Ich liebe diesen Film! „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ war mein erster Indy-Film überhaupt und das hat mich natürlich geprägt. Vor allem rüttelt der Film angenehme Jugenderinnerungen wach. Doch auch fernab nostalgischer Verklärung, ist der dritte Streifen der Indiana-Jones-Filmreihe einfach grandios.

Diesmal spielt die Handlung im Jahre 1938 – nach einer wunderbaren Eingangssequenz, die im Jahre 1912 angesiedelt ist.

Kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs wird Indiana Jones von dem Millionär Walter Donovan angeheuert, den Heiligen Gral zu suchen. Indy hat darauf eigentlich keine Lust, denn der Gral ist die Passion seines Vaters. Aber genau dieser war zuvor Expeditionsleiter und ist spurlos verschwunden. Zu allem Übel mischen auch noch die Nazis mit.

Die Reise führt nun nach Venedig, wo Indy auf die hübsche Elsa Schneider trifft, die ganz anders als seine bisherigen Liebschaften ist … in vielerlei Dingen. Von Italien aus geht es nach Österreich, dann gibt es einen kurzen Abstecher nach Berlin, um anschließend in İskenderun zu landen (in der Südtürkei). Hier kommt es zu einem großartigen Final, das damals tricktechnisch neue Maßstäbe setzte (der erstmalige großflächige Einsatz von digitalem Compositing) und von der Handlung her schier den Atem raubt. Das liegt unter anderem an einem hervorragend spielenden Sean Connery, der Indys Vater zum Besten gibt. Das Vater-Sohn-Gespann ist nicht nur witzig, sondern arbeitet sogar das schwierige Verhältnis zwischen den beiden Figuren auf.

Steven Spielberg wollte als Entschuldigung für den düsteren „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ seinem Helden wieder ein zwar dramatisches, aber dennoch lockeres Abenteuer verpassen. Und das ist ihm eindeutig gelungen. Die Action ist vom Feinsten, jeder Witz sitzt perfekt („Aaah – Venedig!“) und die Figuren sind allesamt der Hammer. Die Musik von John Williams und die erneute Kameraarbeit von Douglas Slocombe runden die Sache gelungen ab. Spielberg gelingt hier die perfekte Balance zwischen allen Elementen, so das dieser atemberaubende Film einfach nur großen Spaß macht und er das Abenteuer-Genre nachhaltig prägte und prägt.

Auch heute noch, nach so vielen Jahren, schaue ich „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ immer wieder gerne an. Sobald die ersten Bilder aufflackern, fängt mich die Magie Hollywoods ein und ich vergesse meine Umwelt gänzlich, um an der Seite von Indiana Jones mit großen Augen dieses spannende Abenteuer wieder und wieder zu erleben. Alleine mich an den Film zu erinnern, weckt in mir das Verlangen ihn erneut zu sehen.

Copyright (c) 2019 by Günther Lietz
Bildmaterial (c) Paramount Pictures

„Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ bei Amazon.de

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
Originaltitel: Indiana Jones and the Last Crusade

Produktionsland: USA 1989
Länge: 122 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Jeffrey Boam, George Lucas (Story), Menno Meyjes (Story)
Produktion: Robert Watts
Musik: John Williams
Kamera: Douglas Slocombe
Schnitt: Michael Kahn

Harrison Ford (Dr. Henry „Indiana“ Jones Jr.), Sean Connery (Professor Dr. Henry Jones), Denholm Elliott (Dr. Marcus Brody), Alison Doody (Dr. Elsa Schneider), John Rhys-Davies (Sallah), River Phoenix (junger Indiana Jones), Julian Glover (Walter Donovan)