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Archiv für die 'Comicrezension' Kategorie

COMICREZENSION: Ricardo Sanchez – Die Geisel. Resident Evil 1.

Erstellt von Detlef Hedderich am 15. September 2011

Ricardo Sanchez
Die Geisel
Resident Evil 1

Resident Evil 1 – 6, WildStorm/DC, USA, 2009 – 2011
Panini Comics, Stuttgart, 04/2011
PB mit Klappbroschur
vollfarbige Graphic Novel im Comic-Format auf Kunstdruckpapier
Horror, Splatter, SF
ISBN 978-3-8660-7864-2
Aus dem Amerikanischen von Bernd Kronsbein
Titelillustration von N. N.
Zeichnungen von Kevin Sharpe, Jheremy Raapack, Al Barrionuevo, Farben: Gabe Eltaeb und Randy Mayor

www.paninicomics.de
http://kevin-sharpe.deviantart.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Die Internationale Raumstation antwortet nicht mehr. Sofort schickt man Mina Gere ins All, eine junge Agentin der B.S.A.A. – Bioterrorism Security Assessment Alliance – aus, um nach dem Rechten zu sehen. Gleichzeitig wird der erfahrene B.S.A.A.-Agent Holiday Sugarman im nahen Osten mit tödlichen Biowaffen konfrontiert. Aber dies ist erst der Auftakt, denn die Gefahr ist sehr viel größer, als es zu Beginn schien. Die beiden Agenten müssen ein Team bilden, um den vermeintlichen Drahtzieher dingfest zu machen. Doch dies ist alles andere als leicht, denn Biowaffen lauern bereits auf die beiden Agenten. Und der Neffe des Gesuchten spielt sein eigenes, tödliches Spiel …

Als Capcom im Jahr 1996 das Spiel „Biohazard“ in Japan auf den Markt brachte, rechnete wohl niemand mit einem derartigen Erfolg. Nicht nur, dass sich der Third-Person-Shooter wie geschnittenes Brot verkaufte. Nein, es folgten Filme, Romane und all die anderen Dinge, die zu einem erfolgreichen Franchise gehören. Außerhalb von Japan wurde „Biohazard“ unter einem anderen Namen bekannt. Zum einen gab es ein älteres Spiel mit diesem Titel, zum anderen existierte auch eine Band, die sich Biohazard nannte. Man wollte daher rechtliche Probleme bezüglich des Namens umgehen – „Resident Evil“ wurde geboren; ein Titel, den viele Leute vor allem mit den Filmen und damit mit Milla Jovovich verbinden.

Nachdem bereits früh Comics erschienen, hat Panini nun einen Sechsteiler in einem Paperback veröffentlicht, der in den USA von 2009 bis 2011 publiziert wurde. Zum Glück für deutsche Leser werden die Bände aber nicht einzeln, sondern als Graphic Novel in einem 148 Seiten starken Sammelband publiziert. Wer die Filme kennt, nicht aber die Spiele, dürfte bei dem vorliegenden Band jedoch eine unangenehme Überraschung erleben, denn die Graphic Novel führt die Story der Spiele fort. Wer auf eine knapp bekleidete Milla im Comic-Stil hofft, wird also enttäuscht werden.

Kenner der Spiele und auch der Romane, welche zu den einzelnen Spielen erschienen, werden hingegen begeistert sein. Hier wird die Story um Biowaffen – damit sind biologisch veränderte Menschen und Tiere genannt, die mit teils übermenschlichen Kräften und bizarren Deformierungen den Normalsterblichen weit überlegen sind – auf einen neuen Level gehoben. Die beiden Protagonisten sind auf ihre Art sympathisch und agieren gekonnt im Angesicht der Gefahr; ihre Handlungen sind durchdacht und nachvollziehbar. Die Story selbst wird flott, teils humorvoll, teils ernst und immer mit der nötigen Dosis Gore erzählt und lässt den Leser am Ende mit der Hoffnung auf mehr zurück. So wie es die Spiele und auch die Filme regelmäßig tun. Mission erfüllt! kann man also den beiden Agenten und auch Panini zurufen. Die Zeichnungen und auch die Farben können auf ganzer Linie überzeugen, die Dialoge sind glaubwürdig und die Biowaffen schaurig.

