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Archiv für die 'Allgemein' Kategorie

Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD: DOCTOR STRANGE (ab 14. Juni 2010 neu auf DVD!)

Erstellt von Detlef Hedderich am 30. Juni 2010

DOCTOR STRANGE (ab 14. Juni 2010 neu auf DVD!)

Doktor Stephen Strange ist ein brillanter, aber selbstsüchtiger Neurologe. Bei einem Autounfall werden seine Hände so schwer verletzt, dass er nicht mehr operieren kann. Auf der scheinbar aussichtslosen Suche nach Heilung bereist er die ganze Welt und gibt ein Vermögen aus. Erst ein mysteriöser großer Meister in einem alten tibetischen Tempel gibt ihm Hoffnung auf Genesung. Doctor Strange entdeckt dort seine magischen Fähigkeiten und steigt selbst zum großen Meister, dem Mächtigsten aller Zauberer, auf. Währenddessen versucht Dormammu, eine magische Kreatur, sich aus seinem galaktischen Gefängnis zu befreien und das Tor Sanktum Sanktorum, den Weg in Millionen von Dimensionen, zu öffnen. Doch bevor Stranges Wunden heilen können und er in den Kampf ziehen kann, muss er sich seiner düsteren Vergangenheit stellen. Wird es Doctor Strange gelingen Dormammu aufzuhalten und die Erde vor seiner grauenvollen Herrschaft zu bewahren?

Seinen ersten Auftritt hatte Doctor Strange im Marvel Comic „Strange Tales“  im Juli 1963 und erhielt 1968 eine eigene fortlaufende Comicreihe mit 15 Ausgaben. Nach mehreren Gastautritten in „Strange Tales“ und  „Fantastic Four“ startete 1974 die Serie „Doctor Strange: Master of the Mystic Art“, die bis 1987 über 13 Jahre fortgesetzt wurde.

FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Making Of, Dr. Strange Concept Art, Trailer, Bildergalerie.
Laufzeit ca. 73 Minuten.
Sprachen: Deutsch Englisch.
Produktionsjahr: 2007.

Regie: Jay Oliva, Frank Paur
KSM


DOCTOR STRANGE gewann 2008 den Golden Trailer Award in der Kategorie „Best Anime Trailer“ und wurde 2007 für den Annie Award in der Kategorie „Best Home Entertainment Production“ nominiert. Der Annie Award ist die höchste Auszeichnung für einen animierten Film und wird jährlich von der International Animated Film Society (ASIFA in Los Angeles) verliehen. Als Bonusmaterial bietet die DVD ein Making Of, ein Feature über die Doctor Strange Concept Art sowie Bildergalerie und Trailer.

DVD bei Libri.de

Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD (Label www.ksmfilm.de ): In welcher Kategorie gewann DOCTOR STRANGE  2008 den Golden Trailer Award und  in welcher Kategorie wurde er 2007 für den Annie Award nominiert? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald hundert Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! DIE GEWINNER LAUTEN: Barbara Sebesta, Thomas Nägele und Stephan Hoffmann. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN UND ALLEN MITSPIELERN!

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Meldung: Dennis Hopper ist tot

Erstellt von Günther Lietz am 29. Mai 2010

Eine traurige Nachricht für die Filmwelt: Hollywood-Legende Dennis Hopper erlag am 29. Mai  2010 in Venice (Kalifornien) seinem Krebsleiden. Herr Hopper wurde 1969 mit seinem Film “Easy Rider” weltberühmt. Er wirkte unter anderem in Klassikern wie “… denn sie wissen nicht, was sie tun” und “Giganten” mit.  Sein Werk umfasst mehr als 140 Filme.

Bilder von Dennis Hopper auf Virtual History

“Easy Rider” als BR bei Libri.de
“… denn sie wissen nicht, was sie tun” als DVD bei Libri.de

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 2 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Jeremy Gosch, Monika Gosch, Phil Jarratt, Robert Traill: Bustin Down the Door (DVD-Video)

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Mai 2010

Jeremy Gosch, Monika Gosch, Phil Jarratt, Robert Traill: Bustin Down the Door

FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Sprachen: Englisch Englisch.
Amaray Case.
DVD-Video
EAN: 4041658223492
FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Laufzeit ca. 91 Minuten.
TV-Norm: SDTV 576i (PAL). Sprachversion: Deutsch, DTS 5. 1, Deutsch, DD 5. 1, Englisch, DD 5. 1.
Sprachen: Englisch Englisch.
Produktionsjahr: 2008.
Amaray Case.
Schnitt: Danny Bresnik
Regie: Jeremy Gosch
Kamera: Gary Rohan Mit Wayne Bartholomew, Ian Cairns, Tom Curren
SUNFILM Entertainment

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4. Juni 2010 – DVD-Video
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Im Winter 1975 wurde im 50. Staat der USA das Wellenreiten revolutioniert! Es war ein legendärer Moment in der Geschichte des Surfens, als sich eine Gruppe von jungen Südafrikanern und Australiern in die spektakuläre Brandung Hawaiis stürzte und alles riskierte, um mit ihrem Können und ihrer Leidenschaft für das Wellenreiten berühmt zu werden. Sie schufen einen Sport, eine Kultur und nicht zuletzt eine Industrie, die heute mehrere Millionen Dollar Umsatz jährlich macht. Atemberaubende Surf-Action und faszinierende Interviews mit den fünf Surfer-Legenden machen “Bustin down the Door” schon heute zu einem Klassiker des Genres.

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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 4 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Das komplette Bühnenprogramm “Falten und Kleben” auf DVD.

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Mai 2010

Matthias Egersdörfer erhielt den Förderpreis des Deutschen Kleinkunstpreises 2010 und bringt regelmäßig den Quatsch Comedy Club zum Kochen. Hinzu kommen Gastauftritte bei Dittsche, Scheibenwischer und Neues aus der Anstalt. Mit “Falten & Kleben” reist Mathias Egersdörfer seit vielen Monaten durch die ganze Republik und veröffentlicht sein preisgekröntes Bühnenprogramm am 29. Mai erstmals als DVD. Ein absolutes Muss!

