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	<title>Filmbesprechungen.de &#187; Mystery</title>
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		<title>C2 &#8211; Killerinsect</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/horror/c2-killerinsect/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 19:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Komödie]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Screen Power]]></category>
		<category><![CDATA[United Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Gruppe verhaltensgestörter Jugendlicher verschlägt es mit ihren Betreuern in einen Wald, der von mutierten und ins Gigantische gewachsenen Zecken bevölkert wird, was nach kurzer Zeit wie erwartet für eklige Blutsau(g)ereien sorgt … – Fast schon ein Klassiker des B-Movie-Horrors, auf jeden Fall ein kleiner, schneller, dreckiger, weniger spannender als drastisch-schwarzhumoriger Gruselfilm mit garantiert Gänsehaut erzeugenden Grusel-Kreaturen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=4012909819191&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5724" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/C2-Killerinsekt-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" /></a>C2 &#8211; Killerinsect</strong></p>
<p><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">Infested</span>/<span style="color: #800080">Ticks</span> (USA 1993)<br />
Regie: Tony Randel<br />
Drehbuch: Brent V. Friedman<br />
Kamera: Steve Grass<br />
Schnitt: Leslie Rosenthal<br />
Musik: Daniel Licht u. Christopher L. Stone<br />
Darsteller: Rosalind Allen (Holly Lambert), Peter Scolari (Charles Danson), Seth Green (Tyler Burns), Virginya Keehne (Melissa Danson), Alfonso Ribeiro (Darrel Lumley), Ray Oriel (Rome Hernandez), Ami Dolenz (Dee Dee Davenport), Dina Dayrit (Kelly Mishimoto), Michael Medeiros (Jerry), Barry Lynch (Sir), Clint Howard (Jarvis Tanner), Rance Howard (Sheriff Parker), Judy Jean Berns (Dr. Kates), J. D. Stone (Tyler als Kind) u .a.<br />
Label/Vertrieb: Screen Power/United Video<br />
Erscheinungsdatum: 07.04.2002 (DVD) bzw. 01.11.2007 (Neuauflage DVD)<br />
EAN: 4012909819191 (DVD) bzw. 4012020063183 (Neuauflage DVD)<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=9037695079326&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5728" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/C2-Killerinsekt-neu1-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a>Bildformat: 4 : 3 (1,33 : 1, Vollbild)<br />
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch)<br />
Untertitel: keine<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 81 min.<br />
FSK: 16<br />
<span style="text-decoration: underline">Neuausgabe</span> (DVD)<br />
Label/Vertrieb: HDMV (Gold Collection)<br />
EAN: 9037695079326<br />
Bildformat: 16 : 9 (1,66 : 1, Vollbild)<br />
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch)<br />
Untertitel: keine<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 81 min.<br />
FSK: 16</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=4012909819191&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de (DVD)</a><br />
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Mit einer Kleinbusladung verhaltensgestörter Teenager aus der Großstadt Los Angeles unternehmen die Sozialarbeiter und Gutmenschen Charles Danson und Rosalind Allen einen Selbstfindungstrip, der in die Bergwälder des US-Staates Kalifornien führt. Dort sollen gemeinsame Picknicks, Sonnenbäder u. a. Freizeitbeschäftigungen an der frischen Luft den guten Kern im inneren der eigentlich nur vorlauten Jugendlichen zum Vorschein bringen.</p>
<p>Die Begeisterung der Betroffenen hält sich verständlicherweise in Grenzen. Auch Dansons Töchterlein Melissa hält wenig von den philanthropischen Projekten ihres Vaters. Folgerichtig vertreibt sich die wenig besserungswillige Schar bald die Zeit wie üblich mit dem Konsum eingeschmuggelter Drogen, Sex und Vandalismus.</p>
<p>Doch im Wald geht Böses vor. Der schleimige ‚Geschäftsmann‘ „Sir“ unterhält im Schutz der Bäume eine florierende Marihuana-Plantage. Um die Erträge zu steigern, lässt er seinen Schergen Jarvis die Hanfpflanzen mit chemischen Lösungen dopen, die eine gefährliche Nebenwirkung haben: Die Nährbrühe tropft auf ein Nest von Zecken, die daraufhin ins Riesenhafte wachsen. Mit Mäusen geben sich die Blutsauger nicht mehr zufrieden, wie der unglückliche Jarvis bald erfährt: Die fiesen Parasiten bohren sich in seinen Körper, wo sie unter der Haut Grässliches anstellen.</p>
<p>Im Camp liegt inzwischen Meuterei in der Luft. So bleiben die mutierten Zecken lange unbemerkt und können sich ausbreiten, bis sie zum Angriff übergehen. Da Teenie Darrel beim Versuch, in die Zivilisation zurückzuwandern, über die Hanf-Plantage gestolpert ist und dabei erwischt wurde, schließen sich „Sir“ und sein degenerierter Schläger Jerry den Zecken an. Sie wollen feststellen, ob Darrel seine Gefährten informieren konnte, und eventuelle Zeugen ausschalten. Stattdessen sitzen die Gauner bald mit den Jugendlichen im Lager gefangen. Die Zecken dringen ins Haus ein, wo der schwer bewaffnete „Sir“ durchzudrehen beginnt …</p>
<p><strong>Kleine Ekelbiester ganz groß</strong></p>
<p>Es ist eigentlich erstaunlich, dass es so lange dauerte, bis die Zecke als Schreckensgestalt entdeckt wurde. Dabei eignet sie sich schon in ihrem winzigen Realkörper perfekt dafür: ein zur Familie der Spinnen gehörendes Tier – kein Insekt, wie der deutsche Filmtitel angibt –, das im hohen Gras oder Unterholz auf seine Opfer lauert, sich mit dem Kopf in dessen Haut bohrt, tückisch eine betäubende Flüssigkeit injiziert und sich anschließend mit Blut vollsaugt, bis der Körper auf ein Vielfaches der Ursprungsgröße angeschwollen ist. Als ‚Dank‘ überträgt das kleine Ungeheuer seinem Opfer womöglich die Erreger gefährlicher Krankheiten wie Borreliose oder Hirnhautentzündung.</p>
<p>Glücklicherweise sind Zecken in der Realität nur Millimeter klein. Was wäre, wenn sie deutlich größer würden? Lassen wir naturwissenschaftliche Fakten – Riesenzecken müssten ersticken, weil ihre Tracheen-Röhren, die sie statt Lungen besitzen, den Sauerstoff, den auch sie atmen, nicht in ausreichendem Maße transportieren könnten – beiseite, entwickeln sie sich auf diese Weise quasi automatisch zu Horror-Kreaturen. Im Film dichtet man ihnen noch einen auf Menschenfleisch geeichten Spürsinn sowie (je nach Wuchsgröße) bedrohliche Fauch- und Brülltöne an, Schreck &amp; Ekel sind garantiert!</p>
<p>Werden sie mit einer ordentlichen Portion Blut und Schleim serviert, gleichen sie sogar ein schwaches Drehbuch aus. Zusätzlich profitiert der Zuschauer vom Alter des Films: 1993 steckte die Digital-Technik noch in den Kinderschuhen. Die Zecken sind deshalb ‚handgemacht‘ und gleichzeitig mit den unmittelbar auf ihr Erscheinen reagierenden Darstellern in jeder Szene. Da sie von versierten Spezialeffektlern kreiert wurden, sind sie bemerkenswert flink und wirken außerordentlich überzeugend – und widerlich!</p>
<p><strong>Kein Klassiker – aber auf dem Weg dorthin?</strong></p>
<p>9 von 10 Horrorfilmen, die unter ausdrücklichem Ausschluss filmkünstlerischer Ambitionen zum Zweck höchstmöglicher Profitmaximierung entstehen, versinken zu Recht in jenem Nirwana, der solcher Verbrauchsware vorbehalten ist. Nur der Trashfilm-Nerd und die Privatfernsehsender dieser Welt stöbern sie dort wieder auf. Im Nachtprogramm, in mieser Kopie-Qualität und in der Regel zensiert füllen sie Programmzeit und langweilen schlaflose Zuschauer.</p>
<p>„C2 – Killerinsect“ scheint auf den ersten Blick in diese Kategorie zu fallen. Die Präsenz dieses Films sogar auf dem deutschen DVD-Markt spricht dagegen: Immer wieder tauchen unsere Riesenzecken neu aufgelegt auf. In der Tat kombiniert „C2“ Trash, Klischees, Spannung und Splatter auf eine unterhaltsame und zeitlose Weise, die den Zuschauer das matte Drehbuch verzeihen bzw. als reines Transportmittel für möglichst viele Zeckereien begreifen lässt.</p>
<p>Im milden Licht einer solchen Wertung regt man sich auch nicht über die endlosen Ungereimtheiten und Handlungsschwächen auf: So repräsentieren unsere gestörten Jugendlichen allzu aufdringlich sämtliche kalifornischen Bevölkerungsschichten. Und welcher im Vollbesitz seiner Fachkenntnisse befindliche Sozialarbeiter würde eine hübsche Tochter, deren einziger Dachschaden offenbar ihre Zickigkeit ist, einen Agoraphobiker, einen aggressiven Gangster und eine durch Vergewaltigung verstummte junge Frau in einen rostigen Bus packen und ein verlottertes Wald-Camp ansteuern, wo sich die ‚Therapie‘ in diversen Leibesübungen im Wald erschöpft?<br />
<strong><br />
Schräg und schrill statt logisch und nachvollziehbar</strong></p>
<p>„C2“ spielt in einer nur unter filmischen Aspekten funktionstüchtigen Welt. Deshalb ist es kein unwahrscheinlicher Zufall, sondern nur eine Frage der Zeit, bis unsere Teenies den Drogenköchen in die Quere kommen. Man rauft sich zusammen und kämpft sogleich wieder gegeneinander und mit den Zecken, während der umgebende Wald inzwischen lichterloh brennt. Auftritt der Feuerwehr? Fehlanzeige, aber schließlich hat Tierärztin Dr. Kates, die zuvor eine der Riesenzecken untersucht und ihre Gefährlichkeit betont hatte, anscheinend Feierabend gemacht und niemanden über die Bedrohung informiert. Im Wald sehen wir nur unsere Teenies, die Gangster und die Zecken toben.</p>
<p>Grundsätzlich hätte Regisseur Tony Randal auf die Vorgeschichte in Los Angeles gänzlich verzichten können. Sie wird als Abfolge jener sattsam bekannten Verhaltungsrituale inszeniert, die Hollywood den jugendlichen US-Bürgern unterstellt. Die Klischees der Rollen werden viele Jahre nach den Dreharbeiten durch Kleidung, Figuren und Frisuren verstärkt, die es in Sachen Scheußlichkeit jederzeit mit den Zecken aufnehmen können.</p>
<p>Hinzu kommt eine bekannte Zimperlichkeit: Selbstverständlich sind die ‚Kids‘ gar nicht ‚böse‘, sondern unglücklich, missverstanden und höchstens ein wenig verzogen. Eventuelle Streitigkeiten erweisen sich als Strohfeuer. Man verträgt sich schnell oder verliebt sich. Spätestens als die Zecken nach vorn drängen, werden sozial angeblich unverträgliche Zeitgenossen blitzartig zu Kampf-Kameraden.</p>
<p><strong>Der Tod ist einfallsreich</strong></p>
<p>Tony Randal hat sein Handwerk nicht nur von der Pike auf, sondern auch beim König des Schlock-&amp;-Trash-Films Roger Corman gelernt, der die Zuschauer seit mehr als einem halben Jahrhundert mit  denkwürdigen Machwerken wie „The Beast with a Million Eyes“ (1955; dt. „Ausgeburt der Hölle“), „Women in Cages“ (1971), „Sorority House Massacre II“ (1990) oder „Piranhaconda“ (2011) malträtiert. Im Billig-Horror der Corman-Schule steht der Effekt im Vordergrund. Er setzt sich aus blutigem Mord und blanken Titten zusammen. Diese Teilaspekte werden höchstens variiert (oder kombiniert), niemals jedoch durch filmkünstlerisch wertvolle Einschübe entwertet.</p>
<p>Auf nackte Tatsachen verzichtet Randel seltsamerweise, doch gesplattert wird kräftig. Die Formbar- und Haltbarkeit des menschlichen Körpers wird detailreich auf die Probe gestellt; die Überschreitung jeglicher Grenzen ist dabei Ehrensache. Auch in diesem Punkt bleiben CGI-Effekte außen vor. Make-up und Modelle kommen zum Einsatz und belegen, dass die Spezialeffekte um 1990 ein hohes Niveau besaßen. Beim Anblick des krabbelnden Wimmelns hungriger Zecken unter menschlicher Haut ist zuschauerliches Mitgefühl jedenfalls garantiert!</p>
<p>Zur Hochform laufen die Effekthexer auf, wenn der Zeckenkönig aus seiner menschlichen Hülle platzt, in der er sich bisher verbarg. Dies versöhnt mit der Erkenntnis, dass dieses Biest in seiner Größe zwar bärenstark aber fußlahm ist und seine Opfer sich in einer Zimmerecke verlaufen und warten müssen, bis sie endlich erwischt werden – ein horrorfilmtypisches Problem.</p>
<p><strong>Darsteller als Zeckenfutter</strong></p>
<p>Wie man sich denken kann, wurde „C2“ keinem der Darsteller ein Vehikel zu Starruhm. Die üblichen Mimen der zweiten und dritten Garnitur schlugen zwischen den Zecken-Attacken Filmzeit tot. Alfonso Ribeiro nutzte eine Drehpause zwischen zwei Staffeln des TV-Klamauks „Der Prinz von Bel-Air“ – dort gab er den trotteligen Sidekick für Hauptdarsteller Will Smith – und ließ sich dadurch als Gast-‚Star‘ vermarkten.</p>
<p>Barry Lynch sieht man in seiner Paraderolle als nur vorgeblich ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft. Mimik und irres Dauergrinsen signalisieren den verkommenen Schurken; in „C2“ unterstützt ein exzessiv zur Haarbändigung gebrachter Kamm diesen Eindruck. Für die geistig schlichter gestrickte Fraktion des Publikums gibt es einen eindeutigen Bösewicht: Michael Medeiros zieht als Hinterwäldler Jerry geil &amp; dreckig alle Register der „Backwood“-Klischee-Orgel.</p>
<p>Die übrigen Schauspieler kennt man aus vielen TV-Episoden. Manchmal sieht man sie auch als Nebenrollen in einem Kinofilm. Dabei haben sie in besseren Filmen als „C2“ mitgespielt, aber sie mussten auch viel Staub fressen. (Hat jemand Barry Lynch in &amp; und „Total Force“ von 1997 gesehen? Hoffentlich nicht!) Sie machen ihren Job, den Rest erledigen die Zecken. Auf dieser Unterhaltungsebene wird „C2“ noch viele Jahre Grusel-Vergnügen verbreiten!</p>
<p><strong>DVD-Features</strong></p>
<p>Eine angejahrte Routine-Produktion wie „C2 – Killerinsect“ wird selten mit Extras ausgestattet. Auf den DVDs – eine Blu-Ray-Fassung gibt es nicht – finden sich nur (inzwischen hoffnungslos veraltete und auch sonst wenig informative) Texttafel-Filmografien von Seth Green und Rosalind Allen sowie eine anderthalbminütige Slideshow mit Bildern aus dem Film.</p>
<p>Ausgerechnet die für den Ramschverkauf in Supermärkten vorgesehene „Gold Collection“-Neuauflage von „C2“ bietet den Film nicht nur in (geringfügig) besserer Bildqualität, sondern auch im Breitbildformat. Hier lohnt es, die Augen offenzuhalten.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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		<item>
		<title>XX &#8230; Unbekannt</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 20:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Anolis]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus dem flüssigen Inneren der Erde steigt in Schottland eine amöbenhafte Kreatur an die Oberfläche, um sich gewalttätig und mörderisch radioaktive ‚Nahrung‘ zu verschaffen …  – Früher Science-Fiction-Film der britischen Filmfirma „Hammer“; die zwar groteske, aber sorgsam entwickelte Handlung bietet eine „gemütliche Apokalypse“ mit heute völlig durchsichtigen ‚Spezialeffekten‘ und haarsträubenden Naivitäten im Umgang mit der Atomenergie: vergnüglich altmodische Genre-Unterhaltung.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=B0007X9SXK&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5717" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/XX-Unbekannt-206x300.jpg" alt="" width="206" height="300" /></a>XX … Unbekannt</strong></p>
<p><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">X: The Unknown</span> (GB 1956)<br />
Regie: Leslie Norman<br />
