Bei Libri.deNichts als die Wahrheit

Originaltitel: Nothing but the truth
Regie: Rod Lurie
Darsteller: Alan Alda, Kate Beckinsale, Angela Bassett, Matt Dillon, Vera Farmiga, David Schwimmer, Noah Wyle

Produktionsland: USA 2008
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: ca. 102 min. PAL Color
Bildformat: 2.35:1 / 16:9
Extras: Interviews, Featurette, Beim Dreh, Making Of, Deleted Scenes, Trailershow
Untertitel: Deutsch
Ton: Deutsch, DTS, Dolby Digital 5.1, Englisch, Dolby Digital 5.1

Auf den Präsidenten der USA wurde einen Attentat verübt. Die CIA findet angebliche Beweise, das Venezuela in dieses Attentat verstrickt sein soll.

Anhand einer anonymen Quelle erfährt die noch junge und aufstrebende Journalistin Rachel Armstrong (Kate Beckinsale), dass dem CIA die Unschuldigkeit Venezuelas bekannt war und somit der militärische Gegenanschlag der USA unbegründet war.  Die Journalistin deckt dies über einen groß angelegten Zeitungsartikel auf, in der Hoffnung die Regierung somit zum Umdenken bewegen zu können und natürlich um ihre Karriere voranzutreiben. Es kommt zu einer Festnahme Rachels mit Beugehaft, da sie sich weigert ihre anonymen Quellen preiszugeben.

In diesem Polit-Thriller von Regisseur Rod Lurie sind einige bekannte Schauspieler dabei. Neben Kate Beckinsale in der Rolle als Rachel Armstrong spielen noch Matt Dillon als Staatsanwalt, Angela Basset, David Schwimmer als Rachels Ehemann und Alan Alda als Anwalt von Rachel mit.

Hier zeigt Kate Beckinsale, welche in vielen Filmen ihr Debüt darlegte u. a. in Pearl Harbour und in der Triologie Underworld als sexy Elitekriegerin Selene, dass sie auch für ernsthafte Rollen eine hervorragende Schauspielerin ist. Hier beweist Sie, dass Sie auch eine Charakterrolle überzeugend und authentisch spielen kann und somit den Zuschauer richtiggehend in ihren Bann ziehen kann.

Als Grundlage für den Film diente wohl der Fall einer Journalistin bei der New York Times.  Judith Miller saß 85 Tage in Beugehaft, da sie ihre Quellen für die Enttarnung von CIA-Agenten nicht preisgeben wollte. In diesem Film wurde die Dauer der Beugehaft allerdings auf ein Jahr verlängert, bis die Journalistin Rachel Armstrong die Freiheit wieder genießen durfte, wenn auch nur für kurze Dauer.

Der Regisseur Luire hat es hier geschafft, in einer Meisterleistung dem Zuschauer einen unglaublich spannenden Thriller zu präsentieren, der nebenbei auch noch die negativen familiären Gesichtspunkte gut bedacht hat. So konnte Rachel Armstrong ihren geliebten Sohn über ein Jahr nicht mehr in die Arme schließen. Auch zerbrach ihre Ehe an ihrer Schweigsamkeit. Lurie hat es hier auch verstanden, den Zuschauer mit dieser doch trockenen Materie in den Bann zu ziehen, was in vielen anderen Verfilmungen nicht gegeben ist.

Der Zuschauer bekommt hier einen guten, hochklassigen Film präsentiert. Hier wird eine interessante Geschichte, der Kampf einer Person, welche für die Prinzipien einer bestimmten Berufsgruppe einsteht, die Quellen von Informationen nicht preis zu geben, spannend und packend umgesetzt. Es werden fast alle persönliche Entbehrungen von ihr in Kauf genommen, nur um die Quelle ihrer Informationen zu schützen. Und gerade dieses erhält am Ende des Films ein zusätzliches Gewicht, als der Zuschauer diese Quelle sieht bzw. erlebt.

„Nichts als die Wahrheit – Im Fadenkreuz der Staatsmacht“ ist ein wirklich qualitativ hochwertiger Polit-Thriller.  Eine alles überragende Kate Beckinsale beweist hier, das sie eine hervorragende Darstellerin ist, die auch in Charakterrollen absolut überzeugen kann.  Dieser Film bietet eine absolut spannende Unterhaltung auf sehr hohem Niveau, was einem keinesfalls entgehen sollte.

(Walter Gasper)

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