Filmbesprechungen.de

reloaded

  • Retrospektive

  • Kategorien

  • Archiv




Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

Gegengerade

Erstellt von Detlef Hedderich am 16. Dezember 2011

Gegengerade

(2 Disc Set)
Heute findet für den FC St. Pauli das wichtigste Spiel der Saison statt, das nicht nur über das Schicksal des Vereins entscheidet, sondern auch über das Schicksal von Magnus, Kowalski und Arne. Denn in diesen dramatischen 90 Minuten zeigt sich, wie viel die Freundschaft, die sie verbindet, wirklich wert ist.

Seit Monaten gehen in Hamburg immer wieder Autos in Flammen auf. Und kurz vor Anpfiff gerät Kowalski plötzlich ins Visier der Fahnder. Ist er der Brandstifter? Wurde er verraten? Für Kiez-Original Baldu (Mario Adorf), der am Stadion eine Bierbude betreibt und Boxtrainer der drei Jungs ist, steht jedenfalls fest: Kowalski ist unschuldig! Staatsanwalt Stiller (Dominique Horwitz) jedoch, ist ganz anderer Meinung. Er wittert seine Chance, sich endlich an den verhassten Pauli-Fans zu rächen. Er befiehlt den Zugriff – ohne Rücksicht auf Verluste. Während die Massen auf den Tribünen das spannende Spiel verfolgen, kommt es vor dem Stadion zur Katastrophe mit dramatischem Ausgang …

Originaltitel:
Gegengerade – 20359 St. Pauli
Land: Deutschland
Jahr: 2011
Regie:
Tarek Ehlail
Darsteller:
Timo Jacobs, Denis Moschitto, Fabian Busch, Mario Adorf, Moritz Bleibtreu, Natalia Avelon, Dominique Horwitz, Claude-Oliver Rudolph, Uwe Rohde, Katy Karrenbauer
Kauf-DVD:
VÖ: 07.11.2011
Bildformat:
16:9, 1,85:1
Tonformat:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Extras:
Making of, Die Premierenfeier, Interviews von Hanni Bergesch, “Alles in Allem” – Der Egotronic & Gegengerade Tourfilm, Musikvideos, Teaser, Trailer, Bildergalerie
Genre:
Action – Thriller
Laufzeit:
ca. 86 min.
Altersfreigabe:
Freigegeben ab 16 Jahren
EAN-Code:
4260261431586
Bestellnummer:
K2158
Label:
NewKSM
Vertrieb:
KSM
Territorien:
Deutschland, Österreich, Schweiz

Titel bei Amazon.de (DVD)

Preisrätsel / Gewinnspiel 2 x 1 (KOSTENLOSE!) DVDs: Um die Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Seit Monaten gehen in Hamburg immer wieder Autos in Flammen auf. Und kurz vor Anpfiff gerät wer plötzlich ins Visier der Fahnder? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald 200 Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Weiter Informationen finden sich hier. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

Abgelegt unter Allgemein, News, Pressemeldungen, laufende Preisrätsel | Keine Kommentare »

Mr. Nice

Erstellt von J. Schäfer am 2. Dezember 2011

Mr. Nice
Regie: Bernard Rose
Mit Rhys Ifans, Cloë Sevigny, David Thewlis

FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Extras: Entfallene Szenen, Audiokommentar mit Bernard Rose,
Audiokommentar mit Howard Marks, Originaltrailer
Laufzeit ca. 116 Minuten.
Produktionsjahr: 2010.
Koch Media GmbH
November 2011 – DVD-Video

Titel bei Libri.de

Die Story:

England in den 70er Jahren: Howard will Lehrer werden, bis er vertretungsweise mit einer Ladung Drogen quer durch Europa rast – ein buchstäblich bewusstseinserweiternder Trip! Kurz darauf erobert er mit Hilfe eines IRA-Anführers den amerikanischen Markt und wird als Agent des MI6 angeworben – sehr zum Verdruss der internationalen Drogenpolizei. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit hält Mr. Nice ein ganzes Justizsystem zum Narren. Er genießt ein Leben zwischen Cannabis, Cadillacs und viel, viel Cash. Howard bleibt nicht zu fassen und wird zum Helden der Legalisierungsbewegung. Aber Craig Lovato von der US-Drogenbehörde hat genug von dem Katz-und-Maus-Spiel. Er setzt alles daran, den begnadeten Trickser endlich dingfest zu machen…