Das komplette Bühnenprogramm “Falten und Kleben”, erstmals auf DVD
VÖ: 29.05.10

Der RBB strahlt das Programm Falten & Kleben aus:
Sonntag 30.5./22.45 Uhr Erstausstrahlung Falten & Kleben
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Sonntag 06.6./ 22.45 Uhr Erstausstrahlung Falten &  Kleben
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PREISRÄTSEL / GEWINNSPIEL: 5 x 1 (KOSTENLOSES!) EXEMPLAR: Christian Jungen: Hollywood in Canne$: Die Geschichte einer Hassliebe, 1939-2000

Erstellt von Detlef Hedderich am 26. Mai 2010

Jungen, Christian
Hollywood in Canne$: Die Geschichte einer Hassliebe, 1939-2000

Im Buch blättern

Verlag :      Schüren Verlag GmbH
ISBN :      978-3-89472-521-1
Einband :      Englisch Broschur
Preisinfo :      29,90 Eur[D] / 30,80 Eur[A] / 49,90 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Legende: UVP = unverbindliche Preisempfehlung, iVb = in Vorbereitung.
Seiten/Umfang :      384 S. – 22,5 x 15,5 cm
Erscheinungsdatum :      09.2008
Aus der Reihe :      Zürcher Filmstudien 21

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Das Festival von Cannes ist das größte und prestigeträchtigste Filmfestival der Welt. Es hat sich mit dem Wettbewerb um die Goldene Palme der Förderung der filmischen Vielfalt und dem Autorenkino verschrieben. In den letzten Jahren diente es aber auch regelmässig als Plattform für die Lancierung von Hollywoods Blockbustern wie Godzilla, The Matrix Reloaded oder X-Men: The Last Stand, die kaum dem Profil der Veranstaltung entsprechen und einen Grossteil der medialen Aufmerksamkeit absorbierten, auf Kosten des künstlerischen Kinos.

Mit Hollywood in Canne$ legt Christian Jungen die erste umfassende filmwissenschaftliche Studie zum spannungsreichen Verhältnis der amerikanischen Filmindustrie zum Festival von Cannes vor, von der Festivalgründung 1939 bis zur Gegenwart. Er untersucht, warum und wie Major Studios wie Warner Bros., Twentieth Century Fox oder Paramount in den verschiedenen Epochen am Festival teilnahmen, wie sie die Veranstaltung in den 40er und 50er-Jahren zu etablieren und legitimieren halfen, und wie sie den Rezeptionskontext mit dem roten Teppich nutzten, um mit Stars, Publicity Stunts, Press Junkets und Parties ihre kommerziellen Filme zu vermarkten. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem komplexen Abhängigkeitsverhältnis von Festival, Massenmedien und Studios.

Hollywood in Canne$ erzählt mit Fallstudien zu Alfred Hitchcock, Bette Davis, Easy Rider, M.A.S.H., E.T., Basic Instinct, Last Action Hero oder The Da Vinci Code die Geschichte einer Hassliebe, die geprägt ist von Missverständnissen, Boykotten, Skandalen und Flops, aber auch von Freundschaft, Kooperation, Triumph und vor allem von grosser Passion fürs Kino. Der Autor argumentiert, dass der dauernd schwellende Kunst-versus-Kommerz-Konflikt zwischen den beiden Nationen, welche für sich beanspruchen, das Kino erfunden zu haben, für das Festival konstitutiv ist und letztlich seinen Erfolg ausmacht.

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Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSES!) Poster: „Robin Hood“

Erstellt von Günther Lietz am 2. Mai 2010

ROBIN HOOD startet am 13. Mai in den deutschen Kinos – realistischer, leidenschaftlicher und actionreicher als je zuvor!

Wann genau der echte Robin Hood – so es ihn tatsächlich gegeben hat – lebte, ist historisch zwar nicht eindeutig geklärt. Relativ wahrscheinlich ist aber zumindest, dass der „Rächer der Enterbten“ im Mittelalter, also irgendwann zwischen den Jahren 500 und 1500 wirkte.

Regie: Ridley Scott
Darsteller: Russell Crowe, Cate Blanchett, William Hurt, Matthew Macfadyen, Mark Strong, Oscar Isaac, Léa Seydoux, Scott Grimes, Kevin Durand, Alan Doyle, Danny Huston, Max von Sydow
Produktion: Brian Grazer

“Es gibt einige Punkte die bereits im Vorfeld dafür sprechen, dass ROBIN HOOD ein Knaller wird – und diese Punkte haben Namen: Russell Crowe und Ridley Scott.”
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Preisrätsel / Gewinnspiel 3 x 1 (KOSTENLOSES!) Poster: Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wer spielt Robin Hood? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreißig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!
Gewonnen haben: Bärbel Trippler, Andreas Göddertz und Steven Thalau. Herzlichen Glückwunsch!

