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	<title>Filmbesprechungen.de &#187; Buch zum Film</title>
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		<title>Die kulinarischen Abenteuer in Österreich von Sarah Wiener (Buch + DVD)</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 20:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buch zur TV-Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>
		<category><![CDATA[beendete Preisrätsel]]></category>

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		<description><![CDATA[Sarah Wiener &#8211; Die kulinarischen Abenteuer in Österreich
FSK ohne Altersbeschränkung.
2 DVD(s).
EAN: 4029759071402
Libri: 8589950
FSK ohne Altersbeschränkung.
Laufzeit ca. 466 Minuten.
2 DVD(s).
EDEL
November 2011 &#8211; DVD-Video
Sarah Wiener ist eine der bekanntesten Köchinnen Deutschlands. Als Gründerin und Frontfrau der Sarah Wiener GmbH in Berlin und Hamburg leitet sie mehrere Restaurants sowie einen internationalen Event-Cateringservice und ist Autorin zahlreicher Kochbücher. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4029759071402" target="_blank"><img class="alignright size-full wp-image-5688" title="Sarah Wiener" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Sarah-Wiener.jpg" alt="" width="217" height="300" /></a>Sarah Wiener &#8211; Die kulinarischen Abenteuer in Österreich<br />
</strong>FSK ohne Altersbeschränkung.<br />
2 DVD(s).</p>
<p><em>EAN: 4029759071402<br />
Libri: 8589950<br />
FSK ohne Altersbeschränkung.<br />
Laufzeit ca. 466 Minuten.<br />
2 DVD(s).<br />
EDEL</em></p>
<p>November 2011 &#8211; DVD-Video</p>
<p>Sarah Wiener ist eine der bekanntesten Köchinnen Deutschlands. Als Gründerin und Frontfrau der Sarah Wiener GmbH in Berlin und Hamburg leitet sie mehrere Restaurants sowie einen internationalen Event-Cateringservice und ist Autorin zahlreicher Kochbücher. Als erste prominente Köchin setzte sie sich öffentlich für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und das Ernährungsbewusstsein in moralischer und ökologischer Hinsicht ein. So gründete sie unter anderem eine eigene Stiftung und ist Schirmherrin verschiedener Organisationen.</p>
<p>In der 10-teiligen Arte-Serie &#8220;Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Österreich&#8221; kehrt sie nach vielen Jahren in Deutschland zurück nach Österreich, in ihre Heimat. Das Land ihrer Kindheit hat sich verändert. Aus stillen Bergtälern sind flotte Skiressorts geworden, vergessene Dörfer am Eisernen Vorhang sind zurückgekehrt in die Mitte Europas – und auch die Küche ist eine andere geworden.</p>
<p>Die TV-Serie gibt es jetzt auf 2 DVDs inkl. Kochbuch und exklusives Bonusmaterial zum Nachkochen.</p>
<p>INFORMATIONEN:<br />
Längst gibt es in Österreich mehr zu entdecken als Wiener Schnitzel und Palatschinken. Zeit also, sich auf die Suche nach den Wurzeln der österreichischen Küche zu machen, nach Köchen und Landwirten, Winzern und Gärtnern, die sich nicht nur auf die Tradition besinnen, sondern sie auch<br />
neu zu interpretieren wissen.</p>
<p>Wie gelingt die berühmte Sachertorte, was bedeutet eigentlich „blanchieren“ und wie bleibt das Fleisch beim Kochen schmackhaft und zart? In kurzen Bonusvideos verrät Sarah Wiener Tipps und Tricks bei der Zubereitung der Gerichte und wirft außerdem einen ganz persönlichen<br />
Blick auf ihre Heimatstadt Wien.</p>
<p>TECHNISCHE DATEN:<br />
<em>Vertrieb: edel motion Germany<br />
Inhalt: 2 DVDs  + Buch mit Rezepten und Tipps<br />
Laufzeit: ca. 450 min.<br />
FSK: Keine Altersangabe<br />
Bildformat: PAL 16:9 Widescreen<br />
Tonformat: Dolby Digital 2.0<br />
Sprache: Deutsch<br />
Format: 2 x  DVD9<br />
Ländercode: 0<br />
Bonusmaterial: 30 min. (Interviews, Hinter den Kulissen)</em></p>
<p>DIE STATIONEN DER REISE IM ÜBERBLICK:</p>
<p>Folge 1: Die Wiener Schwestern<br />
Rezepte:     Pochiertes Ei auf lauwarmem Essiggemüse mit Estragon-Sabayon<br />
Tafelspitz mit Semmelkrenkruste und Babygemüse</p>
<p>Folge 2: Das Gold der Steiermark<br />
Rezepte:     Maibock im Kranewittenschmalz gegart mit zusammgelegten Knödel und karamellisierten Fischbacher Grubenkraut<br />
Kernöl Kletzennudel mit Schafjoghurt</p>
<p>Folge 3: Federn lassen in Niederösterreich<br />
Rezepte:     Lackierte Entenbrust mit heißen scharfen Marillen und Erdäpfel-Mohnnudeln<br />
Marillenknödel</p>
<p>Folge 4: Borstenvieh und Burgenland<br />
Rezepte:    Pannonischer Fischeintopf – Halászlé<br />
Burgenländisches Bratfleisch</p>
<p>Folge 5: Die Kunst der Tiroler Brezen<br />
Rezepte:    Tiroler Brezensuppe<br />
Rüben-Schlutzer mit Speck und Mangold?</p>
<p>Folge 6: Hopfen und Wels in Oberösterreich<br />
Rezepte:    Biersuppe mit gefüllten Erdäpfelknödeln, gerösteten Schwarzbrotcroutons und Bachkresse<br />
Donauwaller auf Eferdinger Schmorgurken</p>
<p>Folge 7: Nachwuchs in Vorarlberg<br />
Rezepte:     Bergkäse-Riebel Taler und Lamm in Latschenkiefer-Sauce<br />
Halbgefrorenes vom Sig mit Röstzwetschkende</p>
<p>Folge 8: Salzburger Klassiker<br />
Rezepte:     Gebratene Fasanenbrust und gefülltes Fasanenhaxerl mit Petersilienknöderl und Herbsttrompeten<br />
Salzburger Nockerln</p>
<p>Folge 9: Wiener Früchte<br />
Rezepte:    Biskuitroulade mit Altwiener Kaffeecreme und Hagebuttenmarmelade<br />
Sachertorte<br />
Traminerstrudel</p>
<p>Folge 10: Der Kärntner Kaviar<br />
Rezepte:    Kärtner Kirchtagssuppe<br />
Kärntner Kaasnudeln mit Saiblingskaviar und Gurkensalat</p>
<p>BIOGRAFIE:</p>
<p>DIE FRÜHEREN JAHRE<br />
Sarah Wiener, 1962 in Halle (Westfalen) geboren, ist die Tochter des österreichischen Schriftstellers und Jazzmusikers Oswald Wiener und der bildenden Künstlerin Lore Heuermann. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte die österreichische Staatsbürgerin in Wien.</p>
<p>1986 zog sie nach Berlin, wo ihr Vater mit dem Exil und dem AxBax zwei bekannte Künstlerrestaurants führte. Ihre Passion für das Kochen entdeckte sie in der Küche des Exil, das zum Sprungbrett ihrer eigenen Karriere wurde. Hier fertigte sie unter anderem Backwerk und Kuchen, die dann die Grundlagen ihres ersten eigenen Unternehmens wurden. Bevor sie damit diverse Cafés belieferte, kochte sie  fast zwei Jahre lang jeden Tag für die Mitarbeiter einer renommierte Werbeagentur im Berliner Westend.</p>
<p>DIE UNTERNEHMERIN<br />
1990 gründete die Jungunternehmerin &#8220;Sarah Wieners Tracking Catering&#8221;, einen europaweiten Catering-Service für Film- und Fernsehproduktionen. Was mit einem Gasherd in einem umgebauten NVA-Wagen und Edelgeschirr vom Flohmarkt begann, entpuppte sich bald als Erfolgskonzept, das auch die Großen der Branche begeisterte. Neun Jahre später eröffnete sie im<br />
Zentrum Berlins ihr erstes Restaurant, Das Speisezimmer. Seit 2003 führt sie das Museums-Restaurant im Hamburger Bahnhof. Das Konzept – die Kombination von Kunst und gutem Essen – ging auf. Heute findet man Sarah Wiener und ihr Team auch mit dem KAFFEEHAUS im Museum für Kommunikation. 2004 wurde die Sarah Wiener GmbH in Hamburg und Berlin gegründet. Neben den drei Berliner Restaurants betreibt das Unternehmen ein internationales Event-Catering. Auch im Auftrag verschiedener Firmen ist Sarah Wiener für den guten Geschmack zuständig. Neben dem Restaurant ‚Gottlieb‘ des Kundencenters im Werk Bremen der Daimler AG, betreibt Sarah Wiener nun auch seit 2011 die Gastronomie des Mercedes Benz Museums in Stuttgart. Das ehemalige One-Woman-Unternehmen beschäftigt mittlerweile über 160 Mitarbeiter. Kochkunst mit Haltung, die Verbindung von kulinarischem Genuss mit Werten, wie Nachhaltigkeit, Transparenz und Achtsamk! eit gegenüber Natur und Kultur sind es, was Sarah Wiener und ihr Unternehmen<br />
einzigartig machen.</p>
<p>IN ZAHLEN<br />
2010 Umbau des Restaurants DAS SPEISEZIMMER; Erweiterung um DIE KÜCHE<br />
2009 Eröffnung DAS KAFFEEHAUS im Museum für Kommunikation<br />
2004 Gründung der Sarah Wiener GmbH<br />
2003 Eröffnung Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof<br />
1999 Eröffnung des ersten Restaurants Das Speisezimmer<br />
1990 Gründung des Sarah Wiener Tracking Catering<br />
1986 Gründung Sarah Wieners Mehlspeisen<br />
1962 in Halle / Westfalen geboren</p>
<p>IN DEN MEDIEN<br />
2011 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in England (arte)<br />
2010 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Österreich (arte)<br />
2010 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in den Alpen (arte)<br />
2009 Sarah Wiener und die Küchenkinder (arte)<br />
2007 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener durch Italien (arte)<br />
2007 Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener durch Frankreich (arte)<br />
2006 Länder –Menschen –Abenteuer (SWR) seit 2004 Kochen bei Kerner / Lanz kocht (ZDF)<br />
2004 Living-history-Reihe „Abenteuer 1900 –Leben im Gutshaus? (ARD)</p>
<p>AUSZEICHNUNGEN<br />
2010 Bildungsbotschafterin Didacta<br />
2008 Flair de Parfum (Preis der Wirtschaftskammer Wien)<br />
2008 Les trophées de l’éspritalimentaire / French Food Spirit Award für die arte Serie Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener (Frankreich)<br />
2008 Woman of Exception Award (Schweiz)<br />
2008TrophéeGourmet –Ehrentrophée (Österreich)<br />
2008 „Goldene Cloche? (österreichischer Gastronomiepreis)<br />
2007 Orden ONE 100 -Beste Szeneköchin (Deutschland)<br />
2006 Herforder Preis (Deutscher Gastronomiepreis)</p>
<p>KOCHBÜCHER<br />
2011 Herdhelden, Mein ganz persönliches Österreich-Kochbuch<br />
2009 La Dolce Wiener<br />
2008 Frau am Herd –Natürlich, fantasievoll, köstlich<br />
2008 Meine kulinarische Reise durch Frankreich –Eine Liebeserklärung mit Rezepten<br />
2007 Das große Sarah Wiener Kochbuch<br />
2006 Sarah Wieners Mediterrane Küche<br />
2004 Kochen mit Sarah Wiener</p>
<p>KOCHBUCH-DVDs:<br />
2009 Die Kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener Staffel 3<br />
2008 Die Kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener Staffel 2<br />
2007 Die Kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener Staffel 1</p>
<p>PRODUKTE<br />
Die Sarah Wiener Messerserie der Manufaktur Pott<br />
Gemeinsam mit der Firma Pott hat Sarah ihre eigene Messer Serie entwickelt. Handgemacht ist am besten. Das gilt für Krautstrudel wie für Kochmesser. Pott steht nicht nur für gutes Design, sondern auch für traditionelle Fertigung. Jedes Sarah Wiener Messer wird in 90 manuellen Arbeitsschritten gefertigt. Aus den besten Materialien.<br />
Neben den handgefertigten Messern vertreibt Sarah Wiener in ihrem Online-Shop alles, was das Herz rund um die Köstlichkeiten dieser Welt begehrt. Profiköche oder welche, die es gerne werden möchten, Kochfeen und Kartoffelheldinnen, Küchenkümmerer, aber auch Männer, die gerne am<br />
Herd stehen, finden dort alle Sarah Wiener Kochbücher, individuell gestaltete Schürzen, die Kitchenmanagement-Vorratsdosen aus Emaille von RIESS, unterschiedlichste Bio-Öle, aber auch CD´s und DVD´s.</p>
<p>SOZIALES ENGAGEMENT<br />
Initiatorin, Gründerin und Frontfrau der Sarah Wiener Stiftung – Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen (seit 2007)<br />
seit 2011 Botschafterin der BIO-Brotbox Hamburg<br />
seit 2010 Bio-Botschafterin des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft<br />
und Verbraucherschutz (BMELV)<br />
seit 2008 Schirmherrin der Berberfrauenkooperation zur Gewinnung von Arganölin Marokko<br />
seit 2007 Schirmherrin des Fördervereins für den Bundesverband Frauenberatungsstellen<br />
und Frauennotrufe<br />
seit 2007 Schirmherrin der von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ins Leben<br />
gerufenen Naturallianz<br />
seit 2007 Schirmherrin „Haushalt ohne Genfood?<br />
seit 2006 Schirmherrin des Tierzuchtfond für artgemäße Tierzucht</p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4029759071402" target="_blank">Titel bei Libri.de (DVD)</a></p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><strong>Preisrätsel             / Gewinnspiel 1  x 1 (KOSTENLOSE!) DVD-BOX:        Um                         den     Preisrätseltitel  zu  gewinnen,      muss        einfach                      folgende    Aufgabe    beantwortet   werden:  Wie viele Folgen beinhaltet die vorliegende BOX und wie heißen  sie?        Die     richtige         Antwort an                            gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de        mailen           (als         kleinen         Spamschutz         bitte (x) durch @           ersetzen,           vielen     Dank).  Im         Betreff bitte                       “Filmpreisrätsel”  und   den         Filmtitel      eintragen.       Danke.            Sobald 100 Mails   eingegangen       sind,        wird  unter             diesen             Einsendern</strong><strong> der       Gewinner </strong><strong> </strong><strong>mit   der            richtigen  Antwort </strong><strong>ausgelost.  Weiter      Informationen    finden  sich <a href="../kinder/preisratsel/" target="_blank">hier</a>. Der    Rechtsweg       ist  wie     immer         ausgeschlossen!</strong></span></p>
<p><span style="color: #008000;"><strong>.</strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #ff0000;">GEWINNER IST: Gunda Schwarzenburg. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM UNSEREM SPONSOREN! VIELEN DANK!</span></strong></p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>DER MANN MIT DEM FAGOTT – Udo Jürgens Geschichte in DVD, Soundtrack und Buch zum Film. Auf sfbasar.de alle drei jeweils einmal im Gewinnspiel!</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 16:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Preisrätsel auf sfbasar.de]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[DER MANN MIT DEM FAGOTT 
„Dieser Mann mit dem Fagott. Er ist der Grund, weswegen mein Großvater ausgewandert ist.“ (Udo Jürgens)
Udo Jürgens zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen  Unterhaltungskünstlern und ist auch international ein gefeierter Star –  am 30. September feiert er seinen 77. Geburtstag. Wie sehr das 20.  Jahrhundert das Leben des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>DER MANN MIT DEM FAGOTT </strong></h2>
<p><em>„Dieser Mann mit dem Fagott. Er ist der Grund, weswegen mein Großvater ausgewandert ist.“ (Udo Jürgens)</em></p>
<p><strong>Udo Jürgens zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen  Unterhaltungskünstlern und ist auch international ein gefeierter Star –  am 30. September feiert er seinen 77. Geburtstag. Wie sehr das 20.  Jahrhundert das Leben des Musikers und die Geschichte seiner Familie  geprägt hat, erzählt DER MANN MIT DEM FAGOTT nach dem gleichnamigen  Bestseller-Roman von Udo Jürgens und seiner Co-Autorin Michaela Moritz.  Die Regie führte Miguel Alexandre („Die Frau vom Checkpoint Charlie“)  und mit David Rott als junger Udo Jürgens, Christian Berkel, Ulrich  Noethen, Valerie Niehaus und Herbert Knaup verfügt der Spielfilm über  ein hervorragendes Schauspieler-Ensemble, das die Zuschauer in seinen  Bann ziehen wird.</strong></p>
<p>Die Ausstrahlung des Zweiteilers erfolgte am 29. und 30. September  bei ARD und ORF. Ariola veröffentlicht eine Doppel-CD mit dem von Udo  Jürgens komponierten Filmsoundtrack und einer persönlichen Selektion  seiner Songs. Der Limes Verlag veröffentlicht eine Filmsonderausgabe des  Romans.</p>
<p>In DER MANN MIT DEM FAGOTT wird die bewegende Familiensaga von Udo  Jürgens erzählt. Die Geschichte beginnt Ende des 19. Jahrhunderts in  Bremen, wo der junge Heinrich Bockelmann, der Großvater von Udo Jürgens,  einem Straßenmusiker begegnet. Die Musik des Unbekannten weist ihm den  Weg nach Moskau. Hier steigt Heinrich zu einem der einflussreichsten  Bankiers Russlands auf, doch mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges  muss die Familie fliehen. 20 Jahre später, sein Sohn Rudi lebt mit  seiner Familie in der Zwischenzeit in Österreich, bekommen die  Bockelmanns den Terror der Nazis zu spüren. Insbesondere für Rudis Sohn  Udo ist es eine schwere Zeit. Der sensible Junge spielt lieber Klavier,  als sich bei der Hitlerjugend hervorzutun. In der Nachkriegszeit möchte  Udo seinen Traum, Musiker zu werden, verwirklichen. Doch seine Karriere  beginnt schleppend: Mitte der 50er Jahre verdient er in Salzburg sein  Geld als Barpianist. 1966 gewinnt er mit dem Lied „Merci Chéri“ den  Grand Prix d’Eurovision de la Chanson in Luxemburg – der Beginn einer  der eindrucksvollsten Karrieren der<br />
