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Victoria Staffel 3 (Blu-ray): Deluxe Edition

Nach einer grandiosen und aufwühlenden Staffel 2, wird es in der dritten Staffel von “Victoria” zwar familiärer, es bleibt aber auch hochdramatisch. Einige der Ereignisse haben mich, ebenso wie in der vorangegangenen Staffel, ziemlich mitgenommen und es brauchte stellenweise sogar eine kleine Pause, um die ein oder andere Träne zu verdrücken. Das liegt vor allem an einigen glaubhaften und charmanten Figuren, die einem doch recht ans Herz wachsen. Historisch gesehen spielt die dritte Staffel in einer Zeit, in der sich die Arbeiter erheben und für ihre Rechte eintreten, während die Monarchen nun um ihr Leben bangen. Viele von ihnen fliehen und schon bald klopfen Victorias blaublütige Verwandte an die Tore des Palastes. Zum einen Louis Phillipe, ehemaliger König Frankreichs, und auch Victorias Schwester Fedora, die das unsichere Deutschland vorsichtshalber verlässt. Aber auch auf dem politischen Parkett gibt es einige neue Gesichter zu sehen, wie den ungebührlichen Außenminister Lord Palmerston, dem…
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Action

West of Liberty

Der kalte Krieg ist schon lange vorbei, die innerdeutsche Mauer gefallen und die Welt der Spione glaubt sich neu erfinden zu müssen. Die Urgesteine der Agentenwelt verkommen zu missmutigen Dinosauriern, die nur noch auf den Meteoriten warten, der ihnen ein gnädiges Ende bereitet. Eines vorweg, ich habe die Buchvorlage nicht gelesen, kann also nicht entscheiden, ob diese sechsteilige Serie als Adaption des Werks des schwedischen Schriftstellers Thomas Engström gelungen ist. Die Serie muss also für sich alleine stehen – was sie selbst als Adaption auch sollte. Das gelungene Intro und den knallige Einstieg, ganz im Stile der US-Serie "Homeland", lassen bei erster Betrachtung dieser Miniserie die Erwartungen nach oben schnellen, aber schnell breitet sich Ernüchterung aus. Diese mehrteilige Koproduktion, mit Beteiligung des ZDF, ist dann leider doch nur die übliche bräsige Fernsehunterhaltung. Das bedeutet zwar noch immer spannende Unterhaltung, beinhaltet aber auch verschenktes Potenzial. Die Geschichte ist ziemlich simpel, wenn…
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Klaus

Zeichentrick- und Animationsfilme sind sehr beliebt, befinden sich aber weitgehend in der Hand weniger Riesen und sind im Grunde genommen nur noch eine Variation des Üblichen. Zwar gibt es es hin und wieder Glanzlichter, aber diese sind eher die Ausnahme als die Regel. Glücklicherweise schafft es auch immer wieder mal eine Produktion den Riesen ein paar Nadelstiche zu verpassen. So auch hier. Dabei hat Regisseur und Produzent Sergio Pablo seine Wurzeln durchaus bei einem der Riesen. Er war viele Jahre bei Disney angestellt und hat dort an bekannten Filmen wie "Der Glöckner von Notre Dame", "Tarzan" oder auch "Der Schatzplanet" mitgewirkt. Mit seinen spanischen Animation Studios geht er nun eigene Wege. Dabei versucht er die Klassik (den alten Zeichentrick) mit der Moderne (der Computeranimation) zu vereinen. Ähnliches ist auch von bekannten japanischen Animestudios bekannt. Nun etwas aus Spanien. Im Rahmen einer Weihnachtsgeschichte, verpasst Pablos dem Weihnachtsmann und dessen Ursprung eine…
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A Christmas Prince: The Royal Baby

