Der Kriegsfilm "1917" hat etliche Auszeichnungen erhalten (unter anderem Golden Globes und Oscars) und kommt auf Rotten Tomatos' Tomatometer (Stand zum Zeitpunkt des Verfassens dieser kleinen Kritik) auf 89%. Das sollte eigentlich für sich sprechen, spiegelt aber eher die Liebe der Jurys zu Pathos und Handwerk, sowie der Fähigkeit der willentlichen Aussetzung der Ungläubigkeit (engl. suspension of disbelief) der Zuschauer wieder. Das was den Film tatsächlich auszeichnet ist die vermeintlich perfekte technische Umsetzung einer Plansequenz. So versucht Regisseur Sam Mendes von Anfang bis Ende zu suggerieren, dass es keinen Schnitt gibt und alles auf eine lange Kamerafahrt hinausläuft. Ganz offensichtlich ist dem nicht so, was spätestens erkennbar wird, wenn einer der Protagonisten die Besinnung verliert und es zu einer langen Schwarzblende kommt. Aber auch an anderen Stellen ist immer wieder erkennbar, dass es zu einem versteckten Schnitt kommt. Trotzdem ist "1917" überaus ambitioniert und in seiner langen Kamerafahrt beeindruckend. Irgendwann…
Weiterlesen