Tsubasa Reservoir Chronicle, Box 3 (von 3)
Regie: Kôichi Mashimo

Tsubasa Kuronikuro, Episoden 19 – 26, Japan, 2005
Vorlage: gleichnamige Manga-Serie „Tsubasa Reservoir Chronicle“ von Clamp, erscheint bei EMA, Köln
Anime Virtual/AV Visionen, Berlin, 29.10.2007
2 DVDs im Disc-Set auf Displays in aufklappbarer Pappbox im offenen Schuber, Anime, Fantasy, Laufzeit: ca. 200 Min. (8 Episoden à 25 Min.), gesehen 2/09 für ca. EUR 50.-
Extras: 36-seitiges vollfarbiges Hardcover-Booklet
Altersfreigabe/FSK: 12
Bildformat: 4:3, PAL; Regionalcode RC 2
Sprachen/Tonformat: Japanisch, Deutsch, Französisch (DD 2.0)
Untertitel: Deutsch, Französisch, Polnisch
Dialogbuch: Hiroyuki Kawasaki, Künstlerische Leitung: Shin Watanabe
Musik: Yuki Kajiura

www.anime-virtual.de
www.clamp-net.com/
http://www3.nhk.or.jp/anime/tsubasa/
www.shonenmagazine.com/works/tsubasa/
www.shonenmagazine.com/tsubasa_tokyo/
http://kc.kodansha.co.jp/tsubaholi/
http://funimation.com/yuko/

Obwohl sie noch nicht abgeschlossen ist, wurde die Manga-Serie „Tsubasa Reservoir Chronicle“. bereits im Jahr 2005 in eine 26-teilige Fernsehserie umgesetzt, zu der es mittlerweile auch eine zweite und dritte Staffel gibt.

In Deutschland erscheint die erste Staffel in drei edel gestalteten Boxen. Jeweils zwei DVDs stecken auf einem aufklappbaren Display. Dazu kommt ein vollfarbiges Hardcover-Booklet, in dem man Informationen zu den Ländern und Figuren erhält, die in den entsprechenden Folgen auftreten. Das dritte Set enthält die abschließenden Folgen19 – 26.

Die Liebe zwischen der jungen Prinzessin Sakura und dem heimatlosen Shaolan hat ein schreckliches Unglück heraufbeschworen. Das Mädchen ist in eine tiefe Ohnmacht versunken, als die Federn ihrer Erinnerung in alle Himmelsrichtungen zerstoben und in den Dimensionen verschwanden.

Auch wenn er dafür das Wertvollste, was er besitzt, opfern muss – nämlich seine Liebe –, beschließt Shaolan, die Erinnerungen wieder zurück zu holen und Sakura zu heilen. So beginnt eine Odyssee durch die Dimensionen. Die Hexe Yuki, die ihm den Weg gewiesen hat, hat auch zwei Begleiter an seine Seite gestellt: den geheimnisvollen Magier Fye und den kriegerischen Kurogane. Das Wesen Mokona ist in der Lage, sie alle von einer Welt in die andere zu versetzen.

Diesmal verschlägt es sie in das Land Outo, das an das Japan der frühen 1920er Jahre erinnert. Da sie noch nicht wissen, wo sie suchen sollen und irgendwie ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, beschließt Fye, ein Café zu eröffnen, in dem Sakura aushilft, während sich Shaolan und Kurogane als Dämonenjäger verpflichten.
Denn hier sind die Oni Wirklichkeit und streifen auf der Suche nach Opfern nachts durch die Straßen. Die Jäger sind die Einzigen, die Monster und Schattenkreaturen wirklich in Schach halten können.

Doch das ist in der letzten Zeit schwieriger geworden, denn angeblich sei eine neue Art von Oni aufgetaucht, die nicht nur mächtiger ist, sondern sich auch besser tarnen kann. Und jemand scheint die Dämonen zudem zu lenken, da ihre Angriffe Ziel gerichteter geworden sind.

Bei ihren Nachforschungen kommen ihnen immer wieder die Jäger Yuzuriha, Kusanagi, Ryuou und Soma in die Quere. Aber noch gefährlicher wird der geheimnisvolle Seishiro, der Shaolan zu kennen scheint.

Anders als in früheren Serien erbeuten die Helden nicht in einer oder zwei Episoden eine Feder; die Handlung erstreckt sich über mehrere Folgen, und bisher war die Suche nach den Erinnerungen Sakuras jedes Mal anders.

Nicht immer ist das Offensichtliche die Lösung und der Gegner leicht zu besiegen – das zeigt sich kurz vor Schluss, als die Erlebnisse plötzlich durch einen so unerwarteten wie verwirrenden Weltenwechsel relativiert werden. Interessant dabei ist, dass man immer wieder auch eigene Geschichten und Welten einbaut und sich nicht nur an die Themen des Mangas hält.

Das eigentliche Anliegen von Clamp – Figuren aus ihren früheren Erfolgsreihen auftauchen zu lassen -, tritt etwas in den Hintergrund. Bis auf die Hauptfiguren – Sakura und Shaolan stammen zum Beispiel aus „Card Captor Sakura“ – gibt es kaum noch Reminiszenzen an die alten Geschichten. Das kommt der Serie sehr zugute, denn auch als Zuschauer, der sonst nichts weiter von den Künstlerinnen kennt, kann man die Serie genießen.

Immerhin findet sie in der letzten Folge einen versöhnlichen Abschluss, der bis auf die Gewissheit, dass die Suche weiter gehen wird und jemand im Hintergrund noch immer die Fäden zieht, keine weiteren Fragen offen lässt.

Obwohl sich der Stil von Clamp in den letzten Jahren stark verändert hat, so ist man in der Fernsehserie stilistisch einen Mittelweg gegangen und hat eine Brücke von den alten zu den neuen Figuren geschlagen.

Heraus kommt eine unterhaltsame Mischung aus Abenteuer, Romantik, Fantasy und Action, die auch ältere Zuschauer in ihren Bann ziehen kann, da die Geschichte komplexer und interessanter gestaltet ist, als man im ersten Moment denken mag, und die Atmosphäre der Geschichte einfach stimmt.

Genauso gefallen die lebendige Animation, der Detailreichtum der Bilder und die schön gestalteten Figuren. Die Farben sind harmonisch, das Bild klar und die Geräusche und Musik neben den Stimmen sehr gut verständlich. Die Extras sind durch das liebevoll gestaltete Booklet zufrieden stellend, auch wenn man sich vielleicht noch mehr Hintergrundinformationen und eine Episodenübersicht wünschen könnte.
Mit der dritten Box endet die erste Staffel von „Tsubasa Reservoir Chronicle“, einer Fantasy-Serie, die durch ihre gelungene Mischung aus Action, Humor und Romantik junge wie ältere Zuschauer in den Bann schlagen dürfte und Lust auf mehr macht. (CS)

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Tsubasa Chronicle, Vol. 03 – Episoden 19-26 (2 DVDs)