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Archiv für die 'Komödie' Kategorie

C2 – Killerinsect

Erstellt von Michael Drewniok am 26. Januar 2012

C2 – Killerinsect

Originaltitel: Infested/Ticks (USA 1993)
Regie: Tony Randel
Drehbuch: Brent V. Friedman
Kamera: Steve Grass
Schnitt: Leslie Rosenthal
Musik: Daniel Licht u. Christopher L. Stone
Darsteller: Rosalind Allen (Holly Lambert), Peter Scolari (Charles Danson), Seth Green (Tyler Burns), Virginya Keehne (Melissa Danson), Alfonso Ribeiro (Darrel Lumley), Ray Oriel (Rome Hernandez), Ami Dolenz (Dee Dee Davenport), Dina Dayrit (Kelly Mishimoto), Michael Medeiros (Jerry), Barry Lynch (Sir), Clint Howard (Jarvis Tanner), Rance Howard (Sheriff Parker), Judy Jean Berns (Dr. Kates), J. D. Stone (Tyler als Kind) u .a.
Label/Vertrieb: Screen Power/United Video
Erscheinungsdatum: 07.04.2002 (DVD) bzw. 01.11.2007 (Neuauflage DVD)
EAN: 4012909819191 (DVD) bzw. 4012020063183 (Neuauflage DVD)
Bildformat: 4 : 3 (1,33 : 1, Vollbild)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch)
Untertitel: keine
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 81 min.
FSK: 16
Neuausgabe (DVD)
Label/Vertrieb: HDMV (Gold Collection)
EAN: 9037695079326
Bildformat: 16 : 9 (1,66 : 1, Vollbild)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch)
Untertitel: keine
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 81 min.
FSK: 16

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Das geschieht:

Mit einer Kleinbusladung verhaltensgestörter Teenager aus der Großstadt Los Angeles unternehmen die Sozialarbeiter und Gutmenschen Charles Danson und Rosalind Allen einen Selbstfindungstrip, der in die Bergwälder des US-Staates Kalifornien führt. Dort sollen gemeinsame Picknicks, Sonnenbäder u. a. Freizeitbeschäftigungen an der frischen Luft den guten Kern im inneren der eigentlich nur vorlauten Jugendlichen zum Vorschein bringen.

Die Begeisterung der Betroffenen hält sich verständlicherweise in Grenzen. Auch Dansons Töchterlein Melissa hält wenig von den philanthropischen Projekten ihres Vaters. Folgerichtig vertreibt sich die wenig besserungswillige Schar bald die Zeit wie üblich mit dem Konsum eingeschmuggelter Drogen, Sex und Vandalismus.

Doch im Wald geht Böses vor. Der schleimige ‚Geschäftsmann‘ „Sir“ unterhält im Schutz der Bäume eine florierende Marihuana-Plantage. Um die Erträge zu steigern, lässt er seinen Schergen Jarvis die Hanfpflanzen mit chemischen Lösungen dopen, die eine gefährliche Nebenwirkung haben: Die Nährbrühe tropft auf ein Nest von Zecken, die daraufhin ins Riesenhafte wachsen. Mit Mäusen geben sich die Blutsauger nicht mehr zufrieden, wie der unglückliche Jarvis bald erfährt: Die fiesen Parasiten bohren sich in seinen Körper, wo sie unter der Haut Grässliches anstellen.

Im Camp liegt inzwischen Meuterei in der Luft. So bleiben die mutierten Zecken lange unbemerkt und können sich ausbreiten, bis sie zum Angriff übergehen. Da Teenie Darrel beim Versuch, in die Zivilisation zurückzuwandern, über die Hanf-Plantage gestolpert ist und dabei erwischt wurde, schließen sich „Sir“ und sein degenerierter Schläger Jerry den Zecken an. Sie wollen feststellen, ob Darrel seine Gefährten informieren konnte, und eventuelle Zeugen ausschalten. Stattdessen sitzen die Gauner bald mit den Jugendlichen im Lager gefangen. Die Zecken dringen ins Haus ein, wo der schwer bewaffnete „Sir“ durchzudrehen beginnt …

Kleine Ekelbiester ganz groß

Es ist eigentlich erstaunlich, dass es so lange dauerte, bis die Zecke als Schreckensgestalt entdeckt wurde. Dabei eignet sie sich schon in ihrem winzigen Realkörper perfekt dafür: ein zur Familie der Spinnen gehörendes Tier – kein Insekt, wie der deutsche Filmtitel angibt –, das im hohen Gras oder Unterholz auf seine Opfer lauert, sich mit dem Kopf in dessen Haut bohrt, tückisch eine betäubende Flüssigkeit injiziert und sich anschließend mit Blut vollsaugt, bis der Körper auf ein Vielfaches der Ursprungsgröße angeschwollen ist. Als ‚Dank‘ überträgt das kleine Ungeheuer seinem Opfer womöglich die Erreger gefährlicher Krankheiten wie Borreliose oder Hirnhautentzündung.

Glücklicherweise sind Zecken in der Realität nur Millimeter klein. Was wäre, wenn sie deutlich größer würden? Lassen wir naturwissenschaftliche Fakten – Riesenzecken müssten ersticken, weil ihre Tracheen-Röhren, die sie statt Lungen besitzen, den Sauerstoff, den auch sie atmen, nicht in ausreichendem Maße transportieren könnten – beiseite, entwickeln sie sich auf diese Weise quasi automatisch zu Horror-Kreaturen. Im Film dichtet man ihnen noch einen auf Menschenfleisch geeichten Spürsinn sowie (je nach Wuchsgröße) bedrohliche Fauch- und Brülltöne an, Schreck & Ekel sind garantiert!

Werden sie mit einer ordentlichen Portion Blut und Schleim serviert, gleichen sie sogar ein schwaches Drehbuch aus. Zusätzlich profitiert der Zuschauer vom Alter des Films: 1993 steckte die Digital-Technik noch in den Kinderschuhen. Die Zecken sind deshalb ‚handgemacht‘ und gleichzeitig mit den unmittelbar auf ihr Erscheinen reagierenden Darstellern in jeder Szene. Da sie von versierten Spezialeffektlern kreiert wurden, sind sie bemerkenswert flink und wirken außerordentlich überzeugend – und widerlich!

Kein Klassiker – aber auf dem Weg dorthin?

9 von 10 Horrorfilmen, die unter ausdrücklichem Ausschluss filmkünstlerischer Ambitionen zum Zweck höchstmöglicher Profitmaximierung entstehen, versinken zu Recht in jenem Nirwana, der solcher Verbrauchsware vorbehalten ist. Nur der Trashfilm-Nerd und die Privatfernsehsender dieser Welt stöbern sie dort wieder auf. Im Nachtprogramm, in mieser Kopie-Qualität und in der Regel zensiert füllen sie Programmzeit und langweilen schlaflose Zuschauer.

„C2 – Killerinsect“ scheint auf den ersten Blick in diese Kategorie zu fallen. Die Präsenz dieses Films sogar auf dem deutschen DVD-Markt spricht dagegen: Immer wieder tauchen unsere Riesenzecken neu aufgelegt auf. In der Tat kombiniert „C2“ Trash, Klischees, Spannung und Splatter auf eine unterhaltsame und zeitlose Weise, die den Zuschauer das matte Drehbuch verzeihen bzw. als reines Transportmittel für möglichst viele Zeckereien begreifen lässt.

Im milden Licht einer solchen Wertung regt man sich auch nicht über die endlosen Ungereimtheiten und Handlungsschwächen auf: So repräsentieren unsere gestörten Jugendlichen allzu aufdringlich sämtliche kalifornischen Bevölkerungsschichten. Und welcher im Vollbesitz seiner Fachkenntnisse befindliche Sozialarbeiter würde eine hübsche Tochter, deren einziger Dachschaden offenbar ihre Zickigkeit ist, einen Agoraphobiker, einen aggressiven Gangster und eine durch Vergewaltigung verstummte junge Frau in einen rostigen Bus packen und ein verlottertes Wald-Camp ansteuern, wo sich die ‚Therapie‘ in diversen Leibesübungen im Wald erschöpft?

Schräg und schrill statt logisch und nachvollziehbar

„C2“ spielt in einer nur unter filmischen Aspekten funktionstüchtigen Welt. Deshalb ist es kein unwahrscheinlicher Zufall, sondern nur eine Frage der Zeit, bis unsere Teenies den Drogenköchen in die Quere kommen. Man rauft sich zusammen und kämpft sogleich wieder gegeneinander und mit den Zecken, während der umgebende Wald inzwischen lichterloh brennt. Auftritt der Feuerwehr? Fehlanzeige, aber schließlich hat Tierärztin Dr. Kates, die zuvor eine der Riesenzecken untersucht und ihre Gefährlichkeit betont hatte, anscheinend Feierabend gemacht und niemanden über die Bedrohung informiert. Im Wald sehen wir nur unsere Teenies, die Gangster und die Zecken toben.

Grundsätzlich hätte Regisseur Tony Randal auf die Vorgeschichte in Los Angeles gänzlich verzichten können. Sie wird als Abfolge jener sattsam bekannten Verhaltungsrituale inszeniert, die Hollywood den jugendlichen US-Bürgern unterstellt. Die Klischees der Rollen werden viele Jahre nach den Dreharbeiten durch Kleidung, Figuren und Frisuren verstärkt, die es in Sachen Scheußlichkeit jederzeit mit den Zecken aufnehmen können.