deutschen Musikgeschichte.</p>
<p>—————–<br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=0886979107595" target="_blank"><img class="alignright" title="Udo Jürgens - Der Mann mit dem Fagott DVD" src="http://sfbasar.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Udo-J%C3%BCrgens-Der-Mann-mit-dem-Fagott-DVD.jpg" alt="" width="140" height="188" /></a>DVD<br />
<em>Die DVD-Facts auf einen Blick<br />
Originaltitel Der Mann mit dem Fagott<br />
Darsteller Christian Berkel, David Rott,<br />
Ulrich Noethen, Valerie<br />
Niehaus, Herbert Knaup und<br />
Udo Jürgens<br />
Regie Miguel Alexandre<br />
Prod.-Land Deutschland/Österreich<br />
Prod.-Jahr 2011<br />
Prod.-Firma Ziegler Film<br />
FSK ab 6 Jahren<br />
Genre Drama / Biografie<br />
Laufzeit ca. 212 Minuten<br />
Verkaufsstart 30.09.2011<br />
Bestellnummer 88697910759<br />
UVP 19,99 €<br />
Die DVD-Features auf einen Blick:<br />
Bildformat 1,78:1 (16:9 anamorph)<br />
Tonformat DD 5.1<br />
Sprache Deutsch<br />
Untertitel Deutsch für Hörgeschädigte<br />
Anzahl 2 DVD<br />
Verpackung 6-seitiges Digipack im Schuber<br />
Bonusmaterial Making of (inklusive eines ausführlichen Udo Jürgens  Interviews), umfangreiches 20-seitiges Booklet mit Hintergrundinfos,  Autogrammkarte Udo Jürgens</em><br />
—————–</p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=0886979203426" target="_blank"><img class="alignright" title="Der Mann mit dem Fagott cd" src="http://sfbasar.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Der-Mann-mit-dem-Fagott-cd-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Doppel-CD<br />
<em>Der Soundtrack zum Film mit Bonus-CD „Reise durch das Leben“.<br />
Ab 30.09.2011 überall im Handel<br />
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Voller Emotionen und Magie. Schöne oder schmerzhafte Erinnerungen, Träume,<br />
Sehnsüchte oder auch Hoffnungen. Viel mehr als nur ein Soundtrack.<br />
Die aktuelle Doppel-CD umfasst die komplett neu produzierte Filmmusik  von „Der Mann mit dem Fagott“ sowie eine zur Thematik passende und von  Udo zusammengestellte persönliche Selektion aus seinem bestehenden  Backkatalog.<br />
Katalognummer: 2 CD 0886979203426</em></p>
<p>Am 1. Februar 2012 startet Udo Jürgens mit dem Pepe Lienhard  Orchester in Berlin unter dem Motto „Der ganz normale Wahnsinn“ zur  35-Stationen Konzerttournee. Karten sind ab sofort erhältlich unter <a href="http://www.udojuergens.de/" target="_blank">www.udojuergens.de</a>, <a href="http://www.eventim.de/" target="_blank">www.eventim.de</a> sowie bei den üblichen Vorverkaufsstellen.</p>
<p>—————–<br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=9783809026006" target="_blank"><img class="alignright" title="Der Mann mit dem Fagott" src="http://sfbasar.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Der-Mann-mit-dem-Fagott1-188x300.jpg" alt="" width="120" height="192" /></a>Buch<br />
<em>Sonderausgabe des Bestsellers mit Bonusmaterial<br />
736 Seiten mit 20 Seiten Bildteil<br />
à € 14,99 [D] / à € 15,50 [A] / CHF 24,50<br />
ISBN 978-3-8090-2600-6<br />
Erscheinungstermin: 22.08.2011<br />
Udo Jürgens’ Familiengeschichte, eine unter die Haut gehende Saga von Glanz und Elend, Aufstieg und Fall, Angst und Triumph.</em></p>
<p>Die Filmsonderausgabe enthält ein Vorwort und ein Exklusiv-Interview  von und mit Udo Jürgens, zahlreiche Fotos und ausführliche Informationen  zu den Dreharbeiten.</p>
<p>—————–</p>
<h2><a rel="bookmark" href="http://sfbasar.filmbesprechungen.de/preisratsel/der-mann-mit-dem-fagott-udo-jurgens-geschichte-in-dvd-soundtrack-und-buch-zum-film-bei-uns-alle-drei-jeweils-einmal-im-gewinnspiel/" target="_blank">DER  MANN MIT DEM FAGOTT – Udo Jürgens Geschichte in DVD, Soundtrack und  Buch zum Film. Alle drei hier jeweils einmal im Gewinnspiel!</a></h2>
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		</item>
		<item>
		<title>BUCHREZENSION: Richard Matheson &#8211; Ich bin Legende. „I am Legend“ wurde bereits dreimal verfilmt. „The Last Man on Earth“ war 1964 ein eher trashiger Streifen, inszeniert vom nicht weiter bekannt gewordenen italienischen Regisseur Ubaldo Ragona.</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-richard-matheson-ich-bin-legende-%e2%80%9ei-am-legend%e2%80%9c-wurde-bereits-dreimal-verfilmt-%e2%80%9ethe-last-man-on-earth%e2%80%9c-war-1964-ein-eher-trashiger-streifen-inszenier/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-richard-matheson-ich-bin-legende-%e2%80%9ei-am-legend%e2%80%9c-wurde-bereits-dreimal-verfilmt-%e2%80%9ethe-last-man-on-earth%e2%80%9c-war-1964-ein-eher-trashiger-streifen-inszenier/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 22:42:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5181</guid>
		<description><![CDATA[
Richard Matheson
Ich bin Legende
(sfbentry)
Originaltitel: I Am Legend (New York : Fawcett 1954/London : Corgi 1956)
Deutsche Erstausgabe (gekürzt u. unter dem Titel „Ich, der letzte Mensch“): 1963 (Wilhelm Heyne Verlag/TB Nr. 266)
Übersetzung: Werner Gronwald
 152 S.
[keine ISBN]
(Ungekürzte) Neuausgabe: 1982 (Wilhelm Heyne Verlag/Bibliothek der SF Literatur 12)
Übersetzung: Lore Strassl
219 S.
ISBN-10: 3-453-30803-4
Originaltitel der erweiterten Fassung: I Am Legend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783453501553" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Matheson-Legende-Cover-2008-189x300.jpg" alt="" width="313" height="496" /></a></strong></p>
<p><strong>Richard Matheson<br />
Ich bin Legende</strong></p>
<p><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: I Am Legend (New York : Fawcett 1954/London : Corgi 1956)<br />
Deutsche Erstausgabe (gekürzt u. unter dem Titel „Ich, der letzte Mensch“): 1963 (<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag</a>/TB Nr. 266)<br />
</em><em>Übersetzung: Werner Gronwald</em><br />
<em> 152 S.<br />
[keine ISBN]</em><br />
(Ungekürzte) Neuausgabe: 1982 (<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag</a>/Bibliothek der SF Literatur 12)<br />
Übersetzung: Lore Strassl<br />
219 S.<br />
ISBN-10: 3-453-30803-4<br />
<em>Originaltitel der erweiterten Fassung: I Am Legend (New York : Orb Books 1995)<br />
Deutsche Erstausgabe: Januar 2008 (<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag</a>/Heyne TB Nr. 50155)<br />
Übersetzung: Lore Strassl u. Ralf Schmitz<br />
399 S.<br />
ISBN-13: 978-3-453-50155-3</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783453501553" target="_blank">Titel bei Buch24.de</a><br />
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Die Zivilisation ist ausgelöscht, nachdem  eine weltweit wütende Epidemie die Menschen in Vampire verwandelt hat,  die im Schutz der Nacht durch die leeren Städte streifen. In New York  scheint nur Robert Neville überlebt zu haben. Er hat sich in seinem Haus  verbarrikadiert, denn die Vampire wissen von seiner Existenz.  Allabendlich versammeln sie sich um Nevilles Festung und versuchen  einzudringen, denn sie gieren nach seinem Blut. Außerdem wollen sie  Rache, denn tagsüber, wenn sie hilflos in düsteren Verstecken liegen,  sucht und pfählt Neville sie.</p>
<p>Obwohl er sich seiner Haut zu wehren  weiß, beginnt Neville unter dem Stress und der Einsamkeit  zusammenzubrechen. In seiner Verzweiflung beginnt er sich abzulenken,  indem er die Seuche zu entschlüsseln versucht. Viele Rückschläge machen  ihm zu schaffen, aber allmählich erkennt er die Natur seiner Gegner.  Kann er womöglich ein Gegenmittel entwickeln und die Vampire in Menschen  zurückverwandeln?</p>
<p>Als seine Forschungen das theoretische  Stadium verlassen, muss Neville sich unter den Vampiren nach geeigneten  Versuchskaninchen umschauen. Seine Aktivitäten bleiben keineswegs  unbemerkt, denn nicht alle Untoten haben ihre Intelligenz verloren, und  sie sind es leid, sich jagen und töten zu lassen …</p>
<p><strong>Alter Mythos wird neu belebt</strong></p>
<p>Gestalt und Wesen des Vampirs waren seit  1897 quasi in Stein gemeißelt. Bram Stoker hatte in „Dracula“ das  ‚Wissen‘ um die blutrünstigen Wiedergänger zusammengetragen und  scheinbar das letzte Wort gesprochen. An seiner Darstellung orientierten  sich die meisten Autoren, die nach ihm Vampirgeschichten schrieben. Im  Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde der untote transsilvanische Edelmanns  im Frack und samtrot gefütterten Umhang allerdings zunehmend  anachronistisch. Zwei Weltkriege stellten nicht nur für Vampire eine  Zäsur dar: Vor allem nach 1945 wurde auch das literarische Grauen  ungeschminkt und schmutzig.</p>
<p>Richard Matheson versuchte Anfang der  1950er Jahre den Vampir-Mythos zu aktualisieren. Er war damit weder der  erste noch der einzige Autor, aber er war so erfolgreich, dass „Ich bin  Legende“ zu einem Klassiker wurde, dessen Rang mit „Dracula“  vergleichbar ist.</p>
<p>Es mag blasphemisch klingen, doch  Matheson ist zudem der bessere Schriftsteller. Während Stokers Roman  sich bei aller Unterhaltsamkeit als strukturschwach erweist, ist „Ich  bin Legende“ ein ökonomisch durchkomponiertes Werk ohne Abschweifungen  und Ballast. 200 Seiten genügen Matheson, das gesteckte Ziel zu  erreichen. Sogar Stephen King, der dem Mythos 1978 mit „Salem’s Lot“  (dt. „Brennen muss Salem“) erneut aktualisierte, benötigte mehr als den  doppelten Seitenumfang.</p>
<p>Die Handlung ist spannend, obwohl  Matheson anders als in den Verfilmungen seines Buches (s. u.) kein  besonderes Gewicht auf die Darstellung einer verödeten, menschenleeren  Welt legt. Das Geschehen spielt sich vor allem in und um Nevilles zur  Festung umgebauten Haus ab. Geschickt bringt Matheson den Untergang der  Menschheit in eingeschobenen Rückblicken zur Sprache. Diese bleiben  Fragmente, aus denen sich der Leser sein eigenes Bild von den  Ereignissen schaffen muss.</p>
<p>Große Mühe gibt sich Matheson damit, den  Vampir-Mythos ‚wissenschaftlich‘ zu begründen. Er verhehlt dabei nicht  die Schwierigkeit, möglicherweise biologische Aspekte – Blutdurst,  Sonnenlicht-Phobie, relative Unverwundbarkeit – mit eher psychologischen  Elementen – Angst vor dem Kreuz und vor Spiegeln, Tod durch Pfählen,  Schlaf in Graberde – in Einklang zu bringen. Mit einigen Tricks gelingt  es, doch stellt sich heraus, dass Neville seine Kenntnisse rein gar  nichts nützen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_19677"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Ich%20der%20letzte%20Mensch" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Matheson-Legende-Cover-1963.jpg" alt="" width="190" height="299" /></a>Cover der dt. Erstausgabe (Sammlung md)</p>
</div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Prüfung der Einsamkeit</strong></p>
<p>„Ich bin Legende“ bleibt vor allem auch  deshalb im Gedächtnis, weil die Vampire die meiste Zeit nur eine  Nebenrolle spielen. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des letzten  Menschen auf Erden. Auch das ist kein Sujet, das Matheson erfunden  hätte; schon Mary W. Shelley, die den „Frankenstein“ schuf, schrieb 1826  den Roman „The Last Man“ (dt. „Verney, der letzte Mensch“). Die Leiden  und Erlebnisse des Robert Neville wurden durch die ernüchternden  Erfahrungen des noch nahen II. Weltkriegs geprägt. Er droht nicht nur an  der Einsamkeit zu zerbrechen: Ihn bedrückt auch die ‚Schuld‘ des  Überlebenden, der sich fragt, wieso gerade er verschont blieb.</p>
<p>Deutlich angesprochen wird auch der  sexuelle Notstand. Er bringt Neville mehrfach in Situationen, die ihn  ganz und gar nicht wie einen klassischen Helden wirken lassen; nicht  umsonst betont der Verfasser seine seltsame Vorliebe für das Pfählen.  Auch fragt sich Neville selbst, wieso er für seine Untersuchungen und  Versuche stets weibliche Vampire wählt.</p>
<p>Generell scheut Matheson nie davor  zurück, Nevilles Schwäche deutlich werden zu lassen. Er ist ein Mensch,  der sich einer Herausforderung stellt, wenn und weil ihm keine  Alternative bleibt. Das gelingt nur allmählich. Zunächst benimmt sich  Neville zunehmend irrationaler, verfällt zeitweise dem Alkohol, zeigt  selbstmörderische Tendenzen. Eine anrührende Szene zeigt ihn im  unermüdlichen Versuch, die Freundschaft eines streunenden Hundes zu  gewinnen. Sein Überlebenswille ist letztlich siegreich, aber Neville  zahlt einen hohen Preis.</p>
<p><strong>Wer ist das Monster?</strong></p>
<p>Mathesons Roman umfasst einen Zeitraum  von drei Jahren. In dieser Spanne entwickelt sich Neville deutlich  weiter. Er überwindet seine Trauer, seine Ängste und seine Einsamkeit,  lernt sich mit seinen Seelennöten zu arrangieren. Scheinbar findet er  seinen Frieden und seine Nische in der veränderten Welt. Tatsächlich ist  dies seine größte Täuschung.</p>
<p>Die Natur heilt sich selbst, was den  Menschen einschließt. Neville verfügt nicht über das intellektuelle  Potenzial, um zu erkennen, dass die Vampire die Zukunft der Menschheit  darstellen, weil sie sich verändern, anpassen und den Grundstein einer  neuen Zivilisation legen. Plötzlich ist Neville der Anachronismus – der  Mensch hat die Rolle des Vampirs eingenommen, der die Gemeinschaft  heimsucht. Neville wird zur gefürchteten Legende, die dem Neubeginn im  Weg steht: Dies ist das starke, weil konsequente, das übliche Happy-End  aussparende Finale.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_19679"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Ich%20bin%20Legende" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Matheson_Legende1.jpg" alt="" width="150" height="239" /></a>Cover der Neuausgabe von 1982</p>
</div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>„Ich bin Legende“ im Film</strong></p>
<p>Obwohl Richard Matheson zu den  Großmeistern der Phantastik gehört, wird sein Werk in Deutschland  schmählich vernachlässigt. Seine klassischen Titel werden manchmal  aufgelegt, wenn eine Neuverfilmung ansteht. Glücklicherweise ist das oft  der Fall, da zumindest in den USA Mathesons Qualitäten als Erzähler  spannender Geschichten mit Niveau gewürdigt werden.</p>
<p>„I am Legend“ wurde bereits dreimal  verfilmt. „The Last Man on Earth“ war 1964 ein eher trashiger Streifen,  inszeniert vom nicht weiter bekannt gewordenen italienischen Regisseur  Ubaldo Ragona. Dieser Film kann durch die Besetzung der Hauptrolle mit  dem wie üblich hervorragend aufspielenden Vincent Price einen gewissen  Unterhaltungswert beanspruchen.</p>
<p>Das Remake von 1971 gehört zu den  Klassikern des phantastischen Films: Charlton Heston spielte unter der  Regie des Routiniers Boris Sagal den „Omega Man“. Vor allem die Szenen  in einem menschenleeren New York blieben im Gedächtnis. Sie inspirierten  sichtlich die Neuverfilmung von 2007, die einen in seiner Rolle nicht  unbedingt bemerkenswerten Will Smith präsentierte und Tragik mit Pathos  gleichsetzte, was beides offenkundig den Geschmack des aktuellen  Publikums traf; „I Am Legend“ gehörte zu den Blockbustern des Jahres und  führte – hier schließt sich der Kreis auf erfreuliche Weise – zur  Neuausgabe der gedruckten Vorlage.</p>
<p><strong>Das Buch mit dem Bonus</strong></p>
<p>Für die Leser gibt es einen unerwarteten  Bonus. Erfreulicherweise griff man auch in Deutschland auf eine  US-Fassung von 1995 zurück, die nicht nur den Roman, sondern zusätzlich  zehn Kurzgeschichten enthält:</p>
<p>- Verborgene Talente (<em>Buried Talents</em>,  1987), S. 208-217: Sein Leben lang hat der alte Mann auf dem  Rummelplatz seine Kunden betrogen – jetzt legt er sich mit dem Falschen  an.</p>
<p>- Der unlängst Verschiedene (<em>The Near Departed</em>, 1987), S. 218-220: Ein umsichtiger Mörder regelt die Bestattung des Opfers, bevor er zur Tat schreitet.</p>
<p>- Beute (<em>Prey</em>,  1969), S. 221-239: Die dämonisch beseelte Puppe eines afrikanischen  Jägers bringt erst Schrecken und dann Tod über eine amerikanische  Durchschnittsfamilie.</p>
