die Unwirtlichkeit dieses Ortes zu demonstrieren.

In kleinen aber prägnanten Rollen sieht man Vincent Pastore, sonst abonniert auf Mafia-Filme, als abgedrehten Kadadu-Liebhaber Frank, Isaac Hayes in einer Parodie seiner „Chefkoch“-Rolle aus der Cartoon-Serie „South Park“, Adam Wylie als sichtlich erwachsen gewordenen Ex-Kinderstar, sowie „Scream Queen“ Felissa Rose, Veteranin des modernen Trash-Horror-Kinos.

Erschreckender Realismus im Horrorfilm

Eine eigene Erwähnung verdient Michael Gibney. Er ist weder vor noch nach „Return to Sleepaway Camp“ als Schauspieler in Erscheinung getreten. Hier hinterlässt er als behinderter und sozial geschädigter Alan einen nachhaltigen Eindruck. Über weite Strecken tritt das Horror-Element in den Hintergrund, und Camp Manabe verwandelt sich in ein höllisches Abbild jenes Mikrokosmos‘, in dem die US-Jugend heranwächst. Im Kastensystem der Highschool stehen „Sportskanonen/Cheerleader“ und „Nerds/Loser“ am oberen bzw. unteren Ende des sozialen Spektrums. Brutales Mobbing bis zur quasi systematischen Züchtung von Amokläufern ist das Ergebnis.

Als Alan gibt Gibney den unfreiwilligen Verlierern ein Gesicht. Schon in Gestalt und Auftreten gilt er den Schönen & Beliebten als Beleidigung: Alan ist dick und laut, er ignoriert Regeln und Körperhygiene und fällt einfach nur lästig. Doch Gibney gibt in seiner Rolle nicht einfach das bemitleidenswerte Opfer – Alan ist ein echtes Arschloch; er schurigelt diejenigen, die schwächer sind als er, beleidigt jene, die ihm helfen wollen und tut überhaupt alles, um selbst gutwillige Zeitgenossen gegen ihn aufzubringen.

In seiner ambivalenten Rolle ist Gibney so überzeugend, dass er das Simpel-Konzept der „Sleepaway-Camp“-Handlung sprengt. Der Film wird hier Psychogramm eines Getriebenen, der das eigene Unglück selbst mit herausfordert. Alan ist die bei weitem stärkste Figur des Films; kein Wunder, dass Hiltzik ihn im letzten Drittel aus der Handlung nimmt, die er bisher dominierte, und ihn erst im Finale kurz zurückkehren lässt: Gegen den armen, bösen Alan wirkt selbst der Massenmörder von Camp Manabe blass.

Kein guter, aber ein ungewöhnlicher Film

Alle diese Besonderheiten lassen „Return to Sleepaway Camp“ keineswegs zum cineastischen Geheimtipp reifen. Leerlauf und Klischees sorgen durchaus für Langeweile und Verdruss, und wer hinter dem Gemetzel steckt, erkennt der Zuschauer beinahe sofort. Dennoch hat dieser Film etwas, das ihn von anderen billigen Horrorfilmen unterscheidet. Dazu trägt neben der Figurenzeichnung wohl auch Hiltziks Liebe zu ‚seiner‘ Story bei. Obwohl mehr als zwei Jahrzehnte zwischen „Sleepaway Camp“ und „Return to Sleepaway Camp“ liegen, greift Hiltzik die Vorgeschichte sorgfältig wieder auf. Einige Rollen konnte er sogar mit Darstellern aus dem Original wiederbesetzen, obwohl sich beispielsweise Paul DeAngelo oder Jonathan Tiersten inzwischen aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatten. Auch Felissa Rose lässt die irre Angela Baker kurz aber mit vollem Körpereinsatz aufleben.

Dass „Return to Sleepaway Camp“ ein Film ist, der durch viele Schwierigkeiten verzögert wurde und beinahe gar nicht zu Stande gekommen wäre, sieht man ihm übrigens nicht an. Die Dreharbeiten waren bereits 2003 abgeschlossen. Im Rahmen des bescheidenen Budgets konnten nur Spezialeffekte entstehen, die Robert Hiltzik nicht überzeugten. Er wartete deshalb ab, bis seine Kriegskasse sich wieder gefüllt hatte. Erst 2006 bis 2008 wurde der Film überarbeitet und fertiggestellt. Noch immer muss man ihn nicht ansehen, aber wagt man es, wird man durchschnittlich aber immerhin schräg unterhalten.