Drehbuch: Jimmy Sangster<br />
Kamera: Gerald Gibbs<br />
Schnitt: James Needs<br />
Musik: James Bernard<br />
Darsteller: Dean Jagger (Dr. Adam Royston), Leo McKern (Inspektor McGill), Jameson Clark (Jack Harding), William Lucas (Peter Elliott), Edward Chapman (John Elliott), Peter Hammond (Lieutenant Bannerman), John Harvey (Major Cartwright), Anthony Newley (Lance Corporal „Spider“ Webb), Michael Ripper (Sergeant Harry Grimsdyke), Ian McNaughton (Haggis), Marianne Brauns (Zena), Norman Macowan (Old Tom) uva.<br />
Label: <a href="http://www.anolis-film.de" target="_blank">Anolis Entertainment</a><br />
Vertrieb: e-m-s new media<br />
Erscheinungsdatum: 12.05.2005 (DVD)<br />
EAN: 4020974156608 (DVD)<br />
Bildformat: 16 : 9 (1,33 : 1, anamorph)<br />
Audio: Dolby Digital 2.0 Mono (Deutsch, Englisch)<br />
Untertitel: Deutsch<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 77 min.<br />
FSK: 16</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=B0007X9SXK&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de (DVD)</a></p>
<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Nahe Glasgow bricht auf einem Übungsplatz der Armee eine tiefe Erdspalte auf. Radioaktiver Dampf steigt auf und verbrennt zwei Soldaten. Das Oberkommando steht vor einem Rätsel und wendet sich hilfesuchend an John Elliott, der ein nahes Atomkraftwerk leitet. Elliott schickt Dr. Adam Royston, einen fähigen aber exzentrischen Wissenschaftler, an die Unglücksstelle.</p>
<p>Während Roystons Untersuchungen erfolglos bleiben, beginnt in der Umgebung das Grauen umzugehen. Ein Kind stirbt an radioaktiven Verbrennungen, ein Krankenhaus wird seiner Radium-Vorräte beraubt. Royston entwickelt eine bizarre Theorie: Bewohner aus dem Inneren der Erde sind auf der Suche nach Energie, die für sie Nahrung bedeutet, an die Oberfläche vorgedrungen. Radioaktive Stoffe besitzen den größten ‚Nährwert‘, weshalb die Kreaturen sie auch in der Außenwelt zu finden wissen.</p>
<p>Nur Inspektor McGill, der im Auftrag der Regierung in dem Fall ermittelt, schlägt sich auf Roystons Seite. Die Armee wirft Bomben in den Spalt und füllt ihn mit Beton auf, womit die Angelegenheit für das Militär erledigt ist. Aber die Kreatur – es ist nur eine – existiert. Sie brennt sich buchstäblich durch die Betondecke und begibt sich auf einen neuen Raubzug. Ihr Ziel ist dieses Mal das Elliottsche Atomkraftwerk. Kann es sich an dem dort getesteten Radium laben, muss mit einem enormen Wachstumsschub gerechnet werden. Um das Werk zu erreichen, muss sich das Wesen seinen Weg durch die Stadt Inverness bahnen. Die ahnungslosen Bürger ergreifen die Flucht, das Militär ist machtlos: Mit Feuer oder Schusswaffen kann man einer durch Atomkraft belebten Kreatur nichts anhaben.</p>
<p>Royston plagt sich in seinem privaten Labor mit einem Verfahren, das radioaktiven Stoffen explosionsfrei ihre Energie entziehen soll. Zwar hat es noch nie funktioniert, doch es bleibt keine Wahl: Die Apparaturen müssen dort aufgebaut werden, wo die Kreatur unaufhaltsam ihrem Ziel entgegen wabert …</p>
<p><strong>Unterhaltung benötigt manchmal Nostalgie</strong></p>
<p>„XX … Unbekannt“ ist einer jener Filme, deren Inhaltsangabe die Kinowerbung eher vage hält. Dies leuchtet viele Jahrzehnte nach der Erstaufführung sogar noch stärker ein, obwohl auch der zeitgenössische Zuschauer sich (hoffentlich) seine Gedanken über die in jeder Hinsicht hanebüchene Handlung gemacht hat.</p>
<p>Ein Drehbuch, das den Tatbestand des Schwachsinns erfüllt, ist freilich kein Grund für das Scheitern eines Filmprojektes, das einfach nur unterhalten soll. „XX … Unbekannt“ ist kein Trash: Regisseur und Autor machen sich nicht über die eigene Geschichte lustig, sondern erzählen sie völlig ernst. Die Schauspieler halten sich an dieses Konzept. Ein wenig Humor lockert durchaus die Handlung auf, aber diese Szenen sind tatsächlich humorvoll gemeint und angelegt.</p>
<p>Der Trash-Faktor schimmert unabsichtlich dort durch, wo das knappe Budget und die im Vergleich mit den filmischen Wunderwerken der Gegenwart rudimentäre Tricktechnik der Illusion Grenzen setzt. Gelingt es dem Zuschauer, seinen Spott zu verdrängen und sich diese Sequenzen mit den Augen des zeitgenössischen Publikums anzuschauen, gewinnen sie ihre Bedeutung für das Geschehen, wo sie die Spannung auf altmodische aber gelungene Weise steigern.</p>
<p><strong>Für eine gute Tasse Tee ist immer Zeit!</strong></p>
<p>Eine gewisse Zeitlosigkeit erfährt „XX … Unbekannt“ durch die quasi dokumentarische Inszenierung. Die Handlung wird sorgfältig, aus heutiger Sicht sogar schleppend entwickelt. Trotzdem ist dies kein ‚langsamer‘ Film; so setzt das Geschehen sehr abrupt und mit einem frühen Höhepunkt auf einem Truppenübungsplatz ein. Geändert haben sich seit 1956 Stil und Rezeption: Filme werden heute deutlich schneller geschnitten. Das Publikum hat sich daran gewöhnt und erwartet dieses Tempo. Seine Getragenheit darf man „XX … Unbekannt“ deshalb nicht zum Vorwurf machen.</p>
<p>Bei kaum mehr als 75-minütiger Laufzeit kann sich die Handlung ohnehin keine Pausen gestatten. Sie führt zügig auf ihren Höhepunkt hin. Der Weg fordert erneut die Rücksicht des heutigen Zuschauers. Spannung wurde einst anders gesteigert als heute. Die Kamera schlüpft in die Rolle des Atom-Ungeheuers. So erleben wir die ersten Auftritte des Monsters nur als Reaktion, die sich in entsetzten Gesichtern spiegelt. Es folgt ein entsetzlicher Schrei, der plötzlich abbricht: Diese Pechvögel müssen etwas Grauenvolles gesehen haben – eine Vermutung, die in einer bestimmten Erwartungshaltung gipfelt: Wir freuen uns auf den Moment, wenn auch uns das Ungetüm endlich enthüllt wird!</p>
<p>Als dies geschieht, können wir Zuschauer des 21. Jahrhunderts nur irritiert, enttäuscht, amüsiert oder wütend sein: Die Kreatur entpuppt sich als rhythmisch leuchtender Wackelpudding, der sehr offensichtlich über schräggelegte Miniaturkulissen gleitet. Für das Publikum des Jahres 1956 fehlte die Erfahrung digitaler Wunderwelten.</p>
<p><strong>Science Fiction plus Horror plus Thriller</strong></p>
<p>Mit „The Curse of Frankenstein“ (dt. „Frankensteins Fluch“) begann die britische Produktionsfirma „Hammer“ 1957 den schier endlosen Reigen jener harten, in Farbe gedrehten Horrorfilme, für die sie bekannt und berüchtigt wurde. Doch „Hammer“ existierte schon vor dem II. Weltkrieg. Nach 1945 begann man zunächst mit dem Genre Science Fiction zu experimentieren. 1955 gelang Hammer mit „The Quatermass Xperiment“ (dt. „Schock“) ein schwarzweißer Blockbuster, der zudem in die Geschichte des SF-Films einging.</p>
<p>„XX … Unbekannt“ sollte eigentlich die Fortsetzung werden. Nigel Kneale, der die Figur des Bernard Quatermass erschaffen hatte, wollte sie jedoch für diesen Film nicht freigeben. So wurde aus Quatermass Dr. Adam Royston. Stil und Stimmung blieben indes erhalten. (1957 entstand unter Beteiligung von Kneale „Quatermass 2“/„Feinde aus dem Nichts“.)</p>
<p>Eigentlich sollte Joseph Losey „XX … Unbekannt“ inszenieren. Ein auch filmtechnisch interessanter Film hätte entstehen können, denn Losey zählt zu den Großmeistern der Regie. Während der McCarthy-Ära war er als „Kommunist“ denunziert worden. Losey hatte die USA verlassen und versuchte sich in Europa zu etablieren. Dort setzte er seine Karriere mit vielen bemerkenswerten Regiearbeiten fort. 1956 stand er noch am Anfang. Da „XX … Unbekannt“ nicht nur auf dem britischen Filmmarkt, sondern auch in den US-Kinos Geld einspielen wollte, hätte „Hammer“ gern einen auch jenseits des Atlantiks bekannten Namen engagiert. Der patriotische Dean Jagger wollte allerdings nicht mit dem „Roten“ Losey zusammenarbeiten. Dieser musste Leslie Norman weichen.</p>
<p><strong>Das Grauen kann heimelig sein</strong></p>
<p>Die „gemütliche Apokalypse“ ist eine sehr britische Literaturform. Schon H. G. Wells‘ Klassiker „Krieg der Welten“ (1898) ließ die Invasion vom Mars über eine Inselwelt hereinbrechen, die dem Untergang mit der berühmten „steifen Oberlippe“ und unter Wahrung von Form und Anstand begegnete. Später setzten Autoren wie Robert C. Sherriff, John Wyndham oder John Christopher diese Tradition fort.</p>
<p>„XX … Unbekannt“ ist im ländlichen Schottland angesiedelt. Zwar spielt die Atomkraft eine große Rolle, doch dort, wo sie erforscht wird, scheint die Zeit schon lange stehengeblieben zu sein. Auch die ‚Hightech-Forschung‘ des Dr. Royston spielt sich in einem selbstgebauten Schuppen ab; seine Versuchsapparaturen hat er zum großen Teil offensichtlich aus den Bestandteilen eines Baukastens für Kinder gebastelt.</p>
<p>Der Umgang mit dem Thema Atomkraft und Radioaktivität ist ohnehin einem politischen Zeitgeist geschuldet, der heute das wahre Horror-Element dieses Filmes darstellt. Drehbuchautor Jimmy Sangster und Leslie Norman verschweigen nicht die Gefahren, die mit ihrer Nutzung als Energieträger und vor allem als Waffe verbunden sind. Eine aus dem Kontext fallende Szene zeigt den verzweifelten Vater eines gerade an radioaktiver Vergiftung gestorbenen Kindes, der Royston schwere Vorwürfe macht und ihn als Handlanger einer Forschung anprangert, die sich primär für das Zerstörungspotenzial der Atomkraft interessiert. Royston reagiert betroffen, überwindet dies aber schnell mit dem Hinweis, dass der Vater irre: Nicht Zerstörung, sondern Energiegewinnung sei sein Motiv – ein Argument, dass nach Harrisburg, Tschernobyl oder Fukushima auch nicht mehr stechen kann.</p>
<p><strong>Es kam aus dem Inneren der Erde</strong></p>
<p>Obwohl die Spezialeffekte wie erwähnt der Herausforderung einer überzeugenden Darstellung der umgehenden Kreatur nicht gewachsen sind, holt Kameramann Gerald Gibbs das Beste aus den kümmerlichen Kulissen heraus. Schon als die Erdspalte aufbricht, muss die Fantasie des Zuschauers ihm zu Hilfe kommen. Wenn nichts brennen, explodieren oder durch das Unterholz geistern soll, können die Kulissenbilder überzeugen. Dass in Schwarzweiß gedreht wurde, unterstützt die Glaubwürdigkeit durch den geschickten Einsatz von Licht und Schatten.</p>
<p>In einigen Szenen wird es sogar rabiat, was „XX … Unbekannt“ in Deutschland die an sich lächerliche Freigabe ab erst 16 Jahren beschert. Vor allem den unglücklichen Arzt im Krankenhaus erwischt es hart: Sein Körper bläht sich auf, aus den geschwollenen Fingern spritzt Blut, und schließlich fließt ihm das geschmolzene Fleisch vom Schädel. Generell wird jedoch sehr moderat gesplattert.</p>
<p>Das Atom-Monster wurde schon erwähnt. Es wirkt in der Tat wie ein britischer Bruder des „Blob“, der allerdings erst 1958 in den USA (sowie hierzulande als „Blob – Schrecken ohne Namen“) sein Unwesen trieb. Da unsere radioaktiv im Geigerzähler lustig knatternde Kreatur nur durch die Schwerkraft (bzw. durch Besenstiel-Schubser von unten) ‚bewegt‘ wird, sehen wir sie niemals aktiv nach einem Unglücksraben greifen. Besonders schnell ist sie auch nicht, was ihre Bedrohlichkeit weiter schmälert.</p>
<p><strong>Mutige Männer tun ihren Job</strong></p>
<p>„XX … Unbekannt“ ist ein Film ohne Stars. Sie hätten den Finanzrahmen gesprengt. Man griff auf oft und gern beschäftigte britische Darsteller zurück, die wie üblich einen guten Job leisteten.</p>
<p>Den nun schon mehrfach zur Sprache gebrachten dokumentarischen Aspekt unterstreicht ein Drehbuch, das jegliche Liebesgeschichte ausklammert. Frauen treten nur als Krankenschwestern oder Mütter und am Rande auf. Das weibliche Publikum möge die folgende Zeile überspringen, aber faktisch bekommt der Story der Verzicht auf die übliche Romanze gut. Sie gehört nicht in die Handlung, und sie wird ihr nicht aufgezwungen – eine Konsequenz, die man gern öfter sähe.</p>
<p>Für eine letzte Irritation sorgt das Finale: Natürlich gelingt das riskante Experiment von Dr. Royston. Das Monster verwandelt sich in feuchten Lehm. Plötzlich explodieren seine Reste – eine Reaktion, die den Forscher erschreckt. Leider war wohl das Budget genau jetzt ausgeschöpft. Während der Zuschauer auf den finalen Twist wartet, der gerade angekündigt wurde, bricht der Film einfach ab, und die Schlusstitel beginnen zu laufen – kein glücklicher Ausklang für einen Film, der ansonsten für ein altmodisches aber trotz des Alters bildscharfes Vergnügen sorgt.</p>
<p><strong>DVD-Features</strong></p>
<p>„XX … Unbekannt“ wurde von Anolis Entertainment als 4. Teil der Reihe „British Horror Classics“ veröffentlicht. Da dieser Film 1956 als reines Unterhaltungsprodukt entstand, hielt sich die Zahl der noch aufzufindenden Extras in engen Grenzen. Aufgespielt werden konnten deshalb nur ein Trailer, eine selbstablaufende Galerie mit 14 Szenenfotos sowie ein achtseitiges Filmprogramm aus Dänemark. Hinzu kommt ein vierseitiges Booklet mit Hintergrundinformationen des Filmexperten Uwe Huber.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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		<title>Psychosis</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 20:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[FSK18 & k.J.]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[dtp entertainment]]></category>
		<category><![CDATA[Great Movies]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine labile Schriftstellerin ist nicht nur mit dem Zweiten Gesicht, sondern auch mit einem schurkischen Gatten geschlagen, der sie in den Wahnsinn treiben will; als sich Gespenster einmischen, wird das Drama turbulent und tödlich … – Diese simple Spukgeschichte ist immerhin gut gefilmt und in der Hauptrolle prägnant besetzt; ansonsten gibt es keine Überraschungen aber viel Unlogik: Grusel-Häppchen für zwischendurch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=B005IOAGFC&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5709" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Psychosis-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>Psychosis</strong></p>
<p><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">Psychosis</span> (GB 2009)<br />
Regie u. Drehbuch: Reg Traviss<br />
Kamera: Bryan Loftus<br />
Schnitt: John Palmer<br />
Musik: Scott Shields<br />
Darsteller: Charisma Carpenter (Susan Golden), Paul Sculfor (David), Ricci Harnett (Peck), Justin Hawkins (Josh), Ty Glaser (Emily), Bernard Kay (Pastor Swan), Richard Raynesford (Charles), Sean Chapman (Detective Sergeant), Katrena Rochell (Helena), Tom Gaughan (irrer Killer), Darren Bransford (Giro), Slaine Kelly (Kirsty), Josh Myers (Snake), Sarah Briggs (Jade), Alexander Ellis (Roger) uva.<br />
Label: Great Movies<br />
Vertrieb: <a href="http://www.dtp-entertainment.com" target="_blank">dtp entertainment</a><br />
Erscheinungsdatum: 17.11.2011<br />
EAN: 4051238004571 (DVD) bzw. 4051238004588 (Blu-ray)<br />
Bildformat: 16 : 9 (1,85 : 1, anamorph)<br />
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)<br />
Untertitel: keine<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 87 min. (gekürzte Fassung)/89 min. (ungekürzte Fassung)<br />
FSK: 18</em></p>
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Als erfolgreiche Autorin viel gelesener Thriller bringt Susan Golden das Geld nach Haus, während Gatte David sich in London als Veranstalter von Firmenpartys abstrampeln muss. Ohnehin hätte ihn Susan gern bei sich daheim, da sie, nach einem Nervenzusammenbruch halbwegs genesen, immer noch labil ist.</p>
