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Archiv für die 'Kinder' Kategorie

Willi wills wissen – Signal frei für die U2 / Ich versteh’ nur Bahnhof!

Erstellt von Günther Lietz am 28. August 2010

Willi wills wissen – Signal frei für die U2 / Ich versteh’ nur Bahnhof!

Deutschland 2009
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal/Music/DVD
Filmlänge: 50 Minuten
Erscheinungsdatum: 05/2010

www.willi-wills-wissen.de

Erneut ist Willi Weitzel (Jahrgang 1972) in München unterwegs, um sich ein Bild von bestimmten Dingen zu machen. Für die DVD „Willi wills wissen – Signal frei für die U2 / Ich versteh’ nur Bahnhof!“ wurden zwei thematisch passende Folgen zusammengefasst. Jede der Folgen ist fünfundzwanzig Minuten lang und über ein einfaches Menü zu erreichen. Der Ton liegt in Dolby Digital 2.0 vor und das Bild hat TV-Format. Kein Wunder, immerhin handelt es sich bei der Reihe „Willi wills wissen“ um eine TV-Serie des Bayerischen Rundfunks.

In der ersten Episode spürt Helmar Rudolf Willi Weitzel – stets kameradschaftlich Willi genannt – den Geheimnissen der U-Bahn nach. Er sieht sich auf dem Bahnhof um, schaut wie eine U-Bahn gebaut wird und darf schlussendlich sogar selber fahren.

Danach geht es in der zweiten Episode wieder nach oben, zu einem oberirdischen Bahnhof. Auch hier geht Willi allen Sachen auf den Grund. Er sieht sich ein Stellwerk an, nimmt den Bahnhof unter die Lupe, bekommt heraus wo Fundstücke landen und viele Sachen mehr.

Die größte Stärke der Reihe ist dabei, dass Willi als Berufskind zählt. Er stellt die Fragen aus Sicht seines jungen Publikums, hakt nach und wickelt die Gesprächspartner mit seinem Grinsen und Lachen um den kleinen Finger. Die Leute mit denen Willi umgeht sind keine Schauspieler, sondern echte Menschen, die aus dem jeweiligen Umfeld stammen. Gekonnt nimmt ihnen der Reporter die Scheu vor der Kamera, so dass die Antworten auf die Fragen authentisch transportiert werden. Dabei wird sorgsam darauf geachtet, dass jeder versteht wovon gesprochen wird.

Neben den neugierigen Fragen von Willi Weitzel, setzt er auch seine andere Stärke ein: Willi packt immer selber mit an. Das ist spannend und lustig. So macht Willi im Zug eine humorvolle Durchsage oder bricht beim Bau der U-Bahn – am Steuer eines Bohrfahrzeugs – selbst durch die letzten Zentimeter Gestein.

Auch „Willi wills wissen – Signal frei für die U2 / Ich versteh’ nur Bahnhof!“ ist eine kurzweilige und erfrischende Unterhaltung. Obwohl für Kinder produziert, können auch Eltern noch einiges lernen. „Die Sendung mit der Maus“, „Löwenzahn“ und „Willi wills wissen“, das sind Sendungen die Kindern bilden und formen. Weiter so, Willi!

Copyright © 2010 by Günther Lietz

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Skunk Fu! – Vol. 03

Erstellt von Günther Lietz am 23. März 2010

Skunk Fu!
Vol. 3

Irland 2007-2008
Regie: Aidan Harte
ab 6 Jahren
50 Minuten Lauflänge
Bildformat: 4:3
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 2.0
Label: Universal Music/Karussell
http://www.karussell.de/skunkfu

Bei „Skunk Fu!“ handelt es sich um eine witzige Animationsserie aus Irland, die in Deutschland auf Super RTL ausgestrahlt wurde. Die kurzen Geschichten (zirka dreizehn Minuten lang) handeln von dem kleinen Stinktier Skunk, das von einem kurzsichtigen Klapperstorch für einen Panda gehalten wurde und somit auf einer chinesischen Insel landete. Der dort lebende Meister Panda hält Skunk zudem für den Auserwählten und unterrichtet das Stinktier in Kung-Fu. Natürlich erlebt Skunk alle möglichen Abenteuer und der kleine Kerl gerät regelmäßig in brenzlige Situationen. Immerhin gibt es gemeine Gegenspieler und überall lauern fiese Ninja Monkeys.

Die Serie ist recht witzig gestrickt und überzeugt vor allem durch die Hauptfigur Skunk, mit dem sich Kinder leicht identifizieren können. Denn Skunk ist ein neugieriges Kerlchen, haut gerne mal auf die Pauke und tritt auch manchmal ins Fettnäpfchen. Trotzdem ist er am Ende immer der Held – meistens jedenfalls.

Von der Handlung her ähneln die einzelnen Episoden sehr. Sie stehen für sich alleine und oft bekommt Skunk von Panda eine Lektion eingebläut, die er kaum versteht. Dann folgt eine Bedrohung oder eine Schandtat durch die Ninja Monkeys und Skunk wehrt diese ab, in dem er das gelernte Wissen seines Meisters irgendwie umsetzt. Die Botschaft dahinter ist natürlich mehr als deutlich: „Höre auf Deine Eltern und Lehrer, auch wenn Dir erst einmal unverständlich ist, was das soll“.

Auf der DVD sind insgesamt vier Episoden enthalten: „Die Kunst ein Kieselstein zu sein“, „Die Kunst des Monkey-Schleuderns“, „Die Kunst der Ausrede“ und „Die Kunst des inneren Lichts“. Auch diesmal löst Skunk mit Hilfe seiner Freunde, harter Arbeit und ein wenig Glück die Probleme. Dabei geht schon mal etwas schief und immer ist die Handlung mit Kung-Fu gespickt. Natürlich wird niemand verletzt und fliegen meistens die putzigen Ninja-Monkeys durch die Gegend. Besonders witzig und lehrreich ist übrigens „Die Kunst der Ausrede“, da sich Skunks Lügen schlussendlich verselbstständigen und ihn um seinen Ruhm bringen. Eine sehr gelungene Episode!

Die Animation der Serie ist putzig und wirkt modern. Es handelt sich um Flash-Animationen, wie sie aus dem Internet bekannt sind. Vor allem für günstige und trotzdem hochwertige Produktionen ein geeignetes Format. Obwohl die Serie sehr witzig ist und einen feinen Humor besitzt – der sogar Erwachsene anspricht – wirkt sie leider etwas statisch. Das liegt vor allem an den bewegungsarmen Hintergründen und Kulissen.

