Oxford im Februar 1966: Der junge Endeavour Morse ist zurück im Dienst. Doch die Folgen einer Schussverletzung machen ihm vor allem psychisch zu schaffen und haben seine Isolation noch weiter vergrößert. Trotz allem werden sein Scharfsinn und seine unkonventionellen Methoden bereits an seinem ersten Tag nach seiner viermonatigen Auszeit gefordert: Dunkle Mächte lauern unter dem allgemeinen kulturellen Hedonismus und kontrollieren Britanniens Unterwelt der 60er Jahre. Ein rätselhafter Selbstmord, eine fast vergessene Gräueltat, ein Serienmörder, welcher Jagd auf verheiratete Frauen macht, und Korruption in den Rängen der Reichen und Mächtigen ziehen Morse und Thursday in ihren Bann.
Der junge Morse muss sich also nicht nur diesen Geistern, sondern auch seinen eigenen Ängsten stellen. Wird er es schaffen sich dieser Herausforderung gewachsen zu zeigen?

 

DVD 1:
1. Der Schatz (Trove)
Regie: Kristoffer Nyholm
Endeavour Morse jagt mit Scharfsinn und seinen unkonventionellen Methoden Oxfords Verbrecher. Die Folgen einer Schussverletzung machen ihm allerdings vor allem psychisch noch zu schaffen. Morse ist zurück im Dienst. An seinem ersten Tag, vier Monate nach seiner Schussverletzung, halten ihn ein Farbanschlag auf eine Schönheitskönigin, das plötzliche Verschwinden einer jungen Frau und ein mysteriöser Selbstmord auf Trab. Feministin Kitty Batten schießt bei der Parade zur 900-Jahrs-Feier mit einer Farbpistole auf Diana, die amtierende Miss Great Britain. Mit dieser Aktion will sie gegen die Sexualisierung und Unterdrückung von Frauen protestieren. Kitty ist die Tochter von Barbara Batten, die sich gerade im Wahlkampf für einen Platz im Parlament befindet. Da der Zwischenfall auf der Parade Barbara Battens Wahlkampf schaden könnte, wird Kittys Tat von Bright vertuscht und Kitty freigelassen. Zudem verschwindet die junge Frida Yellend plötzlich. Morse glaubt, eine mögliche Verbindung zu einem vermeintlichen Selbstmord eines unbekannten Mannes gefunden zu haben.
(ZDFneo-Erstsendung: 15.10.2017, Laufzeit: 89:30 min.)

2. Nachtstück (Nocturne)
Regie: Giuseppe Capotondi
Im Museum wird Ahnenforscher Adrian Weiss mit einem alten indischen Dolch niedergestochen. Da sein Geldbeutel fehlt, wird ein Raubmord vermutet. Die Tatwaffe macht Morse stutzig. Zur Tatzeit war eine Mädchengruppe, die ihre Sommerferien in einer nahe gelegenen Schule verbringt, im Museum. Morse besucht die Schule und befragt die Mädchen zur Tat. Beim Gehen entdeckt er, dass er einen Zettel mit der Notiz „Rette mich“ in seiner Tasche hat. Bei der Obduktion findet Dr. DeBryn heraus, dass der stumpfe indische Dolch als Tatwaffe nicht in Frage kommt. Morse stellt Nachforschungen zu dem Dolch an, die ihn zur Familie Blaise-Hamilton führen. Diese war 1866 in einen schrecklichen Mordfall verwickelt – Tatort war damals das Anwesen, auf dem sich heute die Mädchenschule befindet.
(ZDFneo-Erstsendung: 22.10.2017, Laufzeit: 89:05 min.)

DVD 2:
3. Dunkle Mächte (Sway)
Regie: Andy Wilson
Drei Frauen werden ermordet. Todesursache: Strangulation. Morse sieht eine Verbindung zwischen den Opfern, denn alle waren verheiratet und trugen ihren Ehering nicht. Alle drei Frauen hatten zudem kurz vor ihrem Tod Geschlechtsverkehr. Jedoch einzig bei dem letzten Opfer, Mrs. Haldane, gibt es Hinweise auf einen heimlichen Verehrer, den sie in ihren Tagebüchern als „X“ bezeichnet. Die Jagd auf den sogenannten „Oxford Strangeler“ – wie die Presse den Mörder der Frauen tituliert – hat begonnen. Morse begibt sich auf Spurensuche nach der exquisiten Marke der Seidenstrümpfe, mit denen die Frauen erwürgt wurden, und wird in einem Kaufhaus fündig. Bei den Ermittlungen trifft Thursday zufällig auf seine alte Freundin Luisa Armstrong, die er seit dem Krieg nicht mehr gesehen hat – er war überzeugt, sie sei gestorben. Das erste Zusammentreffen nach langer Zeit löst einen Schwächeanfall bei Mrs. Armstrong aus, da auch sie dachte, Thursday wäre im Krieg ums Leben gekommen. Beide wühlt die unverhoffte Begegnung emotional auf.
(ZDFneo-Erstsendung: 29.10.2017, Laufzeit: 89:09 min.)