Hinzu kommt eine bekannte Zimperlichkeit: Selbstverständlich sind die ‚Kids‘ gar nicht ‚böse‘, sondern unglücklich, missverstanden und höchstens ein wenig verzogen. Eventuelle Streitigkeiten erweisen sich als Strohfeuer. Man verträgt sich schnell oder verliebt sich. Spätestens als die Zecken nach vorn drängen, werden sozial angeblich unverträgliche Zeitgenossen blitzartig zu Kampf-Kameraden.

Der Tod ist einfallsreich

Tony Randal hat sein Handwerk nicht nur von der Pike auf, sondern auch beim König des Schlock-&-Trash-Films Roger Corman gelernt, der die Zuschauer seit mehr als einem halben Jahrhundert mit  denkwürdigen Machwerken wie „The Beast with a Million Eyes“ (1955; dt. „Ausgeburt der Hölle“), „Women in Cages“ (1971), „Sorority House Massacre II“ (1990) oder „Piranhaconda“ (2011) malträtiert. Im Billig-Horror der Corman-Schule steht der Effekt im Vordergrund. Er setzt sich aus blutigem Mord und blanken Titten zusammen. Diese Teilaspekte werden höchstens variiert (oder kombiniert), niemals jedoch durch filmkünstlerisch wertvolle Einschübe entwertet.

Auf nackte Tatsachen verzichtet Randel seltsamerweise, doch gesplattert wird kräftig. Die Formbar- und Haltbarkeit des menschlichen Körpers wird detailreich auf die Probe gestellt; die Überschreitung jeglicher Grenzen ist dabei Ehrensache. Auch in diesem Punkt bleiben CGI-Effekte außen vor. Make-up und Modelle kommen zum Einsatz und belegen, dass die Spezialeffekte um 1990 ein hohes Niveau besaßen. Beim Anblick des krabbelnden Wimmelns hungriger Zecken unter menschlicher Haut ist zuschauerliches Mitgefühl jedenfalls garantiert!

Zur Hochform laufen die Effekthexer auf, wenn der Zeckenkönig aus seiner menschlichen Hülle platzt, in der er sich bisher verbarg. Dies versöhnt mit der Erkenntnis, dass dieses Biest in seiner Größe zwar bärenstark aber fußlahm ist und seine Opfer sich in einer Zimmerecke verlaufen und warten müssen, bis sie endlich erwischt werden – ein horrorfilmtypisches Problem.

Darsteller als Zeckenfutter

Wie man sich denken kann, wurde „C2“ keinem der Darsteller ein Vehikel zu Starruhm. Die üblichen Mimen der zweiten und dritten Garnitur schlugen zwischen den Zecken-Attacken Filmzeit tot. Alfonso Ribeiro nutzte eine Drehpause zwischen zwei Staffeln des TV-Klamauks „Der Prinz von Bel-Air“ – dort gab er den trotteligen Sidekick für Hauptdarsteller Will Smith – und ließ sich dadurch als Gast-‚Star‘ vermarkten.

Barry Lynch sieht man in seiner Paraderolle als nur vorgeblich ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft. Mimik und irres Dauergrinsen signalisieren den verkommenen Schurken; in „C2“ unterstützt ein exzessiv zur Haarbändigung gebrachter Kamm diesen Eindruck. Für die geistig schlichter gestrickte Fraktion des Publikums gibt es einen eindeutigen Bösewicht: Michael Medeiros zieht als Hinterwäldler Jerry geil & dreckig alle Register der „Backwood“-Klischee-Orgel.

Die übrigen Schauspieler kennt man aus vielen TV-Episoden. Manchmal sieht man sie auch als Nebenrollen in einem Kinofilm. Dabei haben sie in besseren Filmen als „C2“ mitgespielt, aber sie mussten auch viel Staub fressen. (Hat jemand Barry Lynch in & und „Total Force“ von 1997 gesehen? Hoffentlich nicht!) Sie machen ihren Job, den Rest erledigen die Zecken. Auf dieser Unterhaltungsebene wird „C2“ noch viele Jahre Grusel-Vergnügen verbreiten!

DVD-Features

Eine angejahrte Routine-Produktion wie „C2 – Killerinsect“ wird selten mit Extras ausgestattet. Auf den DVDs – eine Blu-Ray-Fassung gibt es nicht – finden sich nur (inzwischen hoffnungslos veraltete und auch sonst wenig informative) Texttafel-Filmografien von Seth Green und Rosalind Allen sowie eine anderthalbminütige Slideshow mit Bildern aus dem Film.

Ausgerechnet die für den Ramschverkauf in Supermärkten vorgesehene „Gold Collection“-Neuauflage von „C2“ bietet den Film nicht nur in (geringfügig) besserer Bildqualität, sondern auch im Breitbildformat. Hier lohnt es, die Augen offenzuhalten.

[md]

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Würfel, Waffen, Weisheitswurf

Erstellt von Günther Lietz am 20. Januar 2012

Kleinkunst im Internet, Kleinkunst online – Würfel, Waffen, Weisheitswurf ist eine satirische “Dokumentation” über das Thema Rollenspiel und Rollenspieler; also einfach nur nerdiger Quatsch mit so vielen Insidergags, dass die kaum noch einer versteht. Höchstens Elite-Nerds …

Viel Spaß damit!

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Ey Mann – Gib uns dein Auto!

Erstellt von J. Schäfer am 23. Dezember 2011

Ey Mann – Gib uns dein Auto!
Schnitt: Michael J. Duthie
Regie: T. R. Gourley, Danny Green, John McAdams

Kamera: Joseph D. Urbanczyk Mit Benjamin Gourley, Jason Mewes, Izabella Miko
SUNFILM Entertainment
Untertitel: Deutsch.
FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Laufzeit ca. 93 Minuten.
TV-Norm: SDTV 576i (PAL). Sprachversion: Deutsch, DD 5. 1, Deutsch, DTS 5. 1, Englisch, DD 5. 1.
Sprachen: Deutsch Englisch.
DVD-Extras: Trailer
Amaray Case.
Produktionsjahr: 2010.

5. Januar 2012 – DVD-Video

Titel bei Libri.de (DVD)

Zum Film:

Leon und T.J. genießen ihr Leben in vollen Zügen und halten sich für unwiderstehlich. Nur in ihrem Geldbeutel herrscht gähnende Leere. Um an das ganz große Geld zu kommen will T.J. Autos klauen um sie dann wieder zu verkaufen. So weit so gut, doch Leon ist von der Idee seines trotteligen Freundes gar nicht begeistert. Doch als sie die sexy Kellnerin Timmy kennenlernen, ändert Leon seine Meinung: denn Leon ist heiß auf Timmy und Timmy ist heiß auf Autos. Dumm nur, dass der meist gefürchtete Gangster der Stadt die Autos für sich beansprucht und sich Leon und T.J. plötzlich inmitten krummer Geschäfte befinden.

Schauspieler  und  Drehbuchautor  Benjamin  Gourley  legt  mit  EY MAN  –  GIB  UNS  DEIN AUTO  sein  Regiedebut  vor  und  spielt  zudem  an  der  Seite  von  Comedy-Star  Jason Mewes („Jay und Silent Bob schlagen zurück“) eine der Hautrollen. Neben ihnen sind Izabella Miko aus „Kampf der Titanen“ und Zack Ward aus „Transformers“  in der  rasanten Komödie zu sehen. Ein Muss für alle Fans von amerikanischem Humor!

Meine Meinung

Zunächst: Wer hier eine Fortsetzung von “Ey Mann wo ist mein Auto” erwartet ist bei dem Film fehl am Platz. Wie im kursiven Text schon beschrieben: Ein Muss für alle Fans von amerikanischem Humor.  Subjektiv betrachtet bin ich allerdings scheinbar kein Fan mehr davon. Als ich die Kurzbeschreibung auf der Rückseite gelesen habe, war ich noch belustigt. Dies verging aber nach und nach im Laufe des Films. Eine etwas vorhersagbare Liebesgeschichte wurde mit flachem Humor gepaart, der mir insgesamt nur ein oder zweimal ein leichtes Schmunzeln auf die Lippen brachte. Für eine 93-minütige Komödie ein wenig zu selten. Aber wie es so schön heißt: Humor ist selektiv und so kann es natürlich auch sein, dass das was ich als nicht sehr ansprechend betrachte, für einen anderen Zuschauer irre witzig ist.

Mein Fazit

Der Film hat seine Daseinsberechtigung, aber nicht in meinem DVD Regal

[JS]

Titel bei Libri.de (DVD)

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The Garfield Show VOL. 1

Erstellt von J. Schäfer am 23. Dezember 2011

Garfield

(DVD 1)
FSK ohne Altersbeschränkung.
Sprachen: Deutsch Englisch.

EAN: 0886979616790
Libri: 7815700
FSK ohne Altersbeschränkung.
Laufzeit ca. 55 Minuten.
Sprachen: Deutsch Englisch.
(c)Universum Film GmbH

November 2011 – DVD-Video

Titel bei Libri.de (DVD)

Die Story:

Fast jeder kennt den faulen, selbstsüchtigen, orangefarben gefleckten und übergewichtigen Kater GARFIELD, der seine Zeit am liebsten damit verbringt, zu faulenzen, fernzusehen zu schlafen oder einfach nur Spaß zu haben. Aber er hat auch ein Herz aus Gold sodass es ihm immer wieder gelingt über sich hinauszuwachsen, seine Selbstsucht zu überwinden und anderen aus der Patsche zu helfen.

