Cargo – Da draussen bist du allein

Atlantis Pictures (Schweiz, 2009)
Ascot Elite Home Entertainment
Special Edition: 2 DVD´s, Science Fiction
Laufzeit 110 min.; Deutsche Sprache
Extras mit dt. Untertitel
FSK: ab 16 freigegeben
Bild 16:9 Cinemascope
Regiseur: Ivan Engler
Darsteller: Anna Katharina Schwabroh, Martin Rapold, Regula Grauwiller,
Pierre Semmler, Michael Finger, Claude-Oliver Rudolph
EAN-Code 7613059801103
Erscheinungstermin Kauf-DVD: 15. April 2010

http://www.ascot-elite.de/

Das Cover wirbt mit den Schlagworten „Gewaltig und beeindruckend“, welche von H.R.Giger stammen sollen, dem Oscar-Preisträger für die Gestaltung und Optik im SF-Horror-Thriller „Alien“.

Es ist ein bisschen mutig, wenn nicht gar einfach unverfroren, CARGO mit Hinweisen auf diesen Klassiker des SF-Horrors zu schmücken oder gar auf eine Stufe zu stellen. Doch zuerst zur Handlung.

Nachdem auf der Erde das Ökosystem zusammengebrochen ist, hat sich der größte Teil der Menschheit in riesige orbitale Raumstation geflüchtet, die naturgemäß völlig überfüllt sind und auf denen katastrophale Zustände herrschen. Um diesem menschenunwürdigen Dasein zu entfliehen, versuchen viele nach RHEA, einem 5 Lichtjahre entfernten, paradiesischen Planeten, zu fliegen.

Doch die junge Ärztin Laura ist mit einem Frachtraumschiff nicht nach RHEA unterwegs, auf dem ihre Schwester mit ihrer Familie wohnt und auf sie wartet, sondern zur entfernten Raumstation 42. Der Rest der Frachterbesatzung liegt im Tiefschlaf und erst in 4 Monaten wäre Lauras Schicht zu Ende. Doch Laura ist nicht alleine an Bord…

Mehr kann ich an dieser Stelle nicht verraten, um denjenigen, welche den Film wirklich sehen wollen, das bisschen zu verraten, was da noch kommt, denn viel ist es nicht. Und daran krankt auch CARGO. Die Story ist zu dünn, der Rest ist durchaus gut gemacht. Die wenigen Special Effects sind sauber, die Orbital-Raumstation, der Frachter und das dreckige, bewusst heruntergekommen gestaltete Design im Inneren sind durchaus stimmig. Ein wenig hausbacken wirken die Anzüge der Besatzung.

Die Schauspieler sind leider das größte Manko: Die Gestik und Mimik sind allenfalls als flach zu bezeichnen, die Dialoge ohne passende oder gar glaubhafte Emotionen. Dazu sind der gesamte Sound und die praktisch nicht vorhandene Filmmusik wenig erbauend und liefern nichts, was dazu beitragen könnte, so etwas Ähnliches wie Spannung aufzubauen. Sich vage andeutende Überraschungseffekte verpuffen im Nichts und das Ende ist für eingefleischte SF-Konsumenten vorhersehbar. Das Urteil von „Sunday Paper“ (mir leider völlig unbekannt) lautet: „Hollywood hat mit Regisseur Ivan Engler einen neuen Roland Emmerich entdeckt“. Ich will Engler ja nicht schlecht machen, aber um Emmerich auch nur die Schuhe zubinden zu dürfen, muss er noch um Einiges zulegen.

Alles in allem nicht unbedingt sehenswert, technische durchaus gut hergestellt, Schauspieler und Regisseur müssten aber noch mal auf die Schauspielschule und in die Lehre bei Emmerich gehen. Oder bei Spielberg, oder bei Georg Lucas, oder bei Peter Jackson, oder bei Luc Besson, oder bei…

Extras
Making Of, Behind the Scene, Featurette, Entfallene Szenen, & Bloopers, Dia Galerie, Original Trailer & TV Spots, Exklusive TV Berichte, Trailershow, Verkaufshülle mit 3D-Bild.

Copyright © 2010 by Werner Karl

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