Das Bild der DVD liegt im TV-Format 4:3 vor, Ton gibt es nur auf Deutsch und in Dolby Digital 2.0. Auch hier wurde auf eine günstige Produktion Wert gelegt. Das scheint leider auch bei der Qualitätskontrolle der Fall zu sein. So gibt es als Bonus ein Flash-Game auf der DVD. Diese Information prangt auch vorne auf dem Cover, begleitet von einem winzigen Sternchen. Aha, für das Bonusspiel wird ein PC benötigt. Diese Zusatzinformation steht kleingedruckt nur auf der Rückseite. Zusätzlich hat das Spiel Macken. Jedenfalls verweigerte es auf unterschiedlichen Rechnern mit gängigen Betriebssystemen den Start und war auch mit keinem Zusatzprogramm zum korrekten Ablauf zu bewegen. Mag sein, dass das Spiel auf irgendeinem Rechner mit irgendeiner Konfiguration läuft, aber zum Einen sollte der Hinweis auf den PC deutlicher angebracht werden, zum Anderen sollte sichergegangen sein, dass die Software auf möglichst allen Systemen läuft.

Schlussendlich bietet Karussell eine witzige kleine Serie auf DVD an, allerdings schlampig produziert. Zusammengenommen bleibt nur Mittelmaß.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

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Preisrätsel/Gewinnspiel je 1 x Vol.1 je 1 x Vol.2 je 1 x Vol.3 als -DVD:
Um jeweils einen der Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wieviel Episoden sind auf der oben besprochenen DVD enthalten? Die richtige Antwort an redaktion(x)filmrezicenter.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald dreissig Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Die Gewinner lauen: Gerhard Kratz, Wolfgang Pfandler und Stefan Pfeiffer. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! WIR DANKEN AUCH UNSEREM SPONSOREN!

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Percy Jackson – Diebe im Olymp

Erstellt von Günther Lietz am 26. Februar 2010

Percy JacksonPercy Jackson – Diebe im Olymp

Originaltitel: Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief
Produktionsland: USA, Kanada
Erscheinungsjahr: 2010
Länge: 120 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: Chris Columbus
Drehbuch: Craig Titley
Roman: Rick Riordan
Produktion: Chris Columbus, Michael Barnathan, Karen Rosenfelt
Musik: Christophe Beck

Darsteller: Logan Lerman (Percy Jackson), Brandon T. Jackson (Grover Underwood), Alexandra Daddario (Annabeth Chase),Jake Abel (Luke Castellan), Pierce Brosnan (Chiron), Kevin McKidd (Poseidon), Sean Bean (Zeus), Steve Coogan (Hades), Rosario Dawson (Persephone), Catherine Keener (Sally Jackson), Uma Thurman (Medusa)

Die Herrschaft von Harry Potter neigt sich langsam dem Ende zu und so wird es Zeit einen Nachfolger auf den Thron zu bringen. Spätestens mit dem voraussichtlich 2011 erscheinenden letzten Film der Potter-Reihe sollte der Prinz etabliert sein, um das Zepter aus der Hand des Königs zu nehmen. Percy Jackson dürfte aber ein Dreizack reichen, denn immerhin ist er Poseidons Sohn.

Aus der Feder von Rick Riordan stammen die Bestsellergeschichten des jungen Percys, der eines Tages entdeckt, dass er ein ganz besonderer Junge ist. Auf Grund seiner Abstammung genießt er fortan eine besondere Ausbildung und erlebt mit seinen Freunden gefährliche Abenteuer – die mit seiner Abstammung in Verbindung stehen. In seinem ersten Abenteuer muss Harry, Verzeihung, Percy (Logan Lerman), den gestohlenen Herrscherblitz zurückbringen. Ansonsten hauen die Götter des Olymps – allen voran Zeus – die Welt in Stücke. Zu allem Übel hat Hades Percys Mutter Sally (Catherine Keener) entführt und die muss gerettet werden.

Zusammen mit der süßen Kämpferin Annabeth Chase (Alexandra Daddario) – Tochter der Athene und ebenfalls eine Halbgöttin – und dem schwarzen Satyr Grover Underwood (Brandon T. Jackson) muss Percy erst einmal Zauberperlen suchen, dann in die Unterwelt reisen, dort die Mutter retten und anschließen auf dem Olymp Zeus von seiner Unschuld überzeugen. Der Film geht beinahe zwei Stunden, also ist dafür doch eigentlich genug Zeit …

So wie die Romanreihe, so ist auch der Film von Mister Harry Potter inspiriert. Und zwar sehr stark. Um Nägel mit Köpfen zu machen haben sich die Studiobosse dann auch Chris Columbus ins Boot geholt. Der hat seinerzeit die ersten beiden „Harry Potter“-Filme gedreht und weiß also genau, um was es geht. Und Columbus liefert auch genau das, was bestellt wurde: Kindertaugliche Massenunterhaltung nach Schema Potter. Um es auf den Punkt zu bringen: Das ist unterhaltsam, leidlich spannend, aber irgendwie schon mal dagewesen und austauschbar. Allerdings werden nun Sagengestalten und griechische Mythen bemüht, anstatt altenglische Mauern und britisches Zauberwerk. Egal, Hauptsache der Film weiß zu unterhalten.

Und das gelingt ihm auch. Chris Columbus vertrödelt keine unnötige Zeit mit ausgefeilten Dialogen und langweiliger Charakterentwicklung. Er gibt sofort Gas. Die platten Dialoge erklären die wichtigsten Zusammenhänge, dann folgt eine Szene nach der anderen. Selbst der vermeintliche Tod von Percys Mutter ist nur eine Sekunde der Besinnung wert, dann geht es weiter: Ab durch die USA, im Stile eines Roadmovies und genau so aufgemacht wie ein modernes Videospiel.

Glücklicherweise rast Percy zusammen mit seinen Freunden durch die Gegend und es ergibt sich dann doch die ein oder andere Szene, in der Schauspieler miteinander agieren. So deutet sich zwischen Percy und Hermine – Verzeihung – Annabeth, eine kleine Liebschaft an, während der drollige Juniorbeschützer Ron – Verzeihung – Rover, für den ein oder anderen Gag gut ist. Rover wird übrigens vom Komiker Brandon T. Jackson gespielt. Die Rolle ist einfach angelegt: Plappernder Schwarzer mit blöden Sprüchen, der von einem Problem ins Andere trudelt. Da fühlt sich der Zuschauer an die guten alten achtziger Jahre erinnert. Wenigstens macht Alexandra Daddario als Annabeth eine gute Figur und den lieben Percy heiß. Aber keine Bange, Percy wurde zwar um fünf Jahre für den Streifen gealtert (im Buch beginnen die Abenteuer als der Junge elf ist), aber dennoch bleibt alles sehr züchtig und in geordneten Bahnen. Okay, typisch amerikanisch gibt es zwar keinen Kuss, aber heftige Actionszenen und Kampfsequenzen, in denen der ein oder andere Darsteller schon mal ein wenig blutig aufgeschlitzt wird. Ja, so sieht verfilmte Doppelmoral aus.