DVD-Features

Eigentliche Extras zum Hauptfilm gibt es nicht. Allerdings sollte man dieses Mal die Schlusstitel durchlaufen lassen: Wenn sie enden, gibt es noch eine zusätzliche Szene, die drei Wochen vor den Ereignissen im Camp Manabe spielt und eine nicht unbedingt zum Verständnis erforderliche aber kopfkrachend in Szene gesetzte Zusatzinformation liefert.

Dass sich um die „Sleepaway-Camp“-Serie ein kleiner Kult gebildet hat, verdeutlicht diese Website, die reichhaltiges Hintergrundmaterial zu allen Filmen bietet.

Die „Sleepaway-Camp“-Serie:

(1983) Sleepaway Camp
(1988) Sleepaway Camp II: Unhappy Campers
(1989) Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland
(2002) Sleepaway Camp IV: The Survivor (unvollendet)
(2003/08) Sleepaway Camp V: Return to Sleepaway Camp
(2010) Sleepaway Camp VI: Sleepaway Camp Reunion

[md]

Titel bei Amazon.de

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 2 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: LADY BLOOD (DVD)

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. März 2010

cover_lady-bloodLADY BLOOD
(Starttermin: ab 12.03.2010 im Verleih und im Handel)

Regie: Jean–Marc Vincent
Darsteller: Emmanuelle Escourrou, Philippe Nahon, Shirley Bousquet u. a.

Yanka, die als junge Frau einst Schreckliches durchmachen musste, hat ihr Leben inzwischen im Griff: Sie ist verheiratet, hat eine süße Tochter und arbeitet als Polizistin. Die dunklen Schatten ihrer Jugend scheinen überwunden. Doch plötzlich passiert Merkwürdiges in der Stadt. Eine übel zugerichtete Leiche nach der anderen wird aufgefunden und während alle Welt an das Werk eines wahnsinnigen Serienmörders glaubt, hat Yanka einen schrecklichen Verdacht: Die Dämonen ihrer Vergangenheit sind zurückgekehrt, um sie zu jagen!

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FSK: 18
DVD-Extras: Trailershow
Bestellnummer: 70034
EAN-Code: 4041658700344

TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Lady Blood
Produktionsland + -jahr: Frankreich, 2008
Genre: Horror
Ton: Deutsch DD 5.1 + 2.0, Französisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild: 1,85:1
Laufzeit: ca. 90 Min.

Titel bei Amazon.de (DVD)

Preisrätsel/Gewinnspiel 2 x 1 -DVD:
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden:
Was ist Yanka, die als junge Frau einst Schreckliches durchmachen musste, von Beruf? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! ACHTUNG: BEI FSK 18 TITELN PRÜFEN WIR DAS ALTER DER TEILNEHMER! Die Gewinner lauten: Frank Timm und Holger Oswald. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 2 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: SURVIVING EVIL (DVD)

Erstellt von Detlef Hedderich am 6. März 2010

cover_surviving-evilSURVIVING EVIL
(ab 12.03.2010 im Verleih und ab 09.04.2010 im Handel)

Regie: Terence Daw
Darsteller: Billy Zane, Natalie Mendoza, Christina Cole u. a.


Ein TV Crew dreht auf einer einsamen philippinischen Insel mit dem Survival-Experten Seb (Billy Zane) eine Doku über das Überleben im Dschungel. Doch obwohl die Insel scheinbar einsam und verlassen ist, sind sie nicht alleine. Im Dschungel lauert das Grauen: Aswangs, furchterregende Kreaturen mit Appetit auf Menschenfleisch und unstillbarem Durst auf das Blut schwangerer Frauen, lauern im Verborgenen. Als die Monster wittern, dass eines der weiblichen Crewmitglieder schwanger ist, beginnt die tödliche Jagd und der Kampf ums nackte Überleben.