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Return to Sleepaway Camp

Erstellt von Michael Drewniok am 11. März 2010

sleepaway-campReturn to Sleepaway Camp

Originaltitel: Return to Sleepaway Camp (Sleepaway Camp V: Return to Sleepaway Camp), USA 2003/08
Regie u. Drehbuch: Robert Hiltzik
Kamera: Ken Kelsch u.  Brian Pryzpek
Schnitt: Ron Kalish
Musik: Rodney Whittenburg
Darsteller: Vincent Pastore (Frank), Paul DeAngelo (Ronnie), Michael Gibney (Alan), Jonathan Tiersten (Ricky), Felissa Rose    (Sheriff Jerry), Isaac Hayes (Chefkoch Charlie), Lenny Vento (Mickey), Erin Broderick (Karen), Adam Wylie (Weed), Kate Simses (Petey), Brye Cooper (Randy), Michael Werner (Michael), Christopher Shand (T. C.), Jaime Radow (Jenny), Shahidah McIntosh (Bella), Jackie Tohn (Linda), Chaz Brewer (Stan), Ashley Carin (Alex), Samantha Hahn (Marie) uva.
Label/Vertrieb: KSM – Krause & Schneider Multimedia
Erscheinungsdatum: 04.02.2010 (Leih-DVD) bzw. 08.03.2010 (Kauf-DVD)
EAN: 4260181980485
Bildformat: 16 : 9 (1,78 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch), Dolby Digital 2.0 (Englisch)
Untertitel: keine
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 83 min.
FSK: 18

Das geschieht:

Irgendwo dort, wo es ländlich einsam, sommerlich heiß und insgesamt langweilig ist, leitet der gerissene Frank das schmierige Camp Manabe. Die meist von ihren Eltern in den Ferien hierher gezwungenen Teenager sind renitent und laut, ihre Betreuer gereizt und überfordert. Täglich gibt es Ärger mit Alan, einem Problemkind. Riesengroß, dick und bärenstark, ist Alan nach einer Hirnhautentzündung geistig leicht zurückgeblieben und ungemein reizbar. Alle hassen ihn, der sich ihnen ständig aufdrängt und sich nun gar erdreistet, die hübsche (und entsetzte) Karen zu seiner Freundin zu ernennen.

Damit ist für die anderen Teenies das Maß voll. Systematisch beginnen sie Alan unter Leitung seines Stiefbruders Michael zu demütigen und zu quälen, bis ihr Opfer nach einem Nervenzusammenbruch im Wald verschwindet. Kurz darauf beginnen die Bewohner des Camps grässlichen Morden zum Opfer zu fallen. Für Frank ist der Fall klar: Alan ist durchgedreht. Zusammen mit Sheriff Jerry will er den Flüchtigen fassen und gleichzeitig jedes geschäftsschädigende Aufsehen vermeiden.

Trotzdem beginnt sich im Camp Manabe Panik zu verbreiten, die vom Mitinhaber Ronnie angeheizt wird. Er leidet noch immer unter den Erinnerungen an seine frühen Arbeitsjahre im Camp Arawak. Dort hatte 1983 die wahnsinnig gewordene Angela Baker blutig gewütet. Seitdem sitzt sie in einem Sanatorium, doch Ronnie denkt sofort an sie als Täterin. Sheriff Jerry ist geneigt, ihm Gehör zu schenken, denn auf einer Baustelle in der Nähe findet er Ricky Thomas, der den Kontakt zu seiner Cousine Angela nie abgebrochen hat.

Für beide Theorien gibt es plausible Indizien, doch die Realität sieht wesentlich bizarrer aus, weshalb der vermummte Killer es immer wüster treiben kann. Als das große Finale und der Moment der Wahrheit nahen, gibt es nicht mehr viele Überlebende im Camp Manabe, die dies zu würdigen wissen …

Im schmuddeligen Ableger von Camp Crystal Lake

Der Horrorfilm ist ein proletarisches Genre. Wo sonst ist es möglich, mit einer (oder auch keiner) Idee eine Karriere zu starten? 1983 schrieb und drehte Robert Hiltzik einen billigen, fiesen, von der gerade gestarteten Horror-Serie „Freitag, der 13te“ arg ‚inspirierten‘ Slasher namens „Sleepaway Camp“. Weil im Finale kurz aber unverhüllt männliche Geschlechtsorgane aufblitzten, gelangte das Filmchen zu Skandalruhm-Ehren und verankerte sich tief im kollektiven Gedächtnis des verstörten US-Publikums.

Womit Robert Hiltzik zwar keine neue Idee aber einen Fuß in der Filmtür hatte. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert taucht sein Name ausschließlich im Umfeld der zahlreichen Fortsetzungen des ersten „Sleepaway-Camp“-Streifens auf; sechs sind es bisher, und der nächste wird bereits vorbereitet. Hiltzik selbst stieß erst mit dem fünften Teil wieder zu ‚seiner‘ Serie. Er ignorierte die Geschichte/n der Sequels und schloss direkt an die Ereignisse des Originals an.

Das gilt inhaltlich wie formal. Zwar heißt das Camp, in dem ein Massenmörder umgeht, nicht mehr Arawak, doch die windschiefen Hütten des Lagers Manabe scheinen aus demselben morschen Holz geschnitzt zu sein. Zudem bedient sich Hiltzik – angeblich mit Absicht, vielleicht aber auch, weil er gar nicht anders kann – ausgiebig der Formensprache der 1980er Jahre: „Return to Sleepaway Camp“ ist eine Art Hommage auf die wüsten Splatter dieser Ära.

Krudes Killen krimineller Kids

Folgerichtig verbringt der Zuschauer seine Zeit hauptsächlich mit dem Warten zwischen diversen Metzel-Szenen. Das ist unterhaltsamer als erwartet oder befürchtet – dazu unten mehr –, aber das Konzept ist im 21. Jahrhundert nicht mehr für Überraschungen gut. Hiltzik versucht auch gar nichts Neues, sondern inszeniert möglichst eng an der Vorlage. Das gelingt ihm so gut, dass der Zuschauer lange verunsichert ist, wann die Filmhandlung eigentlich spielt: irgendwann vor 1990 oder in der Gegenwart. Das einzige Zugeständnis an die Moderne ist der (moderate) Einsatz von CGI-Technik.