<p>Dies macht sich bemerkbar, als das Paar in sein neues Heim eingezogen ist. Es ist groß, stand lange leer und liegt sehr abgelegen auf dem Land. Susan ist es hier nicht geheuer. Ausgerechnet jetzt muss David viel unterwegs sein. Susan hilft es wenig, dass David ausgerechnet den Ex-Soldaten Peck als Wildhüter und Aufpasser engagiert hat, der die schöne Hausherrin nicht so sehr ver- als begehrt.</p>
<p>Überdies wird es vor allem nachts lebendig in dem alten Haus. Susan meint einen unfreundlichen Mann im Feinripp-Unterhemd durch die Flure geistern zu sehen, doch weder David noch die benachrichtigten Polizisten können Spuren eines Einbruchs finden; vor allem letztere tippen sich vielsagend an die Köpfe.</p>
<p>Susan überredet den skeptischen Priester Swan, einen Exorzismus zu organisieren. Die Zahl der Phantome nimmt trotzdem stetig zu. Selbst tagsüber treiben sie nun ihr Unwesen. Langsam gleitet Susan in den Wahnsinn ab – ein Vorgang, den David mit Wohlgefallen registriert. Er ist ein Strolch und Ehebrecher, der seine Gattin ins Irrenhaus treiben und über ihr Vermögen verfügen will. Viel von dem ‚Spuk‘ geht auf ihn zurück, aber Susann verfügt außerdem über das Zweite Gesicht und wird dadurch unfreiwillig Zeugin von Vorgängen, die auf das Jahr 1992 zurückgehen, als ein wahnsinniger Massenmörder seiner Arbeit nachging.</p>
<p>Je tiefer Susan dem Wahn verfällt, desto stärker wird ihre Sehergabe. Bald spuken auch die Geister der Zukunft in ihrem Hirn, was dafür sorgt, dass Davids böser Plan nur mit unerwarteten Nebenwirkungen aufgeht …</p>
<p><strong>Spuk mit Hirn ist besser als Grusel ohne Geist</strong></p>
<p>Die Liebhaber des eher handfesten Horrors werden vermutlich widersprechen, was an der Sache trotzdem nichts ändert: Eine Geistergeschichte funktioniert im Film und überhaupt am besten, wenn sich das Gespenst so selten wie möglich zeigt und sich dabei im Schatten hält. Dies gilt auch (oder gerade) im Zeitalter einer Tricktechnik, die auch das Unmögliche glaubhaft darzustellen vermag. Die Andeutung setzt zuverlässig das Hirnkino im Kopf des Betrachters in Gang, das wesentlich nachdrücklicher als Bits &amp; Bytes für Gruselstimmung zu sorgen vermag.</p>
<p>Diese Tatsache erfreut jene Filmproduzenten, in deren Kriegskassen der Boden allzu deutlich durchschimmert: Man kann das Publikum auch in den Bann &amp; ihm das Eintrittsgeld aus der Tasche ziehen, ohne teuer in ‚glaubwürdige‘ Spukgestalten investieren zu müssen! Die erwähnte Atmosphäre kann ein vollwertiger Ersatz sein. Allerdings entsteht sie nicht von allein. Sie muss ideenreich erzeugt und angefacht werden. Wehe den Unglücklichen, die auch in diesem Punkt versagen!</p>
<p>Reg Traviss dürfte ein Liedchen davon singen können. Er hatte wenig mehr als 1 Mio. Dollar zur Verfügung, um „Psychosis“ zu drehen. Seine Verwicklung in dieses Projekt vertieft sich, weil er nicht nur als Regisseur, sondern auch als Drehbuchautor verantwortlich zeichnet. Während ersterer sich halbwegs ordentlich aus der Affäre zog, hat sich letzterer am winterlichen Drehort nicht nur mit Schlamm, sondern auch mit Schande bedeckt.</p>
<p><strong>Krimi mit Spuk-Einlagen oder Grusel-Krimi?</strong></p>
<p>„Psychosis“ basiert auf einer Story des Filmhorror-Veteranen Michael Armstrong. Kenner des Genres werden ihn als Schöpfer von Grusel- und Trash-Filmen wie „Hexen geschändet und zu Tode gequält“ (1973) oder „The Sex Thief“ (1974) schätzen (oder verabscheuen), deren Drehbücher Armstrong wohlweislich unter Pseudonym verbrach. Unter dem Titel „Dreamhouse“ verfilmte Armstrong selbst für den 1986 aus drei Kurzfilmen zusammengesetzten Kompilationsfilm „Screamtime“ eine erste Fassung der „Psychosis“-Story. Angesichts dieser belastenden Vorgeschichte ist „Psychosis“ geradezu ein Meisterwerk geworden, was damit wohl Traviss zu verdanken ist, der Schlimmeres verhindern konnte.</p>
<p>Was nicht verhindert, dass die Geschichte an ihrer Überraschungsarmut krankt. Schon die Vermischung von Krimi – Lumpen-Gatte David treibt ein böses aber sehr reales Doppelspiel – und Phantastik – die von Susan erspähten Geister sind ‚echt‘ – ist keinesfalls originell. Die Verschränkung beider Welten funktioniert leidlich, bis Traviss die bisher geübte Zurückhaltung aufgibt und der längst erzählten Geschichte eine Coda meint ankleben zu müssen, die ihr nachträglich die mühsam aufgebaute Glaubwürdigkeit so gründlich wie ein Tritt zwischen männliche Beine austreibt.</p>
<p>Dieser nicht nur lächerliche, sondern auch unnötige Knalleffekt lässt den ohnehin schon lange köchelnden Zuschauerärger schlagartig auflodern. Soll dies etwa Ausgleich für eine Handlung sein, die als Höhepunkt in Unlogik förmlich ertränkt wurde? Vor den sie drangsalierenden Geistern flüchtet Susan in einen – Kühlschrank! Dessen Inhalt hat sie davor auf den Küchenboden geschüttet, damit auch das dümmste Gespenst merkt, wohin sie verschwunden ist. Generell nur mit Gewalt gelingt es Traviss, die reichlich eingestreuten Andeutungen so zurechtzubiegen, dass sie zu guter Letzt in die Handlungsrealität einmünden.</p>
<p><strong>Zu viele Balla-Bälle in der Luft</strong></p>
<p>Vielleicht hätte sich Traviss besser auf den Titel seines Films konzentriert. „Psychosis“ – in seiner griechischen Urform klingt dieser Begriff eindrucksvoller als das heutzutage nichtssagend abgeschliffene „Psychose“ – beschreibt durchaus korrekt den Gesundheitszustand von Susan Golden. Sie ist an einer geistigen Störung erkrankt, die mit dem Verlust des Realitätsbezuges einhergeht. Diese Diagnose öffnet viele Türen. Gerade der Film eignet sich hervorragend, Schein und Wirklichkeit so miteinander zu mischen, dass es dem Zuschauer ähnlich ergeht wie der armen Susan. Im Gegensatz zu ihr ziehen wir Vergnügen aus der Tatsache, kräftig an der Nase herumgeführt zu werden.</p>
<p>Die Geister, die Susans Hirn selbst rief, schienen Reg Traviss indes nicht unheimlich genug. Er holte deshalb Verstärkung aus ‚echten‘ übersinnlichen Gefilden. Dies könnte bei geschickter Verschränkung von Psychose und Spuk die Spannung in der Tat steigern. Leider patzt Traviss in dieser Hinsicht öfter als sein Ziel zu treffen. Schon der Rückblick ins Jahr 1992, mit dem der Film beginnt, ist viel zu lang und aufwändig. Später wartet man auf jene Wendung, mit der Traviss seine Relevanz für den gegenwärtigen Handlungsstrang beweist. Tatsächlich tauchen die Geister der rüde gekillten Öko-Aktivisten nur sporadisch auf und bleiben unwichtige Nebenrollen.</p>
<p><strong>Englischer Winter in unfreundlicher Idylle</strong></p>
<p>Der Gegensatz zwischen „Stadtmenschen“ und „Landvolk“ ist ein zementiertes Klischee nicht nur des Horrorfilms. Ungeschriebene Regeln vor allem moralischer Natur werden verletzt und heizen die Stimmung wesentlich heftiger an als Geistertreiben. Auch Susan und David sind nur oberflächlich willkommen.</p>
<p>Diesen Konflikt als Hintergrund für Susans zunehmende Isolierung lässt Traviss weitgehend ungenutzt. Er stellt lieber David als Bösewicht in den Mittelpunkt. Freilich kann der in Sachen Raffinesse oder Bedrohlichkeit nicht punkten. Bei näherer Betrachtung erntet er die Früchte seiner Intrigen nicht wegen, sondern trotz seiner Umtriebe. Schon die von ihm unendlich kompliziert eingefädelte Intrige unter Beteiligung des geilen Wildhüters Peck ist ein Witz: Susan ahnt höchstens, dass Peck ihr Rausch-Pilze ins Essen gemischt und sie anschließend beschlafen hat. Für die Handlung ist diese Wendung ohne Belang. (In Deutschland hat Traviss Glück: Die Zensur hat die ins Leere laufende Szene vollständig getilgt.)</p>
<p>An anderer Stelle lässt Traviss die Haupthandlung sträflich im Stich, um David auf eine seiner Eskapaden zu folgen. Wir sehen ihn in einem Bordell, wo er mit neureichen Swingern – die (glücklicherweise) selbst beim gemeinschaftlichen Whirlpool-Bad die Unterhosen anbehalten – und silikonbusigen Berufs-Beischläferinnen ‚perverse‘ Unzucht treibt, bis sich das Publikum vor Lachen auf dem Boden kugelt; offensichtlich hat Traviss hier angestaubte Orgien-Fantasien der Armstrongschen Drehbuchvorlage umgesetzt. Als kriminelles Mastermind hat David anschließend jedenfalls ausgedient.</p>
<p><em><strong>An American Woman in Old England</strong></em></p>
<p>Nur zwei Strohhalme gibt es, an denen sich der Zuschauer 90 Minuten festklammern kann. Aber Achtung: Es sind und bleiben Strohhalme, die Tragkraft nur in diesem Film und im Vergleich mit den trostlosen Leistungen der meisten Mitverantwortlichen besitzen!</p>
<p>Zu loben ist Kameramann Bryan Loftus, der vor nicht nur winterlich bedingt tristen Kulissen Bilder gelingen, die angesichts des Budgets erstaunen. Das alte Haus und die kalte, nasse Umgebung werden in ihrer abweisenden Wirkung durch behutsame ‚Entfärbung‘ geschickt verstärkt. Braun und grau, abgestorbenes Blattwerk und Schlamm dominieren; der wenige Schnee wirkt schmutzig, das Grün ausgewaschen und kränklich. Innerhalb des Hauses ist es selbst bei Tageslicht düster. Hier verzichtet Traviss auf ausgelaugte Horror-Klischees; nicht einmal der Keller wirkt unheimlich. Das Grauen, so wird deutlich, kommt erst durch Susan ins Haus. Dort beschränkt es sich auf Momentaufnahmen meist zukünftiger Ereignisse.</p>
<p>Zur zweiten Stütze von „Psychosis“ wird Hauptdarstellerin Charisma Carpenter. Als Charakterschauspielerin ist sie bisher kaum aufgefallen, ihr Erfolg beruht vor allem auf einem hübschen Gesicht, das Carpenter u. a. in TV-Serien wie „Buffy“, „Angel“ oder „Charmed“ zu Markte getragen hat. (Dank eines gut ausgeformten Oberkörpers wurde sie auch vom „Playboy“ Willkommen geheißen.) Als Susan Golden gelingt ihr die Darstellung einer Frau, die nach und nach den Verstand verliert. Carpenter ist kein unsicheres Mädchen, sondern eine erwachsene Frau, die nicht ohne Gegenwehr zerbricht, bis Drehbuchautor Traviss zu schlechter Letzt doch die Klischeekiste aufklappt und sie die Hände ringen, ein Krankenhaus-Hemdchen tragen und irre ins Leere starren lässt. Ihr Schicksal ist konsequent aber nutzlos, da es durch Traviss‘ Drang zur ausgleichenden Gerechtigkeit und den daraus resultierenden Finaltwist (s. o.) noch in letzter Filmminute in Vergessenheit gerät – ein Tropfen, der das Fass nicht nur zum Überlaufen bringt, sondern aus Benzin besteht, der den schwelenden Zorn des Zuschauers hoch auflodern lässt: Reg Traviss. Diesen Namen wird er sich merken! (Bei der Lektüre dieses Satzes bitte bedrohliche Musik einspielen.)</p>
<p><strong>DVD-Features</strong></p>
<p>Ausgerechnet ein (hoffentlich) rasch vergessener Film wie dieser wurde mit soliden Extras versehen. Ein halbstündiges „Making-of“ enthüllt keinerlei verborgenen Hintersinn. Menschen von vor und hinter der Kamera erzählen uns, was wir im Film (angeblich) gesehen haben. Ein gewisser Unterhaltungseffekt ergibt sich, wenn man die eigene Meinung mit jenen Lobeshymnen in Einklang zu bringen versucht, die im „Making-of“ dreist gesungen werden.</p>
<p>Eine Viertelstunde zwar gedrehter aber im Film nicht verwendeter Szenen belegt immerhin, dass es durchaus hätte schlimmer kommen können – an dieser Stelle ein dankbarer Gruß an Cutter John Palmer!</p>
<p>Offensichtlich in vorauseilendem Gehorsam wurde „Psychosis“ in Deutschland in fünf Szenen um insgesamt 2,5 min geschnitten. Wie so oft scheint Auswürfeln bestimmt zu haben, was entfiel. Diese Szenen sind in keiner Weise ‚härter‘ als das, was andere Horrorstreifen derzeit zeigen. Eine gekürzte sowie eine gänzlich entfernte Sex-Szene dürften in jedem „Tatort“-Krimi zur besten Sendezeit laufen, und die Gewalt beschränkt sich auf Sekundenbruchteile im Halbdunkel. Da „Psychosis“ kein Splatter-Film ist, leidet nicht die Story, sondern nur der freie Wille des angeblich volljährigen Zuschauers, dem wieder einmal vorgeschrieben wird, was er (nicht) sehen darf.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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		<title>Solomon Kane</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 19:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Historie]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Constantin]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang des 17. Jahrhunderts plant ein Hexenmeister die Unterjochung Englands; der fromm gewordene Abenteurer Solomon Kane nimmt den Kampf gegen ihn und seine dämonischen Schergen auf … – Die bildgewaltige, gut besetzte und auch tricktechnisch opulente Schlachtplatte leidet unter einem faden Drehbuch und dessen fahriger Umsetzung; trotz aller Düsternis dennoch ein Lichtblick im trüben Nebel des aktuellen Trash-Horrors.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4011976877585" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5702" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Solomon-Kane-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" /></a>Solomon Kane</strong></p>
<p><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">Solomon Kane</span> (Frankreich/GB/Tschechische Republik 2009)<br />
Regie u. Drehbuch: Michael J. Bassett<br />
Kamera: Dan Laustsen<br />
Schnitt: Andrew MacRitchie<br />
Musik: Klaus Badelt<br />
Darsteller: James Purefoy (Solomon Kane), Rachel Hurd-Wood (Meredith Crowthorn), Pete Postlethwaite (William Crowthorn), Patrick Hurd-Wood (Samuel Crowthorn), Alice Krige (Katherine Crowthorn), Anthony Wilks (Edward Crowthorn), Max von Sydow (Josiah Kane), Lucas Stone (Kane als Kind), Samuel Roukin (Marcus Kane), Isabel Bassett (Hexe), Jason Flemyng (Malachi), Christian Dunckley Clark (Malthus), James Babson, Marek Vasut, Geoff Bell (dumme Räuber) uva.<br />
Label/Vertrieb: <a href="http://www.constantin-film.de" target="_blank">Constantin Film</a><br />
Erscheinungsdatum: 07.10.2010<br />
EAN: 4011976877585 (DVD) bzw. 4011976319887 (Blu-ray)<br />
Bildformat: 16 : 9 (2,35 : 1, anamorph)<br />
Audio: DTS 5.1(Deutsch, Englisch) u. Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)<br />
Untertitel: keine<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 100 min. (Blu-ray: 103 min.)<br />
FSK: 16</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4011976877585" target="_blank">Titel bei Libri.de (DVD)</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4011976319887" target="_blank">Titel bei Libri.de (Blu-ray)</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=4011976877585&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de (DVD)</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=4011976319887&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de (Blu-ray)</a><br />
<strong><br />
Das geschieht:</strong></p>
<p>Anfang des 16. Jahrhunderts hat sich der enterbte englische Adelssohn Solomon Kane im Ausland einen Namen als Glücksritter und Pirat gemacht. Als er eines Tages nur knapp dem Engel des Todes entkommt, der ihn holen wollte, weil er seine Seele angeblich dem Teufel verschrieben habe, wird Kane nachdenklich. Er schwört der Gewalt ab und zieht sich in ein Kloster zurück, wo er allmählich zur Ruhe kommt.</p>
