2018 findet der charmante romantische Weihnachtsliebesfilm „A Christmas Prince“ seine natürliche Fortsetzung, denn schlussendlich wollen Amber und Richard sich an Weihnachten das Jawort geben. Allerdings findet sich Amber mit dem königlichen Hof, der Hof mit ihr und die Bevölkerung mit den Königlichen kaum zurecht…

Wie denn auch, denn die Figur der Amber wurde von der emanzipierten Journalistin die eine Karriere verfolgt, zum kleinen Prinzesschen degradiert, das offenbar nur zwei Gemütszustände kennt: Überraschung und unterdrückten Ärger. Obwohl Amber bereits ein Jahr mit Richard zusammen ist, scheint am Königshof für sie alles neu zu sein. Ihr lockerer Daddy zeigt den Royals zudem, wie man richtig lebt und locker ist. Es gibt den überkandidelten Hochzeitsplaner. Und natürlich einen Bösewicht, der mit seinem Laptop von zuhause aus Milliarden verschiebt und das Land nebenbei mal ruiniert. Überführt wird er dann von einem Kind, das problemlos jedes Sicherheitssystem hackt, sozusagen die Little Miss Robot. Und wie schüttelt Amber schlussendlich die Unterdrückung ab? Nicht durch eigene kraft. Nö! Sie jammert bei ihrem Traumprinzen herum und der spricht dann ein Machtwort. Und alles garniert mit lieblosem Romantikzucker. Kotz!

Das John Schultz die Regie für den zweiten Teil übernahm, ist eindeutig ein Fehler. Ihm fehlt das Feingefühl, dass Alex Zamm noch auszeichnete. Dieser Teil ist nur etwas für Leute, die beide Augen vor dem enthaltenen Blödsinn verschließen können und wissen möchten, wie es weitergeht. 1 von 5 Zuckerstangen.

 1 von 5 Zuckerstangen

Erscheinungsdatum: 30. November 2018 (Ersterscheinung)
Regisseur: John Schultz
Musik komponiert von: Zack Ryan
Verleih durch: Netflix
Drehbuch: Robin Bernheim
Besetzung: Rose McIver, Ben Lamb, Alice Krige, Sarah Douglas