Dittsche – Das wirklich wahre Leben
Staffel 11: Biddddäää!

Darsteller: Olli Dittrich als „Dittsche“, Jon Flemming Olsen als „Ingo“ und Mr. Piggi als „Schildkröte“
10 Folgen auf 2 DVDs im Schuber
FSK: ab 0 freigegeben
Label: Angenehme Unterhaltungsgesellschaft mbH
Land/Jahr: Deutschland 2010
Kategorie: Comedy
Drehbuch: keines
Preise: Grimme Preis mit Gold, Goldene Kamera, Deutscher Fernsehpreis, DVD-Champion
11. Staffel, Laufzeit: ca.325 min.
ISBN 0-602527-27-1231

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Erneut prasselt auf den geneigten Fan ein Feuerwerk an Schwachsinnigkeiten, Weltideen, gebündelten Weisheiten aus Bild und Fernsehen ein:

Da kommt Olli mit einer weißhaarigen Hundedame in seinen Stamm-Imbiss und stellt Ingo und Schildkröte den kleinen Hund als Labradudel vor, dessen Fell aus Stahlwolle, ähnlich einem Akopatz, besteht. Zügig geht es mit der Meldung weiter, das Präsident Obamas Kinder Allergokicker sind und der Kabeljau ein reiner Stromfisch ist. Schließlich hatte er früher ja auch einen kabellangen Schwanz und heißt ja auch heute noch so. Apropos Beweise für solch hanebüchene Theorien. Sie liegen für Olli ganz klar auf der Hand: Stand nicht in der Bild geschrieben, dass jemand sein Handy im Wasser verloren, ein Kabeljau dieses verschluckt und mit seiner nützlichen Eigenschaft als Stromfisch wieder aufgeladen hatte? Ingo zweifelt allerdings an, dass es dem Fisch gelungen sei, den Besitzer anzurufen, um diesem mitzuteilen, dass der Akku nun wieder voll aufgeladen wäre.

Seit einiger Zeit ernährt sich Olli ausschließlich von Fischstäbchen, denn er hat von seinem Freund Giovanni eine Palette mit dem tiefgefroreren Fisch erhalten, dessen Haltbarkeitsdatum ein wenig abgelaufen ist. Doch das macht dem Hartz-IV-Empfänger nichts aus. Aber man kann ja aus so einem Schatz noch viel mehr Nutzen ziehen. Ist denn nicht die eisharte Panate des Fischstäbchens ein wunderbarer Schleifpapierersatz mit 12er Körnung? Da kann man doch prima die Tischplatte damit abschleifen. Und wenn die Panate abgeschmirgelt ist, landet der Fisch in der Pfanne. Das nenne ich nachhaltige Verwertung von Ressourcen.

Doch Olli wäre nicht er, wenn er sich von kleinlichen Einwänden Ingos von seiner Überzeugung und fundierten Bildzeitungs-Wissen abhalten ließe. Er zischt sein Dittschberger hinunter und wartet mit neuen Informationen auf: Boris Becker hat eine neue Alte und Angela Merkel hat sich in der Wirtschaftskrise klammheimlich verdrückt. Ihre offiziellen Auftritte bestreitet nun ein Kaiborg – was natürlich Cyborg bedeuten soll. Überhaupt ist die gesamte Riege der Politiker mittlerweile durch solche Kaiborgs ersetzt worden. Schon früher wären Prominente und Politiker heimlich ausgetauscht worden. Natülich bestanden diese damaligen Cyborgs nicht aus Metall, Kunststoff und moderner Elektronik, sondern aus Holz! Marionetten eben.

DIESE feinen Wortspiele sind die wahren Hämmer in Olli Dittrichs Imbiss-Impro-Muggelei. Am besten sind auch Szenen wie diese, wenn Olli sich verschwörerisch über den Tresen zu Ingo beugt und konspirativ flüstert: „Ich bin ein Wissender, ich bin ein Weiser.“ Ich glaub’s ihm, Dittsche hat den Durchblick.

Abgerundet wird dies wie immer mit einem kleinen Booklet (Hoeneß-Wurst-Tüten), 2 Dittschberger-Aufklebern und Bonusmaterial „Vor der Sendung & hinter den Kulissen“ (Teil 17+18 ).

Copyright © 2010 by Werner Karl