Meine Meinung:

Zuerst muss ich sagen, dass ich ein wenig voreingenommen bin, da ich das Genre des Drogenfilms nicht besonders mag. Aus diesem Grund bin ich etwas negativ an den Film herangegangen. Als ich mich aber im Laufe des Films auf die Story eingelassen habe, und einige der Begegnungen in den zeitgenössischen Hintergrund rücken konnte, musste ich feststellen, dass der Film doch etwas hat. So etwa die ironische Situation, dass die IRA, die konsequent gegen Drogenkonsum bei ihren Mitgliedern vorgegangen ist, einer der größten Vertriebspartner von Howard wurde. Oder dass der Besuch bei den Taliban in den 70er Jahren noch als Unterstützung der “gerechten Freiheitskämpfer” glorifiziert wurde, während heute Unsummen an Geldern zur Bekämpfung eben jener Drogen aus der Region ausgegeben werden.  Dies alles führte dazu, dass ich den Film als ein sozialkritisches Gesamtwerk aufgefasst habe, das der Geselschaft der 70er (und teilweise auch der Heutigen) einen Spiegel vors Gesicht hält.

Mein Fazit:

Nicht mein Lieblingsgenre, aber mal interessant anzuschauen.

[JS]

Titel bei Libri.de

Abgelegt unter Allgemein, Dokumentation | 1 Kommentar »

Elisabeth Sladen gestorben

Erstellt von Günther Lietz am 20. April 2011

Elisabeth Sladen (2003) / Urheber: Danacea

Elisabeth Sladen ist am 19. April 2011 im Alter von 63 Jahren an Krebs gestorben. Sie wurde bekannt durch ihre Rolle als Companion Sarah Jane Smith in der britischen Serie „Doctor Who“. Von 1973 bis 1976 begleitete sie den Doctor dreieinhalb Staffeln lang, der in dieser Zeit erst von Jon Pertwee und dann von Tom Baker dargestellt wurde. Nach der Geburt ihrer Tochter im Jahre 1985 zog sie sich fast gänzlich von der Schauspielerei zurück, kehrte aber 2006 für einen Gastauftritt zu “Doctor Who” zurück. An der Seite von David Tennant (dem zehnten Doktor) glänzte sie in der Folge “School Reunion” und erhielt daraufhin die Hauptrolle in der Spinoff-Serie “The Sarah Jane Adventure”. Sie deckte im Doctor-Who-Franchise die Zielgruppe der Kinder ab (“Doctor Who” richtet sich an Familien, “Torchwood” an Erwachsene).

Vier Staffeln lang erfreute Elisabeth Sladen ihr Publikum als Sarah Jane Smith. Die letzte Folge der beliebten Serie trägt den Titel “Goodbye, Sarah Jane Smith”. Obwohl der Öffentlichkeit unbekannt, litt Elisabeth Sladen bereits seit längerem an Krebs. Es mag sein, dass die Produzenten der Serie den Titel deswegen entsprechend wählten oder es sich nur um einen traurigen Zufall handelt. Es ist auf jeden Fall ein schönes Andenken an eine großartige Schauspielerin.

Elisabeth Sladen war zwar auch immer wieder in kleineren Rollen zu sehen, doch ihre charmante und lebenslustige Art kam vor allem als Sarah Jane Smith zum Tragen. Ihr Lachen, ihre vor Neugierde und Freude strahlenden Augen werden der Serienwelt fehlen. Goodbye, Sarah Jane Smith; Goodbye, Elisabeth Sladen …

“The Sarah Jane Adventures” bei Amazon.de:
The Sarah Jane Adventures – Series 1 [UK Import]
The Sarah Jane Adventures – Series 2 [UK Import]
The Sarah Jane Adventures – Series 3 [UK Import]

Ausgesuchte Videos bei Youtube:

Abgelegt unter Allgemein, News | Keine Kommentare »

Elizabeth Taylor gestorben

Erstellt von Günther Lietz am 24. März 2011

photo by Alan Light

Am 23. März 2011 starb Elizabeth Taylor im Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles an Herzinsuffizienz. Somit ist eine weitere große Diva und Schauspielerin des westlichen Films von uns gegangen.