<p>- Hexenkrieg (<em>Witch War</em>, 1951/1979), S. 240-247: In einem zukünftigen Krieg werden die Schlachten unter Einsatz magischer Kräfte geschlagen.</p>
<p>- Totentanz (<em>Dance of the Dead</em>, 1954/1982), S. 248-269: Manche Zombies können tanzen, aber gewisse unschöne Angewohnheiten legen sie deshalb keineswegs ab.</p>
<p>- Ein weißes Seidenkleid (<em>Dress of White Silk</em>, 1951/1979), S. 270-276: Mama ist nicht ganz von dieser Welt, und ihre Tochter kommt sehr nach ihr.</p>
<p>- Irrenhaus (<em>Mad House</em>,  1952/1980), S. 277-323: Dieses Haus ist eine Batterie des Bösen, und  sein Bewohner, ein Wüterich, lädt es auf – bis zum Bersten.</p>
<p>- Die Bestattungsfeier (<em>The Funeral</em>,  1955/1983), S. 324-336: Geschäft ist Geschäft, und so arbeitet  Bestatter Silkline auch für Vampire und andere Kreaturen der Nacht.</p>
<p>- Aus dem Schatten (<em>From Shadowed Places</em>, 1960/1988), S. 337-368: Wer den Fluch eines bösartigen Zauberers zu brechen versucht, riskiert mehr als das eigene Leben.</p>
<p>- Von Mensch zu Mensch (<em>Person to Person</em>, 1989), S. 369-398: Ist es klug ein Gespräch entgegenzunehmen, wenn das Telefon nur in deinem Kopf existiert?</p>
<p><strong>Witz mit Biss, Tragik ohne Sentimentalitäten</strong></p>
<p>Diese Storys zeigen Matheson als  professionellen Geschichtenerzähler, der sich wenig um Genregrenzen  kümmert und dessen kurze Werke erstaunlich oft ein erstaunliches Niveau  erreichen. „Der unlängst Verschiedene“ und „Die Bestattungsfeier“ sind  strikt auf die Schlusspointe ausgerichtet: gelungene Späße, die auch  heute noch ankommen. „Beute“ und „Aus dem Schatten“ bieten klassische  Action voller Spannung und Tempo, auch wenn sich über Mathesons  Interpretation der weiblichen Psyche inzwischen eine ordentliche  Staubschicht gelegt hat …</p>
<p>Die verbleibenden sechs Geschichten sind  kleine Meisterwerke des Mysteriösen. Sie lassen auch dem Laien deutlich  werden, dass es ohne Richard Matheson womöglich keinen Stephen King  geben würde. „Ein weißes Seidenkleid“ oder „Von Mensch zu Mensch“  klingen wie von King verfasst und sind doch schon vor vielen Jahrzehnten  entstanden. Tatsächlich prägte Matheson ganze Generationen junger  Schriftsteller, die genau erfassten, was sein Werk auszeichnet:  Bemerkenswerte Ideen werden nicht von Figuren durchgespielt, sondern von  Menschen aus Fleisch und Blut durchlebt und durchlitten.</p>
<p>Matheson beeindruckt durch seine  Fähigkeit, Gefühle wie Angst, Zorn oder Verzweiflung förmlich greifbar  werden zu lassen. „Irrenhaus“ ist ein einziger Parforceritt durch Seele  und Hirn eines haltlosen Cholerikers, der den eigenen Launen ebenso  hilflos ausgeliefert ist wie seine Mitmenschen. Ähnlich genial ist „Von  Mensch zu Mensch“, weil Matheson uns über die gesamte Distanz in  derselben Angst und Unsicherheit schweben lässt wie seinen unglücklichen  Protagonisten. „Hexenkrieg“ llebt von dem Kontrast zwischen detailliert  geschilderten Gräueln und den Mädchen, die diese mit der unbekümmerten  Grausamkeit ihrer Jugend entfesseln.</p>
<p>„Verborgene Talente“ gehört zu den  Geschichten, die ihre Leser ratlos zurücklassen und langes Nachdenken  erfordern, um den Subtext zu entschlüsseln (1). Die endgültige  Interpretation bleibt ihm überlassen. In „Totentanz“ setzt Matheson  trügerisch vordergründige Gruseleffekte ein und lässt den eigentlichen  Schrecken fast zwischen den Zeilen verschwinden.</p>
<p>Klappt man dieses Buch nach der Lektüre  zu, weiß man genau, wieso Richard Matheson in der Phantastik einen  Spitzen- und Ehrenplatz einnimmt: als Schriftsteller und als Quelle der  Inspiration für viele andere Autoren, die sein Werk studiert und  verinnerlicht haben, um es fortzusetzen und weiterzuentwickeln.</p>
<p><strong>Autor</strong></p>
<p>Richard Burton Matheson wurde am 20.  Februar 1926 in Allendale (US-Staat New Jersey). Er studierte  Journalismus an der University of Missouri, arbeitete jedoch  hauptberuflich als Schriftsteller. Die nach dem II. Weltkrieg erneut  boomende Magazin-Szene bot einem schnellen und professionellen Autoren  kein üppiges aber ein ausreichendes Auskommen. Matheson lernte rasch,  sich diesem Markt anzupassen. Schon 1950 gelang ihm mit der Story „Born  of Man and Woman“ (dt. „Menschenkind“), veröffentlicht im „Magazine of  Fantasy &amp; Science Fiction“, der Durchbruch. Matheson machte sich  einen Namen durch das Geschick, mit dem er die Genres SF und Horror  miteinander kombinierte. Sein Romanerstling wurde 1953 jedoch ein Krimi  („Fury on Friday“). Auch diverse Western-Storys hat Matheson  veröffentlicht.</p>
<p>1954 erschien „I Am Legend“ (dt. „Ich,  der letzte Mensch“ bzw. „Ich bin Legende“), 1956 „The Shrinking Man“  (dt. „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C.“), 1958 „A Stir of Echoes“  (dt. „Echos“). Mit diesen drei Romanen zementierte Matheson seinen Ruf.  Sie wurden sämtlich verfilmt. Zu „The Shrinking Man“ schrieb er selbst  das Drehbuch und fasste auf diese Weise auch in Hollywood Fuß. In den  nächsten Jahrzehnten bereicherte er die Kino- und Fernsehwelt mit  innovativen Drehbüchern, für die er zahlreiche Preise einheimsen konnte.  In den 1990er Jahren konzentrierte sich Matheson wieder stärker auf  seine schriftstellerische Arbeit und legt seither wieder regelmäßig neue  Romane vor. Seit 1951 lebt er in Kalifornien.</p>
<p><strong>(1) Spoilerartige Anmerkung; kann übersprungen werden</strong></p>
<p>Da ich  glaube, dass der Teufel Besseres zu tun hat, als höchstpersönlich einen  kleinen Rummelplatz-Betrüger zu züchtigen, neige ich zur Deutung, ein  mental maroder Mutant habe dem Pechvogel einige scharfe &amp; spitze  Messer in den Leib teleportiert.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>BUCHREZENSION: Joyce Reardon (Hg.): Das Tagebuch der Ellen Rimbauer. Mein Leben auf Rose Red. „The Diary of Ellen Rimbauer“ entstand 2002 als Buch zum Film bzw. zur TV-Miniserie „Rose Red“.</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-joyce-reardon-hg-das-tagebuch-der-ellen-rimbauer-mein-leben-auf-rose-red-%e2%80%9ethe-diary-of-ellen-rimbauer%e2%80%9c-entstand-2002-als-buch-zum-film-bzw-zur-tv-miniserie/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-joyce-reardon-hg-das-tagebuch-der-ellen-rimbauer-mein-leben-auf-rose-red-%e2%80%9ethe-diary-of-ellen-rimbauer%e2%80%9c-entstand-2002-als-buch-zum-film-bzw-zur-tv-miniserie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 22:29:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buch zur TV-Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5173</guid>
		<description><![CDATA[
Joyce Reardon (Hg.)
Das Tagebuch der Ellen Rimbauer
Mein Leben auf Rose Red
(sfbentry)
Originaltitel: The Diary of Ellen Rimbauer (New York : Hyperion 2002)
Übersetzung: Antje Görnig
Deutsche Erstausgabe (geb.): August 2002 (Vgs Verlagsgesellschaft)
345 S.
ISBN-10: 3-8025-2942-1
Als Taschenbuch: September 2004 (Piper Verlag Nr. 26561)
345 S.
ISBN-13: 978-3-492-26561-4
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Das geschieht:
Das 20. Jahrhundert ist noch jung, als John Rimbauer, sagenhaft  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Das%20Tagebuch%20der%20Ellen%20Rimbauer" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Reardon-Tagebuch-Rimbauer-Cover-189x300.jpg" alt="" width="313" height="496" /></a></strong></p>
<p><strong>Joyce Reardon (Hg.)<br />
Das Tagebuch der Ellen Rimbauer<br />
Mein Leben auf Rose Red</strong></p>
<p><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: The Diary of Ellen Rimbauer (New York : Hyperion 2002)<br />
Übersetzung: Antje Görnig<br />
Deutsche Erstausgabe (geb.): August 2002 (Vgs Verlagsgesellschaft)<br />
345 S.<br />
ISBN-10: 3-8025-2942-1<br />
Als Taschenbuch: September 2004 (<a href="http://www.piper-verlag.de/" target="_blank">Piper Verlag</a> Nr. 26561)<br />
345 S.<br />
ISBN-13: 978-3-492-26561-4</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Das%20Tagebuch%20der%20Ellen%20Rimbauer" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Das 20. Jahrhundert ist noch jung, als John Rimbauer, sagenhaft  reicher Industriemagnat und begehrtester Junggeselle der Stadt Seattle,  die junge Ellen freit. Die naive Frau erkennt nicht, dass Rimbauer vor  allem die Mutter eines männlichen Erben sucht und ansonsten sein  Lotterleben voller Huren, Glücksspiel und Brachialkapitalismen  fortzusetzen gedenkt. Schnell ist Ellen kreuzunglücklich.</p>
<p>Der Bruch erfolgt auf einer Weltreise im Jahre 1908. John steckt  Ellen in Afrika mit der Syphilis an. Nur mühsam, unter Qualen und mit  der Hilfe der heil- und zauberkundigen Sukeena überlebt Ellen das  Leiden. Nun ist das Maß voll: Da eine Trennung in dieser Zeit nicht in  Frage kommt, wird sie John auf andere Weise strafen. „Rose Red“, der  feudale Wohnsitz der Rimbauers, soll nach ihrem Willen niemals fertig  gestellt werden. Ewig wird Ellen die Bauarbeiten fortsetzen lassen und  Johns Vermögen schmälern.</p>
<p>So geschieht es, aber Rose Red ist auch sonst ein verfluchter Ort.  Erbaut über einem Indianerfriedhof, zieht das Böse in seine Mauern. Es  findet seine Nahrung in dem stillen aber erbarmungslosen Ehekrieg der  Rimbauers. Rose Red fordert mehr und mehr Opfer, die in seinen endlosen  Hallen, Korridoren und Zimmerfluchten verschwinden. Ihre Geister  verstärken den unguten Einfluss des stetig wachsenden, ständig  gefährlicher werdenden Hauses, das schließlich auch nicht vor Ellen,  seiner stillen Verbündeten, und ihrer Familie Halt macht.</p>
<p>Das herauszufinden ist freilich einer späteren Generation  vorbehalten. Anfang des 21. Jahrhunderts stößt die Parapsychologin Dr.  Joyce Reardon auf das Tagebuch der Ellen Rimbauer. Seine Lektüre wird  zum Anlass einer Expedition in das schon lange verlassene Rose Red, um  vor Ort die angeblich übernatürlichen Phänomene zu studieren. Freilich  liest Dr. Reardon nicht gründlich genug, aber das ist eine andere  Geschichte …</p>
<p><strong>Ein Rosenkrieg der übernatürlichen Art</strong></p>
<p>„Das Tagebuch der Ellen Rimbauer“ weist zwei zentrale  Handlungsstränge auf. Da ist das Porträt einer Frau, die sich vom wohl  behüteten Mädchen über die enttäuschte Ehefrau zur verbitterten,  gefährlichen und wahnsinnigen Hüterin ihres verfluchten und verhassten  Hauses entwickelt. Der Autor entwirft in der ersten Buchhälfte ein Bild,  das der historischen Realität nahe kommt: Die Frau eines vermögenden  und mächtigen Mannes ist dessen Eigentum. Eine Scheidung ist in den  Gesellschaftskreisen, in denen die Rimbauers verkehren, unmöglich.</p>
<p>Repressionen betreffen selbstverständlich nur die Ehefrau. Diskretion  ist die einzige Bedingung, die der Gatte zu erfüllen hat. Also kann  sich John Rimbauer weiterhin seinen Ausschweifungen hingeben. Er muss  keine Vorwürfe fürchten – höchstens seitens seiner Frau, die ihm jedoch  ausgeliefert ist und indirekt erheblichen Schaden durch seine Eskapaden  leidet: Rimbauer infiziert Ellen mit einer normalerweise tödlichen  Krankheit.</p>
<p><strong>Geisterjagd mit angezogener Bremse</strong></p>
<p>Diesen Leidensweg breitet der Verfasser in Vertretung der angeblichen  Autorin Ellen Rimbauer in Tagebuchform auf. Recht behäbig und allzu  sehr den Duktus der Ära imitierend wird die Handlung in Gang gesetzt.  Die heimische Tragödie der Ellen Rimbauer und das Grauen von Rose Red  sollen nur allmählich zwischen den Zeilen aufscheinen, um später umso  intensiver über die Leser hereinzubrechen. Dies ist löblich, scheitert  aber in der Umsetzung. Das „Tagebuch“ irritiert in seiner Mischung aus  historischem Gesellschafts- und Gruselroman. Zumal ist es gar nicht  Ellen ist, deren Schmerz und Wut das Grauen weckt – das existiert  offenbar aus sich heraus.</p>
<p>Aber auch der Horror von Rose Red – der zweite Handlungsstrang – kann  nur bedingt überzeugen. Stattdessen beobachten wir die Fahrten einer  Rummelplatz-Geisterbahn, die ihren Gästen mit uralten Buh!-Tricks einen  Schrecken einjagen möchte. So vielversprechend die Idee geklungen haben  mag, einen Zeitzeugen von den unerklärlichen Ereignissen, die beobachtet  aber nicht verstanden werden, berichten zu lassen; die Umsetzung ist  einfach zu altbacken. Nur in wenigen Szenen und besonders zum Finale hin  geht die Rechnung auf, zumal endlich das Tempo anzieht und das  Phantastische obsiegt.</p>
<p><strong>Figuren eines Dramas</strong></p>
<p>Im Vergleich zur TV-Serie weist das „Tagebuch“ die deutlich bessere  Figurenzeichnung auf. Ellen Rimbauer als Opfer, das zur Täterin und  wieder zum Opfer wird, tritt aus ihren Worten hervor. Wir lernen viel  über das Dasein im Goldenen Käfig, in den Frauen wie sie vor gerade  einem Jahrhundert gezwungen wurden. Erst langsam, dann immer schnell  verfällt Ellen dem bösen Zauber des Hauses, lässt sich von ihm  korrumpieren, nutzt seine Macht zur Rache am übermächtigen Ehemann – und  bemerkt viel zu spät, dass für Rose Red nur die eigenen Bedürfnisse  zählen. Letztlich vernichtet das Haus alle, die sich in seinen Bann  ziehen lassen.</p>
<p>Sogar Ellens Seelengefährtin Sukeena, die aus ihrer afrikanischen  Heimat einen reichen Schatz zauberischen Wissens mitgebracht hat, ist  Rose Red nicht gewachsen. Sukeena ist Vertraute, Stütze und schließlich  Geliebte von Ellen Rimbauer. Für sie gelten die unsichtbaren  gesellschaftlichen Schranken nicht, die Ellen in ihrem Elend halten. So  kann Sukeena Nachforschungen anstellen und kommt dem Geheimnis von Rose  Red nahe genug, um sich sicher zu fühlen; eine fatale Fehleinschätzung,  obwohl es zunächst das weltliche Gesetz in Gestalt der von John Rimbauer  geschmierten Polizei von Seattle ist, die ihr härter zusetzt als das  verfluchte Haus. John kann bezwungen werden, ihre Herrin mag Sukeena  nicht verlassen. So muss auch sie eines Tages den Preis bezahlen, den  Rose Red von seinen Bewohnern fordert.</p>
<p><strong>Böser Mann &amp; böses Haus</strong></p>
<p>John Rimbauer bildet die dritte Seite des unheiligen Quadrats.  Zunächst scheint er der eindimensionale Bösewicht in diesem Spiel zu  sein: ein machtgieriger, rücksichtsloser Zeitgenosse, den Vermögen und  sozialer Status quasi außerhalb jedes Gesetzes stellen. Doch der Autor  schaut hinter diese Fassade. Zum Vorschein kommt ein durchaus  gutherziger, aber charakterschwacher, gehemmter und gestörter Mensch,  der eine jämmerliche Gestalt abgibt und dies auch weiß, was ihn wiederum  noch unberechenbarer macht.</p>
<p>Rose Red schließlich vervollständigt besagtes Quadrat, denn dieses  Haus verfügt in der Tat über eine Persönlichkeit. Ob diese sich selbst  entwickelt oder die Summe der Geister aller Verschwundenen darstellt,  bleibt offen. Rose Red verfügt jedenfalls über einen eigenen Willen und  diabolische Intelligenz. Nur der eigene Nutzen zählt für dieses Haus,  das locken, täuschen und morden kann, um seinen Willen durchzusetzen.  Eine Erklärung zur Herkunft von Rose Red wird nicht gegeben: die  richtige Entscheidung, da dieses Nichtwissen einen der nicht gerade  zahlreichen gelungenen Aspekte der Geschichte darstellt.</p>
<p><strong>Die Realität ist wesentlich interessanter</strong></p>
<p>Inspiriert wurde die Story übrigens von einer durchaus wahren  Geschichte. Rose Red ist die dramatisch überhöhte Kopie von Winchester  Mansion in San José, Kalifornien. Sarah Winchester, die psychisch labile  Erbin eines gewaltigen Vermögens, ließ es 1884 errichten. Weil die  Erfindung ihres Vaters – das Winchester-Repetiergewehr – bekanntlich für  Tod und Verderben steht, lebte sie in dem Wahn, sie werde von den  Geistern der durch diese Waffe Gestorbenen verfolgt. Um sie zu  verwirren, ließ sie ihr Haus permanent vergrößern und mit Blindgängen,  im Nichts endenden Treppen und Fenstern im Inneren des Gebäudes einen  wahren Irrgarten auf unzähligen Ebenen anlegen. 38 Jahre dauerten die  Bauarbeiten; sie wurde erst nach Winchesters Tod eingestellt. Als  „Winchester Mystery House“ ist ihre bizarre Schöpfung mit seinen  (schätzungsweise) 160 Räumen heute eine beliebte Touristenattraktion  (vgl. <a href="http://www.winchestermysteryhouse.com/" target="_blank">Website</a>). Gespukt hat es hier allerdings nie.</p>
