Takuya Nonaka, Matsuri Ouse
Coyote Ragtime Show Vol. 1

Koy?te Ragutaimu Sh?, 12-teilige TV-Serie, Japan, 2006
Anime Virtual/AV Visionen, Berlin, erschienen am 23.07.2007
1 DVD im Amaray Case mit den Folgen 1-3, Anime, Action, Comedy, SF, Lauflänge: ca. 90 Min. (3 Episoden à 25 Min.)

Extras: 12-seitiges, querformatiges Booklet
Altersfreigabe/FSK: 16
Bildformat: 16:9, PAL; Regionalcode RC 2
Sprachen/Tonformat: Japanisch, Deutsch (DD 2.0+DD 5.1)
Untertitel: Deutsch, Polnisch, Schwedisch
Vorlage: Manga von Yuji Shiozaki
Musik: Naoki with Power Sound (Vorspann), Sana (Abspann)
www.anime-virtual.de
http://ufotable.com/coyote/
www.broccolibooks.com/books/coyote/coyote_index.htm

Action und coole Sprüche, abgebrühte Helden und schießwütige Mädchen, die neben ihren kämpferischen Fähigkeiten auch gerne einmal andere Qualitäten zeigen, zeichnen viele japanische Anime-Serien aus, die sich vornehmlich an ein junges, männliches Publikum richten.

Liebe und Romantik oder eine dramatische Geschichte findet man selten, dafür eher handfeste Erotik, eine Menge schräger Gags und auch ein gehöriges Maß an Gewalt.

Auch die 12-teilige Anime-Serie „Coyote Ragtime Show“ kann sich nicht davon frei sprechen. Sie entstand nach einem Shonen-Manga von Yuji Shiozaki, der in Deutschland vor allem durch seine Serie „Dragon Girls“ (erscheint bei Carlsen Comics) bekannt geworden ist.

Madame Marciano, die Anführerin des Gangstersyndikats ‚Gilde’, hat den berüchtigten Piratenkönig Bruce Dochley ermordet. Nun versucht sie, an das Vermögen zu gelangen, das er seiner Tochter Franca hinterlassen hat. Die hundert Milliarden Space Dollar wurden irgendwo auf dem Planeten Graceland versteckt.

Da sie weiß, dass Franca die Hilfe des abgebrühten Piraten und Raumpiloten Mister braucht, der der beste Freund von Bruce war, beschließt sie, diesen Mann so schnell wie möglich auszuschalten, ehe das Mädchen Kontakt mit ihm aufnehmen kann. Sie schickt ihre besten Kämpferinnen los, um das zu erledigen: die gnadenlosen „12 Schwestern“, denen bisher nie ein Opfer entkommen ließen.

Mister scheint ein leichtes Ziel zu sein, denn er sitzt wegen eines Verkehrsvergehens gerade im Gefängnis eines Hinterwäldlerplaneten ein. Doch zufällig interessiert sich zur gleichen Zeit auch noch die föderale Agentin Angela Burns für ihn, die das kriminelle Genie am liebsten in ein Hochsicherheitsgefängnis bringen würde.

In dem nun folgenden Chaos, das die verschiedenen Gruppen verursachen, kann Mister entkommen. Er erfährt vom Schicksal seines besten Freundes und beschließt, Franca aus Loyalität zu helfen, auch wenn es nach außen hin vielleicht anders wirkt. Vielleicht kann er Bruce damit auch rächen. Mit seiner Crew macht er sich in seinem Raumschiff ‚Coyote’ auf den Weg nach ‚Graceland’.

Die Zeit ist äußerst knapp bemessen. Nicht nur durch die Zahl der Verfolger, die ihm dicht auf den Fersen sind, sondern auch durch den Entschluss der Regierung, einen auf dem Planeten tobenden Bürgerkrieg dadurch zu beenden, dass Graceland in die Luft gesprengt werden soll. Nur noch knapp eine Woche bleibt den furchtlosen Helden Zeit, um den Schatz zu bergen und sich all derer zu entledigen, die ihren Tod wollen. Dafür müssen sie auch lernen, einander zu vertrauen.

Die Hintergrundgeschichte ist in dieser rasanten SF-Action-Komödie nur der Aufhänger, um endlose Auseinandersetzungen und schräge Gags in einem gewissen Rahmen aneinander zu reihen. Es gibt nur wenige wirklich ruhige Szenen, in denen versucht wird, die Helden ein wenig genauer vorzustellen und die Beziehungen zwischen ihnen zu vertiefen – sie gehen aber in der Action regelrecht unter. Vor allem die 12 Schwestern zeichnen sich durch Kampfbegeisterung aus. Dass sie dabei nicht gerade zimperlich vorgehen und dazu noch ihre weiblichen Attribute ins rechte Licht setzen, versteht sich von selbst. Trotzdem sollte man keine weiter führende Erotik als den kurzen Blick auf blanke Haut und knackige Pos unter hübschen Höschen erwarten. Die hohe Einstufung der Serie mit FSK 16 verdankt sie vor allem den Gewaltdarstellungen. Immerhin hat man nie dass Gefühl, dass diese unnötig verherrlicht wird.

Auch wenn die Geschichte eher einfach ist, so wird sie insgesamt doch sehr schlüssig erzählt und glaubwürdig vorangetrieben. Sie kann eine gewisse trashige Westernatmosphäre im Weltall nicht verleugnen. Dazu untermalen rockige Klänge noch die wilde Action und vertiefen den Eindruck, die Ereignisse ja nicht zu ernst nehmen zu wollen.

Die DVD ist technisch von guter Qualität, bietet aber neben dem zwölfseitigen Booklet im Querformat, das überwiegend Charaktervorstellungen enthält, nur noch ein Wallpaper für den Computer und die obligatorischen Trailer als Extras.

Die Serie „Coyote Ragtime Show“ wendet sich vor allem an die Fans actionreicher SF-Abenteuer, in denen knackige Mädchen den Männern in der Kampfkraft in nichts nachstehen, aber etwas mehr zu bieten haben.

Die Geschichte nimmt sich selbst nicht sehr ernst und bietet durch viele Gags und kernige Sprüche auch einige Abwechslung zu den düsteren Gewaltorgien, die man sonst bei den SF-Animes findet. Das beweisen auch schon die drei Folgen der ersten DVD, in denen es bereits spannend und wild zur Sache geht. (CS)

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