<p>Zeitgleich hat der Zaubermeister Malachi mit der Eroberung Englands begonnen. Unter der Führung seines stummen, niemals unmaskiert auftretenden Heerführers fallen durch Hexerei gestärkte Truppen über die Landbevölkerung her, versklaven die Schwachen und zwingen die Starken unter Malachis geistiges Joch.</p>
<p>Kane verlässt das Kloster und begibt sich auf die Wanderschaft. Er will nach Nordamerika auswandern und dort ein neues Leben anfangen. Unterwegs fällt er unter Räuber. Gerettet wird er vom Puritaner William Crowthorn, den es mit seiner Familie ebenfalls in die Neue Welt zieht. Als Malachis Schergen seine neuen Freunde überfallen und töten, besinnt Kane sich alter, mörderischer Stärken. Er will die junge, schöne Meredith Crowthorn retten, die Malachi auf sein Schloss verschleppen ließ.</p>
<p>Der Weg dorthin ist lang und gefährlich. Hexen, Zombies und Verräter muss Kane überwinden, und irgendwann bekommt auch der Heerführer Wind von dem hartnäckigen Verfolger. Zu allem Überfluss entpuppt sich Malachis Hauptquartier als Stammburg der Kanes, nachdem dessen stolzer Herr, Kanes Vater, von dem Zauberer umgarnt und betrogen wurde.</p>
<p>Im großen Saal der Burg treffen die wenigen Schurken, die Kanes Rachezug überlebt haben, Kane selbst, Meredith und Malachi zusammen. Leider hat der Hexenmeister mindestens ein teuflisches As im Ärmel, das sich turmhoch über Kane aufbaut und ihm nach Leben und Seele trachtet …</p>
<p><strong>Das Leben als Jammertal</strong></p>
<p>1928 schuf der Unterhaltungsschriftsteller Robert E. Howard (1906-1936), dem wir auch ewige Fantasy-Helden wie Conan und die Rote Sonja verdanken, den Puritaner und Hexenjäger Solomon Kane. In einer Reihe von Storys führte ihn sein geistiger Vater an immer neue, meist exotische und stets unheimliche Orte, an denen ein Grauen lauerte, das vom schrecklich frommen Kane als heidnische Teufelei identifiziert und mit Feuer &amp; Schwert ausgetilgt wurde.</p>
<p>Dieser Solomon Kane, ein düsterer, humorloser, fanatischer Geselle, blieb sich dank Howard stets treu. Er war nie sympathisch und ganz sicher keine Identifikationsfigur, aber in seiner Unerbittlichkeit und Kampfstärke der Richtige, um spannend den ausgetüftelten Todesfallen zu entkommen, die Howard sich für ihn ausdachte. War ihm dies gelungen, wandte er sich umgehend dem nächsten Teufelswerk zu. Dessen Ausrottung war seine Mission, eine Arbeit, die für Kane, das schaurige Ideal des kompromisslosen Puritaners, nie getan war.</p>
<p>Mit seiner schwarzweißen Weltsicht eignete sich Howards Kane nicht als Filmheld. Als solcher benötigte er Schwächen, eine entsprechende Vorgeschichte sowie die Reifung durch eine persönliche Queste, die ihn einerseits läuterte und andererseits menschlicher wirken ließ. Ähnlich war es bereits Conan, dem Barbaren, ergangen, der als erster Howard-Recke 1982 auf die Leinwand gestürmt war. Allerdings hatte Regisseur und Drehbuchautor John Milius darauf geachtet, die Figur nicht gar zu konturenglatt zu schleifen – ein Beispiel, dem Michael J. Bassett, ebenfalls Regisseur und Autor, 2009 nur bedingt folgte.</p>
<p><strong>Ein langer Weg in die Vergangenheit</strong></p>
<p>Dabei hätte es wesentlich schlimmer kommen können. 2001 stand „Solomon Kane“ schon einmal vor einem Drehbeginn. Die Titelrolle sollte an Christopher Lambert gehen, der sich gerade zum vierten (und hoffentlich letzten) Mal durch eine schaurig schlechte „Highlander“-Fortsetzung geprügelt hatte. Glücklicherweise zerschlug sich dieses „Kane“-Projekt; es kam erst 2006 erneut in Gang, als Bassett das Heft in die Hand nahm. Gecastet wurde nun James Purefoy, der nicht nur optisch einen glaubhaften Kane darstellt, sondern sogar über schauspielerisches Talent verfügt, das er in die Rolle einbringen konnte (und wollte).</p>
<p>Etwa 45 Mio. Dollar betrug das Budget. Angesichts der Wahnsinnssummen, die in Hollywoods Blockbuster fließen, ist dies moderat. Im Umfeld jener Streifen, die vor allem über ihre Spezialeffekte funktionieren, steht „Solomon Kane“ freilich gut dar. Das zur Verfügung stehende Geld konnte zudem gestreckt werden, indem man in der Tschechischen Republik drehte, wo auch heute Statisten noch so kostengünstig sind, dass man sie nicht digital ersetzen muss.</p>
<p>Deshalb fällt „Solomon Kane“ u. a. durch diverse Massenszenen auf, die gleichzeitig demonstrieren, dass die Kulissen nicht an den Bildrändern endeten. Detailliert ausgeführte Dorfflecken, Kirchen, Burgsäle u. a. Örtlichkeiten wurden in erstaunlichen Größen real gebaut. Die Kamera greift den zur Verfügung stehenden Raum mit Vergnügen auf und fliegt immer wieder über diese Kulissen, in denen es vor Leben und Schlachtgetümmel wimmelt. Das Wetter ist winterlich – es schneit und regnet, die Welt ist ein einziger Pfuhl, und nur ganz selten wird offenbar, dass diese Szenen meist am Tage und bei Sonnenschein entstanden. (Anzumerken ist eine auch in den Masken allzu ausgeprägte Affinität zur Gestaltung der „Herr-der-Ringe“-Filme.)</p>
<p><strong>Der schwarze Mann mit dem großen Hut</strong></p>
<p>„Solomon Kane“ lebt durch seine Bildopulenz sowie durch die Darstellungskunst seiner Hauptfigur. Zwar kann auch Purefoy die Schwächen des Drehbuches – dazu weiter unten mehr – nicht im Alleingang ausgleichen. Trotzdem gelingt es ihm, die holzschnittartige ‚Entwicklung‘, die sein Charakter erfährt, wenigstens ansatzweise nachvollziehbar zu gestalten. Der frühe Kane ist ein Räuber, Dieb und Mörder. Später entscheidet er sich für ein mönchisches Leben. Dann kommt hollywoodtypisch die große Krise. Sie geht mit dem vom Schicksal erzwungenen Rückfall in die Gewalttätigkeit einher, die auf diese Weise legitimiert wird: Kane hat es ja versucht, aber die Bösen ließen ihn seinen Frieden nicht …</p>
<p>Der eigentliche Solomon Kane manifestiert sich erst im Finale. Er ist jetzt weder Mörder noch Mönch, sondern ein Krieger des Herrn und bereit, sich für das Gute in die nächste Schlacht zu stürzen. Diese Wendung wird verständlicher, wenn man weiß, dass „Solomon Kane“ von Bassett als Trilogie geplant ist. (Ob sie jemals zustande kommen wird, steht aktuell in sehr weit entfernten Sternen.)</p>
<p>Im Vergleich zu Purefoy bleiben die übrigen Darsteller blass. Vor allem die arme Rachel Hurd-Wood steht auf verlorenem Posten: Ein Solomon Kane darf kein „love interest“ besitzen. Die schöne Meredith rettet er nur, weil er es ihrem sterbenden Vater versprochen hat. Ein Schwur zählt für Kane allemal mehr als Liebe. Beiläufig erwähnt er kurz vor dem Abspann, dass er Meredith bei ihrer Mutter abgegeben hat …</p>
<p>Unter dem allgegenwärtigen Schlamm und Dreck, den Bassett über seine Version des 16. Jahrhunderts spritzt, bleiben die Darsteller Archetypen. Was die Guten wie die Bösen umtreibt, ist oft unklar oder interessiert den Zuschauer nicht. Manchmal entscheidet Bassett schlicht falsch: Der böse Heerführer ist wesentlich interessanter und präsenter als der angeblich so mächtige Malachi, der erst im Finale auftritt und nicht wirklich erschrecken kann. Ratlos macht auch der Aufwand, den Malachi treibt, um Meredith suchen und in sein Schloss schaffen zu lassen. Dort weiß er nichts Besseres mit ihr anzufangen, als ihr ein wenig Jungfrauenblut abzuzapfen, mit dem er einen Dämon aus der Hölle heraufbeschwört.</p>
<p>Einige Akzente weiß höchstens der großartige Pete Postlethwaite in einer seiner letzten Rollen zu setzen. Sein unglaubliches Gesicht passt perfekt in diese archaisch überzeichnete Vergangenheit, während die Mehrheit der Darsteller allzu geschminkt und verkleidet wirkt. Was Postlethwaite in einen Film wie diesen brachte, der in der Rolle des William Crowthorn ein schauspielerisches Schwergewicht wie ihn nicht wirklich benötigt, bleibt dennoch unklar. Immerhin hat Postlethwaite Glück: Man erkennt ihn immerhin, während der Zuschauer eher fassungslos erst den Schlusstiteln entnimmt, dass er irgendwo auch der wunderbaren Alice Krige und dem großen Max von Sydow bei der Arbeit zugesehen bzw. beobachtet hat, wie sie verheizt wurden.</p>
<p><strong>Erzählen ist schwieriger als gedacht</strong></p>
<p>Nicht nur angedeutet wurde bereits, dass Aufwand und Story in keinem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Bassett erzählt eine Geschichte, die wir in jeder Filmsekunde kennen. Überraschungen gibt es nicht, Ungereimtheiten stattdessen mehr als genug. So lernen wir einen Todesengel kennen, dem Kane, ein einfacher Mensch, problemlos durch die Lappen geht; wie ein Trottel steht dieser ‚Engel‘ hinter dem Fenster, durch das Kane gesprungen ist, und brüllt ihm fruchtlose Drohungen hinterher. Wir sehen ihn nicht wieder; womöglich hat er seinen Job an Malachi abgetreten.</p>
<p>„Solomon Kane“ gehört zu jenen Filmen, die in interessante Episoden zerfallen, die sich zu keiner harmonischen Gesamtgeschichte fügen. Die Szenen in der von Zombie-Vampiren belauerten Kirche, die wilde Jagd durch die von Särgen und Knochen markierten Tunnel unterhalb eines alten Friedhofs, der finale Kampf mit einem ausgezeichneten konzipierten und realisierten Dämon bieten Entertainment auf hohem Niveau.</p>
<p>Hier gelingt Bassett, was ihm vorschwebte; er mindert es höchstens durch sein beschränktes Regietalent. Das liebste Stilmittel ist ihm die Zeitlupe: Zum Anschwellen eines, inspirationslosen, pseudo-pompösen, dröhnenden Scores stapfen Gut und Böse künstlich bedeutsam oder bedrohlich durch das Bild – wieder und wieder, bis es nicht einmal ärgert, sondern nur noch ein müdes Grinsen provoziert.</p>
<p>Mehr Engagement hätte Bassett in die Kampfszenen investieren sollen. Zwar lässt vor allem Kane Köpfe und Gliedmaßen fliegen, doch wird nie deutlich, wie ihm dies gelingt. Die meisten Gegner rennen ihm brüllend ins offene Schwert, das er wie einen Prügel schwingt. Damit will Bassett vermutlich deutlich machen, dass dies kein Jahrhundert hoher Kampfkunst ist. Wenn Kane im Alleingang Malachis Schergen dutzendweise abschlachtet, will diese Begründung aber nicht greifen.</p>
<p><strong>Man kann sich schlechter unterhalten lassen</strong></p>
<p>So ging „Solomon Kane“ dem „Conan“-Reboot von 2011 in gewisser Weise voraus: Viel Aufwand wurde getrieben, noch mehr Werbe-Wind darum gemacht. In beiden Fällen blieb der Erfolg hinter den Erwartungen zurück. Dafür sind allzu simpel gestrickte Storys hauptverantwortlich, denen formale Schwächen gegenüberstehen.</p>
<p>Die Enttäuschung resultiert freilich zu einem guten Teil aus enttäuschter Vorfreude. Macht man sich davon frei, bietet „Solomon Kane“ B-Movie-Entertainment der altmodisch robusten bzw. zeitlosen Art. Gerade Im Dschungel der DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen, in dem der Zuschauer immer wieder in geistestödliche Fallen zu stolpern droht, sorgt Kane für einen anspruchsfreien aber unterhaltsamen Filmabend.</p>
<p><strong>DVD-Features</strong></p>
<p>Da „Solomon Kane“ eine vergleichsweise stattliche Produktion darstellt, wäre ein ausgiebiger Blick hinter die Kulissen durchaus interessant. Die zum Hauptfilm aufgespielten Extras sind jedoch dürftig (Originaltrailer, MTV-Featurette), kaum verkappte Werbung (Interviews) oder eine Frechheit (‚Making of‘: 4 Min.!). Lohnenswert ist höchstens eine viertelstündige Mini-Dokumentation der Dreharbeiten.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>The Child&#8217;s Eye</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 18:52:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[FSK18 & k.J.]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Ascot Elite]]></category>

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		<description><![CDATA[In Bangkok werden sechs Urlauber aus Hong Kong in einem heruntergekommenen Hotel vom irren Besitzer, von Geistern und einer seltsamen Kreatur heimgesucht, entführt und bedroht …  – Mehr geschieht nicht, soweit das wirre Drehbuch eine Story überhaupt preisgibt; die für das asiatisches Kino typische Übersteigerung von Gefühlen sorgt für die eigentlichen Schauereffekte – schade um einige interessante, weil surreale Szenen, aber insgesamt eine geistlose Zeitvergeudung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=B005SNYQJU&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5674" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Childs-Eye-207x300.jpg" alt="" width="207" height="300" /></a>The Child’s Eye</strong></p>
<p><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">Tong Yan</span> (Hong Kong 2010)<br />
Regie: Oxide Pang Chun u. Danny Pang<br />
Drehbuch: Oxide Pang Chun, Danny Pang u. Thomas Pang<br />
Kamera: Decha Srimantra<br />
Schnitt: Curran Pang<br />
Musik: Origin Kampanee<br />
Darsteller: Rainie Yang (Rainie), Elanne Kwong (Ling), Ciwi Lam (Ciwi), Izz Xu (Hei), Rex Ho (Rex) Shawn Yue (Lok), Lam Ka-tung (Chuen), Jo Koo (Chuens Ehefrau)  u. a.<br />
Label/Vertrieb: <a href="http://www.ascot-elite.de" target="_blank">Ascot Elite Home Entertainment</a><br />
Erscheinungsdatum: 06.12.2011 (DVD/Blu-ray)<br />
EAN: 4048317344048 (DVD) bzw. 4048317444045 (Blu-ray) bzw. 4048317544042 (Blu-ray 3D-Version)<br />
Bildformat: 16 : 9 (2,35 : 1, anamorph)<br />
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Mandarin-Chinesisch)<br />
Untertitel: Deutsch<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 93 min. (Blu-ray: 97 min.)<br />
FSK: 18</em></p>
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<strong><br />
Das geschieht:</strong></p>
<p>Zwei junge Paare sowie die Geschwister Ling und Rex sind aus Hong Kong ins thailändische Bangkok gereist. Die Stimmung ist gereizt, Rainie und ihre Partner Lok stehen kurz vor der Trennung. So wird die Gruppe überrascht, als ein Aufstand ausbricht, der Flughafen geschlossen wird und eine Abreise unmöglich ist.</p>
<p>Auch das Nobelhotel, in dem das Sextett bisher residierte, schließt seine Pforten. Die Urlauber können froh sein, Zimmer im heruntergekommenen Chung Tai Hotel zu bekommen. In dem riesigen, uralten Gebäude stehen ganze Stockwerke leer, durch die Chuen, der verbitterte Eigentümer, den man hinter nur notdürftig vorgehaltener Hand des Mordes an seiner vor einem Jahr plötzlich verschwundenen Gattin verdächtigt, des Nachts heimlich schleicht.</p>
<p>Rainie und ihre Gefährten fühlen sich denkbar unwohl in dem Haus, da es zu allem Überfluss zu spuken scheint. Immer wieder zeigt sich die Gestalt einer entstellten Frau, und durch die Gänge geistert eine seltsame Kreatur, halb Mensch, halb Hund. Lok, Rex und Hei benehmen sich erst sonderbar, dann verschwinden sie spurlos. Niemand will sie gesehen haben, das Hotel haben sie offenbar nicht verlassen.</p>
<p>Verzweifelt machen sich Rainie, Ling und Ciwi auf die Suche. Sie treffen ein Waisenmädchen, das sie über die Geschichte des Hotels in Kenntnis setzt. Außerdem besitzt es einen Hund, der unsichtbaren Spuk wittern und vor ihm warnen kann. Es beginnt eine gefährliche Expedition durch das Chung Tai Hotel, in dem nicht nur Geister und Monster umgehen, sondern das auch Portale existieren, durch welche die drei Freundinnen immer wieder in bizarre jenseitige Welten stolpern, wo sie das Grauen direkt attackiert. Sie müssen herausfinden, was hinter dem Höllenspuk steckt, denn nur so können sie ihm entfliehen sowie die verschwundenen Männer retten, die ein schreckliches Schicksal erwartet …</p>