Elizabeth Taylor war eine Filmlegende, die bereits in Kindertagen die Seelen der Menschen berührte und in Filmen wie “Heimweh” (“Lassie Come Home”) und “Lassie – Held auf vier Pfoten” (“Courage of Lassie”) mitspielte. Unvergessen ihre erste Gesangsdarbietung in “Wirbel um Judy” (“A Date with Judy”) unter der Regie von Richard Thorpe. Von 1942 bis 1994 war Elizabeth Taylor auf der großen Leinwand aktiv. Zu den ganz großen Filmen ihrer Kinografie zählen Streifen wie “Giganten” (“Giant”), “Die Katze auf dem heißen Blechdach” (“Cat on a Hot Tin Roof”), “Plötzlich im letzten Sommer” (“Suddenly, Last Summer”), “Telefon Butterfield 8″ (“Butterfield 8″),”Cleopatra” (“Cleopatra”), “Wer hat Angst vor Virginia Woolf?” (“Who’s Afraid of Virginia Woolf?”) und “Der Widerspenstigen Zähmung” (“The Taming of the Shrew”). Ebenfalls erinnerungswürdig ihr Cameo-Auftritt 1994 in “Flintstones – Die Familie Feuerstein” (“The Flintstones”).

Nach dem Tod ihres Freundes und Kollegen Rock Hudson verschrieb sich Elizabeth Taylor dem Kampf gegen AIDS und war bis in die Gegenwart mit ihren Fundraising-Aktivitäten für die AIDS-Aufklärung bekannt. Aber auch ihr schillerndes Leben ging durch die Presse. Dazu zählt vor allem ihre Ehe mit Richard Burton, ihre Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten und auch ihre spätere Heirat mit dem Bauarbeiter Larry Fortensky.

Elizabeth Taylor prägte das Kino ein halbes Jahrhundert lang wie kaum eine andere Persönlichkeit Hollywoods. Auf der Leinwand konnte der Zuschauer sie als Kind, Teenager, junge, gestandene und schlussendlich auch gealterte Frau erleben. Und so wie Dame Elizabeth Rosemond Taylor (Im Mai 2000 wurde sie von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben) erwachsen und alt wurde, um so stärker wurde ihr Spiel. Ihr Tod ist ein großer Verlust – für ihre Fans, für die Menschen …

Dame Commander Elizabeth Rosemond Taylor (* 27. Februar 1932 in Hampstead, London; † 23. März 2011 in Los Angeles, Kalifornien)


Amazon.de


Amazon.de


Amazon.de


Amazon.de


Amazon.de


Amazon.de


Libri.de / Amazon.de


Amazon.de

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

Pontypool – Radio Zombie

Erstellt von Michael Drewniok am 16. September 2010

Pontypool – Radio Zombie

Originaltitel: Pontypool (Kanada 2008)
Regie: Bruce McDonald
Drehbuch: Tony Burgess
Kamera: Miroslaw Baszak
Schnitt: Jeremiah Munce
Musik: Claude Foisy
Darsteller: Stephen McHattie (Grant Mazzy), Lisa Houle (Sydney Briar), Georgina Reilly (Laurel-Ann Drummond), Hrant Alianak (Dr. Mendez), Beatriz Yuste (Nancy Freethy), Tony Burgess (Tony/Lawrence), Boyd Banks (Jay/Osama), Hannah Fleming (Maureen/ Faraj), Rachel Burns (Colin/Daud), Laura Nordin (unheimliche Frau) u. a.
Label: MIG Film (www.mig-film-gmbh.com)
Vertrieb: Eurovideo
Erscheinungsdatum: 12.11.2009 (DVD u. Blu-ray)
EAN: 4009750239681 (DVD) bzw. 4009750390313 (Blu-ray)
Bildformat: 16 : 9 (1,85 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 u. 2.0 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 95 min. (Blu-ray: 99 min.)
FSK: 16