<p><strong>„Rose Red“ im Film</strong></p>
<p>„The Diary of Ellen Rimbauer“ entstand 2002 als Buch zum Film bzw.  zur TV-Miniserie „Rose Red“. Stephen King, der Meister der  phantastischen Literatur, verfasste ein Originaldrehbuch, welches er  jedoch nicht zum Roman ausarbeitete. Stattdessen wurde der Auftrag das  „Tagebuch“ zu schreiben an einen anderen Verfasser vergeben.</p>
<p>„Rose Red“, der Film, entpuppt sich als vierstündiger Langweiler der  schlimmen Sorte. Wie fast alle Stephen-King-TV-Verfilmungen ist auch  diese mit guten Schauspielern besetzt, prachtvoll ausgestattet und  eindrucksvoll getrickst. Die dünne Story wird aber ausgewalzt bis zur  Unerträglichkeit, allzu brav und bieder verfilmt, die Story lässt völlig  kalt und langweilt bald schrecklich. Der Erfolg in Gestalt von guten  Quoten stellte sich trotzdem ein, und das „Tagebuch“ wurde ein  Bestseller. Das führte zu der Kuriosität, dass 2003 nunmehr das  „Tagebuch“ selbst verfilmt wurde. „The Diary of Ellen Rimbauer“ dauert  nur 120 Minuten, wurde aber, weil dynamischer und weniger weichgespült,  von der Kritik etwas freundlicher aufgenommen als „Rose Red“.</p>
<p><strong>Autor</strong></p>
<p>Natürlich gibt es weder eine Ellen Rimbauer, die dieses Tagebuch  schrieb, noch eine Dr. Joyce Reardon, die es auswertete und später  veröffentlichte. Viel spekuliert wurde über die wahre Verfasserin oder  den Verfasser. Gab die TV-Miniserie einen Hinweis? Stephen King hatte  das Drehbuch geschrieben. Da lag es – den Wunsch zum Vater des Gedankens  machend – nahe, den Gruselmeister auch für das Buch zur Serie namhaft  zu machen. Schließlich schrieb er jahrelang als „Richard Bachman“.</p>
<p>Spekulationsförderlich halbherzig leugnete der Verlag diese den  Verkauf ankurbelnde Fama. So ganz falsch lagen die King-Fans ja auch  nicht: Der eigentliche Autor ist ein enger Freund des  Bestseller-Fabrikanten aus Maine. Ridley Pearson macht auf seiner <a href="http://www.ridleypearson.com/" target="_blank">Website</a> kein Geheimnis daraus, diese Auftragsarbeit übernommen zu haben.</p>
<p>Pearson, geboren 1953 und aufgewachsen in Riverside im US-Staat  Connecticut, gehört zur nicht gerade kopfstarken Gruppe von  Kriminal-Schriftstellern, die den Zuspruch des Publikums ebenso wie das  Wohlwollen der Kritik für sich in Anspruch nehmen können. Gelobt wird  vor allem die Krimiserie um das Polizistenduo Lou Boldt und Daphne  Matthews, die seit vielen Jahren ihr hohes Niveau halten kann.</p>
<p><em>[md]</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Das%20Tagebuch%20der%20Ellen%20Rimbauer" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
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		</item>
		<item>
		<title>BUCHREZENSION: Clive Barker &#8211; Hellraiser. 1987 inszenierte Barker nach eigenem Drehbuch „Hellraiser“ und schuf einen modernen Klassiker des Horrorfilms.</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-clive-barker-hellraiser-1987-inszenierte-barker-nach-eigenem-drehbuch-%e2%80%9ehellraiser%e2%80%9c-und-schuf-einen-modernen-klassiker-des-horrorfilms/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-clive-barker-hellraiser-1987-inszenierte-barker-nach-eigenem-drehbuch-%e2%80%9ehellraiser%e2%80%9c-und-schuf-einen-modernen-klassiker-des-horrorfilms/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 22:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buch zur Filmreihe]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5169</guid>
		<description><![CDATA[
Clive Barker
Hellraiser
(sfbentry)
Originaltitel: The Hellbound Heart (London : Century 1986)
Deutsche Erstausgabe: 1992 (Wilhelm Heyne Verlag/Allgemeine Reihe Nr. 8362)
Übersetzung: Ute Thiemann
126 S.
ISBN 3-453-05291-9
Neuausgabe: 2006 (Edition Phantasia/Phantasia Horror 3007)
Übersetzung: Joachim Körber
128 S.
ISBN-13: 978-3-937897-17-2
Titel bei Buch24.de
Titel bei Libri.de
Titel bei Booklooker.de
Das geschieht:
Die unscheinbare Kirsty liebt den gutmütigen Rory; doch der verehrt  nur seine Gattin, die herzlose Julia; diese trauert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783937897172" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Barker-Hellraiser-Cover-2006-BRC.jpg" alt="" width="312" height="475" /></a></strong></p>
<p><strong>Clive Barker<br />
Hellraiser</strong></p>
<p><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: The Hellbound Heart (London : Century 1986)<br />
Deutsche Erstausgabe: 1992 (<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag</a>/Allgemeine Reihe Nr. 8362)<br />
Übersetzung: Ute Thiemann<br />
126 S.<br />
ISBN 3-453-05291-9<br />
Neuausgabe: 2006 (<a href="http://www.edition-phantasia.de/" target="_blank">Edition Phantasia</a>/Phantasia Horror 3007)<br />
Übersetzung: Joachim Körber<br />
128 S.<br />
ISBN-13: 978-3-937897-17-2</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783937897172" target="_blank">Titel bei Buch24.de</a><br />
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Die unscheinbare Kirsty liebt den gutmütigen Rory; doch der verehrt  nur seine Gattin, die herzlose Julia; diese trauert ihrem Schwager  hinterher, dem aufregend-bösem Frank, mit dem sie Rory noch vor der  Hochzeit betrog. Wer weiß, was dann geschehen wäre, hätte sich der  Schurke nicht aus dem Staub gemacht.</p>
<p>Frank ist freilich gar nicht so weit entfernt von seiner Familie.  Seine in Fetzen gerissene Leiche liegt in einer Mauer des  großmütterlichen Hauses in der Lodovico Street. Auf einer seiner weiten  Reisen entdeckte Frank den Zauberwürfel des Lemarchand, welcher dem, der  ihn zu bedienen vermag, den Zugang in eine Welt unbeschreiblicher Lüste  öffnet. Dorthin zieht es den verderbten Frank selbstverständlich sehr,  doch als er in einer stillen Kammer von Omas Haus besagten Würfel in  Gang setzt, finden ihn keine geilen Geister, sondern die dämonischen  Zenobiten vom Orden der Wunden, die ihn in ihre Welt ewiger Qualen  entführen. Als blutiger Zombie schwebt Frank nun zwischen den Sphären,  als ihm wieder einmal unverdient das Glück hold ist.</p>
<p>In das Haus an der Ludovico Street ziehen Rory und Julia Cotton ein.  Während der Renovierungsarbeiten verletzt sich der neue Hausherr. Blut  sickert durch Ritzen auf die Reste von Franks Leiche. Diese beginnt sich  zu regenerieren. Noch ist Frank schwach und abgrundtief hässlich, aber  er kann sich Julia erneut unterwerfen. Sie lockt ahnungslose Männer von  der Straße in ihr Heim, wo der ghulische Hausgast schon hungrig auf sie  wartet.</p>
<p>Allerdings stellten die Zenobiten inzwischen fest, dass Frank ihrer  Folterhölle entkommen ist. Sie unterscheiden nicht zwischen Freund und  Feind, was für alle Bewohner des Hauses gefährlich wird – den Toten wie  die Lebenden …</p>
<p><strong>Sadomaso-Dämonen mit Kultfaktor</strong></p>
<p>In der realen Welt des 21. Jahrhunderts haben die Zenobiten längst  ihre mythologische Nische gefunden. Sie wohnen in der Nachbarschaft von  Freddy Krueger, Jason Vorhees oder Michael Myers, mit denen sie  gewissenhaft zur Nachtschicht ins Filmstudio fahren: Pinhead &amp; Co.  gehören zu den viel beschäftigten Serienhelden des modernen Horrorfilms.  Neun Teile umfasst der „Hellraiser”-Zyklus inzwischen, und es ist davon  auszugehen, dass sich weitere anschließen werden.</p>
<p>Das Fundament dieser blutigen, von wahren Gorehounds heiß geliebten  Schlacht- und Folterplatte bildet Clive Barkers schmale Novelle „The  Hellbound Heart“, hierzulande erstmals erst fünf Jahre nach dem ersten  Film und erst  2006 in ungekürzter Fassung erschienen, was schade ist,  denn Barker fand seither selten zur hier bewiesenen Form zurück.</p>
<p>„The Hellbound Heart“ ist noch heute wahrlich alles andere als ein  Durchschnitts-Grusler. Das bezieht sich nicht auf die Mord- und  Folterszenen; da ist der hartgesottene Fan heute grob Gehacktes gewöhnt.  Nein, es ist Barker gelungen, eine gute Idee originell in eine  atmosphärisch außerordentlich stimmungsvolle Geschichte umzusetzen. Der  vordergründige Horror wird dabei durch die eindringliche Schilderung  verlorener, durch ihre unbewältigten Gefühle ins Unglück stürzender  Durchschnittsmenschen ergänzt.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_19527"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Hellraiser" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Barker-Hellraiser-Cover-191x300.jpg" alt="" width="191" height="300" /></a>Cover der dt. Erstausgabe (Sammlung md)</p>
</div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Figuren jenseits von Gut- und Böse-Klischees</strong></p>
<p>Frank Cotton –  Dreh- und Angelpunkt der Geschichte; einerseits ein  Dieb, Lügner, Mörder, andererseits ein Mensch auf der konsequenten Suche  nach dem, was er sich wirklich ersehnt: Erfahrungen weit jenseits  derer, mit denen der ‚gewöhnliche‘ Zeitgenosse sich bescheidet. Frank  ist durch und durch unkonventionell, ein Egoist, aber neugierig und  ehrlich bemüht, alles über das Laster zu lernen. Außerdem ist er ein  Überlebenskünstler. Selbst in der Vorhölle der Zenobiten gibt er nicht  auf, sondern wartet auf seine Chance zu entkommen. Als sie sich ergibt,  nutzt er sie konsequent. Wer sollte gegen einen solchen Mann ankommen,  selbst wenn er nur aus einem blutigen Knochenhaufen besteht?</p>
<p>Bruder Rory ganz sicher nicht. Er ist einer dieser mit dem Leben  zufriedenen Menschen, die Frank so verachtet. Seine geliebte Julia hat  ihn geheiratet, im Job läuft es bestens, viele gute Freunde sind da, mit  denen man gemütliche Abende verbringt. Der arme Rory hat keine Chance.  Bis es zu spät ist, begreift er niemals, was unter seinem eigenen Dach  vorgeht.</p>
<p>Kirsty ist sogar noch langweiliger. Sie führt ein graues Leben,  leidet unter Minderwertigkeitskomplexen und wohl auch Depressionen. Ihre  heimliche Liebe zielt nicht einmal auf den wirklichen Rory, sondern auf  das Idealbild, das sie sich von ihm macht. Andererseits überrascht  Kirsty als Kämpferin; als sie den Zenobiten in die Hände zu fallen  droht, zögert sie keine Sekunde, ihnen stattdessen Frank vorzuwerfen.  Sie wird als einzige das finale Massaker überleben und sogar zur Hüterin  des Zauberwürfels aufsteigen.</p>
<p>Julia ist sicherlich die interessanteste Person unserer Geschichte.  Sie ist weniger kalt als wie Frank unzufrieden: mit dem Leben, vor allem  aber mit Rory. Julia hungert nach Aufmerksamkeit und möchte die Fesseln  ihrer bürgerlichen Existenz abstreifen, koste es was es wolle, und das  lässt sie für Frank zum idealen Opfer werden. Julia wird zur Mörderin,  bis sie schließlich wiederum betrogen wird: eine fast tragische Gestalt,  wie Frank Cotton eine Gefangene ihrer eigenen Leidenschaften, deren  Untergang daher unabwendbar ist.</p>
<p>Noch durch Abwesenheit glänzt übrigens Ober-Zenobit „Pinhead“ alias  Captain Elliot Spencer; Barker erwähnt ihn zwar kurz, aber zur Kultfigur  machte er ihn erst im „Hellraiser“-Film von 1987.</p>
<p><strong>„Hellraiser“ – die Filme</strong></p>
<p>1987 inszenierte Barker nach eigenem Drehbuch „Hellraiser“ und schuf  einen modernen Klassiker des Horrorfilms. Sein handwerkliches Geschick  als Regisseur und die weitgehende Kontrolle, die er über sein eigenes  Werk ausüben konnte, brachte ein auch heute noch eindrucksvolles Werk zu  Stande. Die Story wird spannend erzählt, optisch lässt sich Barker  keine Fesseln anlegen. (Achtung: Niemals „Hellraiser“ in der stümperhaft  kastrierten Kindergarten-Version deutscher Fernsehsender anschauen!)  Sogar die Musik ist keine akustisch-elektronische Belästigung, sondern  melodisch und suggestiv. Für den Film verjüngte Barker Kirsty und  verwandelte sie in Rorys leibliche Tochter, was wesentlich besser  funktioniert.</p>
<p>Natürlich kehrte Frank zurück; „Hellbound: Hellraiser II“ (1988)  zeigt seinen neuerlichen Versuch den Zenobiten zu entkommen. Julia  schließt sich ihm dabei an. Das Ergebnis ist noch gewalttätiger, noch  blutiger als Teil 1, aber – Clive Barker überließ dieses Mal den  Regiestuhl Tony Randel und verfasste nicht einmal das Drehbuch – ein  Horror-Sequel ohne die Faszination des Originals, wenn auch noch einmal  sehr unterhaltsam, bevor mit Teil III der Niedergang der Serie  eingeläutet wurde, die nur reine Franchise-Gier am (Schein-) Leben  erhält.</p>
<p><strong>Autor</strong></p>
<p>Clive Barker wurde am 5. Oktober 1952 in der Beatles-Stadt Liverpool  geboren – offenbar ein Wunderkind, das seinen bürgerlichen Eltern Rätsel  aufgab ob seiner Vorliebe für das Theater und die eher Abgründe der  menschlichen Existenz. Schon in jungen Jahren schrieb und inszenierte  Barker düstere, surrealistische, überspitzt blutige Stücke im Stil des <em>Grand Guignol</em> – eine Arbeit, die er nach seinem Studium (Englische Literatur und Philosophie) professionell fortsetzte.</p>
<p>Noch vor der Literatur entdeckte Barker den Film. „The Hellbound  Heart“ basiert auf dem schwarzweißen Kurzfilm „The Forbidden“, den er  als Student zwischen 1975 und 1978 drehte. Dann verfasste Barker die  1984 veröffentlichten sechs „Books of Blood“, die ihm schlagartig den  Durchbruch brachten. Klassische Themen (Geister, Vampire, Werwölfe,  Spukhäuser etc.) wurden modern und höchst unkonventionell durchgespielt.  An Drastik sparte der Verfasser nicht, wofür er als einer der  Gründerväter des (kurzlebigen) Splatterpunks gefeiert wurde. Mit  eindrucksvollen Romanen wie „The Damnation Game“ (1985, dt. „Spiel der  Verdammnis“) oder „Cabal“ (1988, dt. „Cabal – Brut der Nacht“) festigte  er seinen Ruf.</p>
<p>Aber Barker ließ sich nicht in eine Schublade zwingen. Geschichten  wie „The Great and Secret Show“ (1989, dt. „Jenseits des Bösen“),  „Weaveworld“ (1987, dt. „Gyre“ bzw. „Gewebte Welt“), „Imajica“ (1991,  dt. „Imagica“) oder „Galilee – a Romance“ (1998, dt. „Galileo“) spielen  auf einer parallelen Erde, die der unseren zwar sehr ähnelt, aber  gleichzeitig über ‚Tore’ in eine magisch-mythologische Überwelt verfügt:  moderne Fantasy, die überquillt vor faszinierenden Ideen, jedoch leider  ein Grundübel des Genres, die auswalzende Geschwätzigkeit, übernimmt  und in ganz neue Dimensionen trägt. Mit „The Thief of Always“ (1994, dt.  „Das Haus der verschwundenen Jahre“) und der „Abarat“-Serie (ab 2002)  schrieb der weiterhin erfreulich unberechenbare Barker freilich  hervorragende Fantasy für Jugendliche (aber auch für neugierig  gebliebene Erwachsene).</p>
<p>Clive Barkers <a href="http://www.clivebarker.com/" target="_blank">Website</a></p>
<p><em>[md]</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=9783937897172" target="_blank">Titel bei Buch24.de</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=9783937897172" target="_blank">Titel bei Libri.de</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Hellraiser" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BUCHREZENSION: Greg Cox: Blutfeind – Die offizielle Vorgeschichte zum Film. Underworld 3.</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-greg-cox-blutfeind-%e2%80%93-die-offizielle-vorgeschichte-zum-film-underworld-3/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-greg-cox-blutfeind-%e2%80%93-die-offizielle-vorgeschichte-zum-film-underworld-3/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 22:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buch zur Filmreihe]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5165</guid>
		<description><![CDATA[
Greg Cox
Blutfeind – Die offizielle Vorgeschichte zum Film
Underworld 3
Underworld Blood Enemy, USA, 2004
Basierend auf den Figuren von Kevin Grevioux, Len Wiseman &#38; Danny McBride
Dino/Panini Books, Stuttgart, 03/2006
TB, Horror
ISBN 978-3-8332-1343-4
Aus dem Amerikanischen von Jan Dinter
Titelgestaltung von tab visuelle kommunikation, Stuttgart unter Verwendung
eines Motivs von Motion Picture Photography und Motion Picture Artwork
www.paninicomics.de/filmromane
www.entertheunderworld.com
www.gregcox-author.com/
www.darkstormstudios.com/
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-8332-1343-4" target="_blank"><img class="aligncenter" title="BLUTFEIND" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/BLUTFEIND.jpg" alt="" width="314" height="473" /></a></strong></p>