TECHNISCHE DATEN
Originaltitel: Surviving Evil
Produktionsland + -jahr: USA, 2009
Genre: Action
Ton DVD: Deutsch: DD 5.1, Englisch: DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bild DVD: 1:1,85
Laufzeit: ca. 90 Min
FSK: 16 beantragt
DVD-Extras: Trailershow
Bestellnummer DVD: 50081
EAN-Code DVD: 4041658500814
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Preisrätsel/Gewinnspiel 2 x 1 -DVD:
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wie nennt man die
furchterregende Kreaturen mit Appetit auf Menschenfleisch und unstillbarem Durst auf das Blut schwangerer Frauen? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Die Gewinner lauten: Luuk Beppler, Paulina Gossman. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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Aliens vs. Predator 2 [Extended Version]

Erstellt von Michael Drewniok am 5. März 2010

avp2Aliens vs. Predator 2 [Extended Version]

Originaltitel: AVP: Aliens vs. Predator – Requiem (USA 2007)
Regie: Colin Strause u. Greg Strause
Drehbuch: Shane Salerno
Kamera: Daniel C. Pearl
Schnitt: Dan Zimmerman
Musik: Brian Tyler
Darsteller: Steven Pasquale (Dallas Howard), Reiko Aylesworth (Kelly O’Brien), John Ortiz (Sheriff Eddie Morales), Johnny Lewis (Ricky Howard), Ariel Gade (Molly), Kristen Hager (Jesse), Sam Trammell (Tim), David Paetkau (Dale), Chelah Horsdal (Darcy), Meshach Peters (Curtis), Matt Ward (Mark), Robert Joy (Colonel Stevens), Françoise Yip (Ms. Yutani) uva.
Label/Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment
Erscheinungsdatum: 30.08.2008 (Century3 Cinedition)
EAN: 4010232043214 (Kauf-DVD/Century3 Cinedition)
Bildformat: 16 : 9 (2,40 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Ungarisch)
Untertitel: Deutsch/Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch, Ungarisch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 97 min.
FSK: 18

Das geschieht:

Predator „Scar“ hat bei seinem letzten Jagdausflug auf den Planeten Erde nicht nur den Tod gefunden, ihm wurde auch von einem schlauen Alien ein Embryo eingepflanzt, was Scars trauernder Gefährte, der seine Leiche bergen kam, leider erst bemerkte, als der ungebetene Gast durch das Raumschiff zu geistern begann: kein Alien-„Warrior“, sondern ein „PredAlien“, ein genetischer Mischling, die Intelligenz und Kampfkraft beider Spezies vereint. Die Kreatur bezwingt auch den zweiten Predator. Bei diesem Kampf stürzt das Raumschiff über der Erde ab und schlägt nahe der Kleinstadt Gunnison im US-Staat Colorado auf. Während der Predator noch eine Alarmbotschaft funken kann, bevor er seinen Verletzungen erliegt, fällt das PredAlien bereits über die ahnungslosen Menschen her, die es frisst oder als lebende Brutkammern für seinen Nachwuchs verschleppt: Das Wesen schafft sich eine Armee säureblütiger „Warriors“, mit deren Unterstützung es die Erde erobern will.

Während sich auf dem fernen Planeten der Predatoren ein „Cleaner“ auf den Weg macht, der das PredAlien ausschalten und alle Spuren seiner Übeltaten verwischen soll, bevor die US-Regierung Wind davon bekommt, versucht auf der Erde Dallas Howard nach drei Knastjahren wieder Fuß in seiner Heimatstadt Gunnison zu fassen. Er hat genug vom kleinkriminellen Dasein und will auch seinen jüngeren Bruder Ricky zügeln, bevor dieser ebenfalls in Schwierigkeiten gerät. Am anderen Ende der Stadt buhlt Soldatin Kelly O’Brien nach ihrer Rückkehr aus dem Iran um die Gunst ihrer fremdelnden Tochter.

