Die Stonehenge Apokalypse

Sunfilm Entertainment, USA, 2010
Endzeit-Action, Science Fiction
Regie: Paul Ziller
Darsteller: Hill Harper, Misha Collins, Lauro Chartrand
Spieldauer ca. 87 min.
Extras: Trailer, Behind the scenes
EAN 4041658224284

www.sunfilm.de

Zur Handlung:

Der Wissenschaftler Lesham entdeckt unterhalb des berühmten Steinmonuments Stonehenge in England eine geheimnisvolle Apparatur, die mit bis dato unbekannten – und in der Realität natürlich nicht existenten – Pyramiden in den USA verbunden ist. Ein Mix aus Symbolen und Schriftzeichen der Maya, Ägypter und nordischen Runen lassen auf interkulturelle Verbindungen schließen, jedoch sich nicht sogleich entschlüsseln.

Ein vor Jahren gechasster Forscher, der aufgrund seiner gewagten Theorien aus dem Olymp der anerkannten Archäologen-Gemeinde ausgestoßen wurde, ist mit Lesham befreundet und sieht in der Entdeckung seines Freundes eine Bestätigung seiner Arbeiten und gleichzeitig die Gefahr, welche der Menschheit droht.

Natürlich glauben ihm weder die Verantwortlichen, noch das Militär, das recht schnell zur Stelle ist, als unerklärliche energetische Aktivitäten und Blitze erst unvorsichtige Touristen und danach dümmlich agierende Wissenschaftler blitzschnell in kleine Häufchen Asche verwandeln. Darüber hinaus führt die Aktivität der Stonehenge-und-weltweit-verstreuten-Pyramiden-Maschine zu Eruptionen mehrerer Vulkane, ob nun aktiv oder seit Jahrhunderten inaktiv.

Leshma wandelt sich urplötzlich vom akribisch arbeitenden Forscher zum wahnsinnigen Endzeit-Propheten und setzt die Apparatur in Gang, um die Erde von der verderbten Menschheit zu befreien und Platz zu machen, für eine neue Rasse edler Gläubiger, natürlich von ihm selbst angeführt.

Den Rest und vor allem den Schluss erspare ich mir hier. Wer den Film sehen will, soll wneigsten nicht wissen, wie das Drama endet.

Fazit:

Sie werden es meinen Formulierungen schon entnommen haben, dass das Ganze ein wenig wirr und vor allem an den Haaren herbeigezogen ist. Dazu kommen die heute nicht mehr akzeptablen schwachen Special Effects, die auch noch kostengünstig mehrmals wiederholt werden. Die Schauspieler – soweit die Bezeichnung zutreffend ist – erfüllen reihenweise Klischees. Der verkannte Durchblicker, der blockierende Verantwortliche, der bombardier-geile Militär, der klassische gute Wissenschaftler verwandelt sich ohne Grund in den klassischen Mad-Scientist/Sektenfanatiker usw. usw. Gott sei Dank hat wenigstens die kreischende Maid gefehlt, welche vom Helden zu retten gewesen wäre.

An vielen Stellen fühlte ich mit in englische Serien – egal welchen Genre – versetzt, so unspannend und spröde waren die Handlung und die Dialoge. An mehreren Punkten der Handlungen hätte jeder vernünftige Mensch erst mal nachgedacht und dann den Knopf gedrückt, aber so ist das halt in manchen Filmen. Der Plot funktioniert nur mit einem gerüttelt Maß Dummheit der Protagonisten. Das einzige, was mich nervös machte an der Story, war der Gedanke, dass unsere realen Politiker und Militärs genauso dumm auf solche Entdeckungen und Phänomene reagieren könnten … würden … tun …

Copyright © 2010 by Werner Karl

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