<p><strong>Greg Cox<br />
Blutfeind – Die offizielle Vorgeschichte zum Film<br />
Underworld 3</strong></p>
<p><em>Underworld Blood Enemy, USA, 2004<br />
Basierend auf den Figuren von Kevin Grevioux, Len Wiseman &amp; Danny McBride<br />
Dino/Panini Books, Stuttgart, 03/2006<br />
TB, Horror<br />
ISBN 978-3-8332-1343-4<br />
Aus dem Amerikanischen von Jan Dinter<br />
Titelgestaltung von tab visuelle kommunikation, Stuttgart unter Verwendung<br />
eines Motivs von Motion Picture Photography und Motion Picture Artwork</em></p>
<p><a href="http://www.paninicomics.de/filmromane"><em>www.paninicomics.de/filmromane</em></a><br />
<a href="http://www.entertheunderworld.com/"><em>www.entertheunderworld.com</em></a><br />
<a href="http://www.gregcox-author.com/"><em>www.gregcox-author.com/</em></a><br />
<a href="http://www.darkstormstudios.com/"><em>www.darkstormstudios.com/</em></a></p>
<p><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-8332-1343-4" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
<strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?isbn=978-3-8332-1343-4" target="_blank">Titel erhältlich bei Booklooker.de</a></strong></p>
<p>Der als Dritter Band in der  „Underworld“-Reihe publizierte Roman „Blutfeind“ müsste eigentlich die  Nummer 1 oder 0 tragen, da es sich um die Vorgeschichte von  „Underworld“, „Underworld: Evolution“ und „Underworld: Aufstand der  Lycaner“ handelt. Viele wesentliche Hintergrund-Informationen – eine  Tragödie, die im Jahr 1201 ihren Beginn nahm -, welche in den anderen  Büchern bzw. Filmen nur angedeutet werden, sind hier ausführlich  aufbereitet und erleichtern das Verständnis der Geschehnisse auf  Gegenwartseben.</p>
<p>Einst war die Hierarchie von Vampiren  und Lycanern streng geregelt: Die einen herrschten, die anderen dienten.  Lykaner, die sich nicht den Vampiren unterwerfen und ihre animalischen  Instinkte kontrollieren wollten, lebten als ‚wilde Bestien„ in den  Wäldern und wurden erbarmungslos gejagt – aus gutem Grund: Die  Übergriffe der freien Lycaner ängstigten die Bevölkerung, der wachsende  Hass und der Wunsch, sich von allen nicht-menschlichen Kreaturen zu  befreien, richtete sich schließlich auch gegen die Vampire. Bei einem  Überfall auf die Burg Corvinius kommen Lady Ilona, viele Vampire und  Lycaner ums Leben.</p>
<p>Allein Sonja, die Tochter von Lord  Victor, einem Ältesten, und Lady Ilona, kann dank der Hilfe von Lucius,  einem Lycaner, entkommen. Die beiden verlieben sich, aber ihre nicht  standesgemäße Liaison hat keine Zukunft, da Victor die junge Frau  bereits Nikolai, dem Sohn vom Marcus, einem anderen Ältesten,  versprochen hat, obwohl der junge Mann grausam ist und Sonja ihn  ablehnt. Notgedrungen planen Lucius und Sonja, die sein Kind erwartet,  ihre Flucht, werden jedoch gefangen. Victor lässt seine Tochter auf die  für einen Vampir schlimmste Art sterben und zwingt Lucius, dem  qualvollen Tod seiner Frau zuzusehen …</p>
<p>Die daraus resultierende Feindschaft  zwischen Vampiren und Lycanern, insbesondere die zwischen Lucius und  Victor, pflanzt sich fort bis in die Gegenwart (2002). Längst sind die  Vampire keine Herren und die Lycaner keine Sklaven mehr, und sie  bekämpfen einander erbittert mit zeitgenössischen Waffen. Die  Todeshändlerin Selene, deren Job es ist, Lycaner aufzuspüren und zu  töten, wird Zeugin eines großangelegten Deals, bei dem den Feinden neue  Waffen übergeben werden, welche für die Vampire eine große Bedrohung  darstellen. Selene wird entdeckt und gerät in Lebensgefahr.</p>
<p>Damit wird die Brücke zwischen den  Ursachen, die in der Vergangenheit den Krieg zwischen den beiden Spezies  auslösten, und den Folgen in der Gegenwart und zu den nächsten Büchern  bzw. Filmen geschlagen. Las oder sah man die anderen Teile mit Spannung,  wird man auch an der Vorgeschichte nicht vorbei kommen, die, trotz  vorhersehbarer Handlung, für ein ‚Buch zum Film„ sehr routiniert und  spannend geschrieben ist. Auch das Charakter-Design überzeugt. Die  „Underworld“-Reihe bei Panini zählt mit zu den besten Titeln in einem  Verlagsprogramm, das von Büchern zu Games und Filmen dominiert wird, und  bietet Genre-Fans leichte, aber unterhaltsame Kost.</p>
<p>Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)</p>
<p><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2176&amp;type=text&amp;tnb=3&amp;pid=978-3-8332-1343-4" target="_blank">Titel erhältlich bei Buch24.de</a></strong><br />
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]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-greg-cox-blutfeind-%e2%80%93-die-offizielle-vorgeschichte-zum-film-underworld-3/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>BUCHREZENSION: Peter Cheyney: Rote Lippen – blaue Bohnen. Verfilmung: „Rote Lippen – blaue Bohnen“ („Vous Pigez?“/„Il Maggioratio Fisico“), eine französisch-italienische Coproduktion, entstand 1955 unter der Regie von Pierre Chevalier.</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-peter-cheyney-rote-lippen-%e2%80%93-blaue-bohnen-verfilmung-%e2%80%9erote-lippen-%e2%80%93-blaue-bohnen%e2%80%9c-%e2%80%9evous-pigez%e2%80%9c%e2%80%9eil-maggioratio-fisico/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-peter-cheyney-rote-lippen-%e2%80%93-blaue-bohnen-verfilmung-%e2%80%9erote-lippen-%e2%80%93-blaue-bohnen%e2%80%9c-%e2%80%9evous-pigez%e2%80%9c%e2%80%9eil-maggioratio-fisico/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 22:03:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5147</guid>
		<description><![CDATA[
Peter Cheyney
Rote Lippen – blaue Bohnen
(sfbentry)
Originaltitel: Don’t Get Me Wrong (London : Collins 1939)
Übersetzung: Alfred Woldt
Deutsche Erstausgabe: 1954 (Pegasus-Verlag)
239 S.
[keine ISBN]
Diese Ausgabe: 1957 (Ullstein Verlag/Kriminalroman Nr. 133)
167 S.
[keine ISBN]
Z. Zt. letzte Ausgabe: 1980 (Wilhelm Heyne Verlag/Heyne Crime Classic Nr. 1887)
128 S.
ISBN-10: 978-3-453-10479-2
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Amazon.de (Ullstein-Ausgabe)
Titel bei Amazon.de (Heyne-Ausgabe)
Das geschieht:
Zwei hochrangige Physiker sind spurlos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=%20Rote%20Lippen%20blaue%20Bohnen" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Cheyney-caution-lippen-cover-heyne-182x300.jpg" alt="" width="307" height="506" /></a></strong></p>
<p><strong>Peter Cheyney<br />
Rote Lippen – blaue Bohnen</strong></p>
<p><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: Don’t Get Me Wrong (London : Collins 1939)<br />
Übersetzung: Alfred Woldt<br />
Deutsche Erstausgabe: 1954 (Pegasus-Verlag)<br />
239 S.<br />
[keine ISBN]<br />
Diese Ausgabe: 1957 (<a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/" target="_blank">Ullstein Verlag</a>/Kriminalroman Nr. 133)<br />
167 S.<br />
[keine ISBN]<br />
Z. Zt. letzte Ausgabe: 1980 (<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag</a>/Heyne Crime Classic Nr. 1887)<br />
128 S.<br />
ISBN-10: 978-3-453-10479-2</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=%20Rote%20Lippen%20blaue%20Bohnen" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Zwei hochrangige Physiker sind spurlos verschwunden. In der  mexikanischen Sierra Leone sollten sie zum Nutzen des freien Westens  atomare Überraschungen für die heimtückischen Sowjetroten testen. J.  Edgar Hoover, Leiter des FBI, entsandte den Agenten Pepper über die  Grenze. Er sollte sich dort unauffällig umhören – und ging ebenfalls  verloren.</p>
<p>Auftritt Lemuel H. „Lemmy“ Caution, FBI-Mann der draufgängerischen  Sorte, der selten im Büro sitzt, sondern lieber durch die Welt gaukelt  und die Bösen das Fürchten lehrt, wobei manche Flasche Whiskey und noch  mehr schöne Frauen seinen Weg säumen. Inkognito reist Caution Pepper  hinterher, dessen Leiche er in einem einsamen Wüstengrab findet.</p>
<p>Auch Lemmy bekommt es sofort mit jenen dunklen Mächten zu tun, die  weitere Nachforschungen und ihn im Keim ersticken wollen. Unter seinen  Gegnern findet er erstaunt den Schläger Jack Hotshot, genannt  „Spiegelei“, der für den Mafiaboss Mike Koltisow in Chicago die  Drecksarbeit erledigt.</p>
<p>Aber auch dieser sitzt noch längst nicht am Ende der Fahnenstange:  Dort lauern die finsteren Sowjets, die gern viel Geld für die brisanten  Dokumente zahlen würden. Diese müssen ihnen – die verdrehte Dramaturgie  dieser Räuberpistole will es so – in Frankreich übergeben werden. Also  macht sich Lemmy auf den Weg ins alte Europa, zumal sich im Schlepptau  der Gangster die schöne Georgette befindet, die es zu retten gilt. Bloß:  Ist sie Opfer – oder steckt sie gar hinter den Ereignissen, die in  Paris ins Rollen kommen, Lemmys Pläne gründlich durcheinander bringen  und in einem furiosen Finale auf dem offenen Atlantik münden …?</p>
<p><strong>Thriller-Märchen mit absurden Zügen</strong></p>
<p>Nein, der Plot ist es wirklich nicht, der den Krimifreund hier  fesseln könnte. Autor Cheyney macht freilich nie einen Hehl daraus, dass  er die dünne Handlung nur als Vorwand für ein turbulentes Garn  betrachtet, das primär durch Schlägereien und schwitzige Techtelmechtel  mit willigem Weibsvolk geprägt wird, wobei die einen mit den anderen  abwechseln.</p>
<p>Ernst zu nehmen ist hier nichts. Physiker wurden entführt? Es könnten  auch Marsmenschen sein. Der Plot ist ein Hitchcockscher „MacGuffin“, d.  h. eine von den Lesern verlangte Notwendigkeit, die der Handlung ein  Fundament verschaffen soll. Peter Cheyney, der wie Edgar Wallace stets  mit zahllosen Gläubigern auf den Fersen schrieb, kümmerte sich wenig um  die Schlüssigkeit seiner Geschichten. Er erzählte sie schnell und ohne  sich Gedanken über die Logik zu machen. Viel mechanisches  Schreibhandwerk wird allzu offenbar, wenn sich Lemmy wieder und wieder  auf offensichtlich kriminelle Frauen einlässt und Schurken vertrimmt.</p>
<p>Trotzdem geht die Rechnung auf: „Rote Lippen – blaue Bohnen“  unterhält. Cheyney macht Tempo, jagt Lemmy Caution kreuz &amp; quer  durch Mittel- und Nordamerika. Dass er von den realen Verhältnissen auf  beiden Kontinenten nur rudimentäre Kenntnisse besitzt, ist eigentlich  unwichtig. Heute gilt dies mehr denn je; Lemmy prügelt und liebt sich  durch diverse Märchenländer, über die zu lesen nostalgisches Vergnügen  (mit gewissen Einschränkungen  s. u.) bereitet.</p>
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<div id="attachment_19484"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=%20Rote%20Lippen%20blaue%20Bohnen" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Cheyney-caution-lippen-pegasus-cover-1954-192x300.jpg" alt="" width="192" height="300" /></a></p>
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<p><strong>Ein Held von Vorgestern</strong></p>
<p>Wer heute an Lemmy Caution denkt, vor dessen geistigem Auge entsteht  sofort die narbige, dauergrinsende Visage des Schauspielers Eddie  Constantine, der mit dieser Figur nicht nur die Rolle seines Lebens  fand, sondern ihr vor allem eine Gestalt verlieh, die sie angenehm vom  literarischen Vorbild unterschied.</p>
<p>Lemmy Caution à la Peter Cheyney ist eine Figur, über welche die Zeit  längst hinweg gegangen ist. Einst war er der Held für kleine und große  Jungs – ein Kriminalist, der jeglicher bürokratischer Vorschriften und  alltäglicher Langeweile enthoben war, und statt dessen durch die ganze  Welt zog, um dort allerlei Gangsterpack zu jagen. Stets hat dieser Lemmy  einen coolen Sprich auf und eine Flasche Whiskey an den Lippen. („Ich  muss selbst auf mich aufpassen, denn mein FBI-Ausweis ist hier für mich  genausoviel wert wie ein Erdbeereis für einen Eskimo mit doppelseitiger  Lungenentzündung.“) Schöne Frauen ziehen ihn an wie das Licht die Motte;  auf die weibliche Gegenseite wirkt die Anziehungskraft sogar noch  stärker.</p>
<p>Diese Damen heißen hier Fernanda oder Zellara aber ihre Namen sind  unwichtig: Cheyney-Frauen sind austauschbar schön aber heimtückisch. Sie  schmelzen wie Butter in der Sonne, sobald Lemmy auf der Bildfläche  erscheint, doch den freigiebig (wenn auch zeitgebunden züchtig)  dargebotenen Reizen ist meist nicht zu trauen. Dame und Herr tauschen  andeutungsreiche Anzüglichkeiten aus, denen aber niemals bettschwere  Taten folgen.</p>
<p><strong>Unbeschwerter Krimi-Spaß – Rassismus inklusive</strong></p>
<p>Caution kämpft gegen Verbrecher, die mit der Realität rein gar nichts  verbindet. Raue Kerls sind das, denen ihr Job ins hässliche Gesicht  geprägt steht. Sie reden und handeln so, wie sich der fleißige  Kinosesseldrücker sich das einst vorstellte. Bei aller Brutalität sind  sie ziemlich dumm, so dass sich Caution mit flinken Fäusten &amp;  flotten Sprüchen aus allen Todesfallen winden kann.</p>
<p>Das geht in Ordnung so, denn Cheyney-Thriller sind unter  kriminalliterarischen Gesichtspunkten fröhlicher Unsinn, der einfach nur  unterhalten soll. Allerdings war Peter Cheyney, der sich gern als  kosmopolitischer Lebemann gab, nach Aussagen seiner Zeitgenossen kein  durchweg angenehmer Mensch. So soll er ausgesprochen rassistisch gewesen  sein. Nach der Lektüre von “Rote Lippen – blaue Bohnen” will oder muss  man das glauben. Die Geschichte spielt in Mexiko, dessen Bürger der  Verfasser entweder herablassend – Lemmy duzt sie alle, während er  selbstverständlich gesiezt wird – oder offen als Menschen minderer  Klasse behandelt:</p>
<div id="attachment_19485"><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=B002AES97A&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/cheyney-caution-lippen-cover-195x300.jpg" alt="" width="195" height="300" /></a></p>
</div>
<p>- <em>„Sie setzen sich hin, greifen nach ihren Gitarren und gucken  verdutzt aus der Wäsche, wie das die Mexikaner immer tun, wenn sie  merken, dass sie arbeiten müssen.“</em> (S. 9)</p>
<p>- <em>„Ich stelle fest, dass sie für eine Mexikanerin einen  verteufelt hübschen Mund hat. Sie hat nicht solche dicke Lippen wie die  meisten Frauen hier unten …“</em> (S. 11)</p>
<p>- <em>„Er hat den Mund voll Gold wie jene naiv-protzigen  Südamerikaner, die damit zeigen wollen, dass sie die Taschen voll Geld  haben.“</em> (S. 109)</p>
<p>Dies sind willkürlich herausgegriffene Beispiele. Die traurige Liste  lässt sich leicht verlängern. Für Caution = Cheyney sind alle  (männlichen) Mexikaner faule, verlogene, geldgierige, korrupte Gockel,  die man ordentlich züchtigen muss. Die Frauen sind hitzig und allzu  freizügig, so dass ein (weißer) Mann, der auf sich hält, es tunlichst  vermeidet sich in amouröse Niederungen zu begeben. Dass solche  Niederträchtigkeiten quasi wie nebenbei und in Nebensätzen geäußert  werden zeigt, dass sie vom Verfasser so beabsichtigt sind.</p>
<p><strong>Deutsche Verschlimmbesserungen</strong></p>
<p>Die deutsche Übersetzung versucht den Verfasser offenbar noch zu  übertrumpfen. „Don’t Get Me Wrong“ wurde 1939 veröffentlicht, “Rote  Lippen – blaue Bohnen” indes erst 1954, als die Lemmy-Caution-Filme auch  die deutschen Zuschauer in die Kinos lockten. Die Handlung wurde  ‚aktualisiert‘: Plötzlich lesen wir von Lemmys Erlebnissen im Zweiten  Weltkrieg, der zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung gerade erst  begonnen hatte. Es fällt ohne Blick in den Originaltext schwer, ob sich  der Plot auch ursprünglich um Atomspionage mit sowjetischen Drahtziehern  drehte. Sowjets gab es auch 1939 schon, aber die gesamte  Kalter-Krieg-Szenerie muss dem Roman nachträglich aufgepfropft worden  sein – samt hysterischer Hasstiraden gegen die roten Teufel, die Lemmy  am liebsten über den Haufen schießen will.</p>
<p><strong>„Rote Lippen – blaue Bohnen“ als Film</strong></p>
<p>Eddie Constantine spielte die Lemmy-Caution-Figur mit der nötigen  Dosis Selbstironie, welche zum operettenhaften Geschehen passt, was ihr  bei Cheyney völlig abgeht. Constantines Caution ist ein sympathischer,  großer, nie erwachsen gewordener, kalauernder Junge, der weder sich noch  die absurden Kriminalfälle ernst nimmt, in die er ständig verwickelt  wird. Diese Unbekümmertheit floss in die rasant gemachten B-Movies der  1950er Jahre ein, die Constantine, ein US-Amerikaner in Frankreich, wie  am Fließband drehte.</p>
