„Jerichow“ gewinnt den Preis der deutschen Filmkritik

Berlin, 11.02.2009 – Das Drama „Jerichow“ von Christian Petzold wurde beim Preis der deutschen Filmkritik zum besten Film des Jahres 2008 gewählt. Die Mitglieder vom Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) zeichneten bereits zum vierten Mal einen Film des 48-jährigen Regisseurs als besten Film aus. Zu den weiteren Gewinnern bei der von Armin Rohde moderierten Preisverleihung in Berlin zählten die Schauspieler Elmar Wepper („Kirschblüten – Hanami“) und Karoline Herfurth („Im Winter ein Jahr“).

Christian Petzold ist der Liebling der deutschen Filmkritiker. Wie schon im Vorjahr gewann er auch beim diesjährigen Preis der deutschen Filmkritik in der Rubrik „bester Spielfilm“. Wurde er zuletzt für „Yella“ ausgezeichnet, erhielt nun sein aktuelles Drama „Jerichow“ mit Nina Hoss, Benno Führmann und Hilmi Sözer in den Hauptrollen den Preis für den besten Film des Jahres 2008. Insgesamt wurde von den 250 Mitgliedern vom Verband der deutschen Filmkritik zum vierten Mal ein Film des in Hilden geborenen Filmemachers ausgezeichnet. Eine Ehre, die keinem Regisseur zuvor zuteil wurde.

In Petzolds Fußstapfen könnte irgendwann Brigitte Maria Bertele treten. Die 34-jährige Regisseurin wurde für ihr Spielfilmdebüt „Nacht vor Augen“ ausgezeichnet, ein Portrait eines jungen Kriegsheimkehrers. Volker Koepp nahm für „Holunderblüte“ den Preis für den besten Dokumentarfilm entgegen. Als beste Darstellerin wurde Karoline Herfurth prämiert, die in „Im Winter ein Jahr“ von Caroline Link laut Fachjury „sehr authentisch die Rolle einer orientierungslosen jungen Frau“ interpretiert. Ihr Schauspielkollege Elmar Wapper attestierten die Kritiker, dass er in „Kirschblüten – Hanami“ von Doris Dörrie „mit 63 Jahren ein fulminantes Kino-Comeback“ gefeiert habe.

Die weiteren Preise gingen an die Filme „Nordwand“ (Drehbuch & Kamera), „Im Winter ein Jahr“ (Musik), „Dr. Aléman“ (Schnitt) sowie „Falsche Freunde“ (Experimentalfilm). Der Preis für den besten Kurzfilm wird erst im April 2009 vergeben. Obendrein erhielt Klaas Akkermann einen Spezialpreis, da er in seiner jahrzehntelangen Arbeit als Filmpromoter „nicht nur Verleiher, Künstler und Filme, sondern vor allem auch die Belange der Filmjournalisten“ gefördert habe. Alle Informationen zu den Gewinnern, die vollständigen Begründungen der Jury sowie Bildmaterial zur Preisverleihung sind unter presse.moviepilot.de abrufbar.

Über den Preis der deutschen Filmkritik:
Der Preis der deutschen Filmkritik wird vom Verband der deutschen Filmkritik in elf Kategorien an deutsche Filme vergeben, die im vorangehenden Kalenderjahr in den deutschen Kinos bzw. auf Festivals zu sehen waren. Er ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird. Der Preis wird seit 1968 ausgelobt. Seit 2008 unterstützt die Filmempfehlungs-Community www.moviepilot.de den VdFK als offizieller Partner bei der jährlichen Preisverleihung.

Über VdFk:
Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) ist ein Interessenverband von Filmjournalisten, Filmwissenschaftlern und Filmhistorikern, die in Presse, Funk und/oder Fernsehen tätig sind. Seit 1954 vertritt er die Interessen deutscher Filmkritiker und ist mit seinen mehr als 250 Mitgliedern die größte nationale Sektion innerhalb der internationalen Filmkritiker-Vereinigung Fipresci.