Weil „Die Mumie“ zwei Jahre zuvor so erfolgreich war, wurde prompt eine Fortsetzung nachgeschoben. Diese spielt 1933, also sechs Jahre nach den letzten Ereignissen um „Die Mumie“. Rick und Evenlyn sind verheiratet. Sie haben sogar ein Kind, den achtjährigen Alex. Und ja, ich weiß, ich kann auch rechnen. Aber Plausibilität ist kein Pfund, mit dem „Die Mumie kehrt zurück“ wuchern kann.

Die Handlung ist diesmal etwas komplexer, aber deswegen nicht unbedingt besser. Kurz gesagt wollen die Bösen diesmal den sagenhaften Skorpionkönig besiegen, um somit die Armee des Anubis zu übernehmen. Dafür wird Imhotep erneut erweckt, denn er soll diesen Kampf fechten. Da Alex einen Armreif trägt der den Weg zum Skorpionkönig weist, das Schmuckstück aber nicht abnehmen kann, wird der Junge entführt. Rick und Evy ziehen also los, um ihren Sohn und danach die Welt zu retten.

Ich muss sagen, ich finde die Geschichte grottig schlecht. Aber sie folgt hier einfach dem restlichen Film, der nicht durch Originalität punkten will, sondern einfach von allem eine Schippe draufpackt: Mehr Mystik, mehr Action, mehr Wüste, mehr Kitsch. Die ganze Sache bleibt zwar irgendwie noch unterhaltsam, aber nicht mehr haften. Die Spritzigkeit des Vorgängers ist zudem weg. Der Film wirkt nicht mehr locker, sondern stellenweise gezwungen. Offensichtlich hat man sich überlegt, was am letzten Film so halbwegs gut war … und dass dann in Massen in einen Topf geworfen und herumgerührt. Und weil es ja um eine Mumie geht, muss da auch irgendwie ein Bezug entstehen, egal wie unpassend. Und weil Imhotep eine verdammt geile böse Mumie war, muss er nochmals herhalten. Ach, hätten sie doch wenigstens eine andere Mumie ausgegraben. Das ist alles so, na ja, so unoriginell.

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Die Mumie kehrt zurück
Originaltitel: The Mummy Returns

Produktionsland: USA (2001)
Länge: 129 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: Stephen Sommers
Drehbuch: Stephen Sommers
Produktion: Sean Daniel, James Jacks
Musik: Alan Silvestri
Kamera: Adrian Biddle
Schnitt: Ray Bushey III, Bob Ducsay, Kelly Matsumoto

Brendan Fraser (Richard „Rick“ O’Connell), Rachel Weisz (Evelyn O’Connell/Nefertiri), John Hannah (Jonathan Carnahan), Arnold Vosloo: Imhotep Alun Armstrong (Kurator Baltus Hafez), Freddie Boath (Alexander „Alex“ O’Connell), Oded Fehr (Ardeth Bay), Patricia Velásquez (Meela Nais/Anck-Su-Namun), Dwayne Johnson (Mathayus, der Skorpionkönig)