Was will man mehr, wenn man einen „Resident Evil“ in Händen hält? Ein toller Comic für Fans der Serie! Wer nur die Filme kennt, weiß die Personen und Geschehnisse jedoch eventuell nicht richtig einzuordnen – auch wenn der Comic versucht, Hilfestellung zu geben. Dass dieser Comic nichts für Kinder ist, versteht sich bei der Thematik von selbst.

Copyright © 2011 Gunter Arentzen (GA)

Titel erhältlich bei Buch24.de
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COMICREZENSION: Alan Cowsill, Alex Irvine, Matthew K. Manning, Michael McAvennie und Daniel Wallace (Hrsg.), mit Beiträgen von Alastair Dougall Die DC Comics Chronik – 75 Jahre Superhelden (Popkultur zu einem wichtigen Thema in den Comics. 1966 kamen der erste „Batman“-Film und die TV-Serie ins Fernsehen)

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. April 2011

Alan Cowsill, Alex Irvine, Matthew K. Manning, Michael McAvennie und Daniel Wallace (Hrsg.), mit Beiträgen von Alastair Dougall
Die DC Comics Chronik – 75 Jahre Superhelden

(sfbentry)
DC Comics: Year by Year – A Visual Chronicle, DC, USA, 2010
Panini Comics, Stuttgart, 02/2011
HC, auf 999 Exemplare limitierter und nummerierter Sekundärband auf Kunstdruckpapier
Comic, Superhelden
ISBN 978-3-86201-050-9
Titelgestaltung von Ryan Sook
Original Artwork von Jim Lee, Adam Hughes, Alex Ross u. v. a.
Extra: 1 Farb- und 1 SW-Druck des Künstlers Ryan Sook

www.paninicomics.de
http://alexanderirvine.net/
http://matthewkmanning.blogspot.com/
www.ryansook.com/
www.myspace.com/jimlee00
http://jimlee00.deviantart.com/
www.justsayah.com/
http://adamhughes.deviantart.com/
www.alexrossart.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Im Allgemeinen wird das erstmalige Auftreten der Figur Superman in „Action Comics 1“ im Juni 1938 als die Geburtsstunde der Superhelden betrachtet. Die Verlagsgeschichte begann jedoch schon 1935 mit den Comic-Magazinen „New Fun“ und „New Comics“, bevor mit „Detective Comics“ 1937 das DC-Label eingeführt wurde. Schon damals arbeiteten Jerry Siegel und Joe Shuster für den jungen Verlag, der einmal der größte werden sollte und bis heute am längsten existiert. Bereits in jenen Jahren nahm man sich nicht nur witziger Themen, Western- und Abenteuergeschichten an: Mit Dr. Occult und Green Hornet gab es die Vorläufer der späteren Superhelden und darüber hinaus so manche phantastische Story.

Grob unterteilt man die Comic-Geschichte in das Golden Age (1938 – 1955), Silver Age (1956 – 1969), Bronze Age (1970 – 1979) und das Modern Age (1980 – jetzt). Daran orientiert sich auch die vorliegende Chronik, die in Jahres- und Monatsschritten die wichtigsten Titel in Wort und Bild vorstellt, auf die Verlagsgeschichte, vorherrschende Themen, populäre Figuren und namhafte Künstler eingeht. In Fußzeilen wird außerdem auf die politische Weltlage, auf wissenschaftliche und kulturelle Meilensteine hingewiesen, so dass man auch den Einfluss realer Geschehnisse auf die Comic-Welt verfolgen kann. In das Jahr 1939 fiel das Debüt von Batman, geschaffen von Bill Finger und Bob Kane, in „Detective Comics 27“. In Deutschland ist er wohl der beliebteste DC-Charakter, noch vor Superman. Es folgten weitere Helden wie Flash und Captain Marvel, dessen Serie ursprünglich bei Whiz Comics erschien und der wie einige andere Charaktere und Label ins DC-Universum eingegliedert wurde, wobei der Anschluss von Wildstorm 1999 sicherlich der größte Coup für DC darstellt.