Nach dem schlechten zweiten Teil dieser Filmreihe, hat Netflix einen dritten Teil nachgeschoben und versucht die tote Kuh damit nicht vom Eis zu bekommen, sondern weiter zu melken. Die große 2019-Weihnachtsoffensive des Streamringriesen setzt dabei nicht auf Qualität, sondern auf Masse. Die kakaobeschwipste Menge wird es wohl irgendwie schlucken, muss der Gedanke hinter dieser Produktion gewesen sein. Und das ist sehr Schade, stecken doch an sich viele gute Leute dahinter. Aber das Drehbuch gibt einfach nichts her, womit man arbeiten könnte. Und irgendwie scheinen die Darsteller, anstatt ambitioniert, eher müde. Erneut richten sich die Blicke nach Aldovia. Amber ist schon länger Königin und sehr beliebt. Sie steht kurz vor der Niederkunft ihres ersten Kindes, bald ist Weihnachten, ein Friedensvertrag muss verlängert werden, es gibt einen Diebstahl, einen Fluch, die Modernisierung des eigenen Landes, die Emanzipation einer befreundeten Königin und nebenbei eine weitere Liebesgeschichte. Ziemlich viel Masse, bei der sich nichts…
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Weihnachten mit Familienanhang

"Weihnachten mit Familienanhang" ist eine Sonderfolge zu der Serie "Familienanhang", die von Netflix produziert und gestreamt wird. Allerdings hat mir Netflix diese Episode nicht als Teil der Serie angezeigt, sondern als einzelnen Weihnachtsfilm. Der Länge nach natürlich eher ein Kurzfilm. Warum Netflix so vorgeht? Keine Ahnung. Vielleicht weil die Serie (eine Sitcom) hierzulande nicht unbedingt viele Fans hat. Kein Wunder, sie ist einfach schlecht. Wäre die Folge nicht separat aufgeführt, ich hätte sie einfach ignoriert. Im Nachhinein betrachtet wäre das besser gewesen. Die Handlung ist recht simpel. Zum einen gibt es drei Schwestern, von denen sch zwei seit vielen Jahren streiten. Ein anstehender Gesangsauftritt in der Kirche, anlässlich Weihnachten, führt trotzdem zu einem gemeinsamen Auftritt und einer Aussöhnung. Gleichzeitig geben sich die beiden Teenager des Hauses als sehr verwöhnt und verschwenderisch. Um ihnen die Lage von Obdachlosen zu vermitteln, quartiert Grandpa die beiden kurzerhand über Nacht aus. Natürlich lernen die…
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Tage wie diese

Oh, was ist der schön. Basierend auf dem gleichnamigen Jugendbuch von Maureen Johnson (erschienen im Arena Verlag), hat Netflix diesen Anthologieweihnachtsfilm produziert. Und Dank seiner sympathischen Darsteller ist er überaus kurzweilig. Zeitweise fühlt er sich wie die Teenagervariante von "Tatsächlich Liebe" (2003) an. Aber genauer betrachtet, kommt der Film "Tage wie diese" an keinem von beiden heran. In Bezug auf "Tatsächlich Liebe" fehlt es "Tage wie diese" an Tiefgang. Die Figuren bleiben trotz aller Sympathien weitgehend oberflächlich und es gibt keine große Fallhöhe. In dieser Netflix-Produktion wird weitgehend auf Harmonie geachtet und kein Problem ist so groß, als das es nicht simpel gelöst werden könnte. Die einzigen Höhepunkte liegen stets in der Frage, ob sich die beiden Liebenden tatsächlich bekommen. Aber das kann der Film hervorragend: Teenagerromantik transportieren. Man drückt den Liebenden einfach die Daumen, dass alles gut ausgeht und sie sich finden. Um dann, wenn es soweit ist, berührt…
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Weihnachten in der Wildnis

Mit einem eher skeptischen Blick auf "Weihnachten in der Wildnis" könnte man sagen, dass Netflix absichtlich einen Weihnachtsfilm für die älteren Semester in Auftrag gegeben hat. Inklusive all der schönen Dinge, die in einer bestimmten Altersklasse angeblich von Relevanz sind. Wer nur eine Folge von "Das Traumschiff" gesehen hat, wird sich hier sofort auskennen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Kate (Kristin Davis) und Derek (Rob Lowe), beide Mitte fünfzig. Sie lebt in New York und wurde gerade von ihrem Mann verlassen. Also tritt Kate die geplante Afrikareise alleine an. In der Fremde angekommen trifft sie auf den Piloten Derek, der Kate eigentlich zu einem Luxusressort bringen soll. Doch unterwegs müssen sie ein süßes Elefantenbaby retten, dessen Mutter von Wilderern getötet wurde. An der Elefantenpflegestation angekommen, ändert Kates ihre Urlaubspläne und bleibt länger als gedacht. In ihr erwacht die Liebe zu Afrika und den Elefanten – und da ist natürlich auch…
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A Cinderella Story: Christmas Wish