Als der ‚neue‘ Predator in Gunnison eintrifft, eskaliert die Situation. Überall kriechen bereits Aliens herum, die der außerirdische Jäger mit brachialer Gewalt bekämpft. Wer ihm dabei in die Quere kommt, findet auch als Mensch ein böses Ende. Sheriff Morales ist überfordert, die Nationalgarde zieht auf – und wird ausgelöscht. Nun rückt die Armee an, aber der misstrauische Dallas hegt den Verdacht, dass diese die Eindämmung der Alien-Seuche per Atombombe plant. Durch die brennende und von Monstern wimmelnde Stadt schlägt sich eine kleine Gruppe zum Krankenhaus durch, auf dessen Dach ein rettender Hubschrauber steht …

Sie kommen einfach immer wieder …

Manche Dinge sollte man als Zuschauer erst einmal ruhen lassen. In diesem Fall zahlte sich Geduld sogar doppelt aus (obwohl der hier zu besprechende Film dadurch nicht besser wurde). So entging Ihr Rezensent nicht nur der von der Werbung zusätzlich und planmäßig geschürten Erwartung, die sich auf die Wiederkehr der Paarung Predator & Alien richtete, sondern blieb auch von einer filmischen Rumpf-Fassung verschont, die für den Durchlauf im Kino auf Tempo und Lärm getrimmt wurde und knapp zehn Minuten kürzer war als der „Director’s Cut“, den die Strause-Brüder nicht einfach aus zunächst in der Schnittraum-Mülltonne gelandeten Resten (die es im digitalen Zeitalter wohl ohnehin nicht mehr gibt) zusammenklittern mussten, sondern mit zum Teil neu gedrehten Szenen zu ihrer Version eines ‚richtigen‘ AvP-Spektakels aufwerten durften.

Das war bitter nötig, denn obwohl das erste Gipfeltreffen („Alien vs. Predator“) 2004 für Einnahmen in erfreulicher Höhe gesorgt hatte, waren die echten Fans wenig begeistert von dem weichgespülten Effektgewitter, das in eine banale Story gebettet wurde und geradezu vorsätzlich zwei Mythen dekonstruierte. Vor allem die Aliens waren zu Sandsäcken der Predatoren heruntergekommen; die elegante, unheimliche Präsenz und Widerstandskraft, die sie in ihrer ‚eigenen‘ Serie auszeichneten, waren kaum mehr spürbar.

Leider ging der Auftrag für eine Fortsetzung an zwei Regisseure, die sich im phantastischen Film zwar bestens auskennen und entschlossen waren, die Doppelserie ihren Ursprünge wieder näherzubringen (was die Tilgung von Widersprüchen und Fehlern, die oft nur tief in die Materie eingeweihten Fans aufgefallen waren, durchaus einschloss), jedoch wie Paul W. S. Andersen (Regisseur und Drehbuchautor von „AvP 1“) eindeutig auf der Seite der Predatoren standen. Das brachte einen Film hervor, der die „Predator“-Fraktion zufriedenstimmen und die Fans der „Aliens“ verärgern wird, die in „AvP 2“ tüchtiger verdroschen werden als je zuvor.

Was wollen sie eigentlich?

Dies passt zu einem Film, dessen Primärzweck aus Produzentensicht in der Generierung neuerlicher Einnahmen bestand, während die Regie an zwei Männer ging, die jederzeit die Optik einer gut erzählten Story vorzogen. Die Geschehnisse, mit denen wir in der „Extended Version“ nunmehr 97 Minuten konfrontiert werden, sind entweder simpel oder hanebüchen; in der Regel treffen beide Eigenschaften zu.

Nicht einmal das ständige Action- und Effekt-Feuerwerk kann brennende Fragen verhindern: Wieso übernimmt ein Alien-Embryo neuerdings Informationen des Wirtes in seinen genetischen Bauplan? Von „Alien“ bis „Aliens 3“ war davon keine Rede gewesen, und in „Aliens – Die Wiedergeburt“ musste im Labor kräftig nachgeholfen werden. Das PredAlien produziert nur Aliens der bekannten „Warrior“-Gestalt; sehr merkwürdig. Sind „Warriors“ Mischwesen aus Menschen und einer weiteren, noch unbekannten Alien-Spezies? Warum informiert der abgestürzte Predator nur einen einzigen Gefährten? Ist die Invasion der Erde – die ja offenkundig verhindert werden soll – keine Aufgabe, die besser ein Predatoren-Team erledigen könnte?