Titel bei Libri.de (DVD)
Titel bei Libri.de (Blu-ray)
Titel bei Booklooker.de

Das geschieht:

Grant Mazzy ist der lederhäutige Veteran einer versunkenen Radio-Kultur, die noch nicht von Infotainment und manischer Moderatoren-Fröhlichkeit, sondern durch Sachkenntnis und den Willen zur diskussionsanregenden Provokation bestimmt war. Als Störenfried wurde der einstige Star-Moderator gefeuert und fristet nun sein berufliches Dasein bei einem Lokalsender in der kanadischen Kleinstadt Pontypool.

Im Untergeschoss einer ehemaligen Kirche treibt der unbelehrbare Mazzy am Mikrofon sein Unwesen und steht erneut kurz vor dem Rauswurf, als ausgerechnet am Valentinstag ein mysteriöses Virus die Bürger von Pontypool heimsucht. Wer von der Krankheit befallen wird, erstarrt geistig in der ewigen Wiederholung eines letzten Gedankens. Gleichzeitig werden die Opfer aggressiv. Sie fallen ihre Mitmenschen an und fressen sie, verhalten sich also wie Zombies, obwohl sie nicht sterben.

In ihrem Studio versuchen Mazzy, seine Produzentin Sydney Briar und die junge Assistentin Laurel-Ann Drummond verzweifelt, die bruchstückhaften Informationen zu einem Situationsbild zusammenzusetzen. Das kanadische Militär riegelt den Ort ab. Pontypool steht unter Quarantäne. Mazzy bleibt auf Sendung; er sieht seine große Stunde gekommen. Doch bald belagern Zombies das Studio. Laurel-Ann zeigt erste Anzeichen der Krankheit. Mazzy und Sydney müssen sich im Senderaum verbarrikadieren.

Der Arzt Dr. Mendez flüchtet sich ins Studio. Er konnte das Virus identifizieren: Es greift den Körper nicht direkt an, sondern verankert sich an gesprochenen Worten und dringt so in die Gehirne seiner Opfer ein. Ungewollt hat auch Mazzy seiner Verbreitung Vorschub geleistet. Er ist es auch, der ein Gegenmittel findet, doch inzwischen hat das Militär damit begonnen, den Seuchenherd Pontypool buchstäblich auszubrennen …

Was geht da draußen vor?

Die Idee ist bestechend – und zwar für beide Seiten: Der Filmemacher spart sich das Geld, die Apokalypse kostspielig zu bebildern, indem er nur über sie erzählen und sie sich dabei in den Gesichtern der Schauspieler widerspiegeln lässt. Gelingt dies, ist auch der Zuschauer fasziniert, der auf der Leinwand oder im Fernsehen schon so viele (und viel zu oft kümmerlich in Szene gesetzte) Weltuntergänge gesehen hat, dass er sich über eine ungewöhnliche Variante durchaus freut. Dritter im Bunde ist der Kritiker, der hoffnungsfroh Kunst wittert, wo Unterhaltung nicht einfach präsentiert, sondern aus dem Kontext gerissen und verfremdet als intellektuelle Herausforderung dargeboten wird.

Die Rechnung des ersten ging auf, der zweite ist nur bedingt begeistert, und der dritte schwärmte in den Medien so ausgiebig, dass „Pontypool“ bereits als Geheimtipp und Kultfilm gehandelt wird. Beides trifft nicht zu – leider, denn obwohl die Ausgangsidee interessant ist und mit guten Darstellern umgesetzt wird, geht dem Film aufgrund eines durchhalteschwachen und unentschlossenen Drehbuchs spätestens in der zweiten Filmhälfte die Luft aus.

Bis es soweit ist, hat sich definitiv herausgestellt, dass eine Zombie-Epidemie kein Ereignis ist, von dem man nur erzählt bekommen möchte. Wir wollen die gruseligen Unholde sehen, und als der Drehbuchautor sich nicht gar nicht mehr zu helfen weiß, tauchen sie tatsächlich auf. „Pontypool“ mutiert vom abstrakten Kammerspiel zum konventionellen Horrorfilm. Die bisher scharfe Charakterzeichnung der Figuren verschwimmt, nun müssen sie flüchten und Menschenfresser zusammenhauen.

