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Beste Zeit

Erstellt von Günther Lietz am Mittwoch 25. Februar 2009

Beste Zeit

Darsteller: Rosalie Thomass, Anna Maria Sturm, Ferdinand Schmidt-Modrow
Regie: Marcus H. Rosenmüller
FSK: 6
Produktion: Deutschland 2007
Label: Constantin

Komponist: Gerd Baumann
Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Unknown), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Highlight
DVD-Erscheinungstermin: 31. Januar 2008
Spieldauer: 91 Minuten

„Das Dorf ruft!“, so müsste dieser Film eigentlich heißen. Dass das Dorf dazu noch bayrisch ist, ist weniger für die Geschichte wichtig als für die Hörgewohnheiten der Zuschauer. „Beste Zeit“ ist ein Heimatfilm, der nicht auf die Heimat pocht, sondern eher die leidige Pubertät der Hauptrollen unter die Lupe nimmt. Die Pubertät auf dem Lande ist dabei genauso unspektakulär wie in der Stadt oder auf dem Mond. Für die Hauptrolle Kathi bietet sich allerdings die Alternative Amerika. Den Zuschlag hat sie, und so sitzt sie quasi auf gepackten Koffern, um die restlichen Wochen auf dem Dorf über die Runden zu bringen.

Regisseur Rosenmüller präsentiert uns wieder einen ruhigen Film. Nach Dreiviertel der Zeit staunt man allerdings, wie wenig bisher passierte, sieht man von den gängigen Pubertätszicken ab, die wirklich keiner mehr sehen will. „Stille Zeit“, äh ich meine „Beste Zeit“ ist keine Komödie, denn dann wäre der Film lustig. Ein Drama ist der Film aber auch nicht, denn dann wäre er irgendwie dramatisch. Der Film erstickt letztendlich an Belanglosigkeit. Auf der Suche nach seinem Inhalt wird er nicht fündig, nichts passiert hier, was es rechtfertigt, einen Spielfilm darüber zu drehen.

Gern würde ich etwas über die Handlung schreiben, aber es gibt schlicht keine. Der Film tröpfelt vor sich hin und keiner der Beteiligten merkt, dass das Fass überläuft. Mit nichts! Wer bis zum Schluss durchhält, darf sich einen Orden basteln, aber nur aus Papier. Daraus lässt sich dann prima ein Flieger falten, und wenn der aus dem Fenster rauscht, könnt ihr hinterher schauen und feststellen, dass dieser Papierflieger mehr zu bieten hat, als dieses Handpuppentheater mit echten Menschen und Traktoren.
(Hagen Bonn)

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