Die Geschichten, die diese Helden erlebten, waren phantastisch, spannend und humorig, bis der Zweite Weltkrieg die Comics erreichte, in denen nun gegen die Nazis gekämpft wurde. Einige Künstler wurden zum Kriegsdienst eingezogen und verarbeiteten die schrecklichen Erlebnisse in ihren Geschichten. In diese Ära fiel auch der erste Auftritt von Wonder Woman (1942) und Superboy (1945). Nach Kriegsende erlebten die Helden eine Flaute, denn die Leser sehnten sich nach leichter Unterhaltung und Comedy. In Folge stiegen die Verkaufszahlen von romantischen und Gag-Titeln, von Action-, Western- und SF-Comics. Die Superhelden mussten sich thematisch anpassen und sich 1954 obendrein noch dem Reglement des Comic Codes unterwerfen, um von einer um ihre Jugend besorgten Gesellschaft akzeptiert zu werden, die strengste moralische Anforderungen stellte. Dies leitete das Silver Age der Comic-Geschichte ein und brachte viele neue Helden, darunter auch einige Nachfolger von gealterten Charakteren, z. B. Flash, Hawkman, Green Lantern und Atom.

Endlich durften die ersten Protagonisten heiraten (Hawkman und Hawkgirl, Aquaman und Mera). Die Sidekicks (Robin, Jimmy Olson) wurden selbständig, zeigten sich begeisterungsfähig für aktuelle Dinge und stellten Forderungen, die von jungen Lesern nachvollzogen werden konnten. Damit wurde auch die moderne Popkultur zu einem wichtigen Thema in den Comics. 1966 kamen der erste „Batman“-Film und die TV-Serie ins Fernsehen und eroberten selbst jene Zuschauer, die bislang wenig für (Superhelden-) Comics übrig hatten. In den 1970er Jahren machten die Comics erneut einen Wandel durch, was Themen, Erzähltechnik und Stil anbelangt. Die unfehlbaren Helden waren out, und realistischere Charaktere und Geschichten wurden erwartet. So mussten die beliebten Helden allerlei Krisen durchmachen und mit Tabus brechen: Speedy, der Sidekick von Green Arrow, wurde zum Heroin-Junkie. Seine Probleme und der Entzug wurden ungeschönt geschildert.

Zu den neuen Helden gehörten die New Gods, Swamp Thing, Man-Bat, Steel und Firelord. Das erste Crossover mit einem anderen Verlag, fällt ins Jahr 1976: Superman trifft Spider-Man, DC meets Marvel. Auch Fantasy-Comics und Helden wie „Warlord“, Bruce Lee-Homagen wie „Kung-Fu Fighter“ oder Literatur-Adaptionen wie „Der Zauberer von Oz“ sorgten für mehr Vielfalt. Ab 1980 ging erneut ein Ruck durch die Comic-Welt. Statt kurzer, einfacher Geschichten, die sich meist über zwei Teile erstreckten, wurden nun Mini-Serien umgesetzt; hinzu kamen regelmäßig Großevents und Crossover. Handlung und Charakter-Design profitierten davon und wurden komplexer. Zeichner wie Todd McFarlane, Jim Lee, Alan Davis, Mike Deodato jr., Whilce Portatio u. v. a. setzten zeichnerisch neue Maßstäbe und führten die rein durch den Verlag gesteuerten Serien zu einer neuen Blüte, indem sie die Mitsprache der Künstler durchsetzten – was auch die Gründung der Image-Studios zur Konsequenz hatte, denn diese Entwicklung verlief nicht ohne Konflikte.

Die Geschichten wurden düsterer, härter und wiesen nun öfters Horror-Elemente auf. Die Feindbilder änderten sich: Man löste sich etwas vom ‚bösen Nazi‘ und dem ‚bösen Russen‘, entdeckte stattdessen den ‚bösen islamistischen Terroristen‘, insbesondere nach dem 11. September. Immer öfter griffen Helden zu Mitteln, die sie früher ablehnten; sie konnten zur Gegenseite wechseln, sterben und töten. Da das DC-Universum immer unübersichtlicher geworden war, beschloss man, den Stand auf 0 zurückzusetzen, das Bisherige als Elseworld-Storys abzuhaken und die neu definierten Helden in zeitgenössische Abenteuer zu schicken. In diese Zeit fallen auch Ausnahme-Titel wie Frank Millers „Ronin“ und Neil Gaimans „Sandman“, aber auch die „Amalgam“-Reihe, in der DC- und Marvel-Helden verschmelzen, sowie weitere verlagsübergreifende Crossover. Zu den DC-Helden mit eigenen Serien zählten nun Azrael, Lobo, Catwoman und Nightwing.