Cinderellafilme, also die Geschichte vom Aschenputtel, gibt es wie Sand am Meer. Und vor allem in der Weihnachtszeit bedienen sich die Filmemacher gerne dieses Themas – mal mehr und mal weniger gelungen. Mit "A Cinderella Story: Christmas Wish" schickt Warner nun einen Film an den Start, der mehr sein könnte, aber weniger ist. Die Geschichte ist schnell erzählt: Kat (Laura Marano) wächst bei ihrer hinterhältigen Stiefmutter und ihren fiesen Stiefschwestern auf. Sie arbeitet nebenbei als Weihnachtselfe und lernt Dominic (Gregg Sulkin) kennen, den Sohn eines Milliardärs. Beide verlieben sich, die Stieffamilie will Kat ausstechen und den Milliardär ausnutzen, es gibt eine große Feier mit Gesangseinlage und alles wird wieder gut. So weit, so bekannt. Um sich von der üblichen Geschichte abzuheben, kommt es deswegen vor allem auf die Akzente an. Die Zielgruppe des Films sind eindeutig Jugendliche und alle Weihnachtsfans, die gerne einmal an der Kitschdose schnuppern. Denn kitschig ist…
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Merry Happy Whatever

Passend zur Weihnachtszeit haut Netflix 2019 nicht nur ein paar Weihnachtsfilme, sondern auch -serien raus. Unter anderem "Merry Happy Whatever". Dabei ist die Serie nicht als reine Weihnachtsserie, sondern als Anthologieserie geplant. Jede Staffeln dreht sich um einen anderen Feiertag. Ob die Darsteller dabei die gleichen bleiben oder sich weitere Staffeln um eine andere Gruppe von Menschen dreht, ist noch offen. Das ist jedenfalls geplant. Bisher steht die Zusage zu einer zweiten Staffel aus. In Staffel 1 befindet sich jedenfalls die Familie Quinn im Mittelpunkt. Tochter Emmy kommt kurz vor Weihnachten nach Hause und bringt ihren Freund Matt mit. Sie wollen die Feiertage zusammen mit Emmys Familie verbringen. Doch die Sache hat einen Haken: Patriarch Don (verwitwet) liebt seine Traditionen und setzt gerne seinen Willen durch. Passendes Motto inbegriffen. Sich ihm zu widersetzen fällt den Kindern und deren angeheiratetem Anhang schwer. Letzterer trifft sich sogar heimlich zu einem Stammtisch, um…
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The Knight Before Christmas

Zum zweiten Mal steht die wunderbare Vanessa Hudgens für einen Weihnachtsfilm von Netflix vor der Kamera. Kein Wunder, lief "Prinzessinentausch" im letzten Jahr doch hervorragend. Und auch nun taucht die Darstellerin ein in eine Welt der Liebe, Romantik und Weihnachtsstimmung. Natürlich ist hier kein großer Knaller zu erwarten, aber eine charmante Romcom mit symapthischen Hauptdarstellern. Die Story ist sehr seicht gehalten: Ein altes Weib schickt einen Ritter in die Zukunft, damit dieser dort seine Bestimmung finden kann. Als wahrer Held und Alleskönner erobert er schon bald das Herz einer schönen High-School-Lehrerin, die selbst nicht an die wahre Liebe glaubt. Sie wurde vor kurzem schwer enttäuscht, da ist das verständlich. Das Stilelement der Zeitreise wird im Grunde genommen nur am Rande gestreift und steht nicht im MIttelpunkt der Geschichte. Allgemein sollte man hier seinen kritischen Blick etwas senken, denn Sir Cole ist ein Ritter, wie ihn sich Amerikaner gerne vorstellen. Zudem…
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