Surrogates – Mein zweites Ich

Touchstone Pictures
Walt Disney Studios Home Entertainment
Copyright © Buena Vista Home Entertainment, Inc.
Nach dem Kultcomic “The Surrogates”
ISBN 8717418252120 für die DVD
Veröffentlichungsdatum der DVD und Blu-ray: 20.05.2010
Genre: Science Fiction
Bildschirmformate 16:9 und 2,40:1
Länge: ca. 85 min.
Schauspieler: Bruce Willis, Radha Mitchell, Rosamund Pike, James Cromwell u.a.
Regie: Jonathan Mostow
Produzenten: David Hoberman, Todd Lieberman, Max Handelman
Kamera: Oliver Wood
Musik: Richard Marvin
FSK: ab 12 freigegeben

www.press.movie.de

Vorwort

Ein Surrogat ist ein Ersatz und die Surrogates im Film sind genau das: Ersatzkörper für ihre menschlichen Originale. Die im Klappentext verwendete Bezeichnung ferngesteuerte Roboterklone ist so nicht richtig. Ein Roboter ist ein Maschinenwesen, z.B. die Terminatoren aus der „Terminator“-Filmreihe der ersten Generation. Ein Klon ist eine biologisch gezüchtete Kopie eines Menschen. Das, was man mit Roboterklon eigentlich meint, ist per Definition ein Android, ein – zumindest äußerlich – menschenähnlicher Körper, ähnlich der Figur Data aus der „Star-Trek“-Serie. Das ist ein Surrogate/Android! So weit zur Begriffsklärung.

Zum Film

Im Jahr 2054 hat sich durch die Einführung, Weiterentwicklung und Perfektionierung der Surrogate-Technik die Gesellschaft völlig gewandelt. Fast niemand aus der so genannten „normalen“ Bevölkerung geht noch selbst auf die Straße, arbeitet selbst, hat noch mit seinem eigenen Körper zwischenmenschliche Beziehungen oder sogar – schlimmer noch – echten Sex. Das Risiko ist einfach zu groß. Den vermeintlichen Gefahren des Alltags entgeht man, indem man seinen Surrogate – kurz Surry – agieren lässt. Krankheiten, Verbrechen sind auf ein minimales Level gesunken. Kriege werden ebenfalls mittels der Ersatzmenschen geführt. Unabhängig davon, dass ein Krieg ohnehin Blödsinn ist, fragt man sich hier am Rande, was denn ein Krieg zwischen Surrogates bewirken soll.

FBI-Agent Tom Greer (Bruce Willis) hat schon seit 8 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen, seine Frau vegetiert im Nebenzimmer und steuert aus ihrem Interface-Sessel ihren Surrogate. Beide haben sich seit Jahren nicht mehr real gesehen oder berührt. Beide benutzen wie viele Milliarden Menschen idealisierte Versionen ihrer selbst, so mancher lebt dabei seine Perversionen mit einer falschen Identität aus. Doch Tom Greer bedauert diesen Zustand und sehnt sich sein früheres Leben zurück.

Da werden mehrere Surrys mittels einer geheimnisvollen Waffe vernichtet und mit ihnen ihre Originalmenschen, da sich die Waffenenergie über die Interface-Verbindung auf die Menschen genauso tödlich auswirkt. Ausgerechnet der Sohn des Erfinders der Surrogate-Technik kommt dabei ums Leben. Tom Greer und seine Kollegin Peters (Radha Mitchell) werden auf den Fall angesetzt und forschen nach der mysteriösen Waffe. Und vor allem nach dem Motiv. Und welche Rolle spielen die Menschen in den Surry-freien Zonen?

Im Laufe der ersten Ermittlungen wird Greers Surry bei einer Verfolgungsjagd zerstört und bis er ein neues Modell bekommt, muss der FBI-Agent persönlich auf die Straße. Und zu den ungewohnten „Gefahren“ des Alltags, gesellen sich überaus konkrete Gefahren dazu. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt…

Fazit

Filme mit Amok laufenden Robotern hat man ja schon zur Genüge gesehen und die meisten davon waren das Zelluloid nicht wert, auf das sie gebannt wurden. Doch bei Surrogates kommt echte Beklemmung dazu: Sich vorzustellen, das man permanent am Netz hängt, Freud und Leid – die das Leben ja erst lebenswert machen – einem Ersatzwesen zu überlassen, ist schon sehr befremdlich. Die desaströsen Auswirkungen auf die Gesellschaft und das ureigenste Leben sind schlichtweg unheimlich. Und dann stellt sich heraus, dass es nicht eine defekte Maschine oder ein technischer Fehler war, der zu der Mordserie geführt hat, sondern jemand ganz anderer. Jemand, an dem man als allerletztes gedacht hätte.

Jedes weitere Wort in diese Richtung würde die Spannung und den Filmspaß zerstören. Deswegen kann ich nur hier sagen: Anschauen! Nach meiner Meinung nach einer der besten Filme dieses Genres und jeden Euro wert. Action? Ja. Nur Geballer? Nein. Spannung? JA. Langeweile? Keine Sekunde!

Copyright © 2010 by Werner Karl

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