<p>„Rote Lippen – blaue Bohnen“ („Vous Pigez?“/„Il Maggioratio Fisico“),  eine französisch-italienische Coproduktion, entstand 1955 unter der  Regie von Pierre Chevalier. Vor und hinter der Kamera tummelten sich  filmerfahrene Leute, so dass dieses vierte Filmabenteuer von Lemmy  Caution trotz der dicken Staubschicht, die sich auf diesen Streifen  gelegt hat, auch heute noch anschaubar ist. (Hier dreht sich die Story  übrigens nicht um geheime Sprengstoffe, sondern um die Herstellung  künstlicher Diamanten – ein weiterer Hinweis auf die Nebensächlichkeit  von Logik.)</p>
<p><strong>Autor</strong></p>
<p>Reginald Evelyn Peter Southouse Cheyney wurde am 22. Februar 1896 in  London, Stadtteil Whitechapel, als jüngstes von fünf Kindern geboren.  Rechtsanwalt sollte er werden, doch wie so viele seiner Altersgenossen  musste er in den I. Weltkrieg einrücken, wo er es bis zum Lieutenant  brachte. Der junge Mann versuchte nach seiner Entlassung im Showbusiness  Fuß zu fassen. Jahre der Armut folgten, in denen Cheyney kleine  Theaterrollen ergatterte, Sketche und Lieder schrieb. In der zweiten  Hälfte der 1920er Jahre verzeichnete Cheyney endlich Erfolg als  Ghostwriter, der unter dem Namen eines ehemaligen Polizisten „wahre  Kriminalgeschichten“ verfasste. Er gründete eine Literaturagentur, die  gleichzeitig Detektei war.</p>
<p>1936 versuchte sich Cheyney als Schriftsteller unter eigenem Namen.  „This Man Is Dangerous”, der erste Roman einer Serie um den FBI-Agenten  Lemmy Caution, wurde sogleich ein großer Erfolg. Auch mit Slim  Callaghan, einem britischen Privatdetektiv, traf Cheyney ins Schwarze.  In den nächsten 15 Jahren verfasste er mindestens zwei Romane pro Jahr.  Hinzu kamen unzählige Kurzgeschichten, die sich derselben Mixtur aus Sex  &amp; Crime bedienten wie später u. a. Ian Fleming (James Bond) oder  Mickey Spillane (Mike Hammer).</p>
<p>Peter Cheyney ließ die Kerze seines Lebens an beiden Enden kräftig  brennen. Schon in den späten 1940er Jahren begann der Raubbau, den er  mit seinen Kräften trieb, seine Folgen zu zeigen, ohne indes seine  Produktivität zu beeinträchtigen. Am 26. Juni 1951 ist Cheyney im Alter  von nur 55 Jahren gestorben.</p>
<p>Den eigentlichen Erfolg seiner Werke erlebte Cheyney nicht mehr.  Besonders in Frankreich erfreuten sich seine unbekümmert harten,  anspruchslosen Geschichten großer Wertschätzung. Zwei Jahre nach seinem  Tod entstand mit „La mome vert-de-gris“ (dt. „Im Banne des blonden  Satans“) der erster einer langen Reihe von  Lemmy-Caution-Streifen, die  den aus Los Angeles stammenden, in den USA erfolglosen Schauspieler  Eddie Constantine (1917-1993) zum europäischen Film- und Kultstar  machten. Auch in Deutschland liefen diese rabaukig charmanten B-Movies  viele Jahre erfolgreich in den Kinos und später im Fernsehen. Primär  kamen die deutschen Leser in den Genuss der Cheyney-Romane um Caution  und Callaghan, während das sonstige Werk nur sporadisch Aufmerksamkeit  gewann. Seit den 1980er Jahren werden die lange nachgedruckten Romane  nicht mehr aufgelegt.</p>
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<p><strong>Die Lemmy Caution-Serie:</strong></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Dieser%20Mann%20ist%20gefaehrlich" target="_blank">(1936) Eine Dame stiehlt man nicht/Dieser Mann ist gefährlich <em>(This Man is Dangerous)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Hiebe%20auf%20den%20ersten%20Blick" target="_blank">(1937) Hiebe auf den ersten Blick <em>(Poison Ivy)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Serenade%20fuer%20zwei%20Pistolen" target="_blank">(1937) Schwierige Damen/Serenade für zwei Pistolen<em> (Dames Don’t Care)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Lemmy%20schiesst%20nicht%20auf%20Blondinen" target="_blank">(1938) Frauen sind keine Engel/Lemmy schießt nicht auf Blondinen <em>(Can Ladies Kill?)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=%20Rote%20Lippen%20blaue%20Bohnen" target="_blank">(1939) Rote Lippen – blaue Bohnen <em>(Don’t Get Me Wrong)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Auf%20Befehl%20der%20FBI" target="_blank">(1940) Auf Befehl der FBI <em>(You’d Be Surprised)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=1%20:%200%20fuer%20Lemmy" target="_blank">(1941) 1 : 0 für Lemmy <em>(Your Deal, My Lovely)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Lemmy%20laesst%20die%20Puppen%20tanzen" target="_blank">(1942) Im Bann der grünen Augen/Lemmy lässt die Puppen tanzen <em>(Never a Dull Moment)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Gut%20versteckt%20ist%20halb%20gewonnen" target="_blank">(1942) Gut versteckt ist halb gewonnen <em>(You Can Always Duck)</em></a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=Wer%20Lemmy%20eine%20Grube%20graebt" target="_blank">(1945) Die Geheimakten/Wer Lemmy eine Grube gräbt <em>(I’ll Say She Does)</em></a><br />
<em><br />
[md]</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-peter-cheyney-rote-lippen-%e2%80%93-blaue-bohnen-verfilmung-%e2%80%9erote-lippen-%e2%80%93-blaue-bohnen%e2%80%9c-%e2%80%9evous-pigez%e2%80%9c%e2%80%9eil-maggioratio-fisico/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BUCHREZENSION: Kôji Suzuki &#8211; The Ring. Das Buch zum 1. Teil der Horrorfilmreihe!</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-koji-suzuki-the-ring-das-buch-zum-1-teil-der-horrorfilmreihe/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-koji-suzuki-the-ring-das-buch-zum-1-teil-der-horrorfilmreihe/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 01:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buch zur Filmreihe]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5015</guid>
		<description><![CDATA[Kôji Suzuki
The Ring
(sfbentry)
Originaltitel: Ring (Tokio : Kadokawa Shoten Publishing Co., Ltd. 1991)
Übersetzung: N. N.
Deutsche Erstausgabe: 2002 (Wilhelm Heyne Verlag/Allgemeine Reihe Nr. 01/13741)
301 S.
ISBN-13: 978-3-453-86679-9
Titel bei Booklooker.de
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Das geschieht:
Tokio 1989: Journalist Asakawa Kazuyuki stolpert durch einen Zufall  über die Story seines Lebens. Ein Taxifahrer erzählt ihm von einem  jungen Mann, der vor seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=The%20Ring" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Suzuki-Ring-Cover-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a>Kôji Suzuki<br />
The Ring</strong></p>
<p><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: Ring (Tokio : Kadokawa Shoten Publishing Co., Ltd. 1991)<br />
Übersetzung: N. N.<br />
Deutsche Erstausgabe: 2002 (<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag</a>/Allgemeine Reihe Nr. 01/13741)<br />
301 S.<br />
ISBN-13: 978-3-453-86679-9</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=The%20Ring" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783453866799&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Tokio 1989: Journalist Asakawa Kazuyuki stolpert durch einen Zufall  über die Story seines Lebens. Ein Taxifahrer erzählt ihm von einem  jungen Mann, der vor seinen Augen wie vom Blitz getroffen starb. Das  gleiche Schicksal hat jüngst eine Nichte Kazuyukis getroffen – sie fand  ihr Ende sogar in genau dieser Nacht. Ebenso traf es zwei weitere  Jugendliche. Sie alle fürchteten sich offenbar zu Tode, und sie alle  kannten sich!</p>
<p>Der Journalist ermittelt, dass sich das Quartett in der Woche vor dem  Ende in einer Ferienhauskolonie an der Küste eingemietet hatte.  Kazuyuki schaut sich um in der kleinen Hütte, kann aber nur ein  unscheinbares Videoband entdecken, das er sich selbstverständlich  sogleich anschaut. Der Inhalt: eine Folge wirrer aber beängstigender  Sequenzen, gefolgt von der Warnung, der Zuschauer sei binnen einer Woche  tot, wenn er nicht … Genau an dieser entscheidenden Stelle bricht das  Video ab.</p>
<p>Kazuyuki ist beeindruckt, zumal er spürt, dass die gerade vernommene  Drohung keineswegs leer ist. In seiner Not sucht er die Hilfe seines  alten Freundes Ryuji Takahama, der ein genialer Philosoph und Gelehrter  ist, welcher in seiner Freizeit gern junge Frauen vergewaltigt. Auch  dieser betrachtet das Video und sitzt nun mit im Boot. Eine Woche  bleiben ihm und Kazuyuki sich zu retten. Letzterer gerät in Panik, als  er entdecken muss, dass seine neugierige Gattin heimlich den Rekorder in  Gang gesetzt hat und dabei die Baby-Tochter auf dem Schoß hielt … Der  Fluch wird auch diese beiden treffen, wenn Kazuyuki nicht vor Ablauf der  Frist des Rätsels Lösung findet.</p>
<p>Die unbarmherzig tickende Uhr im Nacken kommen Kazuyuki und Takahama  der unglaublichen Geschichte der Sadako Yamamura auf die Spur. Das Drama  um die hellseherisch begabte, aber vom Unglück verfolgte Frau liegt  schon Jahrzehnte zurück, aber was ihr geschah, rechtfertigt durchaus  einen Hass auf die Menschheit, den selbst der Tod nicht beenden kann …</p>
<p><strong>Geist im Wettlauf mit der Werbung</strong></p>
<p>Es war einmal … ein eigentlich gutes Mädchen, das die Schlechtigkeit  der Welt in eine böse Hexe verwandelte, die einfach nicht endgültig  unter die Erde zu bringen ist; weil sie sich in Japan nicht ausgelastet  fühlt, wechselt sie manchmal in die USA, wo sie das alte Spiel mit neuen  Pechvögeln treibt.</p>
<p>Der (inzwischen abgeklungene) Rummel um die „Ring“-Romane und vor  allem Filme war und ist vor allem ein Produkt der Werbung und der  Medien. Wie immer stürzen sich ihre Vertreter wie die Geier darauf, was  leichte Beute zu sein scheint und viel, viel Geld einbringen könnte. In  diesem Fall war es die in Japan zum Horror-Tipp heranwachsende  Geschichte eines verwünschten Videobandes, das den Kern zum Untergang  der Menschheit beinhalten könnte. Die „Ring“-Saga ist inzwischen  (welches Unwort!) ‚Kult‘ geworden und bewegt sich weiter auf die  Endstation „moderner Mythos“ zu. Ist er erreicht (womöglich ist dies  längst geschehen), läuft die „Ring“-Welt (und das Franchise-Geschäft) à  la „Star Trek“ erst einmal von allein.</p>
<p>Dabei fragt man sich, was den „Ring“ so besonders werden ließ.  Objektiv betrachtet lesen wir ‚nur‘ einen gut geschriebenen Gruselroman.  Der Schauplatz mag uns europäischen Lesern etwas fremd sein, aber die  Geschichte ist es sicher nicht. Rächender Spuk, verwunschene  Grabstätten, tödliche Flüche: Das ist wahrlich wenig originell.</p>
<p><strong>Simpel aber konsequent</strong></p>
<p>Aber es sind Elemente des Horrors, die immer funktionieren, wenn man  sie nur zu mischen weiß. Das gelingt Verfasser Suzuki sicherlich. Er  geht ganz einfach vor (was stets eine gute Idee ist) und legt „Ring“  über weite Strecken fast dokumentarisch an. Die Suche nach der  Geschichte hinter dem Videoband füllt viele Seiten. Wir verfolgen eine  simple Suche, die immer wieder in Sackgassen endet, hier und da ein  Puzzlesteinchen zum anderen trägt, bis sich schließlich das Gesamtbild  fügt. Solche Detektiv-Geschichten fesseln immer; sie sind sogar  interessanter als das Ergebnis, das zwangsläufig enttäuschen muss: Noch  ein böser Geist, der einen Dreh gefunden hat, es seinen Peinigern  heimzuzahlen. Wäre da nicht Suzukis Gag, dem eigentlichen Spuk einen  apokalyptischen Beifahrer aufzusatteln, hätte der „Ring“-Mythos wohl  kaum eine Chance gehabt sich zu entwickeln.</p>
<p>Offen muss bleiben, was denn Suzuki zum „japanischen Stephen King“  machen soll. Anscheinend reicht es heute bereits, einen handwerklich  sauber gedrechselten Horror-Roman vorzulegen, um mit diesem Ehrentitel  versehen zu werden. Die ‚Qualität‘ der meisten Genre-Geschichten legt  diesen Verdacht jedenfalls nahe.</p>
<p><strong>Grusel mit realer Wurzel</strong></p>
<p>In Japan gab es wie in Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen  regelrechten Siegeszug des Okkultismus. Suzuki hat sich für seinen  „Ring“ reichlich aus dieser Geschichte bedient, was ihre Stimmigkeit  sicherlich unterstützt. Sogar für Sadako Yamamura gibt es eine  historische Vorlage. Und wer glaubt, dass es ungebräuchlich ist, sich in  einen Vulkan zu stürzen, darf sich wundern: Mehr als 300 Personen haben  sich im Laufe der Zeit in den Krater des Mihara geworfen.</p>
<p>Erstaunen erregt beim westlichen Leser die noch heute offensichtlich  ausgeprägte japanische Affinität zur Welt der Geister. Der erwähnte Mr.  King hätte viele hundert Seiten mit Text füllen müssen, bis seine  aufgeklärten Landsleute begriffen und akzeptiert hätten, dass es  irgendwo spukt. Kazuyuki und seine Gefährten, Kinder des aufgeklärten  20. Jahrhunderts, wissen sofort, dass es umgeht, und stellen sich darauf  ein. Das irritiert bei der Lektüre, aber es beschleunigt natürlich aufs  Tempo – „Ring“ ist ein Roman ohne Langatmigkeit.</p>
<p><strong>Spuk in einer exotischen Kultur</strong></p>
<p>Japaner sind anders … Diese drei Worte bilden eventuell den Schlüssel  zu einer Kritik, die man im Zusammenhang mit dem „Ring“-Roman immer  wieder finden kann: Alle Beteiligten des Spektakels seien im Grunde  ziemlich unsympathisch. Das trifft nicht nur auf den  Feierabend-Frauenschänder Takahama zu (Dieses Detail ließ Hollywood bei  der US-„Ring“-Verfilmung von 2002 besonders schleunigst unter den Tisch  fallen), sondern fast noch mehr auf Asakawa Kazuyuki. Er deckt nicht nur  seinen kriminellen Freund, er ist auch sonst ein seltsamer Zeitgenosse.  Seine Familie liebe er über alle Maßen, behauptet er mehr als einmal.  Trotzdem ist er so gut wie niemals zu Hause bei Weib und Kind, selbst  wenn er nicht von Dämonen gejagt wird. Niemand scheint dies für  ungewöhnlich zu halten; besagtes Weib übrigens auch nicht. Die Arbeit  geht halt vor im Land der aufgehenden Sonne!</p>
<p>Die liebe Gattin hinterlässt ohnehin – es sei an dieser Stelle  politisch unkorrekt ausgesprochen – einen ziemlich trantütigen Eindruck.  Dass Kazuyuki so um ihr Schicksal besorgt ist, kann man ihm kaum  nachfühlen. Seinen Kumpel Takahama scheint er jedenfalls öfter (und  lieber) zu sehen als die eigene Ehefrau.</p>
<p>Sehr gut hat Suzuki begriffen, dass er mit seinem Gespenst geizen  muss. Sadako Yamamura greift niemals direkt in die Handlung ein. Wir  erfahren nur Bruchstücke über ihr Leben, die uns aus den Mündern Dritter  erreichen; ein kluger Kunstgriff, denn nichts ernüchtert in einer  Horrorgeschichte normalerweise stärker als der Auftritt des Monsters,  das unter Umständen auch noch langatmig seine Beweggründe erörtert.  Sadako bleibt mysteriös, tragisch – und bösartig.</p>
<p><strong>Autor</strong></p>
<p>Kôji Suzuki, der „Stephen King aus Japan“ (ein Etikett der  Werbestrategen) wurde 1957 in Hamamatsu (Präfektur Shizuoka) geboren.  Bereits in jungen Jahren begann er zu schreiben und gewann 1990 als  Absolvent der Keio University in Tokio einen (japanischen) „Fantasy  Novel Award“ für seinen Roman „Rakuen“, was aber seiner dümpelnden  Karriere kaum Auftrieb gab. Das änderte sich erst, als Suzuki 1991 die  Welt der Phantastik um ein verfluchtes Videoband bereicherte: Die  „Ring“-Saga war geboren. Aus einem Geheimtipp wurde Gruselvolkes  Eigentum, als Regisseur Hideo Nakata 1998 den Roman verfilmte. Trotz  vieler Veränderungen wurde „Ring“ zum Erfolg, der selbstverständlich  mehrfach fortgesetzt wurde sowie die übliche verwässerte  Hollywood-Interpretation erfuhr.</p>
<p>Suzuki selbst erweiterte den „Ring“-Erstling zur Romantrilogie, der  er noch einen vierten Band mit Kurzgeschichten folgen ließ. Acht  Millionen Exemplare soll er inzwischen verkauft haben, was zweifellos  auch der geschickten Vermarktung zu verdanken ist: Suzukis Werke sind  als Buch, Film und Manga quasi allgegenwärtig.</p>
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<p><strong>Die „Ring“-Saga von Kôji Suzuki</strong></p>