Der Splatter der 1980er Jahre galt dem politisch korrekt denkenden Establishment als Wiege des Bösen. Durch diese Filme inspiriert wuchsen jene bösen, pervertierten Generationen heran, deren Treiben erst durch das entschiedene Auftreten einer erstarkten Zensur Einhalt geboten werden konnte. Auch Hiltzik musste dem Rechnung tragen: Ein allzu explizites Morden wie in der schlechten, alten Zeit war ihm nicht mehr möglich, obwohl er sich bemüht, mit frittenfettgegrillten Schädeln, nagelbrettgespickten Wänsten oder einer Kastration per Drahtseil und Jeep – sehr kompliziert! – den Vorbildern wie schon gesagt so exakt wie möglich zu entsprechen.

Klug mischt er weniger Blutiges mit Kurzem aber Heftigem und arbeitet vor allem mit Humor: Seht her, ihr Kritiker, das ist doch alles gar nicht ernst gemeint! Ist es in der Tat nicht, und weil Hiltzik ein wenig schlauer ist als der übliche Regisseur des fünften Teils einer Trash-Horror-Serie, kann er einige gruselige Treffer landen. Selbstverständlich sind die Resultate geschmacklos und pubertär, aber mancher Einfall ist außerdem so bizarr und komisch, dass er unweigerlich Wirkung erzielen muss.

Miese Typen in gelungenen Darstellungen

Dabei erhält Hiltzik von unerwarteter Seite Unterstützung: Werden für einen Horrorfilm der B-Kategorie üblicherweise Nullmimen und Knallchargen engagiert, darf sich der Zuschauer dieses Mal über Darsteller freuen, die in ihren Rollen ausgezeichnet aufgehen. Der Regisseur Hiltzik konnte sich darüber hinaus auf den Drehbuchautor Hiltzik verlassen, der seine Figuren so grob und übertrieben zeichnete, dass sie sich perfekt in die Handlung integrieren.

Ein wirklich guter Einfall ist der Verzicht auf die typische Kategorisierung in „Gut“ und „Böse“. Die Bewohner von Camp Manabe sind ohne Rücksicht auf Geschlecht oder sozialen Status sämtlich unsympathisch. Es gibt keine Helden, sondern nur Loser, Idioten, „bullies“ und Zicken. Die Betreuer sind Luschen, das Lager ist ein Dreckloch in einem öden Waldstück. Hiltzik legt einen enormen Einfallsreichtum an den Tag, wenn es gilt, die Unwirtlichkeit dieses Ortes zu demonstrieren.

In kleinen aber prägnanten Rollen sieht man Vincent Pastore, sonst abonniert auf Mafia-Filme, als abgedrehten Kadadu-Liebhaber Frank, Isaac Hayes in einer Parodie seiner „Chefkoch“-Rolle aus der Cartoon-Serie „South Park“, Adam Wylie als sichtlich erwachsen gewordenen Ex-Kinderstar, sowie „Scream Queen“ Felissa Rose, Veteranin des modernen Trash-Horror-Kinos.

Erschreckender Realismus im Horrorfilm

Eine eigene Erwähnung verdient Michael Gibney. Er ist weder vor noch nach „Return to Sleepaway Camp“ als Schauspieler in Erscheinung getreten. Hier hinterlässt er als behinderter und sozial geschädigter Alan einen nachhaltigen Eindruck. Über weite Strecken tritt das Horror-Element in den Hintergrund, und Camp Manabe verwandelt sich in ein höllisches Abbild jenes Mikrokosmos‘, in dem die US-Jugend heranwächst. Im Kastensystem der Highschool stehen „Sportskanonen/Cheerleader“ und „Nerds/Loser“ am oberen bzw. unteren Ende des sozialen Spektrums. Brutales Mobbing bis zur quasi systematischen Züchtung von Amokläufern ist das Ergebnis.

Als Alan gibt Gibney den unfreiwilligen Verlierern ein Gesicht. Schon in Gestalt und Auftreten gilt er den Schönen & Beliebten als Beleidigung: Alan ist dick und laut, er ignoriert Regeln und Körperhygiene und fällt einfach nur lästig. Doch Gibney gibt in seiner Rolle nicht einfach das bemitleidenswerte Opfer – Alan ist ein echtes Arschloch; er schurigelt diejenigen, die schwächer sind als er, beleidigt jene, die ihm helfen wollen und tut überhaupt alles, um selbst gutwillige Zeitgenossen gegen ihn aufzubringen.

In seiner ambivalenten Rolle ist Gibney so überzeugend, dass er das Simpel-Konzept der „Sleepaway-Camp“-Handlung sprengt. Der Film wird hier Psychogramm eines Getriebenen, der das eigene Unglück selbst mit herausfordert. Alan ist die bei weitem stärkste Figur des Films; kein Wunder, dass Hiltzik ihn im letzten Drittel aus der Handlung nimmt, die er bisher dominierte, und ihn erst im Finale kurz zurückkehren lässt: Gegen den armen, bösen Alan wirkt selbst der Massenmörder von Camp Manabe blass.

Kein guter, aber ein ungewöhnlicher Film

Alle diese Besonderheiten lassen „Return to Sleepaway Camp“ keineswegs zum cineastischen Geheimtipp reifen. Leerlauf und Klischees sorgen durchaus für Langeweile und Verdruss, und wer hinter dem Gemetzel steckt, erkennt der Zuschauer beinahe sofort. Dennoch hat dieser Film etwas, das ihn von anderen billigen Horrorfilmen unterscheidet. Dazu trägt neben der Figurenzeichnung wohl auch Hiltziks Liebe zu ‚seiner‘ Story bei. Obwohl mehr als zwei Jahrzehnte zwischen „Sleepaway Camp“ und „Return to Sleepaway Camp“ liegen, greift Hiltzik die Vorgeschichte sorgfältig wieder auf. Einige Rollen konnte er sogar mit Darstellern aus dem Original wiederbesetzen, obwohl sich beispielsweise Paul DeAngelo oder Jonathan Tiersten inzwischen aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatten. Auch Felissa Rose lässt die irre Angela Baker kurz aber mit vollem Körpereinsatz aufleben.