Noch übler als den Aliens ergeht es der kopfstarken Schar der menschlichen Darsteller. Bevor diese sich endlich zusammenraufen, zerstreuen sie sich über ganz Gunnison und erleben episodenhafte Abenteuer. Als sie dann eine Gruppe bilden, fällt ihnen nur ein, zurück in die Stadt und zum Krankenhaus zu flüchten, wo ein rettender Hubschrauber steht. Niemals greifen die menschlichen Figuren planvoll oder bestimmend in das Geschehen ein. Sie werden entweder vom Predator oder vom PredAlien oder von den Alien-Kriegern hin und her gescheucht.

Darsteller als Monsterfutter

Dies mochte sich offenbar kein renommierter Schauspieler antun. Außerdem waren große Namen im Budget – das die Strause-Brüder lieber in eindrucksvolle Effekte investierten – nicht vorgesehen. Ewige Nebenrollen-Inhaber und Schwerarbeiter in den Minen der TV-Industrie bilden deshalb das Darstellerfeld. Es wird ergänzt von kanadischen Mimen, die in den letzten Jahren ihr Glück kaum fassen können: Weil der Dollar jenseits der US-Nordgrenze mehr wert ist als in Hollywood, entstehen Filme, die in den USA spielen, tatsächlich oft in Kanada. Als „AvP 2“ gedreht wurde, waren dort sogar soviele Produktionen zu Gast, dass die Schauspieler knapp wurden.

Aus dem Gewimmel der Haupt- und Nebenfiguren, die in der Mehrzahl bloßes Monsterfutter darstellen, ragt beim besten Willen niemand heraus. Die Charaktere verkörpern Klischees. Aus dem Rahmen fallen höchstens die wenigen Verstöße gegen scheinbar zementierte Normen. So haben die Strauses kein Problem damit, einen Alien-„Chestbuster“ aus der Brust eines Kindes brechen zu lassen. Überrascht wird der Zuschauer auch durch den unerwarteten Tod einer Hauptdarstellerin: Solches Bürsten gegen den Strich hätten die Strauses sich öfter gestatten sollen.

Mit einem Epilog, der den gewagten Bruch mit der Handlung riskiert, gelingt den Strauses das (grundsätzlich überflüssige) Kunststück, die „AvP“-Filme mit der vierteiligen „Alien“-Saga zu verknüpfen. Damit melden die beiden Regisseure ihren Anspruch auf eine Fortsetzung von „AvP 2“ an. Aufgrund der für das produzierende Studio enttäuschenden Einnahmen an den Kinokassen sah es damit lange schlecht aus, doch auf DVD und Blu-ray konnte „AvP 2“ diesen Einbruch wettmachen, sodass es wohl weitergehen wird.

Anmerkung

Ich weise darauf hin, dass sich mein Beitrag auf die von den Strauses angefertigte „Extended Version“ von „AvP 2“ bezieht. Deren Veröffentlichungsgeschichte ist hierzulande ein wenig kompliziert. Während die um mehr als sieben Minuten erweiterte Fassung als normale Einzel-DVD ihren Weg in die Videotheken fand, schwoll sie im Verkauf zur (ebenso pompös wie sinnfrei) betitelten „Century3 Cinedition“ an. In diesem Schuber stecken drei DVDs mit Kino-Version, „Extended Version“ und Extras.

Die Blu-ray-Fassung umfasst zwar die Extras der dritten „Century3“-DVD, beinhaltet aber nur die verkürzte Kino-Version; die „Extended Version“ ist also gar nicht als Blu-ray zu erwerben! Sehr merkwürdig …

DVD-Features

Um dem Käufer eine Fülle von Hintergrundinfos vorzugaukeln, wurde auf bewährte Art das „Making-of“ in zahlreiche Kapitelchen zerhäckselt, die sich insgesamt aber doch zu knapp anderthalb Stunden addieren. Erfreut registriert der Zuschauer auch die Abwesenheit sinnleeren Promotion-‚Interviews‘, in denen sich die Befragten gegenseitig über den grünen Klee lügen.