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<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=The%20Ring%20II%20Spiral" target="_blank">(1995) The Ring II – Spiral <em>(The Ring II: Rasen)</em> – Heyne TB Nr. 01/13918</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=The%20Ring%20III%20Loop" target="_blank">(1998) The Ring III – Loop <em>(The Ring III: Loop)</em> – Heyne TB Nr. 01/14007</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=The%20Ring%200%20Birthday" target="_blank">(1999) The Ring 0 &#8211; Birthday <em>(The Ring 0: Birthday)</em> – Heyne TB Nr. 01/14132</a><br />
<em><br />
[md]</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>BUCHREZENSION: John A. Keel &#8211; The Mothman Prophecies. Tödliche Visionen. (2001 von Mark Pellington mit Richard Gere in Szene gesetzt!)</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-john-a-keel-the-mothman-prophecies-todliche-visionen-2001-von-mark-pellington-mit-richard-gere-in-szene-gesetzt/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezension-john-a-keel-the-mothman-prophecies-todliche-visionen-2001-von-mark-pellington-mit-richard-gere-in-szene-gesetzt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 01:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>

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		<description><![CDATA[John A. Keel
The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen
(sfbentry)
Originaltitel: The Mothman Prophecies (New York : Tor 1975/1991/2001)
Übersetzung: Kristiana Ruhl
Deutsche Erstausgabe: 2002 (Wilhelm Heyne Verlag/Allgemeine Reihe Nr. 01/20103)
301 S.
ISBN-13: 978-3-453-21511-5
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Amazon.de
Sie kommen! Sie kommen!
Gar grausig klabautert’s im winterlichen Westvirginia – der  Mottenmann geht um! Wir schreiben das Jahr 1967, als brave US-Bürger  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=The%20Mothman%20Prophecies" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Keel_Mothman_Cover1.jpg" alt="" width="189" height="299" /></a>John A. Keel<br />
The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen</strong></p>
<p><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: The Mothman Prophecies (New York : Tor 1975/1991/2001)<br />
Übersetzung: Kristiana Ruhl<br />
Deutsche Erstausgabe: 2002 (<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag</a>/Allgemeine Reihe Nr. 01/20103)<br />
301 S.<br />
ISBN-13: 978-3-453-21511-5</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=The%20Mothman%20Prophecies" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783453215115&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
<p><strong>Sie kommen! Sie kommen!</strong></p>
<p>Gar grausig klabautert’s im winterlichen Westvirginia – der  Mottenmann geht um! Wir schreiben das Jahr 1967, als brave US-Bürger  schlichten Geistes (böse Zungen nennen sie „Hinterwäldler“) aus dem  kleinen Städtchen Point Pleasant die Öffentlichkeit alarmieren:  Gespenstisches Ungeziefer treibt sein Unwesen dort, wo die Täler tief  sind und die durchschnittliche Hirnstromkurve flach verläuft. Über zwei  Meter groß ist die Kreatur, die des Nachts und in der Dämmerung auf  grauhäutigen Schwingen durch die Lüfte gaukelt, dabei <em>„quiekt wie eine große Maus“</em> (Zeugin Mrs. Malette, S. 75) oder mit roten, grässlich leuchtenden Riesenaugen durch Speisekammerfenster späht.</p>
<p>Was sie damit bezweckt, bleibt unklar. Möglicherweise ist der  Mottenmann die Vorhut einer Invasion aus dem All; es kämen aber auch  eine andere Dimension oder die Hölle in Frage. Auf jeden Fall munkelt es  auch außerhalb von Point Pleasant seltsam in Virginias Bergen, wie der  eilends aus New York herbeigeeilte Journalist und UFO-Spezialist John A.  Keel feststellt: Mysteriöses Ungetier bricht durch die Wälder,  leutselige Raumschiffpiloten halten Schwätzchen mit perplexen  Einheimischen, und dann sind da noch die roboterhaften „Männer in  Schwarz“, die sich überall und nirgendwo ebenso unauffällig wie  ungeschickt angeblich im Auftrag der Regierung danach erkundigen, ob  denn das Erdenvolk schon reif sei für Besuch aus anderen Welten.</p>
<p>Obwohl Geister und Außerirdische in Legionsstärke Point Pleasant und  Umgebung heimsuchen und gestandene Bürger, die ihn an die Brennpunkte  des Spuks begleiten, schreiend die Flucht ergreifen, sobald es hinter  einem Busch raschelt, will dem wackeren Forscher aus der großen Stadt  keine eigene Sichtung gelingen. Keel muss sich immerhin mit  unerklärlichen Kälte- und Angstgefühlen herumschlagen, für die er  sachkundig x-dimensionale Kälte- und Angststrahler verantwortlich macht.  Wieso diese in öder Landschaft zum Einsatz kommen, weiß er sich (und  dem Leser) allerdings auch nicht recht zu erklären.</p>
<p><strong>Wo ist nur der verflixte Mottenmann? </strong></p>
<p>Währenddessen schlägt der Mottenmann an anderer Stelle wieder zu. Der  einzige Faktor, der alle Manifestationen eint, ist das generelle  Versagen oder die Abwesenheit von Fotoapparaten. So bleibt denen, die  dem flatterhaften Geist in die glühenden Augen blicken, stets nur die  rasende Flucht im voll ausgefahrenen Wagen, während der Mottenmann  fliegend &amp; spielend Schritt hält und boshaft erst kurz vor Erreichen  der nächsten Polizeistation abdreht. Aber Keel lässt sich nicht  entmutigen. Unverdrossen befragt er ‚Zeugen‘, deren Verhalten und  Äußerungen zumindest im deutschen Leser die Frage aufkeimen lässt, wie  lange die Geschwisterehe in Amerikas schönen Südstaaten 1967 bereits  verboten war.</p>
<p>Auch Keel bleibt lange skeptisch aber wachsam, und das zahlt sich  aus, als plötzlich des Mottenmannes wundersame Gespielen höchst  gesprächig werden und mit düsteren Prognosen über die nahe Zukunft der  irdischen Zivilisation aufwarten. Diese sind leider nicht nur vage,  sondern werden nicht selten telepathisch durchgegeben, was die Umsetzung  schwierig gestaltet, da allerlei dümmlich Menschenvolk sich nach  Kräften bemüht, eigene Heilsbotschaften der herzlich naiven Art in die  (seltsam nach Hollywood schmeckende) übernatürliche Suppe zu rühren.</p>
<p>Als dann eintrifft, was (irgendwie) prophezeit wurde, ist die  eigentliche Warnung längst untergegangen. Aber noch ist nicht aller Tage  Abend, denn in manchen Nächten, in denen die Sonnenflecken, die  Anti-Alien-Strahlen des geheimen CIA-Kampfsatelliten „Debilia IV“ und  der Alkoholpegel der Bevölkerung sich in einem fein austarierten  Gleichgewicht befinden, fliegt über Point Pleasure noch heute der  Mottenmann …</p>
<p><strong>Gegen Dummheit kämpfen selbst Aliens vergeblich</strong></p>
<p>Bereit, liebe Leser, für eine Reise ins Hirn der Finsternis, der  Heimat jener Zeitgenossen, die der mit der Gabe (oder dem Fluch) der  Vernunft geschlagene Realist gewöhnlich nicht ganz grundlos meidet? Dann  sitzen Sie hier richtig neben John A. Keel, dem Mottenmann und Indrid  Cold, dem Botschafter vom Nudisten-Planeten Lanulos, auf unserer Fahrt  in die Twilight Zone. Ja, zwischen Himmel und Erde spielt sich wahrlich  einiges ab, das sich mit normaler Schulweisheit nicht erklären lässt –  und falls doch, dann wollen es die Männer und Frauen, die Keel uns hier  vorstellt, ganz sicher zuletzt wissen.</p>
<p>Das ist der Schluss, der sich nach der Lektüre dieses  Science-Fiction-Horror-Spektakels (das ein Sachbuch zu nennen Ihr  Rezensent sich verbissen weigert) aufdrängt: Da draußen in dieser  feindseligen Welt gibt es nicht nur die Selbsttäuschung, sondern auch  eine große Zahl von Menschen, die ohne UFOs, Geister und Phantome ihr  Dasein nicht bewältigen könnten. Sie sind psychisch aus dem Lot oder  schlicht dämlich oder vegetieren im sozialen Abseits, bis der Mottenmann  in einer seiner vielen Inkarnationen erscheint und ihnen endlich ein  wenig Beachtung und Warhols sprichwörtliche fünf Minuten im  Scheinwerferlicht beschert.</p>
<p><strong>Wissenschaft, die Unwissen schafft</strong></p>
<p>Der gesunde Menschenverstand richtet auf diesem glatten Parkett wenig  aus. John Keel legt in „The Mothman Prophecies“ eine Vielzahl von  ‚Beweisen‘ für übernatürliches Treiben auf dieser Welt vor, die den  Skeptiker verzweifelt den Kopf schütteln lassen. Hörensagen,  Wunschdenken, Irrtum, offener Betrug: Die Liste lässt sich problemlos  fortsetzen; sie erfasst alle Schattierungen jenes Schattenreiches, das  den Fragenden vom Gläubigen trennt.</p>
<p>Keels Erinnerungen an ein für ihn und die Seinen denkwürdiges Jahr  1967 stellt sich objektiv als wüstes Durcheinander schlecht oder gar  nicht belegter Pseudo-Berichte, einseitiger Interpretationen,  Schmähtiraden, wirrer Thesen und weitschweifiger Anekdoten dar, durch  das nicht einmal der titelgebende Mottenmann trotz seiner Augenfarbe  einen roten Faden zu legen vermag. Von Point Pleasant geht es munter  quer durch die USA und dann weiter durch Raum und auch Zeit in eine  mystische Vergangenheit, zu der Historikern, Archäologen und anderen  Spielverderbern kein Zutritt gewährt wird. Selbstverständlich werfen wir  einen Blick in die geheimen Archive und Versuchsstationen der notorisch  gegen das ‚die Wahrheit‘ begehrende Volk verschworenen Regierung und  steigen schließlich hinauf zur Wolke Sieben, wo die von Keel  zusammengesponnene „kosmisch-extradimensionale Zentralintelligenz“ aus  unerfindlichen Gründen rund um die Uhr damit beschäftigt ist, die  Menschheit mit übersinnlichen Schattenspielen auf Kindergarten-Niveau zu  piesacken.</p>
<p><strong>Autor im Teufelskreis der Selbsttäuschung</strong></p>
<p>Lange wird man nicht schlau, wie John Keel selbst zum Mottenmann und  seinen nebulösen Kumpanen steht. Er hat sich der ‚wissenschaftlichen‘  Untersuchung unerklärlicher Phänomene verschrieben, und geht ihnen seit  Jahrzehnten nach, was ihm große finanzielle und auch persönliche Opfer  abverlangte. Keel ist ein weit gereister Mann, der Augen und Ohren stets  offengehalten hat. Er kennt seine Pappenheimer und weiß durchaus, dass  primär Humbug und Wirrnis das Schattenreich dominieren, das ihm zur  zweiten Heimat geworden ist. Mit ironischem Witz legt er zunächst offen,  wie sich die geistig Armen ihre Mottenmänner selbst erschaffen.</p>
<p>Aber dann wird deutlich, dass Keel selbst tief im Sumpf des Dubiosen  steckt. Die UFO- und Spiritisten-Szene zerfällt in ein verworrenes  Geflecht vieler Fraktionen, die sich jeweils im Besitz der absoluten  Wahrheit wähnen und Gegner in den eigenen Reihen womöglich noch  erbitterter bekämpfen als die üblichen Spötter und Zweifler von  ‚draußen‘. Die Fronten liegen nicht fest, sondern verändern sich  ständig, wenn neue Bündnisse geschlossen werden oder alte rettungslos  zerfallen, während die Splittergruppen sich anderen Gruppen anschließen.</p>
<p>John Keel hat seine eigene Wahrheit gefunden und glaubt fest an  überirdischen Besuch. Letztlich schießt er sich als potenzieller  Sachbuch-Autor selbst ins Abseits, wenn er im Brustton der Überzeugung  von Begegnungen der ganz besonderen Art berichtet: <em>„Anfang Juni 1967 empfing Mary Hyre </em>[aus Point Pleasant]<em> den ersten von einer langen Reihe seltsamer Besucher … ‚Er kam immer  näher‘, berichtete sie. ‚Seine komischen Augen starrten mich fast  hypnotisch an.‘ … Einmal klingelte das Telefon, und während sie das  Gespräch führte, nahm der kleine Mann einen Kugelschreiber von ihrem  Schreibtisch und untersuchte ihn staunend, als ob er noch nie einen  Kugelschreiber gesehen hätte. ‘Sie können ihn haben, wenn Sie wollen‘,  bot sie an. Er reagierte mit einem lauten, auffälligen Lachen, das einem  Gackern ähnelte. Dann rannte er in die Nacht hinaus und verschwand  hinter einer Ecke. Am nächsten Tag fragte Mary Hyre bei der Polizei  nach, ob irgendwelche Personen mit psychischen Schäden vermisst würden.  Die Antwort war negativ.“</em> (S. 105/106)</p>
<p><strong>Wie man Unfug durch Hörensagen ‚beweist‘</strong></p>
<p>An eine Selbstanzeige hat die gute Frau offenbar nicht gedacht, aber  unabhängig davon führt Keel aus dem Zusammenhang gerissene,  bedeutungsfreie Schnurren wie diese laufend als ‚Beweise‘ dafür an, dass  die Außerirdischen unter uns sind. Hand aufs Herz, liebe Leser: Würden  Sie Mary Hyres angeblichen Besucher für den Repräsentanten einer  extraterrestrischen Supermacht halten, dem es gelang, Lichtjahre durch  den Kosmos zu reisen, nur um sich dann am Ziel der Reise wie ein  Volltrottel aufzuführen? Aber für Keel und seine Jünger ist jede  Abweichung von der menschlichen Verhaltensnorm mit dem Beweis für  buchstäbliche Weltfremdheit identisch.</p>
<p>Gleichzeitig entwickelt er jedoch die einleuchtende These, nach der  Phantome wie der Mottenmann und seine galaktischen Spießgesellen von den  Menschen selbst als Projektionen des Geistes in die Welt geworfen  werden. Wenn’s so funktioniert, so Keel weiter, lässt sich die Flut  umher tölpelnder Außerirdischer und erbärmlich animierter Geistwesen  sehr leicht dadurch erklären, dass es hauptsächlich Spinner und  Schwachköpfe sind, die sie sich ausdenken. Damit hat er den gewiss  klügsten Gedanken seiner gesamten Laufbahn in klare Worte gefasst.  Schade, dass er ihn für sich selbst nie gelten lässt! Denn nur John  Keels Studien des Mysteriösen sind stets über alle Zweifel erhaben.  Dabei erkennt selbst der Amateur, dass Keel Ende der 1960er Jahre die  Grenze zum Verfolgungswahn definitiv überschritten hatte. Es ist  verrückt: In einem eigenen Kapitel skizziert er Keel die Mechanismen,  die Paranoia entstehen lassen und sie nähren. Wiederum beschreibt er  haargenau auch sich selbst – und erneut scheint er es nicht zu merken.</p>
<p><strong>Variable Prophezeiungen verhindern Irrtümer</strong></p>
<p>Natürlich lösen sich auch die „tödlichen Visionen“ des deutschen  Untertitels bei näherer Betrachtung in Luft auf. Sie bilden ein völlig  aus der Luft gegriffenes Bündel obskurer Unkereien, die alles und nichts  ankündigen: Wirklich großen Visionen zeichnen sich seit jeher durch  Verschwommenheit aus, sodass sich alle möglichen Ereignisse nachträglich  auf sie beziehen lassen. So sitzt Keel im Dezember 1967 erwartungsvoll  vor dem Fernseher, weil die Zeichen angeblich einen landesweiten  Stromausfall prophezeien. Als stattdessen die Brücke von Point Pleasant  einstürzt und viele Menschen in einen grausamen Tod reißt, disponiert er  sogleich um: Plötzlich passen die von ihm ‚erkannten‘ Vorzeichen exakt  zu dieser Katastrophe!</p>
<p>Aus dem Gesagten wird deutlich, dass „The Mothman Prophecies“, das  Buch, wenig bis überhaupt nichts mit dem gleichnamigen Film zu tun hat,  den Regisseur Mark Pellington 2001 mit Richard Gere als John Keel (hier  John Klein geheißen) in Szene gesetzt hat. Hollywood zahlte allein für  den Mottenmann-Plot, der sich zu einem modernen Us-Mythos entwickelt hat  und somit für sich selbst im Kino Werbung fliegt. „The Mothman  Prophecies“, der Film, ist freilich ein zäher Langweiler, der sich beim  Versuch, Keels sinnfreie aber immerhin kunterbunte und unterhaltsame  Vorlage in eine halbwegs logische Abfolge zu zwingen, selbst ein Bein  stellt. Es bleibt einfach nichts übrig vom Mottenmann außer einer  interessante aber bedrückenden Lektion in moderner Massenhysterie.</p>
<p><em>[md]</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2650&amp;diurl=http://www.booklooker.de/app/result.php?titel=The%20Mothman%20Prophecies" target="_blank">Titel bei Booklooker.de</a><br />
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		</item>
		<item>
		<title>BUCHREZENION: Philip MacDonald &#8211; Die Totenliste. (Verfilmt 1963 mit George C. Scott von Meisterregisseur John Huston!)</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezenion-philip-macdonald-die-totenliste-verfilmt-1963-mit-george-c-scott-von-meisterregisseur-john-huston/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/buch-zum-film/buchrezenion-philip-macdonald-die-totenliste-verfilmt-1963-mit-george-c-scott-von-meisterregisseur-john-huston/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 01:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Detlef Hedderich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch zum Film]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5004</guid>
		<description><![CDATA[Philip MacDonald
Die Totenliste
(sfbentry)
Originaltitel: The List of Adrian Messenger (New York : Doubleday 1959)
Übersetzung: Georg Kahn-Ackermann
Deutsche Erstausgabe: 1961 (Kurt Desch Verlag/Die Mitternachtsbücher Nr. 101)