„Percy Jackson – Diebe im Olymp“ hält für die jugendlichen Zuschauer aber auch wichtige Weisheiten bereit. So sind Drogen einfach Kacke und niemand sollte einfach etwas Essen, das einfach so angeboten wird. Genau das geschieht nämlich im verlotterten Las Vegas und der heiße Drogenrausch entpuppt sich schon bald als große Gefahr, während im bunten Hintergrund Lady Gagas „Pokerface“ aus den Boxen dringt. Wenigstens hat der Film stellenweise einen guten Score.

Etliche Abenteuer und abgeschlagene Köpfe später rettet das lustige Trio die liebe Mutter von Percy. Schon erwähnt? Die Alleinerziehende hat sich natürlich nur wegen Percy mit einem stinkenden Säufer eingelassen, der seine Frau und den Stiefsohn wie Dreck behandelt. Daran können sich alle jungen männlichen Legastheniker die unter ADS leiden klammern, vielleicht ist ihr Vater ja auch ein Gott. Mehr jugendlicher Außenseiter geht einfach nicht.

Jedenfalls weiß der Film die Hoffnung zu bedienen. Um nun aus der Unterwelt zu fliehen (die fleißig zur Hölle christianisiert wurde, aber mit dem Eingang in Hollywood Ironie zeigt) muss leider einer zurückbleiben. Und wen trifft es? Natürlich den Schwarzen! Und jahrelang haben die Zuschauer geglaubt diese dunklen Klischee-Zeiten seien vorbei – Chris Columbus belehrt seine Zuschauer mit einem Griff in die Mottenkiste aber eines Schlechteren.

Auch die Spezialeffekte haben bessere Zeiten gesehen. Sie bewegen sich zwar über TV-Niveau, aber Kino-Standard sieht heutzutage einfach anders aus. Vor allem Pierce Brosnan als Zentaure ist einfach nur grottig umgesetzt. Es bleibt sowieso ein Rätsel, warum er und Uma Thurman in diesem Streifen mitspielen. Schauspielerische Leistung zeigt jedenfalls keiner von beiden.

„Percy Jackson – Diebe im Olymp“ ist leidlich unterhaltsame Massenware, die vor allem das jüngere Publikum ansprechen dürfte, da es einfache Teenie-Action ohne Experimente ist.

Copyright © 2010 by Günther Lietz

Percy Jackson von Carlsen bei Buch24.de:
“Percy Jackson 01. Diebe im Olymp”
“Percy Jackson 02. Im Bann des Zyklopen”
“Percy Jackson 03. Der Fluch des Titanen”

“Percy Jackson” bei Booklooker.de

[youtube gZeexVv87Co]

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Willi will’s Wissen – Vorfahrt für die Feuerwehr! / Wer rennt, wenn’s brennt?

Erstellt von Günther Lietz am 16. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Vorfahrt für die Feuerwehr! / Wer rennt, wenn’s brennt?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Eine weitere Doppelfolge mit dem Reporter Willi Weitzel, diesmal mit den Episoden „Vorfahrt für die Feuerwehr!“ und „Wer rennt, wenn’s brennt?“. Jede Episode hat eine ungefähre Spielzeit von fünfundzwanzig Minuten, was für Kinder eine optimale Länge ist.

In „Vorfahrt für die Feuerwehr!“ trifft Willi auf die Mannschaften der Wasserrettung und der Höhenrettung. Für Willi erst einmal verwunderlich, hatte er doch eigentlich die klassische Feuerwehr vor Augen. Doch nach der ersten kurzen Verblüffung legt Willi gewohnt neugierig los, um mehr über die Arbeit der Feuerwehr zu erfahren.

Gutgelaunt hilft Willi bei der Rettung einer Person, die mit ihrem Auto in einem eisigen See versenkt wurde. Obwohl er ein wenig Angst hat und das Wasser eisig kalt ist, hilft Willi tapfer mit. Natürlich ist keine echte Person in Gefahr, immerhin handelt es sich nur um eine Übung. Trotzdem ist die Rettung spannend inszeniert.

Kaum aus dem Wasser findet der nächste Einsatz in luftiger Höhe statt. Allerdings nicht in den Bergen, sondern in der Innenstadt. Hier greift die Höhenrettung ein und führt mittels Kletterausrüstung eine Rettungsmission durch. Das ist ebenfalls sehr spannend und packend. Vor allem wird den Zuschauern eindringlich vermittelt, dass die Feuerwehr mehr Aufgaben erfüllt, als nur Feuer zu löschen.

Darum dreht sich alles in der zweite Episode dieser DVD: „Wer rennt, wenn’s brennt?“.Hier ruht der Fokus auf der klassischen Arbeit der Feuerwehr. Dazu begleitet Willi Feuerwehrschüler bei ihren Übungen und nimmt daran teil, um am eigenen Leib zu erfahren, was genau hinter der Arbeit steckt. Aber Willi sieht sich auch genau den Fuhrpark der Feuerwehr an, nimmt das HLF unter die Lupe – das Hilfs-Lösch-Fahrzeug – und schaut auch in der Schlauchwerkstatt vorbei. Der Blick hinter die Kulissen zeigt somit neben den prominenten Brennpunkten auch, dass Feuerwehrleute einen harten Job erledigen und Dinge zu ihrem Aufgabenbereich gehören, die man sich im ersten Moment kaum vorstellen kann.

Die beiden Episoden der DVD wurden thematisch passend ausgewählt. Im Mittelpunkt steht die spannende und auch anstrengende Arbeit der Feuerwehr. Um mehr über das Thema zu erfahren, übernimmt Willi Weitzel die Rolle seines jungen Publikums. Stets gut gelaunt, fröhlich grinsend und unheimlich neugierig, mischt er gerne mit. Das er dabei großen Spaß hat, sieht man ihm einfach an und ist ebenfalls fröhlich bei der Sache. Sehr gut ist vor allem, dass Willi auch mal Mist baut oder Angst hat. Somit können sich die Kinder sehr gut mit ihm identifizieren, macht es Willi zu einem von ihnen. Das ist einfach klasse!

Die Qualität der DVD ist gut. Der deutsche Ton liegt in sauberem Dolby Digital 2.0 vor, das Bild kommt in 4:3 oder 16:9 daher. Allerdings kann das Bildformat nicht manuell ausgewählt werden. Leider gibt es kein Bonusmaterial, was sehr Schade ist. Hier wurden einfach zwei passende Episoden aus dem großen Pool der „Willi will’s wissen“-Reihe zusammengepackt und müssen für sich selbst sprechen. Glücklicherweise gelingt das hervorragend, wird aber dem Medium DVD nur wenig gerecht. Trotzdem eine empfehlenswerte Sache, die auch Erwachsenen Spaß macht.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

“Willi will’s Wissen – Vorfahrt für die Feuerwehr! / Wer rennt, wenn’s brennt?” bei Amazon.de

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Willi will’s Wissen – Und die Kuh sagt muh dazu! / Wer kriegt das Brot gebacken?