Dass „Return to Sleepaway Camp“ ein Film ist, der durch viele Schwierigkeiten verzögert wurde und beinahe gar nicht zu Stande gekommen wäre, sieht man ihm übrigens nicht an. Die Dreharbeiten waren bereits 2003 abgeschlossen. Im Rahmen des bescheidenen Budgets konnten nur Spezialeffekte entstehen, die Robert Hiltzik nicht überzeugten. Er wartete deshalb ab, bis seine Kriegskasse sich wieder gefüllt hatte. Erst 2006 bis 2008 wurde der Film überarbeitet und fertiggestellt. Noch immer muss man ihn nicht ansehen, aber wagt man es, wird man durchschnittlich aber immerhin schräg unterhalten.

DVD-Features

Eigentliche Extras zum Hauptfilm gibt es nicht. Allerdings sollte man dieses Mal die Schlusstitel durchlaufen lassen: Wenn sie enden, gibt es noch eine zusätzliche Szene, die drei Wochen vor den Ereignissen im Camp Manabe spielt und eine nicht unbedingt zum Verständnis erforderliche aber kopfkrachend in Szene gesetzte Zusatzinformation liefert.

Dass sich um die „Sleepaway-Camp“-Serie ein kleiner Kult gebildet hat, verdeutlicht diese Website, die reichhaltiges Hintergrundmaterial zu allen Filmen bietet.

Die „Sleepaway-Camp“-Serie:

(1983) Sleepaway Camp
(1988) Sleepaway Camp II: Unhappy Campers
(1989) Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland
(2002) Sleepaway Camp IV: The Survivor (unvollendet)
(2003/08) Sleepaway Camp V: Return to Sleepaway Camp
(2010) Sleepaway Camp VI: Sleepaway Camp Reunion

[md]

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PREISRÄTSEL: 3 x 1 DVD tatort: “Der dunkle Fleck” und 3 x 1 “tatort”-Kappe mit Aufschrift als Trostpreis

Erstellt von Detlef Hedderich am 6. Dezember 2009

tatort1Was Sie schon immer über den Tatort wissen wollten!

Bereits seit 40 Jahren steht der Tatort in der Beliebtheit der Deutschen ganz oben. Jetzt gibt es gute Nachrichten: Die Bitten der zahlreichen Tatort-Fans wurden erhört und schon bald wird es möglich sein, sich den Tatort zu jedem Zeitpunkt ins heimische Wohnzimmer zu holen. Ab 03. Dezember 2009 veröffentlicht Walt Disney Studios Home Entertainment die erfolgreichste Krimi-Reihe Deutschlands auf DVD!

Der stetig anwachsende Erfolg des vielfach preisgekrönten Spannungsgaranten kann nicht nur seiner Glaubwürdigkeit und Aktualität zugeschrieben werden, in vier Jahrzehnten haben inzwischen über 70 Kommissare und Ermittler-Teams fast 800 Fälle gelöst – und der Krimireihe ihre ganz eigene Note gegeben. Natürlich gibt es rund um den Tatort jede Menge skurrile Begebenheiten. Einige davon haben wir für Sie zusammengetragen:

Wussten Sie, dass…

•       …für die ersten Tatort-Folgen mit Walter Richter als Kommissar Paul Trimmel die Hamburger Polizei ihre Streifenwagen zur Verfügung stellte, es jedoch zum Eklat kam, weil die Gesetzeshüter einen Imageverlust durch Trimmels Flüche und Trinkgelage befürchteten?

•       …in den 70er Jahren das Drehbuch der ersten Tatort-Folge „Taxi nach Leipzig” in schwedischen Schulbüchern abgedruckt wurde? Im Lehrbuch „tyska für gymnasie skolan” diente es als Lesestoff im Deutschunterricht.

•       …Manfred Krugs Tatort-Einstand als Kommissar Paul Stoever 1984 von einem Raubüberfall auf eine Fähre handelte, die zwischen Helgoland und Cuxhaven verkehrt, und diese Idee einige Tage später von realen Räubern nachgeahmt wurde?

•       …Götz Georges erster Satz als Horst Schimanski 1981 „Hotte, Du Idiot, hör auf mit der Scheiße!” und sein letztes Wort beim Abschied 1991 „Scheiße!” war?

•       …der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) den Schauspielern Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär die Ehren-Kriminalmarke für ihr „besonderes Engagement bei der professionellen Kriminalitätsbekämpfung” im Kölner Tatort verliehen hat?

•       …man ca. 46 Tage rund um die die Uhr fernsehen müsste, um alle bisherigen Tatort-Folgen am Stück anzusehen?

Die erste Welle umfasst zunächst zehn Einzelepisoden, darunter natürlich die Debütfolge „Taxi nach Leipzig” von 1970 oder die kontrovers diskutierte Folge „Manila” aus dem Jahr 1998.

Weiter werden vier Kommissarboxen um die Ermittler Horst Schimanski, Lena Odenthal, Paul Stoever / Peter Brockmöller und Max Ballauf / Freddy Schenk sowie zwei Städte-Boxen mit den Fällen verschiedener Ermittler in München und Leipzig erscheinen.

Weit über 100 Folgen der Erfolgsreihe werden in den nächsten Jahren in mehreren Veröffentlichungswellen in Form von Einzelfolgen, Städteboxen (3 Discs) und Kommissarboxen (4 Discs), ausgestattet mit umfangreichem und zum Teil exklusivem Bonusmaterial, erscheinen.

Geballtes Krimi-Vergnügen vom Feinsten: Ein absolutes Muss und das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Sammler und Fans des spannenden TV-Kults – und alle die es noch werden wollen.