Die Chronik endet im August 2010 mit der Erwähnung der Jubiläums-Nummern „Superman 700“ und „Wonder Woman 600“. Viele Details haben die Autoren zusammen getragen – und natürlich gibt es bei dieser überwältigenden Material-Flut auch Lücken; nicht jeder Titel oder Event, den ein anderer sicherlich für erwähnenswert hält, konnte hier aufgenommen werden. Dennoch erhält man einen rundum gelungenen Überblick über 75 Jahre DC-Comics, gesehen im Wandel der Zeit. Die Chronik ist als großformatiges Hardcover erschienen und bietet ein übersichtliches Layout auf mehr als 350 Seiten Kunstdruckpapier: Texte verschiedener Autoren beschreiben die allgemeine Entwicklung und anschließend die Details, hervorgehoben durch Überschriften und farbig unterlegte Kästchen sowie unzählige Abbildungen (Cover, Panels), die wenigstens die Größe einer Trading-Card haben, sich aber auch über zwei Seiten ziehen können. Als besonderes Extra wurden zwei Drucke mit Motiven des Künstlers Ryan Sook beigefügt, eines in Farbe, das mit der Cover-Abbildung identisch ist, und eines in SW, Batman gewidmet.

EUR 89,- ist ein stolzer Preis, aber für dieses Mammut-Werk geht er völlig in Ordnung. DC-Fans, die sich für die Geschichte des Verlags, seiner Künstler und Helden interessieren, werden viel Freude daran haben, in der „DC Comics Chronik“ zu stöbern, interessante Informationen zu lesen, die sie noch nicht kannten, und schöne Zeichnungen zu bewundern, von denen man viele noch nie zuvor gesehen hat.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

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COMICREZENSION: The Rocketeer – Alle Abenteuer in einem Band von Dave Stevens – Album, Hardcover, vierfarbig, 160 Seiten.

Erstellt von Detlef Hedderich am 11. Januar 2011

The Rocketeer
Alle Abenteuer in einem Band
von Dave Stevens
Album, Hardcover, vierfarbig, 160 Seiten
ISBN: 978-3-941248-36-6

www.cross-cult.de

Das Buch ist ein Fest! Up, up and away! Das habe ich ja lange nicht mehr gelesen. Dieser Spruch für krachige space operas passt natürlich auch auf dieses Geschichte. Hier wird pulp auf hervorragende Weise nachgeahmt. Das macht einfach Laune.

Dazu die Bilder: Der Autor und Zeichner orientierte sich an Pin Ups älterer Semester, adäquat zum Setting seiner Story. Die Personen, insbesondere die weiblichen (im Grunde ist ja eine Dame, die hier in Szene gesetzt wird) strahlen im besten Licht. Das wirkt sicher etwas theatralisch, kommt aber gut.

Allerdings sind das schon die Highlights der Rocketeer-Comics. Der Plot, die Story, das Drumherum, geben nicht allzu viel her, muss ich sagen. Es ist eine einfache Geschichte eines einfachen jungen Kerls, der in der Flugshow-Zirkusmilieu sein Glück sucht, durch einen dummen Zufall an ein streng geheimes Regierungs-Objekt gerät, weil er es Gangstern abnimmt, und sich dadurch ältlichen Gefahren aussetzt. Dabei versucht er nur, sein Glück zu machen, seiner Angebeteten zu imponieren und etwas Money zu verdienen. Ja, das war’s im Grunde.

Wer kein allzu großen Wert auf eine stimmige und vielschichtige Geschichte legt, aber dafür einfach tolle Bilder sehen möchte, ist mit diesem Band bestens betraten. Der Style der 30er und 40er hat ja auch was, aber man hätte mehr daraus machen können.

Dafür sind alle Geschichten aus den 80ern enthalten, dazu ein sehr informatives Nachwort. In Bälde wird es wohl auch Neues vom Rocketeer geben, auch wieder bei Cross Cult.

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Comicrezension: John Ostrander, Haden Blackman, Welles Hartley Star Wars: Die Klonkriege Premium III

Erstellt von Detlef Hedderich am 23. Oktober 2010

John Ostrander, Haden Blackman, Welles Hartley
Star Wars: Die Klonkriege Premium III