<p><strong>Das Grauen kommt gar nicht mehr zu sich</strong></p>
<p>„The Eye“ (2002. „Ging kwai“), „Ab-Normal Beauty“ (2004, „Sei mong se jun“) und „Bangkok Dangerous“ (1999 und 2008): Dies sind drei der Filme, mit denen die Brüder Oxide Pang Chun u. Danny Pang nicht nur ihr Publikum überraschten, sondern auch die Kritiker erfreuten. Die Erwartungen an ein Werk der „Pang-Brothers“ sind also hoch. Dabei verdrängt das so gestimmte Publikum offensichtlich die Erinnerungen an weniger gelungene Streiche, die naturgemäß nicht ausbleiben können, weil die fleißigen Brüder durchschnittlich zwei Filme pro Jahr schreiben und drehen.</p>
<p>2007 sorgten sie beispielsweise mit „The Messengers“ für eine Enttäuschung, die freilich keinen Vergleich mit jener Verwirrung und jenem Zorn aushält, den die Pangs mit „The Child’s Eye“ auslösen. Seit jeher war ihr Talent für die bildmächtige Umsetzung von Gefühlen und Gefahren ausgeprägter als ihr erzählerisches Geschick. Das Drehbuch von „The Child’s Eye“ ist nunmehr so wirr missraten, dass auch manches überraschende und gelungene optische Intermezzo das Fiasko keineswegs ausgleichen kann.</p>
<p>Bereits die Exposition wirft Fragen auf. Wieso müssen unsere Helden in einen Aufstand geraten? Er hat für das Geschehen keinerlei Bedeutung, sondern bringt die sechs jungen Leute nur in das Chung Tai Hotel, was sich auch weniger umständlich hätte realisieren lassen. Doch da die Pang Brothers den Aufruhr auf den Straßen mit großem Aufwand inszenieren, wartet man natürlich auf eine entsprechende Integration dieser Ereignisse in die Spukgeschichte.</p>
<p><strong>Hinter dem Auge kommt noch das Hirn</strong></p>
<p>Da wartet man allerdings vergeblich. Um eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wieso trotzdem viel Geld für diese Szenen ausgegeben wurde, muss man ein wenig ausholen. „The Child’s Eye“ ist der erste in Hong Kong entstandene Film, der mit der gerade aktuellen 3-D-Technik realisiert wurde. Auf sie bzw. die damit möglichen Effekte und die daraus resultierenden Schwierigkeiten konzentrierten sich die Brüder wesentlich intensiver als auf das Drehbuch; ein Manko, das den dreidimensionalen Film schon in den 1950er und 1980er Jahren prägte, als er in Mode kam – und schnell wieder vergessen wurde, weil dem Zuschauer stumpf vors Gesicht gehaltene Messer, Fäuste oder Klauen doch nicht so unterhaltsam sind, wie schmalhirnige Produzenten dachten.</p>
<p>Dazugelernt hat die Branche definitiv nicht. „The Child’s Eye“ ist ein Kompendium sattsam bekannter ‚Überraschungen‘. Chuen droht mit seinem Schlachtbeil, eine abgetrennte Hand springt aus der Leinwand, das hundeköpfige Mini-Monster von der Decke. Auch der Aufstand ergibt plötzlich ‚Sinn‘: Es sorgt für 3-D-mächtige Bilder, wenn Fäuste gereckt, Steine geworfen und Tränengas-Granaten abgefeuert werden.</p>
<p>Zumindest die 2-D-Version von „The Child’s Eye“ verrät, dass plastische Bilder keinen Ersatz für eine schlüssige und konzentriert erzählte Geschichte liefern. Die Pang-Brüder, die sie – verstärkt durch ein weiteres Familienmitglied (ein vierter Pang leistete den Schnitt) – ersannen, verwirbeln eine schmerzlich simple Story zu einem Durcheinander vermeintlich bedeutungsvoller Sub-Plots, die sich als Sackgassen und Effekthaschereien entpuppen.</p>
<p><strong>Unterhaltung sollte kein Kopfweh erzeugen</strong></p>
<p>Die wenigen gelungenen Szenen lassen die Misslichkeiten umso schmerzlicher hervortreten. Wenn es um Bilder geht, verstehen die Pangs ihr Handwerk. Die düstere Enge des alten Hotels verwandelt sich an einer Stelle in die groteske Weite einer die Realität genial verzerrenden Geisterwelt. Freilich hat auch diese Pracht erneut allzu erkennbar die Absicht, den 3-D-Effekt zu tragen. Für die Handlung ist sie unerheblich sowie kontraproduktiv.</p>
<p>Vor allem westliche Kritiker schelten die angeblich „unbegabten“ Darsteller. Ich denke, hier muss man relativieren. „The Child’s Eye“ ist ein asiatischer Film, der folglich die Kinokultur einer aus westlicher Sicht fremd strukturierten Region widerspiegelt. Die Kritik richtet sich deshalb eher gegen die übertrieben wirkende Darstellung von Gefühlen. Sie zeichnen sich nicht in den Gesichtern der Schauspieler ab, sondern werden zusätzlich in einer Weise ausgedrückt, die im West-Kino seit der Stummfilmzeit ausgestorben ist.</p>
<p>Wenn sich also jemand erschreckt, dann wird das durch eine Art „Slowburn“-Effekt unterstrichen: Der Darsteller zuckt zusammen, verzieht das Gesicht, reißt die Augen auf. Große Furcht wird zusätzlich durch Greinen, Weinen, Zittern und Flehen betont. Ähnlich aufdringlich wird Trauer dargeboten, die dadurch zur Sentimentalität gerinnt. Für westliche Zuschauer ist dies peinliches Chargieren, das zudem die eigentlich erwünschten Reaktionen konterkariert: Man kann nicht mit Figuren bangen, die Teilnehmer eines Kasperletheaters zu sein scheinen.</p>
<p><strong>Mit der Nase drauf- und hineingestoßen</strong></p>
<p>Diese künstlich-theatralische Übertriebenheit ruiniert auch das Finale. Dabei bietet die Auflösung durchaus eine interessante Variation der üblichen Schlacht gegen das Böse, das hier ausschließlich von Menschen aber nicht in böser Absicht in die Welt gebracht wurde. Doch die Pangs setzen schaurige und spannende Szenen wie einen Bohrer ein, der wieder und wieder in einen kranken Zahn gedrückt wird: Wiederum wünscht sich der westlichen Betrachter Andeutungen, während die Pangs den erwünschten Effekt zu Tode reiten. Dabei hilft eine Musik, wie man sie u. a. in den Horrorfilmen der englischen „Hammer“-Studios in den 1960er Jahren gehört hat: Angst soll geschürt werden, aber im Geiste sieht der Zuschauer = Hörer nur die Studiomusiker, die ihre Instrumente aus Leibeskräften bearbeiten.</p>
<p>Der schon erwähnte Simpel-Faktor des Plots erschwert die Annahme einer Auflösung, die keine echten Geheimnisse aufzudecken vermag. Eine einzige Rückblende sorgt endlich für Aufklärung – und Enttäuschung, weil diese so banal ausfällt. Wenn der Zuschauer das Trauerspiel endlich überstanden zu haben glaubt, versetzen ihm die Pang-Brüder in letzter Sekunde noch einen Nackenschlag: Selbstverständlich ist der Spuk nicht tot, sondern rührt sich urplötzlich erneut und deutet eine Fortsetzung an, die glücklicherweise unwahrscheinlich ist, da „The Child’s Eye“ nicht einmal das asiatische Publikum in Begeisterung versetzen konnte.</p>
<p><strong>DVD-Features</strong></p>
<p>Außer einem Trailer gibt es keine Features, was angesichts der ‚Qualitäten‘ des Hauptfilms als unerwartete Gunst zu werten ist. Eine gewisse Ausnahme stellt die Blu-ray-Fassung dar, die über Cast und Crew informiert und mit einer Bildershow aufwartet; was soll solcher Unfug aus der Feature-Steinzeit im 21. Jahrhundert?</p>
<p>„The Child’s Eye“ erscheint als 2-D- und 3-D-Fassung, wobei letztere den Blu-ray-Käufern vorbehalten bleibt. Wie die dreidimensionalen Effekte dem Film bekommen, kann dieser Rezensent nicht beschreiben. Sie müssten angesichts des nicht gerade konturstarken oder klaren Bildes sowie der allgegenwärtigen Düsternis allerdings großartig sein, um den unerfreulichen Gesamteindruck zu mildern, den eine die Übertriebenheit der Darstellung ungut aufgreifende Synchronisierung komplettiert.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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		<title>Skyline</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 20:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Universal]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschenhirnsaugende Aliens fallen über die Erde her; im kalifornischen Los Angeles versucht eine kleine Gruppe Twentysomethings stellvertretend für den Rest der Menschheit die Flucht vor den Unholden … – Missratene Mischung aus Kammerspiel und Spektakel, wobei die schaurig-schönen Schaueffekte die ‚Leistungen‘ der (drehbuchgeschädigten) Darsteller weit in den Schatten stellen: gut verpacktes aber ranziges B-Movie-Futter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=5050582828672" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5645" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Skyline-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Skyline</strong><br />
<em><br />
Originaltitel: <span style="color: #800080">Skyline</span> (USA 2010)<br />
Regie: Colin Strause/Greg Strause (The Brothers Strause)<br />
Drehbuch: Joshua Cordes/Liam O&#8217;Donnell<br />
Kamera: Michael Watson<br />
Schnitt: Nicholas Wayman-Harris<br />
Musik: Matthew Margeson<br />
Darsteller: Eric Balfour (Jarrod), Scottie Thompson (Elaine), Brittany Daniel (Candice), Crystal Reed (Denise), Neil Hopkins (Ray), David Zayas (Oliver), Donald Faison (Terry), Robin Gammell (Walt), Tanya Newbould (Jen), J. Paul Boehmer (Colin) u. a.<br />
Label/Vertrieb: <a href="http://www.uphe.de" target="_blank">Universal Pictures</a><br />
Erscheinungsdatum: 12.05.2011 (DVD/Blu-ray)<br />
EAN: 5050582828672 (DVD) bzw. 5050582828696 (Blu-ray)<br />
Bildformat: 16 : 9 (2,40 : 1, anamorph)<br />
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)<br />
Untertitel: Deutsch, Englisch<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 89 min. (Blu-ray: 93 min.)<br />
FSK: 16</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=5050582828672" target="_blank">Titel bei Libri.de (DVD)</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=5050582828696" target="_blank">Titel bei Libri.de (Blu-ray)</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=5050582828672&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de (DVD)</a><br />
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Der brotlose Künstler Jarrod wird von seinem Jugendfreund Terry, der es in der Filmstadt Los Angeles zu Ruhm und Reichtum gebracht hat, zu dessen Geburtstagsparty eingeladen. Begleitet wird er von Freundin Elaine, die auf den rechten Moment lauert, Jarrod über seine Vaterschaft zu informieren, bevor sie sich in ihrem Profil abzuzeichnen beginnt.</p>
<p>Die frohe Kunde wird nur mit gemischten Gefühlen aufgenommen, und Terry betrügt seine Lebensgefährtin Candice mit Assistentin Denise, was für zusätzliche Spannungen sorgt. Die entsprechenden Diskussionen werden jedoch vertagt, weil in der Nacht nach der Party gigantische Raumschiffe über der Stadt erscheinen, die monsterhafte Mischwesen aus Maschinen und Aliens sowie ein intensives blaues Licht ausschicken: Wer dort hineinblickt, wird erst magisch angezogen, um dann spurlos zu verschwinden.</p>
<p>So ergeht es den meisten Bürgern von Los Angeles, während sich Jarrod, Elaine, Terry, Candice und Denise erschrocken in Terrys Penthouse verbarrikadieren. Krakenähnliche ‚Sammler‘ suchen nach Menschen, die nicht ins Licht gingen, um sie individuell einzufangen. Durch die Straßen streifen noch gruseligere Kreaturen, wie die Freunde bei einem Ausbruchsversuch feststellen müssen, der diverse Menschenleben kostet.</p>
<p>Erste Gegenattacken des US-Militärs verpuffen, denn die Fremden sind nicht nur in der Überzahl, sondern verfügen über eine überlegende Technik; werden sie beispielsweise in Stücke geschossen, setzen sich diese wieder zusammen. Selbst eine Atombombe kann den Wesen nichts anhaben. Über die Frage, was nun zu tun ist, bricht in der Gruppe, zu der inzwischen Hausverwalter Oliver gestoßen ist, heftiger Streit aus, der noch durch die Entdeckung geschürt wird, dass Jarrod von einer Art Alien-Virus befallen ist und sich in eine der Kreaturen und damit zum Gegner in den eigenen Reihen zu verwandeln droht …</p>
<p><strong>Die Wut der Aliens …</strong></p>
<p>… ist verständlich, nachdem sie, die unsere Erde zwecks Aberntung menschlicher Gehirne überfallen haben, zumindest in Los Angeles feststellen müssen, dass ihre Beute von fragwürdiger Qualität ist; dies ist jedenfalls ein Schluss, den die Zuschauer ziehen, nachdem sie anderthalb Stunden unfassbar blöde Jungmänner und –frauen dabei beobachten mussten, die plan- und sinnlos zwischen dem Keller und dem Dach eines 15-stöckigen Hochhauses hin und her hasten.</p>
<p>Natürlich ist damit zu rechnen, dass eine Attacke der beschriebenen Art kopflose Panik begünstigt. Um dies glaubhaft zu vermitteln, müsste man allerdings Schauspieler engagieren und keine 3D-Platzhalter, deren Hampeleien bestenfalls zu ertragen sind, wenn sie in eine der (glücklicherweise zahlreichen) Action-Szenen verwickelt werden.</p>
<p>Der erfahrene (und damit leidgeprüfte) Zuschauer von Science-Fiction-Filmen der Güteklasse B abwärts weiß, was die Totenglocke geschlagen hat, wenn sich trotz offensiver Ausblendung solcher Mängel, der bedingungslosen Akzeptanz des modernen Kinos als reines Unterhaltungsvehikel sowie – der letzte Ausweg – sichtbegleitenden Alkoholgenusses Frustration und Ärger nicht mehr eindämmen lassen.</p>
<p><strong>Doppelt verbockt hält besser</strong></p>
<p>Dabei sollte man meinen, dass hinter der Kamera genug Talent und handwerkliches Geschick versammelt waren, treten Regisseur und Drehbuchautor doch jeweils im Doppelpack auf. Freilich erregen die drei Worte „The Brothers Strause“ Misstrauen und ungute Erinnerungen, haben uns diese beiden eher begeisterten als begabten Bilderstürmer doch 2007 mit ihrer ganz speziellen Fortsetzung des „Alien“/„Predator“-Doppel-Franchises beglückt (und diesem damit offenbar ein Ende bereitet).</p>
<p>Liam O&#8217;Donnell und vor allem Joshua Cordes kommen wie die Strause-Brüder aus dem Filmtrick-Geschäft. Für „Skyline“ lieferten sie ihr Debüt-Drehbuch; eine Tat, die viele Jahre später hoffentlich in ihrem Lebenslauf untergehen wird. Vermutlich hätten richtige Autoren aufgrund der eigentümlichen Entstehungsgeschichte dieses Films von vornherein die Waffen gestreckt. Nach eigener Auskunft haben die Strauses die Szenen mit ihren Darstellern für 500.000 Dollar abgedreht. (Dieser Teil der Geschichte klingt unmittelbar glaubhaft.) Anschließend sind sie mit diesem Torso in ihre digitale Hexenküche umgezogen und haben ihm Trick-Sequenzen im Wert von 10 Mio. Dollar aufgepfropft.</p>
<p>Schon eine leichte Verschiebung der genannten Summen hätte der Geschichte womöglich ein wenig mehr Drive gegeben und unsere Versprengten beispielsweise aus der Wohnung gebracht, in der sie mit angstvollen Mienen aus den Fenstern starren und beobachten, was in der Stadt geschieht. Dann wäre im Publikum wenigstens die Ahnung einer weltweiten Invasion aufgestiegen, deren Realität erst zum Finale durch Bilder angedeutet wird, die unsere Strauses vor allem aus Blockbuster-Vorlagen wie „Independence Day“ (1996) oder „Cloverfield“ (2008) abgekupfert haben.</p>
<p><strong>Ein Königreich für eine Idee!</strong></p>
<p>Ohnehin bekamen die Brüder mächtigen Ärger, weil sie quasi parallel zur Produktion ‚ihres‘ Filmes die Spezialeffekte für das SF-Invasions-Spektakel „Battle Los Angeles“ (2011) übernommen hatten und Auftraggeber Columbia Pictures argwöhnte, die Strauses würden mit ihrem Geld die Tricks für das eigene, inhaltlich ohnehin unerfreulich ähnliche Werk finanzieren. Der Gerichtsstreit wurde beigelegt, weil dies offensichtlich nicht geschehen war und ein möglicher Verdienstausfall an der Kinokasse selbst vor einem US-Gericht nicht geltend gemacht werden konnte.</p>