172 S.
[keine ISBN]
Letzte Neuauflage: 1983 (Wilhelm Heyne Verlag/Heyne Crime Classic Nr. 2066)
186 S.
ISBN-13: 978-3-453-10669-7
Titel bei Booklooker.de
Titel bei Amazon.de (Kurt Desch Verlag)
Titel bei Amazon.de (Heyne Verlag)
Das geschieht:
Eine Liste mit zehn Namen umfasst Engländer aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9783453106697&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/MacDonald-Totenliste-Heyne-Cover-173x300.jpg" alt="" width="173" height="300" /></a>Philip MacDonald<br />
Die Totenliste</strong></p>
<p><em>(sfbentry)<br />
Originaltitel: The List of Adrian Messenger (New York : Doubleday 1959)<br />
Übersetzung: Georg Kahn-Ackermann<br />
Deutsche Erstausgabe: 1961 (Kurt Desch Verlag/Die Mitternachtsbücher Nr. 101)<br />
172 S.<br />
[keine ISBN]<br />
Letzte Neuauflage: 1983 (<a href="http://www.randomhouse.de/heyne" target="_blank">Wilhelm Heyne Verlag</a>/Heyne Crime Classic Nr. 2066)<br />
186 S.<br />
ISBN-13: 978-3-453-10669-7</em></p>
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Eine Liste mit zehn Namen umfasst Engländer aus allen  gesellschaftlichen Schichten vom Landarbeiter bis zum Adligen,  Gemeinsamkeiten gibt es nicht. Warum übergibt Adrian Messenger, der viel  gelesene Romane über große Verbrechen schreibt, diese Liste seinem  Kriegskameraden und Freund George Firth, Leiter des „Criminal  Investigation Department“ von Scotland Yard, und bittet ihn eindringlich  Nachforschungen über den Verbleib der Männer anstellen zu lassen? Einer  Gräueltat sei er auf der Spur, mehr lässt sich Messenger nicht  entlocken. Nun wird er auf ewig schweigen: Den Absturz des Flugzeugs,  das ihn zu weiteren Recherchen in die USA bringen soll, überlebt er nur  kurze Zeit. Mit ihm im Wasser des Atlantik treibt der einzige  Überlebende: Raoul St. Denis ist ein Journalist, der Messengers letzte,  im Delirium gestammelten Worte überliefert.</p>
<p>Inzwischen hat Firth herausgefunden, dass acht der aufgelisteten  Männer bei merkwürdigen ‚Unfällen‘ ums Leben gekommen sind. Ein weiterer  ist spurlos verschwunden, nur der letzte scheint sich guter Gesundheit  zu erfreuen. Ist Jonathan Slattery aus Twickenham ein Glückspilz oder  der Mörder? Firth setzt Anthony Gethryn, seinen Spezialisten für  delikate Ermittlungen, auf die Sache an. Dieser setzt mit der ihm  eigenen Beharrlichkeit die winzigen Bruchstücke eines möglichen Falls  zusammen. Was dabei Stück für Stück zu Tage tritt, ist eine lange Kette  niederträchtigster Verbrechen. Verrat, Massen- und Serienmord bilden nur  die schlimmsten Taten des kriminellen, aber genialen Psychopathen, der  von seinen ratlosen Verfolgern „Mr. Smith-Brown-Jones“ genannt wird.  Viel zu lange kann dieser unter Gethryns Augen sein teuflisches Spiel  fortsetzen. Schlimmer noch: Die Liste des Adrian Messenger ist nicht  vollständig; es fehlen die Namen einiger Zeitgenossen, die der Mörder  unbeirrt auslöschen wird, wenn ihm Gethryn nicht endlich auf die  Schliche kommt </p>
<p><strong>Kleine Ursache – serienmörderische Wirkung</strong></p>
<p>Ein Stück Papier mit zehn Namen – mehr braucht ein fähiger Autor  nicht, um einen spannenden Thriller zu schreiben. Die Neugier des Lesers  ist sofort geweckt: Wieso sterben die Männer der Messenger-Liste wie  die Fliegen? Welches Geheimnis teilen sie? Wird es gelingen, der  Mordserie ein Ende zu machen?</p>
<p>„Die Totenliste“ empfiehlt sich als später Vertreter des  „Rätselkrimis“, der das „Goldene Zeitalter“ des Kriminalromans zwischen  dem I. und II. Weltkrieg prägte. Philip MacDonald gehört zu den  bedeutenden Vertretern dieses Genres. Mit „Die Totenliste“ kehrt er noch  einmal in diese Ära zurück, ohne freilich auszublenden, dass sich die  Zeiten inzwischen geändert hatten. Unmögliche Morde an  altersstarrsinnigen Erbonkeln in verschlossenen Räumen waren nicht mehr  zeitgemäß. In den 1940er und 50er Jahren hatte man ganz andere  Dimensionen der Bösartigkeit kennen gelernt. So ist „Mr.  Smith-Brown-Jones“ kein Krimineller mit Sportsgeist mehr, sondern ein  irrer aber eiskalter Psychopath, der zur Verwirklichung seines Plans  Menschen in Serie mordet und nicht davor zurückschreckt, Züge entgleisen  zu lassen und Flugzeuge zu sprengen.</p>
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<div id="attachment_19300"><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=B0000BL5FS&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright" src="http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/macdonald-totenliste-cover-180x300.jpg" alt="" width="180" height="300" /></a>Cover der dt. Erstausgabe (Sammlung md)</p>
</div>
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<p><strong>Rätsel mit Tempo</strong></p>
<p>Smith-Brown-Jones Mordodyssee und die verzweifelten  Ermittlungsbemühungen seines Gegners Gethryn schildert MacDonald in zwei  parallelen Handlungssträngen, die mit enormem Tempo vorangetrieben  werden. Es lässt sich verfolgen, wie sich Gejagter und Jäger immer näher  kommen, bis sich die beiden Stränge im großen Finale treffen.</p>
<p>MacDonald ist ein glänzender Handwerker, was bei einem Mann, der mehr  als 40 Drehbücher für Film und Fernsehen verfasste, nicht wundert. Er  schafft es sogar, hinter der schwungvollen Geschichte einen hanebüchenen  Plot zu verstecken. Hier ist „Die  Totenliste“ eindeutig das  Spätprodukt einer versunkenen Epoche. Die Auflösung soll dieser Stelle  nicht verraten werden, aber es ist kein langes Nachdenken nötig um zu  erkennen, dass der Mörder einen irrwitzigen Aufwand für ein  grundsätzlich sinnloses Verbrechen treibt. Andererseits ist dies  womöglich nur ein weiterer Aspekt seines Wahns. Was freilich wichtiger  ist: Die Story ist absolut unrealistisch, aber dem Verfasser gelingt es  vorzüglich, sie uns zu verkaufen. Solange wir lesen, kümmern wir uns  nicht um die Logik, sondern lassen uns unterhalten. Dem strengen  Kritiker mag dies nicht genug sein, wir Leser sagen: Gute Arbeit, Mr.  MacDonald!</p>
<p><strong>Der Fall zählt – und nur der Fall</strong></p>
<p>Die klassischen „Whodunit“-Krimis sind nicht für ausgefeilte  Figurenzeichnungen bekannt. Im Vordergrund steht das kriminalistische  Rätsel. Wie wurde die Untat begangen? Der Detektiv wirkt als „deus ex  machina“ mit aufgesetzten Marotten, die seinen Unterhaltungswert  steigern. Das hat er in der Regel auch bitter nötig, weil menschliche  Züge ihm weitgehend fremd sind. Anthony Gethryn fällt eindeutig in diese  Kategorie. Er ist ein Spürhund, ganz Job, nur ansatzweise Mensch – oder  gar Mann.</p>
<p>Eine Liebesgeschichte gibt es zwar durchaus. MacDonald fügt sie  seinem Garn allerdings eher pflichtschuldig hinzu. St. Denis soll als  feuriger Franzose auftreten, der um die schöne, nur vorgeblich kühle  Jocelyn Messenger buhlt. Da sprühen keine Funken, sondern dominieren  stumpfe Klischees. Die Männer sind nur sie selbst, wenn sie unter sich  bleiben. Über allem schwebt die typische „Old Boys“-Atmosphäre  kameradschaftlicher Verbundenheit. Man hat denselben gesellschaftlichen  Hintergrund, hat studiert, im Krieg wacker fürs Vaterland gekämpft. Das  verbindet, nur das zählt wirklich.</p>
<p>Wer nicht dazu gehört, hat Pech gehabt. Unserem Bösewicht ist es so  ergangen. Man hat ihm vorenthalten, was er ersehnt und meint als  Geburtsrecht für sich beanspruchen zu können. Darüber ist er  buchstäblich verrückt geworden. MacDonald hält sich klugerweise mit  entsprechenden Szenen zurück. Smith-Brown-Jones kontrolliert sich streng  und organisiert seine Mordattacken vorbildlich. Darunter lauert stets  der Wahnsinn, kein kriminalistischer Sportsgeist mehr, wie ihn die  Widersacher von Sherlock Holmes, Hercule Poirot oder Gideon Fell an der  Tag legten.</p>
<p><strong>Der Film zum Buch</strong></p>
<p>Meisterregisseur John Huston (u. a. „Der Malteser Falke“, „Der Schatz  der Sierra Madre“, „African Queen“) verfilmte „Die Totenliste“ 1963 mit  George C. Scott in der Gethryn-Rolle. Es entstand ein etwas konfuses,  aber flottes B-Movie von zeitlosem Unterhaltungswert. Von der  zeitgenössischen Werbung sehr herausgestellt wurde ein kurioser, jedoch  leicht verunglückter Gag: Große Stars (Robert Mitchum, Burt Lancaster,  Tony Curtis, Frank Sinatra) absolvierten kurze Gastauftritte. Sie wurden  im Gesicht ausgiebig mit Latex überzogen sowie verkleidet und durften  sich in einer dem Film angehängten Sequenz demaskieren, damit man sie  wenigstens nachträglich identifizieren konnte. Den Vogel schoss wie so  oft Kirk Douglas ab, der als unheimlicher Mörder gleich in vier Rollen  nicht zu erkennen war.</p>
<p><strong>Autor</strong></p>
<p>Philip MacDonald wurde 1899 in eine Familie berühmter Literaten  geboren. Sein Vater Ronald war Schriftsteller und Theaterstückverfasser,  sein Großvater der berühmte schottische Dichter und Autor George  MacDonald (1824-1905). Bis er selbst zur Feder griff, folgte Philip  treulich den Konventionen seiner Zeit. Nach seiner Schulzeit ging er zum  Militär und wurde Kavallerist. Als solcher wurde er einberufen und  erlebte den I. Weltkrieg auf den Schlachtfeldern des fernen  Mesopotamien. Ins Zivilleben zurückgekehrt begann er zu schreiben. Die  ersten beiden Bücher entstanden als Kooperation zwischen Sohn und Vater  MacDonald, wobei ersterer das Pseudonym „Oliver Fleming“ wählte.</p>
<p>Schon diese ersten beiden Werke („Ambrotox and Limping Dick“ und „The  Spandau Quit“) waren Thriller im Stile eines John Buchan. Dann  entdeckte MacDonald den klassischen Puzzle-Krimi als Genre. 1924  debütierte er solo mit „The Rasp“. Hier erblickte bereits der ehemalige  Geheimdienstmann und Gentleman-Ermittler Colonel Anthony Ruthven  Gethryn, der noch in vielen weiteren Romanen die Hauptfigur wurde, das  Licht der literarischen Welt. MacDonald war so erfolgreich, dass er 1931  als Drehbuchautor nach Hollywood gehen konnte. In den nächsten beiden  Jahren entstand als Nebenprodukt seiner Filmarbeit der Hauptteil seiner  Werke, die indes oft unter dem Schreibtempo ihres Verfassers litten.</p>
<p>Mit dem II. Weltkrieg endete MacDonalds schriftstellerische Karriere  bzw. verlagerte sich gänzlich auf die Filmarbeit. Mehr als 40 Kino- und  TV-Filme schrieb er, darunter viele Routinestreifen der „Mr. Moto“- und  „Charlie Chan“-Serien. Er lieferte aber auch die Story zum  John-Ford-Klassiker „The Lost Patrol“ (1934) und arbeitete am Drehbuch  zu Alfred Hitchcocks Meisterwerk „Rebecca“ (1940) mit. Ende der 1950er  Jahre gab MacDonald das Schreiben auf. Mit seinen Kurzgeschichten war er  zuletzt sehr erfolgreich gewesen: 1953 und 1956 zeichneten ihn die  „Mystery Writers of America“ mit einem „Edgar Allan Poe Award“ aus. Sein  letztes Werk wurde 1959 „The List of Adrian Messenger“, gleichzeitig  der Abschied für Major Gethryn. Philip MacDonald starb 1981.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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