(Klonkriege 7 – 9/SB 27, 31, 35)
Star Wars: Clone Wars Vol. 7 – 9, Lucasfilm Ltd. & TM, USA, 2009
Panini Comics, Stuttgart, 11/2079
PB, vollfarbige Graphic Novel im Comic-Format, SF
ISBN 978-3-86607-472-9
Aus dem Amerikanischen von Michael Nagula
Titelillustration von Carmine Infantino und Bob Wiacek
Zeichnungen von Brian Ching, Doug Wheatley, Jan Duursema, Dan Parsons,
Farben: Sno Cone Studios, Roda Pattison, Brad Anderson, Chris Chuckry

www.paninicomics.de
www.lucasarts.com
www.starwars.com
www.hadenblackman.com/
www.carmineinfantinocom.blogspot.com/
http://brianching.blogspot.com/
www.myspace.com/doug_wheatley
http://doug-wheatley.deviantart.com/
www.janduursema.com/
www.danparsonsart.com/
http://frogrocket.blogspot.com/

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Der vorliegende Premiumband fasst die „Klonkriege“-Sonderbände VII – IX zusammen. In diesem Band werden neue Helden und Feinde vorgestellt, allen voran die Jedi-Ritter Aayla (weiblich), Tholme und Vos. Ihre Gegner sind Sora Bulq und Count Dooku. In diesen Geschichten, die geschickt miteinander verwoben wurden, geht es darum, wie Palpatine durch seine Manipulationen den Sieg erringt und zum Imperator aufsteigt. Erst kämpfen die Jedi mit den Klonkriegern gegen die Separatisten. Die Jedi schließen sogar mit einigen so etwas wie Freundschaft. Die gemeinsamen Erlebnisse machen sie zu Teammitgliedern, die Vertrauen verdienen. Wie grausam sie alle getäuscht wurden, wird erst klar, als der genetische Code 66 an die Klonkrieger ausgegeben wird. Dieser bedeutet nichts anderes als: „Vernichtet alle Jedi, sie sind Feinde des Imperators Palpatine.“

Voller Entsetzen erfahren die überlebenden Jedi, wie sehr sie hinters Licht geführt worden sind. Einige entgehen dem Gemetzel nur durch Zufall, andere müssen hilflos mit ansehen, wie die stärksten Meister feige aus dem Hinterhalt ermordet werden. Während die meisten Storys kurz vor „Episode III“ oder danach spielen, sieht man in „Besessen“ wieder das Dream-Team Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker zusammen agieren. „Düstere Zeiten“ brechen für die Jedi an, als Palpatines Pläne aufgehen und er sich zum Imperator aufschwingt. Es werden verschiedene Jedi gezeigt, die dem Gemetzel entkommen konnten. Die überlebenden Jedi müssen sich entscheiden, sich entweder zu verstecken und darauf zu hoffen, dass wieder bessere Zeiten anbrechen, oder mit dem Lichtschwert in der Hand einen tapferen, aber gleichwohl sinnlosen Tod zu sterben.

In „Der Unsichtbare Feind“ trifft man wieder auf Meister Vos. Dieser begegnet seinem alten ‚Freund„ Vilmarh Grahrk. Villie, wie er sich selber nennt, genießt das Vertrauen der Wookie. Er sieht vom Äußeren her wie der Satan persönlich aus. Leider hat er nicht die arrogant draufgängerische Art eines Han Solos. Obwohl er ein Freund von Vos ist, weiß dieser doch, dass ihn Villie sofort verraten würde, wenn es für diesen von Vorteil wäre. Als der Befehlscode 66 gegeben wird, muss sich Villie entscheiden. Wem will er die Treue halten? Seinem Wookie-Gefährten? Oder sollte er doch zum Imperium überlaufen?

Diese Geschichten beantworten einige Fragen, z. B. warum es nach „Episode VI“ auf einmal so viele Jedi gibt. Die in den Untergrund gegangenen Jedi zeugten Nachkommen, und so gibt es nach dem Ende des Krieges immer noch Kinder mit geringem bis unglaublich hohem Machtpotenzial. Was geschah mit den Jedi? Wie gelang es ihnen, sich zu verstecken und den eisernen Händen des Imperators und seines Suchhundes Darth Vader zu entfliehen? Dieser Band ist unverzichtbar für den wahren „Star Wars“-Fan, schließt er doch viele Lücken und gibt den bekannteren Figuren wie Palpatine und Darth Vader mehr Tiefe. Sogar Chewbacca ist zu sehen und natürlich Yoda, der mittlerweile eine treue Fangemeinde hat. Also, alle Fans ab 12 Jahren: sofort zugreifen!

Copyright © 2010 by Petra Weddehage (PW)

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Comicrezension: Ron Marz, Welles Hartley, Judd Winick: Das Herz der Rebellion – Star Wars Sonderband 25: Imperium.

