Filmbesprechungen.de

reloaded

  • Retrospektive

  • Kategorien

  • Archiv




Archiv für die 'Dokumentation' Kategorie

Glücksformeln

Erstellt von Detlef Hedderich am 21. Dezember 2011

Glücksformeln
FSK ohne Altersbeschränkung.

EAN: 0886978413093
Libri: 7781695
FSK ohne Altersbeschränkung.
Laufzeit ca. 87 Minuten.
TV-Norm: SDTV 576i (PAL). Sprachversion: Deutsch, DD 5. 1.
Produktionsjahr: 2011.
Regie: Larissa Trüby
Mit Luis Boschmann, Philipp Elsner, Janina Heid
Universum Film GmbH

Oktober 2011 – DVD-Video

Was ist Glück? Warum sind manche Menschen glücklicherals andere? Kann man glücklich sein lernen? Was raten Experten? Mit GLÜCKSFORMELN trifft Larissa Trüby den Zeitgeist – in ihrer facettenreichen Dokumentation entwirft sie ein unterhaltendes Kaleidoskop über die Frage nach dem persönlichen Glück. Neben Glückssuchendenaller Altersstufen lässt sie Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichenmit ihren aktuellen Forschungsergebnissen zu Wort kommen. Die Anleitung zum Glücklichsein ist vielfältig und die interessanten Gesprächeeröffnen neue Perspektiven.

- Trailer

Pressestimmen:
Dieser Film liefert denSchlüssel zum Glück!” (TV Spielfilm)

“GLÜCKSFORMELN: Die stimmungsgebende Doku überdie Frage, was Glück ausmacht und wie wir – vielleicht -zu glücklicheren Menschen werden können.” Brigitte

“Der Titel GLÜCKSFORMELN deutet es schon an: EINEAnleitung gibt es nicht. Es sind vielmehr viele kleineVeränderungen, die Großes bewirken können.” Für Sie

Titel bei Libri.de (DVD)

Preisrätsel / Gewinnspiel 2 x 1 (KOSTENLOSE!) DVDs: Um den Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wie viele Minuten ist die Gesamtlänge der Box  und ab wie vielen Jahren ist die FSK-Freigabe? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald 200 Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Weiter Informationen finden sich hier. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

.

GEWINNER SIND: Petra Schön und Louisa Gutsche. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM UNSEREM SPONSOREN! VIELEN DANK!

Abgelegt unter Dokumentation, News, Pressemeldungen, beendete Preisrätsel | 1 Kommentar »

Island 63° 66° N – Eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land

Erstellt von Detlef Hedderich am 17. Dezember 2011

Island 63° 66° N – Eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land

[Blu-ray]

Regisseur(e): Stefan Erdmann
Format: DTS, PAL, Widescreen, Surround Sound, Untertitelt
Sprache: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: KSM GmbH
Erscheinungstermin: 14. November 2011
Produktionsjahr: 2007
Spieldauer: 114 Minuten

Kurzbeschreibung:
ISLAND. Endlose Weiten, mächtige Gletscher und Vulkane, zahllose Wasserfälle, farbenprächtige Gebirgszüge – Einsamkeit und Natur pur. Dieser Film berührt die Seele Islands. Er macht die Mystik und Faszination des Landes sichtbar, hörbar und fühlbar. Er ist ein audio-visuelles Erlebnis der besonderen Art und dokumentiert umfassend, spannend und sehr persönlich die Reise von Stefan Erdmann durch die faszinierende Insel im Nordatlantik.

63° 25′ N – Vik i Myrdal, meterhohe Wellen rollen mit tosendem Lärm auf den schwarzen Lavastrand zu, die Abendsonne taucht die Wasseroberfläche in ein unwirkliches Licht. Eine Stimme erklingt: “Das erste Mal, war ich tief berührt, von deiner Schönheit, deiner Gelassenheit. Beim zweiten Mal fühlte ich mich bei dir geborgen, aufgeräumt und aufgehoben… angekommen. Du gehörst unwiderruflich in mein Leben”. Was sich anhört wie die Liebeserklärung an eine Frau, ist die Liebeserklärung an ein Land. An Island. Es ist die Stimme des Filmemachers Stefan Erdmanns und es sind die ersten Minuten dieser beeindruckenden und einzigartigen Naturdokumentation. Bereits diese erste Szene des Filmes zeigt Island wie es ist: Unbändig und brutal, voller Kraft, doch sanft zugleich, es beginnt eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land.

Stefan Erdmann hat sich vor vielen Jahren aufgemacht um dieses Filmprojekt auf eigene Faust zu realisieren, er hat das Land in dieser Zeit 16 Mal bereist, knapp 30.000 Kilometer mit dem Geländewagen sowie viele Kilometer zu Fuß durch alle Regionen Islands zurückgelegt und die Naturschönheiten der größten Vulkaninsel der Erde in sagenhaften Momenten erlebt und gefilmt. Stets allein.

Mit seinen informativen und einfühlsamen Kommentaren, die sich perfekt in die speziell für den Film komponierten Musik (von Jens Lück, der Sängerin ISGAARD und Stefan Erdmann) einbetten, schafft er es, in Symbiose mit den gewaltigen Landschaftaufnahmen und lang anhaltenden Einstellungen, den Betrachter hautnah am Geschehen teilhaben zu lassen.
Der Film zeigt ausschließlich Naturaufnahmen und bewegt sich weg von den “normalen” Sehgewohnheiten alltäglicher Dokumentation, er bietet eine “Oase der Ruhe” imitten der Hektik des Alltags und bietet dennoch alles Wissenwerte und Informative über das Land.

Man spürt in jeder Szene und hört in jedem Ton, dass Erdmann dieses Land mit viel Leidenschaft und Faszination erlebt und diesen Film erarbeitet hat. Kein anderer Film hat bisher ein Land so intensiv, emotional und zugleich informativ gezeigt und beschrieben. Ein MUSS für jeden der Island kennt, kennenlernen will sowie für Liebhaber aufwändig produzierter Naturfilme.

Produktbeschreibungen:
Island, nordwestlich vor den britischen Inseln gelegen, ist mit etwa 103.000 km² der zweitgrößte Inselstaat Europas und gleichzeitig auch die weltweit größte Vulkaninsel. Nackte Daten, die kaum die urgewaltige Schönheit dieses Naturwunders im Norden Europas wiedergeben können. Island kann auf eine turbulente geologische Entstehungsgeschichte zurückblicken, liegt Island doch auf dem Mittelatlantischen Rücken, der Nahtstelle zwischen Eurasischer und Nordamerikanischer Kontinentalplatte. Tatsächlich ist Island Teil des ansonsten unterseeisch gelegenen Gebirgszuges, an der die Kontinentalplatten auseinanderdriften und Magma aus dem Erdmantel an die Oberfläche tritt. Die Geologischen Aktivitäten ließen in Millionen Jahren Vulkangestein bis über den Meeresspiegel ansteigen, aus dem dereinst die heutige Insel werden sollte. Noch heute ist Island geologisch überaus aktiv, die Vulkansysteme und Geysire sind weltberühmt.

Aber nicht nur Geologen kommen beim Gedanken an Island ins Schwärmen, auch Naturfreunde finden auf der Insel zauberhafte und vielfältige Landschaftsformen und eine reichhaltige Flora und Fauna. Nicht nur Vulkane und die so oft zitierten Geysire prägen das Landschaftsbild Islands, das gesamte Areal wird von klaren Flüssen, ruhigen Seen und majestätischen Wasserfällen durchzogen. Seit seiner Entdeckung durch die Wikinger vor über 1000 Jahren ist Island ein Ort der Mysterien und Geheimnisse, ein Ort in den man sich verlieben und verlieren kann. So erging es auch Stefan Erdmann, dessen preisgekrönte Dokumentation Island 63° 66° N eine Liebeserklärung an diese ursprüngliche Wunderwelt unserer Natur darstellt. Island 63° 66° N vermittelt nicht nur reine Informationen, sie lässt uns ein Stück der Seele spüren, die dieser Insel innewohnt.

Stefan Erdmann hat sich vor vielen Jahren aufgemacht um dieses Filmprojekt auf eigene Faust zu realisieren, er hat das Land in dieser Zeit 16 Mal bereist, knapp 30.000 Kilometer mit dem Geländewagen sowie viele Kilometer zu Fuß durch alle Regionen Islands zurückgelegt und die Naturschönheiten der größten Vulkaninsel der Erde in sagenhaften Momenten erlebt und gefilmt. Stets allein.

Island 63° 66° N – Eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land lässt den Suchenden in ein fantastisches Reich unserer ursprünglichsten Natur reisen. Die Dokumentation lässt uns die Vielfalt Islands erleben, seine ruhigen, beschaulichen, sogar sinnlichen Landschaften, die weiten Seenwelten und stillen Täler. Aber wir erleben Island auch in all seiner ungebändigten Kraft, die imposanten Geysire, die zornigen Vulkane und auch die Wogen, die unablässig gegen die Küste schlagen.

Dennoch ist Island 63° 66° N – Eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land eine friedvolle Reise, lässt die Kamera das Auge auf der Landschaft verweilen, ohne hektisch von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen, ein Genuss in unserer schnelllebigen, von Termindruck bestimmten Zeit. So können wir in Ruhe in der Anmut Islands versinken, während wir die verschiedenen Regionen des vulkanischen Eilands bereisen. In jeder Minute des Films wird deutlich, dass Stefan Erdmann diese abwechslungsreiche und ursprüngliche Landschaft liebt und dabei eigene Wege gegangen ist, diese zu Ihnen nach Hause zu bringen. Island 63° 66° N – Eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land ist somit ein audiovisuelles Meisterwerk, das Seinesgleichen sucht und bietet somit ein unverwechselbares Filmerlebnis, das sich niemand entgehen lassen sollte.

Man spürt in jeder Szene und hört in jedem Ton, dass Erdmann dieses Land mit viel Leidenschaft und Faszination erlebt und diesen Film erarbeitet hat. Kein anderer Film hat bisher ein Land so intensiv, emotional und zugleich informativ gezeigt und beschrieben. Ein Muss für jeden der Island kennt, kennen lernen will sowie für Liebhaber aufwändig produzierter Naturfilme.

Pressetext:

„Das erste Mal war ich tief berührt, von deiner Schönheit, deiner Gelassenheit. Das zweite Mal fühlte ich mich bei dir geborgen, aufgeräumt und aufgehoben… angekommen. Das dritte Mal weinte ich, vor Glück wieder da zu sein, und vor Trauer beim Gedanken des Abschieds. Du begleitest mich, Tag für Tag, weckst Freude, Verlangen, Sehnsucht… du gehörst unwiderruflich in mein Leben.“ Nein, das ist keine Liebeserklärung an eine Frau, sondern Stefan Erdmanns einleitende Worte seiner Filmedition über Island.

In seinen bisher 20 Reisen nach Island, bei denen Erdmann viele zehntausende Kilometer kreuz und quer auf der Insel unterwegs war, ist aus über 500 Stunden Filmmaterial ein faszinierendes audiovisuelles Meisterwerk entstanden, eine künstlerische Hommage an die größte Vulkaninsel der Erde. Am 7. November ist die dreiteilige Filmedition, bei der Erdmann selbst gefilmt, Regie geführt, geschnitten und sogar auch die Musik zu einem Teil selbst komponiert hat, erstmals als gesammeltes Werk auf DVD und Blu-ray im Handel erhältlich.

Filminhalt:
Erstmals hatte sich Stefan Erdmann 2001 zu einer Reise nach Island aufgemacht, eine Reise, die der Auftakt einer großen Leidenschaft und einer grandiosen dreiteiligen Naturdokumentation sein sollte. In 20 Reisen ist er in allen Regionen der Insel mit dem Geländewagen unterwegs gewesen, hat zu Fuß das Hochland erwandert und ist mehrere tausend Kilometer in einem Ultralight-Flugzeug über die Insel geflogen. In seinen Reisen hat Erdmann die größte Vulkaninsel der Erde in atemberaubenden und sagenhaften Momenten erlebt und mehrere hundert Stunden Material gefilmt. Die Essenz dieser Aufnahmen sind drei überaus kunst- und gefühlvolle Naturfilme: Eine phantastische Reise durch ein phantastisches Land, Der Laugavegur, als Dokumentation des berühmtesten Fernwanderweges Islands und „Island von oben“, für den Erdmann mit seinem isländischen Freund und Piloten Þórhallur Òskarsson die Insel aus der Luft gefilmt hat. Die informativen und überaus emotionalen Kommentare betten sich nahtlos in die eigens für die Filme komponierte Musik ein. Erdmann hat es geschafft, eine Symbiose mit den gewaltigen Landschaftsaufnahmen und lang anhaltenden Einstellungen so zu erzeugen, dass der Zuschauer authentisch auf seine Reisen durch Island mitgenommen wird. Man spürt in jeder Szene und hört in jedem Ton, dass Erdmann Island mit viel Leidenschaft erlebt und in diesen Filmen umgesetzt hat.

Stefan Erdmann, größtenteils alleine mit zwei Kameras unterwegs, hat weder Aufwand noch Mühe gescheut, die perfekten Aufnahmen zu bekommen. Er realisiert seine gesamten Filme komplett alleine, führte die Kamera, übernahm den Schnitt und das Art-Work. Dank seiner musikalischen Ausbildung in frühen Jahren komponierte und produzierte er in enger Zusammenarbeit mit dem Hamburger Filmmusik-Komponist Jens Lück auch die Musik für seine Filme. Kaum eine andere Dokumentation zeigt das Land so intensiv, bildgewaltig und gleichzeitig aufschlussreich, wie die dreiteilige Filmedition ISLAND 63° 66° N.

Titel bei Amazon.de (Blu-ray)

Preisrätsel / Gewinnspiel 1 x 1 (KOSTENLOSE!) Blu Ray: Um den Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wann erschien das vorliegende Werk und wie lang ist der Film? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald 100 Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Weiter Informationen finden sich hier. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

.

GEWINNER IST: Hagen Kunhenn. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN ALLEN TEILNEHMERN UND VOR ALLEM UNSEREM SPONSOREN! VIELEN DANK!

Abgelegt unter Dokumentation, News, Pressemeldungen, beendete Preisrätsel | 1 Kommentar »

Mr. Nice

Erstellt von J. Schäfer am 2. Dezember 2011

Mr. Nice
Regie: Bernard Rose
Mit Rhys Ifans, Cloë Sevigny, David Thewlis

FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Extras: Entfallene Szenen, Audiokommentar mit Bernard Rose,
Audiokommentar mit Howard Marks, Originaltrailer
Laufzeit ca. 116 Minuten.
Produktionsjahr: 2010.
Koch Media GmbH
November 2011 – DVD-Video

Titel bei Libri.de

Die Story:

England in den 70er Jahren: Howard will Lehrer werden, bis er vertretungsweise mit einer Ladung Drogen quer durch Europa rast – ein buchstäblich bewusstseinserweiternder Trip! Kurz darauf erobert er mit Hilfe eines IRA-Anführers den amerikanischen Markt und wird als Agent des MI6 angeworben – sehr zum Verdruss der internationalen Drogenpolizei. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit hält Mr. Nice ein ganzes Justizsystem zum Narren. Er genießt ein Leben zwischen Cannabis, Cadillacs und viel, viel Cash. Howard bleibt nicht zu fassen und wird zum Helden der Legalisierungsbewegung. Aber Craig Lovato von der US-Drogenbehörde hat genug von dem Katz-und-Maus-Spiel. Er setzt alles daran, den begnadeten Trickser endlich dingfest zu machen…

Meine Meinung:

Zuerst muss ich sagen, dass ich ein wenig voreingenommen bin, da ich das Genre des Drogenfilms nicht besonders mag. Aus diesem Grund bin ich etwas negativ an den Film herangegangen. Als ich mich aber im Laufe des Films auf die Story eingelassen habe, und einige der Begegnungen in den zeitgenössischen Hintergrund rücken konnte, musste ich feststellen, dass der Film doch etwas hat. So etwa die ironische Situation, dass die IRA, die konsequent gegen Drogenkonsum bei ihren Mitgliedern vorgegangen ist, einer der größten Vertriebspartner von Howard wurde. Oder dass der Besuch bei den Taliban in den 70er Jahren noch als Unterstützung der “gerechten Freiheitskämpfer” glorifiziert wurde, während heute Unsummen an Geldern zur Bekämpfung eben jener Drogen aus der Region ausgegeben werden.  Dies alles führte dazu, dass ich den Film als ein sozialkritisches Gesamtwerk aufgefasst habe, das der Geselschaft der 70er (und teilweise auch der Heutigen) einen Spiegel vors Gesicht hält.

Mein Fazit:

Nicht mein Lieblingsgenre, aber mal interessant anzuschauen.

[JS]

Titel bei Libri.de

Abgelegt unter Allgemein, Dokumentation | 1 Kommentar »

CODENAME: FOX – Die letzte Schlacht im Pazifik

Erstellt von J. Schäfer am 13. November 2011

CODENAME: FOX – Die letzte Schlacht im Pazifik
Schnitt: James Munro, Chieko Suzaki
Regie: Morio Amagi, Hiroyasu Asami, Hiroshi Hattor

Kamera: Kôzô Shibasaki, Garry Waller Mit Yutaka Takenouchi, Sean McGowan,Mao Inoue
SUNFILM Entertainment
Untertitel: Deutsch.
FSK freigegeben ab 16 Jahren.
Laufzeit ca. 124 Minuten.
TV-Norm: SDTV 576i (PAL). Sprachversion: Deutsch, DD 5. 1, Deutsch, DTS 5. 1, Englisch, DD 5. 1, Japanisch, DD 5. 1.
Sprachen: Deutsch Englisch Japanese.
Amaray Case.
Produktionsjahr: 2011.

Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2011 – DVD-Video

Titel bei Libri.de
Titel bei Amazon.de

Die Story:

Die Story:
Im Jahre 1944, während der Schlacht im Pazifik, wurde ein Japaner von den amerikanischen Truppen ganz besonders gefürchtet: Captain Sakae Oba, genannt Fox.

Mit nur 47 Mann konnte er auf einer kleinen Insel im Pazifik 16 Monate lang den Feinden standhalten und rettete somit unzählige Zivilisten. Sein Mut und sein unglaublicher Kampfgeist beeindruckten nicht nur sein eigenes Volk, sondern auch die verfeindeten Amerikaner und Menschen auf der ganzen Welt. Dieser atemberaubende Film basiert auf der
wahren Geschichte der namenlosen Soldaten und ihrer Landsleute, die in einer aussichtslosen Situation mit allen Mitteln ums Überleben kämpften.

Der japanische Regisseur Hideyuki Hirayama liefert  mit CODENAME: FOX einen spannenden Kriegsfilm. Hirayama erzählt authentisch von den historischen Ereignissen aber auch von der Annäherung verfeindeter Soldaten jenseits des Schlachtfelds. Der Film basiert auf einem Buch des ehemaligen US Marine Soldaten Don Jones und ist mit Sean Mc Gowan („Star Trek: Enterprise“), Daniel Baldwin („Paparazzi“) und Treat Williams („127 Hours“, „Hair“) in den Hauptrollen prominent besetzt.

Meine Meinung

Codename Fox – Die letzte Schlacht im Pazifik ist ein dramatischer und mitreisender Film, der den Zuschauer zudem noch vor den Fernseher fesselt. Hier wurde verdeutlicht, dass der Begriff Ehre in unterschiedlichen Kulturen anders besetzt wurde und wird. Diese Differenzen machten es zum Beispiel den Japanern unmöglich, in Kriegsgefangenschaft zu gehen und brachten sie dazu, den Kampf auf einem verlorenen Posten, 16 Monate lang weiterzuführen.

Besonders gefallen hat mir, dass es keine klare  Schwarz/Weiß Trennung in gute Japaner und böse Amerikaner gab, sondern dass auf beiden Seiten Menschen versuchten, ein schnelles und für beide Seiten ehrenvolles Ende herbeizuführen.

Fazit:

Ein Film, den ich mir gerne ein zweites Mal ansehen werde.

[JS]

Titel bei Libri.de
Titel bei Amazon.de

Abgelegt unter Action, Dokumentation, Kriegsfilm | Keine Kommentare »

The Last Giants

Erstellt von Günther Lietz am 15. Oktober 2010

The Last Giants

Wenn das Meer stirbt

Produktion: Deutschland 2009
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Spieldauer: 92 Minuten

Regisseur: Daniele Grieco
Sprecher: Ernst-August Schepmann
Musik: Stefan Mohr / Mohrmusic
Ton: Stefan Mohr
Schnitt: Achim Schunck / QATSI.TV
Kamera: Herwarth Voigtmann, Michael Weyhers, Gerd Hägele, Kathleen Herbst, Francisco Gil Vera

Format: DTS, PAL, Surround Sound, Widescreen, Untertitelt
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Studio: KSM GmbH
Erscheinungstermin: 16. August 2010
Bonusmaterial: Interview mit Daniel Grieco, Trailer, Bildergalerie

http://www.thelastgiants.com/

„The Last Giants“ ist eine schonungslose Reportage über die Skrupellosigkeit der Menschen, die unverfroren Jagd auf die letzten Riesen des Meeres machen – die Wale. Exemplarisch für den Umgang mit diesen Meeresbewohnern und als mahnendes Beispiel, hat Regisseur Daniele Grieco die Meerenge von Gibraltar ausgesucht, um vom Leben und Sterben der dortigen Wale zu berichten.

Obwohl genau dort die weltweit meisten unterschiedlichen Walarten weltweit durch das Meer ihre Bahnen ziehen und immer wieder tote Tiere entdeckt werden, haben die Anwohner gar keine Ahnung von der vielfältigen Tierwelt, die sich genau vor ihrer Haustüre befindet. Und es drängt sich der Eindruck auf, dass es ihnen so recht ist.

Um den Problemen der Wale ein Gesicht zu geben, hat sich Herr Grieco der Mitarbeit von Katharina Heyer versichert und begleitet die Schweizerin und ehemalige Modeschöpferin ein Stück ihres Lebens. Katharina Heyer hat es sich zur Aufgabe gemacht mehr über die Wale zu erfahren, die Menschen auf die Probleme der Tiere aufmerksam zu machen und für notleidende Wale ein Krankenhaus zu errichten. Das alles ist allerdings ein nervenaufreibender Kampf, der sich seit Jahren hinzieht und an den Kräften zehrt. Und trotzdem bleibt diese mutige Frau wachsam und versucht sich gegen alle Widerstände durchzusetzen, um ihren Traum zu verwirklichen. Respekt!

Mehrmals jährlich gibt es vereinzelte Berichte über Wale und ihre Häscher. Meist dreht es sich um die japanische Walfangflotte, die angeblich Tiere zu wissenschaftlichen Zwecken erlegt. Es folgt ein Aufschrei der Empörung, der schnell verhallt. Dabei sind die lebensbedrohlichen Probleme der Wale viel größer und breiter als gedacht. Und sämtliche Probleme konzentrieren sich in der Meerenge von Gibraltar.

Diese ist nämlich zu einer regelrechten Autobahn für gigantische Frachtschiffe geworden, die mit hoher Geschwindigkeit durchs Meer pflügen und dabei auch Wale überfahren. Zudem ist die Umweltverschmutzung ein großes Problem, ebenso die Überfischung und die Schleppnetze. Man möchte den Walen applaudieren, dass sie überhaupt solange durchgehalten haben.

Mit eindrucksvollen Bildern und Texten macht Daniele Grieco auf all jene Missstände aufmerksam, zeigt die Bemühungen einiger Weniger, hier Abhilfe zu schaffen. Und dennoch gleicht es einem Kampf gegen Windmühlen. Doch ebenso wie die Wale, versuchen auch deren Helfer einen Weg zu finden, um zu überleben und ans Ziel zu kommen. Hoffentlich gelingt es ihnen.

„The Last Giants“ präsentiert eine ansprechende und bildstarke Reportage, in der Mensch und Tier im Mittelpunkt stehen. Dabei wird die Schönheit und Anmut der Tiere nur selten in den Fokus gerückt, denn es überwiegen vorwiegend die sachlichen und informativen Themen. Besonders gelungen ist dabei, dass sich viele Leute der Kamera stellen und aus dem Nähkästchen plaudern. Dadurch wird die Wahrnehmung der Problematik um einiges intensiver.

„The Last Giants“ ist eine packende und emotionale Dokumentation. Sie zeigt sehr eindringlich die Gefahren die für die Wale bestehen auf. Daniele Grieco und sein Team haben gute Arbeit geleistet, um diese schönen und eindringlichen Bilder zu machen.

Die Qualität der Blu-ray ist dem angemessen. Die Bildqualität ist hervorragend und auch der Ton kommt gut zum Tragen. Das Bonusmaterial ist dagegen eher mager und besteht nur aus einem Interview, dem Trailer und einer Bildergalerie. Hier ist nur das ausführliche Interview mit Daniele Grieco hervorzuheben, das zwar im ersten Augenblick staubig anmutet, dann aber schnell an Fahrt gewinnt. Die eindringliche und authentische Erzählung des Regisseurs reißt den Zuschauer schnell mit und läuft stellenweise den bewegten Bildern der Dokumentation den Rang ab. Das Interview ist – trotz einer Länge von mehr als vierzig Minuten – viel zu schnell beendet. Zusätzlich ist die Blu-ray mit einem Wendecover versehen.

Mit „The Last Giants“ präsentiert KSM eine sehenswerte Dokumentation auf Blu-ray.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

BR bei Libri.de
DVD bei Libri.de

Abgelegt unter Dokumentation | 1 Kommentar »

Vorchristliche Schlachten – Auf den Spuren der größten Feldherrn der Antike

Erstellt von Galaxykarl am 10. Oktober 2010

Vorchristliche Schlachten
Auf den Spuren der größten Feldherrn der Antike

Sunfilm Entertainment, USA, 2009
Dokumentationsreihe, Historie
2 DVD´s
Laufzeit ca. 360 min.
EAN 4041658214169

www.sunfilm.de

Vor-Urteil:

Ich warte hier nicht mit meinem Urteil bis zum Schluss, denn es drängt mich, es gleich von vorneweg zu sagen: WOW. Und dann noch einmal: WOW!

Was hätte ich dafür gegeben, wenn es zu meiner Schulzeit solche filmischen Umsetzungen realer Geschichte gegeben hätte. In Spielfilmen werden Schlachten und deren Hauptdarsteller in Handlungsrahmen eingebunden, welche oft genug aufgrund mangelnden Wissens oder auf Kosten einer Romanze, der Spannung und dergleichen Gründen mehr das wahre Bild verzerren. Und zwar extrem. Wahrscheinlich werden jetzt Historiker und Archäologen erleichtert aufseufzen, die seit Jahrzehnten Hollywood Vorwürfe gemacht haben, dass die echten Protagonisten alles andere als die Helden waren, als die sie in den Filmen brillierten.

Jetzt werden Sie sagen: Oooch, langweilige Berichte und Doku-Material über Hannibal, David und Goliath und andere antike Heroen. Weit gefehlt! Es fehlt dieser Dokumentationsreihe weder an Spannung, noch an Überraschungen. Denn ich war fast alle paar Minuten überrascht, über die eine oder andere – belegte – Korrektur des Bildes, was wir uns allenthalben von o.g. Heerführern und ihren Taten gemacht haben.

Zum Inhalt:

Ohne die wirkliche Spannung zu zerstören, hier nur wenige Beispiele:

Hannibal von Karthago nahm die Route über die Alpen in das feindliche Römische Imperium nicht, weil es ihm als taktische geniale Idee eingefallen war und er sozusagen, die Römer von der scheinbar so sicheren Rückwand des Gebirgsmassives aus angriff, sondern weil er nicht anders konnte! Sein langer Anmarsch über die iberische Halbinsel blieb den Römern natürlich nicht verborgen und sie schickten einige Legionen in die Gegend von Massilia, um ihn zu dem beschwerlichen Marsch über die Alpen zu zwingen! Und diese Maßnahme war auch aus Sicht der Römer völlig richtig, kostete es Hannibal nicht weniger als ein Drittel seiner Armee. Dass es den Römern letztendlich nicht geholfen hat, ist eine andere Geschichte.

Oder die Kämpfe zwischen David und Goliath, und die Taten König Davids im direkten Anschluss daran, werden gerade unter gläubigen Christen mit so mancher Legende aufräumen. David war ein Mörder, Verräter am eigenen Volk. Er ließ z.B. alle Thronanwärter aus dem Hause Sauls ermorden und ans Kreuz schlagen. Und er wurde dafür nie angeklagt. Der Rest seines Lebens ist eine endlose Reihe von Angriffskriegen und Massenmorden.

Das gleiche gilt für den berühmten israelitischen Heerführer Joshua. Bei der Belagerung von Jericho steht er mit 8.000 Soldaten nicht mehr als 500 Verteidigern gegenüber. Denn Jericho war zwar gut befestigt, doch eine kleine Stadt, mit nicht mehr als maximal 2.500 Bewohnern. Nur ein Fünftel von ihnen waren wehrfähige Krieger. Und nicht die biblischen – von Gott gesegneten – Posaunen warfen die Mauern der Stadt nieder, sondern exzellente Spionagetätigkeit. Ein kleiner Trupp Israeliten schlich sich in die Stadt und brachte eine Prostituierte dazu, aus ihrem Fenster ein rotes Seil zu hängen, an dem sich – in allerbester Odysseus-Tradition – ein größerer Trupp nächtens in die Stadt schlich und die Tore öffnete. Danach ließ Joshua alle Bewohner der Stadt auf das grausamste niedermetzeln. Männer, Frauen, Kinder, selbst Schafe und Esel, jedes Lebewesen. Der Rest ging in Flammen unter. Eine Botschaft an ganz Kanaan von einem wahren Christen.

Die Spielszenen sind gut gemacht, der Mix aus Filmsequenzen, Karteneinblendungen, taktischen und strategischen Schachzügen sind eine Lehrstunde der geschickten Kriegsführung. Sun Zu hätte seine Freude daran gehabt. Das die Tricks nicht heutiger Spielfilmqualität entspricht, ist völlig belanglos, da der Inhalt absolut überzeugend die Schlachten erleben lässt. Stop-and-go-Bilder im Stile von „300“ mit blutroten Spritzern sind zwar nicht nötig, verdeutlichen aber, wie brutal und gnadenlos die Antike war.

Weitere Schlachten und Heerführer: Alexander der Große, Julius Cäsar, Moses – Auszug aus Ägypten, Ramses der Große, Die Entscheidung von Marathon und eben: Hannibal, David gegen Goliath, Die Eroberung Kanaans.

Fazit:

360 Minuten bestes Material für alle, die Interesse haben an: Geschichte, der Bibel, den Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit, Kriegsführung, Strategie, Taktik, Spannung und Action.
Gesamturteil: Fast nicht zu toppen.

Copyright © 2010 by Werner Karl

Blu-ray bei Libri.de

DVD bei Libri.de

Abgelegt unter Action, Dokumentation, Historie | 3 Kommentare »

Die Kreuzzüge – Halbmond und Kreuz

Erstellt von Galaxykarl am 25. September 2010

Die Kreuzzüge – Halbmond und Kreuz

Originaltitel: The Crusades, USA, 2009
Ritter-Dokumentation
Laufzeit: ca. 180 Min.
FSK: 12
EAN-Code DVD: 4041658213974

www.sunfilm.de

Der Kampf zwischen Christentum und Islam hat eine sehr lange Tradition. Erleben Sie in einer faszinierenden Dokumentation die großen Schlachten, die Helden dieser Zeit und das uralte Jerusalem der Kreuzritter …

In zwei großen Wellen zogen die Kreuzfahrer nach Konstantinopel und von dort bis nach Jerusalem. Durch faszinierende Computerrekonstruktionen werden diese entscheidenden Schlachten nachgestellt, um zu ergründen wie die Kreuzritter auf ihrem Weg eine Stadt nach der anderen erobern konnten. In Jerusalem mussten die Kreuzfahrer umgeben von Feinden und fern der Heimat überleben. Es begann die Zeit des Wiederaufbaus. Durch den Bau großer Befestigungsanlagen schützten sie sich vor einer feindlichen Invasion, aber auch Jerusalem selbst wurde mit seinen uralten heiligen Stätten des Christentums wieder aufgerichtet …

Die aufwändig produzierten und preisgekrönten HISTORY-Dokumentationen (www.history.de) sind im deutschsprachigen Raum über Kabel, via Satellit, IP- und Mobil-TV zu empfangen. Eine Auswahl der Sendungen wird über die sendereigene Online-Videothek unter www.video.history.de und andere VoD-Plattformen angeboten. DIE KREUZZÜGE lässt mithilfe der bahnbrechenden Computeranimationstechnik aus „ Der Herr der Ringe“ Geschichte lebendig werden wie selten zuvor.

Copyright © 2010 by Werner Karl

Abgelegt unter Dokumentation, Historie | Keine Kommentare »

Willi wills wissen – Wie geheuer ist das Abenteuer? / Wer traut sich rein in dunkle Höhlen?

Erstellt von Günther Lietz am 8. September 2010

Willi wills wissen – Wie geheuer ist das Abenteuer? / Wer traut sich rein in dunkle Höhlen?

Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal/Music/DVD
Erscheinungstermin: 28. Mai 2010
Spieldauer: 50 Minuten

In den beiden thematisch passenden Episoden dieser DVD, stürzt sich Willi (Helmar Rudolf Willi Weitzel) wortwörtlich ins Abenteuer. Zusammen mit dem Outdoor-Experten Markus baut er sich in der freien Natur einen sicheren Unterschlupf, bastelt Töpfe aus Baumrinde, watet durch einen kleinen Fluss, baut sich einen Kompass und klettert sogar an einer Steilwand hinab. Keine Gefahr ist dem Willi zu groß und bei allen Widrigkeiten behält er seinen Humor. Vor allem plappert er wie ein Weltmeister und stellt seinen jeweiligen Gesprächspartnern spannende Fragen. Dabei skizziert Willi weniger ein bestimmtes Berufsbild, sondern wie seine Zuschauer spannende Abenteuer erleben können und was Menschen für tolle Sachen anstellen.

Darum dreht es sich auch in der zweiten Episode: „Wer traut sich rein in dunkle Höhlen?“. Das ist sehr spannend und auch sehr gefährlich. Willi macht neugierig auf die Welt unter der Erde, warnt aber auch eindringlich vor Alleingängen. Er selbst stürzt sich mitten hinein in lichtlose Seen und enge Tunnel. Dabei bekommt er sogar richtig Angst, kann sich aber auf seine erfahrenen Begleiter verlassen, die ihm alles genau erklären und viel Wissenswertes erzählen.

„Wie geheuer ist das Abenteuer? / Wer traut sich rein in dunkle Höhlen?“ ist eine sehr gelungene Doppelfolge der Reihe „Willi wills wissen“, die im Auftrag des Bayerischen Rundfunks und dem FWU produziert wurde. Reporter Willi stellt sich dabei jeder Herausforderung und ist ganz nahe am Geschehen. Das macht vor allem bei den beiden vorliegenden Geschichten großen Spaß und ist sehr spannend, da es richtige Abenteurerthemen sind. Hier können auch die Erwachsenen noch etwas lernen. Zum Beispiel, wie etwas über den Daumen gepeilt wird.

Über den Daumen gepeilt ist Willi ganz nah bei seinem Publikum und mit sichtlichem Spaß bei der Sache. Das macht ihn und auch die Reihe so authentisch und unterhaltsam. Eine Top-Empfehlung!

Copyright © 2010 by Günther Lietz

Bei Libri.de

Abgelegt unter Dokumentation, Familie, Kinder | Keine Kommentare »

Willi wills wissen – Signal frei für die U2 / Ich versteh’ nur Bahnhof!

Erstellt von Günther Lietz am 28. August 2010

Willi wills wissen – Signal frei für die U2 / Ich versteh’ nur Bahnhof!

Deutschland 2009
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal/Music/DVD
Filmlänge: 50 Minuten
Erscheinungsdatum: 05/2010

www.willi-wills-wissen.de

Erneut ist Willi Weitzel (Jahrgang 1972) in München unterwegs, um sich ein Bild von bestimmten Dingen zu machen. Für die DVD „Willi wills wissen – Signal frei für die U2 / Ich versteh’ nur Bahnhof!“ wurden zwei thematisch passende Folgen zusammengefasst. Jede der Folgen ist fünfundzwanzig Minuten lang und über ein einfaches Menü zu erreichen. Der Ton liegt in Dolby Digital 2.0 vor und das Bild hat TV-Format. Kein Wunder, immerhin handelt es sich bei der Reihe „Willi wills wissen“ um eine TV-Serie des Bayerischen Rundfunks.

In der ersten Episode spürt Helmar Rudolf Willi Weitzel – stets kameradschaftlich Willi genannt – den Geheimnissen der U-Bahn nach. Er sieht sich auf dem Bahnhof um, schaut wie eine U-Bahn gebaut wird und darf schlussendlich sogar selber fahren.

Danach geht es in der zweiten Episode wieder nach oben, zu einem oberirdischen Bahnhof. Auch hier geht Willi allen Sachen auf den Grund. Er sieht sich ein Stellwerk an, nimmt den Bahnhof unter die Lupe, bekommt heraus wo Fundstücke landen und viele Sachen mehr.

Die größte Stärke der Reihe ist dabei, dass Willi als Berufskind zählt. Er stellt die Fragen aus Sicht seines jungen Publikums, hakt nach und wickelt die Gesprächspartner mit seinem Grinsen und Lachen um den kleinen Finger. Die Leute mit denen Willi umgeht sind keine Schauspieler, sondern echte Menschen, die aus dem jeweiligen Umfeld stammen. Gekonnt nimmt ihnen der Reporter die Scheu vor der Kamera, so dass die Antworten auf die Fragen authentisch transportiert werden. Dabei wird sorgsam darauf geachtet, dass jeder versteht wovon gesprochen wird.

Neben den neugierigen Fragen von Willi Weitzel, setzt er auch seine andere Stärke ein: Willi packt immer selber mit an. Das ist spannend und lustig. So macht Willi im Zug eine humorvolle Durchsage oder bricht beim Bau der U-Bahn – am Steuer eines Bohrfahrzeugs – selbst durch die letzten Zentimeter Gestein.

Auch „Willi wills wissen – Signal frei für die U2 / Ich versteh’ nur Bahnhof!“ ist eine kurzweilige und erfrischende Unterhaltung. Obwohl für Kinder produziert, können auch Eltern noch einiges lernen. „Die Sendung mit der Maus“, „Löwenzahn“ und „Willi wills wissen“, das sind Sendungen die Kindern bilden und formen. Weiter so, Willi!

Copyright © 2010 by Günther Lietz

Titel bei Libri.de

Abgelegt unter Dokumentation, Familie, Kinder, Serie | Keine Kommentare »

Sharkwater

Erstellt von Günther Lietz am 4. April 2010

Sharkwater

Regisseur: Rob Stewart
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Polyband & Toppic Video/WVG
Erscheinungstermin: 2010
Spieldauer: 89 Minuten

Special Features
Making of (24 Min.)
Original ‘United States Air Force’ Training Film (11 Min.)
Diverse Trailer

http://www.sharkwater.de/

Eigentlich wollte Rob Stewart einen Film über Haie und ihre wahre Natur drehen; den Menschen zeigen, dass der Hai kein Mordmonster ist, sondern ein sensibles und scheues Tier. Doch die Dreharbeiten verselbstständigten sich und zogen Stewart in einen schrecklichen Strudel aus Gier und Korruption. Mehr als vier Jahre verbrachte der passionierte Hai-Kenner und Unterwasserfilmer auf der Spur von Haifischjägern, Flossenköchen und Mafiosi. Zusammen mit Paul Watson – von der Sea Shepherd Conservation Society (SSCS) – machte sich Stewart an Bord der Ocean Warrior auf die Jagd nach üblem Gesindel und lieferte sich das ein oder andere lebensgefährliche Duell auf dem Meer.

„Sharkwater“ ist kein simpler Naturfilm geworden, sondern eine handfeste Dokumentation, die hinter die Kulissen eines expandierenden Geschäfts blickt. Dieses Geschäft sorgt dafür, dass der Hai am Rande der Ausrottung steht und somit unser gesamtes Ökosystem zu kippen droht. Immerhin sind die Ozeane die Klimaanlage der Welt und die Haie deren Wartungstechniker. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, fällt es um so schwerer die Menschen zu verstehen, die aus reinem Profit Haien bei lebendigem Leib die Flossen vom Körper schneiden – und dadurch auch den Lebensraum des Menschen Stück für Stück vernichten.

Rob Stewarts Dokumentation ist sehr eindringlich. Es ist ihm anzumerken, dass er mit seinem Herzblut bei der Sache ist und den geldgierigen Haimördern weltweit hinterherspürt. Dabei bringt er sich oft in Lebensgefahr und zeigt, dass er ebenso fanatisch die Haie schützen möchte, wie die Gegenseite die Haie jagt. Hier stehen sich zwei Arten von Mensch gegenüber, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten – und dennoch ist ihr Fanatismus eine Gemeinsamkeit.

Das Engagement von Stewart ist stellenweise ziemlich befremdlich und nimmt ihm ein wenig die Glaubwürdigkeit. Sein großer Eifer wirft die Frage auf, in wie weit seine Argumente stimmen und ob Stewart vielleicht nicht ebenfalls zu Übertreibungen neigt, wie die Menschen die er an den Pranger stellt. Das ist Schade, denn tatsächlich hat Stewart recht und legt mit seiner Dokumentation den Finger in eine offene Wunde: Der Hai hat keine Lobby und so schmerzt es, dass scheinbar nur wenige diesem anmutigen und scheuen Jäger der Meere beistehen wollen. Dabei sollte im Auge behalten werden, dass mehr Menschen durch Getränkeautomaten sterben, als durch Haiattacken. Diese sind nämlich überaus selten und vor allem wenig tödlich. Schnappt ein Hai mal zu, dann ohne Absicht zu töten. Elefanten und Schildkröten sind dagegen tödlicher.

„Sharkwater“ ist nun mehr als eine lupenreine Unterwasseraufnahme, denn Rob Stewart vermischt seine Aufnahmen mit Bildern aus Archiven und Handkameramaterial. So entstehen ständig starke Kontraste und Gegensätze. Die Unterwasseraufnahmen sind wunderbar fotografiert und überzeugen mit scharfen und brillanten Bildern. Das Material aus dem Archiv ist dagegen grobkörnig und kommt manchmal mit einem starken Rauschen daher. Das trägt zwar zur Authentizität bei, stört aber die scharfen Konturen und exzellenten Farben der Unterwasseraufnahmen. Dadurch werden die Möglichkeiten einer Blur-ray künstlich beschnitten. Einerseits störend für Technikenthusiasten, andererseits zeigt Stewart wie wichtig ihm das Thema ist und dass er Hochglanzoptik hinter Umweltschutz stellt. Dafür – und für seine Arbeit – gebührt ihm eine Menge Respekt.

Mit „Sharkwater“ schuf Stewart eine eindringliche Dokumentation, die hoffentlich wenigstens im Ansatz für den Hai wirbt und den Menschen die Angst vor diesem Fisch nimmt. Den Hai zu schützen, das ist auch gleichzeitig Selbstschutz. Rob Stewart weist eindringlich darauf hin, auch wenn er manchmal ein wenig über die Stränge schlägt.

Von der technischen Seite unterwirft sich das Medium der Dokumentation, trotzdem ist das Bild von guter Qualität. Vor allem die Unterwasseraufnahmen sind grandios. Auch der Ton weiß zu überzeugen, was ebenfalls bei den Unterwasseraufnahmen sehr gelungen ist. Das Bonusmaterial ist leider unterster Standard. Eine Blu-ray kann mehr, viel mehr, und sollte das auch zeigen. Hier gibt es etliche Minuspunkte. Einen dicken Pluspunkt gibt es aber für das Wendecover. Schick! Zusammengenommen ist die „Sharkwater“-Blu-ray eine überzeugende Sache.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

BR bei Libri.de

Abgelegt unter Dokumentation | Keine Kommentare »