Mr. Nice
Regie: Bernard Rose
Mit Rhys Ifans, Cloë Sevigny, David Thewlis

FSK freigegeben ab 12 Jahren.
Extras: Entfallene Szenen, Audiokommentar mit Bernard Rose,
Audiokommentar mit Howard Marks, Originaltrailer
Laufzeit ca. 116 Minuten.
Produktionsjahr: 2010.
Koch Media GmbH
November 2011 – DVD-Video

Titel bei Libri.de

Die Story:

England in den 70er Jahren: Howard will Lehrer werden, bis er vertretungsweise mit einer Ladung Drogen quer durch Europa rast – ein buchstäblich bewusstseinserweiternder Trip! Kurz darauf erobert er mit Hilfe eines IRA-Anführers den amerikanischen Markt und wird als Agent des MI6 angeworben – sehr zum Verdruss der internationalen Drogenpolizei. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit hält Mr. Nice ein ganzes Justizsystem zum Narren. Er genießt ein Leben zwischen Cannabis, Cadillacs und viel, viel Cash. Howard bleibt nicht zu fassen und wird zum Helden der Legalisierungsbewegung. Aber Craig Lovato von der US-Drogenbehörde hat genug von dem Katz-und-Maus-Spiel. Er setzt alles daran, den begnadeten Trickser endlich dingfest zu machen…

Meine Meinung:

Zuerst muss ich sagen, dass ich ein wenig voreingenommen bin, da ich das Genre des Drogenfilms nicht besonders mag. Aus diesem Grund bin ich etwas negativ an den Film herangegangen. Als ich mich aber im Laufe des Films auf die Story eingelassen habe, und einige der Begegnungen in den zeitgenössischen Hintergrund rücken konnte, musste ich feststellen, dass der Film doch etwas hat. So etwa die ironische Situation, dass die IRA, die konsequent gegen Drogenkonsum bei ihren Mitgliedern vorgegangen ist, einer der größten Vertriebspartner von Howard wurde. Oder dass der Besuch bei den Taliban in den 70er Jahren noch als Unterstützung der „gerechten Freiheitskämpfer“ glorifiziert wurde, während heute Unsummen an Geldern zur Bekämpfung eben jener Drogen aus der Region ausgegeben werden.  Dies alles führte dazu, dass ich den Film als ein sozialkritisches Gesamtwerk aufgefasst habe, das der Geselschaft der 70er (und teilweise auch der Heutigen) einen Spiegel vors Gesicht hält.

Mein Fazit:

Nicht mein Lieblingsgenre, aber mal interessant anzuschauen.

[JS]

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