Erstellt von Detlef Hedderich am 21. September 2010

Ron Marz, Welles Hartley, Judd Winick
Das Herz der Rebellion
Star Wars Sonderband 25: Imperium

Star Wars: Empire 20, 21, 22 & Valentine Story, USA, 2003/2004
Originaldrehbuch: George Lukas
(c) Lucasfilm Ltd. & TM, USA, 2003/2004
Dino/Panini Comics, Stuttgart, 02/2005
PB, vollfarbige Graphic Novel im Comic-Format, SF
ISBN 978-3-8332-1201-7
Aus dem Amerikanischen von Michael Nagula
Titelillustration von Paul Chadwick
Zeichnungen von Tomás Giorello, Adriana Mello, Paul Chadwick; Farben: Brad Anderson, Michael Atiyeh, Ken Stacey

www.paninicomics.de
www.lucasarts.com
www.starwars.com
http://ronmarz.com/
www.frumpy.com/
http://lambiek.net/artists/g/giorello_tomas.htm
http://www.adrianamelo.com/gallery/index.php
www.paulchadwick.net/
http://atiyehcolors.blogspot.com/
www.kenpublishing.com/

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Sie ist schön, klug und mutig. Für ihre Freunde geht sie bis in die Hölle und zurück. Ihren Feinden lehrt sie das Fürchten. Trotz allem bleibt sie aber immer Dame und Prinzessin. Leia ist „Das Herz der Rebellion“ und entschlossen, alles zurückzustellen, um ihr Ziel zu erreichen: den Imperator zu stürzen und der Galaxis die Freiheit wiederzugeben. Nur einer lässt sie alle guten Vorsätze vergessen und ihr Herz höher schlagen – Han Solo. Der charmante Schmuggler schafft es immer wieder, die Prinzessin aus ihrem Gleichgewicht zu bringen.

„Ein kleines Stück Heimat“ findet Leia als sie eine neue Basis für die Rebellen sucht. Ihre Jugendliebe Raal besitzt einen Mond, von dem das Imperium nichts weiß. Wird es der Prinzessin gelingen, Raal für die Rebellion zu gewinnen? In „Gemeinsam einsam“ bekommt Deena Shan eine Kostprobe davon, wie es ist, mit den Helden Chewbacka, Han Solo und Prinzessin Leia ein Abenteuer zu bestehen. Endlich weiß Deena, wieso es sich gelohnt hat, sich den Rebellen anzuschließen. „Wahre Liebe“ beweist Han Solo zu seinem besten Freund Chewie, nachdem er und die Prinzessin diesen auf Hoth, einem Eisplaneten, verloren glaubten. Leia bekommt einen Einblick in die Seele Han Solos. Sie muss erkennen, dass sich unter seiner raubeinigen Schale mehr verbirgt, als sein Auftreten vermuten lässt.

In diesem Comic befinden sich die die US-„Empire“-Bände der Ausgaben 21, 22, 23 und als besonderen Bonus die „Valentine Story“.

Wieder einmal erfährt der geneigte Fan Neues über seine Helden und Heldinnen. Die Vergangenheit der einzelnen Protagonisten wird näher beleuchtet. Die unterschiedlichen Gefühle, Absichten und Verbindungen werden interessant wiedergegeben. Die Geschichte aus der Warte einer außen stehenden Person zu erzählen, ist ein weiterer Schachzug der Autoren und bewirkt, dass sich der Leser gut in die Charaktere einfühlen kann. In diesem Actionfeuerwerk kommt der „Star Wars“- Fan auf keinen Fall zu kurz.

Die Zeichnungen der Hauptdarsteller haben einen hohen Wiedererkennungsfaktor. Sie ähneln den Schauspielern Carry Fisher (Prinzessin Leia), Harrison Ford (Han Solo) und Mark Hamil (Luke Skywalker) doch sehr. Schön gezeichnete Körper und Gesichter lassen die Fan-Hzen höher schlagen. Die Kleidung ist abwechslungsreich gestaltet und könnte die Modewelt zu neuen Höhenflügeln begeistern. Die Farben sorgen für sehr realistisch wirkende Umgebungen, und auch die Tier- und Pflanzenwelt profitiert davon.

Alle SF- und Fantasy-Fans ab 12 Jahren, die nicht genug vom „Star Wars“-Universum bekommen können, werden von diesem Paperback begeistert sein.

Copyright © 2010 by Petra Weddehage (PW)

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