Viel Mühe haben sich die Regisseure Colin und Greg Strause sowie Produzent John Davis mit ihren Kommentaren gegeben, die deshalb (und weil sie deutsch untertitelt sind) eine besondere Erwähnung verdienen. Jenseits spätpubertärer Anwandlungen, mit denen die Strauses vermutlich ihre Nähe zur Mehrheit des Zielpublikums unter Beweis stellen wollen, geben sie interessante Einblicke in die Entstehung von „AvP 2“, die einen ständigen Kampf zwischen Anspruch und Produktionsrealität verraten. Zu beinahe jeder Szene wissen die drei Kommentatoren etwas zu sagen, wobei sie Informationen und Anekdoten geschickt mischen.

Etwas trockener im Vortrag aber deutlich informationslastiger ist der Kommentar von Tom Woodruff Jr. und Alec Gillis, die für das Design der Spezialeffekte zuständig waren. Sie haben viel zu sagen über den Arbeitsalltag von Spezialisten, die bewährte Tricktechnik mit moderner CGI-Wundern kombinieren und dabei stets mindestens ein Auge auf den Termin- und den Budgetplan werfen müssen.

Im Internet treiben die Monster aus dem All hier ihr Unwesen.

[md]

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 5 x 1 (KOSTENLOSES!) Exemplar: Darren Shan – Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire – Das Buch zum Film!

Erstellt von Detlef Hedderich am 4. März 2010

Shan, Darren
Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire

Das Buch zum Film
Übersetzt von Orgaß, Katharina / Jung, Gerald
Verlag :      Droemer Knaur
ISBN :      978-3-426-28334-9
Einband :      gebunden
Preisinfo :      9,95 Eur[D] / 10,30 Eur[A]
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      544 S. – 19,0 x 12,5 cm
Erschienen :      01.12.2009
9,95 Eur[D]

Ich ließ den Blick noch einmal an dem gruseligen Gebäude hinaufwandern und schluckte. Es sah genauso aus wie die Häuser in den Horrorfilmen. Wir blickten uns an und wussten beide, dass wir schreckliche Angst hatten, aber wenigstens waren wir zusammen. Gehen wir rein?, fragte Steve. Darren ist ein ganz normaler Teenager, bis zu dem Tag, als ein geheimnisvoller Mitternachtszirkus in die Stadt kommt. Seine nächtliche Vorstellung hat ungeahnte Folgen, denn Darren muss ein großes Opfer bringen – und zum Halbvampir werden! An der Seite seines neuen Lehrmeisters Mr. Crepsley entdeckt Darren eine dunkle, unheimliche, faszinierende Welt, findet neue Freunde und muss sich ungeahnten Abenteuern stellen … Dieses Buch enthält die ersten drei Abenteuer von Darren Shans dunkler Vampirsaga: DER MITTERNACHTSZIRKUS; DIE FREUNDE DER NACHT; DIE DUNKLE STADT.

Titel bei buch24.de
Titel bei Amazon.de

Die Aufgabe zum Preisrätsel 5 x 1 Exemplar:

Preisrätsel 5 x 1 Exemplar: Wer ein Exemplar erhalten möchte einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wie viele Abenteuer von Darren Shans dunkler Vampirsaga enthält der Band? Sobald 20 richtige Mails eingetroffen sind, werden die Gewinner daraus gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! Gewonnen haben: Antje Nisevci, Gabriele Jäger-Reuter, Joel Jück, Jessika Rittmann und Finn Pohlinger. Herzlichen Glückwunsch!