In den ersten 5 Episoden der computeranimierten TV-Serie nimmt es Garfield mit einer sprechenden Lasagne auf, die durch die Küche läuft und schlägt sich mit Mäusen herum, die ihm sein Essen streitig machen wollen. Und zu guter Letzt gilt es auch noch, seinen Freund den Hund Jon aus dem Tierheim zu retten…

Folgende Episoden der TV-Serie auf dieser DVD:
1. Krieg der Nudeln
2. Von Katzen und Mäusen
3. Pizzakrieg
4. Mama Garfield
5. Allein unter Hunden

Meine Meinung:

Bei der Serie, die im Stile von “Planet Max” oder “Jimmy Neutron” animiert wurde, kamen die Eskapaden des Garfields zutage. Lustig wird gezeigt, wie er den heimischen Haushalt im Griff hat, und wer der wahre Herrscher zu Hause ist.Nicht etwa sein Herrchen…nein die Katze regiert. Hier fällt mir der alte Spruch ein: “Jeder Hund hat ein Herrchen und jede Katze eine Dienerschaft”.  Denn genau dies ist hier zutreffend. In den fünf oben genannten Episoden wird aber nicht nur die absolute Regentschaft der Katze gezeigt, sondern auch, dass Garfield ein Herz für andere hat, und durchaus bereit ist, sich für Mäuse oder kleine Babyvögel zu engagieren. Insgesamt kann man sagen, dass hier der Charakter der beliebten Zeichentrick Katze gut eingefangen und in eine lustige, familienfreundliche Animation gepackt wurde.

Mein Fazit

Lustige Serie, die einen kalten, ungemütlichen Nachmittag angenehm macht.

Titel bei Libri.de (DVD)

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Alles koscher!

Erstellt von Detlef Hedderich am 17. Dezember 2011

Alles koscher!

Untertitel: Deutsch.
Originaltitel: The Infidel.
FSK freigegeben ab 12 Jahren

EAN: 0886979439993
Libri: 7829167
Untertitel: Deutsch.
Originaltitel: The Infidel.
FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Laufzeit ca. 101 Minuten.
TV-Norm: SDTV 576i (PAL). Sprachversion: Deutsch, DD 5. 1, Englisch, DD 5. 1.
Sprachen: Deutsch Englisch.
Produktionsjahr: 2010.
Regie: Josh Appignanesi
Mit Yigal Naor, Stewart Scudamore, Omid Djalili
Universum Film GmbH

Dezember 2011 – DVD-Video

INHALT
Mahmud Nasir (OMID DJALILI) ist ein liebender Ehemann, aufopferungsvoller Vater und überzeugter, wenn auch nicht gerade strenggläubiger Moslem. Als seine Mutter stirbt, macht er jedoch eine Entdeckung, die sein komplettes Leben auf den Kopf stellt. Er findet seine Geburtsurkunde, die ihn nicht nur als Adoptivkind, sondern auch als Juden ausweist… sein richtiger Name ist Solly Shimshillewitz! Um seinen vermeintlichen Vater Izzy Shimshillewitz im Altersheim besuchen zu können, muss Mahmud dem kranken Mann als Jude unter die Augen treten, und so begibt er sich äußerst widerwillig bei dem jüdischen Taxifahrer Lenny (RICHARD SCHIFF) in die religiöse und kulturelle Lehre.

- Interviews
- Audiokommentar
- Making of
- Wendecover

PRESSESTIMMEN
Seit der Terroristensatire “Four Lions” sind Fundamentalismuskomödien schwer en vogue – diese hier ist zwar zahmer, aber nicht weniger witzig: Der muslimische Taxifahrer Mahmud lebt als glücklich-spießiger Familienvater unauffällig in Großbritannien vor sich hin, ohne sich für seine Religion besonders zu interessieren. Doch dann bittet sein Sohn ihn, dem hasspredigenden künftigen Schwiegervater exzessive Frömmigkeit vorzutäuschen. Gleichzeitig findet Mahmud aber heraus, dass er eigentlich ein adoptierter Jude ist. Bis zum arg versöhnlichen Ende führt das zu viel respektlosem Spaß.
Daniel Sander, KulturSPIEGEL 11/2011

Titel bei Libri.de (DVD)
Titel bei Libri.de (Blu-ray)

Preisrätsel / Gewinnspiel 2 x 1 (KOSTENLOSE!) DVDs: Um die Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Mahmud Nasir (OMID DJALILI) findet seine Geburtsurkunde, die ihn nicht nur als Adoptivkind, sondern auch als Juden ausweist… sein richtiger Name lautet wie? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen. Danke. Sobald 200 Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Weiter Informationen finden sich hier. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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VENUS & VEGAS

Erstellt von J. Schäfer am 12. Dezember 2011

VENUS & VEGAS
Regie: Demian Lichtenstein
Kamera: James Chressanthis Mit Eddie Kaye Thomas, Donald Faison, Eddie Guerra

Schnitt: Dave Hagen, Miklos Wright
Darsteller: Eddie Kayne Thomas (American Pie), Donald Faison (Scrubs), Eddie Guerra (CSI: Miami), Jamie Pressly (Dead or Alive), Abraham Benrubi, Molly Sims (Starsky & Hutch)
Laufzeit: 114 min.
FSK: 16
Sprachen: Deutsch Englisch.
TV-Norm: SDTV 576i (PAL). Sprachversion: Deutsch, DD 2. 0 Stereo, Englisch, DD 2. 0 Stereo.
Produktionsjahr: 2010.
Amaray Case.
SchröderMedia

24. November 2011 – DVD-Video

DVD bei Libri.de
BLU-Ray bei Libri.de

Presstext:

Las Vegas – Mythos und Wirklichkeit

Im Glücksspiel-Paradies Las Vegas scheint das Geld manchmal geradezu auf der Straße zu liegen. Das denken auch die Freunde Eric (Eddie Guerra), Stu (Donald Faison) und Alex (Eddie Kaye Thomas) in der Gaunerkomödie VENUS & VEGAS (ab 24. November auf Blu-ray und DVD erhältlich), als sie eines Tages über den vermeintlichen Coup ihres Lebens stolpern. Jedoch müssen die Möchtegern-Gauner bald feststellen, dass auch in ihrem Fall Schein und Sein in „Sin City“ oft sehr viel näher beieinander liegen als angenommen.

- 1931 wurde in Nevada das Glücksspiel legalisiert. Die erste Glücksspiel-Lizenz überhaupt erhielt im selben Jahr der „Northern Club“ in Las Vegas. Heute trägt das Casino den Namen „La Bayou“.

- Mit knapp 584.000 Einwohnern im Stadtgebiet belegt Las Vegas auf der Liste der bevölkerungsreichsten US-Metropolen aktuell den 30. Platz. Betrachtet man die gesamte „Las Vegas Metropolitan Area“, zu welcher auch die Bevölkerung der angrenzenden Städte und Gemeinden zählt, ergibt sich eine Zahl von um die 2 Millionen Einwohnern.

- Den größten Jackpot aller Zeiten gewann ein 25-jähriger Software-Entwickler aus Los Angeles im März 2003 an einem Spielautomaten im Casino „The Excalibur“. Die Gewinnsumme: 39,7 Millionen Dollar.

- Dem „Forbes Magazine“ zufolge ist Las Vegas (inklusive Metropolitan Area) derzeit die neuntgefährlichste Stadt der USA. Im Jahr 2010 kam es hier zu 763 Gewaltverbrechen je 100.000 Einwohner – darunter mehr als 9.000 Fälle schwerer Körperverletzung und über 4.500 Raubüberfälle.

- Aufgrund der vielfältigen, mitunter zwielichtigen, „Betätigungsmöglichkeiten“ wird Las Vegas auch „Sin City“ – „Stadt der Sünde“ – genannt.

- Über 30 Millionen Touristen und Geschäftsreisende besuchen die Stadt jedes Jahr.

- Las Vegas belegt einen Top-Rang in jeder dieser drei US-Statistiken: Heiratsrate, Scheidungsrate, Selbstmordrate.

- Las Vegas wurde 1905 gegründet und 1911 offiziell als Stadt anerkannt. Ihr Name kommt aus dem Spanischen und bedeutet übersetzt „die Wiesen“.

- In den meisten Kasinos finden sich weder Uhren noch Fenster, dafür wird immer für frische Luft gesorgt. Sinn der Sache: Muntere Gäste ohne Zeitgefühl bleiben länger und geben mehr Geld aus.

- Die ersten großen Hotels inklusive Spielcasinos wurden in den 1940er Jahren von der Unterwelt-Größe Bugsy Siegel gebaut. In den Folgejahren stieg die Kontrolle der Cosa Nostra über das Glücksspiel-Geschäft immer weiter an. Erst Ende der 1970er Jahre konnten die Gangster – nach diversen Verurteilungen und damit verbundenen Besitzerwechseln in den Casinos – allmählich aus dem Glücksspielbetrieb verdrängt werden.

- Zwar ist Las Vegas die größte Stadt in Nevada, Hauptstadt des US-Bundesstaates ist jedoch Carson City.

