surrogates_hauptplakat

Regie: Jonathan Mostow
Darsteller: Bruce Willis, Rosamunde Pike, Ving Rhames, Boris Kodjoe

startet in Deutschland am 21. Januar 2010

im Verleih von Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Ein College-Student wird auf mysteriöse Weise ermordet. Im Zuge ihrer Ermittlungen finden die FBI-Agenten Greer (BRUCE WILLIS) und Peters (RADHA MITCHELL) heraus, dass der Tote mit einem Mann namens Canter (JAMES CROMWELL) in Verbindung stand. Dieser ist der Schöpfer eines revolutionären Hightech-Systems, mit dessen Hilfe sich makellose Roboterkopien von Menschen herstellen lassen – gesunde, fitte und gutaussehende Maschinen, die sich gemütlich vom Wohnzimmersofa aus steuern lassen… Aber wenn Roboter stellvertretend für einen Menschen leben können, können sie da nicht auch Dinge für einen tun, die man sonst selbst nie gewagt hätte? Damit nicht genug. Diese Prämisse macht auch die Mörderjagd zunehmend schwieriger. Wer ist echt, wer ist Kopie in einer Welt voller Maschinenmenschen und Masken? Kann man da überhaupt noch jemandem trauen? Greer und Peters setzen trotzdem alles daran, ihren Job zu Ende zu bringen. Doch irgendeine geheimnisvolle Macht hat etwas dagegen. Und die macht weder vor Menschen noch vor ihren Klonen halt…

Mit SURROGATES – MEIN ZWEITES ICH realisierte Genre-Spezialist Jonathan Mostow (TERMINATOR 3 – REBELLION DER MASCHINEN) einen hochspannenden Action-Thriller mit verblüffenden futuristischen Elementen. Dabei spielt die Adaption der berühmten Graphic Novel von Robert Venditti und Brett Weldele geschickt mit der brisanten Frage: Was wäre, wenn außer uns noch ein zweites, computergesteuertes Ich existieren würde?

Neben tricktechnischen Meisterleistungen und Adrenalin-treibenden Verfolgungsjagden haben hier vor allem die Make-Up-Künstler sensationelle Arbeit geleistet. Sie sorgten dafür, dass die Stars von SURROGATES in einzigartigen Doppelrollen zu sehen sind. Allen voran begeistert Bruce Willis sowohl als alternder, zerschundener Agent in bester „Stirb langsam“-Manier, als auch als junger verwegener Blondschopf mit makellosem, weil künstlich hergestellten Body. Ihm zur Seite stehen zwei der aufregendsten Blondinen SILENT HILL-Star Radha Mitchell als toughe FBI-Kollegin und Ex-Bond-Girl Rosamund Pike (STIRB AN EINEM ANDEREN TAG) als perfekte Ehefrau. Herausragende Nebendarsteller wie das einstige Supermodel Boris Kodjoe als FBI-Boss und die Ikone des afroamerikanischen Kinos, Ving Rhames (PULP FICTION) als Prophet, machen diese faszinierende wie tempogeladene Gratwanderung zwischen Mensch und Maschine, zwischen Sein und Schein zu einem mitreißenden Kinoerlebnis.

Surrogates

Interview mit Bruce Willis

INTERVIEWER

Jetzt verraten Sie mir doch mal, was die Zuschauer dieses Films erwartet.

BRUCE WILLIS

Na ja, es ist ein Suspense-Thriller, ein Action-Thriller voller Spannung, der absolut sehenswert ist. Gleichzeitig ist er auch ein Mystery-Thriller mit Krimielementen, zum Beispiel, als ich eine Straße entlang renne und wieder mal so aussehe, als würde ich die Welt retten wollen. Das ist jetzt ungefähr das zehnte Mal, oder Paul? Das zehnte Mal, dass ich…

PAUL

Wie bitte?

BRUCE WILLIS

Das zehnte oder elfte Mal, dass ich die Welt rette?

PAUL

Mindestens.

BRUCE WILLIS

Und es ist auch ganz schön schwierig, Schauspieler zu sein. Man muss sich ganz schön viel Text merken.

INTERVIEWER

Können Sie uns etwas über Ihren Charakter erzählen?

BRUCE WILLIS
Haben Sie den Witz verstanden?

INTERVIEWER

(lacht)

BRUCE WILLIS

Das war ein Witz. Mein Charakter? Er ist launisch. Er ist reizbar, er ist Polizist. Er ist unzufrieden damit, wie die Dinge laufen, und er kommt mit seiner Frau nicht zurecht. Seine Frau ist ihm aufgrund dieser Surrogates fremd geworden, und er möchte sie einfach wiederhaben. Ein Nebeneffekt dieser Surrogates ist, dass die Leute dazu neigen, sich hinter dieser Maske zu verstecken, was natürlich an sich nichts Schlimmes ist. Ich wette, es gibt auf dieser Welt viele Leute, die sich gern hinter ihrer Maske verstecken würden und es auch tun.

INTERVIEWER

Könnten Sie uns bitte etwas mehr über die Idee dieser Surrogates erzählen?

BRUCE WILLIS

Ich versteh sie nicht. Nein, doch, natürlich kann ich das erklären. Es geht dabei um…Haben Sie ein Handy dabei?

INTERVIEWER

Ja.

BRUCE WILLIS

In Ordnung. Haben Sie einen Blackberry?

INTERVIEWER

Mm.

