FSK: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: 81 Minuten

Regie: Reinhard Klooss, Holger Tappe
Drehbuch: Oliver Huzly, Reinhard Klooss, Sven Severin
Sprecher: Anke Engelke, Oliver Kalkofe, Wigald Boning, Christoph Maria Herbst, Oliver Pocher, Wolfgang Völz, Julia Ziffer

Produktion: BRD 2008

Und Zack, plötzlich ist eine kleine Schwester da. Und mit der kommt das Urmel so gar nicht zurecht …

Das Urmel hat Geburtstag und Professor Habakuk Tibatong hat eine ganz besondere Überraschung für den liebenswerten Dinosaurier: Das Pandamädchen Babu, das fortan Urmels Schwesterchen ist. Allerdings ist Urmel wenig von Babu begeistert. Da kommt es gerade recht, dass Geschäftsmann Barnaby einen Dinosaurier für seinen Freizeitpark sucht. Dort könnte Urmel der uneingeschränkte Star sein. Also nix wie weg von der Insel Titiwu, denkt sich das Urmel.

Rasch erkennt das Urmel, dass Barnaby ein falsches Spiel mit ihm treibt. Und dann taucht unvermittelt Babu auf, die dem Urmel heimlich gefolgt ist. Das wiederum verärgert Barnaby so richtig und er bläst zur Jagd …

Nach dem erfolgreichen deutschen Film „Urmel aus dem Eis“ kommt mit „Urmel voll in Fahrt“ der nächste Animationsfilm der Reihe auf den Markt. Diesmal nur als DVD-Produktion und somit etwas günstiger produziert. Die Geschichte basiert auf den Vorlagen von Max Kruse, dem erfolgreichen Kinderbuchautoren – und Sohn von Käthe Kruse (der Puppenkünstlerin).

Zentrales Element des Films ist dabei die Beziehung zwischen Urmel und Babu. Plötzlich taucht ein neues Geschwisterchen auf und steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Mit diesem Thema können sich viele Kinder identifizieren. Prompt reagiert das Urmel trotzig und stellt Unsinn an, doch am Ende wird alles gut und die beiden Kinder sind unzertrennlich. Für den Nachwuchs ist das eine klare Botschaft, doch auch Eltern können hier etwas lernen. Und zwar behutsamer mit dem Thema umzugehen und Verständnis für Tochter oder Sohn aufzubringen. Hier steht eindeutig ein erzieherischer Aspekt im Vordergrund. Aber keineswegs mit der Besserwisserkeule, sondern behutsam und amüsant erzählt.

Die Animationen des Films entsprechend heutigem Standard und sind zuckersüß anzuschauen. Perfekt animiert und mit vielen Spiegeleffekten versehen, präsentiert sich dem Zuschauer ein buntes Spektakel. Am Ende gibt es sogar die obligatorischen Explosionen.

Wie bereits im ersten Teil, wurden die Sprechrollen erneut prominent besetzt. Unter anderem mit Anke Engelke, Oliver Kalkofe, Wigald Boning, Christoph Maria Herbst, Oliver Pocher, Wolfgang Völz und Julia Ziffer. Es handelt sich dabei um erfahrene Schauspieler, die sich auch im Bereich der Synchronisation verdingt machten und routiniert an die Sache herangehen. Dadurch klingen die Figuren stimmig, aber ihnen fehlt es ein wenig an Feuer und Elan. Eventuell liegt es daran, dass hier zu viel Routine hineinspielt – allerdings Routine auf einem hohen Niveau.

„Das Urmel voll in Fahrt“ ist eine spaßige Unterhaltung für junge und jung geblieben Zuschauer. Das rasante Abenteuer macht großen Spaß, ist lehrreich und sehr kurzweilig. Genau das Richtige für einen gemeinsamen und vergnüglichen Fernsehabend.

(c) 2008 by Günther Lietz

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