- Über 100.000 Paare aus aller Welt geben sich jedes Jahr in Las Vegas das Ja-Wort. Die große Popularität der Stadt als Ort der Trauung liegt unter anderem darin begründet, dass Heiratslizenzen ohne großen Aufwand und sehr kostengünstig zu erwerben sind.

- In den letzten 50 Jahren wurden etwas mehr als 50 Filme gedreht, die in Las Vegas spielen.

- Die Folgen der Wirtschaftskrise sind in Las Vegas überaus deutlich spürbar: Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 14,3 %. Laut „Forbes Magazine“ ist es in keiner anderen Großstadt der USA so schwierig, einen Job zu finden. Zudem gibt es hier zehntausende Obdachlose, von denen viele in einem weitreichenden Tunnelsystem unter der Stadt leben.

Filmrezension erstellt von J. Schäfer am Freitag den 18. November 2011:

Zum Film:

Eric (Eddie Guerra), Stu (Donald Faison) und Alex, (Eddie Kaye Thomas), drei Freunde aus Las Vegas, sind ständig Pleite. Da stolpern sie über den Coup ihres Lebens. In einem Lagerhaus finden sie eine ganze Wagenladung voll Casinochips. Doch leider läuft der Plan aus dem Ruder. Die Möchtegern-Gangster müssen sich nicht nur mit Mafioso Frank Santino (Jon Polito), dem “rechtmäßigen” Eigentümer der Chips, herumschlagen, sondern auch mit ihren undankbaren Freundinnen (Jaime Pressley, Molly Sims, Roselyn Sanchez). Furiose Gaunerkomödie mit originellen Einfällen und Starbesetzung.

Meine Meinung:

Der Film ist meiner Meinung nach eher als Parodie auf die Amerikanische Gesellschaft zu sehen, als dass er eine Komödie ist. So reiht sich ein Tabu Thema ans andere, angefangen von Sex über Drogen, Gewalt, Wettmanipulationen bis hin zu künstlichen Befruchtungen. Vielleicht lag es aber auch an meinem Sinn für Humor, dass ich den Film nicht sehr lustig fand, denn dieser wandelt sich ja bekanntlich und passt sich der Zeit und dem Alter an. Sowar für mich persönlich der erste “American Pie” Film noch irre lustig,  heute aber, kanpp 12 Jahre danach, kann ich mit dieser Art von Humor nicht mehr viel anfangen. Da konnte auch die Besetzung, die in ihren jeweiligen anderen Serien häufig für Lacher sorgten, hier leider auch nicht mehr viel retten.

Mein Fazit:

Ein Film für Liebhaber des “American Pie” -Humors, aber nicht für mich.

[JS]

DVD bei Libri.de
BLU-Ray bei Libri.de

Preisrätsel / Gewinnspiel 1 x 1 (KOSTENLOSE!) DVD und 1 x 1 (KOSTENLOSE!) blu-ray: Um einen Preisrätseltitel zu gewinnen, muss einfach folgende Aufgabe beantwortet werden: Wann genau wurde in Nevada das Glücksspiel legalisiert? Die richtige Antwort an gewinnantwort(x)filmbesprechungen.de mailen (als kleinen Spamschutz bitte (x) durch @ ersetzen, vielen Dank). Im Betreff bitte “Filmpreisrätsel” und den Filmtitel eintragen und angeben ob DVD oder Blu-Ray gewünscht wird. Danke. Sobald 200 Mails mit den richtigen Antworten eingegangen sind, werden unter diesen Einsendern die Gewinner ausgelost. Weiter Informationen finden sich hier. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen!

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Tiger & Dragon Reloaded

Erstellt von J. Schäfer am 10. Dezember 2011

TIGER & DRAGON RELOADED

Regie: Clement Sze-Kit Cheng, Derek Kwok
Darsteller: Siu-Lung Leung, Kuan Tai Chen, Teddy Robin Kwan u.a.

DVD FACTS:
Genre: Action
Produktion: Hong Kong 2009
Laufzeit: ca. 94 Minuten
Bildformat: 16:9 (2,35:1)
Tonformat/ Sprache: Deutsch (DTS, DD 5.1), Chinesisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
DVD-Extras: Trailer
FSK: ab 16;

Erscheinungsdatum: 05.01.2012

Titel bei Libri.de

Die Story:

Der  brutale  Boss  des  örtlichen  Fitness-Centers  möchte  das Teehaus des früheren Kampfsportmeisters Master Law an sich reißen. Doch der alte Mann will sich das nicht gefallen lassen und  kämpft  dagegen  an.  Als  der  schmächtige  Büroarbeiter Cheung  zufälligerweise  in  das Dorf  kommt,  hält  ihn  der  alte Meister  fälschlicherweise  für  seinen ehemaligen  Schüler.  Er beginnt  Cheung  für  das  alles  entscheidende Martial-Arts Turnier  in Pong’s Fitnessclub zu  trainieren, das das Schicksal aller entscheiden wird.

Die  Macher  von  John  Woo’s  “Red  Cliff”,  “Warlords”  und  “House  Of  Flying  Daggers“ vereinen in TIGER & DRAGON RELOADED zum ersten Mal die größten Stars der goldenen Ära der Kung Fu-Filme. Die action-geladene Story vermischt gekonnt Martial-Arts-Kämpfe mit komischen Elementen und wurde von Hong Kong-Superstar Andy Lau (“Running Out Of Time”, “Infernal Affair”) produziert.

Meine Meinung:

Zunächst einmal: Dies ist keine Fortsetzung des Films “Tiger&Dragons” wie man es bei dem Titel vermuten könnte. Es handelt sich hier um einen eigenständigen Titel, der die Rolle des Kung Fu im 20. Jahrhundert, nämlich als Wettkampfsport,  in den Mittelpunkt stellt. Wenn man dies im Hinterkopf behält, hat man hier eine Komödie vor sich, die mich stark an “Kung Fu Hustle” erinnerte und mich oft zum Schmunzeln brachte. Eine kurze Meinung zu dem Film zu formulieren ist mir sehr schwer gefallen. Nicht etwa, weil ich ihn nicht mochte, denn dies ist auf keinen Fall so, sondern da hier so viele verschiedene Themen angeschnitten wurden. Konfliktpunkte waren unter anderem Jung vs. Alt, Mann vs. Frau, Ideal vs. Realität, Eigenwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung. Das alles wird noch mit ein wenig Kung Fu vermischt und man bekommt einen gut umgesetzten Film heraus.

Mein Fazit:

Ein sehenswerter Film für Freunde der Martial-Arts Komödie

[JS]

Titel bei Libri.de

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The UH-OH Show

Erstellt von Michael Drewniok am 8. Dezember 2011

The UH-OH Show

Originaltitel: The Uh! Oh! Show (USA 2009)
Regie u. Drehbuch: Herschell Gordon Lewis
Kamera: Wes Pratt, Jill Sager
Schnitt: Chris Woods
Musik: Patrick Ford
Darsteller: Brooke McCarter (Jackie), Nevada Caldwell (Jill Burton), Joel D. Wynkoop (Fred Finagler), Krista Grotte (Champagne), Lauren Schmier (Coco), Jack Amos (Dean), Kenny Rogers (Oscar), Bruce Blauer (Ray Hemming), Jarrett Ricker (Richard), Trish Dempsey (Old Lady Blume), Kreissägen-Rex (Broward „Eclipse“ Holsey) uva.
Label: 8-Films
Vertrieb: WGV Medien
Erscheinungsdatum: 25.11.2011 (DVD)
EAN: 4033056901492
Bildformat: 16 : 9 (1,78 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 84 min.
FSK: 18

Titel bei Amazon.de (DVD)

Das geschieht:

Weil ihm sein Onkel Hershell als Kind zu viele perverse Gruselgeschichten erzählt hat, ist Fred Finagler erst verrückt geworden und dann zum Fernsehen gegangen, wo er die „Uh-Oh-Show“ erfand: Moderator Jackie stellt seinen Kandidaten dümmliche Fragen; ist ihre Antwort korrekt, gewinnen sie absurd wertvolle Preise. Die Zuschauer im Saal und vor den Bildschirmen hoffen jedoch auf Fehler: Dann wird das „Rad des Unheils“ auf die Bühne geschoben. Kommt es nach energischem Drehen zum Stillstand, steht sein Zeiger auf dem Namen eines Körperteils. Es erscheint der irre Rex, der dem Pechvogel mit einer Kreissäge abschneidet, was angezeigt wurde.

Die „Uh-Oh-Show“ ist ein Bombenerfolg und soll sogar in die TV-Primetime verlegt werden. Finagler denkt sich eine noch blutigere Version aus, die auf den Märchen der Gebrüder Grimm basiert. Doch Jackie entwickelt plötzlich Skrupel, und die neugierige Reporterin Jill Burton schnüffelt hinter den Kulissen der Show herum, nachdem ihr Freund als Kandidat ein übles Ende nahm. Dabei entdeckt sie, dass die ausgelobten Preise gar nicht verteilt werden: Auch die Gewinner der „Uh-Oh-Show“ verlieren ihr Leben, die Produzenten sparen so viel Geld.