Erstellt von Günther Lietz am 16. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Und die Kuh sagt muh dazu! / Wer kriegt das Brot gebacken?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Willi Weitzel ist wieder unterwegs und kümmert sich um das Thema Lebensmittel in den Episoden „Und die Kuh sagt Muh dazu!“ und „Wer kriegt das Brot gebacken?“. Bei der Reihe „Willi will’s wissen“ handelt es sich um eine Serie aus dem öffentlich rechtlichen Rundfunk. Jede einzelne Episode läuft fünfundzwanzig Minuten, in denen Willi als Reporter und Vertreter der Kinder Produktionsabläufe, Berufsbilder und auch schwierige Themen angeht.

In der ersten Folge „Und die Kuh sagt Muh dazu!“ dreht sich alles um Milchprodukte. Willi ist zu Gast bei der Milchbäuerin Maria, die auch gleichzeitig die bayerische Milchkönigin ist. Sie führt Willi auf ihrem Bauernhof herum, zeigt ihm die Kühe und erklärt auch, ab wann ein Rind tatsächlich als Kuh gilt. Auch die Kälberzucht wird angesprochen. Besonders witzig ist, dass Willi ein Kuhkostüm anzieht und sich zum Melken meldet. Anschließend verfolgt Willi die Milchtanklastwagen bis hin zur Fabrik, in der aus der Milch Joghurt hergestellt wird.Willi nutzt die Gelegenheit und versucht seinen eigenen Joghurt herzustellen. Danach besucht er eine Eisdiele und macht selber Vanille- und Schokoladeneis. Auch hier hat Willi viele neugierige Fragen die auch Kinder stellen würden.

Die nächste Episode ist „Wer kriegt das Brot gebacken“ und Willi versucht herauszufinden, wer denn nun eigentlich das Brot backt, das bei ihm auf den Tisch kommt. Er fängt natürlich ganz von vorne an und besucht erst einmal einen Getreidebauern, untersucht die Unterschiede von Weizen und Roggen, ist bei der Ernte dabei und erfährt, wie man die Spreu vom Weizen trennt. Willi begleitet das Korn dann zum Müller und ist auch mit neugierigen Fragen zur Hand. Sobald aus dem Getreide Mehl wurde ist die nächste Station eine Bäckerei. Hier wird aus dem Mehl lockeres und duftendes Brot. Willi versucht sich selbst ebenfalls an einem Brot, allerdings ohne Sauerteig. Das geht natürlich schief und zeigt, dass Willi auch gerne ausprobiert und keine Scheu vor einem Misserfolg hat. Auch der Verkauf des Brots ist für Willi ein Thema, um das er sich kümmert.

Willi Weitzel ist ein freundlicher und stets grinsender Kerl, der gutgelaunt als Vertreter der Kinder Auftritt und an ihrer Stelle unzählige Fragen stellt, seine Nase überall hineinsteckt und auch gerne mal Hand anlegt, um die ein oder andere Sache auszuprobieren. Willi ist nahe an seinem jungen Publikum und sorgt dafür, das die Kinder auf einfache Art und Weise mehr von der Welt erfahren.

Die DVD ist mit FSK ab 0 Jahre versehen und als Bildformat steht 4:3 und 16:9 zur Verfügung. Letzteres Format ist vorgegeben. Das TV-Format kann kurioserweise nicht ausgewählt werden. Der Ton liegt in Deutsch in Dolby Digital 2.0 vor. Andere Sprachen oder Untertitel gibt es keine. Bild und Ton sind von guter Qualität.

„Willi will’s Wissen – Und die Kuh sagt muh dazu! / Wer kriegt das Brot gebacken?“ ist unterhaltsam, informativ und kindgerecht – sehr empfehlenswert!

Copyright © 2009 by Günther Lietz

“Willi will’s Wissen – Und die Kuh sagt muh dazu! / Wer kriegt das Brot gebacken?” bei Amazon.de

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Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?

Erstellt von Günther Lietz am 5. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Willi Weitzel (mit bürgerlichem Namen übrigens Helmar Rudolf Willi Weitzel) ist erneut unterwegs, um gutgelaunt und humorvoll die Welt zu erkunden. Auf der DVD „Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ geschieht das erneut mittels zwei thematisch passender Folgen. Diesmal dreht sich alles um die Pferde. Dabei ist zu beachten, dass entgegen der üblichen FSK der Reihe „ohne Altersbeschränkung“ eine höhere FSK angegeben ist. Das liegt an dem etwas anspruchsvollerem Thema in „Wer fängt die wilde Pferdeherde?“.

Reporter Willi Weitzel (seit 2008 selbst Vater einer Tochter) treibt sich in „Wo zeigen Pferde, was sie können?“ auf dem aachener CHIO herum, dem größten Pferdeturnier der Welt. Springreiten, Dressurreiten, Vierspänner, Hufschmiede, Europameister, eine echte Prinzessin und vieles mehr gibt es da zu sehen – und wer Willi kennt weiß, der will alles sehen und am liebsten überall mitmachen. So auch hier. Dabei geht er ziemlich forsch an die Sache heran und ist schnell mit vielen Leuten auf Du-und-Du, um einen Blick hinter die Kulissen des Turniers zu werfen. Das ist sehr spannend inszeniert und vor allem für Kinder richtig klasse, besonders wenn sie Pferde lieben. Aber das gilt ja für die gesamte DVD. Die Folge „Wo zeigen Pferde, was sie können?“ wurde vom CHIO 2006 übrigens mit dem silbernen Pferd ausgezeichnet. Also eine weitere Besonderheit dieser DVD.

„Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ ist die zweite der fünfundzwanzigminütigen Folgen der Silberscheibe und der Grund für die diesmal angehobene FSK. Überhaupt gibt es mehrere Überraschungen, denn wer weiß schon, dass es in Deutschland noch eine echte Wildpferdherde in freier Wildbahn gibt? Wohl nur die Wenigsten. Im Merfelder Bruch bei Dülmen lebt diese Herde. Zwar in relativer Freiheit, aber dennoch vom Menschen bewacht und geleitet. Und Willi setzt sich über längere Zeit auf die Spur dieser Herde, um alles möglichst ganz genau und aus erster Hand zu erfahren. Seine Beobachtungen werden jedoch durch den Besuch eines Gestüts aufgelockert.

Auf einem Landgestüt in Warendorf dreht sich alles um die Pferdezucht. Willi sieht sich alles ganz genau an und lernt auch den Zuchthengst Florestan kennen, der Vater von über fünftausend Fohlen ist. Wie das funktioniert, dass schaut sich Willi ebenfalls ganz genau an. Hier sollten Eltern vielleicht erst einmal ohne Kinder einen Blick auf die DVD werfen, denn die Folge geht tatsächlich ziemlich ins Detail und das könnte – trotz kindgerechter Aufmachung – den ein oder anderen Elternteil schlussendlich doch peinlich berühren. Für Kinder ist es jedenfalls ein faszinierendes Thema und gibt Antworten auf die Frage, wo denn die kleinen Pferde herkommen. Allerdings fällt diese Antwort in modernen Zeiten sehr nüchtern und wenig romantisch aus. Somit ist die Episode auch zeitgerecht.

„Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ ist auf Grund der Thematik und dem Umgang damit eine der schönsten DVDs der Reihe „Willi will’s Wissen“, einer Kinder-Doku-Serie, die im Auftrag des Bayerischen Rundfunks produziert wurde. Mittels der von Universal produzierten DVD-Reihe können die kleinen Zuschauer nun unabhängig vom Fernsehen und deren Zeiten ihre Lieblingsfolgen angucken, und bei Bedarf einfach die schönsten Stellen nochmals anwählen. Das Medium eignet sich auch hervorragend, um im Pausenmodus die neugierigen Fragen der lieben Kleinen sofort zu beantworten.

Leider mangelt es auch „Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?“ an Bonusmaterial, in heutigen Zeiten eigentlich die Norm für das Medium DVD. Das wird jedoch mittels der durchdachten Themenzusammenstellung kompensiert. Somit bekommt man eine gut gemachte DVD, die unterhält und informiert. Einfach schick!

Copyright © 2009 by Günther Lietz

“Willi will’s Wissen – Wo zeigen Pferde, was sie können? / Wer fängt die wilde Pferdeherde?” bei Amazon.de

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Willi will’s Wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?

Erstellt von Günther Lietz am 4. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Kindgerechter Journalismus und eine anhaltende Fröhlichkeit sind die Markenzeichen von Willi Weitzel, dem Star der Kinder-Doku-Reihe „Willi will’s wissen“. Der ehemalige Theologiestudent und ausgebildete Hauptschullehrer behandelt in jeder Folge der Reihe ein anderes Thema, stellt neugierige Fragen und mischt auch gerne ordentlich mit. Dabei sind die von ihm behandelten Themen stets spannend aufbereitet und werden unterhaltsam an den kleinen Zuschauer gebracht. So auch auf der DVD „Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?“, die wieder mit zwei passenden Folgen von „Willi will’s wissen“ aufwartet.

Zentraler Punkt ist diesmal der Straßenverkehr. Für Kinder zwar ein spannendes, aber auch ein leidiges Thema. Immerhin packen die Erwachsenen dieses heiße und empfindliche Eisen gerne mit erhobenem Zeigefinger an, mahnen vor der Gefährlichkeit der Straße, erinnern an die schlimmen Dinge die passieren können und überfordern schlussendlich die Kleinen damit. Auch Reporter Willi geht diese Themen an, doch von einer ganz anderen Seite. Er und seine Redaktion bereiten das Thema spannend auf und stacheln die Neugierde der Kinder an. Dadurch begreifen die kleinen Zuschauer ganz von selbst, worauf sie achten müssen und wo die Gefahren lauern. Die Art der Verpackung beeinflusst die Art der Informationsaufnahme. Um diese Spannung zu erzeugen bringt Willi neben bekannten Eckpunkten auch neue Bereiche ins Spiel, an die manch Kind niemals gedacht hätte und nun doch gebannt vor dem Bildschirm sitzt.

So erfährt Willi von der Bedeutung der Ampelsignale und auch, wie wichtig die richtige Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist. Eindrucksvoll zeigt er auf, was es mit dem toten Winkel auf sich hat und nimmt sogar an einem Fahrsicherheitstraining des ADAC teil. Immerhin müssen auch die Erwachsenen im Straßenverkehr Vorsicht walten lassen und bekommen die Ein oder Andere offene Frage beantwortet. Sehr schön umgesetzt ist Willi Weitzels Teilnahme an einer Fahrprüfung. Da er sich selber den kritischen und dennoch freundlichen Blicken der durchführenden Polizisten stellt, nimmt er den Kindern die Angst vor diesem wichtigen Abschnitt im Leben eines jeden Grundschülers. Willi macht auch mit und Willi macht auch Fehler – das kommt an.

Das gilt auch für Willis Blick hinter die Kulissen des Münchner Verkehrs, der als Beispiel für sämtliche Großstädte Deutschlands herhalten kann. Die Augen haben sich an den alltäglichen Verkehr der deutschen Innenstädte gewöhnt und niemand hinterfragt mehr, was im Hintergrund eigentlich geschieht. Doch genau da setzt Willi Weitzel an und springt in die Bresche. Er zeigt auf, das für fahrende und parkende Autos feste Regeln gelten. Wer die missachtet bekommt einen Strafzettel oder wird abgeschleppt. Die Verkehrspolizei bemüht sich hier redlich Willi Rede und Antwort zu stehen. Geduldig unterstützen sie die Dreharbeiten und tragen mit dazu bei, dass die Aufmachung des Themas mal wieder stimmt.

Neben der täglichen Arbeit der Verkehrspolizei nehmen auch andere Menschen am Straßenverkehr teil und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Und so sitzt Willi Abends in einem Taxi und horcht Taxifahrer Fonsi aus, um alles übers Taxifahren herauszufinden und wo man überhaupt ein Taxi rufen kann. Anschließend setzt sich Kinderreporter Willi ans Steuer der Tram – natürlich nur in Begleitung eines Trambahnfahrlehrers. Mit sechzig Sachen heizt Willi dann über die Schienen durch den Verkehr. Das macht richtig Laune!

„Willi will’s wissen – Sicher hin und her im Straßenverkehr! / Was findet statt im Stadtverkehr?“ ist mal wieder eine gelungene Doppel-DVD der beliebten Reihe. Die zwei thematisch passenden Folgen von jeweils fünfundzwanzig Minuten Länge haben genau das richtige Format für Kinder, doch auch Erwachsene dürfen ruhig mal einen Blick riskieren. Immerhin ist der Straßenverkehr auch ein Thema, mit dem Mamis und Papis tagtäglich konfrontiert werden. Leider gibt es auf der DVD keine Sonderausstattung, der Zuschauer muss also auf Bonusmaterial verzichten. Dafür ist die handwerkliche Qualität ordentlich, gibt es ein gutes Bild und guten Ton. Eine runde Sache für den heimischen DVD-Player.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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Willi will’s Wissen – Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit? / Wie kommt man froh ins neue Jahr?

Erstellt von Günther Lietz am 1. Dezember 2009

Bei Amazon.deWilli will’s Wissen – Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit? / Wie kommt man froh ins neue Jahr?