Angebot bei Amazon.de

PREISRÄTSEL: 3 x 1 DVD tatort: “Der dunkle Fleck” (3 x 1 “tatort”-Kappe mit Aufschrift als Trostpreis)
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Welche Tatortfolge (Drehbuch) wurde in den 70er Jahren in schwedischen Schulbüchern abgedruckt ? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” eintragen. Danke. Sobald zwanzig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Die Gewinner lauten: Joerg Bender, Ines Krohn, Nicole Jansen. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

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AVH: Alien vs. Hunter

Erstellt von Michael Drewniok am 3. Dezember 2009

avhAVH: Alien vs. Hunter

Originaltitel: AVH: Alien vs. Hunter (USA 2007)
Regie: Scott Harper
Drehbuch: David Michael Latt
Kamera: Mark Atkins
Schnitt: Matthew Alson Thornbury
Darsteller: William Katt (Lee Custler), Dedee Pfeiffer (Hilary), Wittly Jourdan (Tammy), Randy Mulkey (Valentine), Jennifer Couch (Freckles), Jason S. Gray (Garrison), John Murphy Jr. (Figgus), Kevin Kazakoff (Two Fingers), Philip Bak (Javier), Josh Tessier (Styles), Matthew Bolton (Marty), Collin Brock (Sheriff Armstrong), Darbi Gwynn Gibson (Marcy), Aaron Council (Alien), Rob Filson (Hunter)
Label/Vertrieb: KNM Home Entertainment
Erscheinungsdatum: 22.10.2009
EAN: 7640114164538
Bildformat: 16 : 9 (1,77 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch) u. Dolby Digital 2.0 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: keine
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 85 min.
FSK: 18

Das geschieht:

Irgendwo im tristen Hinterland von Kalifornien und in der Nähe eines trostlosen Städtchens gehen zwei Raumschiffe nieder. Ein Spinnen-Alien und sein schwer gepanzerter Jäger verfolgen einander durch staubige Wälder. Menschliche Pechvögel, die ihnen dabei in die Quere kommen, werden entweder gefressen (Alien) oder verprügelt und mit dem Laser-Gewehr zu Staub zerblasen (Jäger).

Angstvoll sammelt sich eine kleine Gruppe Überlebender um den Journalisten Lee Custler. Er rät, sich zum Survival-Redneck Valentine durchzuschlagen – der zwar ein Spinner ist, aber in seiner Waldhütte Waffen aller Art hortet -, um sich dort zu verschanzen und auf das rettende Militär zu warten.

Die Flucht gelingt, obwohl das Spinnen-Alien die Schar ausdünnt. Valentine gewährt Unterschlupf, doch als das Alien und der Jäger nahen, muss er feststellen, dass seine Waffen weder Hautpanzer (Alien) noch Rüstung (Jäger) durchschlagen können. Neuerlich heißt Flucht die Devise. Die Gruppe teilt sich: Valentine und Custler tun sich mit dem inzwischen aus dem Busch aufgetauchten und mit Panzerfaust sowie C4-Sprengstoff gerüsteten Trupp um den Wilderer Figgus zusammen, um den Ungeheuern aus dem All auf gute, amerikanische Weise heimzuleuchten, während die anderen Überlebenden versuchen, durch die unterirdische Kanalisation zu entkommen. Leider streift Gruppe 1 absolut planlos durch die Wälder, während Gruppe 2 ausgerechnet in das Raumschiff des Jägers stolpert. Das leichenreiche Desaster kann seinen Lauf nehmen …

Eine Warnung für die Neugierigen!

Wiegt die Kenntnis eines neuen Wortes den Verlust von 90 Minuten Lebenszeit auf? Das ist eine schwierige Frage, denn anderthalb Stunden “AVH: Alien vs. Hunter” stellen auch für den mit allen trüben Wassern der Filmgeschichte gewaschenen Zuschauer ein schockierendes Erlebnis dar. Doch mehr als das Wissen um besagtes Wort bleibt ihm nicht nach der harten Probe von Herz und Hirn. So sei der noch nicht betroffenen Allgemeinheit mitgeteilt, dass “AVH” ein sogenannter “mockbuster” ist. Die Produktionsfirma “Asylum” – merkt euch den Namen und meidet ihre Machwerke! – hat sich – leider ist so etwas legal – darauf spezialisiert, erfolgreiche Großproduktionen der Genres Science Fiction und Horror für den sprichwörtlichen Appel, aber ohne Ei neu zu erzählen bzw. zu plagiieren.

In unserem Fall ist die Vorlage unschwer erkennbar: “AvP – Alien vs. Predator: Requiem” ließ 2007 bereits zum zweiten Mal die Erfolgsmonster der Blockbuster “Alien” und “Predator” aufeinandertreffen. Zwar ließ dieser Film in Sachen Handlungslogik oder Schauspielerleistung beinahe alle Wünsche offen, doch wenigstens war er anschaubar, ohne im Publikum die Frage nach den Verursachern, blanken Hass und den Kollektivwunsch nach Lynchjustiz aufsteigen zu lassen.

“AVH” ist dagegen Trash in den Minuten 1 bis 85, zwischen denen sich die Zeit endlos zieht. Die Story wurde von der erwähnten Vorlage gerippt, aber ‘Drehbuchautor’ David Michael Latt gab sich nicht die geringste Mühe, sie so zu kopieren, dass sie den (finanziell und intellektuell) beschränkten “AVH”-Verhältnissen angepasst wurde.

“Ich brauche keine Millionen …”

Genau das hätte unbedingt geschehen müssen, denn finanziert hat Scott Harper seinen Film offenbar mit dem Wechselgeld, das der Oma, die im Supermarkt vor ihm an der Kasse Schlange stand, aus der Tasche gefallen ist. Gedreht wurde in ausgedörrten kalifornischen Wäldern, durch die man die sichtlich müden und schwitzenden Darsteller auf der Flucht vor sparsam eingeblendeten Aliens hetzen sieht. Die Kamera übernimmt die Rolle der außerirdischen Angreifer, indem sie wild hin und her geschwenkt oder auf die ‘attackierten’ Menschlein zugerollt wird.