Damit hat Jill ihr eigenes Todesurteil gesprochen, denn ihr Chef ist Teil dieses Komplotts. Finagler schickt ihr seine Schergen hinterher. Nur Jills Ex-Kameramann und Freund Oscar, ein schmieriger Enthüllungs-Journalist, der inzwischen gefeuerte Jackie sowie die geschasste „Uh-Oh“-Busen-Fee Champagne stehen ihr zur Seite. Gemeinsam schleicht sich das Quintett in die neue Show ein, um Finagler, der persönlich die Moderatoren-Rolle übernommen hat, vor laufender Kamera bloßzustellen – eine lebensgefährliche Mission, denn nicht nur Finagler, sondern auch Rex und ein ganzes Rudel geistesgestörter Irrer, die in der Show ihre Mordtriebe ausleben dürfen, gedenken nicht, sich ihr Geschäft oder ihren Spielplatz wegnehmen zu lassen. Auch hinter den Kulissen wird nun zerstückelt und gemordet, was die dafür geeigneten Instrumente hergeben …

Im Bilgenwasser der Filmgeschichte

Wenn du lang genug lebst, sinken um dich herum deine Feinde (und Kritiker) ins Grab. Was sie dir einst vorwarfen, ist irgendwann vergessen, zumal du allein nunmehr deine Sicht der Vergangenheit verbreiten kannst, und was dich einst berüchtigt machte, sorgt nun höchstens für neue Berühmtheit. Ob besagte Feinde (und Kritiker) mit ihrem Urteil einst richtig lagen, ist völlig unerheblich, denn der Skandal von gestern wird zur Unterhaltung von heute.

Wie Posträuber Ronald Biggs, US-Gaunerpräsident Richard Nixon oder Johannes Heesters profitiert auch Herschell Gordon Lewis, Jahrgang 1928, von diesem Phänomen. Zwischen 1959 und 1972 sprach man deutlich unfreundlicher über den Regisseur, Autor und Produzenten von Filmen, deren Titel zwar Programm sein sollten, die aber in Sachen Verworfenheit selten hielten, was sie dem erwartungsvollen Publikum versprachen: „Goldilocks and the Three Bares“ (1963), „Scum of the Earth“ (1963), „She-Devils on Wheels“ (1968), „Miss Nymphet’s Zap-in“ (1970).

Lewis drehte „Nudies“ und Billig-Horror, wobei ihm schnell der naheliegende Gedanke kam, nackte Mädchen und Gewalt miteinander zu kombinieren. Während sein Zeitgenosse Russ Meyer („Faster, Pussycat! Kill! Kill“, 1965) als drittes Element einen rauen aber herzlichen Humor in seine Filme einbrachte und damit die Herzen auch ‚ernsthafter‘ Kritiker gewann, drehte Lewis mutwillig aber konsequent an der „Gore“-Schraube und schuf Schmuddel-Horror-Klassiker wie „Blood Feast“ (1963), „Two Thousand Maniacs!“ (1964) oder „The Wizard of Gore“ (1970).

Was zunächst durch ein nie gekanntes Übermaß an Folter & rüder Zerstückelung faszinierte, wurde Ende der 1960er Jahre zum „Camp“ geadelt: Die intellektuelle Jugend hatte buchstäblich Blut geleckt und amüsierte sich über geschmacklose, billig hergestellte, unfreiwillig schräge Filme. Rasch entwickelte sich ein eigenes Genre, und  die entsprechenden Filme wurden absichtlich immer abgedrehter. Lewis sprang auf diesen Zug auf; Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre verloren seine Werke auch den Rest ihres ohnehin nie sehr ausgeprägten Handlungsernstes.

Ein langes Leben kann auch Fluch sein

1972 war nach „The Gore Gore Girls“ Schluss; der harte Horror erreichte das Mainstream-Kino, der Porno erledigte die ‚softe‘ Erotik, blanke Brüste füllten sich mit Silikon. Lewis verschwand von der Bildfläche. Fast vier Jahrzehnte verstrichen, in denen sich die Sünden der Vergangenheit auf die weiter oben beschriebene Weise verklärten. Lewis wurde zum Mythos. Die Filmkritik entdeckte seine Werke wieder und erklärte sie zu frühen Meisterwerken eines Mannes, der gegen das zeitgenössische Establishment aufgestanden war und spielerisch die hässlichen Wahrheiten einer grundsätzlich schlechten Welt offenbart hatte. Weniger anspruchsvolle Zeitgenossen hatten einfach ihren Spaß an den alten, ungelenk inszenierten und mit Anti-Schauspielern besetzten Machwerken.

Lewis-Horror wurde neu veröffentlicht und schön aufgemacht unter Käufer gebracht, die zum großen Teil noch gar nicht geboren waren, als die „Gore Gore Girls“ ihr Unwesen trieben. In einem nächsten Schritt wurde der Trash-Altmeister selbst reaktiviert. Es genügte, dass er noch lebte. 2002 saß Lewis nominell im Regiestuhl von „Blood Feast 2: All U Can Eat“. Mit dieser ‚Fortsetzung‘ seines Films von 1963 hatte Lewis nichts zu tun; er gab seinen profitablen Namen her. Allerdings rief ihn diese Erfahrung zurück ins Film-Leben: Lewis wollte wieder einen ‚echten‘ Herschell-Gordon-Lewis-Schocker drehen.

2009 war es soweit. „The UH-OH Show“ fällt in die vollständige Verantwortung des alten Kämpen. Mit diesem Comeback hat er weder sich noch seinem Publikum einen Gefallen getan, obwohl die Werbung sowie jene Fans, die neuen Lewis-„Gore“ einfach großartig finden WOLLEN, das Gegenteil behaupten.

Was soll so etwas heute?

Tatsächlich hat sich Lewis überhaupt nicht weiterentwickelt. Weiterhin verknüpft eine simple bis fadenscheinige Story diverse Schnetzel- und Titten-Szenen. Das traurige Ergebnis wird uns als ironische Verbeugung vor dem klassischen Trash-Horrorkino verkauft. Wer sich diesen Sand nicht in die Augen streuen lässt, findet sich erschüttert mit antiquiertem, absolut witzfreiem Müll konfrontiert – und Müll ist nicht Trash, dem bekanntlich ein erheblicher Unterhaltungswert innewohnen kann.

Die alten Lewis-Streifen SIND Trash, weil sie ihrer Entstehungszeit verhaftet sind. „The UH-OH Show“ mag irgendwann ebenfalls Trash werden. Aktuell ist dieser Film nur die endlose Verkettung mühsam oder gar nicht miteinander verbundener Episoden sowie Gags, die nicht zünden wollen oder können, da sie miserabel sind. Dies passt zum Irrwitz des ganzen Projektes, denn welcher Sinn könnte dahinter stecken, einen Film-Stil zu kopieren, dessen Haltbarkeitsdatum vor Jahrzehnten abgelaufen ist? Es muss schon ein Quentin Tarantino kommen, der das Trash-Kino in seine Elemente zerlegt, sie neu zusammensetzt und mit den Mitteln der Gegenwart überhöht.

Lewis zeigt in dieser Hinsicht nur marginale Bemühungen. „The UH-OH Show“ soll ein Fernsehen ironisieren, das seine Zuschauer mit immer neuem Schwachsinn und gesteigerten Brutalitäten verdummt und abstumpft. Dies ist ein Vorwand, Lewis soll liefern, wofür er in der Vulgär-Version seiner Filmgeschichte berühmt ist. Also lässt er diverse Sägen kreisen, während die Kamera unbarmherzig die dilettantische Machart nicht nur der Spezialeffekte enthüllt.

Das Grauen einer unkomischen Horror-Komödie

Diese Splatter-Szenen sind das reinste Kasperle-Theater, die Tricks auf dem Niveau von 1972; sie sollen es wohl auch sein, denn „The UH-OH Show“ ist ja eine komische Hommage an den ohnedies comichaft überzogenen Herschell-Horror. Vier Jahrzehnte später ist so etwas langweilig, weil es zu allem Überfluss öde in Szene gesetzt wird. Lewis war niemals ein guter Erzähler. Blut und Titten waren in ständig wechselnder Reihenfolge die Schauwerte seiner Filme, die er möglichst billig herunterkurbelte. Traditionell wurden für diese Verbrauchsware keine Schauspieler engagiert, sondern Darsteller angeheuert, die zu Recht ohne Job (männlich) sowie bereit waren, ihre sekundären Geschlechtsorgane in die Kamera zu halten (weiblich). Folgerichtig erweist sich auch „The UH-OH Show“ als Panoptikum schamfreien Non-Talentes.

Die Darsteller machen daraus keinen Hehl. Den vielleicht größten Lacherfolg erzielt Lewis (wiederum unfreiwillig) durch die Beschäftigung von Mimen, die Real-Namen wie „Krista Grotte“, „Lauren Schmier“ oder „Joel D. Wynkoop“ tragen. Woher kommen diese Leute? Meist sind sie in Film oder Fernsehen bisher (aus gutem Grund) kaum oder gar nicht präsent gewesen. Sie chargieren aus Leibeskräften und wollen uns Zuschauern deutlich bzw. weismachen, welchen Spaß es ihnen bereitet, in einem Herschell-Gordon-Lewis-Film aufzutreten – ein Vergnügen, das wir gefälligst zu teilen haben.