<p>Faktisch haben wir zwei inhaltshohle Filme, die einander unfreiwillig ergänzen: Während „Battle Los Angeles“ eisenharte Marines im Kampf gegen die Aliens beobachtet, zeigt „Skyline“ die Reaktionen der Zivilisten. Deren hilflose Verwirrung wird durch ein Drehbuch voller Logikbrüche enorm gesteigert. Obwohl es regelmäßig kracht und blitzt, kommt auch der Zuschauer rasch ins Straucheln. Was sind das für ‚Aliens‘, in deren Schädel sich irdische Menschenhirne einpassen lassen? Kommen sie, um Nachschub zu besorgen? Waren sie früher schon einmal da? Wieso geht die Blaulicht-Hypnose ausgerechnet bzw. nur bei Jarrod schief? Liegt es daran, dass er anders als seine halbgaren Freunde ein echter Vollidiot ist? Färben sich erst seine Augen und später sein Gehirn (bzw. das ersatzweise in seinem Hohlkopf stets am Rande seines begrenzten Limits arbeitende Organ) deshalb rot statt blau?</p>
<p>Die Aliens leuchten zwar blendend blau, sind ungeachtet dessen allerdings auch nicht viel heller in ihren Knollenschädeln. Mit ihrem Locklicht haben sie Los Angeles so gut wie leergefischt. Warum also der Aufwand, den die Einzel-Jagd nach den wenigen Flüchtlingen darstellt? Warum fliegen die Außerirdischen nicht einige Kilometer weiter, um z. B. die attackierenden Soldaten in ihren Basen zu enthirnen? (Auch hier mag der IQ-Gehalt der Ernte den Ausschlag geben: Welcher geniale Militärstratege hat beispielsweise den Befehl gegeben, das Alien-Mutterschiff mit einer ‚Atombombe‘ zu beschießen, die außer einem Blitz und ein bisschen Rauch nur ein Druckwellchen sowie keinerlei Todesstrahlung freisetzt?)</p>
<p><strong>Sie wissen (hoffentlich) nicht, was sie tun</strong></p>
<p>Der kluge Filmproduzent spart Geld mit Szenen, die sich darauf beschränken, die Darsteller im Gespräch zu zeigen. Das funktioniert gut, wenn das Publikum Gefühle für diese Figuren empfindet, die Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler zuvor gemeinsam entstehen ließen. Geschieht dies nicht oder misslingt es, haben wir geschmacksleer durchgekauten TV-Mainstream wie „Falling Skies“ oder eben einen Film wie „Skyline“: Die Schicksale der Figuren sind uns völlig schnuppe, und bald betrachten wir ihre Faxen als unwillkommene Intermezzos zwischen knalligen Action-Szenen.</p>
<p>Es ist den Strauses und ihren Autoren gelungen, ausschließlich unsympathische Figuren zu ungutem Leben zu erwecken. Während Donald Faison feixt &amp; zahnig grinst, wie er es in „Clueless“ gelernt und in „Scrubs“ perfektioniert hat, entwickelt sich Eric Balfour zum echten Ärgernis. Mit seinem Schafsgesicht wurde er geboren; das kann man ihm nicht zum Vorwurf machen. Leider passt es furchtbar gut zu seiner lahmarschigen Rolle. Jarrod ist eine leere Hülle (mit modischen Tattoos). Dies trifft auf die anderen Figuren ebenfalls zu, doch er spielt die Hauptrolle. Ob er über die Nachricht seiner Vaterschaft erschrickt oder wie besessen mit einem Schlackenstein Alien-Schädel einschlägt: Sein Gesichtsausdruck ändert sich kaum; er erinnert stets an einen magenkranken Marabu.</p>
<p>Die weiblichen Rollen sind austauschbar. Scottie Thompson mutiert dank Baby im Bauch zur kampflustigen Heroine, weshalb sie nicht wie Candice oder Denise irgendwann (und zur Freude des Zuschauers) aus der Handlung genommen wird – schade, sie bleibt uns auch in der bereits angekündigten Fortsetzung erhalten. (Dass es die Strauses auf einen zweiten Teil angelegt haben, ist eindeutig, denn „Skyline“ bricht dreist mitten in der Handlung mit einem Cliffhanger ab.)</p>
<p><strong>Das Hirn endet hinter den Augen</strong></p>
<p>Zumindest in einem Punkt können die Strauses mit sich zufrieden sein: „Skyline“ wirkt deutlich ‚teurer‘ als die 10 oder 11 Mio. Dollar, die in diesen Film investiert wurden. Am Himmel über Los Angeles ist mehrfach buchstäblich die Hölle los. Die volle Breite des Bildes wird mit detailscharfen Motiven gefüllt. Da lässt sich verschmerzen, dass die Aliens ein Konglomerat aus anderen Filmen oder Games bekannter Formen und Fähigkeiten sind; sie langen tüchtig hin und lassen dabei ihre digitale Herkunft meist vergessen.</p>
<p>Wer sich mit Effekten zufriedengibt, dazu über die Langmut verfügt, die Klischees und schauspielerähnlichen Bemühungen der Darsteller auszublenden, sowie die durch Trailer und Werbegetöse geschürten Erwartungen verdrängt, fährt sicherlich am besten. „Skyline“ will mehr als trashige Unterhaltung bieten, doch trotz oder gerade wegen der manchmal erstaunlichen Bilder (und eines pseudo-bombastischen Scores, dessen kümmerlich kurzes Leitmotiv sich bis zum Erbrechen des Publikums wiederholt) wird erst recht deutlich, dass es zu mehr nicht gereicht hat.<br />
<strong><br />
DVD-Features</strong></p>
<p>Die Strauses sind Film-Enthusiasten, die sich gern mitteilen. Zu der im Umfang zufriedenstellenden Sonderausstattung – sie wird dem DVD- wie dem Blu-ray-Kunden geboten, was heutzutage keineswegs selbstverständlich ist – gehört deshalb ein Audiokommentar der Brüder. Zu Wort melden sich außerdem die Autoren Liam O&#8217;Donnell &amp; Joshua Cordes. (Die trauen sich was!)</p>
<p>Interessant ist natürlich, was im Hauptfilm nicht gezeigt wird. Dies schließt die immer gern gesehenen entfallenen sowie einige alternative Szenen ein. Unter dem Menüpunkt „Pre-Visualisierung“ wird deutlich gemacht, wie die Realszenen schon mit dem Blick auf die erst später integrierten Effekte gedreht wurden.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Altitude &#8211; Tödliche Höhe</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/horror/altitude-todliche-hohe/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/horror/altitude-todliche-hohe/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 19:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovideo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5536</guid>
		<description><![CDATA[In ihrem kleinen Flugzeug geraten Pilotin Sara und vier Freunde erst in ein Unwetter, dann zwischen die Tentakel eines über den Wolken hausenden Monsters und schließlich in eine Zeitschleife, was die Zahl der Mitspieler stetig schrumpfen lässt … – Die Story ist nicht nur hanebüchen, sondern wird auch haarsträubend schlecht erzählt, was im Bund mit unterirdischen darstellerischen Leistungen sowie staunenswert erbärmlichen Spezialeffekten die Trias des unfreiwilligen Horrors kongenial komplettiert: viel heiße Luft aber keinerlei Substanz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4009750211397" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5538" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Altitude-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" /></a>Altitude &#8211; Tödliche Höhe</strong></p>
<p style="text-align: justify"><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">Altitude – Fear Is in the Air</span> (Kanada 2010)<br />
Regie: Kaare Andrews<br />
Drehbuch: Paul A. Birkitt<br />
Kamera: Norm Li<br />
Schnitt: Chris Bizzocchi<br />
Musik: Jeff Tymoschuk<br />
Darsteller: Jessica Lowndes (Sara), Julianna Guill (Mel), Ryan Donowho (Cory), Landon Liboiron (Bruce), Jake Weary (Sal), Mike Dopud (Colonel), Ryan Grantham (Bruce als Kind), Teghan Gentles (Sara als Kind), Chelah Horsdal (Mrs. Taylor), Ian Robison (Mr. Taylor), Michelle Harrison (Saras Mutter) u. a.<br />
Label/Vertrieb: <a href="http://www.eurovideo.de" target="_blank">EuroVideo</a><br />
Erscheinungsdatum: 12.01.2012 (DVD/Blu-ray)<br />
EAN: 4009750211397 (DVD) bzw. 4009750393406 (Blu-ray)<br />
Bildformat: 16 : 9 (2,35 : 1, anamorph)<br />
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)<br />
Untertitel: keine<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 87 min. (Blu-ray: 91 min.)<br />
FSK: 16</em></p>
<p style="text-align: justify"><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4009750211397" target="_blank">Titel bei Libri.de (DVD)</a><br />
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<p style="text-align: justify"><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p style="text-align: justify">Jung-Pilotin Sara plant einen Luft-Trip zum Konzert einer angesagten Band. Die flatterhafte Freundin Mel ist sofort dabei; sie wird begleitet von ihrem Freund, dem reizbaren, IQ-freien und notorisch eifersüchtigen Highschool-Ringer Sal. Mit an Bord der zweimotorigen Maschine sind außerdem Saras Cousin Cory sowie ihr Freund Bruce.</p>
<p style="text-align: justify">Der Ausflug steht unter keinem guten Stern. Die Beziehung zwischen Sara und Bruce wackelt, während Cory heimlich in Mel verliebt ist und dies ausgerechnet jetzt offenbart, was Sal erwartungsgemäß unfreundlich quittiert. Außerdem ist das Flugwetter schlecht und die Maschine ebenso gewartet. Turbulenzen lassen im Heck einen Bolzen aus seiner Halterung rutschen, der plötzlich das Höhenruder blockiert: Das Flugzeug kann nicht mehr gelandet werden, sondern muss langsam immer höher steigen, bis ihm der Sprit ausgeht, was binnen einer Stunde geschehen wird.</p>
<p style="text-align: justify">Die überforderte Sara verliert die Kontrolle, als auch das Funkgerät versagt. Der luftkranke Bruce dreht durch und muss gefesselt werden. Einziger Ausweg bleibt der Ausstieg eines Passagiers, der von außen das blockierte Ruder löst. Cory, ein versierter Bergsteiger, der zufällig sein Kletterzeug dabei hat, übernimmt den Job. Sal sichert ihn, der Coup gelingt, aber dann greift aus einer Wolke plötzlich ein Tentakel nach dem Flugzeug und bringt es ins Schlingern. Cory verliert den Halt, und in Panik kappt Sal das Seil, woraufhin der Rivale in den Tod stürzt.</p>
<p style="text-align: justify">Die übrigen Freunde wollen Sals Geschichte vom Monster im Himmel nicht recht glauben. Stattdessen werfen sie ihm Feigheit und Mord vor. Aufruhr bricht in der Maschine aus, die in nackte Panik umschlägt, als sich der Wahrheitsgehalt von Sals Schauermär enthüllt und eine gigantische, krakenähnliche Kreatur die Jagd auf das Flugzeug und dessen schmackhaften Inhalt eröffnet …<br />
<strong><br />
Fremdschämen leicht gemacht – dank Kaare Andrews</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die weltweit aktive Firma Flop Film Productions präsentiert in Kooperation mit dem sattsam bekannten Duo Wirr (Regie) &amp; Warr (Drehbuch) stolz ihr aktuelles Meister-Machwerk: „Altitude“, ein Horror-Psycho-SF-Thriller der Minderklasse, der in allen diesen Genres neue Maßstäbe zu setzen vermag.</p>
<p style="text-align: justify">Man kann in der Tat kaum fassen, mit welcher Intensität Unlogik und Unvermögen auf den Zuschauer niederprasseln. Zwar spielt sich das Geschehen in enormer Höhe ab. Dort ist die Luft dünn, was eine Erklärung (oder Entschuldigung) für dieses filmische Grauen sein könnte. Dabei ist dem Regie-Debütanten Kaare Andrews, der bisher vor allem als Comic-Autor bekannt wurde, Ehrgeiz keineswegs abzusprechen. Hat man sich nach Sichtung dieses Films ein wenig beruhigt, erkennt man durchaus, was ihm ursprünglich vorgeschwebt haben mag.</p>
<p style="text-align: justify">Freilich wird dabei ebenfalls deutlich, dass es nicht funktionieren konnte, drei völlig unterschiedliche Geschichten zu einer harmonischen Handlung zusammenzufügen. „Altitude“ will ein Katastrophenfilm (Flugzeug droht abzustürzen), Horror (Luft-Krake angelt nach unvorsichtigen Fliegern) und Science Fiction (Flugzeug steckt in einer Zeitschleife) sein. Andrews hätte sich auf eines dieser Elemente konzentrieren sollen. Stattdessen hat er sie sämtlich in den Sand gesetzt, denn um diese Eisen glühen zu lassen, brennt er ein viel zu mickriges Feuerchen ab.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Das Grauen im Detail</strong></p>
<p style="text-align: justify">Das Drehbuch ist nicht nur unausgegoren, sondern wird auch (unfreiwillig) schauerlich umgesetzt. Ungeachtet der Tatsache, dass der Zuschauer von gewissen Einfällen zunächst überrascht wird – der Krake wirkt vielversprechend –, folgt stets der Absturz in die Untiefen des Klischees. Jede Wendung ist bekannt und keineswegs beliebt, was Drehbuchautor Birkitt aber viel Arbeit sparte, da er das Geschehen wie auf Schienen voran trödeln lassen konnte.</p>
<p style="text-align: justify">Die Gesamtgeschichte beginnt rosstäuschend mit einem Knalleffekt, der – man glaubt es kaum – nicht Selbstzweck, sondern Teil der Story ist. (Erst im Finale wird wieder relevant, was man nach anderthalb Stunden qualvoller Stümperei hoffentlich niemand vergessen hat.) Anschließend schalten Andrews &amp; Birkitt zurück auf Null zurück und bleiben dort lange, langweilige Minuten, in denen sie uns fünf denkbar unsympathische Jungmenschen und ihre öden zwischenkreatürlichen – von „zwischenmenschlich“ möchte man nicht sprechen – Konflikte vorstellen.</p>
<p style="text-align: justify">Figurenzeichnung sieht bei Birkitt u. a. so aus, dass er den schweineborstenhaarigen Sal in eine College-Jacke steckt und seine Freundin Mel dauerbefummeln lässt, um ihn als Sportler-Rüpel &amp; Dummkopf einzuführen; ein Eindruck, der sich im Laufe dieses Films vollauf bestätigen wird, obwohl Sal zum Prügeln &amp; Würgen nur eine Hand frei hat – mit der anderen lässt ihn Regisseur Andrews unentwegt Büchsen mit Dünnbier knacken und aussaufen.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Hohlköpfe in dünner Luft</strong></p>
<p style="text-align: justify">Leider muss man feststellen, dass Cory jeden Hieb verdient, den Sal ihm verpasst. Schon für die Liebe zur mückenhirnigen Mel gehört er aus dem Flugzeug geworfen. Ähnlichen Zuschauerärger erregt der weichbirnige Bruce, für den Drehbuchautor Birkitt zwischenzeitlich gar keine Verwendung hat, weshalb er ihn in ein panikerzeugtes Koma versetzt. Erst wenn sich die Zeitschleife schürzt, hat Bruce seinen Auftritt – schade, dass ihn das Wolkenmonster zuvor nicht besser zu fassen bekam. Dies hätte uns auch einen Großteil jenes zwischen hysterische Schreianfälle geschnittenen Gestammels erspart, das Birkitt uns als „Dialoge“ verkaufen möchte.</p>
<p style="text-align: justify">Dem tumben Getümmel die Krone setzt die ausschließlich hübsche Sara auf. Wie sie an ihren Pilotenschein kam, ist ein Mysterium, das viel interessanter zu klären wäre als die Jagd nach dem Ding in den Wolken. Allein die Liebschaft mit dem weinerlichen Bruce würde sie bereits für die Bedienung einer Waschmaschine disqualifizieren. Daher wundert es nicht, dass Sara in der Not noch kopfloser agiert als ihre hirnlosen ‚Freunde‘. Insgesamt ist dieses Quintett so überzeugend dämlich, dass man sich die Namen der Darsteller sorgfältig zwecks Meidung anderer Filme merkt, in denen sie ihr Unwesen treiben könnten.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Tentakel-Monster ohne Grip</strong></p>
<p style="text-align: justify">Ende der 1920er Jahre schuf der Schriftsteller Howard Phillips Lovecraft (1890-1937) den „Cthulhu“-Mythos. Er entwarf ein Universum, das von bösen ‚Göttern‘ – eigentlich fremdartigen, dem Menschen unverständlichen Entitäten – bevölkert ist, die in einem ewigen Krieg verstrickt sind und von denen es einige auf die Erde verschlagen hat.</p>
