Genre: Horror
FSK: keine Jugendfreigabe
Laufzeit: 85 Minuten

Regie: Kevin VanHook
Drehbuch: Kevin VanHook
Darsteller: Casper Van Dien, Jennifer O’Dell, Tony Plana

Produktion: USA 2006

Die Patentochter einer hochrangigen Militärangehörigen ist irgendwo im südamerikanischen Dschungel unterwegs. Also macht sich der Ex-Mann mit einem Trupp Marines auf den Weg, um seine geliebte Ex-Frau zu suchen, nebenbei die Vampire zu erledigen und die Einheimischen zu retten.

Kaum im Dschungel angekommen erfährt der Marine – Hawk (Casper Van Diem) – das ein anderer Marinetrupp bereits erledigt wurde. Zu allem Übel sind die Vampire auch tagsüber aktiv und haben keinen Respekt vor dem heiligen Kreuz. Glücklicherweise sind es auch die dümmsten Vampire der Welt, die sich hier mit den dümmsten Soldaten der Welt anlegen …

„Slayer – Die Vampirkiller“ ist eine TV-Produktion die nun auf DVD erhältlich ist. Dabei kommt der Streifen kaum an B-Movie-Qualitäten heran und die eigentlich guten Darsteller werden grausiges Opfer des Drehbuchs und der Regie von Kevin VanHook. Eine lahme Geschichte die inkonsistent fortgeführt wird, hölzerne Dialoge, Humor der die Lacher verjagt und Stunts die so langsam sind, dass man sich am liebsten selbst einen Pflock ins Herz rammen möchte, um den Streifen nicht länger ertragen zu müssen.

Wirklich schlimm ist tatsächlich, dass hier ein verdammt annehmbarer Film hätte entstehen können. Casper Van Dien („Starship Troopers“) versteht sein Handwerk – übrigens als einziger der Schauspieler – und Danny Trejo („From Dusk Till Dawn“) eignet sich eigentlich immer für einen guten Actionauftritt. Aber die Geschichte ist einfach Mist. Um daran Gefallen zu finden, muss man den Verstand vollkommen abschalten.

Tricktechnisch wird solides Handwerk geboten – allerdings dermaßen langsam und mies geschnitten, dass man unweigerlich einzuschlafen droht. Es gibt allerdings keinen offensichtlichen Grund dafür. Man könnte beinahe glauben „Slayer – Die Vampirkiller” sei ein Abschreibungsprojekt. Ein wenig mehr Tempo im Schnitt, eine straffere Handlung ohne unnötigen Ballast und der Film wäre ganz annehmbar gewesen.

Was bleibt ist nur das erfüllte Versprechen des DVD-Covers. Ja, „Slayer – Die Vampirkiller” ist verdammt blutig und da sieht man auch schon mal, wie ein Vampir ein Rückgrat aus dem Körper zieht. Leider ist das Kunstblut offensichtlich. Auch hier wurde entweder am falschen Ende gespart oder waren die Trickkünstler einfach unfähig.

(c) 2008 by Günther Lietz