„They never come back“ – hoffentlich …

Schließlich gibt Meister Lewis sich persönlich die Ehre als klappriger Grusel-Greis, der in Crypt-Keeper-Manier mehrfach in das Geschehen eingreift. (In einer für das Geschehen absolut irrelevanten Szene gibt sich auch Gaststar Lloyd Kaufman, der ungekrönte König des „Troma“-Trash-Kinos, als Zuhälter die Ehre und rundet das Spektrum der Peinlichkeiten mit einer wahren Flut infantiler Fäkal- und Klemmsex-Witzchen ab.) Sie alle eint die Schrecklichkeit ihrer auf Film gebannten Blamage, für die sie ein fahriges Drehbuch mitverantwortlich machen können, das Old Herschell möglicherweise seit 1972 in einer Schreibtischschublade hortete.

Lewis drehte in Saint Petersburg in Florida, was wenig überrascht, da dies der Staat ist, in die es die meisten US-Rentner zieht. Anscheinend richtete er die Handlung nach vorhandenen Kulissen ein; ansonsten kamen viel Sperrholz und Silikon (s. Champagne und Coco) zur Verwendung. Abgeschlossen wird das Trauerspiel durch einen Abspann, der anscheinend „Bloopers“, also beim Dreh fehlgeschlagene Szenen, enthält; dies zu entscheiden fällt schwer, da sie sich in ihrer ‚Qualität‘ kaum von dem im Hauptfilm Gezeigten unterscheiden. Bleibt nur zu hoffen, dass Herschell Gordon Lewis sich jetzt endgültig zurückzieht.

DVD-Features

Für ein angebliches Trash-Fest fallen die Extras zum Hauptfilm – der übrigens nur auf DVD erscheint – kärglich aus. Ein Trailer zum Film und ein siebenminütiger Blick hinter die Kulissen verraten wenig über die schwierige Entstehungsgeschichte. „The UH-OH Show“ wurde bereits 2009 abgedreht, doch der Regisseur benötigte weitere zwei Jahre für die Nachbearbeitung. Wesentlich aufschlussreicher und interessanter ist deshalb Lewis‘ Audiokommentar. Der alte Mann hat Humor und definitiv viel zu erzählen, auch wenn er nicht ganz einfach zu verstehen ist; eine deutsche Untertitelung wäre hier hilfreich.

„Humor“ ist ein Phänomen, das der (deutschen) Zensur bekanntlich fremd ist. „The UH-OH Show“ erst ab 18 Jahren freizugeben, könnte freilich auch als Marketing-Trick des Labels begriffen werden, das damit ein Gore-Fest suggerieren möchte; der pompös-aussagelose Untertitel „Ultimate Uncut Version“ will das bekräftigen – ein Schuss, der böse nach hinten losgehen könnte bzw. sollte!

[md]

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DeadHeads

Erstellt von Michael Drewniok am 24. November 2011

DeadHeads

Originaltitel: DeadHeads (USA 2011)
Regie/Drehbuch: Brett Pierce u. Drew T. Pierce
Kamera: Robert Toth
Schnitt: Kevin O’Brien
Musik: Devin Burrows
Darsteller: Michael McKiddy (Mike Kellerman), Ross Kidder (Brent Guthrie), Markus Taylor (Cheese), Thomas Galasso (Thomas Jeremiah), Natalie Victoria (Ellie Masterson), Eden Malyn (Emily), Benjamin Webster (McDinkle), Greg Dow (Gillman), Harry Burkey (Cliff), Leonard Kelly-Young (Charles) uva.
Label/Vertrieb: Splendid Film
Erscheinungsdatum: 25.11.2011 (DVD/Blu-ray)
EAN: 4013549875363 (DVD) bzw. 4013549275361 (Blu-ray)
Bildformat: 16 : 9 (1,78 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch, Niederländisch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 95 min.
FSK: 16

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Das geschieht:

Als Mike Kellerman mit heftigem Kopfweh erwacht, findet er sich in einem Truck sowie in einem Leichensack wieder. Der Truck ist nach einem Unfall liegengeblieben, die Türen sind aufgesprungen und entlassen ihre Fracht: Mike und andere Zombies, die umgehend ausschwärmen und hungrig die Lebenden heimsuchen.

Anders als seine Leidensgefährten hat Mike zwar Leben und Gedächtnis verloren, seinen Verstand jedoch behalten. Kurz darauf stößt er auf den ebenfalls nicht verdummten Brent, der sich bereits an seinen Zustand gewöhnt hat, während Mike noch an seinem Untod zweifelt, bis ihn eine folgenlos überstandene Schrotladung in den Unterleib eines Besseren belehrt.

Mike hat keine Ahnung, wie er drei Jahre zuvor zu Tode kam. Woran er sich allerdings erinnert, ist der Heiratsantrag, den er der schon seit Schultagen geliebten Ellie endlich hatte machen wollen. Von Brent ermuntert, will er Ellie besuchen und ihr erklären, wieso er damals so plötzlich verschwand.

Die Flucht der Zombies kommt der für ihre Existenz verantwortlichen Organisation höchst ungelegen, denn von den nicht nur geheimen, sondern auch ungesetzlichen Menschenversuchen soll tunlichst niemand erfahren. Also schickt Firmenchef Charlie Zombie-Jäger wie den psychopathischen McDinkle, seinen tumben Kumpanen Gillman und den Ex-Sträfling Thomas Jeremiah aus, die sowohl die Untoten als auch die von ihnen gebissenen und infizierten Pechvögel fangen oder ausschalten sollen.

Mike, Brent und ihr neuer Gefährte, der riesenhafte Zombie „Cheese“, können nur auf die Unterstützung des Rentners und Vietnam-Veteranen Cliff rechnen, während sie versuchen, Ellies Heimatort zu erreichen, wo schließlich sämtliche toten und lebenden Beteiligten dieser Geschichte folgenschwer aufeinander treffen …

Tod allein ist nicht witzig

Humor ist ein seltenes, zwar vielfach definiertes und doch flüchtiges Phänomen. Selbst wer ihn zu besitzen glaubt, darf keineswegs sicher sein, dass die eigene Interpretation vom Mitmenschen geteilt wird. Worüber der eine sich buchstäblich schieflachen kann, sorgt beim anderen womöglich für angewidert nach unten gezogene Mundwinkel.

Alter und Alkohol scheinen zwei der Faktoren zu sein, die den Humor bzw. das Verständnis von Humor bestimmen. Grob gesprochen sind es vor allem jüngere Zeitgenossen, die es urkomisch finden, wenn Kleidung verloren geht oder Körperflüssigkeiten verspritzt werden. In Filmen wie „DeadHeads“ wird diese Palette des eher handfesten Witzes durch axtgespaltene Zombie-Hälse, die Ausdärmung schreiender Menschenopfer oder den reißverschlussverursachten Verlust untoter Geschlechtsteile ergänzt. Weitere Merkmale für den ‚jungen‘, schlichten Witz sind Lautstärke, dröhnender Billig-Hard-Rock, grimassierende Darsteller und schlechte Zitate aus älteren, meist deutlich besser gelungenen Filmen.

Womit „DeadHeads“ seine Kategorie-Schublade gefunden haben dürfte, denn die genannten Merkmale lassen sich hier sämtlich und ausgiebig finden. Zumindest die deutsche Werbung steigt voll darauf ein und meint ihre Klientel so ansprechen und locken zu können: „‚Shaun of the Dead‘ meets ‚Hangover‘“. Wer sich auf solches Whistleblowing verlässt und erwartungsvoll zugreift, könnte allerdings in Sachen Unterhaltung eine Bruchlandung erleben: Die genannten Filme waren grob, peinlich, gemein – und wahnsinnig komisch. „DeadHeads“ erfüllt höchstens die ersten beiden Bedingungen.

Theoretisch richtig, praktisch verbockt

Dabei haben die Brüder Brett und Drew Pierce – gemeinsam verantwortlich für Buch und Regie – ihre Hausaufgaben durchaus gemacht. „DeadHeads“ ist ein trotz aller Budgetschwächen kompetent in Szene gesetzter Film. Die Kamera liefert klare Bilder, die Anschlüsse stimmen, und zumindest in den Hauptrollen sieht man keine Amateure, sondern richtige Schauspieler.

Zum Stolperstein wird Piercesches Unvermögen an anderer, leider entscheidender Stelle. Eine ‚gute‘ Komödie bietet nicht nur ein möglichst dichtes Trommelfeuer aus Scherzen. Diese sollten in eine echte Geschichte eingebettet sein, die sie ohnehin nicht ersetzen können. Nicht zwangsläufig erforderlich aber bei korrekter Anwendung den Filmgenuss unterstützend wirken emotionale Intermezzos; schon Charles Chaplin hat bewiesen, dass sich Humor und Dramatik gut ergänzen.

Also beißen & flüchten Mike, Brent und Cheese nicht ziellos bzw. auf der Jagd nach dem nächsten Gag durch die US-Provinz. Sie haben eine Mission, die Minne heißt und den Aufwand wert ist, den unsere untoten Helden dafür treiben. Zumindest Mike muss zudem lernen, sich mit seinem Zombietum zu arrangieren. Die Idee, lebende Tote wenigstens in den Hauptrollen in redselige Figuren zu verwandeln, ist zwar nicht neu, bietet aber dem Zuschauer die Möglichkeit, Mike, Brent und sogar Cheese sympathisch zu finden und an ihren Schicksalen Anteil zu nehmen.