Eindeutig ist der Kameramann das wichtigste Mitglied der Filmcrew. Mit seinem Werkzeug versucht er wacker auszugleichen, was das Budget nicht hergibt. Spannendes spielt sich bevorzugt im Dunkeln oder in dichten Nebelwolken ab, weil das die erbärmlichen ‘Kulissen’ und ‘Kostüme’ leidlich verbirgt. Details lassen sich auch verwischen, indem der Kamera die Bildschärfe genommen wird. Oder liegt die Kopfschmerz erzeugende Bildqualität darin begründet, dass “Asylum” das Equipment aus dem Sperrmüll hinter einem richtigen Hollywood-Studio klaubte?

Akute Unlogik dominiert die flüchtende Gruppe. Ausführlich werden Pläne geschmiedet, die man eine Sekunde später ignoriert. Erst läuft man aus der Stadt in die Wildnis, dann schleicht man dorthin zurück. Dabei sehen wir die Gejagten in einem Moment tief in der Kanalisation und im nächsten im hellen Sonnenschein schlurfen, denn Kontinuität ist ein weiterer Faktor, der im Drehbuch ausgeklammert bleibt.

Lernresistenz heißt stattdessen das Gebot der Stunde. Valentine und seinen paramilitärischen Rabauken will es einfach nicht in die stecknadelkopfgroßen Hirne gehen, dass die Außerirdischen kugelfest sind. Wieder und wieder ballern sie wüst auf ihre Gegner und wundern sich, wenn anschließend wieder ein Toter zu beklagen ist. Das sehnlich erwartete bzw. geschmähte Militär macht es dagegen richtig: Obwohl zwei Raumschiffe unter kräftiger Rauchentwicklung über den kalifornischen Himmel gezogen sind, lässt es sich nicht blicken.

Ganz spezielle Effekte …

Den Vogel schießt “AVH” erwartungsgemäß ab, wenn Filmtricks ins Spiel kommen. Von Ehrgeiz getrieben, schrieb Autor Latt ein Alien mit insektenähnlichem Oberkörper auf einem Spinnenkörper ins Drehbuch. Der ließ sich beim besten Willen nicht durch ein lebensgroßes Kostüm simulieren. CGI-Technik wurde bemüht. Das Geld reichte allerdings nur für zwei oder drei sekundenkurze Einstellungen, die wieder und wieder zum Einsatz kommen. Sie sind miserabel geraten, aber das müssen sie sein, um sich dem lachhaften ‘Kostüm’ in toto anzupassen. Nicht einmal über die Größe des Alien herrscht Einigkeit; in der Totalen ist es so groß wie ein Nashorn, aber rauft es mit Menschen, ist es exakt so klein wie der arme Teufel, der unter der billigen Monster-Camouflage steckt. (Die Spinnenbeine fallen übrigens ersatzlos weg, wenn Alien und Menschen in ein und derselben Szene auftauchen.)

Als Basis des ‘Jägers’ diente offenbar eine alte Samurai-Rüstung, die im Gesichtsbereich durch eine schwarz mattierte Tauchermaske ergänzt wurde. Auch der Jäger ändert seine Größe von Szene zu Szene. Er haust in und reist mit einem hightechfreien Raumschiff, dessen Interieur an einen düsteren Heizungskeller erinnert, dessen geistig umnachteter Bewohner Schrott und Müll an die Wände genagelt hat. Wir Zuschauer lernen diesen Ort des unfreiwilligen Grauens viel zu gut kennen, weil Regisseur Harper seine Darsteller immer wieder durch dieselben kurzen Flure jagt.

Unklug ist die Entscheidung, die öde Welt, in die es unsere Invasoren verschlagen hat, durch deren Augen zu zeigen. Beim Alien färbt sich das Bild dann grün und zerfällt in unzählige Kugelsegmente, die den Blick durch ein Facettenauge nachahmen sollen. Der Jäger sieht seine Umgebung dagegen in Rot.

Eine besondere Erwähnung in diesem Kapitel über die Spezialeffekte verdient die “AVH”-Synchronisation. Mussten die Sprecher ihre Sätze vom Blatt ablesen und per Telefon ins Synchronstudio durchgeben? Waren sie der deutschen Muttersprache gar nicht mächtig? Sprachen sie so gut wie möglich nach, was ihnen lautmalerisch vorgegeben wurde? Artikulieren sich da überhaupt echte Menschen, oder existiert inzwischen eine Software, mit der sich Filmedialoge auf Knopfdruck eindeutschen lassen? Die Stimmen sind ölig, verwaschen, tot; keine Betonung stimmt. Jedes geleierter Wort ist ein weiterer Nagel zu dem Sarg, der für einen Streifen wie “AVH” zu zimmern ist: Dieser Film ist von der ersten Sekunde eine Totgeburt. Unfassbar, dass solcher Murks zusätzlich auf eine Blu-ray gepresst wurde!

“This is the end, my only friend, the end …”

Wenn der normale Zeitgenosse eine richtig böse Sünde begeht, dabei aber dem weltlichen Gesetz entwischt, muss er sich laut Vorgabe der meisten Religionen erst nach seinem Tod dafür verantworten. Eine Ausnahmeregelung gibt es offenbar für Schauspieler: Sie landen noch lebendig jedoch anschließend seelisch tot in ‘Filmen’ wie diesem.

Obwohl die meisten Darsteller leider gar nicht fehl am Platz wirken. Sie spielen nicht, sondern grimassieren, als ob der Tonfilm noch nicht erfunden wäre. Alle Figuren wurden nur in groben Umrissen hastig skizziert, denn sie sind Futter, das in regelmäßigen Abständen den Monstern vorgeworfen wird. Folgerichtig sind sie uns alle herzlich gleichgültig bzw. aufgrund ihrer unterirdischen Darbietungen so lästig, dass wir ungeduldig auf ihr Ende warten.