Innen kann nicht ohne Außen sein

Als die Außenwelt sich Eintritt verschafft, verschwindet jener Isolationsfaktor, der „Pontypool“ bisher zu einem ‚anderen‘ Film gemacht hatte. Möglicherweise ist dies eine legitime Flucht nach vorn, denn die Geschichte begann schon vor dem leibhaftigen Erscheinen der Zombies spürbar zu holpern. (Anmerkung: Regisseur McDonald erklärte im Interview, dass die Virusinfizierten gar keine Zombies seien, was einerseits Sinn so macht, wie ihre ‚Entstehung‘ später interpretiert wird; andererseits fragt sich der Zuschauer natürlich, wieso diese „Konversionalisten“ – wieder McDonald – exakt so aussehen wie Zombies und sich genauso kannibalisch benehmen.)

Dabei hat Tony Burgess das Drehbuch nach seinem eigenen Roman („Pontypool Changes Everything“, erschienen 1998) verfasst und müsste deshalb am besten wissen müsste, welche Elemente der Geschichte zu wahren sind. Womöglich funktioniert manches im Buch besser. Die ‚Erklärung‘ der Viruserkrankung mag beschrieben eindringlicher wirken als ellenlang im Film vorgetragen.

Dass der Faktor Paranoia schwach ausgeprägt bleibt, liegt dagegen an einem Regisseur, der nie zu verschleiern vermag, ob eine Figur infiziert ist oder nicht. Wir Zuschauer wissen es in der Regel sofort, und den Belagerten geht es ebenso. Und wieso die Handlung den Tatbestand der „politischen Satire“ erfüllt, wie in einigen Rezensionen zu lesen ist, bleibt bei nüchterner Betrachtung vollends rätselhaft.

Demontage eines (Anti-) Helden

„Pontypool“ beginnt als Psychogramm eines Außenseiters, der im Abseits gestrandet ist. Als wir Grant Mazzy das erste Mal sehen, setzt er gerade seinen Agenten unter Druck, der ihm einen Job besorgen soll, den Mazzy, der einstige Star-Moderator, für angemessen hält. Aber er ist nicht nur geografisch am Ende und weiß es auch, weshalb er bereits zum Frühstück Whiskey in seinen Kaffee gießt. Trotzig inszeniert er die Selbstzerstörung und sich als Zyniker, der „keine Gefangenen macht“.

In dieser ersten Filmhälfte funktioniert „Pontypool“ vor allem, weil Mazzy eine interessante Figur ist, der Stephen McHattie glaubwürdig Gestalt und Leben verleiht. Seine zynische Seite wird in der deutschen Fassung (sicherlich nicht absichtslos) verstärkt, indem man ihn mit der Stimme von Dr. House, dem König der TV-Misanthropen, sprechen lässt. Mazzy mag ein gefallener Star sein, aber er hat sein Charisma nicht verloren.

Als die Ereignisse in Gang kommen, wird ihm durch das Drehbuch diese Position genommen. Mazzy fällt ins Glied derer zurück, die vor den Zombies flüchten. Später hat er den Einfall, der dem Virus seine Wirkung raubt, doch fällt dieser so dumm aus, dass man sich für Mazzy – der nur wiedergibt, was der Drehbuchautor ihm vorgab – fremdschämt. Seine ursprüngliche Dominanz ist verloren und er nur noch der übliche Horrorfilm-Held.

Originalität ist ein seltenes Gut

Gemeinsam mit Mazzy sitzen zwei Frauen erst im Studio und dann in der Falle. Sowohl Sydney als auch Laurel-Ann sind mehr oder weniger fasziniert von dem ‚einsamen Wolf‘, den Sydney günstig eingekauft hat, um ihren Winz-Sender mit einer bekannten Radio-Stimme aufzuwerten. Ansonsten ist Sydney unfriedlich geschieden und Mutter zweier Kinder, um die sie genretypisch tüchtig barmt, obwohl sie sich derzeit fern von Pontypool aufhalten. Laurel-Ann war trotz ihrer Jugend schon in Afghanistan, aber was sie dort getan hat, darf sie nicht sagen; es bleibt unklar, ob Drehbuchautor Burgess dies als Witz einfließen lässt.