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Nichts als die Wahrheit

Erstellt von Günther Lietz am 4. März 2010

Bei Libri.deNichts als die Wahrheit

Originaltitel: Nothing but the truth
Regie: Rod Lurie
Darsteller: Alan Alda, Kate Beckinsale, Angela Bassett, Matt Dillon, Vera Farmiga, David Schwimmer, Noah Wyle

Produktionsland: USA 2008
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 102 min. PAL Color
Bildformat: 2.35:1 / 16:9
Extras: Interviews, Featurette, Beim Dreh, Making Of, Deleted Scenes, Trailershow
Untertitel: Deutsch
Ton: Deutsch, DTS, Dolby Digital 5.1, Englisch, Dolby Digital 5.1

Auf den Präsidenten der USA wurde einen Attentat verübt. Die CIA findet angebliche Beweise, das Venezuela in dieses Attentat verstrickt sein soll.

Anhand einer anonymen Quelle erfährt die noch junge und aufstrebende Journalistin Rachel Armstrong (Kate Beckinsale), dass dem CIA die Unschuldigkeit Venezuelas bekannt war und somit der militärische Gegenanschlag der USA unbegründet war.  Die Journalistin deckt dies über einen groß angelegten Zeitungsartikel auf, in der Hoffnung die Regierung somit zum Umdenken bewegen zu können und natürlich um ihre Karriere voranzutreiben. Es kommt zu einer Festnahme Rachels mit Beugehaft, da sie sich weigert ihre anonymen Quellen preiszugeben.

In diesem Polit-Thriller von Regisseur Rod Lurie sind einige bekannte Schauspieler dabei. Neben Kate Beckinsale in der Rolle als Rachel Armstrong spielen noch Matt Dillon als Staatsanwalt, Angela Basset, David Schwimmer als Rachels Ehemann und Alan Alda als Anwalt von Rachel mit.

Hier zeigt Kate Beckinsale, welche in vielen Filmen ihr Debüt darlegte u. a. in Pearl Harbour und in der Triologie Underworld als sexy Elitekriegerin Selene, dass sie auch für ernsthafte Rollen eine hervorragende Schauspielerin ist. Hier beweist Sie, dass Sie auch eine Charakterrolle überzeugend und authentisch spielen kann und somit den Zuschauer richtiggehend in ihren Bann ziehen kann.

Als Grundlage für den Film diente wohl der Fall einer Journalistin bei der New York Times.  Judith Miller saß 85 Tage in Beugehaft, da sie ihre Quellen für die Enttarnung von CIA-Agenten nicht preisgeben wollte. In diesem Film wurde die Dauer der Beugehaft allerdings auf ein Jahr verlängert, bis die Journalistin Rachel Armstrong die Freiheit wieder genießen durfte, wenn auch nur für kurze Dauer.

Der Regisseur Luire hat es hier geschafft, in einer Meisterleistung dem Zuschauer einen unglaublich spannenden Thriller zu präsentieren, der nebenbei auch noch die negativen familiären Gesichtspunkte gut bedacht hat. So konnte Rachel Armstrong ihren geliebten Sohn über ein Jahr nicht mehr in die Arme schließen. Auch zerbrach ihre Ehe an ihrer Schweigsamkeit. Lurie hat es hier auch verstanden, den Zuschauer mit dieser doch trockenen Materie in den Bann zu ziehen, was in vielen anderen Verfilmungen nicht gegeben ist.

Der Zuschauer bekommt hier einen guten, hochklassigen Film präsentiert. Hier wird eine interessante Geschichte, der Kampf einer Person, welche für die Prinzipien einer bestimmten Berufsgruppe einsteht, die Quellen von Informationen nicht preis zu geben, spannend und packend umgesetzt. Es werden fast alle persönliche Entbehrungen von ihr in Kauf genommen, nur um die Quelle ihrer Informationen zu schützen. Und gerade dieses erhält am Ende des Films ein zusätzliches Gewicht, als der Zuschauer diese Quelle sieht bzw. erlebt.

“Nichts als die Wahrheit – Im Fadenkreuz der Staatsmacht” ist ein wirklich qualitativ hochwertiger Polit-Thriller.  Eine alles überragende Kate Beckinsale beweist hier, das sie eine hervorragende Darstellerin ist, die auch in Charakterrollen absolut überzeugen kann.  Dieser Film bietet eine absolut spannende Unterhaltung auf sehr hohem Niveau, was einem keinesfalls entgehen sollte.

(Walter Gasper)

Bei Libri.de

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