Richtig weh tut der Anblick einer echten Schauspielerin in diesem desaströsen Umfeld. Dedee Pfeiffer, die jüngere Schwester von Michelle, aber inzwischen eindeutig auf der falschen Seite der 40, war nie ein Star, aber die Liste ihrer Filme und TV-Auftritte ist nicht nur lang, sondern was sie drehte, ließ sich auch anschauen; sie kann also ihren Job. Wie steht es um ihre Karriere, wenn sie sich für den Schwachsinn der Firma “Asylum” hergeben muss? Von der Regie völlig im Stich gelassen, bietet Pfeiffer jedenfalls dasselbe Anti-Schauspiel wie ihre Leidensgenossen.

Abschließend noch eine Frage: Wieso ist “AVH” in Deutschland erst ab 18 Jahren freigegeben? Selbst 12-jährige Zuschauer brechen in hämisches Gelächter aus, wenn man versucht, sie mit billigem Humbug ins Bockshorn zu jagen. Wahrscheinlich wurde die hohe Freigabegrenze absichtlich angestrebt; ein verzweifelter Trick des Labels, das denen, die unschlüssig diesen Film in ihren Händen drehen, unterhaltsame Blutorgien vorgaukeln und sie auf diese Weise zum Kauf verleiten möchte.

DVD-Features

Kaum zu fassen, aber zum grausigen Machwerk “AVH” existiert ein “Behind-the-Scenes”-Feature. Es entlarvt den deprimierenden Arbeitsalltag einer “Mockbuster”-Crew, die alles gibt, der aber nichts gelingt, weil ohne Geld, Zeit und Plan jegliche Schaffenskraft verenden muss. ‘Kulissen’ wie die seltsame, mit Tarnfarben bemalte und mit Fischernetzen ausgehängte ‘Kanalisation’ oder das Müllkippen-Raumschiff entpuppen sich als Sperrholz-Konstruktionen, die mit allem, was schlecht und billig ist, ‘dekoriert’ wurden.

Verzweifelt bemüht sich Randy Mulkey  in der Maske des dreifach debilen Rednecks Valentine um lobende Worte zu jenem Film, in den ihn ein böses Schicksal verschlagen hat. Falls ich seine genuschelten Worte richtig verstanden habe, wurde “AVH” in zwölf Tagen heruntergekurbelt, was nicht sein kann, weil der fertige Film deutlich signalisiert, dass Darsteller und Crew ansonsten elfeinhalb Tage untätig auf dem Set herumgelungert hätten.

Einige sogenannte “bloopers” sollen ‘lustige’ Zwischenfälle und darstellerische Fehlleistungen während der Dreharbeiten dokumentieren. Beim besten Willen ist kein Qualitätsunterschied zwischen den Outtakes und den fertigen Szenen feststellbar; “AVH” ist im Grunde eine einzige, anderthalb Stunden laufende Blooper-Roll.

[md]

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Sunfilm Entertainment bringt das Sequel zu Rob Zombies Box Office-Hit „Halloween“ als exklusive Fantasy Filmfest-Preview

Erstellt von Detlef Hedderich am 18. November 2009

cover_halloween-2Sunfilm Entertainment bringt das Sequel zu Rob Zombies Box Office-Hit „Halloween“ als exklusive Fantasy Filmfest-Preview in den sieben FFF-Städten in die Kinos, bevor die kultverdächtige Fortsetzung im Frühjahr 2010 als DVD und Blu-ray erscheint. Alleine in Deutschland haben 2007 über 218.000 Zuschauer Zombies Remake des Kultklassikers von John Carpenter auf den Kinoleinwänden verfolgt. Jetzt hat Zombie auch den zweiten Teil der Horror-Reihe neu inszeniert und erstürmte mit “H2″ die Top 3 der US-Kinocharts.

Weitere Informationen zu diesem Limited Kino-Release

„Halloween 2“ –Sunfilm und das Fantasy Filmfest präsentieren Rob Zombies neuestes Genre-Highlight im Dezember 2009 als „Limited Kino-Release“ in ausgewählten deutschen Städten München, 18.11.2009 – Sunfilm bringt das Sequel zu Rob Zombies Box Office-Hit „Halloween“ als exklusive Fantasy Filmfest-Preview in den sieben FFF-Städten in die Kinos, bevor die kultverdächtige Fortsetzung im Frühjahr 2010 auf DVD und Bluray ausgewertet wird.

Alleine in Deutschland haben 2007 über 218.000 Zuschauer Zombies Remake des Kultklassikers von John Carpenter auf den Kinoleinwänden verfolgt. Jetzt hat Zombie auch den zweiten Teil der Horror-Reihe neu inszeniert und erstürmte mit H2 die Top 3
der US-Kinocharts.

Die Story:
Eine amerikanische Kleinstadt zu Halloween: Massenmörder Michael Myers ist in das verschlafene Haddonfield, Illinois zurückgekehrt, um seine grausamen Rachepläne zu vollenden. Ein Feldzug des Terrors beginnt, bei dem Michael vor nichts Halt machen wird, um die Geheimnisse seiner zerrütteten Vergangenheit zu offenbaren.

Termine:
Berlin: 07. Dezember 2009, 20.00 Uhr (Cinestar, Sony Center)
Stuttgart: 09. Dezember 2009, 20.30 Uhr (Metropol)
München: 13. Dezember 2009, 20.00 Uhr (Cinema)
Köln: 13. Dezember 2009, 20.00 Uhr (Cinedom)

Weitere Infos und Termine zum Kino-Release folgen in Kürze unter www.fantasyfilmfest.com.

„Halloween 2“ erscheint am 05.02.2010 mit einem Rental-Fenster von fünf Wochen im Verleih und am 12.03.2010 im Handel.

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