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal
Spieldauer: 50 Minuten

Rechtzeitig zu Weihnachten 2009 erschien eine weitere DVD aus der Reihe „Willi will’s wissen“, die durch den KI.KA der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland bei Kindern einen großen Bekanntheitsgrad hat. Star der Reihe ist Willi Weitzel, der auch durch „Willis VIPs“ und „Willis Quiz Quark Club“ bekannt ist. Im März 2009 gelang ihm mit „Willi und die Wunder dieser Welt“ sogar der Sprung auf die deutsche Kinoleinwand. Eine bemerkenswerte Karriere. Markenzeichen von Willi Weitzel sind seine sympathische Art, sein offenes Wesen und der Umstand, dass ihm kaum jemand sein Alter ansieht. Immerhin ist er Jahrgang 1972. In der Reihe „Willi will’s wissen“ ist er als Reporter und Vertreter der Kinder unterwegs, um die alltäglichen Rätsel dieser Welt zu lösen. So auch diesmal.

Auf der DVD befinden sich zwei Folgen der Reihe, die thematisch zur Weihnachtszeit passen: „Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit?“ und „Wie kommt man froh ins neue Jahr?“. Beide Folgen haben eine ungefähre Spieldauer von fünfundzwanzig Minuten und weisen somit für Kinder eine gute Länge auf. Das Bild liegt im Format 16:9 vor und ist weitgehend in Ordnung. Allerdings kommt es in einigen Szenen zu Flimmereffekten, da Willi einen Pullover mit feinem Streifenmuster trägt. In einigen seltenen Szenen wirkt das Bild stellenweise auch etwas überbelichtet und zwar dann, wenn die Kamera frontal auf eine Lichtquelle hält. Da die Reihe aber einen Dokumentationscharakter hat, ist das kein Problem.

In „Wie himmlisch klingt die Weihnachtszeit?“ macht sich Willi Weitzel auf den Weg und reist ins Erzgebirge. Hier besucht er Instrumentenbauer und erkundigt sich bei einem Pfarrer, was es eigentlich mit den Engeln auf sich hat, die auf vielen Weihnachtsmotiven zu sehen sind. Anschließend geht es ins Vogtland, eine Engelstrompete bauen und das Geheimnis der Holzpyramiden enträtseln, die ebenfalls Bestandteil Weihnachtens sind. Die Folge ist sehr besinnlich und ruhig, dem Thema mehr als angemessen. Spannend ist vor allem, dass Dinge näher betrachtet werden die zum jährlichen Weihnachtsrummel gehören, um deren Herkunft oder Bedeutung nur wenige wirklich wissen.

„Wie kommt man froh ins neue Jahr?“ ist dagegen viel lauter, denn hier dreht sich alles um Silvester. Bereits Monate zuvor hat Willi einen Feuerwerker besucht und zeigt auf, wie laut, spaßig und gefährlich Feuerwerkskörper sein können. Dabei wird der mahnend erhobene Zeigefinger vermieden, doch um so eindringlicher die Hinweise vorsichtig mit den Sprengkörpern zu sein. Willi Weitzel gibt den Kindern stets das Gefühl einer von ihnen zu sein – und das kommt an.

Willi prüft auch die Sicherheit von Sprengkörpern. Er besucht dazu die Bundesanstalt für Materialprüfung und fährt anschließend in eine Sektkellerei, um auch hier seine neugierigen Fragen zu stellen. Das gipfelt dann in einem spaßigen Sektkorkenweitschießen Aber die Krönung ist natürlich das Feuerwerk, dass Willi schlussendlich mit den Feuerwerkern abbrennt. Kawumm!

Erneut sorgt die Reihe „Willi will’s wissen“ für kindgerechte und unterhaltsame Informationen, die auch für Erwachsene noch die ein oder andere Überraschung bereithalten. Die sympathische Art Willis ist dabei der Dreh- und Angelpunkt der Reihe, denn er vermeidet besserwisserische Attitüden, steckt seine Nase überall hinein und ist sich für keine Frage zu Schade. Dadurch wirkt er glaubhaft und wird vom kleinen Publikum mit offenen Armen angenommen. Das ist vor allem beim Thema Feuerwerkskörper wichtig, da hier auch auf die Gefährlichkeit der Sprengkörper hingewiesen wird.

Einziges Manko der DVD ist – wie bei allen DVDs der Reihe – die Tatsache, dass kein Bonusmaterial vorhanden ist. Das ist sehr Schade, denn einige Out-takes oder persönliche Worte von Willi Weitzel wären sicherlich ganz nett gewesen. Doch es ist nur ein kleines Manko, denn trotzdem bleibt die Silberscheibe eine klare Empfehlung. Hier verbinden sich seriöse Berichterstattung, investigativer Journalismus, informative Unterhaltung und kindgerechte Aufmachung.

Copyright © 2009 by Günther Lietz

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H2O – Plötzlich Meerjungfrau

Erstellt von Günther Lietz am 18. November 2009

h2o-02H2O – Plötzlich Meerjungfrau
Staffel 2 – 4 DVDs in einer Box

Titellied: Kate Alexa
Regie: Colin Budds
Darsteller: Cariba Heine, Phoebe Tonkin, Claire Holt
Produktion: Jonathan M. Shiff Productions, ZDF Enterprises
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Walt Disney
Produktionsjahr: Australien 2006
Spieldauer: 624 Minuten

Auch in der zweiten Staffel der australischen Mädchenserie „H2O – Plötzlich Meerjungfrau„ erleben die Teenager Emma (Claire Holt), Rikki (Cariba Heine) und Cleo (Phoebe Tonkin) spannende Abenteuer. Treu an ihrer Seite Lewis (Angus McLaren), der stets darum bemüht ist, das Geheimnis der drei Mädchen zu bewahren. Immerhin setzt die Berührung mit Wasser die Verwandlung zur Meerjungfrau in Gang und in Vollmondlicht verlieren die Mädels die Kontrolle über sich. Und genau das passiert leider auch in der ersten Folge der Staffel, denn Lewis benutzt eine ausländische Software, um den Mondaufgang zu ermitteln. Und damit kann der junge Mann nicht umgehen.

Kaum dem Mondlicht ausgesetzt machen sich die drei Freundinnen auf den Weg nach Mako Island. Dort, in einer geheimen Grotte, haben sie ihre Mächt erhalten. Und auch diesmal treten neue Veränderungen ein, denn die Kräfte der Meerjungfrauen steigern sich erheblich. Leider können die Mädchen ihre neuen Superkräfte kaum kontrollieren, doch Lewis steht ihnen zur Seite. Aber seine guten Absichten sind für Cleo zu viel, die beschließt, sich von ihm zu trennen.

Auch Rikkis Gefühlswelt gerät ins Trudeln. Zane taucht auf und die alten Emotionen übermannen beide. Ihr Liebesglück scheint perfekt. Während sich der verlassene Lewis der an die Schule gekommenen Charlotte annähert, wandelt auch Cleos Vater auf Freierfüßen. Immerhin lebt er ebenfalls getrennt und hat auch eine neue Flamme ins Auge gefasst. Und deren Tochter ist ausgerechnet Charlotte.

