Torchwood – Everything Changes
Staffel 1, Episode 1

Originaltitel: Torchwood
Produktionsland: Großbritannien
Produktionsjahr: 2006
Episodenlänge: etwa 50 Minuten
Originalsprache: Englisch
Idee: Russell T. Davies
Erstausstrahlung: 22. Oktober 2006 auf BBC Three
Erstausstrahlung (de): 11. März 2009 auf RTL 2

Darsteller: Captain Jack Harkness (John Barrowman), Gwen Cooper (Eve Myles), Dr. Owen Harper (Burn Gorman), Toshiko Sato (Naoko Mori), Ianto Jones (Gareth David-Lloyd)

In den Straßen des englischen Cardiff geht ein Serienmörder um. Gwen Cooper gehört zu den Polizisten, die den Tatort sichern. Sie und ihre Kollegen werden plötzlich zurückgerufen als die Spezialeinheit Torchwood auftaucht. Gwen erliegt ihrer Neugierde und beobachtet die Einheit bei der Arbeit. Die junge Polizistin ist schockiert, denn die unbekannten Ermittler holen den Ermordeten für wenige Minuten ins Leben zurück.

Gwen setzt sich nun auf die Spur von Torchwood. Sie will herausfinden, was es mit diesen Leuten auf sich hat. Dabei gerät sie – nach einer Schlägerei – in einem Krankenhaus erneut in die Ermittlungen der mysteriösen Einheit und schlussendlich gelingt es ihr, das Hauptquartier von Torchwood Three aufzuspüren. Was sie sieht ist faszinierend. Captain Jack Harkness und seine Leute beschäftigen sich mit Dimensionsrissen, Außerirdischen, Monstern und Artefakten. Und da wäre noch immer der geheimnisvolle Serienmörder …

„Torchwood“ ist eine Science-Fiction-Serie der BBC und diese drei Buchstaben verheißen meistens Unterhaltung auf hohem Niveau. Das ist auch hier der Fall. Dabei mixt die BBC gekonnt den Charme einer englischen Kriminalserie mit den futuristischen Elementen der Science Fiction. Trotzdem bleibt die Serie auf dem Boden und meidet die hellen und verchromten Labore aus US-Serien oder deren klinisch reine, beinahe sterile Umgebung. Torchwood operiert anders, besitzt einen viktorianischen anmutenden Stil, ist dreckig und düster.

Dabei handelt es sich bei „Torchwood“ um einen Ableger der Serie „Doctor Who“. Dort hat Captain Jack Harkness des öfteren einen Auftritt, wird zum Unsterblichen und verliert somit seine sorglose Art, die ihn in „Doctor Who“ noch auszeichnete. In „Torchwood“ ist die Figur ernster, dunkler.

Auch die andere Mitglieder der Einheit besitzen einen geheimnisvollen und düsteren Charakter. Vor allem zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie durch ihre tägliche Arbeit mit dem Außergewöhnlichen abstumpften und die meisten Dinge als gegeben hinnehmen. Dinge, die für Gwen noch außergewöhnlich genug sind, um sie zu schockiere. Hier ist vor allem die schauspielerische Leistung von Eve Myles zu würdigen. Sie spielt Gwen dermaßen überzeugend und lebensnah, dass einem die Spucke wegbleibt. So macht Science Fiction Spaß: Futuristisch, aber dennoch glaubhaft dargestellt.

Das gilt natürlich auch für die restliche Besetzung. Alle Figuren besitzen ihre Ecken und Kanten, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Die Kulissen und Szenen wirken oftmals eindrucksvoll und dennoch bodenständig. Auch die Erklärung warum ausgerechnet in Cardiff immer solche Ereignisse stattfinden, ist äußerst glaubwürdig. Es gelingt der BBC sich von den abgehobenen us-amerikanischen Serien deutlich abzuheben. Eine wahre Wohltat. Allerdings besitzt  John Barrowman eine starke Ähnlichkeit mit Tom Cruise, vor allem wenn er lächelt. Sicherlich ein Zufall, aber wer unbedingt einen Hauch Hollywood sucht, vermag ihn hier vielleicht zu finden. Nötig ist das auf keinen Fall.

„Everything Changes“ ist ein wunderbarer Auftakt, der Lust auf mehr macht. „Torchwood“ ist  erstklassige Unterhaltung und macht einfach Laune – Science Fiction, wie sie sein sollte!
(Günther Lietz)

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