The Box – Du bist das Experiment

Originaltitel:            Box, The
Herstellungsland:            USA
Erscheinungsjahr:            2009
Regie:            Richard Kelly

Cameron Diaz (Norma Lewis)
James Marsden (Arthur Lewis)
Gillian Jacobs (Dana Steward)
Sam Oz Stone (Walter Lewis)
Lisa K. Wyatt (Rhonda Martin)
Holmes Osborne (Dick Burns)
Celia Weston (Lana Burns)
James Rebhorn (Norm Cahill)
Frank Langella (Arlington Steward)

FSK 12

SAVE.TV-Beschreibung:
Arthur Lewis (James Marsden) arbeitet als Techniker bei der NASA, doch sein Einkommen reicht für seine Familie hinten und vorne nicht. Eines Tages findet er vor seiner Tür eine Box mit einem roten Knopf und eine Nachricht, in der angekündigt wird, dass Arthur Besuch von einem Mr. Steward (Frank Langella) erhalten wird. Am Tag darauf steht der vor der Tür und erklärt Arthur und seiner Frau Norma (Cameron Diaz), was es mit der Box auf sich hat. Wenn die beiden innerhalb der nächsten 24 Stunden den Knopf drücken, erhalten sie eine Million Dollar. Doch das Drücken des Knopfs bedeutet auch den Tod eines Menschen irgendwo auf der Welt … – Beklemmender Mystery-Thriller! …

Mit freundlicher Unterstützung von Save.TV

Presse-Kurzbeschreibung:
Norma (Cameron Diaz) und Arthur Lewis (James Marsden) sind eigentlich ein ganz normales junges Ehepaar mit einem kleinen Sohn und einem Haus am Rande der Stadt. Ihr idyllisches Leben gerät eines Tages plötzlich aus den Fugen, als sie ein Paket vor ihrer Haustür finden, das eine seltsame kleine Box mit einem roten Knopf enthält. Kurz darauf erscheint ein mysteriöser Fremder, der den Sinn dieser Box wie folgt erklärt: Drücken Norma und Arthur den roten Knopf, sind sie um 1 Million Dollar reicher. Allerdings, so die Botschaft, wird dadurch auch ein Mensch irgendwo auf der Welt sterben. Fortan sieht sich das ohnehin in finanziellen Schwierigkeiten steckende Ehepaar in einer teuflischen Zwickmühle. Hin- und hergerissen zwischen Verlockung und Moral entwickelt sich das Leben von Norma und Arthur zu einem albtraumhaften Horrortrip, aus dem es keine Rettung zu geben scheint.

Vollständige Inhaltsangabe:
Familie Lewis befindet sich in einer finanziellen Misere: Vater Arthur, der ein Mitarbeiter der NASA ist, wird die Aufnahme in das Astronauten-Programm verwehrt, während Mutter Norma erfährt, dass die Schule ihres Sohnes Walter die Vergünstigungen der Gebühren streichen will. Eines Morgens steht ein Paket vor dem Haus der Familie, in dem sich eine mysteriöse Holzkiste mit einem roten Knopf befindet. Am Nachmittag erhält sie Besuch vom geheimnisvollen und entstellten Arlington Steward, der die Funktionsweise der Box erklärt. Der fremde Mann bietet Norma und Arthur eine Million Dollar in bar an, wenn sie in den nächsten 24 Stunden den Knopf drücken. Jedoch wird mit dem Betätigen des Knopfes irgendwo auf dem Planeten ein Mensch sterben, den Norma und Arthur nicht kennen. Norma kann der Versuchung nicht widerstehen und drückt kurz vor Ablauf der Frist den Knopf. Arlington Steward erscheint erneut vor der Haustür und übergibt der Familie den Koffer mit der einen Million Dollar in bar. Er nimmt die Box wieder mit und erklärt, dass nach einer Neuprogrammierung einer anderen Familie ein weiteres unmoralisches Angebot unterbreitet wird. Aufgrund einer zweideutigen Bemerkung des unheilvollen Fremden glauben Norma und Arthur, dass sie diejenigen sein werden, die als nächste sterben. Es stellt sich heraus, dass Arlington Steward ein Ex-Nasa-Mitarbeiter ist, der vor Jahren vom Blitz getroffen und eigentlich getötet wurde. Durch diesen Blitzeinschlag sind höhere Mächte in den Körper des Wissenschaftlers gefahren, der nun in deren Auftrag verschiedene Menschen vor eine unmoralische Wahl stellt. Durch dieses Verfahren wollen diese höheren Mächte herausfinden, ob die menschliche Zivilisation es wert ist, weiter am Leben zu bleiben. Sollten sich genügend Personen finden, die der Versuchung widerstehen, hat die Menschheit eine Zukunft. Mitarbeiter von Arlington Steward entführen Normas und Arthurs Sohn Walter und machen ihn blind und taub. Daraufhin stattet Arlington der Familie Lewis einen weiteren Besuch ab und stellt das Ehepaar erneut vor eine Wahl. Entweder erschießt Arthur seine Frau Norma, oder ihr gemeinsamer Sohn Walter wird auf ewig blind und taub bleiben. Da sie ihrem Sohn dieses Leid ersparen will, überredet Norma ihren Mann, sie zu erschießen. In dem Moment, als Arthur den Abzug der Waffe drückt, sieht man, wie ein anderes Ehepaar den Knopf der Holzkiste betätigt, woraufhin Walter von seinen Behinderungen befreit wird. Arthur wird von der Polizei festgenommen, kurz darauf jedoch an schwarz gekleidete Männer übergeben, die ihm die Handschellen wieder abnehmen lassen. Er wird zu einer schwarzen Limousine geführt, wo ihm gesagt wird, dass für ihn und seinen Sohn alles Nötige getan werde. Walter beobachtet vom Fenster aus, wie die Limousine mit Arthur davonfährt. Die Schlussszene zeigt nochmals den auf einer Straße im Wohnviertel stehenden Arlington Steward mit der Box in den Händen.