Dieses Miteinander von Handlung & Komik funktioniert freilich nicht, wenn dem Drehbuch für einen mehr als neunzigminütigen Film nur ein Quantum von Einfällen für höchstens die halbe Laufzeit zugrundeliegt. Nicht einmal bis Minute 45 geht es spannend oder gar komisch zu; von Anfang an geht „DeadHeads“ immer wieder die Luft aus, werden ohnehin weder dramatische noch witzige Szenen in die Länge gezogen, irrt die Handlung ziellos bis zum nächsten Einfall. Das Finale offenbart völlige Ratlosigkeit; was hier geschieht, bietet empörend zahlreiche Gründe zum Fremdschämen, Ärgern und Schimpfen.

Wieso reden, wenn man auch brüllen kann?

„Die nackte Kanone“, eine der besten modernen Slapstick-Komödien, funktioniert nicht nur trotz der albernen oder aufgrund der manchmal genialen Gags so hervorragend. Regisseur und Darsteller haben außerdem verinnerlicht, dass Witze am hellsten zünden, wenn sie im Brustton völliger Ernsthaftigkeit sowie mit unbewegter Miene präsentiert werden.

Fratzenschneider sind besser im Zirkus aufgehoben, wo diese Art des Humors seine ideale Heimat hat, weil er sich direkt vom Clown auf das personaliter anwesende Publikum übertragen kann. Im Film sorgt wildes Grimassieren schnell für Ermüdung und dann Ärger, weil der Zuschauer rasch merkt, dass er mit einem für das Medium nur bedingt geeigneten Mittel zum Lachen gebracht werden soll.

Gleich ein ganzes Rudel „DeadHeads“ fährt auf dieser Schiene. Michael McKiddy und noch mehr Ross Kidder schreien und fuchteln mit den Armen, um die Absurdität ihrer Situation zu unterstreichen; sie müssen es, da das, was sie uns dabei sagen und zeigen, definitiv nicht lustig ist und sie außerdem – obwohl Identifikationsfiguren – keine Sympathie, sondern höchstens den Wunsch wecken, ihnen die wahrscheinlich schon zu Lebzeiten leeren Loser-Schädel zu zerschmettern. Völlige Karikaturen bieten der manisch chargierende Benjamin Webster und Eden Malyn, wobei letztere zu allem Überfluss für das Geschehen ohne jede Bedeutung ist und ihre Dummchen-Klischees ins Handlungsleere mimt.

Markus Taylor spricht als Zombie Cheese nur zwei Worte und gibt ansonsten eine Art untoten Wookie; es soll witzig sein, dass er ständig daran gehindert werden muss, Menschen zu verspeisen. Thomas Galasso ist eine anstrengend ‚ulkige‘ Kopie des schwarzen Zombie-Kämpfers Ben aus George A. Romeros Grusel-Klassiker „Night of the Living Dead“ (1968). Harry Burkey als Vietnam-Opa Cliff drückt statt auf die Tränendrüse auf den Brechreiz-Auslöser des Zuschauers. Noch am besten zieht sich Leonard Kelly-Young aus der Affäre; er hat in unzähligen, oft obskuren Filmen und TV-Serien mitgespielt und zieht seine flache, miserabel unterfütterte Bösewicht-Rolle (Charlie ist nicht nur Chef der Zombie-Fabrik, sondern auch Ellies Vater UND Mikes Mörder – also bitte!) einfach durch, ohne dem Klamottenkomiker-Affen Zucker zu geben.

Lasst Waffen sprechen

Zombies ‚leben‘ gefährlich: Fortschreitende Verwesung lässt sie in Stücke fallen, was sich durch den Einsatz von Hieb- und Schusswaffen unterstützen lässt. Entsprechende Effekte werden vom Zielpublikum geliebt, während vor allem die deutsche Zensur entsprechendes Filmgut misstrauisch auf menschenverachtende und sittlich verrohende Aspekte überprüft. In der Regel wird man fündig und setzt die Schere an. „DeadHeads“ blieb ungeschoren und wird sogar ab 16 Jahren freigegeben, obwohl es hin und wieder drastisch & blutreich zur Sache geht. Aber dies ist ja eine Komödie, und Zombies sind keine ‚richtigen‘ Menschen, weshalb man sie – so funktioniert wohl Zensoren-Logik – ungestört zerschnetzeln darf.

Zudem sind die Spezialeffekte nicht nur zahlenarm, sondern meist auch recht ärmlich. Das gilt beispielsweise für die Zombie-Masken von Mike und Brent, die sich auf einige Schminkspuren und Farbschichten im Gesicht beschränken, während die Hände kostensparend nur auf den Oberseiten ‚zombiefiziert‘ wurden. Mike fällt manchmal ein Arm ab, Cheese zweckentfremdet seine Gedärme als Rettungsleine, Brent nagelt Mikes Hand an einen Fensterrahmen: In der Regel ist es solche niedrigvoltige Körper-Komik, die für Brou-har-har-Ausbrüche sorgen soll.

Einige nicht nur gelungene, sondern auch konsequente Splattereien verstärken das nie bewältigte Problem, zwischen Horror und Komödie eine sichere Linie zu fahren, statt kurslos hin und her zu schlingern. „DeadHeads“ ist einer jener Filme, die den Grund ihres Scheiterns schon im Titel tragen: Wie wäre er geworden, wenn die Zombies nur vor und nicht auch hinter der Kamera das Sagen gehabt hätten? (Vielleicht so etwas wie „Tucker & Dale vs. Evil“, aber das ist eine andere und bessere Geschichte …)

DVD-Features

Besonders viel Vertrauen scheint selbst das herausgebende Label nicht in diesen Film zu haben: Bonusmaterial gibt es nicht. Dabei hätte man sich über die üblichen Lügen der vertraglich zum ‚Interview‘ verpflichteten „DeadHeads“-Beteiligten womöglich intensiver amüsiert als über den Hauptfilm. Außerdem hätte man Impressionen vom „Frightfest London 2011“ oder einem der anderen Festivals zeigen können, auf denen „DeadHeads“ präsentiert wurde und & wo nach vielen Stunden exzessiven Horror-Trashes und ausgiebigen Biergenusses ein selig grölendes Publikum jeden Film brillant findet.

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Trollhunter

Erstellt von Michael Drewniok am 2. September 2011

Trollhunter

Originaltitel: Trolljegeren (Norwegen 2010)
Regie: André Øvredal
Drehbuch: André Øvredal u. Håvard S. Johansen
Kamera: Hallvard Bræin
Schnitt: Per-Erik Eriksen
Darsteller: Otto Jespersen (Hans) Glenn Erland Tosterud (Thomas), Johanna Mørck (Johanna), Tomas Alf Larsen (Kalle), Urmila Berg-Domaas (Malica), Hans Morten Hansen (Finn Haugen), Robert Stoltenberg (Bärenjäger), Knut Nærum (Werksleiter), Eirik Bech (Campingplatzbesitzer) u. a.
Label/Vertrieb: Universal Pictures Germany
Erscheinungsdatum: 01.09.2011 (DVD/Blu-ray)
EAN: 5050582845747 (DVD) bzw. 5050582846447 (Blu-ray)
Bildformat: 16 : 9 (1,85 : 1, anamorph)
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Französisch, Norwegisch)
Untertitel: Deutsch, Französisch
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)
Länge: 99 min. (Blu-ray: 104 min.)
FSK: 12

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Das geschieht:

Eigentlich glauben die Studenten Thomas, Johanna und Kalle, die für ein Universitäts-Projekt einen Film drehen, sich auf den Spuren eines Wilderers, als sie den mürrischen Hans und seinen Wohnwagen stets dort im norwegischen Vestlandet sichten, wo wenig später tote Bären gefunden werden. Auf Anfragen bezüglich eines Interviews reagiert Hans ablehnend, weshalb das Trio sich heimlich an seine Fersen heftet.

Endlich gelingt es ihnen, Hans auf einem seiner mysteriösen nächtlichen Waldgänge zu folgen. Sie finden mehr heraus, als sie wissen wollten, als sie dabei auf eine riesige, bizarre und sehr aggressive Kreatur stoßen: einen Troll, den es nur im Märchen geben sollte. Wenig mythisch versucht das Wesen, die Studenten zu fangen, doch sie können entkommen; Thomas allerdings mit einem Biss in der Schulter.

Da nun die Katze aus dem Sack bzw. der Troll aus dem Wald ist, beginnt Hans, der sich offensichtlich einsam fühlt, mit den geschockten Studenten zu sprechen. Sie erfahren, dass Trolle in regelrechten Schutzgebieten leben. Die Regierung unterdrückt das Wissen um ihre Existenz, um weder Bürger noch Auslandsurlauber zu erschrecken. Eine eigene Behörde achtet darauf, dass die Trolle bleiben, wo sie sind. Brechen sie aus, tritt Hans auf den Plan, der sie mit einer Art Laserlichtwaffe jagt, deren Schein die Kreaturen versteinern oder explodieren lässt.

Die Studenten schließen sich Hans mit der Kamera auf einer Kontrollfahrt an, obwohl Finn Haugen, sein Chef, mit Sanktionen droht, sollten sie an die Öffentlichkeit gehen. Hans ist beunruhigt, weil mehr Trolle als sonst aus dem Norden kommen, die zu allem Überfluss krank und unberechenbar geworden sind. Sie richten Zerstörungen an und töten Menschen. Dass die Trolljagd kein Job für Amateure ist, erfahren unsere Nachwuchs-Filmer, als ihre Neugier sie unvorsichtig werden lässt. Den Kameramann erwischt es zuerst, aber er wird nicht das einzige Opfer bleiben …

Manche Märchen sind womöglich wahr

Kein Vampir, kein Werwolf, kein Zombie: Bereits die Abwesenheit abgegriffener Horror-Gestalten nimmt für diesen Film ein. Die glücklichen Skandinavier können auf einen reichen Schatz eigener Sagen & Mythen und damit verbundener Schrecken zurückgreifen. Der Troll ist ein wunderbarer Kandidat als Grusel-Unhold. Auch unterhalb des nördlichen Polarkreises hat er einen guten i. S. von unheimlichen Klang: Trolle sind grobschlächtige, riesengroße und mehr als bärenstarke Wesen, denen weder Umgangsformen noch Sanftmut in die Wiege gelegt wurden.