Irgendwann ist bekannt, was wir über die drei Hauptfiguren wissen sollen. Leider hat sie uns dies kaum ans Herz wachsen lassen. Als sie in Gefahr geraten, äußert sich diese zunächst nur als schattenhafte Umrisse hinter Milchglasscheiben. Das mutet künstlerisch an (s. o.) und ist vor allem kostengünstig zu bewerkstelligen, wirkt aber buchstäblich billig. Endlich naht Dr. Mendez mit Informationen von außen, dann gibt die Eingangstür nach, die Zombies strömen herein, und der Film bekommt endlich wieder eine Handlung.

Weder optisch noch akustisch vermag McDonald keine Glanzpunkte zu setzen. Während ersteres nicht auffällt in einem Film, der ohnehin in einer kanadischen Winternacht sowie in einem fensterlosen und spärlich beleuchteten Studio spielt, verwundert letzteres, da „Pontypool“ so ausgiebig um das gesprochene Wort kreist – und diese Verwunderung schließt die im originalsprachige, d. h. nicht durch Synchronisation eingeebnete Fassung (mit Stephen McHatties eindrucksvoller Natur-Stimme) ein.

Was „Pontypool“ zu einem etwas anderen Horrorfilm machen sollte und anfänglich auch machen konnte, hat sich schnell verflüchtigt. Mit einer absurden Coda möchte McDonald dieses Rad zurückdrehen: Mazzy und Sydney sitzen in einer 1940er-Jahre Bar zusammen und trinken auf neue Abenteuer. Dies zu deuten bleibt dem Zuschauer überlassen – ein hübscher Trick, der aber kaum vergessen lässt, dass „Pontypool“ nur leidlich gelungenes Film-Experiment darstellt.

DVD-Features

Erstaunlich und ärgerlich: Noch der allerdümmste „Mockbuster“ prunkt mit Making-of, Interviews oder Kommentaren, aber zu „Pontypool“, diesem angeblich so außergewöhnlichen Film, gibt es keinerlei Extras.

P. S.: Das Cover der deutschen DVD zeigt keineswegs einen zum Zombie mutierten Grant Mazzie – Stephen McHattie sieht in natura tatsächlich so aus!

[md]

Titel bei Libri.de (DVD)
Titel bei Libri.de (Blu-ray)
Titel bei Booklooker.de

Abgelegt unter Allgemein, Horror, Komödie, Mystery | 1 Kommentar »

Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD: DOCTOR STRANGE (ab 14. Juni 2010 neu auf DVD!)

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. Juni 2010

DOCTOR STRANGE (ab 14. Juni 2010 neu auf DVD!)

Doktor Stephen Strange ist ein brillanter, aber selbstsüchtiger Neurologe. Bei einem Autounfall werden seine Hände so schwer verletzt, dass er nicht mehr operieren kann. Auf der scheinbar aussichtslosen Suche nach Heilung bereist er die ganze Welt und gibt ein Vermögen aus. Erst ein mysteriöser großer Meister in einem alten tibetischen Tempel gibt ihm Hoffnung auf Genesung. Doctor Strange entdeckt dort seine magischen Fähigkeiten und steigt selbst zum großen Meister, dem Mächtigsten aller Zauberer, auf. Währenddessen versucht Dormammu, eine magische Kreatur, sich aus seinem galaktischen Gefängnis zu befreien und das Tor Sanktum Sanktorum, den Weg in Millionen von Dimensionen, zu öffnen. Doch bevor Stranges Wunden heilen können und er in den Kampf ziehen kann, muss er sich seiner düsteren Vergangenheit stellen. Wird es Doctor Strange gelingen Dormammu aufzuhalten und die Erde vor seiner grauenvollen Herrschaft zu bewahren?

