L. A. Heat – Staffel 1

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Bildseitenformat: 4:3
Anzahl Disks: 7
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Edel Germany GmbH
Erscheinungstermin: 20. August 2010
Produktionsjahr: 1999
Spieldauer: 1105 Minuten

Regisseure: Richard Pepin, Cole S. McKay, Paul G. Volk, Jerry P. Jacobs, Richard W. Munchkin
Komponist: Alex Wilkinson, Louis Febré, John Sponsler, Stephen Edwards
Darsteller: Wolf Larson, Steven Williams, Renee Tenison, Dawn Radenbaugh

Ex-Boxer August Brooks (Steven Williams) ist als Polizist in L.A. tätig. Er ist ein ausgeglichener und familiärer Kerl, sehr bodenständig. Ihm wird der zwar charmante, aber auch unkonventionelle Chester „Chase“ McDonald (Wolf Larson) als neuer Partner zugewiesen. Beide Männer sind grundverschieden, doch um dem Gesetz Geltung zu verschaffen, raufen sie sich zusammen. Das ungewöhnliche Paar setzt dabei auf unkonventionelle Methoden.

Rasante Verfolgungsjagden, laute Explosionen und wilde Schießereien sind dabei an der Tagesordnung. So stöbern August und Chase in den miesen Gegenden ebenso herum, wie in der Welt der Hochfinanz oder den Villen der Reichen. Niemand ist vor ihrem gnadenlosen Griff sicher. Dabei spielen auch die jeweiligen Lebensgefährtinnen der beiden Männer eine wichtige Rolle. Kendra Brooks (Renee Tenison) und Jodi Miller (Dawn Radenbaugh) sind zwei heiße Frauen, die sich gut in dieser actionbetonten Männerwelt zu beweisen wissen.

„L. A. Heat“ war eine Kultserie, die es wegen knapper Finanzen des Studios nur auf zwei Staffeln brachte. Kurioserweise lief die Serie zuerst in Deutschland und Übersee hervorragend an – auch in arabischsprachigen Ländern – und kam danach erst in den USA zu Ehren. In Deutschland kann sogar mit gutem Gewissen behauptet werden, „Alarm für Cobra 11“ sei ein schlechtes Remake von „L.A. Heat“.

Nun, 2010, bringt Edel die Kultserie auf DVD in deutsche Heimkinos. Dabei kommen Bild und Ton natürlich in antiquierter Qualität daher. Das bedeutet: Nur Dolby Digital 2.0 und ein Bild im TV-Format. Die Serie kann technisch also kaum mit modernen Produktionen mithalten, aber gerade das macht den Charme von „L.A. Heat“ aus.

Auf sieben DVDs finden sich die sechsundzwanzig Episoden der ersten Staffel. Das ist eine geballte Ladung an Männerfreundschaft, die mit sich mit lautem Getöse einen Weg durch die Unterwelt bahnt. Die Action in der Serie ist spektakulär, wenn auch manchmal aus dem Archiv. Das fällt jedoch kaum auf. Natürlich entspricht auch die Dramaturgie den 90er Jahren. Somit wirkt „L.A. Heat“ nach heutigen Verhältnissen überzogen. Aber genau das gehört ebenfalls zum Charme der Serie. Allein die ersten Minuten der Pilotfolge zeigen das deutlich auf, wenn Chase mit schwerem Gerät locker daherkommt und das Feuer eröffnet, die bösen Buben mit einem gepanzerten Vehikel antworten und unter lautem Getöse in die Luft fliegen. „L.A. Heat“ folgt ganz alleine seiner eigenen Serienlogik. Eine ausgeklügelte Handlung ist Mangelware.

Das ist auch vollkommen unnötig, denn „L.A. Heat“ bietet einfach nur gute Actionunterhaltung für den heimischen Bildschirm, weitgehend überzogen, aber sehr unterhaltsam. Auch die unterschiedlichen Hauptcharaktere machen großen Spaß, zudem Wolf Larson und Steven Williams einfach kernige Kerle sind, die mit dem nötigen Ernst und trotzdem einer guten Portion Humor agieren. Das macht einfach großen Spaß.

Die DVD-Box sieht sehr schick aus, leider gibt es kein Wendecover. Es gibt auch keine Extras, dafür aber wenigstens die deutsche und englische Tonspur. Beide sind gut anzuhören – das gilt für Sprache und Geräuscheffekte. Auch das Bild ist gut und hat nur kleine Fehler, die einfach dem Alter der Serie geschuldet sind.

Freunde einer guten Actionserie sind mit „L. A. Heat – Staffel 1“ gut bedient. Allerdings ist es auch ratsam einen Sinn für Nostalgie zu haben, da alleine die Filmtechnik der 90er Jahre und der Gegenwart gewaltig auseinanderklaffen. Trotzdem ist und bleibt „L.A. Heat“ einfach Kult!

Copyright © 2010 by Günther Lietz

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