Für seinen Film holte Regisseur und Drehbuchautor André Øvredal sie aus dem Märchenbuch und verankerte sie in der Realität des 21. Jahrhunderts. Damit sie dort Fuß fassen konnten, erfand er ihnen einen biologischen und ökologischen Background, der die Existenz von Trollen immerhin ansatzweise logisch wirken lässt. Dabei berücksichtigt Øvredal das zentrale Credo von „Trollhunter“: Spinne dein Garn völlig ernsthaft, aber nimm es bloß nicht ernst! Das Ergebnis ist ein Film, der ebenso spannend wie witzig ist und beides auch gleichzeitig sein kann.

Auf Nummer sicher gehen

Seine Geschichte kleidet Øvredal in die Form einer „Mockumentary“: Er greift auf einen alten aber bewährten Trick zurück und präsentiert uns das Geschehen als grobe Zusammenfassung unbearbeitet gebliebenen Filmmaterials, das angeblich drei Studenten als Grundlage für eine spätere Dokumentation dienen sollte. „Trollhunter“ wirkt deshalb künstlich roh, die Kameraführung ist meist fahrig, weil entweder heimlich gedreht wird oder ein Troll den Filmern im Nacken sitzt, worunter die handwerkliche Sorgfalt beim Dreh verständlicherweise leidet.

Die Szenen schließen nicht sauber an, sondern setzen an und enden, wo die Kamera ein- oder abgeschaltet wurde. Der Ton schwankt beinahe so stark wie die Belichtung, eingeschnitten sind Aufnahmen durch das Nachtsichtgerät. Zwischendurch gibt es ganz ‚zufällig‘ längere und deutlich ruhiger laufende Passagen, die dem zuschauerlichen Hirn eine Pause bei seiner mühseligen Aufgabe gönnen, den fragmentarischen Bildern und Tönen einen Sinn zu entlocken.

Unklar bleibt, wieso Øvredal „Trollhunter“ als Mockumentary inszeniert hat. Das Konzept ist nach „Blair Witch Project“ (1999) und zu vielen halbgaren Nachfolgern verbraucht. Øvredal kann ihm auch keine neuen Aspekte abgewinnen. „Trollhunter“ ist deshalb zu Recht kritisiert worden; aus der Intensität dieser Kritik lässt sich schließen, wie hoch die Erwartungen waren, die an diesen Film geknüpft wurden, dem ein wenig Originalität nicht nur Aufmerksamkeit, sondern echten Kultstatus beschert hätte.

T(r)olle Idee, die in der Umsetzung schwächelt

Freilich bietet die ungefüge Struktur einer Mockumentary dem Filmemacher die Möglichkeit, ein schwaches Drehbuch zu kaschieren – und „Trollhunter“ erzählt alles andere als eine geniale Geschichte, was die Umsetzung als ‚normaler‘ Spielfilm deutlicher offenbart hätte. Die Trolljagd ist ein Job, der wie jede Behördenarbeit vor allem aus Routine und Leerlauf besteht. Meist sieht man Hans und seine Begleiter über nebelverhangene Bergstraßen fahren, durch feuchte Wälder stolpern und damit den Geduldsfaden des Zuschauers strapazieren.

Dabei wird bald offensichtlich, dass der Versuch, der Menschheit die Existenz von Trollen zu verheimlichen, nicht einmal im hohen Norden funktionieren würde. Genau daraus schlägt Øvredal die hellsten komödiantischen Funken. Die garstigen Fabelwesen schlagen alles kurz und klein, während ihre menschlichen Nachbarn notorisch trollblind in die andere Richtung schauen. Die Troll-Behörde ist chronisch unterbesetzt und in ihren Handlungen alles andere als zielorientiert. Wirklich komisch sind Szenen wie diese, in der Finn Haugen den Medien buchstäblich einen Bären aufbindet, den er für trollbedingte Verheerungen verantwortlich macht; um glaubhaft zu sein, lässt er leutselige polnische Schmuggler heimlich einen im Ausland beschafften toten Bären anliefern, der in den Wald gelegt und ‚gefunden‘ wird.

Trolle im Godzilla-Look

Angesichts eines Budgets, das in Hollywood vermutlich gerade ausreichen würde, das Catering für die Hauptdarsteller zu bezahlen, musste Øvredal genau über den Einsatz von Spezialeffekten nachdenken. Sein Film ist erstaunlich trolllastig, und nicht selten sieht man die Kreaturen trotz Wackelkamera in voller Größe wüten. Allerdings wirken sie dabei oft weniger bedrohlich als komisch.

Øvredals Trolle sind in vielen Szenen definitiv digitaler Herkunft. Dann wieder sehen sie verdächtig wie Stuntleute in Kostümen aus, die wie der japanische Godzilla in Miniatur-Landschaften gestellt wurden, was sich auf den Faktor Überzeugung kontraproduktiv auswirkt. Freilich musste Øvredal mit einem Troll-Design arbeiten, das von den nordischen Märchen weitgehend vorgegeben ist. Trotz aller Fremdartigkeit weisen die zotteligen Trolle mit ihren langen Nasen große Menschenähnlichkeit auf. Sie würden deshalb wohl auch in einem richtig teuren Film an Muppets oder die „Wilden Kerle“ aus Maurice Sendaks Kinderbuch-Klassiker erinnern.

Negativ stechen zusätzlich jene nicht gerade seltenen Momente ins Auge, in denen die Tricktechniker mit ihrem Latein am Ende waren und die Trolle plötzlich als Bits & Bytes erkennbar werden. Oder sparte Øvredal für das große Finale? Das ist jedenfalls als Duell mit einem 100-Meter-Troll außerordentlich eindrucksvoll geraten.

Jäger, Gejagte & Bauernfänger

Man darf davon ausgehen, dass auch der norwegische Film prominente Darsteller kennt. Außerhalb Skandinaviens sind sie allerdings unbekannt. Über den Star-Status derjenigen Schauspieler, die für Øvredal auf Trolljagd gehen, kann deshalb nur spekuliert werden. Wahrscheinlich wird es aber wie in jedem Filmland dieser Erde zugehen: Für „Trollhunter“ wurden vor allem junge, spielfreudige aber honorargünstige Darsteller engagiert. Sie meistern die Herausforderung und mimen, während sie sich gleichzeitig ‚dokumentarisch‘, d. h. möglichst ‚natürlich‘ geben. Nichtsdestotrotz weisen die Rollen der Studenten wenig Profil auf, das sie für die Zuschauer unverwechselbar machen würde. Letztlich sind sie austauschbar.

Für Otto Jespersen als Trolljäger Hans trifft dies nicht zu. Er hat sich seine Rolle angeeignet und verinnerlicht. Hans spricht viel aber sagt wenig; er ist so lange allein, dass seine sozialen Kompetenzen arg gelitten haben. In seinem Job ist er freilich ein Profi, der endlich die Anerkennung finden möchte, die ihm Finn Haugen, ein Bürokrat trübsten Wassers, ständig vorenthält. Jespersen ist fabelhaft und wirkt völlig glaubhaft, selbst oder gerade wenn er mit völlig unbewegter Miene den größten Blödsinn über Trolle erzählt.

Insgesamt bietet „Trolljäger“ keine geschlossene und abgerundete Handlung, sondern zerfällt in viele große und kleine Episoden, die immerhin oft so wunderbar geraten sind, dass sie einen Eindruck von dem Film vermitteln, den André Øvredal im Sinn gehabt haben mag. Was er tatsächlich realisieren konnte, ist aber den Unkereien der Kritik zum Trotz ebenso spannend wie selbstironisch und deutlich unterhaltsamer als das Gros der oft aufwändig produzierten und vermarkteten Filme, die uns als angeblich ‚phantastisch‘ zugemutet werden.

DVD-Features

Der Hauptfilm wird durch nicht viele aber durch gut ausgesuchte Extras informativ begleitet. Da gibt es unveröffentlichte bzw. erweiterte Szenen, bei denen man sich fragt, wieso der Regisseur sie aus dem fertigen Film getilgt hat, während weniger Gelungenes verblieb. Hinzu kommen Improvisationen und daraus resultierende „Bloopers“, die einen Eindruck von der guten Stimmung am Set vermitteln, obwohl die Dreharbeiten in kalter und nasser Umgebung vor und hinter der Kamera anstrengend waren, wie einige Blicke hinter die Kulissen belegen.

Eine leider nur kurze Featurette gibt Auskunft über die Spezialeffekte, die sowohl in ihrer Quantität als auch in ihrer  Qualität für das europäische Kino (noch) keineswegs an der Tagesordnung sind. Abgeschlossen werden die Extras durch eine Bildergalerie.

Im Internet gibt es eine Website zum Film.

[md]

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