<p style="text-align: justify">Zu ihnen gehört Cthulhu, ein vielarmiges Protoplasma-Wesen, das an einen gigantischen Tintenfisch erinnert und besonders hinterlistig ist. Lovecraft gelang eine Kreatur, deren Schrecken durch kluge Zurückhaltung geschürt wurde: Cthulhu zeigt sich selten persönlich, sondern wird meist mittelbar durch die Beschreibung seiner Übeltaten offenbar. Auf diese Weise kann der Leser sich sein eigenes Gedankenbild dieses Ungetüms machen.</p>
<p style="text-align: justify">In einem Film ist dies nicht ratsam. Wie man es dann (halbwegs) richtig macht, zeigte Guillermo del Toro 2004 in „Hellboy“. Hier absolvierte Cthulhu einen Gastauftritt und wurde gebührend eindrucksvoll in Szene gesetzt. Das Wolkenbiest in „Altitude“ ist im Vergleich dazu ein krudes Gebilde aus Lumpen und Billig-CGI, das nicht wie ein böser Geist, sondern wie eine mutierte Distel aussieht. Auf der anderen Seite ist dies wohl so korrekt, da es schließlich Bruces Hüttenkäsehirn entspringt.</p>
<p style="text-align: justify">Darüber hinaus muss man den Köpf über den Übermut eines Regisseurs schütteln, der nur über ein Mini-Budget gebot, sich aber in den Kopf setzte, ein spezialeffektlastiges Spektakel über den Wolken spielen zu lassen. Zwar greift Andrews oft genug auf den Alt-Trick zurück, das Geschehen als Kammerspiel auf das Innere der Flugzeugkabine zu beschränken. Dort sind wir zwar dem Terror unserer fünf Knattermimen ausgesetzt, müssen uns aber wenigstens nicht über jeglicher Physik spottende Außenreparaturen per Wäscheleine oder ein Monster ärgern, das so überzeugend wirkt wie das Urmel selig aus der Augsburger Puppenkiste.</p>
<p style="text-align: justify"><em>„Don’t Look Down“</em>, lautet der originale Untertitel dieses wolkigen Trauerspiels. Viel gefährlicher ist jedoch der Blick auf Leinwand oder Bildschirm, denn Frustration und Ärger sind keine Gefühle, die der Zuschauer durch sein Feierabendvergnügen aufgewirbelt wissen möchte. „Altitude“ ist ein Tiefflieger der schlimmsten Sorte; möge er bald an den Klippen der Filmgeschichte zerschellen!</p>
<p style="text-align: justify"><strong>DVD-Features</strong></p>
<p style="text-align: justify">In dem Bestreben, die teurer verkaufbare und somit einträglichere Blu-ray zu pushen, spielt auch dieses Label diverse Extras – „Behind the Scenes”, Interviews mit am Film Beteiligten (= Verantwortliche &amp; Täter) sowie den Trailer – nur der blauen Scheibe auf; die DVD-Kundschaft blickt ins Leere. Nachdem dies zuvor bereits anderthalb Stunden geschah – ein Zustand, der dreist als „Hauptfilm“ bezeichnet wird –, dürfte sich die Trauer derselben in Grenzen halten.</p>
<p style="text-align: justify"><em>[md]</em></p>
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		<title>Uncertain Guest &#8211; Du bist nicht allein</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/drama/uncertain-guest-du-bist-nicht-allein/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 21:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Koch Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Der psychisch labile Architekt Félix ist davon überzeugt, dass sich ein ungebetener Gast irgendwo in seinem Haus eingenistet hat. Die vergebliche Suche lässt ihn zunehmend in den Wahnsinn abdriften und eine Kette verhängnisvoller Ereignisse auslösen … – Unglaublich spannende, stets mit neuen Überraschungen aufwartende Mischung aus Mystery und Thriller: großartig geschrieben, wunderbar gespielt und bemerkenswert in Szene gesetzt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4020628974022" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5471" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Uncertain-Guest-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Uncertain Guest &#8211; Du bist nicht allein</strong></p>
<p><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">El habitante incierto</span> (Spanien 2004)<br />
Regie u. Drehbuch: Guillem Morales<br />
Kamera: Sergi Bartrolí<br />
Schnitt: Joan Manel Vilaseca<br />
Musik: Marc Vaíllo<br />
Darsteller: Andoni Gracia (Félix), Mónica López (Claudia/Vera), Francesc Garrido (Bruno), Agustí Villaronga (Martín), Minnie Marx (Senora Mueller), Pablo Derqui, Violeta Llueca, Xavier Capdet (Polizeibeamte) u. a.<br />
Label/Vertrieb: <a href="http://www.kochmedia-film.de" target="_blank">Koch Media</a><br />
Erscheinungsdatum: 06.10.2006<br />
EAN: 4020628987947<br />
Bildformat: 16 : 9 (1,85 : 1, anamorph)<br />
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch), Dolby Digital 2.0 (Spanisch)<br />
Untertitel: Deutsch<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 109 min.<br />
FSK: 16</em></p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4020628974022" target="_blank">Titel bei Libri.de</a><br />
<a href="http://www.buch24.de/1322774202-151778459/shopdirekt.cgi?id=4666680&amp;p=3&amp;t=&amp;h=&amp;kid=0&amp;klid=2&amp;sid=1" target="_blank">Titel bei Buch24.de</a><br />
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<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Gerade haben sich Félix und seine Lebensgefährtin Vera getrennt. In seinem riesigen Haus lebt der erfolgreiche aber neurotische Architekt nun allein. Die Einsamkeit geht ihm auf die Nerven, zumal er eines Abends eine Dummheit begeht: Er öffnet einem Fremden die Haustür und lässt ihn telefonieren. Als Félix nach einiger Zeit nach ihm schaut, ist der Mann verschwunden.</p>
<p>Aber hat er wirklich das Haus verlassen? Félix zweifelt, denn schon in der folgenden Nacht beunruhigen ihn seltsame Geräusche: Es klingt, als würde jemand verstohlen durch die Räume wandern Zwar kann Félix niemanden finden, doch er gerät zunehmend in Aufregung und alarmiert sogar die Polizei, die allerdings ebenfalls erfolglos sucht.</p>
<p>In seiner Angst sucht Félix erneut die Nähe zu Vera. Da sie ihn durchaus vermisst, geht sie auf seine Avancen ein. Doch als Félix eines Nachts durchdreht, sie beschuldigt, mit dem Eindringling gemeinsame Sache zu machen, und sie versehentlich verletzt, ergreift Vera die Flucht.</p>
<p>Félix verfällt endgültig in Paranoia und Panik. Er beschafft sich eine Waffe. Als er tatsächlich einen Fremden im Haus stellt, schießt er und schließt ihn verletzt auf dem Dachboden ein. Anschließend gibt Félix sein Haus auf und lebt zunächst in seinem Wagen, bis er zufällig die Identität des Eindringlings in Erfahrung bringt: Offenbar handelt es sich um den Archäologen Martín, einen Félix unbekannten Nachbarn. Félix verschafft sich Einlass in dessen Haus. Dort lebt die gelähmte Claudia, die Vera wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Sie vermisst ihren Gatten, der seit einigen Tagen nicht mehr heimgekehrt ist. Fasziniert nistet sich Félix in Claudias Heim ein. Er wird zum unsichtbaren Gast, der sich immer stärker in den Wahn steigert, dass Claudia (zu) ihm gehört …</p>
<p><strong>Die Kunst der unterhaltsamen Überraschung</strong></p>
<p>So selten sind für den altgedienten Filmfreund jene Momente, in denen er überrascht und erstaunt einen Film verfolgt, der ihm etwas Neues bieten kann, dass sie einer Offenbarung gleichkommen. „The Uncertain Guest“ versetzte zumindest diesen Rezensenten in eine beinahe euphorische Stimmung, was doppelt schwierig ist, da er ein Freund stringenter und schlüssiger Handlungen ist.</p>
<p>Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Guillem Morales zwar eine bizarre Geschichte erzählt, die er jedoch völlig plausibel entwickelt. Dies führt zu der angenehmen Enttäuschung, mit einem Film konfrontiert zu werden, dessen Handlung man nach einer Weile vorauszusagen zu können glaubt, um sich wenig später mit Wendungen konfrontiert zu sehen, mit denen so einfach nicht zu rechnen war.</p>
<p>Zur inhaltlichen Qualität kommt eine formale Umsetzung, die der Geschichte noch im kleinsten Detail zuarbeitet. Das Haus des Architekten Félix ist eine großartige Kulisse und gleichzeitig Spiegelbild seines komplexen und instabilen Charakters. Es gibt unzählige Räume, die viel zu ordentlich eingerichtet sind. Scheinbar solide Wände lassen sich bewegen, was die Übersichtlichkeit Lügen straft, und in der Nacht sorgt die Designer-Beleuchtung nicht für klare Sicht, sondern erzeugt unheimliche Schatten, aus denen sich undefinierbare Geräusche umso deutlicher herausschälen.</p>
<p><strong>Wahnsinn kennt keine Grenzen</strong></p>
<p>Wie ernst kann man eine Geschichte nehmen, die um „Wohnraum-Parasitismus“ kreist – ein Begriff, den Félix selbst in einem Moment rationaler Selbstreflexion prägt? Es stellt sich heraus, dass dies nicht der Punkt ist: Morales erteilt uns eine Lektion über die Tiefen des menschlichen Geistes, in denen sich erschreckende Kreaturen verbergen können.</p>
<p>Wahnsinn ist ein gern eingesetztes Film-Element. In der Regel kommt er freilich plakativ daher; dem Irren steht entweder buchstäblich der Schaum vorm Mund, oder er gibt den genialischen Serienkiller oder Weltenzerstörer. Tatsächlich ist Wahnsinn ein Phänomen, dessen eigentlichen Schrecken ebenfalls Félix in Worte fasst: Das eigene Gehirn lässt ihn im Stich. Es registriert und entschlüsselt nicht, was geschieht, sondern folgt eingebildeten Reizen. Auf diese Weise gehen Realität und Fiktion ineinander über, sie lassen sich nicht mehr differenzieren.</p>
<p>Schon als filmische Reise in den Wahnsinn ist „Uncertain Guest“ ein böser Trip. Doch Morales sorgt für ein zusätzliches Element der Unsicherheit: Versteckt sich womöglich doch ein ‚Untermieter‘ in dem Haus, wo er parallel zu Félix unsichtbar sein Dasein fristet? Die gegenteiligen ‚Erklärungen‘ überzeugen die Polizei oder die ungläubige Vera, aber der Zuschauer zweifelt ebenso wie Félix.</p>
<p><strong>Wahnsinn ist ansteckend</strong></p>
<p>Während wir endlich eine Erklärung für die seltsamen Ereignisse gefunden haben und darauf warten, dass Morales sie in die entsprechende Handlung umsetzt, schlägt diese plötzlich eine völlig neue Richtung ein. Félix tritt die Flucht nach vorn an. Er schaltet seinen unheimlichen Peiniger aus – und verliert darüber endgültig den Verstand. In einem genial eingefädelten Handlungsfaden verwandelt sich Félix in das Pendant seines Verfolgers. Er schleicht sich in das Haus von Martín und Claudia ein und wird selbst zum Wohnraum-Parasiten!</p>
<p>Als solcher verbreitet er Angst und Schrecken wie sein anonymes Gegenstück – und er genießt es. Plötzlich erleben wir aus der Perspektive des Täters mit, was das Opfer vormals erdulden musste, wobei Opfer und Täter nun identisch sind. Die zweite Filmhälfte spiegelt die Ereignisse der ersten wider, was dadurch unterstützt wird, dass sowohl Vera als auch Claudia von Mónica López dargestellt werden.</p>
<p><strong>Wahnsinn steckt voller Überraschungen</strong></p>
<p>Wie kann eine solche Geschichte aufgelöst werden? Morales gelingt das Kunststück. Das letzte Viertel inszeniert er als Kette unerwarteter Twists, die sich keineswegs in spektakulären Effekten und reiner Unterhaltung erschöpfen, sondern subtil eine groteske aber in sich ruhende Story plausibel abrunden.</p>
<p>Dieses Finale soll hier natürlich nicht aufgedeckt werden, zumal man ohnehin sehen muss, um glauben zu können, wie aberwitzig endet, was sieben Menschen das Leben gekostet hat, nachdem Félix erneut zum Opfer der von ihm bedrängten Pechvögel wurde, die ihre eigenen düsteren Geheimnisse hüten. Niemand spielt in diesem Film mit offenen Karten, und Wohnraum-Parasitismus ist offenbar stärker verbreitet als man geahnt hätte …</p>
<p>Für seinen Spielfilm-Erstling wurde Guillem Morales gern mit David Lynch verglichen. „Uncertain Guest“ ist jedoch kein Arthouse-Film, sondern bleibt primär der Unterhaltung verpflichtet. Macht man sich von der Erwartung frei, dass hinter dem merkwürdigen Verhalten der Protagonisten ein ‚Sinn‘ stecken muss, bleiben bei genauer Beobachtung keine Fragen, wenn die Schlusstitel einsetzen. Bis es soweit ist, überlässt Morales nichts dem Zufall, weshalb man sich „Uncertain Guest“ sehr sorgfältig und womöglich mehrfach anschauen sollte. Nebensächliche Handlungen, sinnfreies Reden, sogar Einrichtungsgegenstände im Bildhintergrund ergeben nachträglich einen Sinn bzw. Hinweise auf das eigentliche Geschehen. Da die Figuren nicht schlauer sind als der Zuschauer, wird auch ihnen dies zu spät klar.</p>
<p><strong>Kammerspiel in zwei verwinkelten Häusern</strong></p>
<p>„Uncertain Guest“ ist eine Herausforderung für die Darsteller, die in kleiner Besetzung eine komplexe Handlung stimmig tragen müssen. Die meiste Zeit sehen wir Andoni Gracia als Félix und Mónica López zusammenspielen, an die in ihrer Doppelrolle besondere Ansprüche gestellt werden.</p>
<p>Gracia ist zunächst erschütternd überzeugend als Opfer einer tatsächlichen oder eingebildeten Heimsuchung, während er später erschreckend glaubhaft in der Rolle des Stalkers wirkt. Der psychische Verfall wird nur selten durch entsprechende Ausbrüche ‚verdeutlicht‘, sondern teilt sich in Félix‘ Verhalten und Äußerungen mit, die Paranoia und Misstrauen in einem verhängnisvollen Aufschaukeln zeigen: Der Wahnsinn wohnt – die Realität zeigt es – gern und lange unbemerkt hinter unauffälligen Gesichtszügen.</p>
<p>Das Spiel der Nebenfiguren fügt sich noch in den kleinsten Rollen harmonisch und mit katastrophalen Folgen in das Geschehen ein. Mitleid will sich beim Zuschauer nur selten einstellen. Die Figuren fordern ihr Schicksal durchaus selbst mit heraus. Allerdings schlägt es in der Realität kaum so konsequent und erbarmungslos wie unter Morales‘ Anleitung zu.</p>
<p>An einer ähnlich verwickelten und abrupt kehrtwendenden Geschichte versuchte sich Morales 2010 in „Los ojos de Julia“ (‚dt.‘ „Julia’s Eyes“). Wiederum waren Inszenierung und Schauspiel erlesen, doch dieses Mal zerfiel der Film zu deutlich in zwei Abschnitte. „Uncertain Guest“ bleibt in jeder Hinsicht das bessere Werk.</p>
<p><strong>DVD-Features</strong></p>
<p>Die Extras zum nur als DVD veröffentlichten Film sind karg, doch das knapp viertelstündige „Making-of“ wird der Zuschauer dankbar zur Kenntnis nehmen, werden hier doch wichtige und interessante Hintergrundinformationen gegeben. (Leider fehlt die Antwort auf die Frage, wieso „El habitante incierto“ – „Der ungewisse Gast“ – in Deutschland mit „Uncertain Guest“ ‚übersetzt‘ wird.) Weniger wichtig sind der Trailer zum Film und eine Bildergalerie (ca. 100 Fotos), die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit niemand ansehen wird.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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		<title>BLUE MOON &#8211; Als Werwolf geboren</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/horror/blue-moon-als-werwolf-geboren/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/horror/blue-moon-als-werwolf-geboren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 09:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J. Schäfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>

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		<description><![CDATA[BLUE MOON &#8211; Als Werwolf geboren
Regie: Joe Nimziki
Darsteller: Landon Liboiron, Lindsay Shaw, Ivana Milicevic u.a. 
DVD FACTS:
Genre: Fantasy;
Produktion: USA 2011;
Laufzeit: ca. 92 Minuten;
FSK: 12;
Bildformat: 16:9 (1,85:1);
Tonformat/ Sprache: Deutsch: DTS, DD 5.1; Englisch: DD 5.1; Untertitel: Deutsch;
DVD-Extras: Trailer;
Bestellnr.: 22558;
 
BLU-RAY / 3D BLU-RAY FACTS:  
Laufzeit: ca. 95 Minuten.;
Bildformat: 1080p/24 (1,85:1);
Tonformat/Sprache: Deutsch: DTS HD MA 7.1, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BLUE MOON &#8211; Als Werwolf geboren</strong><strong><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4041658225588" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5424" title="Blue Moon_xl" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Blue-Moon_xl-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a></strong><br />
<strong>Regie: Joe Nimziki<br />
Darsteller: Landon Liboiron, Lindsay Shaw, Ivana Milicevic u.a. </strong></p>
<p><em>DVD FACTS:<br />
Genre: Fantasy;<br />
Produktion: USA 2011;<br />
Laufzeit: ca. 92 Minuten;<br />
FSK: 12;<br />
Bildformat: 16:9 (1,85:1);<br />
Tonformat/ Sprache: Deutsch: DTS, DD 5.1; Englisch: DD 5.1; Untertitel: Deutsch;<br />
DVD-Extras: Trailer;<br />
Bestellnr.: 22558;</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>BLU-RAY / 3D BLU-RAY FACTS: </em> <em><br />
Laufzeit: ca. 95 Minuten.;<br />
Bildformat: 1080p/24 (1,85:1);<br />
Tonformat/Sprache: Deutsch: DTS HD MA 7.1, Englisch: DTS HD MA 5.1;<br />
Untertitel: s.o.;<br />
BD-Extras: s.o.;<br />
Bestellnummer: 29558 (BLU-RAY); 27558 (3D BLU-RAY);</em></p>
<p>1. Dezember 2011 &#8211; DVD-Video</p>
<p><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4041658225588" target="_blank">DVD bei Libri.de</a><br />
<a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=2591&amp;site=2701&amp;type=text&amp;tnb=8&amp;pid=4041658275583" target="_blank">BLU-Ray+3d bei Libri.de</a></p>
<p><strong>Die Story:</strong></p>
<p>Will  ist  ein  schüchterner Teenager,  der  kurz  vor  dem Highschool-Abschluss  steht.  So  traut  er  sich  lange  nicht,  seinen  großen Schwarm,  die  hübsche  und  selbstbewusste  Eliana,  anzusprechen. Bei  einer  Party  kommen  sich  die  beiden  endlich  näher.  Doch  als plötzlich  das  Licht  ausgeht,  werden  die  Schüler  von  etwas Unbekanntem  angegriffen  und  Will  entdeckt,  dass  eine  seltsame Veränderung in ihm vorgeht. Er ist dabei, sich in einen Werwolf zu verwandeln.  Für  Will  beginnt  ein  Kampf  ums  Überleben,  gegen seine Verwandlung und vor allem um  seine Liebe zu Eliana. Denn die Werwölfe versuchen erbarmungslos, Will auf  ihre dunkle Seite zu ziehen…</p>
<p>Das  neuste Werk  von  Joe Nimziki  vermischt  gekonnt  ein  spannendes Werwolf-Abenteuer mit  einer romantischen  Liebesgeschichte  zwischen  zwei  Teenagern.  Ein Muss  für  alle  Fans  der  „Twilight“-Triologie.  In  BLUE  MOON  glänzen  neben  Landon  Liboiron  („Degrassi:  The  Next  Generation“) Lindsay  Shaw  („10 Dinge  die  ich  an  dir hasse“)  und  die  aus „Casino Royale“  und „Vanilla  Sky“ bekannte Ivana Milicevic in den Hauptrollen.</p>
<p><strong>Meine Meinung:</strong></p>
<p>Als ich den Titel gelesen habe und mir klar war, dass es in dem Film nur um Werwölfe geht, habe ich innerlich jubiliert. Gehen mir doch diese ganzen Filme bezüglich des Vampirhypes doch langsam aber sicher auf die Nerven. Bei BLUE MOON habe ich auf gute, actiongeladene Szenen voller Untiere, die ihre Triebe nicht, oder nur schwerlich, kontrollieren können gehofft, die egozentrisch durch das Leben ziehen und dabei das Tier im Menschen herauslassen. Selbstaufopferung? Nein danke, ich kau lieber noch ein wenig auf den Knochen meines letzten Opfers&#8230;Leider wurde ich hier ein wenig enttäuscht, da der wilde Wolf sich stellenweise eher wie ein zahmes Schoßhündchen verhielt und seiner wahren Liebe, der er schon ach so viele Jahre hinterherschmachtet, treu hinterherdackelt. Gegen Ende hat mich der Film aber doch noch gepackt, nicht etwawegen der (leider) vorhersagbaren Wendung, sondern aber weil gerade so viele Fragen offen gelassen wurden, dass ich auf eine Fortsetzung hoffe, die diese abdecken werden.</p>
<p><strong>Mein Fazit:</strong></p>
<p>Ein Film mit Potenzial für eine Fortsetzung.</p>
<p>[JS]</p>
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<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">BLUE MOON &#8211; Als Werwolf geboren<br />
Regie: Joe Nimziki<br />
Darsteller: Landon Liboiron, Lindsay Shaw, Ivana Milicevic u.a.</div>
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		<title>Director’s Cut</title>
		<link>http://www.filmbesprechungen.de/horror/director%e2%80%99s-cut/</link>
		<comments>http://www.filmbesprechungen.de/horror/director%e2%80%99s-cut/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 19:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Drewniok</dc:creator>
				<category><![CDATA[FSK18 & k.J.]]></category>
		<category><![CDATA[Filmbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Mystery]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[M. I. B.]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.filmbesprechungen.de/?p=5336</guid>
		<description><![CDATA[Skrupelloser Nachwuchs-Regisseur verkauft seine Filmcrew dem Teufel, der die Pechvögel in Gestalt eines Teenie-Schlitzers heimsucht und niedermacht ... – Originell soll sein, dass dies in einem Horrorfilm geschieht und sich tödlich in der ‚Realität‘ widerspiegelt, doch blanker Dilettantismus vor und hinter der Kamera vernichten sowohl die Handlung als auch des Zuschauers Langmut so effektiv wie der Einsatz atomarer Waffen: Zeit- und Geldverschwendung!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify"><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=4044404153210&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img class="alignright size-medium wp-image-5340" src="http://www.filmbesprechungen.de/wp-content/uploads/Directors-Cut1-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Director’s Cut</strong></p>
<p><em>Originaltitel: <span style="color: #800080">Director’s Cut</span> (Argentinien 2006)<br />
Regie: Hernán Findling<br />
Drehbuch: Hernán Findling u. Pablo Monlezún<br />
Kamera: Alejandro Millán<br />
Schnitt: Hernán Findling u. Lurdes Prado Mendez<br />
Musik: Pablo Isola<br />
Darsteller: Andres Bagg (Matt Lando), Daniel Young (John), Ezequiel Campa (Zack), Maxime Seugé (Billy), Pablo Saavedro (Julien), Paula Marcenado (Kate), Veronica Mari (Jen), Mariana Levy (Laura), Federico Ali (Diego) u. a.<br />
Label: New Age 21<br />
Vertrieb: M.I.B. &#8211; Medienvertrieb in Buchholz<br />
Erscheinungsdatum: 06.11.2008 (DVD)<br />
EAN: 4044404153210<br />
Bildformat: 16 : 9 (1,78 : 1   anamorph)<br />
Audio: Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)<br />
Untertitel: keine<br />
DVD-Typ: 1 x DVD-9 (Regionalcode: 2)<br />
Länge: 88 min.<br />
FSK: Keine Jugendfreigabe</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=4044404153210&amp;tag=hppdirekt&amp;index=blended&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank">Titel bei Amazon.de</a></p>
<p><strong>Das geschieht:</strong></p>
<p>Noch jung an Jahren und von Ehrgeiz zerfressen arbeitet Matt Lando an seiner Karriere als Horrorfilm-Regisseur. Er ist kein angenehmer Zeitgenosse aber sehr fähig hinter der Kamera, weshalb ihm sein kleines Team und einige hoffnungsvolle Noch-nicht-Schauspieler kostenlos ihre Zeit und ihre Talente zur Verfügung stellen.</p>
<p>Aktuell arbeitet man an einem klassischen Splatter: In einer verlassenen Schule geht ein vermummter Killer um und jagt diverse Schülerinnen. Darsteller Julien geht so in seiner Rolle auf, dass er bei seinen Mitspielerinnen gleichermaßen gefürchtet wie verhasst ist. Doch der Dreh ist jetzt zu Ende, und Matt lädt die Crew zur Ansicht des Rohschnitts ein, den er persönlich in der Abgeschiedenheit seines außerhalb der Stadt gelegenen Hauses erledigte.</p>
<p>Die erwartungsfrohen Gäste erblicken dabei überrascht Szenen, die sie nie gedreht haben. Auf dem Bildschirm werden plötzlich nicht nur die Schauspielerinnen Kate und Jen, sondern auch die Crewmitglieder vom Killer gejagt. Schlimmer noch: Jede Wunde, die dieser seinen Opfern im Film zufügt, zeigt sich auch beim ‚realen‘ Spiegelbild!</p>
<p>Bis sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat, sind bereits einige Anwesende in riesigen Blutlachen verröchelt. Der Verdacht der Überlebenden richtet sich erwartungsgemäß auf Julien, der freilich seine Unschuld beteuert. Tatsächlich ist es Matt, der mehr weiß, als er zugeben möchte. Mit Hilfe des dämonischen „Black Magic Cut”-Filmschnitt-Programms will er sein Werk zum Blockbuster aufwerten. Da er den Preis –  Menschenseelen – nicht selbst zahlen muss, ließ er sich gern auf den Handel ein. Der Film wird nun bis zum bitteren Ende laufen, abschalten lässt er sich nicht. Verzweifelt sucht die dahin schmelzende Schar der Crew nach einem Ausweg, um zu überleben und den Teufel um seine Beute zu betrügen &#8230;</p>
<p><strong>Digitaler Abfall für ahnungslose Opfer</strong></p>
<p>Seit es ihn gibt, stellt sich der Mensch – manchmal offen, meist nicht – die Frage, ob er (oder sie) womöglich ‚besser‘, d. h. klüger, moralischer, fähiger als seine Zeitgenossen ist. Das hat bekanntlich zu schauerlichen Gräueln geführt, obwohl die Antwort recht einfach ist: Nein, im Durchschnitt sind alle Menschen Brüder &amp; Schwestern im Denken und Handeln. Das ist eine pompöse Einleitung zu einem Film, der im Grunde sprachlos macht. Doch irgendeinen Sinn muss „Director’s Cut“ erfüllen. Da es Unterhaltung nicht sein kann, könnte es eben diese Bestätigung sein, dass alle Menschen gleich sind – in diesem Fall dämlich.</p>
<p>Zumindest der Zyniker benötigt diese Bestätigung nicht; der Rest des Publikums hätte gern auf sie verzichtet. In Buenos Aires haust der Mann, der für „Director’s Cut“ verantwortlich zeichnet. Hernán Findling heißt er, obwohl er, dies sei vorab erwähnt, nur in einem Punkt so etwas wie Einfallsreichtum zeigt: „Director’s Cut“ ist ein Begriff aus dem Filmhandwerk. Er bezeichnet die eigentliche Schnittfassung eines Films, der zuvor z. B. aus kommerziellen Gründen in anderer Version veröffentlicht wurde und erst jetzt diejenige Form erhält, die der Regisseur („director“) als ursprünglich Verantwortlicher ihm geben wolle.</p>
<p>„Director’s Cut“, der Film im Film, ist das Werk seines Regisseurs Matt Lando. Der hat seine Seele dem Teufel verkauft, um den Durchbruch zu schaffen. Man wünscht sich fast, Findling wäre seinem Beispiel gefolgt um sein krauses Blödwerk in einen Film zu verwandeln, der seinem Publikum nicht nur anderthalb Stunden ihres Lebens raubt, sondern zusätzlich ungesund für Zuschauer mit hohem Blutdruck ist. (Gilt die Erwähnung des Teufels als Spoiler? Werden mögliche Zuschauer deshalb enttäuscht auf ein Anschauen verzichten? Gern geschehen!)</p>
<p><strong>Endlose Liste des Versagens</strong></p>
<p>Wo soll man nur mit der Kritik beginnen? Mit der Story? Die ist nicht unbedingt schwachsinniger als die Plots von Horrorfilmen, die heute als Klassiker gelten. Der Teufel hat sich schon krudere Methoden des Seelenfangs ausgedacht, und der „Film im Film“ oder verschiedene und doch miteinander verbundene Existenzebenen sind bewährte Elemente des Genres. Es kommt darauf an, wie Schwachsinn umgesetzt wird. Findling hat davon in doppelter Hinsicht keine Ahnung. Als Drehbuchautor versagt er darin, seiner Geschichte Struktur und Schwung zu verleihen, als Regisseur ist er außerstande, sie in packende oder wenigstens spannend anzuschauende Szenen zu verwandeln.</p>
<p>Geldmangel mag eine Ursache sein. „Director’s Cut“ kennt nur zwei Drehorte: Matt Landos Haus und eine heruntergekommene Schule. Auch daraus könnte ein talentierter Regisseur-Schrägstrich-Drehbuchautor etwas machen. In unserem Fall regiert ausschließlich Ratlosigkeit, und die gebiert Langeweile. Die Kulissen wurden offensichtlich so eingesetzt, wie sie vorgefunden wurden. Einige wahllos auf dem Mobiliar verteilte Film-Props sollen das Heim eines Regisseurs markieren. Damit der Zuschauer dies auch bemerkt, werden sie ihm buchstäblich unter die Nase gehalten.</p>
<p>Bild- und Tonqualität zeigen ein Niveau, das sich etwa mit einer Digitalkamera aus dem Supermarkt erreichen lässt. Dabei wurde „Director’s Cut“ augenscheinlich eigens für den Weltmarkt konzipiert (wie auch immer der in diesem Fall aussehen mag); auf der hierzulande vertriebenen DVD findet man nicht einmal eine spanische, sondern nur eine deutsche und eine englische Tonspur. (Leider nicht mit getilgt wurde die Filmmusik, die den Tatbestand der akustischen Umweltverschmutzung erfüllt.)</p>
<p>Letzteres wirkt logisch, da „Director’s Cut“ nach dem Willen seines Schöpfers in den USA spielen soll. Namen wie „Matt“, „Zack“ oder „Kate“ sollen dies suggerieren, auch wenn die Gesichtszüge der Darsteller dies beim besten Willen nicht bestätigen wollen; ‚spanischer‘ als Paula Marcenado kann beispielsweise kaum ein Mensch aussehen.</p>
<p>‚Ausgewaschene‘ Farben sind im Film oft ein gewolltes Gestaltungsmerkmal. Hier entlarven sie zusammen mit Unschärfen oder ständig wechselnden Ausleuchtungen ein Filmteam, das ebenso zusammengewürfelt und unfähig ist wie Matt Landos Truppe.</p>
<p>In der deutschen Synchron-Fassung wird der unerfreuliche Gesamteindruck kongenial abgerundet: Angeheuert wurden möglicherweise ausschließlich Sprecher, die Stimmfestigkeit zuvor in einem Call-Center unter Beweis gestellt hatten. Sollte sich in irgendeiner Szene wider Erwarten doch einmal Spannung und Gruselatmosphäre einschleichen, machen ihr diese Folterknechte der deutschen Sprache ebenso systematisch wie monoton den Garaus.</p>
<p><strong>Darsteller aus der Zwischenwelt</strong></p>
<p>Wie der Herr, so’s Gescherr, lautet ein altes Sprichwort. Findling versammelt vor der Kamera eine Riege junger Männer und Frauen, die man nur als ‚Schauspieler‘ bezeichnen möchte, wenn man dieses Wort in Anführungsstriche setzt. ‚Spiel‘ beschränkt sich entweder auf mimische Leere oder übertriebene, Haare raufende Hysterie (was übrigens wörtlich gemeint ist: zeitweise schubst ein auf diese Weise Panik vorgebender Hausgast einen anderen aus der Szene, der bisher in besagtem Haupthaar wühlte).</p>
<p>Oder belegt dieses Chargieren die Ratlosigkeit von Darstellern, die ihre Dialoge womöglich improvisieren mussten, weil das Drehbuch an diesen Stellen nur weiße Stellen aufwies? Falls Findling damit unmittelbar spürbare Authentizität erreichen wollte, hat er sich abermals mächtig geirrt. Die fehlende Interaktion zwischen den Schauspielern trägt zusätzlichen ihren Teil dazu bei, dass neunzig Minuten Filmzeit wie ein Vorgeschmack auf die Ewigkeit wirken.</p>
<p>Wahrscheinlich sind die Darsteller schlicht schlecht. Es sind Neulinge, oft haben sie vor „Director’s Cut“ noch nie in einem Film gespielt. Sie schenken alle einander nichts. Sollte man jemanden herauspicken, so fiele die Wahl sicherlich in 99 von 100 Fällen auf Maxime Seugé als „Billy“. Mit seiner Krauskopf-Frisur, die an ein geplatztes Sofakissen erinnert, sieht er per se bescheuert aus, aber er muss auch noch die Rolle übernehmen, die Hollywood dem Alibi-Schwarzen der Gruppe übertragen hätte, und durch ostentativ zur Schau gestelltes Ungeschick und noch einmal gesteigertes Grimassieren für Heiterkeit sorgen – muss angemerkt werden, wie kontraproduktiv das Ergebnis ausfällt?</p>
<p>In gewisser Weise zeichnet „Director’s Cut“, der Film, den wir aushalten müssen, sicherlich die realen Dreharbeiten nach. „Guerilla-Filmemachen“ nennt sich dieses Verfahren, bei dem alle Mittel recht sind, solange sie nur billig bleiben. Amateure versuchen sich als Profis, und manchmal lernen sie’s ja auch. Nur: Warum muss der Zuschauer mit diesem Prozess gequält werden?</p>
<p><strong>Vom (unfreiwilligen) Segen der Zensur</strong></p>
<p>„Director’s Cut“ erhielt in seiner deutschen Inkarnation keine Jugendfreigabe. An den Spezialeffekten kann es eigentlich nicht liegen, denn die zuständigen Splatter-Hexer haben ihr Handwerk höchstens in einem Kasperle-Theater erlernt. Die auf Film gebannten Bluttaten wirken nur deshalb schrecklich, weil sie so stümperhaft geraten sind. Keine Sekunde können sie überzeugen. Das merkt der Zuschauer auch deshalb so genau, weil in der zweiten Filmhälfte alle bisher erfolgten Morde einerseits Bild für Bild wiederholt und andererseits mit weiteren Stichen und Schreien erweitert werden – als Director’s Cut im „Director’s Cut“ quasi.</p>
<p>Das tarnt Findling als ‚Erinnerung‘ und spart dabei viele Filmminuten, die er ansonsten mit Handlung hätte füllen müssen; es fällt schwer zu entscheiden, welche Alternative schrecklicher ist. Die in der Wiederholung blutiger geratenden Metzeleien lassen übrigens die Frage aufkommen, ob der deutsche Zensor – in der zweiten Filmhälfte vom Notfallsektor seines Hirns in rettenden Schlummer versetzt – diese überhaupt registriert hat. Daher bleibt nur die Annahme, dass hier nicht wie üblich Zensur zum Zwecke des Spielverderbens betrieben wird, sondern zumindest der noch jugendliche Teil des potenziellen Publikums vor einem wirklich schäd- und schändlichen Machwerk bewahrt werden soll.</p>
<p><strong>DVD-Features</strong></p>
<p>Klug hüllen sich diejenigen, die das Fiasko namens „Director’s Cut” verschuldeten, in Schweigen. Es gibt weder einen Audiokommentar noch ein „Making of“. Nicht einmal eine Website lässt sich finden. Stattdessen wurde eine Bildergalerie auf die DVD gebrannt, die den Geist des Hauptfilms kongenial aufnimmt: Sie ist absolut sinnlos und scheint nur beliebige Einzelbilder desselben wiederzugeben. Einziger Unterschied: Die Bildqualität ist noch miserabler als die des Hauptfilms.</p>
<p><em>[md]</em></p>
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