4. Nimmerland (Neverland)
Regie: Geoffrey Sax
Der in Ungnade gefallene Reporter Eric Patterson wird tot aufgefunden. Zuletzt stellte er unbequeme Fragen zu einer Baufirma, die auch Verbindungen zu Oxfords Polizei pflegt. Zudem sucht Morse den elfjährigen Tommy Cork, der von zu Hause weggelaufen ist. Morse kann Tommy in seinem Versteck finden, doch er ist schockiert von dessen zerrütteten Familienverhältnissen. Tommys Vater ist ein ehemaliger Häftling, der sich im Gefängnis mit George Aldridge angefreundet hat. Dieser ist vor Kurzem aus dem Gefängnis ausgebrochen. Als Tommy das zweite Mal wegläuft, wird nahe des Ortes, an dem er sich das erste Mal versteckt hat, Aldridge tot aufgefunden. Morse glaubt, dass Tommy Zeuge des Mordes an Aldridge wurde und sich nun vor dem Mörder versteckt. Bei seinen Nachforschungen zu Aldridge findet Morse eine Verbindung zu der Baufirma Landesman Construction, die auch in den Mordfall des Reporters Patterson verstrickt ist. Die Firma hat vor Kurzem den Auftrag bekommen, ein Grundstück zu sanieren, das einst ein Erziehungsheim für Kinder war.
(ZDFneo-Erstsendung: 29.10.2017, Laufzeit: 89:13 min.)

Hintergrund:
Die Originalserie „Inspektor Morse“, mit dem inzwischen leider verstorbenen Hauptdarsteller John Thaw in der Hauptrolle, wurde von 1987 bis 2002 im Vereinigten Königreich vom TV-Sender ITV produziert und ausgestrahlt. Mit insgesamt 33 Folgen war „Inspektor Morse“ die Fernsehsensation der 90er Jahre in England und wurde rasch ein Riesenerfolg auf der ganzen Welt. Insgesamt sieben in deutsch synchronisierte Folgen aus den Jahren 1987 und 1988 wurden zwischen dem 10.08.1989 und dem 15.02.1990, jeweils Donnerstags ab 20:00 Uhr, im Programm des Deutschen Fernsehfunks (DFF) als Deutsche Erstausstrahlung und TV-Premiere gezeigt. „Inspektor Morse“, eine Figur aus der Feder des brillanten englischen Bestsellerautors Colin Dexter, mit etwa 750 Millionen Morse-Fans von Amerika über die DDR bis Angola, konnte sich damit mittlerweile zu einer echten englischen Kult-Serie entwickeln. „Der junge Inspektor Morse“ stellt nun, frei nach dem Motto „Wie alles begann“, ein echtes Prequel dar. Denn die Erlebnisse und Begebenheiten um den jungen Morse sind weit vor der Handlung der Ur-Serie angesiedelt und sind damit keine Fortsetzung im eigentlichen Sinne, sondern stellen neue und zusätzliche Teile der Geschichte voran. Und dennoch bleibt auch hier die Handschrift des Drehbuchautors und Stoffentwicklers der Serie Russel Lewis unverkennbar, hat doch der junge Morse anfangs einen ähnlichen Habitus wie später der Detective Sergeant James Hathaway aus der Serie „Lewis – Der Oxford-Krimi“. Morse und Hathaway sind hochgebildete Eigenbrötler und ihren analytischen Intellekt strahlen beide auch physisch aus. Liebevoll bis ins kleinste Detail ausgestattet, von Fahrzeugen und Einrichtung über die Mode und Frisuren (bis hin zu Alkohol und Zigaretten am Arbeitsplatz) wird man als Zuschauer direkt in die 1960er-Jahre zurückversetzt. „Der junge Inspektor Morse“ hatte mit über 8 Millionen Zuschauern einen sensationellen Serienstart im Vereinigten Königreich. Mittlerweile wurden dort vom 08.01.2017 bis zum 29.01.2017 bereits die vier Folgen der 4. Staffel der spannenden und überaus cleveren Krimiserie bei ITV ausgestrahlt. Die deutsche Ausstrahlung des Pilotfilms, der ersten und der zweiten Staffel ist, teilweise in Doppelfolgen, mittlerweile auch bei ZDFneo, in der Zeit vom 03.09. bis 29.10.2017, erfolgreich über die Bühne gegangen. Die Ausstrahlung der vier Folgen der 3. Staffel und der vier Folgen der 4. Staffel werden sich, in der Zeit vom 05.11.2017 bis 26.11.2017, wieder in Doppelfolgen, nahtlos an die Ausstrahlung der beiden ersten Staffeln bei ZDFneo, Sonntags in der Zeit zwischen 17:15 Uhr und 20:15 Uhr, anschließen.

