BUCHREZENSION: Mark Salisbury: Tim Burton – Der melancholische Magier – DREIMAL IM PREISRÄTSEL AUF SFBASAR.DE!

Tim Burton, geboren 1958 in einem Vorort-Viertel der kalifornischen Stadt Burbank, gilt in Europa mehr noch als in den USA als einer der originellsten und einfallsreichsten Filmemacher der Gegenwart. Obwohl für mehrere Hollywood-Blockbuster (u. a. „Edward mit den Scherenhänden“, 1990; „Batman“ und „Batmans Rückkehr“, 1989 bzw. 1992, „Alice im Wunderland“, 2010) verantwortlich, gelang es ihm, eine eigene Stimme zu entwickeln, zu entfalten und zu erhalten. Dieser Weg war steil und reich an Stolpersteinen, denn der junge Tim Burton passte schlecht in die stromlinienförmige Welt der Erfolg- und Einflussreichen. Er war als Kind und in der Schule ein Außenseiter, und er blieb es, als er nach einem Studium am „California Institute of the Arts“ ausgerechnet vom Disney-Studio angestellt wurde. Die Liebe zum Morbiden, Abseitigen und dabei Liebenswerten konnte ihm selbst die Fließbandarbeit als Zeichner für Filme wie „The Fox and the Hound“ (1981, dt. „Cap und Capper“) und „The Black Cauldron“ (1985, dt. „Taran und der Zauberkessel“ nicht austreiben. Stattdessen nutzte er die Gelegenheit, abseits der Studio-Großfilme mit angeblich veralteten Techniken wie dem Stop-Motion-Trick zu experimentieren und schräge Kurzfilm-Visionen zu verwirklichen.