BRUCE WILLIS

Erinnern Sie sich noch daran, als Sie noch keinen Blackberry hatten und nicht ständig mit dem Handy unterwegs waren oder ununterbrochen mit der Welt in Kontakt standen? Betrachten Sie den Blackberry als Weiterentwicklung dieser Technologie bis hin zu dem Punkt, an dem man eine Art Stellvertreter, einen Alter Ego entwickelt, der allen Gefahren trotzt und den eigentlichen Benutzer des Blackberrys beschützt. Über diesen Blackberry wird dem Surrogate mitgeteilt, was er tun und wie er denken und sich bewegen soll. Das lässt sich nur schwer erklären. Es ist eher ein visuelles Konzept als ein verbales, aber im Prinzip geht es genau darum. Irgendwann gerät dann dieses weltweite Konzept, in dem jeder einen Surrogate, einen Alter Ego da draußen besitzt, plötzlich aus den Fugen.

INTERVIEWER

Es ist eine interessante Vorstellung, die sich mit unserer tatsächlichen Besessenheit in Bezug auf Schönheit und Technologie befasst.

BRUCE WILLIS

Genau.

INTERVIEWER

Hat Sie das von Anfang an interessiert, als Sie es gelesen hatten?

BRUCE WILLIS

Es interessiert mich überhaupt nicht. Was mich wirklich beunruhigt, ist die Gefahr, die darin liegt, dass Menschen Informationen immer schneller kommunizieren wollen. Michael Jacksons Tod ist ein gutes Beispiel dafür. Innerhalb von vier Sekunden oder zumindest in kürzester Zeit wusste die ganze Welt davon, und das wäre vor zehn, geschweige denn vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen. Informationen werden immer kompakter und schneller. Ich bin kein großer Fan von sozialen Netzwerken in elektronischer Form. Wenn der Strom ausfiele, müssten wir alle auf der Stelle nach Hause gehen.

INTERVIEWER

Was ja durchaus…

BRUCE WILLIS

War das eine gute Erklärung? Ich bin mir da nicht mehr so sicher.

INTERVIEWER

Nein, nein, das war großartig. Ich muss Sie aber noch zu Ihren Schauspielerkollegen befragen, zuerst mal zu Radha Mitchell. Wie würden Sie die Beziehung zwischen diesen beiden Charakteren beschreiben und wie lief die Zusammenarbeit mit ihr?

BRUCE WILLIS

Sie meinen jetzt mit Radha?

INTERVIEWER

Ja.

BRUCE WILLIS

Sie ist großartig. Sie ist eine hervorragende Schauspielerin, die ihre Sache sehr gut gemacht hat. Und es macht Spaß, mit ihr zusammen zu arbeiten. Sie ist witzig, einfach nur toll. Sie wird noch viele tolle Filme drehen.

INTERVIEWER

Und wie ist Ihre Beziehung im Film?

BRUCE WILLIS

Wir sind beide Polizisten, Partner. Und wir besitzen auch unsere Surrogates, die ebenfalls zusammen arbeiten. Ich weiß jetzt nicht, ob ich Ihnen das verraten darf, aber es gibt im Film einige Hinweise darauf, dass Surrogates tatsächlich Sex miteinander haben können, aber Radhas Surrogate und meiner haben keinen Sex miteinander. Ich weiß jetzt auch nicht, warum ich das verraten habe, aber ich wollte es nur als Beispiel anführen.

INTERVIEWER

(lacht)

BRUCE WILLIS

Meine größte Sorge in Bezug auf Technologie und dem Film über Technologie ist die, dass ich eine jüngere Tochter mit Namen Rumer habe, die ebenfalls Schauspielerin ist. Nächste Woche wird sie 21, und am 11. September kommt ein Film, in dem sie mitspielt, in die Kinos. Unser Film „Surrogates“ hingegen erscheint erst am 25. September, und jetzt ist meine größte Sorge ist jetzt, dass ihr Film unserem den Rang abläuft. Hoffentlich nicht, denn das würde ich zu Hause nicht überleben.

INTERVIEWER

(lacht) Und zu guter Letzt…

WOMAN ON SET

Tut mir leid. Die Zeit ist um.

INTERVIEWER

Ach so, verstehe.

BRUCE WILLIS

Na gut, eine Frage geht noch.

INTERVIEWER

Na dann. Es geht um Rosamund Pike. Sie haben sie vorhin erwähnt.

BRUCE WILLIS

Rosamund ist großartig.

INTERVIEWER

Sie spielt Ihre Frau.

BRUCE WILLIS

Mm.

INTERVIEWER

Könnten Sie uns noch kurz etwas über Ihre Beziehung und das Verhältnis Ihrer Charaktere erzählen? Wie war es, mit ihr zusammen zu arbeiten?

BRUCE WILLIS

Na ja, es ist eine entfremdete, angespannte Beziehung. Sie ist eine großartige Schauspielerin mit klassischer Ausbildung. Ich weiß nicht genau, ob sie noch Theater spielt, aber sie stand damals mit Judi Dench in England auf der Bühne. Sie ist großartig, eine ganz bezaubernde Person, die viel zu diesem Film beigetragen hat. Ich würde gern jederzeit wieder mit ihr zusammen arbeiten.

INTERVIEWER

Na dann. Vielen Dank, dass Sie sich heute Zeit genommen haben.

BRUCE WILLIS

Ich hab zu danken.

INTERVIEWER

Es war nett, Sie kennen gelernt zu haben.

BRUCE WILLIS

Danke, ganz meinerseits.