Rezension:
Bei „Der junge Inspektor Morse“ finden sich zahlreiche Reminiszenzen an die Original-Morse-Serie: Morse hört klassische Musik, entdeckt seine Liebe zum Bier und steht zum ersten Mal beim Autohändler vor seinem Traumwagen, einem roten ‘60er-Jaguar Mark II (Kennzeichen 248 RP A). Sein penibles Aufspüren von Rechtschreib- und Grammatikfehlern, die Vorliebe für Kreuzworträtsel oder sogar Akrosticha, also Wortfolgen die erst hintereinander gelesen wirklich einen Sinn ergeben, beispielsweise einen Namen oder einen sinnvollen Satz, helfen ihm beim Entschlüsseln selbst kniffligster Mordfälle.

Bildbewertung:
Die optische Umsetzung der hier vorhandenen DVD-Veröffentlichung kommt im Format PAL 16:9 zur Ansicht und zeigt sich auf dem aktuellen Stand der Technik. Sie kann insbesondere mit natürlichen Farben überzeugen. Über den Schirm des Fachbildfernsehers werden zu jedem Zeitpunkt sämtliche Inhalte, stets scharf, kontrastreich und fein aufgelöst, wiedergegeben. Die Gesamtlaufzeit der zwei Silberscheiben (2x DVD 9), Ländercode 2, beträgt 365 Minuten. Sie zeigen die vier Folgen der zweiten Serienstaffel von „Der junge Inspektor Morse“, sowie als Bonusbeitrag, unter dem Titel „Heimkino-Highlights“, eine Programmvorschau von insgesamt 3 Minuten und 49 Sekunden Lauflänge zu den Themen „Arne Dahl: Opferzahl“ (01:00 min.), „Candice Renoir: Staffel 3 und 4“ (01:28 min.) und „Vera – Ein ganz spezieller Fall: Staffel 5“ (01:21 min.). Als weiterer Bonus ist die separate Anwahl der deutschen und der englischen Tonspur möglich. Eine weitere Möglichkeit der Anwahl von Extras, bildet die Verfügbarkeit deutscher Untertitel, welche für Hörgeschädigte Zuschauer sicherlich von großem Nutzen und Sinnvoll sind.

Tonbewertung:
Alle verfügbaren Toninhalte werden innerhalb dieser Veröffentlichung im Format Dolby Digital Stereo 2.0, sauber und klar verständlich, angeboten. Damit verfügen sämtliche Sprach-, Musik- und Toninformationen jederzeit über genügend Kraft und Volumen, mit deren Hilfe sie für reichlich Atmosphäre sorgen.

 

Gesamturteil:
Mir hat, nach dem Pilotfilm und der ersten Staffel, nun auch die zweite Staffel der englischen Krimiserie „Der junge Inspektor Morse“ wieder ausnahmslos sehr gut gefallen. Der von Shaun Evans verkörperte Charakter des jungen Morse scheint ihm noch immer und immer besser wie auf den Leib geschrieben zu sein. Denn er wirkt in seiner Rolle auf mich absolut passend und authentisch. Ebenfalls immer überzeugender agiert nach wie vor auch Roger Allam in der Rolle seines unmittelbaren Vorgesetzten und väterlichen Freundes Detective Inspector Fred Thursday. Die beiden Hauptdarsteller und die puzzleartigen, sehr spannenden Kriminalfälle machen einfach Laune und vor allem Lust darauf mehr davon zu sehen. Denn die Geschichten werden auch in der zweiten Staffel wieder spannend, in sich schlüssig und plausibel erzählt.
Kurz gesagt : Die hervorragende Qualität dieser Serie an sich, samt ihrer schauspielerischen und dramaturgischen Umsetzung, ist schon beeindruckend.

„Der junge Inspektor Morse“ ist (bezogen auf Autos, Kulissen und Kleidung) eine perfekt arrangierte Reise in die Vergangenheit und damit nach wie vor ein „Retro“-Krimi mit echtem „Retro“-Charme und sowieso ein absolutes „Must-See“ und Empfehlung für jeden 1960er-Jahre-Nostalgiker!

Der junge Inspektor Morse – Staffel 2 [2 DVDs]
Alterseinstufung: Freigegeben ab 12 Jahren. Format: DVD
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Edel:Motion
Erscheinungstermin: 17. November 2017
Spieldauer: 365 Minuten
ASIN: B076HRYB79

Titel bei Amazon.de

Der junge Inspektor Morse – Staffel 1 [3 DVDs] Shaun Evans, Roger Allam (Darsteller), u. a. Alterseinstufung: Freigegeben ab 12 Jahren Format: DVD

Lewis – Der Oxford Krimi: Staffel 7 [4 DVDs] – Bei uns dreimal im Preisrätsel.

Lewis – Der Oxford Krimi – Collector’s Box 1 – EINMAL IM PREISRÄTSEL AUF FILMBESPRECHUNGEN.DE!