Seinen ersten Auftritt hatte Doctor Strange im Marvel Comic „Strange Tales“  im Juli 1963 und erhielt 1968 eine eigene fortlaufende Comicreihe mit 15 Ausgaben. Nach mehreren Gastautritten in „Strange Tales“ und  „Fantastic Four“ startete 1974 die Serie „Doctor Strange: Master of the Mystic Art“, die bis 1987 über 13 Jahre fortgesetzt wurde.

FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Making Of, Dr. Strange Concept Art, Trailer, Bildergalerie.
Laufzeit ca. 73 Minuten.
Sprachen: Deutsch Englisch.
Produktionsjahr: 2007.

Regie: Jay Oliva, Frank Paur
KSM


DOCTOR STRANGE gewann 2008 den Golden Trailer Award in der Kategorie „Best Anime Trailer“ und wurde 2007 für den Annie Award in der Kategorie „Best Home Entertainment Production“ nominiert. Der Annie Award ist die höchste Auszeichnung für einen animierten Film und wird jährlich von der International Animated Film Society (ASIFA in Los Angeles) verliehen. Als Bonusmaterial bietet die DVD ein Making Of, ein Feature über die Doctor Strange Concept Art sowie Bildergalerie und Trailer.

DVD bei Libri.de

Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD (Label www.ksmfilm.de ): In welcher Kategorie gewann DOCTOR STRANGE  2008 den Golden Trailer Award und  in welcher Kategorie wurde er 2007 für den Annie Award nominiert? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald hundert Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Barbara Sebesta, Thomas Nägele und Stephan Hoffmann. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN MITSPIELERN!

Abgelegt unter Allgemein, Pressemeldungen, beendete Preisrätsel | Keine Kommentare »

Meldung: Dennis Hopper ist tot

Erstellt von Günther Lietz am 29. Mai 2010

Eine traurige Nachricht für die Filmwelt: Hollywood-Legende Dennis Hopper erlag am 29. Mai  2010 in Venice (Kalifornien) seinem Krebsleiden. Herr Hopper wurde 1969 mit seinem Film “Easy Rider” weltberühmt. Er wirkte unter anderem in Klassikern wie “… denn sie wissen nicht, was sie tun” und “Giganten” mit.  Sein Werk umfasst mehr als 140 Filme.

Bilder von Dennis Hopper auf Virtual History

“Easy Rider” als BR bei Libri.de
“… denn sie wissen nicht, was sie tun” als DVD bei Libri.de

Abgelegt unter Allgemein, Pressemeldungen | 1 Kommentar »

PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 2 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Jeremy Gosch, Monika Gosch, Phil Jarratt, Robert Traill: Bustin Down the Door (DVD-Video)

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Mai 2010

Jeremy Gosch, Monika Gosch, Phil Jarratt, Robert Traill: Bustin Down the Door

FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Sprachen: Englisch Englisch.
Amaray Case.
DVD-Video
EAN: 4041658223492
FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Laufzeit ca. 91 Minuten.
TV-Norm: SDTV 576i (PAL). Sprachversion: Deutsch, DTS 5. 1, Deutsch, DD 5. 1, Englisch, DD 5. 1.
Sprachen: Englisch Englisch.
Produktionsjahr: 2008.
Amaray Case.
Schnitt: Danny Bresnik
Regie: Jeremy Gosch
Kamera: Gary Rohan Mit Wayne Bartholomew, Ian Cairns, Tom Curren
SUNFILM Entertainment

.
4. Juni 2010 – DVD-Video
.

Im Winter 1975 wurde im 50. Staat der USA das Wellenreiten revolutioniert! Es war ein legendärer Moment in der Geschichte des Surfens, als sich eine Gruppe von jungen Südafrikanern und Australiern in die spektakuläre Brandung Hawaiis stürzte und alles riskierte, um mit ihrem Können und ihrer Leidenschaft für das Wellenreiten berühmt zu werden. Sie schufen einen Sport, eine Kultur und nicht zuletzt eine Industrie, die heute mehrere Millionen Dollar Umsatz jährlich macht. Atemberaubende Surf-Action und faszinierende Interviews mit den fünf Surfer-Legenden machen “Bustin down the Door” schon heute zu einem Klassiker des Genres.