Die drei Mädchen erleben viele neue Abenteuer und sind hierbei stets auf der Hut, um ihr Geheimnis zu wahren. Dabei haben sie große Probleme ihr Gefühlschaos zu ordnen und mit den Jungs klarzukommen, die ihnen nachstellen. Brisant wird es, als Charlotte den Meerjungfrauen auf die Spur kommt und herausfindet, dass es eine alte Verbindung zwischen ihr, dem Mythos und Mako Island gibt. Die Sache droht aufzufliegen und alle Beteiligten in immense Gefahr zu bringen. Und zu allem Übel gib es bald eine Planetenstellung, bei der die Kräfte des Mondsees auf Mako Island drastisch verändert werden – und Charlotte sinnt auf Rache …

In der ersten Staffel drehte sich das Liebeskarussel zwar auch schnell, aber zentrales Thema war mehr die Verwandlung der Mädchen in Meerjungfrauen und die Entdeckung ihrer Kräfte. Damit wurde spielerisch und spannend zugleich auf die Veränderungen junger Heranwachsender eingegangen: Der Körper verändert sich, viele Dinge sind plötzlich anders und manches gar peinlich. Freundinnen werden sehr wichtig und da ist auch noch diese Sache mit den Jungs, die sich total kindisch benehmen. Sozusagen Aufklärung subtil in Unterhaltung eingebettet und damit erzieherisch wertvoll.

Auch in der zweiten Staffel der Serie – die in Kooperation mit dem ZDF entstand – kommt die Handlung ohne Besserwisserei und mahnenden Zeigefinger aus. Das ist vor allem für das Zielpublikum wichtig, dass sich keinesfalls bevormundet fühlen möchte. „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ greift stattdessen reale Themen auf und behandelt diese in einem phantastisch mysteriösen Ambiente. Doch die körperlichen Veränderungen sind weitgehend abgeschlossen, die ersten Liebschaften in vollem Gange – nun rücken die Beziehungen stärker in den Mittelpunkt.

Cleo, Rikki und Emma lernen mit ihren Gefühlen umzugehen, erfahren unerwiderte Liebe, Eifersucht und Lebenschaos. Junge Mädchen – und somit heranwachsende Frauen – können sich problemlos mit den unterschiedlichen Charakteren identifizieren, ältere Semester erinnern sich schmunzelnd an ihre eigene Jugend zurück und Jungs finden eventuell heraus, warum die Mädels so sind, wie sie eben sind. Das alles verpackt in eine spannende und zeitgemäße Rahmenhandlung. Diese setzt sich zwar aus einzelnen, in sich abgeschlossenen Episoden zusammen, besitzt aber auch einen roten Faden, der sich durch die ganze Geschichte zieht. Dazu eine große Portion Humor und ein wunderbares Ambiente.

Das wird mittels der herrlichen Fotografien und Kameraarbeiten erzielt. Die Dreharbeiten fanden in und um Gold Coast statt, der sechstgrößten Stadt Australiens und einem wahren Touristenmagneten. Vor allem die beinahe sechzig Kilometer Strand locken die Surfer an. Als weitere Kulisse dient – neben dem idyllischen Haiparadies Mako Island – Sea World. Der maritime Freizeitpark heißt in der Serie allerdings Marine World. Die traumhaften Bilder haben es in sich, dazu die ausgeglichene und unbeschwerte Erzählweise durch Regisseur Colin Budds. Die Geschichten sind dadurch wunderbar unterhaltsam.

Auch die Darsteller haben es in sich, allen voran das Meerjungrauentrio Emma (Claire Holt), Rikki (Cariba Heine) und Cleo (Phoebe Tonkin). Dabei handelt es sich um gutaussehende junge Schauspielerinnen, denen mit „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ der Durchbruch gelang. Sicherlich trägt ihr Aussehen ebenfalls zum Erfolg der Reihe bei, doch auch ihr darstellerisches Talent ist überzeugend. Frisch und unverbraucht füllen sie ihre Rollen mit Leben. Die Drei vermitteln die passenden Emotionen und verleihen ihren Figuren den richtigen Charakter. Vor allem Cariba Heine konnte sich auf dem Markt gut etablieren und wirkte in weiteren Serien mit.

Mit Angus McLaren haben die jungen Frauen den passenden Gegenpart. In der Rolle des bemühten und leicht ungeschickten Freundes sorgt er für etliche Verwicklungen, die man ihm aber gerne verzeiht. Immerhin ist er stets zur Stelle, sobald man ihn braucht und riskiert auch sein Leben, um das Geheimnis des Trios zu wahren. McLaren erfüllt die ihm gestellte Aufgabe mit Bravour und ist in seiner Darstellung überzeugend. Es macht Spaß ihn agieren zu sehen. „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ ist die Krönung seiner bisherigen Karriere und man kann nur hoffen, dass ihm der Sprung auf die große Leinwand gelingt. Allgemein hat man es hier mit einer ausgesuchten Riege junger Schauspieler zu schaffen, die man gerne im Kino erleben würde. Das Zeug dazu haben sie allemal.

„H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ ist auch in der zweiten Staffel eine klasse und unterhaltsame Sache. Die Kernthemen haben sich leicht verändert, sind aber dennoch packend. Die Serie bietet zeitgemäße Unterhaltung auf hohem Niveau – in technischer und darstellerischer Hinsicht. Empfehlenswert!

Copyright (c) 2009 by Günther Lietz

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H2O – Plötzlich Meerjungfrau Staffel1
H2O – Plötzlich Meerjungfrau Staffel2

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Tsubasa Reservoir Chronicle, Box 2 (von 3)

Erstellt von Detlef Hedderich am 10. Mai 2009

Kôichi Mashimo
Tsubasa Reservoir Chronicle, Box 2 (von 3)

Tsubasa Kuronikuro, Episoden 9 – 18, Japan, 2005
Vorlage: gleichnamige Manga-Serie „Tsubasa Reservoir Chronicle“ von Clamp, erscheint bei EMA, Köln
Anime Virtual/AV Visionen, Berlin, 29.10.2007
2 DVDs im Disc-Set auf Displays in aufklappbarer Pappbox im offenen Schuber, Anime, Fantasy, Laufzeit: ca. 225 Min. (9 Episoden à 25 Min.), gesehen 2/09 für ca. EUR 50.-
Extras: 36-seitiges vollfarbiges Hardcover-Booklet
Altersfreigabe/FSK: 12
Bildformat: 4:3, PAL; Regionalcode RC 2
Sprachen/Tonformat: Japanisch, Deutsch, Französisch (DD 2.0)
Untertitel: Deutsch, Französisch, Polnisch
Dialogbuch: Hiroyuki Kawasaki, Künstlerische Leitung: Shin Watanabe
Musik: Yuki Kajiura

www.anime-virtual.de
www.clamp-net.com/
http://www3.nhk.or.jp/anime/tsubasa/
www.shonenmagazine.com/works/tsubasa/
www.shonenmagazine.com/tsubasa_tokyo/
http://kc.kodansha.co.jp/tsubaholi/
http://funimation.com/yuko/

Zum fünfzehnten Jahrestag ihres Bestehens beschloss die Künstlergruppe Clamp eine Serie zu gestalten, in der sie möglichst viele ihrer bisherigen Welten und Figuren auftauchen lassen wollten. So entstand die Idee zu der Manga-Serie „Tsubasa Reservoir Chronicle“. Bereits die ersten Teile der Geschichte wurden im Jahr 2005 zur Grundlage einer erfolgreichen 26-teiligen Fernsehserie, die im Jahr 2007 mit einer zweiten Staffel fortgesetzt wurde.

