Rheinland-Pfalz, Anfang der 1950er Jahre: Als hunderttausende US-Soldaten in der streng religiös geprägten Provinz stationiert werden, prallen zwei Welten aufeinander. Der ‚American Way of Life‘ hält Einzug in die Kleinstadt Kaltenstein und ebnet den Weg zu individueller Freiheit, Freizügigkeit und Kapitalismus im Nachkriegs-Deutschland. Innerhalb der Chronik dieser Zeitenwende erzählt EIN HAUCH VON AMERIKA die ergreifende Geschichte der Freundschaft zweier junger Frauen, die ihren Platz in der neuen Gesellschaft suchen. Bauerntochter Marie nimmt eine Stelle auf der Base an und begegnet dem schwarzen GI George, der in Deutschland zum ersten Mal Freiheit erlebt, innerhalb des Militärs aber weiterhin mit Rassismus zu kämpfen hat. Ihre beste Freundin Erika, Tochter des Bürgermeisters, empfängt die Amerikaner mit offenen Armen, stürzt sich in das blühende Nachtleben und träumt von einem Leben in den Staaten. Doch in den Wirren der Zeit machen die Freundinnen eine gegenläufige Entwicklung: Während sich Marie durch die aufkeimende Liebe zu George und ihren Job bei Colonel McCoy und dessen kultivierter Frau Amy neue Horizonte eröffnen und sie sich von ihrer Jugendliebe Siegfried und ihrer bäuerlichen Herkunft emanzipiert, wird Erika in ihrem Freiheitsdrang von ihrer katholisch-konservativen Mutter gebremst und droht, an den Normvorstellungen und Rollenbildern zu zerbrechen.

Die historische Dramaserie EIN HAUCH VON AMERIKA ist ein facettenreiches Sittengemälde und konfliktgeladenes Melodram, das hochaktuelle Themen wie Emanzipation und Rassismus in einen großen historischen Kontext und eine spannende Geschichte bettet.

Hauch Von Amerika/ DVDs – Elisa Schlott (Darsteller), Reomy D. Mpeho (Darsteller), Dror Zahavi (Regisseur) Alterseinstufung: Freigegeben ab 12 Jahren Format: DVD
Seitenverhältnis ‏ : ‎ 16:9
Alterseinstufung ‏ : ‎ Freigegeben ab 12 Jahren
Produktabmessungen ‏ : ‎ 13.6 x 19 x 1.4 cm; 91 Gramm
Regisseur ‏ : ‎ Dror Zahavi
Laufzeit ‏ : ‎ 4 Stunden und 30 Minuten
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 4. März 2022
Darsteller ‏ : ‎ Elisa Schlott, Reomy D. Mpeho, Franziska Brandmeier, Jonas Nay, Dietmar Bär
Studio ‏ : ‎ Edel Motion
ASIN ‏ : ‎ B09M7D8XYT
Anzahl Disks ‏ : ‎ 1

ean: 4029759176770

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„Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus, Städtele hinaus, und du mein Schatz, bleibst hier…“ intonierte im Jahr 1960 der wohl berühmteste G.I. in Deutschland, Elvis A. Presley, der von 1958 bis 1960 im hessischen Städtchen Friedberg stationiert war. In den 1950er- und 1960er-Jahren absolvierten weitere hierzulande bekannte und beliebte US-Amerikaner wie „Gus“ Backus, der jüngst verstorbene Bill Ramsey oder der spätere Bundesverdienstkreuzträger Ron Williams ihren Wehrdienst in Deutschland, kehrten allerdings nicht wie der King of Rock ‘n‘ Roll nach ihrer Militärzeit zurück in die Vereinigten Staaten, sondern fanden in Deutschland eine zweite Heimat, wenn nicht sogar eine deutsche Ehefrau. Prominente Sprösslinge amerikanischer Militärangehöriger in Deutschland sind übrigens unter anderem Sandra Bullock, der in Idar-Oberstein geborene Bruce Willis, Jimmy Hartwig, Charly Graf oder Günther Kaufmann.

Als sich nämlich Anfang der 1950er-Jahre der Kalte Krieg zuspitzte, verlegten die USA im Rahmen ihrer NATO-Verpflichtungen hunderttausende Soldaten nach Deutschland, denn die Doktrin der NATO lautete: „In Deutschland wird der Weltfrieden verteidigt.“ Mit den Soldaten hielt ein Hauch von Amerika und damit ein völlig neuer Lebensstil Einzug: Kaugummi und Eis für die Kinder, Zigaretten und Jazzmusik für die Jugendlichen, Nylonstrümpfe und Lippenstift für die jungen Damen. Bars und Souvenirläden eröffneten, und es entstanden neue Arbeitsplätze – auch für Frauen. Kein Wunder, dass dies zu zahlreichen Liebschaften zwischen den coolen G.I.s und deutschen „Frolleins“ führte… Kirchen und Lokalpolitiker indes sahen den gesellschaftlichen Umbruch oft negativ, beklagten insbesondere das grassierende „Dirnenunwesen“.

Unter den US-Streitkräften waren auch zahlreiche afroamerikanische Soldaten. Im Vergleich zur Heimat, wo ihr Leben noch durch Rassentrennung geprägt war, empfanden sie Deutschland als wesentlich liberaler. Doch auch hier gehörten Diskriminierung und Rassismus zum Alltag. Wenn ein afroamerikanischer Soldat eine Bar für weiße Kameraden besuchte, gab es meistens Ärger. Noch mehr Probleme entstanden, wenn ein afroamerikanischer G.I. mit einer deutschen Frau ausging oder diese gar ein Kind von ihm bekam. Da waren sich die weißen Amerikaner und Deutschen einig: Das ist „Rassenschande“. So sahen einige afroamerikanische Soldaten keinen anderen Ausweg, als mit ihrer deutschen Freundin in die DDR zu fliehen, wo sie sich ein Leben ohne Vorurteile erhofften.

 

Preisrätsel 2 x 1 DVD-BOX: Wer einen von diesen Gewinntiteln erhalten möchte, einfach folgende Frage richtig beantworten und einsenden an sfbgewinne@buchrezicenter.de (im Betreff bitte den Gewinntitel angeben!): Wann war der Erscheinungstermin? (Antwort auf unserer Homepage zu finden!) Sobald 200 Mails eingetroffen sind, werden daraus die Gewinner mit der richtigen Lösung gezogen, wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen! BITTE NICHT VERGESSEN, DIE ANSCHRIFT UND E-MAILADRESSE EXTRA MIT ANZUGEBEN!