Besprechung:
Ein US-Vorstadtpärchen findet ein Paket vor der Tür – darin eine Holzkiste mit einem roten Knopf. Wird der gedrückt, gibt es eine Million Dollar, dafür muss ein Unbekannter sterben. Richard Kellys dritter Film nach dem gefeierten „Donnie Darko“ und dem vielgeschmähten „Southland Tales“ spielt in den 70er Jahren und zeigt den ganzen Muff dieser Jahre, die hintergründige Spießigkeit, die man eigenltich für überwunden glaubte nach den revolutionären 60ern, der Beat-Ära und dem Flower-Power der Jugendbewegungen. Doch Richard Kelly zeigt uns, was wirklich dahintersteckte, in der sogenannten Disco-Zeit der 70er: Die Fasade der Jugendgenerationszeit zerbröckelt, wenn man einmal tiefer hineinleuchtet, in diese Glitzerwelt von Montreal und heißen Scheiben, in der noch das Vinyl die maßgebliche Richtung bestimmte. Sei´s drum, „The Box – Du bist das Experiment“ ist ein Film an dem sich die Geister scheiden. Entweder man haßt den Film oder man findet ihn genial. Die einen werden darin einen verquasten, pseudo-philosophischen und höhepunktlos vor sich hinplätschernden Arthouse-Gähner sehen. Die anderen werden darin einen wunderschön bebilderten Kommentar zur Folgenschwere menschlicher Entscheidungen sowie unserer Natur an sich sehen und sich gerade für die leise Gangart und die geschickt aufgebaute, sich langsam steigernde, unterschwellige Spannung begeistern. In Wahrheit lassen sich wohl für beide Betrachtungsweisen gute Argumente finden. Es kommt ganz auf den persönlichen Standpunkt, die unmittelbare Situation und die jeweilige Stimmung an, womit wir uns gewissermaßen bereits mitten in der Thematik von The Box befinden. Bei den meisten Kritikern stieß der Film ebefalls auf ein sehr geteiltes Echo. Bei dem Filmkritiken-Aggregator Rotten Tomatoes kommt „The Box“ auf eine Wertung von 45%, zusammengesetzt aus 59 positiven und 73 negativen Kritiken. Der US-amerikanische Filmkritiker Roger Ebert bezeichnete den Film als „bewegend und faszinierend“ und gab dem Film drei von vier möglichen Sternen. Peter Travers von der amerikanischen Ausgabe der „Rolling Stone“ hingegen verriss „The Box“ als einen Film „wie bestellt und nicht abgeholt. Beschädigte Ware“ Ich für meinen Teil finde den Film auch nicht perfekt, aber  erfrischen anders, auch weil er ein Science Fiction-Film ist, der in der heutigen Zeit gedreht wurde, aber in den 70ern spielt und ich solche Details, welche in dem Film vorkommen, liebe. Allerdings habe ich dabei auch eine Reihe von „historischen Fehlern“ gefunden, mit denen ich aber die Leserschaft an dieser Stelle nicht langweilen will. So sehr mit das Setting und die filmische Ästhetik zusprachen und mich begeistern konnten und auch die Fragen nach dem Wesen des Menschen, die gestellt wurden, sehr erleuchtend fand, war ich doch mit der letztlich umgesetzen Story nicht wirklich glücklich. Die vermehrt auftauchenden Fantasy-Elemente und vor allem die Hintergründe um den geheimnisvollem Mr. Steward sowie den Zweck seines Tuns wirken unausgegoren und sind letztlich enttäuschend. Mir wäre es lieber gewesen, wenn der Film letztlich auf seiner Science Fiction-Schiene fortgeschritten und nicht ins nebulös Mythische abgeglitten wäre. Letztlich sammelte der Film aber mehr Pluspunkte bei mir, wozu auch die perfekte schauspielerische Umsetzung des Personals beitrug, als dass die Negativ-Punkte die Oberhand errungen hätten. Weshalb ich jeden unvoreingenommmenen Zuschauer dazu ermuntern möchte, „The Box – Du bist das Experiment“ zu goutieren! Noch ein kleines Gimmick am Rande für unsere Liebhaber der alten Twilight-Zone-Serie: Richard Mathesons Kurzgeschichte, die Vorlage für diesen Film, diente schon der Folge „Nur ein Knopfdruck (Button, Button)“, in Rod Serlings Sci-Fi- und Mystery-Serie The Twilight Zone, als Vorlage. Die Episode hatte eine andere Schlusspointe und Matheson verwendete für das Drehbuch sein Pseudonym Logan Swanson. In der Verfilmung spielte auch Basil Hoffman mit, welcher in der Twilight-Zone-Folge den Fremden Mr. Stewart gab.

Copyright (C) 2014 by Detlef Hedderich

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