Anime Virtual gibt die erste Staffel der Serie nun in drei edel gestalteten Boxen heraus. Jeweils zwei DVDs mit 8 – 9 Folgen stecken auf einem aufklappbaren Display. Dazu kommt ein vollfarbiges Hardcover-Booklet, in dem man Informationen zu den Ländern und Figuren erhält, die in den entsprechenden Folgen auftreten. Das zweite Set umfasst nun die Folgen 10 – 18.

Im Land Clow entwickelt sich eine verbotene Liebe zwischen der jungen Prinzessin Sakura und Shaolan, dem Adoptiv-Sohn eines Archäologen. Doch dann verändert ein schreckliches Unglück alles. Gerade als das junge Mädchen ihrem Geliebten klar machen will, wie sehr sie für ihn fühlt, beginnt sie, sich zu verwandeln. Die Federn ihrer Flügel zerstieben in alle Himmelsrichtungen und verschwinden. Zurück bleibt nur die in Ohnmacht gefallene Prinzessin. Um ihr zu helfen, lässt sich Shaolan auf einen Handel mit der Hexe Yuki ein. Er opfert das, was ihm am meisten bedeutet, damit Sakura wieder gesund wird – seine Liebe.

Da die verschwundenen Federn einen Teil der Erinnerungen der Prinzessin und damit auch ihre Persönlichkeit bargen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als diese nach und nach wieder zu finden. Doch dazu muss er sich auf eine gefährliche Reise durch die Dimensionen begeben.

Begleitet von dem Magier Fye und dem Krieger Kurogane beginnt Shaolan seine lange Odyssee. Kaum ist das erste Abenteuer überstanden, erweist sich das zweite beinahe als Todesfalle. Denn der Feudalherr, der Sakuras Feder in dieser Welt an sich gebracht hat, kann mit der ihr innewohnenden Magie einen ganzen Landstrich so unter seine Kontrolle bringen und abschirmen, dass niemand von außen zu helfen vermag.

Doch die Helden erklären sich dazu bereit, den schweren Aufstieg zur Festung auf sich zu nehmen und in die mit magischen Fallen ausgestattete Burg einzudringen. Dort lauert ein Gegner, mit dem sie nicht gerechnet haben.

Nach einer kurzen Ruhepause in einer ebenso friedlichen wie geheimnisvollen Dimension, die kleine Wunder für die, die sie sehen wollen, bereit hält, gelangen Sakura, Shaolan, Fye und Kurogane in eine Welt, die an die Erde des 18. Jahrhunderts erinnert.

Dort erzählt man sich die Legende von einer Prinzessin, die eines Tages eine magische Feder fand und damit nur Gutes tun wollte. Allerdings schien genau das Gegenteil einzutreten, denn nicht nur ihre Eltern starben, sondern alle Kinder des nahe gelegenen Dorfes verschwanden. Das ist auch jetzt wieder der Fall, und so stehen die vier Helden vor verschlossenen Türen, als sie die kleine Siedlung erreichen. Da sie Fremde sind, traut man ihnen alles zu.

Nur der Arzt des Dorfes ist offen und freundlich genug, um ihnen beizustehen. Doch kann er ihnen auch helfen, das Rätsel zu lösen?

Sakura und Shaolan sind Figuren, die bereits in „Card Captor Sakura“ die Hauptrollen innehatten. Damals wie heute müssen sie Verlorenes wieder finden, auch wenn es diesmal keine Tarot-Karten sondern Federn sind. Interessanterweise tauchen diesmal auch eigens für den Anime geschaffene Figuren auf, die so noch nicht in Mangas von Clamp erschienen sind. Vermutlich hat man nichts Passendes gefunden, was in die Handlung hätte integriert werden können, oder aber man hat gemerkt, dass es den Zuschauern weniger wichtig ist, alte Figuren wieder zu sehen, als eine gute und spannende Geschichte genießen zu dürfen.

Wenngleich sich der Zeichenstil von Clamp verändert hat, so hat man bei der Fernsehserie doch dafür gesorgt, stilistisch einen Mittelweg zu gehen und eine Brücke von den alten zu den neuen Figuren zu schlagen. Auch haben die heutigen Helden und Schurken nur noch Grundzüge mit den Originalfiguren gemein.

Es kommt den Folgen zu Gute, dass man darauf verzichtet hat, all zu viele Anspielungen und Hinweise einzuarbeiten, so können selbst diejenigen, die kaum etwas von Clamp kennen, der Serie problemlos folgen und werden so vielleicht auch neugierig auf die Geschichten.

Alles ordnet sich der eigentlichen Geschichte unter, die in dieser Box sehr abwechslungsreiche Haken schlägt. Von handfesten Samurai-Ninja-Abentgeuern wechselt man nun zu einer düsteren Schauergeschichte, die manche Überraschungen bietet, die man so nicht erwartet hat. Nicht immer ist das Offensichtliche auch die richtige Antwort.

Mehr als früher schält sich auch heraus, dass die Quest noch einen anderen Zweck verfolgt. Ganz offensichtlich beobachtet jemand außerhalb der Dimensionen die Suche. Auch wenn die Helden davon erfahren, so ist ihnen klar, dass sie keine andere Wahl haben, als ihre Quest fortzusetzen – allein um Sakuras Seelenheil willen.

So entsteht eine angenehmbunte Mischung aus Abenteuer, Romantik, Fantasy und Action, die auch ältere Zuschauer in ihren Bann schlagen kann, da sich im Hintergrund eine komplexere Geschichte entwickelt, als man denkt.

Ebenso wissen die Animation, der Detailreichtum der Bilder und die schön gestalteten Figuren zu gefallen. Die Farben sind harmonisch, das Bild ist klar und der Ton gut verständlich. Die Extras sind durch das liebevoll gestaltete Booklet zufrieden stellend.

Die zweite Box von „Tsubasa Reservoir Chronicle“ bietet die ebenso spannende wie komplexe Fortführung einer gelungenen Fantasy-Serie, die durch ihre ausgewogene Mischung aus Action, Humor und Romantik zu gefallen weiß. (CS)

Titel bei Amazon.de
Tsubasa Chronicle, Vol. 02 (2 DVDs)

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