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 4 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Das komplette Bühnenprogramm “Falten und Kleben” auf DVD.

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Mai 2010

Matthias Egersdörfer erhielt den Förderpreis des Deutschen Kleinkunstpreises 2010 und bringt regelmäßig den Quatsch Comedy Club zum Kochen. Hinzu kommen Gastauftritte bei Dittsche, Scheibenwischer und Neues aus der Anstalt. Mit “Falten & Kleben” reist Mathias Egersdörfer seit vielen Monaten durch die ganze Republik und veröffentlicht sein preisgekröntes Bühnenprogramm am 29. Mai erstmals als DVD. Ein absolutes Muss!

Das komplette Bühnenprogramm “Falten und Kleben”, erstmals auf DVD
VÖ: 29.05.10

Der RBB strahlt das Programm Falten & Kleben aus:
Sonntag 30.5./22.45 Uhr Erstausstrahlung Falten & Kleben
.
Sonntag 06.6./ 22.45 Uhr Erstausstrahlung Falten &  Kleben
.

.

ZUM GEWINNSPIEL HIER KLICKEN!

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »

PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 5 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Christian Jungen: Hollywood in Canne$: Die Geschichte einer Hassliebe, 1939-2000

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Mai 2010

Jungen, Christian
Hollywood in Canne$: Die Geschichte einer Hassliebe, 1939-2000

Im Buch blättern

Verlag :      Schüren Verlag GmbH
ISBN :      978-3-89472-521-1
Einband :      Englisch Broschur
Preisinfo :      29,90 Eur[D] / 30,80 Eur[A] / 49,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      384 S. – 22,5 x 15,5 cm
Erscheinungsdatum :      09.2008
Aus der Reihe :      Zürcher Filmstudien 21

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de


Das Festival von Cannes ist das größte und prestigeträchtigste Filmfestival der Welt. Es hat sich mit dem Wettbewerb um die Goldene Palme der Förderung der filmischen Vielfalt und dem Autorenkino verschrieben. In den letzten Jahren diente es aber auch regelmässig als Plattform für die Lancierung von Hollywoods Blockbustern wie Godzilla, The Matrix Reloaded oder X-Men: The Last Stand, die kaum dem Profil der Veranstaltung entsprechen und einen Grossteil der medialen Aufmerksamkeit absorbierten, auf Kosten des künstlerischen Kinos.

Mit Hollywood in Canne$ legt Christian Jungen die erste umfassende filmwissenschaftliche Studie zum spannungsreichen Verhältnis der amerikanischen Filmindustrie zum Festival von Cannes vor, von der Festivalgründung 1939 bis zur Gegenwart. Er untersucht, warum und wie Major Studios wie Warner Bros., Twentieth Century Fox oder Paramount in den verschiedenen Epochen am Festival teilnahmen, wie sie die Veranstaltung in den 40er und 50er-Jahren zu etablieren und legitimieren halfen, und wie sie den Rezeptionskontext mit dem roten Teppich nutzten, um mit Stars, Publicity Stunts, Press Junkets und Parties ihre kommerziellen Filme zu vermarkten. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem komplexen Abhängigkeitsverhältnis von Festival, Massenmedien und Studios.

Hollywood in Canne$ erzählt mit Fallstudien zu Alfred Hitchcock, Bette Davis, Easy Rider, M.A.S.H., E.T., Basic Instinct, Last Action Hero oder The Da Vinci Code die Geschichte einer Hassliebe, die geprägt ist von Missverständnissen, Boykotten, Skandalen und Flops, aber auch von Freundschaft, Kooperation, Triumph und vor allem von grosser Passion fürs Kino. Der Autor argumentiert, dass der dauernd schwellende Kunst-versus-Kommerz-Konflikt zwischen den beiden Nationen, welche für sich beanspruchen, das Kino erfunden zu haben, für das Festival konstitutiv ist und letztlich seinen Erfolg ausmacht.

Titel bei amazon.de
Titel bei buch24.de
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Libri.de


ZUM GEWINNSPIEL HIER KLICKEN!

Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare »