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Archiv für die 'Kinder' Kategorie

Percy Jackson – Diebe im Olymp

Erstellt von Redaktion am 26. Februar 2010

Percy JacksonPercy Jackson – Diebe im Olymp

Originaltitel: Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief
Produktionsland: USA, Kanada
Erscheinungsjahr: 2010
Länge: 120 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: Chris Columbus
Drehbuch: Craig Titley
Roman: Rick Riordan
Produktion: Chris Columbus, Michael Barnathan, Karen Rosenfelt
Musik: Christophe Beck

Darsteller: Logan Lerman (Percy Jackson), Brandon T. Jackson (Grover Underwood), Alexandra Daddario (Annabeth Chase),Jake Abel (Luke Castellan), Pierce Brosnan (Chiron), Kevin McKidd (Poseidon), Sean Bean (Zeus), Steve Coogan (Hades), Rosario Dawson (Persephone), Catherine Keener (Sally Jackson), Uma Thurman (Medusa)

Die Herrschaft von Harry Potter neigt sich langsam dem Ende zu und so wird es Zeit einen Nachfolger auf den Thron zu bringen. Spätestens mit dem voraussichtlich 2011 erscheinenden letzten Film der Potter-Reihe sollte der Prinz etabliert sein, um das Zepter aus der Hand des Königs zu nehmen. Percy Jackson dürfte aber ein Dreizack reichen, denn immerhin ist er Poseidons Sohn.

Aus der Feder von Rick Riordan stammen die Bestsellergeschichten des jungen Percys, der eines Tages entdeckt, dass er ein ganz besonderer Junge ist. Auf Grund seiner Abstammung genießt er fortan eine besondere Ausbildung und erlebt mit seinen Freunden gefährliche Abenteuer – die mit seiner Abstammung in Verbindung stehen. In seinem ersten Abenteuer muss Harry, Verzeihung, Percy (Logan Lerman), den gestohlenen Herrscherblitz zurückbringen. Ansonsten hauen die Götter des Olymps – allen voran Zeus – die Welt in Stücke. Zu allem Übel hat Hades Percys Mutter Sally (Catherine Keener) entführt und die muss gerettet werden.

Zusammen mit der süßen Kämpferin Annabeth Chase (Alexandra Daddario) – Tochter der Athene und ebenfalls eine Halbgöttin – und dem schwarzen Satyr Grover Underwood (Brandon T. Jackson) muss Percy erst einmal Zauberperlen suchen, dann in die Unterwelt reisen, dort die Mutter retten und anschließen auf dem Olymp Zeus von seiner Unschuld überzeugen. Der Film geht beinahe zwei Stunden, also ist dafür doch eigentlich genug Zeit …

So wie die Romanreihe, so ist auch der Film von Mister Harry Potter inspiriert. Und zwar sehr stark. Um Nägel mit Köpfen zu machen haben sich die Studiobosse dann auch Chris Columbus ins Boot geholt. Der hat seinerzeit die ersten beiden „Harry Potter“-Filme gedreht und weiß also genau, um was es geht. Und Columbus liefert auch genau das, was bestellt wurde: Kindertaugliche Massenunterhaltung nach Schema Potter. Um es auf den Punkt zu bringen: Das ist unterhaltsam, leidlich spannend, aber irgendwie schon mal dagewesen und austauschbar. Allerdings werden nun Sagengestalten und griechische Mythen bemüht, anstatt altenglische Mauern und britisches Zauberwerk. Egal, Hauptsache der Film weiß zu unterhalten.

Und das gelingt ihm auch. Chris Columbus vertrödelt keine unnötige Zeit mit ausgefeilten Dialogen und langweiliger Charakterentwicklung. Er gibt sofort Gas. Die platten Dialoge erklären die wichtigsten Zusammenhänge, dann folgt eine Szene nach der anderen. Selbst der vermeintliche Tod von Percys Mutter ist nur eine Sekunde der Besinnung wert, dann geht es weiter: Ab durch die USA, im Stile eines Roadmovies und genau so aufgemacht wie ein modernes Videospiel.

Glücklicherweise rast Percy zusammen mit seinen Freunden durch die Gegend und es ergibt sich dann doch die ein oder andere Szene, in der Schauspieler miteinander agieren. So deutet sich zwischen Percy und Hermine – Verzeihung – Annabeth, eine kleine Liebschaft an, während der drollige Juniorbeschützer Ron – Verzeihung – Rover, für den ein oder anderen Gag gut ist. Rover wird übrigens vom Komiker Brandon T. Jackson gespielt. Die Rolle ist einfach angelegt: Plappernder Schwarzer mit blöden Sprüchen, der von einem Problem ins Andere trudelt. Da fühlt sich der Zuschauer an die guten alten achtziger Jahre erinnert. Wenigstens macht Alexandra Daddario als Annabeth eine gute Figur und den lieben Percy heiß. Aber keine Bange, Percy wurde zwar um fünf Jahre für den Streifen gealtert (im Buch beginnen die Abenteuer als der Junge elf ist), aber dennoch bleibt alles sehr züchtig und in geordneten Bahnen. Okay, typisch amerikanisch gibt es zwar keinen Kuss, aber heftige Actionszenen und Kampfsequenzen, in denen der ein oder andere Darsteller schon mal ein wenig blutig aufgeschlitzt wird. Ja, so sieht verfilmte Doppelmoral aus.

„Percy Jackson – Diebe im Olymp“ hält für die jugendlichen Zuschauer aber auch wichtige Weisheiten bereit. So sind Drogen einfach Kacke und niemand sollte einfach etwas Essen, das einfach so angeboten wird. Genau das geschieht nämlich im verlotterten Las Vegas und der heiße Drogenrausch entpuppt sich schon bald als große Gefahr, während im bunten Hintergrund Lady Gagas „Pokerface“ aus den Boxen dringt. Wenigstens hat der Film stellenweise einen guten Score.

Etliche Abenteuer und abgeschlagene Köpfe später rettet das lustige Trio die liebe Mutter von Percy. Schon erwähnt? Die Alleinerziehende hat sich natürlich nur wegen Percy mit einem stinkenden Säufer eingelassen, der seine Frau und den Stiefsohn wie Dreck behandelt. Daran können sich alle jungen männlichen Legastheniker die unter ADS leiden klammern, vielleicht ist ihr Vater ja auch ein Gott. Mehr jugendlicher Außenseiter geht einfach nicht.

Jedenfalls weiß der Film die Hoffnung zu bedienen. Um nun aus der Unterwelt zu fliehen (die fleißig zur Hölle christianisiert wurde, aber mit dem Eingang in Hollywood Ironie zeigt) muss leider einer zurückbleiben. Und wen trifft es? Natürlich den Schwarzen! Und jahrelang haben die Zuschauer geglaubt diese dunklen Klischee-Zeiten seien vorbei – Chris Columbus belehrt seine Zuschauer mit einem Griff in die Mottenkiste aber eines Schlechteren.

Auch die Spezialeffekte haben bessere Zeiten gesehen. Sie bewegen sich zwar über TV-Niveau, aber Kino-Standard sieht heutzutage einfach anders aus. Vor allem Pierce Brosnan als Zentaure ist einfach nur grottig umgesetzt. Es bleibt sowieso ein Rätsel, warum er und Uma Thurman in diesem Streifen mitspielen. Schauspielerische Leistung zeigt jedenfalls keiner von beiden.

„Percy Jackson – Diebe im Olymp“ ist leidlich unterhaltsame Massenware, die vor allem das jüngere Publikum ansprechen dürfte, da es einfache Teenie-Action ohne Experimente ist.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

Percy Jackson von Carlsen bei Buch24.de:
“Percy Jackson 01. Diebe im Olymp”
“Percy Jackson 02. Im Bann des Zyklopen”
“Percy Jackson 03. Der Fluch des Titanen”

“Percy Jackson” bei Booklooker.de

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Willi will’s Wissen – Vorfahrt für die Feuerwehr! / Wer rennt, wenn’s brennt?

Erstellt von Redaktion am 16. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Vorfahrt für die Feuerwehr! / Wer rennt, wenn’s brennt?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Eine weitere Doppelfolge mit dem Reporter Willi Weitzel, diesmal mit den Episoden „Vorfahrt für die Feuerwehr!“ und „Wer rennt, wenn’s brennt?“. Jede Episode hat eine ungefähre Spielzeit von fünfundzwanzig Minuten, was für Kinder eine optimale Länge ist.

In „Vorfahrt für die Feuerwehr!“ trifft Willi auf die Mannschaften der Wasserrettung und der Höhenrettung. Für Willi erst einmal verwunderlich, hatte er doch eigentlich die klassische Feuerwehr vor Augen. Doch nach der ersten kurzen Verblüffung legt Willi gewohnt neugierig los, um mehr über die Arbeit der Feuerwehr zu erfahren.

Gutgelaunt hilft Willi bei der Rettung einer Person, die mit ihrem Auto in einem eisigen See versenkt wurde. Obwohl er ein wenig Angst hat und das Wasser eisig kalt ist, hilft Willi tapfer mit. Natürlich ist keine echte Person in Gefahr, immerhin handelt es sich nur um eine Übung. Trotzdem ist die Rettung spannend inszeniert.

Kaum aus dem Wasser findet der nächste Einsatz in luftiger Höhe statt. Allerdings nicht in den Bergen, sondern in der Innenstadt. Hier greift die Höhenrettung ein und führt mittels Kletterausrüstung eine Rettungsmission durch. Das ist ebenfalls sehr spannend und packend. Vor allem wird den Zuschauern eindringlich vermittelt, dass die Feuerwehr mehr Aufgaben erfüllt, als nur Feuer zu löschen.

Darum dreht sich alles in der zweite Episode dieser DVD: „Wer rennt, wenn’s brennt?“.Hier ruht der Fokus auf der klassischen Arbeit der Feuerwehr. Dazu begleitet Willi Feuerwehrschüler bei ihren Übungen und nimmt daran teil, um am eigenen Leib zu erfahren, was genau hinter der Arbeit steckt. Aber Willi sieht sich auch genau den Fuhrpark der Feuerwehr an, nimmt das HLF unter die Lupe – das Hilfs-Lösch-Fahrzeug – und schaut auch in der Schlauchwerkstatt vorbei. Der Blick hinter die Kulissen zeigt somit neben den prominenten Brennpunkten auch, dass Feuerwehrleute einen harten Job erledigen und Dinge zu ihrem Aufgabenbereich gehören, die man sich im ersten Moment kaum vorstellen kann.

Die beiden Episoden der DVD wurden thematisch passend ausgewählt. Im Mittelpunkt steht die spannende und auch anstrengende Arbeit der Feuerwehr. Um mehr über das Thema zu erfahren, übernimmt Willi Weitzel die Rolle seines jungen Publikums. Stets gut gelaunt, fröhlich grinsend und unheimlich neugierig, mischt er gerne mit. Das er dabei großen Spaß hat, sieht man ihm einfach an und ist ebenfalls fröhlich bei der Sache. Sehr gut ist vor allem, dass Willi auch mal Mist baut oder Angst hat. Somit können sich die Kinder sehr gut mit ihm identifizieren, macht es Willi zu einem von ihnen. Das ist einfach klasse!

Die Qualität der DVD ist gut. Der deutsche Ton liegt in sauberem Dolby Digital 2.0 vor, das Bild kommt in 4:3 oder 16:9 daher. Allerdings kann das Bildformat nicht manuell ausgewählt werden. Leider gibt es kein Bonusmaterial, was sehr Schade ist. Hier wurden einfach zwei passende Episoden aus dem großen Pool der „Willi will’s wissen“-Reihe zusammengepackt und müssen für sich selbst sprechen. Glücklicherweise gelingt das hervorragend, wird aber dem Medium DVD nur wenig gerecht. Trotzdem eine empfehlenswerte Sache, die auch Erwachsenen Spaß macht.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

“Willi will’s Wissen – Vorfahrt für die Feuerwehr! / Wer rennt, wenn’s brennt?” bei Amazon.de

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Willi will’s Wissen – Und die Kuh sagt muh dazu! / Wer kriegt das Brot gebacken?

Erstellt von Redaktion am 16. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Und die Kuh sagt muh dazu! / Wer kriegt das Brot gebacken?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Willi Weitzel ist wieder unterwegs und kümmert sich um das Thema Lebensmittel in den Episoden „Und die Kuh sagt Muh dazu!“ und „Wer kriegt das Brot gebacken?“. Bei der Reihe „Willi will’s wissen“ handelt es sich um eine Serie aus dem öffentlich rechtlichen Rundfunk. Jede einzelne Episode läuft fünfundzwanzig Minuten, in denen Willi als Reporter und Vertreter der Kinder Produktionsabläufe, Berufsbilder und auch schwierige Themen angeht.

In der ersten Folge „Und die Kuh sagt Muh dazu!“ dreht sich alles um Milchprodukte. Willi ist zu Gast bei der Milchbäuerin Maria, die auch gleichzeitig die bayerische Milchkönigin ist. Sie führt Willi auf ihrem Bauernhof herum, zeigt ihm die Kühe und erklärt auch, ab wann ein Rind tatsächlich als Kuh gilt. Auch die Kälberzucht wird angesprochen. Besonders witzig ist, dass Willi ein Kuhkostüm anzieht und sich zum Melken meldet. Anschließend verfolgt Willi die Milchtanklastwagen bis hin zur Fabrik, in der aus der Milch Joghurt hergestellt wird.Willi nutzt die Gelegenheit und versucht seinen eigenen Joghurt herzustellen. Danach besucht er eine Eisdiele und macht selber Vanille- und Schokoladeneis. Auch hier hat Willi viele neugierige Fragen die auch Kinder stellen würden.

Die nächste Episode ist „Wer kriegt das Brot gebacken“ und Willi versucht herauszufinden, wer denn nun eigentlich das Brot backt, das bei ihm auf den Tisch kommt. Er fängt natürlich ganz von vorne an und besucht erst einmal einen Getreidebauern, untersucht die Unterschiede von Weizen und Roggen, ist bei der Ernte dabei und erfährt, wie man die Spreu vom Weizen trennt. Willi begleitet das Korn dann zum Müller und ist auch mit neugierigen Fragen zur Hand. Sobald aus dem Getreide Mehl wurde ist die nächste Station eine Bäckerei. Hier wird aus dem Mehl lockeres und duftendes Brot. Willi versucht sich selbst ebenfalls an einem Brot, allerdings ohne Sauerteig. Das geht natürlich schief und zeigt, dass Willi auch gerne ausprobiert und keine Scheu vor einem Misserfolg hat. Auch der Verkauf des Brots ist für Willi ein Thema, um das er sich kümmert.

Willi Weitzel ist ein freundlicher und stets grinsender Kerl, der gutgelaunt als Vertreter der Kinder Auftritt und an ihrer Stelle unzählige Fragen stellt, seine Nase überall hineinsteckt und auch gerne mal Hand anlegt, um die ein oder andere Sache auszuprobieren. Willi ist nahe an seinem jungen Publikum und sorgt dafür, das die Kinder auf einfache Art und Weise mehr von der Welt erfahren.

Die DVD ist mit FSK ab 0 Jahre versehen und als Bildformat steht 4:3 und 16:9 zur Verfügung. Letzteres Format ist vorgegeben. Das TV-Format kann kurioserweise nicht ausgewählt werden. Der Ton liegt in Deutsch in Dolby Digital 2.0 vor. Andere Sprachen oder Untertitel gibt es keine. Bild und Ton sind von guter Qualität.

„Willi will’s Wissen – Und die Kuh sagt muh dazu! / Wer kriegt das Brot gebacken?“ ist unterhaltsam, informativ und kindgerecht – sehr empfehlenswert!

Copyright © 2009 by Günther Lietz

“Willi will’s Wissen – Und die Kuh sagt muh dazu! / Wer kriegt das Brot gebacken?” bei Amazon.de

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Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?

Erstellt von Redaktion am 5. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Willi Weitzel (mit bürgerlichem Namen übrigens Helmar Rudolf Willi Weitzel) ist erneut unterwegs, um gutgelaunt und humorvoll die Welt zu erkunden. Auf der DVD „Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ geschieht das erneut mittels zwei thematisch passender Folgen. Diesmal dreht sich alles um die Pferde. Dabei ist zu beachten, dass entgegen der üblichen FSK der Reihe „ohne Altersbeschränkung“ eine höhere FSK angegeben ist. Das liegt an dem etwas anspruchsvollerem Thema in „Wer fängt die wilde Pferdeherde?“.

Reporter Willi Weitzel (seit 2008 selbst Vater einer Tochter) treibt sich in „Wo zeigen Pferde, was sie können?“ auf dem aachener CHIO herum, dem größten Pferdeturnier der Welt. Springreiten, Dressurreiten, Vierspänner, Hufschmiede, Europameister, eine echte Prinzessin und vieles mehr gibt es da zu sehen – und wer Willi kennt weiß, der will alles sehen und am liebsten überall mitmachen. So auch hier. Dabei geht er ziemlich forsch an die Sache heran und ist schnell mit vielen Leuten auf Du-und-Du, um einen Blick hinter die Kulissen des Turniers zu werfen. Das ist sehr spannend inszeniert und vor allem für Kinder richtig klasse, besonders wenn sie Pferde lieben. Aber das gilt ja für die gesamte DVD. Die Folge „Wo zeigen Pferde, was sie können?“ wurde vom CHIO 2006 übrigens mit dem silbernen Pferd ausgezeichnet. Also eine weitere Besonderheit dieser DVD.

„Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ ist die zweite der fünfundzwanzigminütigen Folgen der Silberscheibe und der Grund für die diesmal angehobene FSK. Überhaupt gibt es mehrere Überraschungen, denn wer weiß schon, dass es in Deutschland noch eine echte Wildpferdherde in freier Wildbahn gibt? Wohl nur die Wenigsten. Im Merfelder Bruch bei Dülmen lebt diese Herde. Zwar in relativer Freiheit, aber dennoch vom Menschen bewacht und geleitet. Und Willi setzt sich über längere Zeit auf die Spur dieser Herde, um alles möglichst ganz genau und aus erster Hand zu erfahren. Seine Beobachtungen werden jedoch durch den Besuch eines Gestüts aufgelockert.

Auf einem Landgestüt in Warendorf dreht sich alles um die Pferdezucht. Willi sieht sich alles ganz genau an und lernt auch den Zuchthengst Florestan kennen, der Vater von über fünftausend Fohlen ist. Wie das funktioniert, dass schaut sich Willi ebenfalls ganz genau an. Hier sollten Eltern vielleicht erst einmal ohne Kinder einen Blick auf die DVD werfen, denn die Folge geht tatsächlich ziemlich ins Detail und das könnte – trotz kindgerechter Aufmachung – den ein oder anderen Elternteil schlussendlich doch peinlich berühren. Für Kinder ist es jedenfalls ein faszinierendes Thema und gibt Antworten auf die Frage, wo denn die kleinen Pferde herkommen. Allerdings fällt diese Antwort in modernen Zeiten sehr nüchtern und wenig romantisch aus. Somit ist die Episode auch zeitgerecht.

„Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ ist auf Grund der Thematik und dem Umgang damit eine der schönsten DVDs der Reihe „Willi will’s Wissen“, einer Kinder-Doku-Serie, die im Auftrag des Bayerischen Rundfunks produziert wurde. Mittels der von Universal produzierten DVD-Reihe können die kleinen Zuschauer nun unabhängig vom Fernsehen und deren Zeiten ihre Lieblingsfolgen angucken, und bei Bedarf einfach die schönsten Stellen nochmals anwählen. Das Medium eignet sich auch hervorragend, um im Pausenmodus die neugierigen Fragen der lieben Kleinen sofort zu beantworten.

Leider mangelt es auch „Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ an Bonusmaterial, in heutigen Zeiten eigentlich die Norm für das Medium DVD. Das wird jedoch mittels der durchdachten Themenzusammenstellung kompensiert. Somit bekommt man eine gut gemachte DVD, die unterhält und informiert. Einfach schick!

Copyright © 2009 by Günther Lietz

“Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?” bei Amazon.de

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Willi will’s Wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?

Erstellt von Redaktion am 4. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Kindgerechter Journalismus und eine anhaltende Fröhlichkeit sind die Markenzeichen von Willi Weitzel, dem Star der Kinder-Doku-Reihe „Willi will’s wissen“. Der ehemalige Theologiestudent und ausgebildete Hauptschullehrer behandelt in jeder Folge der Reihe ein anderes Thema, stellt neugierige Fragen und mischt auch gerne ordentlich mit. Dabei sind die von ihm behandelten Themen stets spannend aufbereitet und werden unterhaltsam an den kleinen Zuschauer gebracht. So auch auf der DVD „Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?“, die wieder mit zwei passenden Folgen von „Willi will’s wissen“ aufwartet.

Zentraler Punkt ist diesmal der Straßenverkehr. Für Kinder zwar ein spannendes, aber auch ein leidiges Thema. Immerhin packen die Erwachsenen dieses heiße und empfindliche Eisen gerne mit erhobenem Zeigefinger an, mahnen vor der Gefährlichkeit der Straße, erinnern an die schlimmen Dinge die passieren können und überfordern schlussendlich die Kleinen damit. Auch Reporter Willi geht diese Themen an, doch von einer ganz anderen Seite. Er und seine Redaktion bereiten das Thema spannend auf und stacheln die Neugierde der Kinder an. Dadurch begreifen die kleinen Zuschauer ganz von selbst, worauf sie achten müssen und wo die Gefahren lauern. Die Art der Verpackung beeinflusst die Art der Informationsaufnahme. Um diese Spannung zu erzeugen bringt Willi neben bekannten Eckpunkten auch neue Bereiche ins Spiel, an die manch Kind niemals gedacht hätte und nun doch gebannt vor dem Bildschirm sitzt.

So erfährt Willi von der Bedeutung der Ampelsignale und auch, wie wichtig die richtige Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist. Eindrucksvoll zeigt er auf, was es mit dem toten Winkel auf sich hat und nimmt sogar an einem Fahrsicherheitstraining des ADAC teil. Immerhin müssen auch die Erwachsenen im Straßenverkehr Vorsicht walten lassen und bekommen die Ein oder Andere offene Frage beantwortet. Sehr schön umgesetzt ist Willi Weitzels Teilnahme an einer Fahrprüfung. Da er sich selber den kritischen und dennoch freundlichen Blicken der durchführenden Polizisten stellt, nimmt er den Kindern die Angst vor diesem wichtigen Abschnitt im Leben eines jeden Grundschülers. Willi macht auch mit und Willi macht auch Fehler – das kommt an.

Das gilt auch für Willis Blick hinter die Kulissen des Münchner Verkehrs, der als Beispiel für sämtliche Großstädte Deutschlands herhalten kann. Die Augen haben sich an den alltäglichen Verkehr der deutschen Innenstädte gewöhnt und niemand hinterfragt mehr, was im Hintergrund eigentlich geschieht. Doch genau da setzt Willi Weitzel an und springt in die Bresche. Er zeigt auf, das für fahrende und parkende Autos feste Regeln gelten. Wer die missachtet bekommt einen Strafzettel oder wird abgeschleppt. Die Verkehrspolizei bemüht sich hier redlich Willi Rede und Antwort zu stehen. Geduldig unterstützen sie die Dreharbeiten und tragen mit dazu bei, dass die Aufmachung des Themas mal wieder stimmt.

Neben der täglichen Arbeit der Verkehrspolizei nehmen auch andere Menschen am Straßenverkehr teil und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Und so sitzt Willi Abends in einem Taxi und horcht Taxifahrer Fonsi aus, um alles übers Taxifahren herauszufinden und wo man überhaupt ein Taxi rufen kann. Anschließend setzt sich Kinderreporter Willi ans Steuer der Tram – natürlich nur in Begleitung eines Trambahnfahrlehrers. Mit sechzig Sachen heizt Willi dann über die Schienen durch den Verkehr. Das macht richtig Laune!

„Willi will’s wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?“ ist mal wieder eine gelungene Doppel-DVD der beliebten Reihe. Die zwei thematisch passenden Folgen von jeweils fünfundzwanzig Minuten Länge haben genau das richtige Format für Kinder, doch auch Erwachsene dürfen ruhig mal einen Blick riskieren. Immerhin ist der Straßenverkehr auch ein Thema, mit dem Mamis und Papis tagtäglich konfrontiert werden. Leider gibt es auf der DVD keine Sonderausstattung, der Zuschauer muss also auf Bonusmaterial verzichten. Dafür ist die handwerkliche Qualität ordentlich, gibt es ein gutes Bild und guten Ton. Eine runde Sache für den heimischen DVD-Player.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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Willi will’s Wissen – Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit? / Wie kommt man froh ins neue Jahr?

Erstellt von Redaktion am 1. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit? / Wie kommt man froh ins neue Jahr?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Rechtzeitig zu Weihnachten 2009 erschien eine weitere DVD aus der Reihe „Willi will’s wissen“, die durch den KI.KA der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland bei Kindern einen großen Bekanntheitsgrad hat. Star der Reihe ist Willi Weitzel, der auch durch „Willis VIPs“ und „Willis Quiz Quark Club“ bekannt ist. Im März 2009 gelang ihm mit „Willi und die Wunder dieser Welt“ sogar der Sprung auf die deutsche Kinoleinwand. Eine bemerkenswerte Karriere. Markenzeichen von Willi Weitzel sind seine sympathische Art, sein offenes Wesen und der Umstand, dass ihm kaum jemand sein Alter ansieht. Immerhin ist er Jahrgang 1972. In der Reihe „Willi will’s wissen“ ist er als Reporter und Vertreter der Kinder unterwegs, um die alltäglichen Rätsel dieser Welt zu lösen. So auch diesmal.

Auf der DVD befinden sich zwei Folgen der Reihe, die thematisch zur Weihnachtszeit passen: „Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit?“ und „Wie kommt man froh ins neue Jahr?“. Beide Folgen haben eine ungefähre Spieldauer von fünfundzwanzig Minuten und weisen somit für Kinder eine gute Länge auf. Das Bild liegt im Format 16:9 vor und ist weitgehend in Ordnung. Allerdings kommt es in einigen Szenen zu Flimmereffekten, da Willi einen Pullover mit feinem Streifenmuster trägt. In einigen seltenen Szenen wirkt das Bild stellenweise auch etwas überbelichtet und zwar dann, wenn die Kamera frontal auf eine Lichtquelle hält. Da die Reihe aber einen Dokumentationscharakter hat, ist das kein Problem.

In „Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit?“ macht sich Willi Weitzel auf den Weg und reist ins Erzgebirge. Hier besucht er Instrumentenbauer und erkundigt sich bei einem Pfarrer, was es eigentlich mit den Engeln auf sich hat, die auf vielen Weihnachtsmotiven zu sehen sind. Anschließend geht es ins Vogtland, eine Engelstrompete bauen und das Geheimnis der Holzpyramiden enträtseln, die ebenfalls Bestandteil Weihnachtens sind. Die Folge ist sehr besinnlich und ruhig, dem Thema mehr als angemessen. Spannend ist vor allem, dass Dinge näher betrachtet werden die zum jährlichen Weihnachtsrummel gehören, um deren Herkunft oder Bedeutung nur wenige wirklich wissen.

„Wie kommt man froh ins neue Jahr?“ ist dagegen viel lauter, denn hier dreht sich alles um Silvester. Bereits Monate zuvor hat Willi einen Feuerwerker besucht und zeigt auf, wie laut, spaßig und gefährlich Feuerwerkskörper sein können. Dabei wird der mahnend erhobene Zeigefinger vermieden, doch um so eindringlicher die Hinweise vorsichtig mit den Sprengkörpern zu sein. Willi Weitzel gibt den Kindern stets das Gefühl einer von ihnen zu sein – und das kommt an.

Willi prüft auch die Sicherheit von Sprengkörpern. Er besucht dazu die Bundesanstalt für Materialprüfung und fährt anschließend in eine Sektkellerei, um auch hier seine neugierigen Fragen zu stellen. Das gipfelt dann in einem spaßigen Sektkorkenweitschießen Aber die Krönung ist natürlich das Feuerwerk, dass Willi schlussendlich mit den Feuerwerkern abbrennt. Kawumm!

Erneut sorgt die Reihe „Willi will’s wissen“ für kindgerechte und unterhaltsame Informationen, die auch für Erwachsene noch die ein oder andere Überraschung bereithalten. Die sympathische Art Willis ist dabei der Dreh- und Angelpunkt der Reihe, denn er vermeidet besserwisserische Attitüden, steckt seine Nase überall hinein und ist sich für keine Frage zu Schade. Dadurch wirkt er glaubhaft und wird vom kleinen Publikum mit offenen Armen angenommen. Das ist vor allem beim Thema Feuerwerkskörper wichtig, da hier auch auf die Gefährlichkeit der Sprengkörper hingewiesen wird.

Einziges Manko der DVD ist – wie bei allen DVDs der Reihe – die Tatsache, dass kein Bonusmaterial vorhanden ist. Das ist sehr Schade, denn einige Out-takes oder persönliche Worte von Willi Weitzel wären sicherlich ganz nett gewesen. Doch es ist nur ein kleines Manko, denn trotzdem bleibt die Silberscheibe eine klare Empfehlung. Hier verbinden sich seriöse Berichterstattung, investigativer Journalismus, informative Unterhaltung und kindgerechte Aufmachung.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

“Willi will’s Wissen – Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit? / Wie kommt man froh ins neue Jahr?” bei Amazon.de

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H2O – Plötzlich Meerjungfrau

Erstellt von Redaktion am 18. November 2009

h2o-02H2O – Plötzlich Meerjungfrau
Staffel 2 – 4 DVDs in einer Box

Titellied: Kate Alexa
Regie: Colin Budds
Darsteller: Cariba Heine, Phoebe Tonkin, Claire Holt
Produktion: Jonathan M. Shiff Productions, ZDF Enterprises
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Walt Disney
Produktionsjahr: Australien 2006
Spieldauer: 624 Minuten

Auch in der zweiten Staffel der australischen Mädchenserie „H2O – Plötzlich Meerjungfrau„ erleben die Teenager Emma (Claire Holt), Rikki (Cariba Heine) und Cleo (Phoebe Tonkin) spannende Abenteuer. Treu an ihrer Seite Lewis (Angus McLaren), der stets darum bemüht ist, das Geheimnis der drei Mädchen zu bewahren. Immerhin setzt die Berührung mit Wasser die Verwandlung zur Meerjungfrau in Gang und in Vollmondlicht verlieren die Mädels die Kontrolle über sich. Und genau das passiert leider auch in der ersten Folge der Staffel, denn Lewis benutzt eine ausländische Software, um den Mondaufgang zu ermitteln. Und damit kann der junge Mann nicht umgehen.

Kaum dem Mondlicht ausgesetzt machen sich die drei Freundinnen auf den Weg nach Mako Island. Dort, in einer geheimen Grotte, haben sie ihre Mächt erhalten. Und auch diesmal treten neue Veränderungen ein, denn die Kräfte der Meerjungfrauen steigern sich erheblich. Leider können die Mädchen ihre neuen Superkräfte kaum kontrollieren, doch Lewis steht ihnen zur Seite. Aber seine guten Absichten sind für Cleo zu viel, die beschließt, sich von ihm zu trennen.

Auch Rikkis Gefühlswelt gerät ins Trudeln. Zane taucht auf und die alten Emotionen übermannen beide. Ihr Liebesglück scheint perfekt. Während sich der verlassene Lewis der an die Schule gekommenen Charlotte annähert, wandelt auch Cleos Vater auf Freierfüßen. Immerhin lebt er ebenfalls getrennt und hat auch eine neue Flamme ins Auge gefasst. Und deren Tochter ist ausgerechnet Charlotte.

Die drei Mädchen erleben viele neue Abenteuer und sind hierbei stets auf der Hut, um ihr Geheimnis zu wahren. Dabei haben sie große Probleme ihr Gefühlschaos zu ordnen und mit den Jungs klarzukommen, die ihnen nachstellen. Brisant wird es, als Charlotte den Meerjungfrauen auf die Spur kommt und herausfindet, dass es eine alte Verbindung zwischen ihr, dem Mythos und Mako Island gibt. Die Sache droht aufzufliegen und alle Beteiligten in immense Gefahr zu bringen. Und zu allem Übel gib es bald eine Planetenstellung, bei der die Kräfte des Mondsees auf Mako Island drastisch verändert werden – und Charlotte sinnt auf Rache …

In der ersten Staffel drehte sich das Liebeskarussel zwar auch schnell, aber zentrales Thema war mehr die Verwandlung der Mädchen in Meerjungfrauen und die Entdeckung ihrer Kräfte. Damit wurde spielerisch und spannend zugleich auf die Veränderungen junger Heranwachsender eingegangen: Der Körper verändert sich, viele Dinge sind plötzlich anders und manches gar peinlich. Freundinnen werden sehr wichtig und da ist auch noch diese Sache mit den Jungs, die sich total kindisch benehmen. Sozusagen Aufklärung subtil in Unterhaltung eingebettet und damit erzieherisch wertvoll.

Auch in der zweiten Staffel der Serie – die in Kooperation mit dem ZDF entstand – kommt die Handlung ohne Besserwisserei und mahnenden Zeigefinger aus. Das ist vor allem für das Zielpublikum wichtig, dass sich keinesfalls bevormundet fühlen möchte. „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ greift stattdessen reale Themen auf und behandelt diese in einem phantastisch mysteriösen Ambiente. Doch die körperlichen Veränderungen sind weitgehend abgeschlossen, die ersten Liebschaften in vollem Gange – nun rücken die Beziehungen stärker in den Mittelpunkt.

Cleo, Rikki und Emma lernen mit ihren Gefühlen umzugehen, erfahren unerwiderte Liebe, Eifersucht und Lebenschaos. Junge Mädchen – und somit heranwachsende Frauen – können sich problemlos mit den unterschiedlichen Charakteren identifizieren, ältere Semester erinnern sich schmunzelnd an ihre eigene Jugend zurück und Jungs finden eventuell heraus, warum die Mädels so sind, wie sie eben sind. Das alles verpackt in eine spannende und zeitgemäße Rahmenhandlung. Diese setzt sich zwar aus einzelnen, in sich abgeschlossenen Episoden zusammen, besitzt aber auch einen roten Faden, der sich durch die ganze Geschichte zieht. Dazu eine große Portion Humor und ein wunderbares Ambiente.

Das wird mittels der herrlichen Fotografien und Kameraarbeiten erzielt. Die Dreharbeiten fanden in und um Gold Coast statt, der sechstgrößten Stadt Australiens und einem wahren Touristenmagneten. Vor allem die beinahe sechzig Kilometer Strand locken die Surfer an. Als weitere Kulisse dient – neben dem idyllischen Haiparadies Mako Island – Sea World. Der maritime Freizeitpark heißt in der Serie allerdings Marine World. Die traumhaften Bilder haben es in sich, dazu die ausgeglichene und unbeschwerte Erzählweise durch Regisseur Colin Budds. Die Geschichten sind dadurch wunderbar unterhaltsam.

Auch die Darsteller haben es in sich, allen voran das Meerjungrauentrio Emma (Claire Holt), Rikki (Cariba Heine) und Cleo (Phoebe Tonkin). Dabei handelt es sich um gutaussehende junge Schauspielerinnen, denen mit „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ der Durchbruch gelang. Sicherlich trägt ihr Aussehen ebenfalls zum Erfolg der Reihe bei, doch auch ihr darstellerisches Talent ist überzeugend. Frisch und unverbraucht füllen sie ihre Rollen mit Leben. Die Drei vermitteln die passenden Emotionen und verleihen ihren Figuren den richtigen Charakter. Vor allem Cariba Heine konnte sich auf dem Markt gut etablieren und wirkte in weiteren Serien mit.

Mit Angus McLaren haben die jungen Frauen den passenden Gegenpart. In der Rolle des bemühten und leicht ungeschickten Freundes sorgt er für etliche Verwicklungen, die man ihm aber gerne verzeiht. Immerhin ist er stets zur Stelle, sobald man ihn braucht und riskiert auch sein Leben, um das Geheimnis des Trios zu wahren. McLaren erfüllt die ihm gestellte Aufgabe mit Bravour und ist in seiner Darstellung überzeugend. Es macht Spaß ihn agieren zu sehen. „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ ist die Krönung seiner bisherigen Karriere und man kann nur hoffen, dass ihm der Sprung auf die große Leinwand gelingt. Allgemein hat man es hier mit einer ausgesuchten Riege junger Schauspieler zu schaffen, die man gerne im Kino erleben würde. Das Zeug dazu haben sie allemal.

„H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ ist auch in der zweiten Staffel eine klasse und unterhaltsame Sache. Die Kernthemen haben sich leicht verändert, sind aber dennoch packend. Die Serie bietet zeitgemäße Unterhaltung auf hohem Niveau – in technischer und darstellerischer Hinsicht. Empfehlenswert!

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H2O – Plötzlich Meerjungfrau Staffel1
H2O – Plötzlich Meerjungfrau Staffel2

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Tsubasa Reservoir Chronicle, Box 2 (von 3)

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Mai 2009

Kôichi Mashimo
Tsubasa Reservoir Chronicle, Box 2 (von 3)

Tsubasa Kuronikuro, Episoden 9 – 18, Japan, 2005
Vorlage: gleichnamige Manga-Serie „Tsubasa Reservoir Chronicle“ von Clamp, erscheint bei EMA, Köln
Anime Virtual/AV Visionen, Berlin, 29.10.2007
2 DVDs im Disc-Set auf Displays in aufklappbarer Pappbox im offenen Schuber, Anime, Fantasy, Laufzeit: ca. 225 Min. (9 Episoden à 25 Min.), gesehen 2/09 für ca. EUR 50.-
Extras: 36-seitiges vollfarbiges Hardcover-Booklet
Altersfreigabe/FSK: 12
Bildformat: 4:3, PAL; Regionalcode RC 2
Sprachen/Tonformat: Japanisch, Deutsch, Französisch (DD 2.0)
Untertitel: Deutsch, Französisch, Polnisch
Dialogbuch: Hiroyuki Kawasaki, Künstlerische Leitung: Shin Watanabe
Musik: Yuki Kajiura

www.anime-virtual.de
www.clamp-net.com/
http://www3.nhk.or.jp/anime/tsubasa/
www.shonenmagazine.com/works/tsubasa/
www.shonenmagazine.com/tsubasa_tokyo/
http://kc.kodansha.co.jp/tsubaholi/
http://funimation.com/yuko/

Zum fünfzehnten Jahrestag ihres Bestehens beschloss die Künstlergruppe Clamp eine Serie zu gestalten, in der sie möglichst viele ihrer bisherigen Welten und Figuren auftauchen lassen wollten. So entstand die Idee zu der Manga-Serie „Tsubasa Reservoir Chronicle“. Bereits die ersten Teile der Geschichte wurden im Jahr 2005 zur Grundlage einer erfolgreichen 26-teiligen Fernsehserie, die im Jahr 2007 mit einer zweiten Staffel fortgesetzt wurde.

Anime Virtual gibt die erste Staffel der Serie nun in drei edel gestalteten Boxen heraus. Jeweils zwei DVDs mit 8 – 9 Folgen stecken auf einem aufklappbaren Display. Dazu kommt ein vollfarbiges Hardcover-Booklet, in dem man Informationen zu den Ländern und Figuren erhält, die in den entsprechenden Folgen auftreten. Das zweite Set umfasst nun die Folgen 10 – 18.

Im Land Clow entwickelt sich eine verbotene Liebe zwischen der jungen Prinzessin Sakura und Shaolan, dem Adoptiv-Sohn eines Archäologen. Doch dann verändert ein schreckliches Unglück alles. Gerade als das junge Mädchen ihrem Geliebten klar machen will, wie sehr sie für ihn fühlt, beginnt sie, sich zu verwandeln. Die Federn ihrer Flügel zerstieben in alle Himmelsrichtungen und verschwinden. Zurück bleibt nur die in Ohnmacht gefallene Prinzessin. Um ihr zu helfen, lässt sich Shaolan auf einen Handel mit der Hexe Yuki ein. Er opfert das, was ihm am meisten bedeutet, damit Sakura wieder gesund wird – seine Liebe.

Da die verschwundenen Federn einen Teil der Erinnerungen der Prinzessin und damit auch ihre Persönlichkeit bargen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als diese nach und nach wieder zu finden. Doch dazu muss er sich auf eine gefährliche Reise durch die Dimensionen begeben.

Begleitet von dem Magier Fye und dem Krieger Kurogane beginnt Shaolan seine lange Odyssee. Kaum ist das erste Abenteuer überstanden, erweist sich das zweite beinahe als Todesfalle. Denn der Feudalherr, der Sakuras Feder in dieser Welt an sich gebracht hat, kann mit der ihr innewohnenden Magie einen ganzen Landstrich so unter seine Kontrolle bringen und abschirmen, dass niemand von außen zu helfen vermag.

Doch die Helden erklären sich dazu bereit, den schweren Aufstieg zur Festung auf sich zu nehmen und in die mit magischen Fallen ausgestattete Burg einzudringen. Dort lauert ein Gegner, mit dem sie nicht gerechnet haben.

Nach einer kurzen Ruhepause in einer ebenso friedlichen wie geheimnisvollen Dimension, die kleine Wunder für die, die sie sehen wollen, bereit hält, gelangen Sakura, Shaolan, Fye und Kurogane in eine Welt, die an die Erde des 18. Jahrhunderts erinnert.

Dort erzählt man sich die Legende von einer Prinzessin, die eines Tages eine magische Feder fand und damit nur Gutes tun wollte. Allerdings schien genau das Gegenteil einzutreten, denn nicht nur ihre Eltern starben, sondern alle Kinder des nahe gelegenen Dorfes verschwanden. Das ist auch jetzt wieder der Fall, und so stehen die vier Helden vor verschlossenen Türen, als sie die kleine Siedlung erreichen. Da sie Fremde sind, traut man ihnen alles zu.

Nur der Arzt des Dorfes ist offen und freundlich genug, um ihnen beizustehen. Doch kann er ihnen auch helfen, das Rätsel zu lösen?

Sakura und Shaolan sind Figuren, die bereits in „Card Captor Sakura“ die Hauptrollen innehatten. Damals wie heute müssen sie Verlorenes wieder finden, auch wenn es diesmal keine Tarot-Karten sondern Federn sind. Interessanterweise tauchen diesmal auch eigens für den Anime geschaffene Figuren auf, die so noch nicht in Mangas von Clamp erschienen sind. Vermutlich hat man nichts Passendes gefunden, was in die Handlung hätte integriert werden können, oder aber man hat gemerkt, dass es den Zuschauern weniger wichtig ist, alte Figuren wieder zu sehen, als eine gute und spannende Geschichte genießen zu dürfen.

Wenngleich sich der Zeichenstil von Clamp verändert hat, so hat man bei der Fernsehserie doch dafür gesorgt, stilistisch einen Mittelweg zu gehen und eine Brücke von den alten zu den neuen Figuren zu schlagen. Auch haben die heutigen Helden und Schurken nur noch Grundzüge mit den Originalfiguren gemein.

Es kommt den Folgen zu Gute, dass man darauf verzichtet hat, all zu viele Anspielungen und Hinweise einzuarbeiten, so können selbst diejenigen, die kaum etwas von Clamp kennen, der Serie problemlos folgen und werden so vielleicht auch neugierig auf die Geschichten.

Alles ordnet sich der eigentlichen Geschichte unter, die in dieser Box sehr abwechslungsreiche Haken schlägt. Von handfesten Samurai-Ninja-Abentgeuern wechselt man nun zu einer düsteren Schauergeschichte, die manche Überraschungen bietet, die man so nicht erwartet hat. Nicht immer ist das Offensichtliche auch die richtige Antwort.

Mehr als früher schält sich auch heraus, dass die Quest noch einen anderen Zweck verfolgt. Ganz offensichtlich beobachtet jemand außerhalb der Dimensionen die Suche. Auch wenn die Helden davon erfahren, so ist ihnen klar, dass sie keine andere Wahl haben, als ihre Quest fortzusetzen – allein um Sakuras Seelenheil willen.

So entsteht eine angenehmbunte Mischung aus Abenteuer, Romantik, Fantasy und Action, die auch ältere Zuschauer in ihren Bann schlagen kann, da sich im Hintergrund eine komplexere Geschichte entwickelt, als man denkt.

Ebenso wissen die Animation, der Detailreichtum der Bilder und die schön gestalteten Figuren zu gefallen. Die Farben sind harmonisch, das Bild ist klar und der Ton gut verständlich. Die Extras sind durch das liebevoll gestaltete Booklet zufrieden stellend.

Die zweite Box von „Tsubasa Reservoir Chronicle“ bietet die ebenso spannende wie komplexe Fortführung einer gelungenen Fantasy-Serie, die durch ihre ausgewogene Mischung aus Action, Humor und Romantik zu gefallen weiß. (CS)

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Tsubasa Chronicle, Vol. 02 (2 DVDs)

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Asterix und die Wikinger

Erstellt von Redaktion am 8. April 2009

Asterix und die Wikinger

Originaltitel: Astérix et les Vikings

FSK: ab 6 Jahre
Laufzeit: 79 Minuten

Regie: Stefan Fjeldmark, Jesper Møller
Sprecher: Christian Tramitz, Smudo, Nora Tschirner, Götz Otto, Dieter Hallervorden

Produktion: Frankreich/Dänemark 2006
Produktionsfirmen: M6 (F), A Film (DK)
Produzent: Thomas Valentin

2006 kam der achte Asterix-Film in die Kinos, der auf dem Comic “Asterix und die Normannen” (gezeichnet und geschrieben von Albert Uderzos und René Goscinnys) aus dem Jahre 1966 basiert.

Grautvornix, der Neffe des gallischen Häuptlings Majestix, kommt seinen Onkel besuchen. Der Vater des Teenagers möchte, dass sein Sohnemann bei den unbesiegbaren Galliern lernt ein wahrer Krieger zu sein. Die Ausbildung sollen Asterix und Obelix übernehmen, die beiden größten Helden des Dorfes. Leider hat Grautvornix keine große Lust ein Krieger zu werden und will lieber zurück in die große Stadt. Während Obelix den Teenager ins Herz schließt, rauft sich Asterix nur die Haare.

Zeitgleich bei den Wikingern: Der Seher Kryptograf erklärt seinen Leuten, dass Angst Flügel verleiht – und die Wikinger würden gerne fliegen. Leider kennen sie keine Angst und machen sich auf die Suche nach dem größten Angsthasen den es gibt. Die Tochter des Wikingerhäuptlings – ihr Name lautet Abba – schleicht sich an Bord des Drachenschiffs und reist mit nach Gallien. Denn, wie sollte es anders sein, entpuppt sich genau Grautvornix als größter Angsthase und soll den Wikingern Flugstunden geben.

Die Wikinger entführen nun Grautvornix, der verliebt sich in Abba, die wiederum soll Kryptografs Sohn Olaf heiraten, während Asterix und Obelix ihren entführten Schützling retten wollen – der Trubel beginnt …

Obwohl die Vorlage eher altbacken wirkt, haben sich die Regisseure Stefan Fjeldmark und Jesper Møller Mühe gegeben, alte und neue Zuschauer für sich zu gewinnen. So agieren klassisch gezeichnete Figuren in animierten Landschaften, schreitet die bekannte Handlung mit modernen Ideen voran – unter anderem führt das zu Girlpower oder auch einer SMS-Taube. Leider ist der Spagat etwas missglückt, was sich vor allem auch in den verkauften Kinotickets niederschlug – deren Verkaufszahlen liegen hinter den Vorgängern zurück, mit mehr als 600.000 Stück.

Das mag sicherlich daran liegen, dass der Humor abgegriffen wirkt und es keine neuen Eindrücke oder Einfälle gibt. Zwar ist „Asterix und die Wikinger“ ein spaßiger Film, der vor allem handwerklich überzeugt, aber der Streifen siedelt sich eher im Mittelfeld der Filmunterhaltung an. Schade, hier hätte man wohl mehr herausholen können.

Zeichnerisch gesehen kann „Asterix und die Wikinger“ nur punkten, doch wie sieht es mit der Synchronisation aus? Diese ist bei einem Zeichentrickfilm von großer Bedeutung und immerhin wurde eine Riege prominenter Sprecher für die deutsche Fassung verpflichtet: Christian Tramitz als Asterix, Tilo Schmitz als Obelix, Smudo als Grautvornix, Dieter Hallervorden als Kryptograf und Nora Tschirner als süße Abba.

Kurz gesagt: Die deutsche Synchronisation ist erstklassig und überzeugt auf der ganzen Linie. Die Sprecher waren hörbar mit großer Freude am Werk und beleben die Figuren. Die Schweizer Eidgenossen haben übrigens eine eigene Synchronfassung mit eigenen Sprechern spendiert bekommen. Auch eine nette Idee.

Wer einen lustigen Zeichentrickfilm mag, der kann bei „Asterix und die Wikinger“ getrost zugreifen. Der Film ist kurzweilige Abendunterhaltung, die Spaß macht und vor allem Kindern gefallen wird.

Die DVD-Fassung des Films ist handwerklich ebenso gelungen, wie der Streifen selbst. Wunderbare Bildqualität und erstklassiger Sound wissen zu überzeugen. Leider ist das Bonusmaterial eher unteres Mittelmaß. Zwar sind die ganzen Interviews mit den Sprechern informativ und unterhaltend, aber leider, leider, wurden große Interviews zu lauter kleinen Bonushäppchen zusammengeschnitten, die sich dann auch noch teilweise wiederholen. Na ja, niemand kann alles haben.

Unter dem Strich ist die Silberscheibe ebenfalls guter Durchschnitt und ein appetitlicher Happen für den heimischen DVD-Spieler.
(Günther Lietz)

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Asterix und die Wikinger

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Dragon Hunters – Die Drachenjäger Vol. 1

Erstellt von Redaktion am 30. Januar 2009

FSK: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: 115 Minuten

Regie: Francois Hemmen
Buch: Thomas Barichella, Arthur Qwak, François Hemmen

Produktion: Frankreich/Deutschland/China 2005
Produktionsfirmen: Futurikon
Produzent: Philippe Delarue

In der Zukunft der Menschheit ist nichts mehr wie es war …

… oder es könnte so sein. Die Erde wurde in unzählige Felsbrocken zerschlagen, die nun durch die Luft schweben. Die Menschheit fiel auf einen pseudomittelalterlichen Stand zurück und die seltsamsten Kreaturen bevölkern die neue Welt. Viele davon sind sogenannte Drachen, merkwürdige und oftmals hinterhältige Wesen, die gejagt und zur Strecke gebracht werden müssen.

Die beiden Freunde Gwizdo und Lian-Chu haben sich ganz der Drachenjagd verschrieben. Beide wuchsen in einem Waisenhaus auf und schlagen sich nun mehr schlecht als recht durchs Leben. Dabei ist Gwizdo ein von Geld besessener kleiner Kerl, während der Hüne Lian-Chu für die grobe Arbeit zuständig ist.

Beide sind bei der fülligen Jeanneline untergekommen, die ein Gasthaus besitzt und dort ihre kleine Tochter Zaza großzieht. Da Gwizdo und Lian-Chu bei ihr hoch verschuldet sind und eine feste Operationsbasis brauchen, sind sie dort Dauergäste.

Auf der Jagd werden sie von Hector begleitet, einem jungen, undeutlich sprechenden Drachen. Gemeinsam stellen sie in dieser französisch-chinesischen Zeichentrickserie den Monstern nach und erleben spannende Abenteuer.

Diese liefen bereits im Privatfernsehen auf Super RTL innerhalb der Toggo-Kinderreihe und sind nun auf DVD erschienen. „Dragon Hunters – Die Drachenjäger Vol. 1“ beinhaltet die ersten fünf Episoden und somit die Anfänge dieser erfolgreichen Serie, die in Frankreich Kult ist.

In „Die Drachenmutter“ arbeitet Lian-Chu seine Vergangenheit auf, als er sich nach einem Gedächtnisverlust einer Drachenmutter und ihren Jungen anschließt. Hector will dagegen „Leben wie ein Drache“, doch er muss erkennen, dass Gwizdo und Lian-Chu das Beste ist, was er bekommen kann. Sein Versuch sich einem Exemplar seiner Art anzuschließen, endet jedenfalls katastrophal.

Jeannelines älteste Tochter ist verschwunden. In „Auf der Suche nach Zoria“ spüren die Drachenjäger ihr nach, immerhin war sie Lian-Chus Schülerin und der Kämpfer fühlt sich verantwortlich. In „Rogers Rückkehr“ wird es ebenfalls sehr familiär, denn Zazas Vater Roger taucht unvermittelt auf – gejagt von einem feuerschleudernden Drachen. Auch hier steckt mehr dahinter, als man auf den ersten Augenblick glaubt.

Den Abschluss bildet die Episode „Der falsche Pater“, in der es Zaza schafft die Drachenjäger auf eine Mission zu begleiten, die sich als gefährlich erweist und mit einem überraschenden Ende aufwartet.

Die Geschichten sind spannend geschrieben und besitzen stets einen tieferen Sinn, das macht sie auch für ältere Semester sehenswert. Dabei ist bemerkenswert, das auf der DVD eine Empfehlung ab 6 Jahren gegeben wird, obwohl die Silberscheibe von der FSK mit keiner Altersbeschränkung freigegeben wurde. Respekt, hier nehmen die Produzenten ihre Verantwortung ernst. Und tatsächlich könnten zu junge Zuschauer von der Handlung leicht verwirrt werden. Vom richtigen verstehen mal ganz abgesehen.

Obwohl das Thema nie richtig zur Sprache kommt, besitzt der Tod in der Welt der Drachenjäger eine zentrale Rolle. So werden die Drachen regelrecht abgeschlachtet – und mit ihrem Tod Geld verdient – und setzen sich auch die Jäger selbst großer Gefahr aus und können ebenfalls sterben. Das geschieht auch, doch nur am Rande der gewollten Wahrnehmung. Die Macher der Serie gehen dabei möglichst subtil vor und verzichten auf entsprechende Sterbe- oder Metzelszenen.

Neben den spannenden und faszinierenden Geschichten in dieser mystischen Zukunftswelt, ist auch der darin vorkommende Humor sehr wichtig. Die Sprüche und Verhaltensweisen der Figuren sind immer sehr witzig und zum Kugeln, vor allem ihre oft lineare, aber dennoch erfrischende Art. Auch hier richtet sich der Spaß manchmal nur an ältere Zuschauer und einige Dinge sind für Kinder ungeeignet. Als Beispiel mag hier ausreichen, dass Jeanneline gerne mal scharfe Fleischmesser wirft, um ihren Standpunkt zu verdeutlichen.

Der Zeichenstil der Serie ist – zeitgemäß – asiatisch durchdrungen und wirkt mit seinem klaren Strich und der recht erdigen Kolorierung sehr erwachsen. Obwohl die Serie den meisten physikalischen Gesetzen trotzt, wirken die Ereignisse in sich logisch und sind nachvollziehbar. Das sorgt für eine konsistente Welt, die den Zuschauer einfach in ihren Bann zieht.

Die deutsche Synchronisation der Serie ist erstklassig und die Stimmen passend besetzt. Die Sprecher leisten gute Arbeit und man merkt ihnen Spielfreude an. Auch die Soundeffekte sind gelungen und passend, doch vor allem die Titelmusik ist der Hit, handelt es sich doch um das „Dragon Hunter’s Theme“ von der bekannten Band „The Cure“, das auf deren Song „Taking Off“ basiert. Leider gibt es nur die erste Strophe des Titellieds im Vorspann.

Während die erste Episode zusätzlich in der französischen Sprachfassung vorliegt, gibt es auf der DVD ansonsten nur deutsche Tonspuren. Alles in Dolby Digital 2.0, was doch leicht veraltet ist und tatsächlich mehr dem TV-Format entspricht, wie auch das 4:3-Bild selbst. Das Zusatzmaterial ist vernachlässigbar, da es sich weitgehend um Texttafeln zu Dingen handelt, die in den Episoden eh behandelt werden.

„Dragon Hunters – Die Drachenjäger Vol. 1“ ist der klasse DVD-Auftakt zu einer außergewöhnlichen Serie. Schade aber, dass das Medium DVD nur unzureichend ausgereizt wird.

(c) 2008 by Günther Lietz

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Die Drachenjäger – Staffel 1(Folgen 1-5)

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